Ääääh, Kaleu sollte da drunter stehen. Das war ein zu schneller Vorbeiflug ![]()
Beiträge von Kaleu
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Lieber Matthias,
mag Dir mal im Vorbeiflug beste Grüße hierlassen, hab eine glückliche Zeit.

Klau
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Hallo,
da es ursprünglich ja um die Frage ging, ob in Zahnpasta Alkohol enthalten ist. Ich war eben im Supermarkt und habe bei 5 Zahncremes nachgeschaut. Ausserdem hab ich selbst noch 2 hier.
Irgendwie wird es jetzt doch sehr abgedreht, weil in den Zahncremes kein Ethanol drin war. In einigen Glycerin und in allen Sorbitol. Das sind Zuckeralkohole, das ist richtig, das hat aber mit Alkohol im Sinne von Ethanol Konsum nichts zu tun. Diese Stoffe befinden sich im menschlichen Körper ständig und sind normale Zuckerabbauprodukte. Also irgendwo fängt auch mal Paranoia an...
Gruß
Kaleu
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Hi nochmal,
weil sich das eben überschnitten hat.
ZitatEr ist dagegen schon viele Jahre trocken und gab zu, dass er sich vergessen hat. Normalerweise darf sowas nie passieren.
Ich seh das viel entspannter. In der Anfangszeit war's für mich wahnsinnig wichtig, bloß nirgends 'n Fehler zu machen, bis ich gemerkt habe, das geht gar nicht. Ich werd irgendwann mal mit Alkohol konfrontiert und ich werde nicht mein Leben lang davon laufen können. Auch mir wird eine solche Nachlässigkeit irgendwann passieren. Mit "die darf mir nicht passieren" tu ich mir gar keinen Gefallen.
Wie Hartmut das schon sehr schön gesagt hat, im Kopf fängt der Rückfall an. Wenn ich meine Trockenarbeit mache, gut mache, dann hab ich im Worst Case nach so einem Schokoladen Fauxpas mal einen Abend Saufdruck. Allein das wär für mich Strafe genug, so daß mir das so schnell dann nicht wieder passiert. Wichtig ist, ebenfalls wie Hartmut sagt, wo bleibe ich? Sowas wie richtig oder falsch, darf passieren, darf nicht passieren, gibt's im Grunde gar nicht sondern nur ein - was mache ich für mich draus.
Wenn ich 2 Jahre trocken bin, und es mir gut geht, wird es wenig wahrscheinlich sein, daß ich von meiner Zahncreme morgen rückfällig werde. Wenn ich aber jeden Tag nach dem Zähneputzen Saufdruck habe und den hinnehme statt meine Zahncreme zu wechseln, mach ich mir selber das Leben schwer und das ist unnötig. Wenn ich mich dabei erwische wie ich Abends vor dem zu Bett gehen 2 Tuben Zahncreme verzehre, habe ich vermutlich ganz andere Probleme als nur eine Rückfallgefahr.

Gruß
Kaleu
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Hallo,
ZitatAlkohol gilt als eine psychotrope Substanz, die in der Lebensmittelverordnung ganz klar ausgewiesen wird mit wenigen Ausnahmen. (ominöse Getränke mit bis zu 0,5 Promille usw.... das ist was anderes!)
Das ist so nicht ganz richtig. Getränke mit einem Alkoholgehalt von unter 0,5% (Prozent, nicht Promille) dürfen Gtränke als alkoholfrei bezeichnet werden. Das hat einen ganz simplen Hintergrund. Es gibt nahezu kein Getränk was vollkommen frei von Sacchariden ist. Es spielt keine Rolle ob es dabei um Einfachzucker, Zweifach- oder Mehrfachzucker, also Stärke geht, dort wo Saccharide sind gibt es auch einen Gärungsprozess und Ethanol und andere Alkohole. Jedes Glas Apfelsaft enthält mehr Alkohol als ein alkoholfreies Bier. Trotzdem triggert das alkoholfreie Bier mehr als der Apfelsaft, weil das Empfinden viel näher an dem früher kultivierten Besäufnisses liegt.
Darum geht es auch gar nicht, denn die geringen im normalen Alltag vorkommenden Mengen Alkohol spielen für den Körper keine Rolle und sind sofort abgebaut, ohne, daß sie eine Wirkung erzielen können. Darum geht es auch überhaupt nicht, sondern um den psychologischen Effekt. Wenn BlueCloud von Aroma getriggert wird, muss sie darum einen Bogen machen, weil das eine Rückfallgefahr darstellt. Es spielt dann keine Rolle ob in dem Produkt gar kein oder 1% Alkohol hat. Bei der Zahnpasta ist es nicht anders, wer gar kein Risiko eingehen will, muss die eben weg lassen wenn Ethanol drin ist. Wer aber von Zahnpasta sich selbst als rückfallgefährdet sieht, naja, da frag ich mich dann schon was da insgesamt schief läuft. Beim Zähneputzen dürfte die Ethanolaufnahme so etwa im Mikrogrammbereich liegen. Beim Verzehren einer Scheibe trockenen Brotes (auf Brot müsste jeder Hardcore-Ich-Verzichte-auf-jeden-Alkohol-Verfechter sofort radikal verzichten) nimmt man wahrscheinlich das Hundertfache an Ethanol auf. Es sei denn, der Alkoholiker drückt sich die gesamte Zahnpastatube in den Hals weil er so scharf auf das bisschen Ethanol da drin ist. Das könnte er dann aber auch einfacher haben.
Wir sind im Alltag überall von Alkoholen, auch Ethanol umgeben, das ist auch völlig normal und ungefährlich und unvermeidbar. Genau aus diesem Grund hat der menschliche Körper ja auch seine Abbaufunktionen. Wenn allerdings etwas ernsthaft nach Alkohol schmeckt und ich werf es nicht aus meinem Leben, dann ist das zumindest jedoch nachdenkenswert.
Ich persönlich hab nun noch nie geschaut, ob in meiner Zahncreme Alkohol ist, bei einer Praline die mir angeboten wird, bin ich da schon vorsichtiger und bevor ich mir einen Hustensaft reinziehe, les ich das Etikett sehr genau. Ich muss mich nicht unnötigen Risiken aussetzen. Angst vor Alkoholen halte ich trotzdem für nicht angebracht, denn dann müsste ich versuchen im klinischen Reinraum ohne Lebensmittelaufnahme zu überleben.
Gruß
Kaleu
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Zitat
Um für etwas "bestraft" zu werden muss man ja erstmal ein schuldhaftes Verhalten an den Tag legen.
Mag ja sein, aber doch nicht bei der Bundeswehr. Ich bitte Dich. Meine Güte, beim Bund bestrafen nasse Alkoholiker trockene für'n Rückfall weil sie 'n höhreren Rang haben. Du kannst bei dem Laden nicht die Messlatte des gesunden Menschenverstandes oder des Rechtsstaates anlegen. BW und Verstand sind wie Teufel und Weihwasser

Du kannst natürlich ewig weiter streiten, ob ein Rückfall nun in der Verantwortung des Alkoholikers liegt oder nicht, was er tut, aber das wird nichts daran ändern, daß die Bundeswehr machen kann was sie will und beim Bund sind nasse Alkoholiker die Regel die ihre Krankheit verheimlichen und trockene die aufgeflogen sind und deswegen trocken sein müssen oder sich selbst geoutet haben sind eben die Dummen. Das ist aber nichts Neues. Den Kram haste irgendwann mal unterschrieben.
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Aloha,
jetzt wird natürlich klar, worum es eigentlich geht. Was nützt Dir jetzt die vorherige Grundatzdiskussion. Magst die Bundeswehr verklagen weil die Vorschriften der BW für den Eimer sind?
Sorry, aber wer freiwillig bei einem Verein ist bei dem von:
ZitatErzieherische Maßnahme auferlegt werden (Belehrung, Warnung, Meldung
an den Vorgesetzten...) Hierbei muss ganz klar ein Erziehungsmangel und kein
Ausbildungsmangel herrschen.erziehischen Maßnahmen und Erziehungsmangel etc. geredet wird, wer frewillig einem Laden angehört, der seine Angehörigen entmündigt, naja, ich bitte Dich. Welche Erwartungen hast Du denn?
Erzieherische Maßnahme.
Wie geil 
Was'ne Kaspertruppe

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Aloha,
da ist doch schon das Wort Schuld völlig fehl am Platze. Grundsätzlich ja eines der blödesten Konzepte die der angeblich so zivilisierte Mensch erfunden hat, aber darum soll's ja hier nicht gehen.
Fakt ist, Niemand außer dem Alkoholiker ist für seinen Rückfall verantwortlich. Da der Alkoholiker auch für seine Krankheit und den Umgang mit seiner Krankheit verantwortlich ist, kann er nicht plötzlich auf die Idee kommen, die Krankheit als Ausrede vor seine Rückfälle zu schieben. Ich kenn allerdings solche spezialfälle die der Meinung sind, sie haben einen Freibrief zum Weitersaufen weil sie ja krank sind. Aber wofür die bestrafen? Die bestrafen sich doch selbst mehr als ein Dritter es je könnte.
Rechtlich gesehen ist die Lage etwas anders, hat aber mit Rückfall nichts zu tun, laut STGB bist Du für Taten im Vollrausch nicht oder nur eingeschränkt straffähig, wohl aber für den Vollrausch selbst.
Moralisch gesehen ist Strafe Schwachsinn und bringt sowieso nix und in den seltensten Fällen wird ein Alkoholiker für seinen Alkoholismus bestraft. Auch wenn er der Meinung ist, es wäre anders, aber letztlich schützt sich ja nur die Gesellschaft oder der Partner vor ihm und wenden sich deswegen ab, nicht als Strafe.
Ich find die gesamte Fragestellung schwer nachvollziehbar ehrlich gesagt.
Liebe Grüße
Kaleu
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Aloha,
hey, der Matthias. Wollja, schön, daß es is' wie's is'. Mag Dir und Deinen Lieben ein wundervolles Weihnachten wünschen.
Danke Janine. Wenn ich nach so langer Zeit aber noch Kraft und Duchhaltevermögen brauche, mach ich wohl grundsätzlich was verkehrt. Damit konnte ich sicher mal den einen oder anderen Tag überbrücken, aber auf Dauer ist mir das zu anstrengend. Ich setze da eher auf Lebensfreude, Konsequenz, Humor und Vertrauen. Das macht wesentlich mehr Spaß und ist nicht halb so kräfteraubend.
Dir auch ein wunderbares Weihnachten.
Alles Liebe
vom Kaleu
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Jaja, das liebe Gewicht, da hatte ich auch Bammel vor. Auch Mann ist ja heute auf das Aussehen bedacht, gelle.
Also ich hatte was das Gewicht anging etwas Spielraum weil ich nur so ein Hering war. Ein paar Kilo mehr wären für mich nicht weiter tragisch.
Ich muss da ein bisschen ausholen. Ein ganz großes Problem ist, daß das Gefühl von Hunger und das Mangelgefühl nach dem Rauchstopp im Oberkörper sehr, sehr ähnlich sind. Wenn man das weiß und darauf achtet kann man da mit dem Kopf enorm gegensteuern. Man isst nämlich und isst und isst um ein Mangelgefühl zu beseitigen, was durch Essen aber nicht weggeht. Ich hab da orderntlich mit dem Kopf gegengesteuert und sehr viel Mangelgefühl stur ausgesessen, nach ein paar Wochen verschwindet das ja von allein. NUR Nikotin beseitigt das Mangelgefühl vorrübergehend. Ich weiß es durch einen Selbstversuch mit einer Elektrozigarette eines Kollegen.
Aber, der Stoffwechsel stellt sich um und die Geschmacksnerven kommen zurück, das Essen wird auf einmal wahnsinnig lecker und extrem verführerisch. Mein Essverhalten hat insgesamt während den ersten 4-8 Wochen doch zugenommen, ich hab versucht so wenig wie möglich Mangelgefühl zu kompensieren, trotzdem war's immer mal ein Schokoriegel oder eine Scheibe Schweinebraten mehr als vorher. Ich hab mich aber nicht verrückt gemacht deswegen, nicht einen Tag lang, da ich wie gesagt Spielraum hatte und ich mir vorher eine Grenze festgelegt habe, die ich nicht überschreiten wollte und wenn ich die überschreite, wollte ich aktiv gegensteuern. Also Sport etc. Diese Grenze hab ich nicht erreicht.
Nach etwa 8 Wochen normalisierte sich mein Essverhalten, das Mangelgefühl verschwindet und ist nur noch ganz selten da, meißt wenn ich Trost brauche oder so. Da "fehlt" noch was, da hat früher gern die Zigarette herhalten müssen. Heute sitz ich das aus oder für den schlimmsten Fall hab ich einen ChupaChups am Mann! Life less serios

Oder in Zahlen, in den ersten 8 Wochen hab ich so 6 Kilo zugenommen und davon in den letzten 6 Wochen ohne aktives zutun wieder 2-3 Kilo weg. Summasumarum bleiben 3 Kilo mehr auf den Rippen die ich mir aber leisten kann. Mit leichtem Sport und etwas mehr drauf achten, wäre ich ohne Gewichtsveränderung da durchmarschiert. Das ist viel, viel Kopfsache. Ich konnte wirklich etliche Essattacken umgehen weil ich mir gesagt habe, selbst wenn ich jetzt esse, geht es mir nach dem Essen immer noch genauso. Daß einzige was Essen dann bringt ist Ablenkung weil Sinneszellen beschäftigt sind und dieser Effekt hält nur während des Essens an. Ein heißes Bad oder eine eisklate Dusche hat die gleiche Wirkung.
Ich versteh jeden der Angst davor hat zuzunehmen, aber mit etwas Bewusstsein und ein klein wenig Aufwand kann man da gegensteuern.
Liebe Grüße
Thomas
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Ahoi Pittchen,
ach, mach Dich nicht irre, das bringt gar nx. Ich hab auch Panik geschoben weil ich das 3 oder 4 Jahre "irgendwann" mal vor hatte. Es ist wie bei jeder Sucht, wenn der konkrete Anlass fehlt ist es meißt halbherzig und man hält keine Stunde durch. So ging es mir zumindest.
Ich war im Sommer mit meinem Junior im Technikmuseum in Speyer und da stehen jede Menge Flugzeuge auf gigantischen Gestellen und wenn man die von innen besichtigen will muss man jede Menge Treppen steigen. Ich hab gejappst als wär ich 95 aber für 'ne Fluppe hats trotzdem gereicht. Da hab ich einfach gemerkt, daß ist nicht nur Blablabla, sondern auch meine Gesundheit ist betroffen.
Das gab den Anlass. Dann noch 3 Tage Vorbereitung mit Literatur, Pflaster als letzten Rettungsanker (nie verwendet) etc. und los ging das.
Ich bereus keine Sekunde, auch wenn für mich die ersten 4-6 Wochen der totale Horror waren. Davor hatte ich eigentlich vor dem aufhören am meissten Angst, die ersten 4 Wochen. Aber sie sind auszuhalten. Spaß ist was anderes, aber mit der antrainierten "Auch wenn ich gerade mal Alkohol trinken will, weiß ich das ist nur meine Sucht und wenn nix hilft, hilft Sturheit" Einstellung war's dann doch durchzustehen.
Allein die erste ganze Woche in der ich festgestellt habe, rückwirkend, daß ich eine ganze Woche lang nicht einmal an Zigaretten gedacht habe und das bereits nach 8 Wochen war's wert.
Totale Freiheit! Es ist der Hammer und schwer zu beschreiben. Im Supermarkt an der Kasse, im Geldbeutel, daurnd fällt mir irgendwas auf wo ich denke. Geil. Das brauchst Du nicht mehr!
Ich weiß, daß Du genauso wie ich, total auf dieses Gefühl stehst selbst irgendwelche Ketten gesprengt zu haben. Und glaub mir, das kickt irre wenn Du's geschafft hast! Das Werkzeug dafür hast Du in der Tasche. Schon lang!
Alles Liebe
Kaleu
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Deswegen geh ich ja einmal die Woche zur SHG und hab nicht vor das zu ändern. Entspannt leben und leichtsinnig leben haben nichts mit einander gemein. Jeder der behaupten würde, auch nach 30 Jahren, das Thema wär durch, dem würd ich'n Vogel zeigen. Das gilt für die Nikotinsucht genauso.
Das is' ganz simpel. Da is'ne Tür. Die ist zu und verriegelt und das bleibt auch so und das ist auch wunderbar so. Mir genügt es aber, wenn ich einmal die Woche nachschauen geh ob das Schloss noch hält. Ich brauch nicht alle 5 Minuten Panik schieben und die Tür vernageln, mit Brettern und Balken verstärken, Stahlrahmen drum gießen, Wachhunde ausbilden, Selbstschussanlagen installieren und weiß der Geier.
Da is'ne Tür. Die darf ich nicht vergessen. Und alle Woche schau ich mal für 2 Stunden ob die in Ordnung ist oder vielleicht mal ein neues Schloss braucht. Das genügt. Ich möchte leben, nicht über-leben.
Frohes Fest allen

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Aloha Kay,
jo, ich gehör zu den Stehaufmännchen und zu diesen nervenraubenden Menschen deren Optimismus höchstens mal gedampft sein, aber nie verloren gehen kann.
Ich das alles nie so "mit der Faust in der Tasche" gemacht. Sturheit hat mir oft mal geholfen um einen blöden Moment zu überbrücken, aber im Großen und Ganzen steh ich mehr auf Lebensfreude die auch langsfristig ein massives Gegengewicht zu meinen Suchtproblemen darfstellt.
Als ich mit dem trinken aufgehört habe, wollte ich in meiner Euphorie das Rauchen auch gleich lassen, sozusagen in einem Aufwasch. Hab's aber nicht so gemacht, was im Nachhinein betrachtet recht weise war. Ich glaube dann hätt ich's vielleicht nicht geschafft, das Rauchen aufgeben hat mich schwer Nerven gekostet, die ich zu dem Zeitpunkt einfach nicht gehabt hätte.
Völlig bekloppt aber der Gedanke, daß Nikotion etwas mit Lebensqualität zu tun haben könnte. Aber noch vor 3 Moanten war das so für mich, eien Vorstellung, ein leben ohne Kippe zu führen war undenkbar, genauso wie die Sauferei hielt ich das Rauchen für Lebensqualität. Alles nur die dumpfsinnigen Gedanken eines Süchtigen und wie es auch schon beim Alkohol seit langem der Fall ist, habe ich jetzt auch die ersten 4 Wochen ohne Zigarette hinter mir in denen mir in punkto Lebensqualität nichts fehlt. Oder zumindest keine Droge.
Der klare Kopf (der sich nach dem Nikotinebtug auch noch mal veränderte) wird das wertvollste Gut für mich, denn erst der ermöglicht mir überhaupt meine Lebensqualität wahr zu nehmen und zu genießen, oder aber umgekehrt, leichter aufzuspüren wo es eben gerade etwas holprig ist.
Man mag von Allan Carr halten was man will, egal ob nun bei Nikotin oder Alkoholsucht, in einem Punkt hat er vorbehaltlos recht, hat man erstmal grundlegend verstanden, nicht nur rational sondern auch bewusst gefühlt, daß man die Droge nicht braucht, distanziert man sich innerlich ohne großes Zutun von allein enorm davon. Natürlich ist damit nicht alles erledigt, fühlen kann man das ja nur,m wenn man sich auf ein Gegengewicht konzentriert. Für mich bisher immer noch der Schlüssel, nicht nur den Alkohol und das Nikotin aus meinem Leben werfen, sondern die Integration von Alkohol und Nikotin in mein Leben aufheben.
Genug Ernstes für mich an diesem schönen Tag.

Alles Liebe euch
vom Kaleu
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Achso, kleine Anmerkung noch, vielleicht hilfts mal Jemandem. Obwohl ich schon über ein Jahr trocken war als ich mit dem Rauchen aufgehört habe und sicher auch ein Jahr nicht einen Moment einen Gedanken an's Saufen verschwendet habe - in den ersten 4 Wochen des Rauchstops kamen doch plötzlich und unerwartet lästige Gedanken in meinen Schädel.
Sowas wie, so mein lieber Kaleu, nun rauchst Du auch nicht mehr, nun haste ja gar nix mehr Schönes vom Leben. Na lauter so ein Suchtblödsinn halt. Und da waren dann auf einmal auch zumindest für kurze Momente plötzlich Ideen von Alkohol in meinem Hirn. Und in einem Nikotinentzugsdeliriumstraum hab ich gesoffen und geraucht wie ein Schlot. Im Traum. Hatte seit über einem Jahr keinen Alkoholtraum mehr.
Ich war zu keinem Moment ernsthaft gefährdet 'n Rückfall zu bauen, aber überrascht haben mich diese Gedanken dann doch, gerechnet habe ich damit nicht. Also, aufgepasst, wenn ihr mal das Rauchen aufhört oder so, das kann einen etwas destabilisieren. Da ist Wachsamkeit gefordert.
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Ahoi Pittchen,
komm ja nicht hier vorbei ohne Dich zu besuchen, wär ja noch schöner. Sieht alles schick aus in Deinen 4 Wänden, bleibt alles hübsch aufgeräumt und mit Fingerfarben bekleistert. So muss das sein, ich hab nichts anderes erwartet.
Wünsche Dir ein quitschvergnügtes Fest.
Alles Liebe
der Kaleu
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Franky, watt jagst Du mir hier für einen Schrecken ein. Bist ja wieder die Ärmel am hochkrempeln und hast nicht aufgegeben. Super! Das machst Du, ich bin da zuversichtlich. Du bist in den letzten Monaten auch durch eine echt harte Zeit gegangen. Solange Du dazu lernst, ist das alles irgendwie kein Beinbruch. Alkoholismus ist eine Sucht und eine Krankheit und Rückfälle kommen nun mal vor, wer behaupten würde vor einem Rückfall sicher zu sein, hat nichts verstanden.
Ich find's gut, daß Du Dich davon nicht entmutigen lässt. Und der Rest kommt auch wieder in Ordnung. Ich hatte selbst jetzt ein paar verdammt harte Monate und es gab Stellen, da ging es mir soi übel, daß ich nichtmal glauben konnte, irgendwann mal wieder eine glückliche Zukunft haben zu können und seit 2 Wochen bin ich schon wieder am Grinsen wie ein frisch gewickelter Säugling.
Irgendwie gehören die Tiefs und die Höhen dazu und für Dich kommt auch wieder eine Zeit in der es Dir wirklich Klasse geht, so viel ist mal sicher.
Lass Dich nicht unterkriegen, machst Du aber nicht, das weiß ich

Liebe Grüße
vom Kaleu
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Aloha & Ahoi,
meld mich mal wieder, trocken wie eine knorrige Eiche. Nur nicht so knorrig

Mein zweites trockenes Weihnachten steht bereits vor der Tür, ich möchts manchmal selbst nicht glauben wie die Zeit verfliegt, 22 Monate schon.
Viel Neues gibt's bei mir gar nicht. Ich genieße mein Leben, es gibt Hoch's, es gibt Tiefs, alles ganz normal und schnuckelig. Viele Dinge sind heute in stabileren Bahnen als früher noch. Ich lerne immer noch dazu, so zum Beispiel auch mal kräftig mit den Beinen zu strampeln, wenn ich mich eingesperrt fühle. Das verändert hin und wieder mal etwas.
Seit 3 Monaten bin ich jetzt auch rauchfrei. Das war am Anfang schwerer als das Saufen aufhören. Meine Güte war das beschissen schwer. Und ich hatte echt allen Dreck den man dabei haben kann. Depression, Verstopfung, Zahnfleischbluten, Pickel. Was man da für'n Mist bekommen kann, meine Güte. Und ich natürlich die volle Bandbreite. War ja klar. Zum Glück hatte ich Erfahrung darin wie man der Sucht zu Leibe rückt. Seit 4-6 Wochen fällt es wesentlich leichter.
Nujo, so läuft das halt gelle. Abgesehen von meinen regelmäßigen SHG Besuchen ist Alkohol nimmer Teil meines Lebens und das ist auch sehr sexy so und wird auch so bleiben. Kaum mehr vorstellbar, daß ich diesen kram mal wirklich gebraucht habe um klar zu kommen.Hoffe bei euch allen ist alles tiptop und ich wünsche euch allen eine wundervolle Vorweihnachtszeit mit euren Lieben! Genießt das Leben & lasst es auch gut gehen

Wir sehen uns dann bestimmt so in dreiviersiebzwölf Monaten wieder.
Alles Liebe
der Kaleu
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Liebe BIM,
(kannst mal Deinen Nicknamen änder? Ziemlich unpassend heute ;))
War ja lange nicht hier und hab heute ein paar Geschichten verfolgt an die ich mich noch erinnern konnte, u.a. Deine.
Du hast das echt suverän durcgezogen! Sensationell. Du kannst sehr stolz auf Dich sein. Aber die Belohnung brauchst Du ja von anderen nicht, die hast Du bereits selbst.
Ich hab bei meiner Scheidung auch auf jede Menge Geld verzichtet, was mir zustand, hab mich sogar mit meiner Anwältin deswegen anlegen müssen, weil die das nicht nachvollziehen wollte und sicher auch gern ein wenig prozessiert hätte.
Der Rentenausgleich hat bei mir auch Jahre gedauert deswegen hab ich ihn vom Scheidungsverfahren abkoppeln lassen, das geht, liegt aber glaube auch im Ermessen des Richters. Frag mal Deinen Anwalt dazu. Sind die Verfahren abgekoppelt, geht die Scheidung ratzfatz und der Rentenausgleich kann dann irgendwann später erfolgen, für den ist dann auch keine Anwesenheitspflicht mehr nötig und der ist nur noch Papierkram.
Lass es Dir gut gehen (aber das muß Dir glaube keiner mehr sagen :D)
Alles Liebe
Kaleu
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Holla Gianna,
ZitatMein Problem ist ja, das ich nicht mehr aufhören kann, wenn ich erstmal angefangen habe.
Ja, das "Problem" hatte ich auch mal, oder hab's noch und werd es immer haben. Gelegenheitsalkoholiker sozusagen

Dein Trinkverhalten kenn ich, genauso war meins auch. Mal aussetzen, auch mal 'ne Woche oder nicht trinken wegen Arbeit war ein Kinderspiel für mich und das hab ich aus dem Ärmel geschüttelt. Kreuzgefährlich - weil ich mir so lange vormachen konnte ja kein Alkoholiker zu sein.
Ich war ja nur Kummertrinker, Gelegenheitstrinker, Gesellschaftstrinker, Gute Laune Trinker, Langeweiletrinker, Frusttrinker, Humortrinker, Weil-gerade-was-da-ist-Trinker, Restetrinker, Katerbekämpfungstrinker, Das-Leben-ist-Schön-Trinker, Das-Leben-ist-Scheiße-Trinker, Geburtstagstrinker, Discotrinker, Biertrinker, Mettrinker, Sekttrinker, Verdauungstrinker, Partytrinker...davon abgesehen war ich natürlich vollkommen gesund und ein Alkoholproblem? Ich doch nicht!
Tatsache ist aber, daß ich genau das gleiche hatte, fing ich an zu trinken, übernahm der Alkohol die Kontrolle, bereits beim ersten Schluck. Ich konnte, bzw. könnte auch jetzt nicht vorhersagen wie es endet, wenn ich anfangen würde Alkohol zu trinken. Das kann bei einem Glas schon vorbei sein oder bei 4-5 Flaschen Sekt enden bis eben der Körper schlapp macht.
Es ist völlig egal wie man das nun bezeichnen will, ein Gesunder kann jederzeit Stop sagen und aufhören. Ich konnte das nicht, das macht mich zum Alkoholiker. Und Dich nunmal auch.
Niemand ist Alkoholiker weil er morgens an der Bude seinen Flachmann einpfeifft oder weil er unter der Brücke schläft sondern er ist es deswegen, weil er nicht mehr aufhören kann zu trinken.
Es spielt dabei keine Rolle ob im Urlaub, auf der Baustelle, im Büro oder unter der Brücke. Es spielt keine Rolle wie viel man trinkt oder was. Es spielt keine Rolle ob man das offen tut oder versteckt, ob man den ganzen Tag im Suff ist oder einmal die Woche.
Alkoholismus ist Alkoholismus weil wenn man sich die Sicherung weggesoffen hat und die kommt nie wieder! Ab dann bestimmt man nicht mehr selbst sein Trinkverhalten sondern der Alkohol. Das ist auch der Grund, warum der einzige Weg da raus ist daß es eben kein erstes Glas mehr geben kann.
Nach eineinhalb Jahren Trockenheit kann ich aber zumindest für mich sagen - is' auch kein Verlust, das was ich gewonnen habe, dadurch, daß ich aufgehört habe zu Trinken und mich mit mir auseinandergesetzt habe, das hätte mir kein Alkohol der Welt jemals irgendwann bieten können.
Echte Zufriedenheit!
Alles Gute Dir.
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Ahoi,
das mag daran liegen, daß es kein Papier ist sondern virtuell-grau-blaues....na...Forenhintergrund - Dings Zeug eben

Von wegen Zufall Pittchen, ich hätte drauf wetten können, daß Du auf der gleichen Karibikinsel bist und die Beine in's Wasser baumeln läßt, da brauch ich nicht groß überlegen.
Matthias, Du gehörst langsam zum Inventar, was? Ich freu mich, daß Du Dich noch hier rumdrückst und es Dir offensichtlich gut geht.
So, ich mach dann mal wieder. Bis in einem halben Jahr oder so

Alohaaaaaaheeeeeeeeeeee

Kaleu