Beiträge von Kaleu

    Hallo Maria,

    das find ich eine schöne Frage.

    Ich habe da ein einfaches Bild von mir. Als ich auf die Welt kam, wurde mir eine Hauptsicherung mitgegeben, die mich von Alkohol fernhält. Diese Hauptsicherung hab ich mir vollständig und irreparabel zerschossen - oder besser gesagt, weggesoffen.

    Heute habe ich diese biologische Hauptsicherung also nicht mehr.

    Ich habe mir deswegen 3 neue Sicherungen reingeschraubt die als Gegengewicht zu meiner Sucht wirken. Meine Entscheidung trocken leben zu wollen, also mein bewusster Wille, Menschen in meinem Umfeld und ein zufriedenes, trockenes und lebenswertes Leben.

    Diese drei Sicherungen stehen glücklicherweise in Wechselwirkung zueinander, stärke ich eine davon, stärkt das auch die anderen Beiden.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Kevin

    ich kenn die Frage. Hab ich mir am Anfang auch gestellt und für mcih durchgekaut bis zum Exzess.

    Für mich war's soagr wichtig. Wichtig das zu hinterfragen um selbst zu merken wie unwichtig das ist.

    Das Heute, das Jetzt und Hier hat Vorrang.
    Vergangenheitsbewältigung kann ich jederzeit mal zwischendurch einschieben wenn im Heute alles rund läuft.

    Gruß

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    Zitat

    "Ich will dazu gehören!" contra "Ich will nicht dazu gehören!"

    Das ist doch die normalste Sache der Welt.
    Ich bin ein eigenständiges Individuum vs. Ich bin ein soziales Wesen.

    Nimm das nicht so schwer, das ist wirklich völlig normal.

    Das Geheimnis liegt nicht darin, diese vermeintlichen Gegensätze aufzulösen, sondern mit der Zeit zu verstehen, daß das gar keine Gegensätze sind.

    Alles Liebe

    Kaleu

    Hi Kevin,

    wenn es nur Neugier war, freu ich mich die befriedigt zu haben.
    Wenn es Neugier war, um zu wissen, wann Du einen bestimmten Test machen lassen kannst, dann lass Dir gesagt sein, der Wissenschaft ist das Faktum, daß Alkohol nach einigen Tagen aus dem Körper verschwunden ist ebenfalls bekannt, weswegen gewisse Tests nicht nach Alkohol bzw. Blutalkoholkonzentration suchen sondern nach in den Zellen hinterlassenen Abbauprodukten.

    Nur so am Rande. ;)

    Gruß

    Kaleu

    Hi,

    nahezu unmöglich daß da noch irgendwas auftaucht.

    Mit einer traumabedingten Amnesie ist das nicht vergleichbar.
    Bei einem Trauma schaltet das Gehirn auf ein Notprogramm. Das Bewusste erleben wird abgeschaltet, da der menschliche bewusste Entscheidungsprozess zu lange dauert um auf lebensbedrohliche oder als lebensbedrohlich wahrgenommene Situationen zu reagieren. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Instinkt die volle Kontrolle und entscheidet was zu tun ist um das überleben zu sichern. Der ist schlicht und einfach schneller. Damit zusammenhängende Bilder und Emotionen werden allerdings dabei im limbischen System abgespeichert.
    Da das bewusste Erleben allerdings komplett deaktiviert war, kann man anschliessend auch nicht aktiv auf die Erinnerungen zurückgreifen. Man muss dazu an das limbische System heran und das ganze bewusst noch einmal durchleben um es als verarbeite Erinnerung im Bewusstsein abspeichern und darauf als gemachte Erfahrung zugreifen zu können.

    Im Vollsuff ist da oben aber alles Matsch. Auch das limbische System. Bewusstes Erleben findet nach wie vor statt, aber davon wird nix abgespeichert weil es nicht vom Kurzzeit in's Langzeitgedächtnis kopiert wird.

    Es kann sein, daß das limbische System wie beim Trauma ein Bild, eine Gefühl, einen Geruch oder irgend einen anderen Fetzen aus dem Vollsuff mit abgelegt hat, das ist aber später so gut wie nicht einsortierbar und auch maximal irgend ein Erinnerungsfetzen. Das limbische System hat kein Zeitgedächtnis, weiß also nicht was wann passiert ist. Es kann also passieren, daß man sich an eine Kleinigkeit aus einem Vollsuff-Filmriss plötzlich doch erinnern kann, vielleicht an den Geruch der eigenen Kotze, kann aber nie wieder zuordnen ob das nun ein glückliches Bäuerchen als Säugling war oder doch das Vollkotzen der Menschen am Nachbartisch im Vollrausch.

    Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, was beim Filmriss verloren gegangen ist ist tatsächlich verloren gegangen.

    Vielleicht sollte man manchmal ganz froh darüber sein.

    Gruß

    Kaleu

    Hi,

    physikalisch bzw. biologisch betrachtet ist das Richtig, allerdings völlig zu vernachlässigen, da es sich nach einigen Tagen um Alkoholmengen im Mikrogrammbereich handelt und weder für Zellen noch den gesamten Organismus irgend ein Problem oder eine Bedrohung darstellt.
    Da es sich bei Alkohol um ein Zellgift handelt wird das sehr schnell abgebaut, womit zu erklären ist, daß ein Entzug schon nach einigen Tagen überstanden ist.

    Wenn Du Deinen Körper komplett alkoholfrei bekommen willst, wird Dich enttäuschen zu erfahren, daß das unmöglich ist. Da Äthanol beim Gärungsprozess entsteht ist Alkohol an sich die natürlichste Sache der Welt und kommt in der Biologie so ziemlich überall vor. Es werden also ständig und immer fort ein paar Äthanolmoleküle durch Deine Äderchen plätschern.

    Keine Angst. Dein Körper wurde mit Promillekonzentration von Alkohol in Deinem Blut fertig, er wird auch mit den alltäglichen ppm (part per million) Konzentrationen fertig, um genau zu sein, er macht das spielend. ;)

    Gruß

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    vielleicht kannst Du die Scham einfach ein bisschen beiseite schieben. Es ist oft leicht gesagt, Du brauchst Dich nicht schämen, das stimmt zwar, es gibt nichts dessen Du Dich schämen müsstest, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, daß wenn Scham erstmal da ist, spielt es gar keine Rolle ob die berechtigt ist oder nicht, sie ist nunmal da und wird dadurch zu einem Hindernis.

    Vielleicht gelingt es DIr zu sagen, ok, dann schäm ich mich. Ich muss zwar nicht, tus trotzdem, aber vor allem ist mir das jetzt egal. Es gibt Dinge die sind jetzt wichtiger als meine Scham, um die kümmer ich mich später.

    Allein das kann schon enorm erleichternd sein und vor allem behindert einen die Scham dann nicht mehr. FÜr den Anfang genügt das völlig.

    Ich freue mich so sehr mit Dir, daß es Dir gut tut, daß Du Dir selsbt Hilfe gesucht hast und diese auch zulässt. Geniess das Gefühl einfach mal sorgsam mit Dir umgegangen zu sein.

    Lass es Dir gut gehen.

    Du hast jetzt ein konretes Ziel, etwas was überschaubar ist, etwas was Du anfassen kannst und Du weißt wie Du dorthin kommen kannst. Alles Andere kommt dann später.

    Is' doch sexy, oder nicht? :)

    Alles Liebe

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    Zitat von Sisu


    Also begebe ich mich jetzt auf die Suche nach mir selbst. Der Urperson die ich nie sein durfte und die keine Chance hatte sich zu entfalten. Mein grösster Wunsch! Ich selbst sein und alles darf ich sein, alles und endlich :D

    Ein Gedankengang der doch viel sexier ist als die grummelige Sisu die meint trotzig sich selbst gegen alles und jeden behaupten zu müssen, und so viel energiesparender und leichter. :)

    Alles Liebe

    Kaleu

    Liebe Kimmik,

    ich glaub ich weiß jetzt worauf Du hinaus willst.
    Also ein flächendeckendes Notfallprogramm wird wohl schwer zu realisieren sein. Wartezeiten wird's immer geben. Ist vielleicht nicht gerade das Tollste, kann mir aber schwer vorstellen, daß sowas realisier- bzw. finanzierbar sein soll.
    Therapielplätze leer lassen, weil vielleicht 'n dringender Notfall kommen könnte? Kann doch auch nicht Sinn der Sache sein und würde doch Wartezeiten eher verlängern als Vollauslastung der Einrichtungen anzustreben.

    Was das Andere angeht, woher hast Du diese Informationen? Ich bin zwar Alkoholiker, hab aber weder die Erfahrung eines Entzuges gemacht noch 'ne LZT, kann also nicht aus erster hand sprechen, aber aus zweiter Hand schon. Kenne die geschichten einiger und nich gerade weniger Alkoholiker. Und immer wieder betonen die, wie normal und fast schon lästig es ist, wie eng Selbsthilfegruppen aller Art mit Entzugskliniken zusammenarbeiten und wie oft die da vorstellig werden, damit es einen nahtlosen Übergang vom Entzug zur Gruppe gibt.
    Auch die von Dir genannte ambulante Nachbetreuung nach der LZT haben bei uns in der SHG alle bekommen die eine LZT gemacht haben, ausnahmslos alle. Es sei denn sie haben's selbst abgelehnt.

    Also entweder hat Deine Mum echt viel Pech gehabt oder sie hat da selbst die Finger drin, daß es nicht zur Zusammenarbeit mit der SHG kam, es keine ambulante Nachsorge gab, Rehamaßnahmen, Wiedereingliederung ins Arbeitsleben, ambulante Therapie etc.

    Unterschätze den Willen eines Alkoholikers nicht zu saufen. Der steht 16 Wochen LZT trocken durch ohne Probleme und so daß es ihm äußerlich gut geht ohne auch nur den Hauch von echtem Interesse zu haben, nach der LZT trocken zu bleiben.

    Ich will das Deiner Mum jetzt weiß Gott nicht unterstellen, im Bereich des Wahrscheinlichen liegt es donnoch. Wenn Du diese Angaben lediglich von ihr hast, wär ich da sehr, sehr vorsichtig ob das auch so stimmt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    könnt schlimmer sein, oder nicht?

    Könnt auch so sein, daß Deine Seele kotzt und keine Spur da ist. Jetzt hast Du eine Fahrrinne, was zum Festhalten, weisst wie's weiter geht und kannst Schritt für Schritt voranstapfen.

    Und sind es nur winzige Junikäfertapsen, so bringen sie einen doch vorwärts.

    Alles Gute. Ich drück Dir die Daumen für Morgen. Das wird!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Kimmik,

    es geht einzig und allein um eine einzige freie Entscheidung die nur und ausschliessliesslich nur vom Alkoholiker selbst kommen kann.

    Ja, ich will nicht mehr trinken!

    Solange dieser Satz nicht genauso gemeint wie gesagt vom Alkoholiker selbst kommt, ist jeder Hilfeversuch und jede Unterstützung rausgeworfene Zeit, rausgeworfene Energie und HÄLT den Alkoholiker in der Sucht gefangen, weil ihm sein Leben als Süchtiger erleichtert wird!

    Sobald aber dieser Satz vom Alkoholiker selbst kommt und so gemeint ist, gibt es Millionen von Hilfsangeboten, Hilfseinrichtungen, Unterstützungen, Therapien, Suchtberatungen, Selbsthilfegruppen, Webforen, Angehörigen, anderen Menschen.

    Millionen.

    Du brauchst das Rad nicht neu erfinden. Es ist alles schon da.

    Das einzige was fehlt sind nicht neue Hilfsangebote, sondern der eine Satz von Deiner Mum:

    Ja, ich will aufhören zu trinken!

    Du wirst mit jedem noch so ausgeklgelten Versuch und Hilfsangebot diesen Satz aber nicht aus ihr herauslocken solange sie ihn nicht sagen will!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Emma,

    Zitat von Emma2010

    [Ich denke mal, diese sieben Jahre Partnerschaft waren gar nicht mal so verkehrt, damit ist meine EKA-Anpassungsfähigkeit geknackt, ich bin wieder ich,
    jetzt kann ich wirklich weiterziehn.

    Na da will mir doch ein Gedanke nicht aus dem Kopf.

    Diagnose gestellt. Der nächste Bitte... ;)

    In Deinem Thread ging es sehr viel um Deinen Ex-Partner, sehr viel um Deine Ex-Beziehung. Von Emma les ich nicht viel. Ausser daß sie im sozialen Bereich arbeitet hab ich nicht viel gefunden. Wer ist Emma? Wie geht's ihr damit? Wohin will sie weiterziehen?

    Ich bin immer so furchtbar neugierig. Besonders wenn mir jemand 'n Kompliment macht und ich deswegen in seinen Thread schaue. :D

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Lieber Wolfgang,

    ich meld mich nochmal.
    ich möchte Dir noch etwas an's Herz legen. Da Du ja wahrscheinlich eh nicht weißt, wie Du manchmal die Zeit rumkriegen sollst, möchte ich Dir ein ganz wundervolles Buch an's Herz legen. Es kostet nur ein paar Euro und ist für Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen schon oft ein Segen gewesen.

    Es lohnt sich wirklich das zu lesen. Kostet nur ein paar Euro.

    Es ist von Viktor E. Frankl und heißt "Trotzdem Ja zum Leben sagen..."
    Vielleicht findest Du's ja im Buchladen oder in der örtlichen Bücherei oder magst es Dir bestellen, es kostet nur ein paar Euro. Ich möchte Dir das wirklich sehr an's Herz legen.

    Alles Liebe

    Kaleu

    Hallo Wolfgang,

    ok. Bitte rede bei Deiner nächsten Therapiesitzung über Deinen aktuellen Zustand. Soll heißen, nicht nur ezählen, was Dir passiert ist, sondern auch sagen, daßDeine Zusatnd sehr schlecht ist und Du Suizidgedanken hast. Vielleicht müssen Deine Antidepressiva neu eingestellt werden.

    Mach das bitte unbedingt wenn Du das nächste mal dort bist, ok?

    Ich drück Dir die Daumen Wolfgang, ganz ehrlich!!!

    Und meld Dich wenn's gar nicht mehr geht, ok?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Aufbruch,

    ich geb zu, ich hab nicht alles gelesen, nur Deinen letzten Eintrag und sag nur eins:

    STRIKE!

    Völlig richtig gemacht. Das einzig Richtige überhaupt. Wenn's schon bei der gesprächsverweigerung ist, was soll das alles noch? Dann hat es einfach keinen Sinn mehr, es ist aussichts- und hoffnungslos. Kein Mensch muss sich das geben mit Jemandem zusammenzuleben der sich keinen zentimenter vom Fleck bewegen will und einem mit Liebesentzug, Gesprächsverweigerung und dauerndem eisigem Kampfschweigen dafür bestraft, daß man unter seinen Allüren leidet!

    Nee. Da hilft nur Sachen packen und verschwinden. Auch wenn's sicher ein schwerer Schritt für Dich war, auch wenn Du villeicht noch nicht weißt, und wie jetzt weiter, das kommt alles, immer einen Fuß vor den Anderen.

    Von mir meine vollste Anerkennung und Wertschätzung für diesen mutigen und vor allem richtigen Schritt.

    Alles Gute & liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    das Verstecken kann was erholsames sein, kann, muss aber nicht. Versuch den Kontakt zur Aussenwelt nicht ganz zu verlieren und sei es hier durch's Forum, das kann Dir Halt geben wenn Du ihn dringend brauchst.

    Wenn's gar nicht mehr geht ist 'ne Selbsteinweisung nichts Schlimmes, im Gegenteil, zeugt von guter Selbstbeobachtung und verantwortungsvollem Umgang mit sich selbst.

    Kann mich erinnern als ich einen ganz massiven Zusammenbruch hatte wegen 'ner Retraumatisierung hab ich auch nicht lang gefackelt und 'n Notfalltermin bei meiner Therpeutin eingeschoben. Der hat genügt um mich wenigstens soweit zu stabilisieren die nächsten Tage durchzustehen.

    Gerade wenn es wirklich brennt ist es eigentlich das Cleverste zu sagen, das schaff ich nimmer alleine, jetzt brauch ich Hilfe.

    Fühl Dich gedrückt und vor allem, fühl Dich verstanden :)

    Und wie gesagt, wenn es echt nimmer geht, dann ab in die Klinik.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    nana, so schlimm gerade?

    Hab Dir in dem anderen Thread schon geshrieben, haste denn keinen Doc oder Psychologen oder Beurologen zu dem Du Vertrauen hast und wo Du Dich mal hinwendest?

    Wenn Du in der Bude hockst wird's auch nicht besser. Schwing doch Deinen süßen Popo zu 'nem Arzt, sag ihm, hier, ich bin die Sisu und mir geht's echt hundsmiserabelblöddreckigdoof.

    Den Rest lass mal den Doc machen.

    Fühl Dich gedrückt. Wird schon alles gerade gerückt und kommt wieder in's Lot, irgendwann auch richtig. Nur bisschen mitmachen musst Du schon. Zu hause versauern macht's schlimmer.

    Ab zum Hausarzt.

    Wir Alkoholiker machen den gleichen Stiefel, wenn wir erstmal geschnallt haben, dass wir krank sind, geht's erstmal ab zum Hausarzt.

    Moin Doc, ich glaub irgendwie haben der Alk und ich ein etwas ungewöhnlicher Verhältnis miteinander.

    Meinst das hat mir Spass gemacht die Hosen runter zu lassen? Ich dacht ich werd irre als ich das gesagt hab. Aber dann ging's los und dann konnte man mir helfen, weil ich den ersten Schritt gemacht habe.

    Hätt auch zu hause bleiben und mich schämen können. Dann würd ich da heute noch sitzen und wahrscheinlich stockblau sein.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Sisu,

    Zitat von Sisu


    Trotz, - den brauchte ich die Hälfte meines Lebens um überhaupt eine Art von eigener Persönlichkeit entwickeln zu können. Dasses hier und jetzt nicht mehr nötig ist muss ich noch lernen.

    Müssen, musst Du garnix. Wenn Du möchtest, darfst Du. :)

    Zitat

    Gerungen habe ich noch lange Jahre mit meiner Mutter und wäre im Grunde froh, wenn sie mich verstehen könnte. Kann sie aber nicht weil sie aus dem kranken System nie ausgestiegen ist und verdrängt.

    Da isse wieder. Die Mama. Kaum passt man zwei Sekunden nicht auf, quetschen sich die Eltern in's Forum. Schlimm mit denen. Sollten wir uns jetzt lang und breit drüber auslassen, warum die Mama nicht aus dem kranken System ausgestiegen ist.
    Hoppla, warte. Ich meine mich zu erinnern, daß es um Dich gehen sollte und daß Du doch aus diesem kranken System aussteigen willst.

    Zitat

    Viele Jahre schon habe ich nur selten Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie, lasse mir aber immer wieder Schuldgefühle aufbürden wenn es zu Begegnungen kommt.

    So bekommt man wenigstens etwas von seiner Familie. Eigentlich will man aber was Anderes. Aber irgendwann gibt man sich auch mit Schuldzuweisungen zufrieden. Hauptsache, was bekommen.
    Warte, schon wieder hab ich das Gefühl, da stimmt was nicht. ;)

    Zitat

    Ich habe jetzt endlich verstanden was mit mir los ist und hoffe, dass ich nun gesund werden kann.

    Große Ziele. Hehre Ziele. Würden mich an Deiner Stelle erstmal ganz schön überfordern, für Frust sorgen, wenn ich morgen nicht "gesund" bin obwohl ich's mir doch vorgenommen habe.
    Nur so'n Vorschlag, wie wär's Dich erstmal so anzunehmen wie Du bist, ohne gleich an Dir rumzugesunden. Wär das nicht erstmal schon alle Hände voll zu tun?

    Alles Liebe

    Kaleu

    Hallo Sisu,

    Zitat von Sisu


    Ich ringe um ein selbstbestimmtes Leben in dem es mir gut gehen darf, auch wenn es meinen Eltern nach wie vor schlecht geht.

    Sehr gesunde Einstellung. Bis auf das Ringen vielleicht. Gegen wen ringst Du denn?

    Zitat

    auch wenn ich schon lange keine Lust und Kraft mehr verspüre mich in ein krankes Familiensystem einzufügen.

    Na dann tus doch nicht :)

    Zitat

    P.S. Sisu kommt aus dem Finnischen und bedeutet Kampfgeist, Unnachgiebigkeit...und passt meiner Meinung nach ziemlich gut für ein erwachsenes Kind daß nach Hilfe sucht, jedem Widerstand zum Trotz!

    Ja, und das lässt sich rauslesen. Trotz. Sehr viel davon.

    Wem gegenüber? Ist das denn nötig wenn Du Dich aus dem kranken Familiensystem verabschiedest?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Spock,

    naja, ob die Entschuldigung jetzt nötig war, weiß ich nicht, darum ging es mir gar nicht.

    Ich kann nur schreiben, das was Du über Dich geschrieben hast, was Du als Kind erleben musstest, hat mich berührt. Mir war da nicht zum lachen und Dir damals in diesen Situationen sicher auch nicht.

    Ich hab nicht gegen Humor, ich liebe Humor und halte ihn für sehr gesund, bei derartigen Beschreibungen bleibt mir das Lachen im Halse aber stecken.

    Liebe Grüße

    Kaleu