Beiträge von Kaleu

    Hallo Biti,

    finde schon, dass das zulassen von Gefühlen mich prinzipiell erstmal verltzbar macht - nämlich dann wenn Andere keine Achtung vor diesen Gefühlen haben und sie entweder ausbeuten, negieren wollen oder mit Füssen treten.

    Deswegen gilt es für mich Mechanismen zu lernen um meine Gefühle zu schützen ohne sie selbst zu unterdrücken oder zu leugnen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Tinka,

    ja, Gefühle machen mich verletzlich. Deswegen muss ich selbst lernen, mich zu schützen, aber nicht indem ich meine Gefühle unterdrücke! Denn ohne sie, wer bin ich dann? Bin ich dann überhaupt?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Hartmut,

    bezogen auf den Alkoholismus sehe ich das wie Du. Denn es handelt sich um eine Krankheit die ich auch nie wieder los werde. Ich kann sie ja nur stoppen. Was immer zurück bleibt ist, dass ich nie wieder gesund mit Alkohol umgehen kann. Da beisst die maus kein Faden ab.

    Was das Co-Verhalten angeht, sehe ich das zumindest für mich selbst aber völlig anders. Denn hier geht es um Verhalten und dafür kann ich die Gründe finden und mein Verhalten auch ändern. Ich muss nicht bis in alle Ewigkeit an meinem Verhalten festhalten und brauche es nicht fortführen. Dennoch kann ich gewisse Verhaltensweisen oder Werte die eben nicht schädlich sind behalten.

    Mit Stigmatisierung meine ich nicht das Wort Co als solches, sondern was anschliessend daraus gemacht wird, sprich wenn das Individuum auf Co-verhalten reduziert wird was ich hier hin- und wieder schon wahrgenommen habe (aber nicht nur hier). Es wäre in etwa zu vergleichen, wenn das Verhalten eines Alkoholikers vollständig auf den Alkoholismus reduziert würde. Also bspw. bei jeder Kleinigkeit Suchtverlagerung unterstellt würde oder ähnliches. Das Etikett "Alkoholiker" oder "Co" sehe ich nicht als Stigma, sondern den anschliessenden Umgang mit dem Individuum. Zum Beispiel das Vorhersagen oder Interpretieren von Verhalten rein reduziert auf die Krankheit.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Tinka,

    leider wird uns in unserer heutigen gesellschaft gerne anerzogen, dass Trauer ein Ausdruck von Schwäche ist und diese doch bitte zu verbergen wäre. Selbst Selbstmitleid ist hin- und wieder wenn es mal ganz dicke kommt einfach nur menschlich. Und ganz besonders jede Art von trauer ist ein menschliches Gefühl und der Ausdruck dieser ein tiefes menschliches Bedürfnis. Selbstmitleid oder die "Opferrolle" werden erst dann schädlich, wenn man sich dahinter versteckt und nicht mehr herauskommen will. Zu angenehm und einfach ist es, sich in der Opferrolle zu sehen und somit zu rechtfertigen, dass man ja jetzt Täter sein und jeden Anderen für sein eigenes leid bestrafen darf.

    Aber wenn man mal zu Hause sitzt und es einem so richtig nach jammern ist, gehört auch das zum Leben dazu, ja es macht einen überhaupt erst zu einem fühlenden Menschen.

    Dieses "ich bin so stark" Schauspiel ist für mich der Weg in die Verbitterung und Gefühlskälte und da will ich gar nicht erst hin. Es spielt nichtmal eine Rolle wo meine trauer denn nun herrührt, sie ist da und damit wirklich und berechtigt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hi,

    das immer wieder erinnern halte ich rein aus Rückfallpreväntion für dringend nötig, deswegen gehen trockene Alkoholiker ja auch jahrelang und oft ein leben lang in ihre SHG.

    Druck halte ich allerdings für kontraproduktiv und führt nur zu Gegendruck und der zu Saufdruck. Ein Alkoholiker der tatsächlich trocken bleiben will, sollte sich doch zur Genüge selbst darum kümmern. Mir würde es auf den Kranz gehen wenn mir das jemand dauernd unter die Nase reibt und ich würde mit diesem Menschen dann auch mal ein offenes Wort reden.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo allerseits,

    ich finde das kann doch sowieso nur jeder für sich selbst abschätzen inwiefern er sein eigenes Verhalten, und vor allem zu welchem Schwergrad, in eine Schublade mit Etikett schieben will.
    Ob nun Co-Abhängig oder Co-verhalten, der Unterschied zum Alkoholismus ist tatsächlich, dass es sich um verhaltensweisen handelt, die für ein gesundes leben benötigt werden, jedoch lediglich in einer mehr oder weniger schädlichen Ausprägung.

    Jeder Mensch hat Verlustängste, ist deswegen aber nicht automatisch Co. Auch in einer gesunden beziehung machen sich beide partner bis zu einem gewissen Grad freiwillig voneinander abhängig, wohlwissend diese Abhängigkeit nicht zu brauchen, sondern sie als wertvoll einzustufen. Sonst ist es ja lediglich ein nebeneinanderherleben. Alle Co-Verhaltensweisen aber auch alle EKA-Verhaltensweisen sind zutiefst menschlich, nur eben teilweise in einer schädigenden Ausprägung. Deswegen finde ich die mit dem Etikett "Co" oder "EKA" verbundenen Stigmata die ich auch hier im Forum manchmal wahrnehme als sehr unangenhem, weil es das Individuum entmenschlicht und auf Verhaltensweisen reduziert.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo,

    also ich finde auch, man kann das nicht so strikt trenne, ich selbst bin ja auch eigentlich Co und hab das Saufen angefangen weil ich Co bin.

    Ich empfand es bisher als einfacher trocken zu werden und auch zu bleiben als an den Co-Mustern zu arbeiten, weil letzteres für mich mit wesentlich mehr Schmerz verbunden ist, letzten Endes aber nötig um auch widerum trocken zu bleiben, bzw. zufrieden trocken zu bleiben. Eine strikte Trennung gibt es für mich also nicht, alles ein Stiefel der ineinander verzahnt ist.

    Mittlerweile fängt mir aber auch an so einiges auf den Wecker zu gehen. Primär sind wir nämlich alle Menschen, ob nun EKA, Co oder Alkoholiker. Die teilweise anhaftenden Stigmata die das mit sich bringt fangen an mir auf den Wecker zu gehen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Lieber Regiesseur,

    tut mir leid. Ich kann's nachfühlen, ehrlich. Hast ja meinen Thread gelesen und von daher weisst Du, dass ich das ganz besonders nachfühlen kann gerade.
    Du hast Recht, die Information wer statt dessen nun mitgeht bringt Dich auch nicht weiter. Heul Dich ruhig auch mal aus, daran ist nichts Schlimmes. Es ist nunmal verdammt traurig!

    Und nochwas, sei froh. Du wirst Dich jetzt wundern was ich meine - denn worüber sollst Du jetzt froh sein? Darüber dass es weh tut. Das heisst Du fühlst und Du kannst fühlen!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Martha, lieber Regiesseur,

    aber ich halte es für einen Irrglauben, ich halte es sogar für einen gefährlichen Irrglauben. Ich weiss, dass das nur Theorie ist und das eigentlich schwere die Umsetzung bzw. das lernen und auch dass man das nicht mal eben so kann. Ich verstehe sogar woher dieses verhalten kommt bzw. wie es entstanden ist. Dennoch halte ich es sogar für gefährlich diesen Irrglauben nicht offen zu legen.

    Regiesseur ist schon von selbst drauf gekommen. Es führt nur zu einer Vermeidungstaktik. Ist man sich dessen nicht bewusst, wo der Kern begraben liegt, sucht man sich doch einfach nur andere Wege zur Vermeidung. Ich halte EKA und EKA Verhaltensweisen für wahre Wunderwerke der Vermeidung! Und auch für wahre genies um neue Wege zur Vermeidung zu finden wenn die alten "aufgeflogen" sind.

    Auch wenn das banal klingt, es geht letztlich nur wenn man seine Ängste erkennt und sich ihnen stellt. Das betrifft EKA wie Co wie Alkoholiker alle gleichermaßen. Die gesamte Familienkrankheit Alkoholismus - da geht es nur und fast ausschliesslich um Vermeidung! Bisschen weit hergeholt an dieser Stelle, ich weiss.

    Ich glaub aber Regiesseur hat sehr gut verstanden worauf ich ursprünglich hinaus wollte und hat für sich ja bereits den Faden weiter gesponnen.

    Sicher, da mach ich keinen Hehl draus, alles wunderschöne Theorie und nicht mal eben einfach verändert - aber das Krankheitsbewusstsein und die Einsicht warum ich mich wie verhalte, aowohl als Co als auch als Alkoholiker musste ich genauso erstmal nur in de Theorie verstehen, erst dann kam die Übertragung auf mich in der ich festegestellt habe - OOPS - ich mach das ja WIRKLICH! :shock:

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hi Honey,

    Zitat

    Wir möchten dem Abhängigen das ´Leben so schön wie möglich machen, wenn er nichts getrunken hat. Damit er sieht, wie schön die andere Seite ist!

    Den Gedanken kannst Du mal direkt in die Tonne kloppen, denn diese beurteilung nimmst Du mit Deinen Augen aus Deiner Sicht vor.

    Du übersiehst dabei, dass der nasse Alkoholiker ja nicht leidet wenn er einen im Tee hat. Der nimmt dann ja gar nichts mehr wahr. Um es mal ganz lapidar zu sagen, wenn der Co dem Alkohliker ausserhalb des Suffs ein schönes Leben macht, na SUPER!!!
    Suff = schön - wegen Alkohol im Hirn
    Nüchtern = schön - wegen Co der mich bemuttert

    Perfektes Leben! Ein Gegengewicht schafft man nicht indem man dem Alkoholiker ein schönes Leben macht. Ein Gegengewicht entsteht rein im Kopf des Alkoholikers wenn er unter sich selbst so sehr leidet, dass er sich selbst bzw. sich selbst in seinem Umefeld nicht mehr ertragen kann - aber dennoch einen Ausweg sieht der aus dem Suff führt.

    Wenn man schon eine Situation beurteilen will, muss man es mit den Augen des Gegenübers tun. Und der Alkoholiker leidet nicht unter seinem Suff, ganz im Gegenteil!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Regiesseur,

    Zitat


    Und dabei habe ich dann sogar entdeckt, dass ich auch Angst habe mir selber zu vertrauen, ich mich nur "wirklich" fallen lassen kann, wenn ich meine alles unter Kontrolle zu haben, wenn ich weiß was als nächstes passiert.

    Das ist aber ein Irrglaube der daraus entsteht, dass Du gar nicht weisst wie sich fallen lassen tatsächlich anfühlt. Fallen lassen und Kontrolle schliessen sich gegenseitig vollständig aus, da Fallen lassen bedeutet, dass man anschliessend vom Vertrauen getragen wird. Kontrolle oder Kontrollversuche basieren aber auf Misstrauen in Mensch und/oder Situation - ergo - fallen lassen unmöglich!

    Vertrauen bedeutet nicht im Voraus zu wissen was passieren wird, denn Niemand kann das wissen. Vertrauen bedeutet, dass ich weiss, dass ich nicht weiss was passieren wird, aber ich weiss auch, mir wird nichts passieren!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Lillemann,

    gute Frage, aus meiner nassen Zeit betrachtet, kann ich's schon irgendwie verstehen wenn Jemand keine Einsicht zeigt. Es kommt viel drauf an wie stabil man selber noch ist, also wie weit man in der Lage ist noch normal zu denken. Ausserdem braucht es ein Gegengewicht zum Saufwillen welches schwerer wiegt als eben der Wille weiterzusaufen. Das kann verschiedenes sein, Führerschein, Arbeit, Familie oder auch nur schlicht der Überlebenswille.

    Kann man dieses Gegengewicht nicht aufbauen, verfällt man dann leicht in den "ist doch sowieso egal" Gedanken und gibt sich selbst auf und damit dem Alkohol endgültig hin.

    Wenn Deine Mum sowieso schon kurz vor dem Tod steht kann ich es irgendwie verstehen, dass sie weitersäuft. Sie hat einfach aufgegeben.

    Ob Alkoholismus oder alles beliebige Andere was destruktiv auf einen einwirkt, wenn man aufgibt vegetiert man nur noch dahin bis zum endgültigen Tod ohne eine Anstrengung zu unternehmen. Man steuert somit lediglich auf das Unausweichliche zu. Auch wenn ein beliebiger Aussenstehender Lösungen sieht, bedeutet das gar nichts, da der Kranke sie ja eben nicht sieht. Er sieht keinen Sinn darin sich anzustrengen für was auch immer.

    Ich hab mal ein Superbuh gelesen von einem Psychologen der in Ausschwitz war, also als Häftling. Er hat auf Basis der Erlebnisse dort eine interessante Theorie aufgestellt die sich bis heute scheinbar bewahrheitet, wenn auch therapeutisch leider nur eine Randerscheinung. Mal abgesehen davon, dass man im Lagerleben dauernd sterben konnte durch äussere Einwirkung, sprich erschossen werden, Gaskammern usw. so versuchte man doch im Alltag trotz widrigster Umstände zu überleben. Zigaretten gegen Essen eintauschen usw. Das betraf wohl alle Häftlinge die noch einen Sinn in ihrem Leben sahen, also die Hoffnung hatten den Holocaust zu überleben und irgendwann freizukommen. Jeder der die Hoffnung aufgab und keinen Sinn mehr in seinem Leben sah, starb wenig später an Entkräftung oder belibigen anderen Gründen, er stolperte, stand aber nicht mehr auf und liess sich totprügeln usw.
    So konnteman beobachten, dass der der seine Zigaretten rauchte, von dem wusste man, dass er in ein paar Tagen tot war. Obwohl er unter qualvollem Hunger litt und seine Zigaretten gegen Essen hätte eintauschen können, rauchte er die lieber um sich "etwas zu gönnen" - denn das unausweichliche stand für ihn sowieso bevor.

    Warum ich das hier aufführe ist, dass die Theorie dahinter ist, dass der Lebenswille eines Menschen eng damit verknüpft ist einen Sinn im eigenen Dasein zu sehen. Fehlt dieser Sinn und kann man ihn selbst nicht finden ist einem das Aussen und das Leben selbst eigentlich völlig egal und man wurschtelt sich nur noch durch um auf das Unausweichliche zuzusteuern. Hier kann es schon genügen, dass der eigene Selbstwert so niedrig ist, dass man seine eigene Existenz als sinnlos betrachtet.

    Alkohol oder beliebige andere Drogen haben dabei die Eigenschaft die Zeit die man noch aushalten muss angenhemer zu machen da man sein Selbstmitleid einfach für einen Moment wegspülen kann und nicht fühlen muss.

    Von aussen ist da nichts zu machen. Die einzige Chance von aussen ist, der Versuch dem Alkoholiker aufzuzeigen, dass er eine Chance hat und sich der Aufwand lohnt. Ob der das allerdings sehen und wahrnehmen kann, lässt sich von aussen nicht beeinflussen. Die Realität ist immer subjektiv, sie findet in jedem einzelnen statt.

    Lieb Grüße

    Kaleu

    Danke Dir franky,

    für einen Moment konnte ich's auch heute. Da es das erste Mal seit der Trennung war, dass ich eine ganze Weile lang mir ernsthaft vorstellen konnte, dass es auch ohne sie gut gehen wird, bzw. mir gut gehen wird, war für mich ein Fortschritt.
    Gewusst hab ich das eigentlich auch so schon lang, es aber zu fühlen war völlig neu für mich. Es war nicht lang, aber immerhin. Ich glaube ich mache Fortschritte und den Rest wird die Zeit bringen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Dorothea,

    naja, die etzten Tage waren nicht so prickelnd. Ich grübel zum Glück nicht mehr sinnlos hin- und her, so wie früher. Es tut halt echt weh und ich merke, dass ich noch eine ganze Weile brauche um wirklich wieder nach vorne schauen zu können.
    Es könnte mir schlechter gehen, aber gut geht es mir auch nicht. Ich reaktiviere ein paar alte kontakte im Moment, aber das fällt noch nicht wirklich leicht, zum versauern hab ich aber auch keine Lust.
    Ich werd sogar ernsthaft angeflirtet, was mein Ego ein bisschen streichelt, aber ich bin meilenweit davon entfernt auf sowas einzugehen.

    Ja, der kopf weiss wo es lang gehen muss und ist vorneweg, aber das Herz hat noch keine Lust ihm zu folgen. Ich lass mich zur zeit einfach in Ruhe und lass mich so wie ich bin, wenn ich Lust habe tu ich mir was Gutes und wenn's mich überkommt heul ich in's Kissen.

    Irgendwann werd ich wieder nach vorne sehen können, das weiss ich. Nur wird das einfach noch Zeit brauchen.

    Liebe Grüße & allen einen schönen Feiertag

    Kaleu

    Hallo Trauerweide,

    mir wär's auch zu riskant mich Situatuionen auszusetzen in denen Alkohol getrunken wird, besonders dann, wenn es mir mal nicht so gut geht und das ist bei Dir ja offensichtlich gerade der Fall.

    Mal ganz pragmatisch, ist es denn das Grillen wert, den anschliessenden Tag mit Suchtdruck zu verbringen?

    Bei mir ist es so, dass wenn es mir gut geht, es mir nichts ausmacht wenn jemand in meiner Gegenwart trinkt. Wenn es mir aber nicht so gut geht, dann höre ich schon dieses Stimmchen was dann leise flüstert, na komm schon, einer geht doch. Allein weil dieses Stimmchen für mich ziemlich nervig und lästig ist, setze ich mich dann lieber nicht solchen Situationen aus, denn ich hab ja keinen Gewinn dadurch. Dann grill ich halt zusammen mit meinem Sohn auf dem Balkon oder sowas.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Moin Franky,

    jawollja! Korrekt umschifft. Suchtdruck gehabt und zum Notfallplan gegriffen! So muss es laufen.

    Hast 'ne Ahnung wo der Suchtdruck herkam? Ich denk zwar, dass das mit dem Fussballabend was Du geschrieben hattest, dem nochmal die Krone aufsetzt, aber der Suchtdruck selbst kommt ja woanders her. Vielleicht hattest Du Ärger, bist mit irgendwas unzufrieden oder aber hast Dich schlicht allein gefühlt. Kann alles mögliche sein.

    Wie Du selbst geschrieben hast, früher wärst Du in die Kneipe gezogen und damit wär der Fall erledigt gewesen. Heute weisst Du, dass Du Alternativen hast und hast sie genutzt.

    Ich bin Alkoholiker und deswegen wird Alkohol auch immer auf meiner gedanklichen "Was kannst Du jetzt dagegen tun" Liste stehen bleiben. Darum geht's für mich gar nicht. Wichtig für mich ist, dass der Alkohol auf dieser Liste immer durchgestrichen bleibt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Skye,

    wieder einmal sehr tiefgehende und offene Zeilen.

    Zitat

    Ihr habt Euch diese nach außen gefühlskalten Menschen ausgesucht, ihr werdet wohl inzwischen zumindest eine Ahnung haben warum.

    In meinem Fall stimmt das nicht. Ich habe mir den Menschen ausgesucht, der sie unter dieser Mauer ist und lange gehofft, diese Mauer liesse sich abbauen. Und ich habe lange geglaubt es wäre meine Aufgabe diese Mauer abzubauen. Ich hab sehr spät erkannt, dass das unmöglich ist und sie das machen muss. Erst als ich mich um mich selbst gekümmert habe wurde mir das klar. Für mich ist viel wichtiger, warum ich damals genau so gehandelt habe.

    Du hast selbst geschrieben, dass Du erst später angefangen hast der zu sein, der Du bist. Deswegen fällt mir alles so schwer, ich weiss wie sie "darunter" ist. Ich hab es auch oft genug erlebt. Das war auch der einzige Grund warum ich so lange ausgehalten habe, bis sie mich dann schliesslich endgültig von sich weg stiess.

    Aber das soll in diesem Thread nur eine Randerscheinung bleiben. Hier geht es nicht um mich.

    Liebe Grüße

    Kaleu