Zitat
Köstlich. Ich kringel mich gerade sowas von. Danke dafür!
Meine Kalenderrevolution hat durchaus was mit meinem Alkoholismus zu tun und ich find den Thread gar nicht mal schlecht um das Revue passieren zu lassen.
Und ich amüsiere mich einfach köstlich, dass ich mich früher im Handeln und Fühlen tatsächlich einem Phantasie-Konstrukt wie dem Kalender, der Uhr oder der Zeit unterworfen habe.
Das Ergebnis war das gleiche wie Schatzmeister es beschreibt - Stress. Ich hab's ebenso erlebt.
Am Freitag Sorgen machen - für's Wochenende (also die Zukunft) vorsorgen. Ich muss doch aber.
Damit ich vielleicht am Samstag mal happy sein kann. Na gut, vielleicht am Sonntag weil ich mich am Samstag vom Stress des Freitags erholen wollte. Ach nee, ging ja nicht, da musste ich ja für Sonntag vorsorgen.
Ich könnt mich darüber sowas von beömmeln.
Heute ist der Kalender für mich nicht mehr als das wofür er mal gedacht war. Ein Werkzeug was ich benutze, nicht er mich. Dass die Tage Namen und Nummer haben ist ganz praktisch, kann man doch relativ leicht einen Termin oder eine Verabredung machen.
Davon aber abgesehen, verführt der Kalender dazu eben genau das zu tun, was ich früher so gern gemacht habe. Heute Sorgen um morgen machen. Damit ich morgen vielleicht mal glücklich bin. Aber da war ich's auch nicht, musste ich mir doch Sorgen um morgen machen.
Ich bin lieber einfach jetzt glücklich. Und sei es indem ich mich darüber amüsiere, was für einem Käse ich mich mal unterworfen habe.
Was bedeutet also Freitag für mich?
Nichts. Gar nichts.
Ich sauf heute nicht. Ich bin glücklich damit und mach mir einen schönen Tag.
Damit gebe ich diesem Tag Bedeutung. Bedeutung für mich.
Denn alles Andere ist bedeutungslos.
Was morgen ist - na ich weiss es morgen.
Viva la Revolución! 