Beiträge von Kaleu

    Zitat

    In einer Paarbeziehung wünsche ich mir 2 eigenständige Menschen und nicht das der eine dem anderen seine Probleme aufläd

    Und wieder "der Andere" der etwas nicht tun soll.

    Wären doch die Anderen endlich alle so wie sie sein sollen, die Welt wär ein Traum. :D

    Zitat

    Da ich mir aktuell keine Partnerschaft oder Beziehung vorstellen kann ,hab ich ja noch Zeit in mich zu gehen und weiter darüber nach zu denken.

    Mach mal. Scheint als gehst Du prinzipiell davon aus, daß Du Dich in einer Partnerschaft verlierst. Schau mal, daß Du Dir wertvoll genug bist, gar nicht mehr davon auszugehen, dass das passieren könnte. Dann wird "der Andere" auf einmal viel zahmer :D

    Da Du ja so drauf stehst wenn ich mich zu Wort melde, schmeiss ich Dir mal was zum Kauen hin. :D

    Zitat


    Ich mag und wünsche mir Nähe zu anderen Menschen ,möchte gerne das jeder die Verantwortung für sich selbst übernimmt

    Warum? Ist die Übernahme der Verantwortung anderer nicht deren Sache? Warum möchtest Du, daß Andere die verantowrtung für sich übernehmen? Und wenn die das nicht wollen? oder nicht un?

    Sollen Sie Dir das Leben einfach nur leicht machen, weil Du es vielleicht nicht ertragen kannst, wenn Verantowrtung die Du siehst nicht übernommen wurde? Ziehst Du Dir die dann gerne an? Und müsstest das nicht mehr wenn Andere eeeeeendlich ihre Verantwortung selbst übernehmen würden?

    Würde es nicht genügen, wenn Du die Verantwortung für Dich übernimmst? Zu der auch gehört fremde Verantwortungen einfach da zu lassen wo sie sind? Und auch Andere zu lassen wie sie sind? Selbst wenn sie keine Verantwortung für sich übernehmen wollen?

    Zitat

    Vielleicht bin ich manchmal einfach nur naiv?

    Hat ein Blinder ein Problem weil er nichts sieht? Oder hat er erst eins, wenn Andere ihm sagen, das er eins haben muss, weil er nicht sieht?

    Zitat

    Trotzdem denke ich immer, wie konnte es eigentlich soweit kommen?

    Nicht so viel anders, wie es auch in anderen Fällen dazu kam :D

    Mal ehrlich, spielt das - im Moment - so die Rolle?

    Die Zeit der Aufarbeitrung wird kommen, da hab keine Sorge. Du wirst Deine Antworten finden und Dir auch hier und da unangenehme Wahrheiten über Dich ansehen. Und Dich weiter entwickeln. All das kommt noch, doch das braucht zeit, Ruhe und Stabilität.

    Im Moment gilt, anzunehmen was ist. Was hätte sein können, führt Dich nur wieder zurück in alte Mottenkisten die Du längst verlassen hast.

    Deine Antworten wirst Du finden. Jetzt gilt es, alles ein wenig zu stabilisieren. Ein wenig Struktur zu finden, für Dich, für die Kids, damit Du selbst dann zur Ruhe kommen kannst.

    Dann wirst Du diese Fragen erneut stellen. Derweil pack sie in eine Schachtel und stell sie zur Seite.

    Sei geduldig mit Dir. Das darfst Du.

    Das dürfen lernen und weniger müssen müssen ist für alle Cos erstmal der Griff in's Haltlose. Das Alte funktioniert nicht mehr, das Neue ist noch nicht da.

    Umbruch halt.

    Gehört dazu, ist aber auch eine schöne Zeit irgendwo. Wenn man den Schritt gegangen ist, folgen die weiteren so sehr von allein, dass man nicht viel grübeln braucht.

    Mach Dir um Manipulationen Deiner Kids keine all zu großen Sorgen. Kids sind nicht doof. Erwachsene sind viel blöder ;)

    Zitat

    Ich bin mal gespannt, was noch kommt, wir hatteb jetzt Wut, Drohung, runterputzen vor den Kindern, beeinflussen der Kinder und die große Vernunft. Kaum zu Glauben, manoman.

    Ach, das noch gar nichts. Er steht mit dem Rücken zur Wand und je klarer ihm das wird, um so mehr wird das Pendel hin und her schlagen. Da kann man Sachen erleben, da kann man ein Leben lang von zehren :D

    Macht nichts, ist nämlich völlig Banane. Du hast Dein Augenmerk dort wo es hin egört. Auf Dir. Für Dich ist wichtig, Dich davon nicht destabilisieren zu lassen. Das mag noch anstrengend sein, mit der Zeit reagierst Du aber gelassener.

    Was früher für Dich Panik pur bedeutet hat, entlockt Dir irgendwann ein Schulterzucken ein müdes Lächeln und ein Grinsen, wie deppert Du selber warst, Dich von solchen Kindergartenspielen tatsächlich aus der Bahn werfen zu lassen.

    Gerde die erste Phase nach der Trennung ist wie alle schon sagen ein Ausnahmezustand, weil nicht viel geregelt ist und es erstmal so aussieht, als wäre jede Regelung unmöglich. Das sieht aber nur so aus. Mit der Zeit kommt auch die Erfahrung, daß er noch so toben kann, Du hast dennoch Möglichkeiten. Manche vielleicht nicht so wie gewünscht, aber das muss ja gar nicht immer so sein.

    Lass ihn 'n bisschen bellen. Der stellt sich selbst so in's Abseits, da brauchst Du nichtmal was machen.

    Sieh's ruhig mit ein bisschen Stolz, daß Du dennoch stabil bei Dir bleibst, das darfst Du und das darf Dir auch ruhig ein wenig Selbstbewusstsein geben. Und wenn Du magst, dann auch ein wenig Genugtuung. Auch das ist erlaubt.

    Schau, daß Du immer wieder zur Ruhe kommst und Dir was Gutes tust. Du wirst in nächster Zeit weiter riesige Sprünge machen.

    Zitat

    Dieses Ultimatum ist in meinen Augen ein Machtkampf auf das ich mich nicht einlassen darf. Wenn ich morgen um elf anrufe und morgen Abend bereit stehe, ist das ein Schritt nach hinten. Ich werde ihm also entweder nicht oder zwei Stunden zu spät anrufen, und ihm sagen, dass ich wie geplant am Freitag komme.

    Ruf an, lass ihn wissen, daß solche Hopp Hopp Komandos nicht mehr funktionieren, daß Du allein durchaus bereit bist zu reden wie es weiter gehen soll. Aber REDEN. Versucht er nur etwas durchzusetzen oder Dich unter Druck zu setzen, brichst Du das Gespräch wieder ab.

    Die einzige Möglichkeit den Rosenkrieg zu vermeiden oder wenigstens zu begrenzen ist - immer wieder zeigen, daß Du gesprächs- und kompromissbereit bist, aber nichts funktioniert womit er Dich unter Druck setzt.

    Aus ich kann nicht, wurde ein Ich kann ja doch. Mehr brauchst erstmal nicht wissen.

    Sieh zu, daß Du das so fix wie möglich stabilisierst, soll heissen, sorg dafür, daß es Dir und den Kids gut geht.

    Wenn Du in's Kissen heulen musst, musst in's Kissen heulen. Macht nix, tut gut und ist manchmal nötig und sehr heilend.

    Für Dich ist jetzt wichtig die Richtung zu stabilisieren, denn was den Kerl angeht kommen jetzt die schweren Geschütze.

    Im Moment jappst er noch nach Luft - aber das wird sich verändern. Von Terrorangriffen über SMS, Haustürklingel, Telefon bis zu allen Arten von Drohungen ist alles drin. Full Tilt!

    Am schwierigsten aber werden die plötzlichen Eingeständnisse, Zugeständnisse und was weiß ich werden.

    Kannst Du alles den hasen geben.

    Sollte Dir Deine Ehe doch noch am Herzen liegen und Du wackelig werden, lass Dir gesagt sein, ohne zumindest einen längeren räumlichen Abstand ist das auf keinen Fall einzufangen.

    Denn Du und die Kids müsst erstmal zur Ruhe finden. Und das braucht ein paar Monate.

    Selbiges gilt für Deinen Männe. Sollte die große Einsicht kommen - prima. Dann kann er ja loslegen. Entzug. Therapie. Selbsthilfe. Da ist er für 6 Monate beschäftigt.

    Das heisst, ab jetzt ist es gleichgültig ob ihr wieder oder nochmal zusammenkommt oder nicht - der Weg in nächster Zeit ist für Dich so oder so der selbe!

    Je eher Dir das klar wird, m so stabiler kannst Du den jetzigen Weg beibehalten - völlig gleich welche Art von Geschützen Männe auffährt.

    Humor ist gut, solltest Du behalten. Auch wenn's manchmal nur Ironie ist.

    Zitat

    Ich fühle mich gut, sicher und klar, und ein bisschen Angst ist auch dabei.

    Macht nichts, gehört irgendwo dazu, betrittst ja Neuland.

    Angst ist unproblematisch wenn man auf die Worte im Kopf achtet.

    ...aber ich habe Angst. Blockiert.
    ...und ich habe Angst. Macht nix.

    Ein kleines Wort kann da leicht die Lösung sein wenn's mal klemmt.

    Machst Du schon. :)

    Also. Passt doch!

    Mach Dir um die Kids keine Sorgen. Die nimmst Du sowieso mit. Von ganz allein. Weil Du Mutter bist. Mutter sein, heisst vorneweg watscheln.

    Die kleinen Schei**sser laufen Dir sowieso quakend nach.

    Also, lauf auch dorthin, wo sie happy sein können, weil Du da happy bist.

    Lass krachen!

    Zitat

    Du hast es wohl auch durchgemacht, wie hast du diesen Schalter gefunden?

    Das ist nicht leicht zu beschreiben. Der Schalter ist eigentlich da, und man kann ihn tatsächlich umlegen.

    Hier wird immer wieder geschrieben, daß es ein langer Prozess ist. War's bei mir auch. Aber wenn ich wirklich ehrlich bin, war der lange Prozess kein langer Prozess. Sondern ich hab auch lange nachdem ich anfing mich mit mir und allem auseinanderzusetzen das Gleiche fortgesetzt.

    Nur nicht mehr ganz so schlimm, weil ich Wege gefunden habe bei denen das was ich tue weniger negative Konsequenzen hatte. Gemacht hab ich trotzdem noch jahrelang das Gleiche.

    Wirklich was verändert habe ich erst, nachdem ich eben den Schalter umgelegt habe. Nicht drüber nachgedacht, sondern es einfach getan habe.

    Da ist wirklich eine Art Schalter, ich hab ihn aber erst gefunden, nachdem ich ihn umgelegt hatte.

    Es hat was mit Tun zu tun. Also Handeln.

    Da kannst Du noch so drüber nachgrübeln oder lernen oder sonstwas - so funktionierts nicht.

    Tun. Einfach Handeln. Alles dem keine Handlung folgt ist nur verschwendete Zeit, mehr nicht.

    Wenn man beginnt ein Problem zu analysieren hat das immer den gleichen Grund. Weil man's nicht lösen will und vor allem nicht handeln will.

    So entstehen dann komplizeierte Denkmuster und alles wird von allen Seiten hundert Mal durchdacht, durchgekaut, analysiert, bewertet, verworfen, neu durchdacht. Alles Strategien um die Lösung nicht umsetzen zu müssen.

    Denn sobald ein beliebiges Problem auftaucht, bringt es die Lösung schon mit und die liegt immer sofort vor einem. Man braucht sie nur umsetzen.

    Mir geht es nie darum, irgendwem zu sagen trenn Dich, tu dies oder lass das. Denn auch eine Trennung kann ebenfalls nur eine Art weglaufen sein. Setzt man sich nicht mit sich auseinander, hat man in 2 Jahren sowieso die gleiche Beziehung mit anderem Partner wieder am Hals.

    Ich kenne auch Cos die mit ihrem trinkenden Partner zusammenbleiben. Aber die ziehen keinen Dritten mehr mit rein. Das kann ich genauso respektieren. Gut, meins wär's jetzt nicht, aber ich find's trotzdem okay.

    Ob ich'n Buch schreibe werde ich tatsächlich öfter gefragt. Ich frag mich nur - wer will das lesen? Wer will denn wirklich unbequeme Wahrheiten über sich selbst lesen?

    Warum wird denn gesoffen? Warum werden dysfunktionale Ehen auf Teufel komm raus zusammengehalten "zum Wohle der Kinder"? Wer will denn lesen, dass er selbst das alles tut, weil er nur seine Gefühle nicht aushalten will? Weil er den Schmerz nicht zulassen will der entstünde wenn er sich anschaut, was er tut?

    Und was soll ich in dem Buch groß schreiben?

    Kapitel 1.
    Entscheide. Lebe. Liebe. Vertraue. Sei.
    Kapitel 2.
    Wenn Du erwartet hast, hier stünde noch was, hast Du Kapitel 1 nicht verstanden.

    Bestseller :D

    Zitat

    Was ändern geht nicht sofort.

    Und hier widersprech ich Dir. Radikal. Ab dem Moment ab dem man seine Veratnwortung für sich selbst übernimmt, und zwar vollständig, ab dem Moment lässt sich sofort alles ändern. In einem Augenblick. Es kann dann nicht mehr so bleiben.

    Solange man sich aber hinter Anderen versteckt, wird sich gar nichts verändern. Weil die ja dann was verändern müssen. Die sind ja "schuld" und wenn die nicht wären...dann wär alles super. Kids, Mann, Alkohol. Alles die schlimmen Wichte. Wär so schön wenn's die nicht gäbe. Nur ich. Ich kann nix dafür. Ich armer Tropf.

    Ist doch wurscht wer dann der Schuldige ist. Brauchen wir doch nur diesen Thread anschauen.

    Ich bleibe und leide weil mein Mann dies das und Jenes.
    Ich bleibe weil leide weil die Kinder Geburtstag feiern wollen.
    Ich bleibe und leide weil der Psychologe von meinem Sohn das gesagt hat.

    Alles Blabla. Und alles abschieben der eigenen Verantwortung.

    Erst wenn man bei:

    Ich bleibe und leide weil ICH xyz...

    Erst dann, ist man bei sich angekommen und übernimmt wieder Verantwortung.

    Das weil ist dann egal. Weil ich Angst habe, weil ich zu feige bin, weil ich meinem Mann erstnoch zeigen muss wie gut ich bin und wie schei**e er ist und dass er an allem Schuld ist.

    Ist doch dann Jacke wie Hose.

    Der Punkt ist - daß man erst dann erkennt:

    Ich tue was ich tue, weil ICH es so will und zu feige bin es zu ändern.

    Erst dann kann man sich überhaupt überlegen. Huch - ICH könnte es ja ändern, erst dann wird wieder der Blick auf die Möglichkeiten die man hat frei.

    Erst dann kann man wieder frei entscheiden:

    Mmmh, vielleicht mach ich's trotzdem. Gut, ich mach mir in die Hose, was soll's, ich steh's durch.

    Oder aber - ich such mir Hilfe weil ich tatsächlich mit meiner Angst umgehen lernen muss und es echt nicht kann.

    Ich find's halt immer gruselig wenn Erwachsene, besonders Eltern sich hinter ihren eigenen Kindern verstecken.

    Die Kids können nichts für die Feigheit ihrer Eltern!

    Als ich erkannt habe, daß ich das auch so gemacht habe, wurde mir jedenfalls kotzübel. Ich werde heute jedenfalls Niemand mehr irgend ein Leid aufbrummen was ich erzeuge weil ich mich vor meinen Gefühlen fürchte. So viel Arsch in der Hose sollte ich als Erwachsener ja wohl noch haben.

    Ist halt immer leichter wenn andere leiden, damit ich's nicht muss. Zur Not auch die Kinder. Wer halt gerade da ist.

    Meine Verantowrtung als Vater ist für mich zu sorgen. Damit meine Kids von mir lernen können, daß man für sich sorgt. Damit auch sie eines Tages für sich sorgen.

    Mit allem anderen will ich doch nur meine Kids verbiegen, damit sie machen wofür ich den Arsch nicht in der Hose habe.

    Da bin ich recht radikal geworden. Für mich gibt es heute keine Entschuldigung mehr dafür, mich zu verstecken. Ich trage die Verantwortung für mich. Inklusive der Verantwortung für meine Feigheit.

    Ich will nun weiss Gott nicht sagen - trenn Dich. Wenn Du Dich trennst weil irgendwer Anders das sagt, ist es der gleiche Blödsinn wieder. Nämlich sich nach Anderen richten.

    Ich sage nur - werd Dir klar, warum Du das tust und fortsetzt. Und dort bist Du erst angekommen, wenn Du sagst - weil ICH...

    Zitat

    Er sagt er trinkt jetzt nichts mehr, wegen der Kinder. Das ich ihm da nichts anhaben kann. Nicht wegen mir, was er mit mir macht weiß er nicht. Er will jetzt etwas erledigen heute, und droht mir, ich solle bloß nichts unternehmen, was die Kinder angeht

    Lass Dir das auf der Zunge zergehen!

    Lies es nochmal und nochmal und nochmal.

    Bei euch herrscht offener Krieg und die Kids sind nur noch Schachfiguren. Da ist alles recht, Hauptsache ich kann dem Anderen beweisen - ich bin der Gute!

    Du machst nichts Anderes.

    Mit Deiner lieben Geburtstagsnummer im trauten Heim.

    Ich war's nicht. Ich hab nix kaputt gemacht. Ich will keine Verantwortung für diese Ehe tragen.

    Doch Du hast diese Verantwortung nunmal. Auch die Verantwortung das alles zu beenden wenn es nur noch ein Schlachtfeld ist.

    Co-Abhängige neigen allesamt dazu sich hinter einer angeblichen Verantwortung zu verstecken die sie angeblich trügen.

    In Wahrheit aber drücken sie sich vor der Verantwortung die sie tatsächlich tragen.

    Denn die Frage lautet nicht - Kann ich es verantworten zu gehen?

    Die Frage lautet - Kann ich es tatsächlich verantworten das fortzusetzen?

    Will man halt nicht wissen. Tut nämlich weh.

    Nur ist dieses weh tun, der Grund, warum sowas bis in alle Ewigkeit fortgestezt wird. Nicht die Kinder. Oder deren Geburtstage. Letzten Endes ist es total billig. Ich will die Gefühle die damit zusammenhängen nicht haben.

    Das ist nunmal die eigentliche Ursache wenn man genau hinsieht. Ist es immer.

    Ich schreib mal was, was co-abhängige Mütter hassen :D

    Erst kommst Du - und DANN Deine Kinder!

    Denn nur wenn Du für Dich sorgst und es Dir gut geht, kannst Du auch für Deine Kinder sorgen. Die größte Verantwortung die Eltern für ihre Kids haben ist die Vorbildwirkung. Keine Erzeihung, keine Geburtstage, nichtmal das Dach über dem Kopf, sondern das was die Eltern ihren Kindern vorlebn. Das ist ddas was die Kids lernen werden.

    Was dürfen sie von Dir lernen? Ordne Dich unter. Leide. Und halt immer brav die Flagge oben während Deines Martyriums. Wer leidet ist der Gute!

    Ar*sch geleckt. Wer leidet drückt sich nur vor seinen Hausaufgaben! Das ist nunmal die Realität.

    Klar, Deine Kids wirken völlig normal. Warum auch nicht? Die kennen kein anderes Leben. Denen wurde jahrelang vorgelogen wie in Ordnung diese Welt ist. Innerlich sind Deine Kids jetzt schon schwer angeschlagen. Sie wissen nur nicht, wie sie's nach aussen transportieren sollen. Werden sie auch erstmal nicht, weil sie Angst davor haben, sie stossen ja auf Ablehnung.

    Es geht schon lange nicht mehr um die Sauferei. Kuck Dir doch an wie ihr lebt. Ich mein nicht das Saufen, das ist Jacke wie Hose, schau Dir an wie Du und Dein Mann miteinander umgeht.

    Offener Krieg.

    Und Deine Kids dürfen zwischen den einschlagenden Granaten links und rechts Geburtstag feiern.

    Na was werden die happy sein.

    Alles für die Kinder. Hurra. Flagge hoch!!!

    Bevor ich's vergesse. Du hast heute was gelernt. Deinen Anteil.

    Ja, er sabbelt, ja er regt sich auf. Ja, er macht Dir Angst und Panik.

    Und? Ja ganz ehrlich. Und?

    Heute hast Du einfach nicht mitgemacht. Nicht mehr und nicht weniger. Dich weder gerechtfertigt, noch versucht Dich durchzusetzen. Du hast den Machtkampf nicht mitgemacht.

    Die Wirkung auf Dich selbst solltest Du bereits merken.

    Und Dir vielleicht auch klar werden, was eure Ehe noch ist.

    Nur ein Schlachtfeld. Ein Schlachtfeld funktioniert aber nur, wenn Beide mitmachen.

    Glaub mir, es gibt nichts Erleichterndes wie die Einsicht - ich kann hier nichts erreichen, nichts ausrichten, nichts gewinnen. Ich geb einfach auf und geh.

    Dieses Aufgeben des ewig währenden Zweikampfes ist letzten Endes das worum es geht.

    Es geht nicht darum zu gewinnen oder zu verlieren. Es gab nie etwas zu gewinnen oder zu verlieren. Dieses Aufgeben ist kein Verlieren. Es ist nur das Ende des Zweikampfes.

    Den Effekt spürst Du jetzt schon. Frieden.

    Alter... :D

    Der Typ ist ja mal geil. Ich bin hier am Feiern. Das kannst sicher nicht nachvollziehen, oder?

    Noch vor 5 Jahren hätte ich in dieser Situation die Du beschreibst, genauso reagiert wie Du jetzt. Ich wäre fix und fertig gewesen, völlig am Ende. Ich hätte nicht nur Selbstzweifel gehabt, ich hätte alles in Frage gestellt. Meinen Verstand. Mein Leben. Meine Zukunft. Alles. Und vielleicht hätte ich sogar angefangen zu betteln. Mich tatsächlich aus reiner Panik so weit ernidrigt, daß ich ernsthaft gebettelt hätte und alles getan hätte, nur um vom Anderen eiN Stück Sicherheit zurück zu erhalten - weil ich selbst für mich überhaupt keine hatte. Ja, ich verstehe jedes Wort und kann es Alles nachvollziehen.

    Und heute?

    Ehrlich, bei dem Sülz den Dein Mann da ablässt, ich würde einen Lachanfall bekommen. Nachdem ich mich von diesem beruhigt hätte (was eine Weile dauern würde) würde ich die Kinder schnappen und wäre weg bevor der Kerl überhaupt schnallt was gerade passiert ist.

    Warum ich das schreibe? Um Dir eins mitzuteilen, auch wenn Du es nicht siehst - es gibt noch ein anderes Leben. Und das macht Laune.

    Mit Gleichgültigkeit oder Lieblosigkeit hat das nichts zu tun, denn im gegenteil. Das was Du da erlebst hat weder mit Liebe, noch mit Achtung, noch mit Respekt irgend etwas zu tun. Es gibt da wo ihr seid weder Wertschätzung für irgendwas (auch von Dir nicht), noch Liebe, noch Respekt, noch Achtung.

    Heute weiß ich wie hilflos Dein Mann in diesem Moment ist. Der ist wie eine Maus die versucht aus ihrem Eimer zu kommen. Und hilflos durch diesen Eimer flitzt. Und die versucht alles, damit Du in diesem Eimer bleibst. Weil er weiß - Du kannst da raus in ein Leben. Er nicht!

    Ich weiß aber heute auch wie gefährlich und unberechenbar das ist.

    Und trotzdem würde ich lachen.

    Wahrscheinlich nicht über ihn.

    Sondern über mich. Und dass ich sowas mal ernst genommen habe.

    Geh. Worauf willst Du warten? Auf die große Einsicht? Und selbst wenn, bei euch ist alles futsch. Alles.

    Wenn man merkt, man reitet einen toten Gaul - lacht man. Und geht.

    Wie es dazu kam hab ich schon verstanden. Von den eigenen Eltern nicht gewollt zu sein und das tatsächlich zu spüren zu bekommen, ist nunmal traumatisch.

    Und dass Du Dir selbst überlassen jede Art von "zuneigung" als angenehm empfindest, selbst dann wenn es darum geht Dich auszubeuten, ist natürlich auch klar.

    Diese Kerle wollen zwar auch nicht Dich, aber da steigst Du ja gar nicht dahinter.

    However, das werden wir hier sowieso nicht lösen können.

    Doro , PN geht nicht wenn Beide nicht im Erweiterten schreiben, oder? Kann man da mal 'ne Ausnahme machen? Oder kann ich Dir eine PN schreiben Doro von mir aus mit meiner Mail und Du schikcst sie an Lynielle weiter? Würde ihr gern mal ein bisschen was schicken.

    Zitat

    Ein neu kennengelernter Kumpel meint auch, dass ich dann eben halt die Sorte Mensch bin, die im Leben devot ist. Er meint, es wäre keine Schwäche, sondern Stärke.

    Und schon hast wieder eine Entschuldigung von einem Anderen.

    Irgendwie geht's mir Schei**e, aber wenn jemand sagt ich bin toll, weil's mir Schei**e geht, geht's mir weniger Schei**e.

    Andererseits, bei der Logik bist Du dann doch plötzlich auch weniger toll, wenn's Dir weniger Schei**e geht. :D

    Devot sein, tatsächlich devot, erfordert tatsächlich enorme Charakterstärke. Du bist aber nicht devot. Nur selbstverleugnend.

    Das erste was man können muss um devot zu sein, ist sich selbst keinesfalls zu verlieren, egal was passiert.

    Du gibst Dich jederzeit gern auf.

    Natürlich schmiert der Kerl Dir 'n bisschen Honig um's Maul, der will ja, daß Du so bleibst ;)