Beiträge von Kaleu

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    Ehrlich habe ich Angst vor der Scheidung, man hat sich doch mal geliebt.

    Hat man? Kannst an der Stelle schon nicht mal mehr das Wort ich benutzen - willst aber bei ihm bleiben weil früher ja alles besser war? Hey, vielleicht hast Du Glück und ein wenig Nostalgie ist mit ihm noch drin. Sein Hirn gleicht zwar offensichtlich einem aufgeweichten Brötchen, aber vielleicht kriegt er ja mal zwischen Pils und Korn 2 Hirnzellen zusammen und kann mit Dir in Erinnerungen schwelgen. Dafür sollte man schon zusammenbleiben.

    In guten wie in schlechten Zeiten, bis das der Tod uns scheidet.

    So lob ich mir das.

    Gut, ihm ist das jetzt 'n bisschen gleich, aber Du kannst ja durch das hochhalten der Flagge und das Einhalten des Schwurs ihm mal so richtig zeigen wer der Bessere von Beiden ist. Das wird auch den Kindern richtig gut tun, wenn Mama zeigt, sie ist die Gute! Sie opfert wenn's sein muss alles zwecks Beweisführung die Allerbeste zu sein. Gerne auch Selbstachtung und Kinderseelen.

    Genug der harten Bandagen, ich mag Dir eine Frage stellen. Nur eine.

    Kannst Du es tatsächlich verantworten - nicht zu gehen?

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    Ich arbeite normal (nur halt von zu Hause aus) und in meiner Freizeit versuche ich zu füllen, wo es nur geht und abends halt die.
    Viele leben doch so.

    Ich weiss nicht wie viele so leben. Vielleicht wenige, vielleicht viele. Welche Rolle spielt das?

    Scheisse ist lecker - 1000 Fliegen können nicht irren?

    Klar, nach dem Motto leben, da passt man eben überall gut rein.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich heute, daß das aber nicht leben ist sondern - überleben - und da ist ein erheblicher Unterschied.

    Gut, nun mag man Dir nicht vorwerfen können, daß Du es schlicht und einfach auch gar nicht anders kennst.

    Ändert aber nichts daran, daß ich Deinen Lebensstil und Deine Einstellung nach dem was Du davon preis gegeben und geschrieben hast für hochriskant halte. Und damit meine ich nicht nur Suchtgefahren, sondern eben auch ernsthafte psychische Konsequenzen.

    Die menschliche Seele hat eine gewisse Resitenz dagegen, aber auch die bricht irgendwann zusammen.

    Was glaubst Du woher Deine sich ständig wiederholenden Albträume kommen?
    Was glaubst Du warum Du überhaupt erst irgend eine Drge gebraucht hast?
    Was glaubst Du warum Du Männer die Dich für Sex eiskalt benutzen für Nähe hälst?

    Es mag sicher einige geben die so leben. Es spielt nichtmal 'ne Rolle ob man das nun als normal oder wie auch immer abstempeln will.

    Ich habe besonders in den letzten Jahren aufgrund privater Umstände einen engen Kontakt zu Menschen gefpflegt, die aufgrund ihrer Kindheit ebenfalls ähnliche "Karrieren" angestrebt haben und die auch lange, sehr, sehr lange fortgestezt haben. Sogar ohne begleitende Sucht.

    Bei Jedem endete es in einer Katastrophe. Und da waren psychische Totalzusammenbrüche noch harmlos.

    Es hat nicht mit der Promiskuität allein zu tun, mehr mit Deinem Werteverlust.

    Zumindest im Moment, seh ich Dich auf dem besten Weg zur Flasche.

    Alles nicht so schlimm, ich war nur 'n bisschen süchtig und wenn ich nur will, hör ich auf, ändern brauch ich sonst nix, hat der Doc ja gesagt.

    Ich kenne Jedenfalls Niemanden der tatsächlich kein Suchtproblem hat, der morgens an den Stoff denkt. Gut, noch hast Du Dich ein bisschen gegen den Gedanken gewehrt, nur wie lange noch?

    Der einzige Unterschied zu dem von Dir genannten Süchtigen ist, daß es dem zu anstrengend geworden ist sich gegen diesen gedanken zur Wehr zu setzen und er deswegen den Gadanken auch gleich umsetzt.

    Wie kurz der Weg dahin ist, hab ich an mir selbst gemerkt. Ich war 20 Jahre lang konstant Quartalssäufer und Kummersäufer und wäre nichtmal auf die Idee gekommen ein Problem zu haben. Vom Suff alle 3 Monate bis zum täglichen Kübeln bis hin zum morgendlichen Doppelten (damits einem nicht ganz so schlecht geht, war ja auch Wochenende, da ist das ja mal okay...) hat gerade mal ein Jahr gedauert. Da gab es nichtmal eine Grenze die es zu überschreiten gab. Das ging alles von ganz allein.

    Wenn man ein Leben führt, was in die Sucht führt, wird's auch nicht ganz reichen nur nicht zu trinken. Mag sein, daß das bei Dir noch nicht angekommen ist.

    Nur mal ehrlich - denkst Du wenn Du mit 200 km/h auf einen Abgrund zu rast, daß Dir schon nichts passiert, weil Du Dir jetzt fest vorgenommen hast nicht runterzufallen?

    Liebe Lyni,

    ja, macht Sinn. Denn sein wir mal ehrlich - solange Du genau diese Überzeugung hast bedeutet es zwangsläufig, daß Du der Wertschätzung anderer nachläufst, Dich aber gerade weil Du glaubst nicht wertvoll zu sein, dies bei Menschen versuchst Dir Dir genau diesen Glauben bestätigen.

    Das führt immer in die unauflösbare Zwangslage die Wertschätzung genau jener Menschen durch Leistung erreichen zu wollen, die Dich eben nicht wertschätzen.

    Während deren Respekt vor Dir nicht zunimmt, sondern sinkt weil Du Dich ja auf diesem Wege selbst ent-wertest.

    Das ist aber was, was man tatsächlich verändern kann.

    Ich war mir auch mal nichts wert. So wirklich nichts. heute gehe ich wertschätzend mit mir um. Und mit anderen menschen. Und die mit mir.

    Und das eigentlich nur - weil ich mich selbst angenommen habe und so aufgehört habe irgendwem, irgendwas beweisen zu wollen.

    Mein Leben, mein Sein, mein ganzes Dasein und das gesamte Leben in seiner Vielfalt wurde mir schon geschenkt. Mein Job ist es, dieses Geschenk anzunehmen und zu schätzen. Nicht zu beweisen, daß ich's verdiene.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Lyni,

    das hab ich auch nicht gesagt, daß Du Zweisamkeit ersetzen könntest. Deswegen heisst es ja Zwei-samkeit.

    Doch allein sein, ja sogar Ein-sam sein, muss deswgeen nichts Schlechtes sein. Es ist nur Anders. Nicht besser, nicht schlechter - nur Anders.

    Und so wie Zwei im Wort Zweisamkeit steckt, steckt Eins in Einsamkeit.

    Ist also immer einer da!

    Wer versucht, Zweisamkeit durch Alleinsein zu ersetzen hat nur einen billigen Ersatz und wird mit dem nicht wirklich zufrieden sein.

    Du kannst dennoch das Alleinsein nutzen um Dir anzuschauen, was Du Dir von der Zweisamkeit versprichst und erhoffst. Du wirst Dich wundern was davon Du Dir tatsächlich selbst geben könntest.

    Bist Du denn wertvoll für Dich?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Tocco,

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    Aengste, Vertrauen, Vergangenheit, ein ganz wichtiges und schwieriges Lebensfeld.

    Aengste, Vertrauen, Vergangenheit, ein ganz wichtiges Lebensfeld.

    Hab mal eben ein Problem gelöst. :D

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Heute ist es soweit. Da dieser Geburtstag aufgrund einiger Dinge die ich für mich erreicht habe ein sehr, sehr besonderer ist muss ich hier dringend mal was loswerden:

    Danke Karsten für die Gründung und den jahrelangen Betrieb des Forums. Auch wenn ich heute nicht mehr wirklich aktiv bin und nur alle paar Monate mal vorbei schaue, ohne das Forum wäre mir damals wahrscheinlich vieles etwas schwerer gefallen. Ich glaube die wichtigste Zeit war sogar noch vor meiner Anmeldung als ich noch gesoffen habe und trotzdem hier gelsen habe. Ich glaube das hat dazu beigetragen, daß ich mir irgendwann meinen Alkoholismus eingestehen konnte. Ich bin mir sogar fast sicher, daß ich ohne das Forum den Schritt in die Trockenheit vielleicht nie gemacht hätte. Ich weiss nicht wieviel Menschen Du auf diese Art schon das Popöchen gerettet hast, wahrscheinlich kann man's nicht zählen.

    Und Danke auch an Hartmut der als zäher Knochen immer im richtigen Moment den Finger in die Wunde gelegt hat und einer der wichtigsten Stützpfeiler des Forums ist.

    Und natürlich Danke auch an alle Anderen die mich in meiner Anfangszeit hier unterstützt haben.

    So, jetzt ist's aber genug von dem Rumgeschleime hier. Nachher rutscht noch Jemand aus.

    Kommen wir zu wichtigen Teil:


    4 Jahrääääääääääääääääää

    Liebe Sunshine,

    ich verstehe gut, was Du meinst, aber Eigenverantwortung reicht ein Stück weiter als nur an die eigenen Gefühle heran, sondernschliesst diese mit ein.

    Ich möchte Dir also ebenfalls widersprechen - dann was hast Du getan um Angst und Scham nicht fühlen zu müssen? Nicht Scham und Angst haben weiter gesoffen! Sondern Du.

    Ich weiss aus eigenem Erleben wie sich Scham, Angst und Alkohol anfangen zu einem Brei zu vermengen den man nicht mehr auseinander halten kann.

    Dennoch, selbst im tiefsten und schlimmsten Suff hast Du lieber weiter gesoffen bis zum völligen Zusammenbruch weil Du die Verantwortung für Deine Gefühle nicht übernehmen wolltest.

    Sein wir froh, daß Du diesen Zusammenbruch dann überstanden hast.

    Und lieber saufen als zu den eigenen Gefühlen zu stehen, bedeutet nunmal - ich sauf lieber. Weil ich's so will. Weil ich vor allem Anderen noch mehr Angst habe.

    Auch dies ist eine Entscheidung die Du damals dann so getroffen hast, ich saufe lieber als mich meiner Angst zu stellen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Ist schon verständlich, daß das erstmal alles für Dich unglaublich viel erscheint. Zumal ja hier alle nun genau das Gegenteil von dem schreiben was Du bisher so für "normal" gehalten hast. Und dann ist es auch noch enorm viel.

    Trotzdem ist vieles davon total wichtig. Denn jetzt geht es für Dich erstmal um einige sehr wichtige Schritte die alle so eine Art akute Schadensbegrenzung darstellen. Erst diese Schritt helfen Dir den Kopf wieder soweit frei zu kriegen, daß Du wieder etwas zur Ruhe finden und weitere Schritte gehen kannst.

    Dieses Chaos, daß da erstmal der sogenannte "Freundeskreis" durchdreht, legt sich relativ schnell. Ziehst Du das ein paar Wochen durch, melden die sich nicht mehr.

    Du selbst interessierst die ja nun nicht wirklich. Sondern been nur das was sie mit Dir so machen können. Das dauert nicht lang und die merken, daß ihr Spielzeug nicht mehr mitspielt. Dann lassen sie Dich in Ruhe.

    Sorg für Dich. Das kann ein Bad sein und ein gutes Buch, ganz allein für Dich selbst. Es kann sein, daß Du Dich in's Bett schmeisst und in's Kissen heulst. Es kann sein, daß Du ein bisschen im Forum liest. Oder Dir ein Selbsthilfebuch besorgst. Oder schreib Dir die Finger wund. Das muss ja nichtmal hier im Forum sein, das kann genauso gut ein Tagebuch sein dem Du wirklich alles anvertrauen kannst.

    Und vor allem - such Dir wirklich in nächster Zeit echte Menschen die Dir helfen. Eine Beratungsstelle, Suchtberatung oder dergleichen würde ich Dir dringend anraten.

    Überhaupt Kontakte zu Menschen die Dir eine gewisse Sicherheit geben können. Mit denen Du einfach mal ohne Angst haben zu müssen, mit Cola und Popcorn in's Kino gehen oder einfach bei einem Tee quatschen kannst.

    Es wird vielleicht ein Weilchen dauern bis Du solche menschen gefunden hast, aber es lohnt sich wirklich.

    Sei Dir das wert! Du bist es nämlich wert!

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    Ich zitter ein wenig. Denke aber nicht, dass es mit dem "Entzug" an sich zu tun hat, sondern von den Aggressionen von dem.

    Logisch, daß Du erstmal Panik schiebst. Ist das erste Mal das Du Dich selber schützt. Und wirst bei Menschen denen Du Dich bisher ausgeliefert hast auf totales Unverständnis bis hin zu Aggressionen stossen.

    Wird aber mit der Zeit besser und vor allem leichter.

    Auch wenn Du ungern allein bist, es ist allemal besser allein zu sein, als in dieser Art Gesellschaft.

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    Hätte nicht damit gerechnet, dass der so abgeht.

    War aber zu erwarten. Daran kannst Du gut erkennen, daß Du den gesunden Blick dafür ein bisschen verloren hast. Die meissten die hier geschrieben haben, haben das ja mehr oder minder vorhergesagt während Du davon ausgegangen bist - das wären Freunde.

    Sind sie aber nicht. Die benutzen Dich eben als ein Ding. Und wenn Du nicht mehr mitmachst, gibts Ärger.

    Das wirklich Schlimme ist, was Du Dir dadurch selber antust.

    Es gibt viele gute Bücher in der Richtung, die meissten sogar mit Happy End, denn die werden meisst dann geschrieben, wenn Jemand da raus gefunden hat und diesen Weg gegangen ist.

    Du brauchst eigentlich nur bei Amazon den Titel von Jörg Böckem eingeben, dann wirst Du mit ähnlichen Titeln nur so erschlagen. Meisst geht es dann aber bereits um Heroin. Du darfst nicht vergessen, daß die meissten Menschen diese Abwärtsspirale noch viel weiter gehen als Du und dann eben irgendwann Alkohol nicht mehr reicht.

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    Ich wurde am Telefon sehr beschimpft und er wurde laut.

    Nimms mir nicht übel, aber das war zu erwarten. Du hast ihm gerade sein Spielzeug weggenommen. Klar tickt der Typ aus.

    Jetzt frag Dich mal ganz ehrlich und offen - können das Freunde sein?

    Das Buch von Jörg Böckem kommt Deiner geschichte schon nahe. Auch wenn der irgendwann auf Heroin war. Die psychischen Folgen und Ursachen sind aber gleich.

    Ein Buch was Deiner Geschichte aus Sicht eines Mädels nahe kommt, will mir gerade nicht einfallen. Höchstens noch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", geht da aber schon um den Strassenstrich.

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    Habe eben bei einem von denen angerufen und abgesagt für heute Abend.
    Mein Herz schlug verdammt schnell und ich war sehr nervös...

    Aber Du hast es durchgezogen! Ein weiterer Schritt hin zu Dir selbst!

    Darauf kannst Du sehr stolz sein, es gehört wahnsinnig viel Mut dazu!

    Okay, dann mag ich Dir mal ein bisschen Literatur empfehlen.

    2 absolut geniale und wirklich empfehlenswerte Therapiebücher mit denen Du unheimlich viel selbst erreichen kannst:

    In Abstand zur inneren Wortmaschine: Ein Selbsthilfe- und Therapiebegleitbuch auf der Grundlage der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)
    von Steven C. Hayes
    (das ist als Arbeitsbuch ausgelegt, bisschen wie in der Shcule, geniales Teil)

    und

    Das Leben annehmen: So hilft die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)
    von Matthias Wengenroth

    Sollte sexueller Missbrauch bei Dir 'ne Rolle spielen empfehle ich das bis heute beste Werk dazu:

    Trotz allem: Wege zur Selbstheilung für Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben
    von Ellen Bass und Laura Davis

    Wenn Du wissen willst wo der Trip aus Party, Sex und Drogen so hingeht:

    Lass mich die Nacht überleben: Mein Leben als Journalist und Junkie
    von Jörg Böckem

    Zum Thema Alkohol gibt's hier im Forum genug Literaturempfehlungen. Ich bin aber ganz ehrlich, der Alkohol ist bei Dir eher eine Begleiterscheinung und nicht Dein Kernthema. Über kurz oder lang wärst Du auf anderes Zeug umgestiegen.

    Nichtsdestotrotz ist Drogen- und Alkoholabstinenz die Grundlage aller weiteren Schritte.

    Und auch wenn Dir vieles harmlos vorkommt Lynielle, das ist es nicht.

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    Ich will nicht in der Gosse enden...

    Ich bin mal gnadenlos ehrlich. Das Finale einer solchen karriere ist zumeist nicht in der Gosse sondern eben ganz "Licht aus". Ich denke Du verstehst das auch so.

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    die Sache mit dem GV und dem Alk, die Exzesse, die Partys, die schlimmsten Dinge dabei...alles hat sich vermischt und verwischt.
    Manches hab ich teils schon gar nimmer aufm Schirm, wer alles, wo alles...
    Sämtliches ist iwo runtergespült und in den hintersten Ecken der Seele verschwunden.

    Dachte mir schon sowas. Das Problem ist nur, der Kram ist nicht verschwunden. Der ist nur beiseite gelegt und weit weg geschoben. Irgendwann brauchts dann mehr Suff, mehr Exzesse, mehr Drogen, mehr GV um davon möglichst nichts mitzukriegen.

    Dabei ist Dein Ruf eigentlich eher das Nebensächlichste.

    Auch wenn hier der Schwerpunkt auf Alkohol liegt, empfehle ich Dir ernsthaft möglichst viel mit einem Aufwasch zu erledigen. Ein Therapeut ist dabei eigentlich schon fast Pflicht. Die Monate bis dahin könntest Du locker mit Selbsthilfeliteratur überbrücken.

    Es ist tatsächlich möglich da wirklich die Kurve zu kriegen. Den ersten Schritt hast Du bereits gemacht, den wichtigsten überhaupt. Du hast Dich geöffnet und suchst Hilfe.

    @Moderatoren, ich weiß nicht wie da der Stand ist was Forenregeln angeht, sind Literaturempfehlungen erlaubt? Natürlich ohne Verlinkung.

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    Sicher stimmt mit mir iwas nicht.

    Würd ich so nicht sagen. bedingt durch Deine Kindheit warst Du Dir selbst überlassen und hast manches was wichtig für Dich ist um zurecht zu kommen nicht lernen können, dafür aber einiges gelernt was auf den ersten Blick funktioniert, bei näherem Hinsehen aber selbstzerstörerisch ist.

    Schlägt man so eine Richtung ein, geht es im Grunde immer darum positive Gefühle zu erzeugen und Schmerz zu übertönen. Deswegen nehmen die Exzesse und das Suchtverhalten dann zu.

    Gefühle müssen dann vor allem "laut" sein, also extreme Ausmasse erreichen um entweder überhaupt noch wahrgenommen werden zu können weil man schon abgestumpft ist oder um den Schmerz der irgendwo unverarbeitet ist und sich meldet wenn man zur Ruhe kommt zu übertönen.

    So selten ist das gar nicht.

    So verrückt es klingen mag, das ist eigentlich ein Selbstschutzmechanismus. Der sich aber eben irgendwann verselbständigt und extrem destruktiv auf die Psyche einwirkt.

    Mit Dir ist vermutlich alles total in Ordnung, allerdings schleppst Du unverarbeitete Altlasten mit Dir rum und Dein Wertesystem ist durcheinander weil irgendwann die gruseligsten und traumatischsten Sachen einfach völlig normal und gleichgültig werden.

    Und was Dir noch fehlt sind verlässliche und vertrauenswürdige Ansprechpartner in Deinem Umfeld die Dir gesunde Wege zeigen können.

    Letztere sind vermutlich für Dich erstmal total spiessig und langweilig. Das hat aber meisst was damit zu tun, daß die Gefühle bereits so abgestumpft sind, daß man nur noch Extreme wahrnehmen kann.

    Das würde sich mit der Zeit aber tatsächlich ändern wenn man beginnt gesunde Wege einzuschlagen.

    Ich vermute auch, daß Kontrolle für Dich das Wichtigste überhaupt ist um entstehende Ohnmachtsgefühle zu kompensieren. Kontrolle gibts aber nicht, ist nur eine Phantasie. Sex kann man hervorragend einsetzen um sich selbst vorgaukeln zu können, über etwas Kontrolle zu haben. Der Preis dafür ist aber der höchste den ein Mensch zahlen kann. Die eigene Seele. Im Grunde benutzt Du dann nämlich 'n Kerl um Macht zu fühlen und der benutzt Dich um einfach an Sex zu kommen. Man kann sich kaum was Schlimmeres antun. Und Sex ist dann nur noch ein Werkzeug.

    Ich will nun nicht behaupten, daß bei Dir alles nun genauso ist wie ich's beschrieben habe. In den meissten Fällen in denen Süchte, Exzesse und Promiskuität zusammen treffen ist es aber ziemlich zutreffend.