Beiträge von Kaleu

    Moin Spacy,

    ocuh, Borderlinesyndrom erklärt natürlich so manches. Ist schon richtig, dass der Alkoholismus nur eine Folge ist, die BPS ist ja eine Kaskadenstörung die meißt mit Suizidalität, Esstörung, Süchten, Depression und patholgischem Narzissmus einhergeht und deswegen nur sehr, sehr schwer zu behandeln ist. Dafür muss erstmal der Alkoholismus weg, aber wird der behandelt, prägt sich meißt eine andere Sucht aus, weil die darunterliegende BPS ja noch unbehandelt ist.

    Wie auch immer, das wirst Du wohl nur in einem Sorgerechtsprozess endgültig aus der Welt räumen können. Eine vernünftige Einigung wird es da wohl kaum geben, zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.

    Heftig, heftig wo Du da durch mußt. Ich rate Dir, Dir auch therpaeutische Unterstützung zu holen, für Dich meine ich. Das emotionale Chaos in dem Du steckst ist nicht zu vernachlässigen. Das Zusammenleben mit tarumatisierten Menschen hinterlässt selbst bei Gesunden traumatische Zustände. Das ist nicht zu unterschätzen.

    Ich finde vor Dir kann man nur den Hut ziehen! Unglaublich mit welchem Elan Du das angehst. Pass au Dich auf, daß Du emotional nicht ausbrennst dabei, der Stress unter dem Du stehst ist enorm, selbst dann wenn Du ihn nicht immer fühlen kannst.

    Liebe Grüße & weiter alles Gute

    Kaleu

    Olla BIM,

    auf deutsch gesagt. Geile Sache das! Freu mich wie ein Keks für Dich!
    Das Ein- oder Andere Auaweh kommt sicher noch, aber das tut im Augenblick nichts zur Sache. Geniess erstmal die Erleichterung und das Leben, tank Deine Akkus auf, das hast Du Dir verdient, erleb soviel wie möglich davon bewusst.

    Hast Du suverän gemeistert und es ist gar nicht wichtig, wo Du Dir die Motivation geholt hast, denn letzten Endes warst Du es die sich Antworten gesucht und anschliessend konsequent gehandelt hat. Hut ab!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Zitat von Kaleu

    Liebe Grazia,

    und wenn sie sich richtig anfühlt, dann ist es auch Liebe! Die kann man nur fühlen :)

    Da bleibt nicht viel mehr als Dich zu beglückwünschen. :)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe grazia,

    und wenn sie sich richtig anfühlt, dann ist es auch Liebe! Die kann man nur fühlen :)

    Da bleibt nicht viel mehr als Dich zu beglückwünschen. :)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Grazia,

    schalt mal 'n Gang runter. Liebe ist keine Abhängigkeit und fühlt sich deswegen nicht so intensiv an, weil man nicht im Dauerstress ist. Das ist vielleicht ungewohnt, aber nicht bedenklich.
    Wenn Du Angst hast, ihn nicht genug zu lieben, dann halt ein paar Minuten das leben an, atme tief durch und komm zur Ruhe. Liebe fühlst Du intensiv, wenn alles drumherum zum Schweigen kommt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Antilope,

    Kleinigkeit vergessen, möchte Dir natürlich auch Deien Frage zu mir beantworten.

    Meine Ex wollte mir nicht helfen. Das war im Nachhinein sowohl ok als auch nie zu erwarten. Die Beziehung war sehr einseitig. Mir ging es in der Beziehung so schlecht, dass ich überhaupt erst das Trinken angefangen habe. Ich hatte zu wenig Selbstwert um in der Beziehung meinen Standpunkt darzulegen und zu große Verlustangst um die Beziehung zu beenden. Das hab ich durch das Saufen kompensiert.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Antilope,

    das sind ein Haufen Frage die Du aufwirfst und das ist nicht eben alles mit ein paar Zeilen zu beantworten.
    Prinzipiell lässt sich sagen, dass eine Alkoholikerbeziehung eine dysfunktionale Beziehung ist. Der Kleister, der alles zusammen hält sind Abhängigkeiten, nicht Liebe. Das schliesst nicht aus, dass Liebe im Spiel ist, aber sie spielt in der beziehungsdynamik nur eine minimale Rolle, Liebe kann nur ohne Abhängigkeiten voneinander gedeihen.
    Alkohol ist nur ein Kompensationsmittel. Damit verdeckt der Abhängige Defizite mit denen er nicht klar kommt. Der Co hat dafür ein anderes Mittel, er hat den partner, er kompensiert seine Defizite über diesen. So entsteht eine ineinandergreifende Abhängigkeit. Wird die einseitig oder beidseitig aufgelöst, in dem einer oder Beide heilen, entscheidet sich ob genug Liebe unter den Abhängigkeiten vorhanden ist um gemeinsam zu heilen und gemeinsam daran zu wachsen. Das ist selten der Fall, kommt aber vor.

    Jetzt zu Deinem Männe. In ihm erkenne ich den Typus trinkender Co. Und wenn Du mich fragst geht es ihm in dieser Beziehung grottenschlecht, das würde er Dir aber nie sagen, dafür ist er zu sehr von Dir abhängig und hätte zu viel Angst vor Dir. Diese Ängste kompensiert er mit Alkohol.

    Ich weiss, das klingt alles viel nach Unterstellung und es ist eine Einschätzung aus der Ferne nur basierend auf allem was Du geschrieben hast. Mir geht es auch nicht darum Dir irgendwas unter die Nase reiben zu wollen. Ich lege Dir nur offen meine Sichtweise auf eure Bezeihung dar. Wenn Du mich fragst, hast Du in Deiner ersten Partnerschaft unter einem egoistischen Alkoholiker gelitten und Dir nach der Trennung geschworen, das nie wieder mit Dir machen zu lassen. Deswegen auch Deine genaue Prüfung der zukünftigen Partner. Da Du aber übersehen hast, dass Du auch Teil einer dysfunktionalen beziehung warst, und diesen Teil nicht verändert hast, kam nur wieder eine dysfunktionale Beziehung in Frage unter der Du aber nicht leiden wolltest. Also hast Du Dir den Typ abhängigen Co gesucht der Dich bemuttert. Da er trinkt, ist er leicht zu handeln und stellt keine Forderungen an Dich, seine Probleme löst er durch Alkohol. Oder hart gesagt es ist die gleiche Beziehung die Du früher auch hattest, aber mit Rollenumkehr.

    Nochmal, das ist mein Eindruck. Nicht mehr. Nichts davon muss stimmen!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Antilope,

    ich kann mir vorstellen, dass Dein Kopf erstmal voll ist. Die Einflüsse die da auf Dich einströmen sind enorm. Lass Dir Zeit mit dem Verabreiten und es ist ein guter und Wichtiger Schritt, dass Du von alleine Stop schreist.
    Ich wollte Dir nicht weh tun.
    Der Alkohol selbst ist nicht das Problem einer Beziehung, das versteht man am Anfang noch nicht. Der Alkohol ist als Problem nur das des Alkoholikers, nicht das der Beziehung. Aber in der Dynamik der Beziehung verdeckt der Alkohol etwas. Viele Alkoholikerbeziehungen zerbrechen gerade dann wenn der Alkoholiker trocken wird. Dafür gibt es einen sehr guten Grund, denn der Alkohol ist wie gesagt nur ein Deckmäntelchen.

    Zitat

    Ich wollte Dich aber noch etwas anderes fragen: Mein Freund ist ja ein sog. Spiegeltrinker, er trinkt eher unauffällig und heimlich.
    Kennst Du Dich damit aus?

    Was heisst auskennen, bzw. was ist Deine konkrete Frage? Ich selbst war das was man am ehesten einen Kummertrinker bezeichnen würde, hätte mich aber zum Spiegeltrinker entwickelt irgendwann.

    Liebe Susanni,

    Zitat

    Haben Sie geglaubt,Sie sind allmächtig,so einen Menschen ändern zu wollen?

    Ich hab erst sehr spät erkannt, für wie allmächtig ich mich gehalten habe. Das geschah aber unbewusst. Ich habe für mich erkennen müssen, dass diese Omnipotenzgefühle ein Symptom eines darunterliegenden Problems waren. Erst als das beseitigt war, hat sich viel davon aufgelöst. Heute brauche ich das zum Glück nicht mehr um irgendwas zu kompensieren.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe BIM,

    ich drück Dir die Daumen!
    Wenn die Würfel erstmal gefallen sind, ist jedes Hinauszögern wirklich nur noch eine Farce für alle Beteiligten. Papierkram und so weiter kann man auch regeln, wenn man erstmal räumlichen Abstand hat.

    Diese ganzen Verpflichtungen hinter denen man sich so gern versteckt, weil einem der Mut fehlt, sind auch im Nachhinein regelbar. Das Einzige worauf es tatsächlich ankommt ist emotionaler Abstand, dann erst sieht man wieder klar.

    Viel Erfolg

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Antilope,

    auch wenn ich gerne noch immer und ohne große Umschweife meine Sichtweise darlege, so leg ich es schon eine ganze Weile nicht mehr darauf an die Fetzen fliegen zu lassen. Es gab eine Zeit in der ich das für nötig hielt, das verändert sich nach und nach immer mehr. Ich gehe Kontroversen und Konflikten nicht aus dem Weg, aber ich möchte sie auch nicht unnötig befeuern, früher hab ich das gern getan.

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, ich gewann den Eindruck, dass Du einen Großteil für die Problematiken in eurer Bezeihung auf Deinen Partner und seinen Alkoholismus abwälzt, ja den Alkoholismus sogar als Sündenbock für alle Dinge die Dir nicht gefallen an Deinem Partner hinstellst.

    Es ist keine Unterstellung, denn es ist nur ein Eindruck den ich habe, ob an dem ist, kann ich nicht beurteilen.

    Eine solche Sichtweise ist sehr verführerisch, denn sie ermöglicht es sich selbst auf der Opferbank zu sehen und seine eigenen Anteile nicht betrachten zu müssen. Letzten Endes geht es aber nicht um Schuldige und um Sündenböcke sondern nur darum, was man selbst ändern kann. Und alles was man selbst ändern kann ist man selbst.

    Und mal ganz abgesehen davon, glaub mal liebe Antilope, wie gern ich mich selbst mal auf der Opferbank niedergelassen habe. War sehr bequem dort und ich hatte von dort schliesslich jedes Recht zu erwarten, dass andere mal ihren Hintern hochbekommen, damit es mir besser geht. Natürlich war ich dabei sehr moralisch und wollte ja nur das Beste für die Anderen. Schon klar ;)

    Wie geht es denn Deinem Männe in und mit der Beziehung?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Wenn Du das nicht weisst, wird es wohl kaum einer wissen, kommt drauf an warum er trinkt und was er damit kaschiert. Es ist möglich, dass er nüchtern in Panik noch aggressiver reagieren könnte als betrunken, aber auch das umgekehrte kann der Fall sein. Es ist kaum vorherzusagen und genau das ist ja das Gefährliche an dieser Krankheit.

    Auf jeden Fall rutscht er jetzt in eine Situation in der er aus seiner Sicht ohnmächtig ist und Menschen reagieren in einer als ohnmächtig empfunde Situation immer irrational da sie als Bedrohung empfunden werden.

    Ob Du Dich dem aussetzen willst, musst am Ende Du entscheiden, ich selbst würde das Risiko nicht eingehen wollen. Ihm ist offensichtlich klar geworden, dass es kein Zurück mehr gibt, Dir auch. Warum das Unvermeidliche also hinauszögern? Damit folterst Du doch euch Beide.

    Wenn Deine Angst echt ist, pack Deine Sachen. Willst Du echt drauf warten, dass er sich den Schädel zuhämmert und er im Suff völlig durchdreht?

    Ich weiss selbst wie es sich anfühlt, wenn man sturzbetrunken ist und sich mit seinem eigenen Versagen konfrontiert fühlt. Ich hab immer die Beherrschung behalten können, aber ich weiss auch wie hauchdünn die Grenze war und ich weiss nicht was passiert wäre, wenn meine Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht sich nicht in Selbstmitleid sondern in Aggression umgewandelt hätte.

    Alkohol fördert irrationales Verhalten extrem, ich würde das Risiko nicht eingehen. Hast mal bei Spacy im Thread geschaut, was da abgeht?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo,

    lass Dich nicht von dieser Selbstmitleidstour weichkochen! Das dient nur dazu Dir Schuldgefühle zu machen. Die brauchst Du nicht haben, es ist sein Leben und seine Verantwortung!
    Er hat Möglichkeiten, jede Menge. Nahezu jeder trockene Alkoholiker den ich kenne ist den Weg in die Trockenheit alleine gegangen!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Antilope,

    wenn ich Deine Zeilen die Du so hinterlässt mitverfolge, so hast Du Dir doch mit voller Absicht das ideale Exemplar gesucht.
    Alkoholiker und problembehaftet, so kannst Du Dein Helfersyndrom ausleben und den Moralapostel raushängen lassen.
    Aber trotzdem im Kern ein lieber und pflegeleichter Kerl der Dir genau das gibt, was Du Dir wünscht, Zuneigung, Aufmerksamkeiten usw.

    Im Grunde hast Du Dir das gemachte Nest gesucht, in das Du Dich setzen kannst, ohne an Dir selbst etwas ändern zu müssen.

    Ich empfinde es ehrlich gesagt als ziemlich unfair von Dir, jetzt auf ihn und seinen Alkoholismus mit dem Finger zu zeigen. Du hast genau gewusst, vom ersten Tag an, was Du da tust und worauf Du Dich einlässt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Welia,

    ich denke ich kann Deine Intention nachvollziehen, muss aber gestehen, für mich wär das nix.
    Ich hab selbst mal in einer Ehe ausgehalten, die tot war. Ebenfalls mit Eigenheim und allem Drum - und Dran - nur eben ohne Liebe und ohne Zusammenleben, sondern einfach so'ne Art Zweckbeziehung aus Bequemlichkeit.

    Ich hab nach 3 Jahren beinah 'ne Depression gekriegt und hab alles hingeschmissen. Die Wohnung ging dabei drauf und es endete im finanziellen Ruin. Und doch war es der beste Schritt den ich machen konnte. Heute wohne ich mit meinem Zwerg zusammen alleine und auch wenn uns 'ne Frau fehlt und die nachfolgende Beziehung emotional ein Desaster war, war das doch immer noch eine meiner besten Entscheidungen.

    Selbst mein Zwerg der damals mit 7 Jahren das nicht verstand, sagt heute mit seinen 14, Papa, Du hättest viel, viel früher gehen sollen und mich auch gleich mitnehmen sollen, sogar gegen meinen Willen.

    Hinterher ist man halt immer schlauer, selbst die Kids :D

    Ich will damit nicht sagen, trenn Dich. Wenn es Dir gut geht, geht es Dir gut, darum geht es letzten Endes.

    Such Dir doch 'ne Affäre. Das ist nicht mal zynisch oder ironisch gemeint.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Spacy,

    alter Verwalter. :shock:
    Das ist ja übel, undenkbar was Du und Dein Zwerg da durch machen müssen, das sprengt jede Vorstellungskraft.
    Ich bin total beeindruckt, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt und Du wirst auch alles weitere schaffen. Ich bin selbst alleinerziehender Vater und kann Dir versichern, dass Du und Dein Sohn diesen Schritt nicht bereuen werdet.
    Langfristig ist es wirklich für alle das Beste, für das Kind vor allem, aber auch für Dich, ja wahrscheinlich sogar für seine Mutter.
    Du machst zur Zeit absolut alles richtig und handelst sehr verantwortungsvoll. Mach Dir das immer wieder bewusst.

    Ich weiss wie schnell einen Schuldgefühle erdrücken können, deswegen ist es unheimlich wichtig, immer wieder daran zu denken, dass Du zum Wohle aller Beteiligten handelst und Du keine andere Wahl hast! Die Mutter Deines Sohnes hat eine realistische Chance wieder einen gesunden Kontakt aufzubauen, wenn sie selbst vernünftige Schritte geht. Das ist ganz allein ihre Sache. Es war eine Super Idee ihre SHG zu involvieren, die kann ihr besser helfen und auch Wege aufzeigen, aber wie gesagt, das ist keinesfalls mehr Deine Baustelle.

    Sicher Dich und den Kleinen ab, Rechtlich, Emotional, Finanziell. Je wasserdichter das alles ist um so mehr sicherst Du Dich selbst "rückfällig" zu werden.

    Nach dem ersten Alarm ist es nämlich möglich, dass jetzt die Mitleidstour und das liebevolle Gesäusel folgen und da ist es enorm wichtig, dass Du Dich nicht darauf einlässt.

    Denk an Dich und den Kleinen, ihr schafft das, da bin ich mir sicher. Du kannst Dir hier im Forum jederzeit Rat holen, aber ich merk schon, Du weisst bereits, wo Du Dir im Leben selbst Rat, Tat und Hilfe holen kannst.

    Nochmal, Hut ab vor Deiner Leistung!

    Alles Gute

    Kaleu

    Liebe Welia,

    ok, das ist doch schonmal was. Deine Zeilen davor klangen sehr danach, als ob Du Dich mit der Situation abgefunden und arrangiert hättest. Was ich irgendwo sogar verstehen könnte, Du lebst in einer vorhersehbaren und sicheren kleinen Käseglocke in der Dir nichts passieren kann und so wirklich unglücklich scheinst Du damit nicht zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dieses Gefühl begleitet Dich nun schon seit einigen Jahrzehnten...

    Liebe grüße

    Kaleu