Beiträge von Kaleu

    Moin nochmal,

    Zitat von Paul P.


    und die die immer noch alles unter Kommerz oder Schlecht oder wie auch immer abtun sind tief in ihrem innern immernoch sehr Leer weswegen es dann nur um so verständlicher ist um solche Märkte einen Bogen zu machen .

    Jetzt verallgemeinerst Du selbst.

    Das waren meine Erfahrungen und sind für mich gültig.

    Ich muss für mich lernen mit meinen Regeln zu brechen, Dinge zu verändern, für mich ist eine wichtige Verhaltensänderung eben nicht zu Hause zu hocken wenn andere auf den Weihnachtsmarkt gehen, zeitgleich auch zu hinterfragen, warum ich dahin möchte. Das gilt allerdings nur für mich.

    Was für Andere gilt ist nicht mein Recht zu entscheiden.

    Das mit dem verallgemeinern geht sehr schnell, wenn ich nicht aufpasse passiert mir das genauso.

    Jeder darf das für sich entscheiden. Für mich gehört dazu, meine gesamten Verhaltnsweisen zu hinterfragen, auch die, warum ich eben so und so gehandelt habe, wie ich gehandelt habe und was ich daran ändern möchte. Ich weiß heute für mich, daß ich mich selbst aus der gesellschaft ausgeschlossen habe, weil ich es nicht geschafft habe mich zu integrieren, auch wenn ich mir das am meissten gewünscht habe. Deswegen habe ich auf meinen Individualismus beharrt.

    Heute seh ich das differenzierter, ich darf meinen Individualismus nämlich behalten und mich dennoch in die Gesellschaft integrieren an den Stellen die mir etwas bedeuten.

    Kurioserweise kommt die Gesellschaft mehr oder weniger von allein und klopft an meine Tür, seit ich das für mich kapiert habe und lebe.

    Mich mich sein zu lassen und andere andere sein zu lassen ist auf diesem Weg so ziemlich das Wertvollste was ich dabei gelernt habe.

    Alkohol würde das nur wieder kaputt machen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Zitat von Paul P.


    Ich hab jahrelang auf sowas verzichtet jetzt lebe ich.

    Mehr brauchts gar nicht :)

    Mir geht's genauso. Hab Mords die Sprüche geklopft, ach, Weihnachtsmarkt, Kommerzkram, blabla, soll ich'n da.
    Im Grunde hab ich mich auf'm Weihnachtsmark in mir selbst eingespertrt und einsam gefühlt, weil ich da nicht raus kam, war neidisch auf die menschen die Arm in Arm an der Bude stehen und sich über'n Weihnachtsstern oder 'ne Bratwurst noch freuen konnten wie kleine Kinder.

    Ich hab das alles nicht gekonnt und deswgen gemeckert was das alles für ein Dreck sei den Niemand braucht. Es war aber nur Neid.

    Statt dessen hab ich zu Hause gesessen und mir die Kante gegeben.

    So dumm muss man sein. :roll:

    Da macht Leben mit meinen Lieben mir dann doch mehr Freude :)

    Was kümmert mich da der Glühweinstand? Ich hab was viel Wertvolleres!
    Wenn das Zeug triggert, die Menschen mit denen ich dort bin wissen bescheid und denen macht es nichts aus wenn sie mit mir zusammen früher gehen weil ich mich unwohl fühle.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Paul,

    Allein würd ich gar nicht hingehen auf'n Weihnachtsmarkt. Nichtmal wenn ich kein Alkoholiker wär. Nirgendwo sonst fiele mir Einsamkeit mehr auf als da, wenn ich dort Famielen sehe, Liebespaare, Partner, Kids, Freunde und ich bin alleine...also das müsst ich mir nicht geben.

    Zum Glück bin ich reich gesegnet mit so vielen lieben Menschen um mich rum, daß es zu sowas gar nicht erst kommen braucht.

    Da wird wohl ein Weihnachtsmarktbesuch nicht reichen.

    Wenn ich bedenke, daß ich das früher lieber daheim versoffen habe...wenn irgendwas dumm war, dann das.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Paul,

    das mag bei sonstwem stimmen, aber nicht bei Hartmut. Der reißt mir jetzt wahrscheinlich die Ohren ab weil ich für ihn in die Bresche springe und er das selbst sehr gut kann, aber seis drum. Ehre wem Ehre gebührt.

    Das letzte was ich bei Hartmut jemals erlebt habe ist, daß er irgendwem Vorschriften macht oder was nicht erlaubt.

    Missverstanden hab ich ihn früher allerdings auch häufig, seine "Rauhbeinart" (Lass meine Ohren dran Hartmut, das sollte liebenswürdig klingen :D) war ich nur echt nicht gewohnt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Hartmut,

    Zitat

    Es gibt auch noch die Oma die ich schon lange nicht mehr gesehen habe , die eine Stand dort hat , der Nachbars Hund, die Kinder von einem Freund usw.usw..usw.. Wo bleibe ich dabei?

    Ich für meinen Teil gehe da genau aus dem Grund hin. Für mich stellt sich nur diese eine Frage, wo bleibe ich dabei?
    Für mich hat das einfach einen ideellen Wert und ich halte es nicht für eine gesellschaftliche Verpflichtung, sondern für mich ist es jedes Jahr etwas Besonderes mit meiner Familie und Menschen die ich liebe bestimmte Dinge gemeinsam erleben zu dürfen. Durfte ich früher nämlich nicht, da war ich meißt viel zu blau für.

    Zitat

    Den Unterschied zur Trinkpause oder Abstinenz mache ich an meinen Ziel fest ! Das Ziel Abstinenz steht bis zum Lebensende.

    Kann ich so für mich unterschreiben. Mein Hinweis auf die Trinkpause war differnziert gemeint, meine Alkoholkrankheit ist nie zu Ende, niemals. Auch nicht wenn ich 30 Jahre trocken bin. Deswegen wird es auch immer nur eine Trinkpause bleiben, auch wenn das Ziel ist, abstinent bis zu meinem Lebensende leben zu wollen. Das Ziel selbst ist nicht zu erreichen, ich werde es mein Leben lang weiterverfolgen, eben weil es nicht zu erreichen ist. Erreicht ist es, wenn ich trocken das zeitliche segne. Und bis dahin soll schon noch einige Zeit vergehen.

    Den Unterschied den Du zwischen Trinkpause und Abstinenz betonst, kann ich allerdings voll nachvollziehen.

    Zitat

    Das Ziel der Abstinenz ist nach meinen Begreifen das Gegenteil und dazu gehört gerade auch am Anfang das annehmen können von Erfahrungen Langzeitrockener.

    Definitiv. Das mußte ich auch erst lernen. genauso mußte ich aber auch Egoismus lernen. Und zu dem gehört, daß ich eben nicht blind alles übernehme, denn dann lebe ich nicht mein eignes Leben sondern latsche irgendwem hinterher.

    Ich nehme gerne Erfahrungen von Langzeittrockenen an, je mehr um so besser. Dieses Recht steht mir zu. Mir steht ebenfalls das Recht zu selbst zu entscheiden, welche dieser Erfahrungen für mich anwendbar und sinnvoll sind und welche für mich tatsächlich kontraproduktiv wirken würden.

    Meine Eigenverantwortlichkeit ist überhaupt erst das, was mein abstinentes Leben so lebenswert macht.

    Für mich bedeutet das Vorschläge von Langzeittrockenen ruhig mal zu überdenken und sie anzunehmen. Genauso bedeutet das ruhig auch mal einen Vorschlag abzulehnen. Die Kunst die es zu lernen gilt ist genau Beides im richtigen Maße tun zu können.

    Auch ich kenne 2 Fälle die Paul beschrieben hatte, eben Langzeittrockene die predigen und predigen und nach 12 bzw. 15 Jahren das Glas wieder im Hals hatten, schlicht und einfach weil etwas geschehen ist, was in ihrer Lebensplanung nicht vorausgeplant war, sie allerdings nur das vorausplanen gelernt haben, nie jedoch den Umgang mit Unvorhersehbarem.

    Nur nicht Trinken reicht nunmal nicht! Für keinen von uns.

    Was das für jeden einzelnen aber bedeutet, das sollte schon jeder selbst herausfinden oder zumindest herausfinden dürfen.

    Gruß

    Kaleu

    Hallo Hoppegarten,

    Zitat von hoppegarten


    Meiner Meinung nach ist es schlicht und ergreifend dumm, als trockener Alkoholiker einen Weihnachtsmarkt aufzusuchen, nur um die vermeintliche Weihnachtsstimmung und den familiären oder eigenen Frieden erhalten zu können.

    Ich bitte Dich darum zu akzeptieren, daß die Möglichkeit bestehen könnte, daß es Menschen gibt, denen Familie, Weihnachten und vor allem ihr eigener Frieden tatsächlich etwas bedeutet und ich bitte Dich auch zu akzeptieren, daß diese Menschen darin einen Wert sehen der ihr trockenes Leben zu etwas für sie besonderem macht.

    Menschen reagieren im allgemeinen recht ungehalten wenn ihre Werte direkt angegriffen werden.

    Du darfst beliebige andere Werte haben, Du darfst Deine Meinung haben. Lass Anderen bitte allerdings auch ihre Werte und spare Dir diese Unterstellungen, daß all das nur "vermeintlich" wäre.

    Erneut Danke.

    Gruß

    Kaleu

    Hallo,

    ich find es ja spannend wie der Bogen vom Weihnachtsmarktbesuch zur Grundsatzdiskussion geschwungen wurde.

    Sicher ist der erste wichtige und vernünftige Schritt immer die Risikominimierung, besonders wenn es sich um unnötige Risiken handelt. Ich denke was Paul versucht mitzuteilen ist relativ simpel, es liegt tatsächlich in der Betrachtungsweise des einzelnen welches Risiko als nötig und welches als unnötig zu betrachten ist.

    Bleibe ich bei dem simplen Weihnachtsmarktbesuch und gehe von mir aus, wäre es meinem Wunsch nach einem trockenen Leben tatsächlich abträglich, würde ich nicht mehr zum Weihnachtsmarkt gehen.

    Für mich hatte selbst als ich noch gesoffen habe der Weihnachtsmarkt noch nie was mit Alkohol zu tun, sicher hab ich da auch Glühwein getrunken, damals hat mir das ja nichts ausgemacht. Aber ich bin da noch nie hingegangen um. Ich verbinde damit eben etwas ganz Anderes, etwas für mich sehr wertvolles was meinem Leben, ganz besonders meinem trockenen Leben einen Sinn gibt.

    Allein schon deswegen setze ich mich im Vorfeld damit auseinander und suche Alternativen wie ich mich auf dem Weihnachtsmarkt verhalten kann, ohne mich einer unnötigen Rückfallgefahr auszusetzen.

    Wer jedoch mit dem Weihnachtsmarkt sowieso nur Alkohol verbindet, für den wäre ein Weihnachtsmarktbesuch tatsächlich ein völlig unnötiges und sinnloses Risiko. Diese Selbsteinschätzung kann aber jeder nur selbst vornehmen, deswegen habe auch ich mich verwehrt gegen Pauschalaussagen was richtig und was falsch sein muss.

    FÜr mich ist das Allerwichtigste an meiner Trockenheit, daß ich mir ein leben aufbaue und behalte, was mich zufrieden und glücklich macht, das ist das stärkste Gegengewicht zu meiner Sucht.

    Letzten Endes mach ich nur eine Trinkpause. Und jeder der meint keine Trinkpause zu amchen, hat meiner Ansicht nach irgendetwas am Alkoholismus missverstanden. Es gibt keinen, gar keinen Alkoholiker, nichtmal mich selbst für den ich meine Hände in's Feuer legen würde. Alles was ich tun kann, ist mir meine Trinkpause so angenehm und lebenswert zu gestalten, daß es mein ureigenstes Interesse ist, diese Trinkpause bis an mein Lebensende fortzuführen.

    Allein schon deswegen werd ich mandelnknabbernd mit Sohnemann über den Weihnachtsmarkt stapfen, einen Bogen um Glühweinbuden machen und auch zu meinem Sohn sagen "Du, jetzt wird mir das zu gefährlich den Glühwein zu riechen, es wär mir lieb wenn wir gehen könnten" sollte es soweit kommen.

    Letzten Endes ist mir der ehrliche Umgang mit meinem Alkoholismus innerhalb meines privaten Umfelds viel Wichtiger als alles Andere, denn dann sind etliche Ausweichmöglichkeiten für mich einfach völlig unnötig.

    Für den Hinweis und die Erinnerung von HansHa, daß ich nur eine Trinkpause mache bin ich in diesem Sinne sogar dankbar. Und ich gedenke diese Trinkpause noch sehr, sehr lange fortzusetzen!

    Alles Liebe

    Kaleu

    Hallo Bergchen,

    als ich das alles gelesen habe, kam mir unweigerliche ein Gedanke.

    Liegt es im Bereich des Möglichen, daß Du auf so etwas wie Schuldsuche bist und jetzt da Deine Mum nicht mehr da ist um die irgendwie annehmen zu können, bleibt halt nur noch Dein Dad übrig um irgendwo mit dieser Schuld hinzukönnen?

    Hilft Dir das irgendwie weiter Dich damit auseinanderzusetzen wie Dein Vater hätte sein können, sollen, müssen? Wie Deine Mutter hätte sein können, sollen, müssen?

    Gerde gestern bin ich über'n Gullideckel gestolpert und seitdem ärger ich mich ohne Ende, daß diese Idioten da einen Gullideckel hingebaut haben. Die hätten doch ahnen könne, daß ich da irgendwann mal langlaufe.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Matthias,

    ich hab auch keinen Plan was Lumuba sein soll. Klingt nach irgend einem afrikanischen Hüttenkäse. :D

    Zitat

    Darüber hinaus verbinden wir doch alle, wenn wir ehrlich sind, einen Weihnachtsmarkt nicht sofort mit diversen Leckereien, sondern mit Glühwein, Lumumba und anderem Gesöff.

    Mein Beitrag zur Ehrlichkeit von uns "allen".

    Ich verbinde mit dem Weihnachtsmarkt strahlende Kinderaugen, Familie, Zusammenghörigkeit und die Vorfreude auf Weihnachten.

    Mit Sicherheit werde ich mir das nicht nehmen lassen und mit meinem Sohn genüsslich über den Weihnachtsmarkt schlendern und meine Patschehändchen an einer Tasse heißem Kakao dabei wärmen.

    Bloß weil ich so dumm war irgendwann in meinem Leben anzufangen mir die Birne wegzuschießen werde ich jetzt nicht anfangen die für mich tatsächlich wertvollen Dinge zu opfern.

    Euch allen eine fröhliche Vorweihnachtszeit.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Meine spürbare Aufregung und das Wespennest in das Du gestochen hast?
    Köstlich. :D

    Zitat

    Es sei dir gegönnt.

    Deine Großmut rührt mich gerade beinah zu Tränen.

    Du darfst gerne so herabschätzend mit mir umgehen wie es Dir beliebt, das kümmert mich nicht weiter, ich hatte Dich lediglich gebeten in der Form bei Dir selbst zu bleiben, das möchtest Du offensichtlich nicht und damit ist das für mich abgeschlossen.

    Dir eine frohe Vorweihnachtszeit.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Klar, war Dir klar, daß das so kommen musste.

    Deine stilistischen Elemente interessieren mich nicht die Bohne. Deine allgemeingültigkeiten, Dein Allwissen und Deine Universalerkenntnisse gehen mir gegen den Strich.

    Zitate Hoppegarten:

    Zitat

    Es ging mir darum, zu betonen, dass ein kultureller Hauptbestandteil eines Weihnachtsmarktes das Trinken von Alkohol ist.

    Zitat

    Darüber hinaus verbinden wir doch alle, wenn wir ehrlich sind, einen Weihnachtsmarkt nicht sofort mit diversen Leckereien, sondern mit Glühwein, Lumumba und anderem Gesöff.

    quote]Jeder trockene Alkoholiker, der sich ernsthaft hinterfragt, was ihm ein Weihnachtsmarkt eigentlich bringt, muss zu der Erkenntnis gelangen, dass der Besuch nichts anderes wäre als der Besuch eines Oktoberfests, eines Schützefests, eines Kneipen-Jubiläums, einer Fussball-WM-Übertragung in einem gefüllten Biergarten, im Großen und Ganzen eines kulturell akzeptierten und mittlerweile als normal geltenden Massenbesäufnisses.[/quote]

    Ich könnte noch etliches mehr herauspicken, aber allein das reicht.

    Spar Dir diesen Sülz bitte.

    Erneut Danke

    Gruß

    Kaleu

    Hallo Hoppegarten,

    Zitat

    So sehe ich das jedenfalls und sage auch nicht, dass es unbedingt stimmen muss, aber für mich erscheint das logisch.

    Dann bleib auch bei Dir bitte. Wär echt nett.

    Weil Du Erfahrung xyz gemacht hast, gibt Dir das noch lange nicht das Recht Universalregeln aufzustellen und zu wissen was 'man' denkt und was 'man' denken oder tun sollte.

    Gegen Deine Aussagen hab ich nichts, gegen Deinen Schreibstil enorm. In Deine eigen gemachten Erfahrungen kannst Du nicht jeden anderen einschließen.

    So war ich noch nie im Leben auf'm Weihnachtsmarkt um dort zu saufen. Ich war auch noch nie im leben auf 'ner Hochzeit oder Familienfeier um dort zu saufen.

    Dementsprechend hab ich ganz andere Regeln mit denen ich zu brechen habe als Du.

    Danke.

    Gruß

    Kaleu

    Hallo,

    naja, ich bin zum Winter immer auf Glühwein umgesattelt. Hab primär ja Sekt getrunken, zur kalten Jahreszeit dann Glühwein.

    Wenn Kinderpunsch geschmacklich tatsächlich ähnlich ist, selbst wenn alkoholfrei, ist es besser ich lasse davon die Finger. Ich hab keine Lust irgndwelchen völlig unnötigen Suchtdruck zu entwickeln und mir so den Abend zu verderben.

    Dann also heißer Kakao oder heißer Saft, wird schon 'ne Bude geben wo ich den bekomme.

    Liebe Doro, jo, Eigenmischung ist sowieso immer besser, zu Hause ist das auch kein Thema, da hab ich meine verschiedenen Tees, je nach Stimmungslage.

    Es ging mir wirklich nur drum, was ich mir an der Weihnachtsmarktbude in die Tasse füllen lasse und worum ich lieber einen Bogen mache. Lieber vorher nachgefragt, als nachher auf die Nase gefallen und den Abend verdorben.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Danke euch,

    also ich mag eigentlich diese weihnachtlichen Gewürze, Nelken und Zimt sehr gerne.
    Wichtig ist mir erstmal, daß das wirklich alkoholfrei ist. Wenn das aber wirklich zu sehr an Glühwein erinnert, hab ich da auch nicht so wirklich Lust drauf.

    Werd mal sehen ob ich nicht'n heißen Kakao oder heißen Apfelsaft abgreifen kann. Weihnachtsmarkt ohne heiße Tasse in den Fingern ist irgendwie nicht Weihnachtsmarkt. Ganz darauf verzichten die kalten Patschehändchen am wamren Porzellan zu wärmen möchte ich nicht, das würde ich als Einbuße von Lebensqualität wahrnehmen und soll ja nicht Sinn der Sache sein.

    Danke euch für die Aufklärung. :)

    Schöne Adventszeit euch :)

    Kaleu

    Aloha,

    geht ja stark auf Weihnachten zu und dementsprechend ist Weihnachtsmarkt schwer im Kommen.
    Da logischerweise bei mir das traditionelle Glühweintrinken wegfällt und heiße orangenlimonade nicht so wirklich etwas ist worauf ich mich mit Freude stürzen würde hat mir jemand gesagt, ich könne doch Kinderpunsch schlürfen.

    Was is'n das? Ich hab tatsächlich keine Ahnung was das ist. Ich geh mal davon aus, daß das alkoholfrei ist, nur das Wort Punsch stört mich ein bisschen. Ich hab nämlich keine Lust da was zu trinken, was mich an was alkholisches erinnern würde, nicht daß da irgend eine alkoholfreier Wein drin ist oder sowas.

    Danke, wenn mir jemand auf die Sprünge hilft und frohe Vorweihnachtszeit euch allen :)

    Liebe Grüße

    der Kaleu

    Hi cduck...

    hab gerade 'n Deja Vu :D
    Das hatten wir vor kurzem in einem anderen Thread, da km auch die Antwort, daß der Forenbesuch ja wohl gleichzusetzen mit der Krankheitseinsicht wäre. Ich seh das mit gemischten Gefühlen und würde Antworten, ja, ich bin Alkoholiker.

    Seis drum

    Was willste mit der Definition? Das versteh ich nicht. Wenn's Dir so wichtig ist, lies halt bei Wikipedia, da steht genug davon.

    Wenn ich Dir jetzt 'ne Falsche Fusel hinstellen würde und Du würdest anfangen zu trinken, nach wieviel Gläsern würdest Du aufhören, für den rest des Abends und das ohne daß es Dich in irgender Art und Weise Überwindung kostet?

    Irgendwie reicht das doch als Definition, oder nicht?

    Gruß

    Kaleu

    Hui,

    ich habe einen Thread übersehen. :D

    Klar geht schwarz/weiß. Klar kann ich's machen wie bei meinem Alkoholismus. Mein Co-Sein tritt nur auf in Verbindung mit zwischenmenschlicher Interaktion. Würde ich die auf nahe Null reduzieren - Problem gelöst.

    Nur - will mir das nicht so recht erstrebenswert erscheinen.

    Vor 9 Monaten hab ich erkannt, daß ich Alkoholiker bin. Das mit dem Co-Sein wußte ich schon länger, auch wenn das Kind da noch nicht so recht einen Namen hatte. Das mit dem Alkoholismus ging Schlag auf Schlag, es gibt eindeutige Wege da raus und Erfolge stellen sich, wenn man denn wirklich will binnen Tagen schon ein und auch weiterhin häufiger, öfter und vor allem, für mich spürbar.

    Die Co-Ader ist da weit komplexer. Wenn mein Sohn sich in den Finger schneidet und ich mitleide, bin ich dann schon Co? Oder ein ganz normaler Mensch mit gesunden Spiegelneuronen?

    Wenn ein guter freund von mir Mist gebaut hat und keinen Ausweg findet, ich ihn da rausboxe, bin ich dann Co oder einfach ein guter Freund?

    Sicher hätte ich die Möglichkeit Eigenbrötler oder Egozentriker zu werden, dann wäre mein Co-Dasein recht schnell erschlagen. Wahrscheinlich wär ich dann aber auch schnell wieder im Suff. Denn erstrebenswert ist ein solches Dasein für mich nicht. Es gibt durchaus Co-Anteile die will ich behalten.

    Ich werd viel lernen und es liegt mehr Weg vor mir als hinter mir, das steht außer Frage. Genauso wie ich Alkoholiker bin und darauf mein leben lang achten werde, werde ich mein Leben lang Co Sein und immer wieder damit auf die Nase fallen.

    Persönlichkeits- und Charaktereigenschaften kann ich nicht über Bord werfen, denn die sind ein teil von mir, ein teil den ich behalten möchte. Selbst dann noch, wenn mein Sohn sich in den Finger schneidet und es mir weh tut wenn ich das sehe, möchte ich das gerne behalten.

    Bindungslos durchs Leben gehen...nicht wirklich eine Alternative für mich. Dann lieber Fehler machen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Cduck,

    und Du brauchst 'ne Definition weil Du sonst Deine eigene Krankheit nicht....ääääh....ja was eigentlich nicht....kannst?

    Ich pass auch in keine der 5 Jellenikgruppen. Und? Jellenik ist sowieso überhaolt weil da eh keiner reinpasst. Spielt das 'ne Rolle?

    Ich bin Alkoholiker weil ich mit Alkohol nicht mehr umgehen kann sondern der Alkohol mit mir umgeht. Das reicht mir als Definition völlig. Der Rest ist mir sowas von wurscht.

    Ich frag mich gerade was anders wäre wenn ich eine der Jellenikgruppen passen würde. Müsste ich dann anders trocken bleiben als ich's jetzt tue?

    Ich halt mich im großen und Ganzen an die Grundbausteine, Details an mich angepasst, im Groben aber halt ich mich dran. Funktioniert prächtig.

    Wär ich jetzt Spiegeltrinker gewesen (ich kenn welche) würd's auch funktionieren. Wär ich Quartalssäufer gewesen (ich kenn welche) würd's auch funktionieren. Wär ich sonst eine Jelleniki gewesen, würd's genauso funktionieren.

    Ich denk mal, es funktioniert, weil ich Alkoholiker bin :D

    Gruß

    Kaleu

    Hallo Xenica,

    Zitat von Xenica


    Und, es soll Menschen geben, die möchten mit ihren Macken leben und nutzen sie nicht, um sich hinter ihnen zu verstecken

    Ja, die soll's geben. Hab ich auch schon mal von gehört.
    Es soll auch Menschen geben, die gar nicht so glücklich mit ihren Macken sind und die so gar nicht behalten wollen, es ihnen aber viel zu unangenehm ist, sich mit ihren Macken auseinanderzusetzen und sie sie auf diesem Wege nie loswerden können, sondern nur mit Totschlagargumenten wie "Ich bin halt so", "Jeder hat eine Macke" kurzzeitig vor sich selbst entschuldigen.

    Soll's alles geben. Aber wer weiß, kann auch alles Hörensagen sein oder Gerüchte.

    Menschen soll's jedenfalls richtig viele geben.

    Es soll sogar Menschen geben die sich waschen wollen aber dabei auf keinen Fall nass werden wollen und deswegen ihr Leben lang vor dem Waschbecken rumstehen. Verrückt, oder?

    Alles gute Dir

    Kaleu