Beiträge von Kaleu

    Hi Mr. Hardcore,

    Zitat

    sich hinter (s)einem anderen krankheitsbild zu verstecken bringt nichts.

    Seh ich gleich. Muss aber von jedem selbst kommen. Entweder kommts, oder nicht.

    Um ehrlich zu sein, hatte ich mich zurückgelehnt und die Diskussion nur beobachtet, es war vorauszusehen, daß die im Nichts endet ab dem Punkt ab dem Xenica ihre emotionale Instabilität eingeflochten hat.

    Mein späterer Einwurf bzgl. der emotionalen Instabilität kam dann daher, weil ich dachte, Du verzweifelst gerade auf der anderen Seite. Ich hab es selbst mal erlebt wie es sich anfühlt wenn man glaubt polnisch zu reden, während man doch offensichtlich eindeutige Aussagen macht.

    Gruß

    Kaleu

    Freut mich, wenn ich Dich noch überraschen kann. Ich hab das auch zu hart formuliert, das geb ich zu. Festlegungen sind natürlich auch emotional instabilen möglich, im Alltag wird dies jedoch lieber umgangen da sich der Emotional Instablie dann schnell unter Druck und an die Wand gestellt fühlt. So etwas besser?

    Ich seh gerade Mr. Hardcores Gesicht vor mir :lol:

    Noch nie mit jemand zu tun gehabt, der emotional instabil ist?

    Da schaut man oft so :shock:

    Mehr als das was Xenica sagt wird's nicht geben, Ja, ich bin Alkoholiker, wird sie nicht sagen, Festlegungen sind nicht möglich, das ist Teil des Krankheitsbildes, berichtige mich wenn ich falsch liege Xenica.

    Hallo Xenica,

    Zitat von Xenica

    Aber ich gebe auch Dir einen Rat mit: wenn Du schon kaum Beiträge von den Menschen hier liest, die hier schreiben- halte Dich bitte mit Aussagen über sie zurück. Und wenn Du meinst andere beurteilen zu müssen, was Du ja offensichtlich gerne und ungefragt tust- dann lies bitte alle Beiträge von ihnen und mache Dir vorher ein Bild!

    Genau das hab ich getan!

    In diesem Sinne, keine Sorge, Du hast keine weitere Nachricht mehr von mir zu befürchten.

    Gruß

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    war's in dem Thread oder in einem Anderen in dem wir das Thema "Individuum vs. soziales Wesen" angeschnitten haben?

    Merkst Du den Zusammenhang?

    Indem man sich abgrenzt wird aus Individuum und soziales Wesen eins - Yin und Yang. Ich bin ein Individum innerhalb einer sozialen Gruppe die ich mir aussuche/aufbaue.

    Indem man sich ausgrenzt trennt man Individuum vom sozialen Wesen so sehr, daß sich keine Brücke mehr bauen lässt und man zwischen beidem hin- und herpendeln muss!

    Hallo,

    ich mag was dazu schreiben, mag aber auch vorher ausdrücklich betonen, daß das nicht auf selbst gemachten Erfahrungen basiert, sondern teils angelesen ist, teils übertragen aus eigenen Erfahrungen.

    Ich hab mal gelesen, daß der Schlüssel bei Angststörungen und Panikattacken in der Akzeptanz liegt. Panikattacken gehen zurück, wenn derjenige aufhört dagegen anzukämpfen. Ähnlch ist es wohl auch mit vielen anderen psychischen Problemen.

    Soll heissen, am Anfang ist da eine Panikattacke. Dann kommt eine neue und eine neue. Die beeinträchtigen das Leben in den Momenten in denen sie auftreten. Da ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, fange ich an dagegen anzukämpfen. Das schürt die Angst vor neuen Panikattacken. Aus der Angst entwickelt sich die Angst vor der Angst und ein Teufelskreis beginnt der kein Ende mehr nehmen kann.

    Mit dem Alkoholiker ist es ja ähnlich, irgendwann errreicht er den Punkt, an dem er trinkt um zu vergessen, daß er trinkt. Auch da ist Akzeptanz der Schlüssel zu Veränderungen, erst wenn ich akzeptiere Alkoholiker zu sein, verändert sich vieles. Auch wenn ich mein Leben lang Alkoholiker bleibe, bin ich nicht mehr gezwungen mich wie ein nasser Alkoholiker zu verhalten, der Teufelskreis ist durchbrochen. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht.

    Eine weitere Erfahrung die ich selbst gemacht habe ist, ich bin co-abhängig. Dagegen habe ich lange angekämpft und mein psychischer Zustand verschlechterte sich dadurch merklich. Erst die Akzeptanz Co-Abhängig zu sein, veränderte sehr vieles. Akzeptanz ist dabei mehr als nur zu sagen, das hab ich sondern sich auch die Erlaubnis zu geben, das darf ich auch haben.

    Bei Angststörungen soll es ähnlich sein. Das ist wie gesagt angelesen, ich könnte mir aber vorstellen, daß das zutrifft. Der erste Schritt sei wohl die Akzeptanz. Ich hab das, ich hab 'ne Panikstörung, was soll's. Der zweite Schritt ist die Beeinträchtigungen des Lebens anzusehen, und zu sagen, ok, ich habe Panikattacken, was kann ich während einer Panikattacke tun, um die halbwegs zu überstehen ohne daran zu zerbrechen. Hier setzt der erste Lernprozess ein, der Umgang mit der beeinträcghtigung. Nicht mehr Flucht oder Vermeidung sondern aktiver Umgang damit. Ich lerne also mit meiner Beeinträchtigung umzugehen. In der Folge verschwindet dadurch nach und nach die Angst vor der Angst, denn ich weiß wie ich mit meiner Attacke umgehen kann und brauche mich nicht davor zu fürchten. Lagsam und umerklich sollen auf diesem Wege irgendwann sogar die Attacken selbst nachlassen bis hin zu ganz verschwinden.

    Da ich keine Angststörung habe, kann ich nicht versichern, daß das zutrifft, für mich ergibt das aber Sinn und sowohl bei Co-Abhängigkeit als auch Alkoholismus hab ich selbst erfahren daß ohne die volle Akzeptanz eine Veränderung im Grundsatz nicht möglich war.

    Ich betone auch, daß ich damit nicht sage, hey, mach's doch einfach so und so, denn sicher ist das nicht mal einfach so umgesetzt. Aber Alkoholismus und Co-Abhängigkeit sind gleichermaßen Dinge die einen lebenslangen Lernprozess nach sich ziehen.

    Letzten Endes entsteht die Beeinträchtigung die sich auf das gesamte Leben auswirkt immer aus der Angst vor einem persönlichen Defizit welches aber gar keine Auswirkung auf das gesamte Leben hat sondern meißt auf unangenehme Momente. Lähmend wird eigentlich erst die Angst vor diesen Momenten.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Xenica,

    Zitat

    Mir geht es nicht ums Recht haben, Dir wohl schon.

    So viel zum Thema Übergriffe.
    Wer im Glashaus sitzt... ;)

    Zitat

    Es ist eine Unsitte mich quasi als Lügner hinzustellen.

    Du liest Sachen die kein Mensch geschrieben, gesagt, behauptet oder Dir unterstellt hätte.

    Ich hab genug Erfahrungen um zu wissen was "emotional instabil" bedeutet und was dahintersteckt.

    Allein dafür, daß Du Deine Therapie fortsetzt hast Du meinen vollen Resepekt. Dafür, daß Du es trotz Deiner Persönlichkeitsstörung geschafft hast und bis heute durchhälst trocken zu bleiben, hast Du meine volle Anerkunnung. Ich weiß in etwa, was das für Dich bedeutet und ich kann auch in etwa abschätzen, daß Du ganz andere Sorgen hast, als allein Deinen Alkoholismus.

    Ich wußte leider nichts von Deiner Persönlichkeitsstörung. Hätte ich das gewusst,hätte ich diese Diskussion gar nicht angefangen. In Deinem Fall möchte ich aus meiner Sicht sagen, Hauptsache trocken, wie ist völlig egal.

    Wenn ich darf, möchte ich Dir dennoch was mitgeben. Du musst es nicht annehmen. Versuch villeicht nicht alles als persönliche Kritik zu nehmen, ich kann mir denken, daß gerade das für Dich sehr schwierig ist. Aber nichts wird so heiß gegessen wie's gekocht wird. Und wenn Dir jemand 'n Tip geben mag weil ihm was auffällt, vielleicht einfach auch nur, weil er Dir 'n Tip geben mag und nicht um Dich zu kritisieren, abzuwerten, Dir was nachzusagen oder zu unterstellen.

    Wenn Dir jemand sagt, Du, Dein Schuh ist offen, dann meint er damit nicht, daß Du zu blöd wärst Schuhe zu binden, sondern meißt einfach nur, Achtung, da könntest Du drüber stolpern. ;)


    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Maria und natürlich auch Hallo Xenica,

    ist ja nicht alleinig Xenicas verschulden, daß Dein Thread zweckentfremdet wurde, Maria, sondern auch das Meinige. Ich bitte Dich ebenfalls dafür um Entschuldigung und dies tue ich auch bei Dir Xenica, dafür Dich in einem fremden Thread in diese Diskussion verwickelt habe und Du jetzt alleinig dafür verantwortlich gemacht werden sollst.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Xenica,

    Zitat von Xenica

    welcher Alkoholiker WILL schon alkoholiker sein. bzw welcher Kranke, will schon krank sein?

    Hatte ich so Unrecht wohl nicht. Trotz bringt Dich leider auch nicht weiter.

    Es geht nicht darum Alkoholiker sein zu wollen oder nicht zu wollen, krank sein zu wollen oder nicht zu wollen, sondern die Einsicht Alkoholiker zu sein und krank zu sein erelichtert das Leben einfach ungemein.

    Mir wär's zu stressig und zu energieraubend dauernd gegen meinen Alkoholismus anzukämpfen, da bleibt doch keine Zeit und Enrgie mehr für mich übrig. Ausserdem wär's mir zu riskant, nicht Alkoholiker sein zu wollen, weil ich's nunmal bin und indem ich dagegen ankämpfe setz ich mich eigentlich täglich einem gewissen Rückfallrisiko aus.

    Das wär mir einfach zu stressig.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Xenica,

    Zitat

    Diese oder Deine Einschätzung eines Hobbypsychologen gepaart mit Unterstellungen...

    Fällt mir richtiggehend schwer zu glauben, was ich hier gerade alles geschrieben haben soll.

    Zitat

    Aber Du kannst Dir sicher sein, wenn ich nicht trocken leben wöllte, würde ich trinken.

    Das ist mir doch egal! Du brauchst mich nicht von irgendwas überzeugen weil mir das ganz einfach völlig wurscht ist ob und aus welchen Gründen Du trinkst und/oder nicht trinkst.

    Ich glaub halt einfach, daß Du nicht trocken lebst, weil Du trocken leben willst, sondern weil Du einfach nur kein Alkoholiker sein willst.

    Lass mich halt glauben was ich glauben möchte. :)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hi Xenica,

    Zitat von Xenica

    wie meinst Du das?

    Ich meinte das im Sinne eines "freud'schen Versprechers", wenn Du nicht weißt was das ist, kannst Du auf Wikipedia nachschlagen, da gibt es eine gute Erklärung.

    Unverblümt ausgedrückt wollte ich damit sagen, ich glaube mit der Aussage:

    Zitat

    Die Erkenntnis krank zu sein, bedeutet ja nicht gleichzeitig, daß man auch trocken leben will ..?

    redest Du unbewusst von Dir selbst.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hi Marcello,

    Zitat von Marcello

    Dann gehe ich eben zu den Spinnen und den Ratten. Die sind sowieso viel netter als die Irren in meinem Umfeld.

    Was hältst du von der Idee?

    Du hast zwar Sisu gefragt, doch ich möchte hier trotzdem intervenieren.
    Sich selbst ausgrenzen halte ich immer für eine sehr miserable Idee.

    Wenn Ratten und Spinnen ein besseres Umfeld darstellen, als mein tatsächlich vorhandenes menschliches Umfeld, sollte ich mich mal fragen mit welchen Menschen ich mich umgebe und warum und vielleicht mein Umfeld Stück für Stück umbauen statt mich vollständig aus der Gesellschaft auszugrenzen.

    Nur so ein Gedanke.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Xenica,

    Zitat von Xenica


    vielleicht bin ich ja zu blöd dazu?

    Das glaub ich eigentlich nicht. Was ich bisher von Dir gelesen habe bin ich der Meinung, das letzte was man von Dir sagen könnte ist, daß Du auf den Kopf gefallen wärst.

    Zitat

    obwohl jemand schlaues sagte mal, es gibt keine blöden Fragen..nur blöde antworten

    Ich hab auch nicht geschrieben, daß Deine Frage blöd wär, ich hab nur geschrieben, daß ich glaube, daß man die nicht mit Worten beantworten kann, sondern daß die Antwort sich in einem selbst bilden muss.

    Ist wie beim Essen. Selber Essen bringt mehr Energie als jemandem anderen dabei zusehen :D

    Zitat

    Die Erkenntnis krank zu sein, bedeutet ja nicht gleichzeitig, daß man auch trocken leben will ..?

    Freud läßt gerade grüßen denk ich mal.

    Zitat

    schön für Dich, aber ich finde es nicht ok, daß Antworten bewertet werden. Es geht doch nicht ums Besser sein etc oder habe ich da was falsch verstanden

    Du brauchst das nicht ok finden. Ich hab für mich bewertet, einzig und allein für mich. Deswegen sagte ich, ich finde diese Antwort die genialste von allen. Dir sind beliebige andere Ansichten gestattet :)

    Lieben Gruß

    Kaleu

    Hallo Xenica,

    ich hab Hartmut sofort verstanden und ich finde Hartmuts Antwort die beste und genialste von Allen.

    Wenn Du ihn nicht verstanden hast, würd ich mir, wäre ich an Deiner Stelle, genau darüber Gedanken machen warum ich das nicht verstehe. Ich glaube, das ist etwas was sich nicht mit Worten beantworten lässt sondern etwas was bei einem ankommen muss.

    Gruß

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    vielleicht bist Du schon weitergekommen und hast es gar nicht bemerkt?

    Du gestattest Dir zur Zeit, nicht zu wissen wie's nun genau weiter gehen soll und irgendwie gehst Du trotzdem Deinen Weg. Vielleicht noch ein wenig vorsichtig und unbewusst, aber es ist doch schon ein Unterschied wenn Du sagen kannst, ööööh...also...irgendwie...ich blicks nicht so ganz. Aber halb so wild, ich geh trotzdem weiter und behalt die Richtung bei, immer weiter zu mir hin.

    Ist das nicht schon eine große Veränderung?

    Liebe grüße

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    kommt mir alles ein wenig bekannt vor. Deswegen fällt es ja so schwer, zu glauben wenn irgendwann einer sagt, Du bist wie Du bist schon völlig in Ordnung, sei so wie Du bist, dann machst Du automatisch alles richtig.

    Häh?

    Vor allem kommt dann die nächste Frage - wer und wie bin ICH eigentlich? Wenn man seine persönlichkeit aufgegeben hat um die Anforderungen anderer zu erfüllen um wenigstens einen Hauch Bestätigung zu erfahren, ist natürlich vom Ich auch nicht viel da was einem bekannt und vertraut ist.

    Deswegen sind die ersten Schritte ja auch so kompliziert, im Grunde weiß man ja gar nicht wo man anfangen soll. Ich hab irgendwann gemerkt, daß das aber auch ein Vorteil ist. Wenn ich nicht weiß wo ich anfangen soll kann ich überall anfangen ohne was falsch zu machen. Solang ich nur einfach anfang.

    Nur den Fehler alle Baustellen zeitgleich zu bearbeiten sollte ich nicht machen, weil dann die Energie für das Hin- und Herspringen drauf geht und nichts fertig wird.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    ganz ehrlich, 'ne Spinnenphobie ist 'ne Spinnenphobie. Hab ich in gewissem Rahmen auch und mir fallen auf die Schnelle wahnsinnig viele Menschen ein, die die auch haben. Ist halb so wild und wäre für mich nicht nachdenknswert.
    An der von Dir erzählten Geschichte sollte das von Dir erlebte Trauma bzgl. der damit verbundenen Menschen wesentlich wichtiger sein.

    Ich liebe ja solche Sätze.

    Zitat

    "Wenn Du nicht lieb bist, musst Du zu den Ratten und Spinnen in den Keller!"

    Was heisst das denn tatsächlich? Wenn Du nicht lieb bist. Was für ein blöder Spruch.

    Wenn Du nicht so bist wie ich es für richtig halte setz ich Dich Deine größten Angst aus!

    Und was passiert langfristig bei Dir?

    Wenn ich nicht so bin wie die anderen es wollen und mich für richtig halten bin ich nicht lieb und nicht liebenswert und muss alleine verängstigt auf einer Kellertreppe klar kommen.

    Super hinbekommen liebe Omi. Kinder sind so leicht manipulierbar, wissen das leider aber nicht und können sich nicht wehren.

    Deine Angst vor Spinnen und Ratten hab ich irgendwie auch. Ist vernachlässigbar finde ich.

    Liebe Grüße

    Kaleu