Beiträge von Kaleu

    Hallo,

    Zitat von Regiesseur1983


    Vertrauen und Sicherheit gehören doch auch irgendwie zusammen, oder?

    Prinzipiell Nein.
    Aber es braucht Sicherheit um Vertrauen prinzipiell zu lernen. Wenn diese Sicherheit in der Kindheit nicht vorhanden war, dann hat konnte man kein Vertrauen lernen. Anschliessend sucht man die Sicherheit, weil man die mit vertrauen verwechselt. Im Grunde versucht man so den Zustand herzustellen, den man als Kind brauchte um Vertrauen zu lernen.
    Da man aber das gefühl der Sicherheit als ungewohnt empfindet und damit als bedrohlich empfindet, lässt man sich nicht arauf ein und kann somit auch kein Vertrauen lernen. Teufelskreis ;)
    Hat man das vertrauen erstmal gelernt, brauchts aber die Sicherheit nicht mehr, denn die kann man sich durch Vertrauen jederzeit und beliebig selbst schaffen.

    Vertrauen und Sicherheit haben also einen Zusammenhang - sind aber nicht prinzipiell von einander abhängig.

    Zitat

    Das eine kann ohne das andere nicht existieren.

    Doch, kann es.

    Gruß

    Kaleu]

    Liebe Regiesseur,

    im Augenblick fällt mir nichts ein, was ich Dir groß schreiben könnte, Du gehst gerade sehr reflektiert mit Dir um. Das ist ein wirklich großer Schritt in die richtige Richtung.

    Zwei Dinge sind mir noch eingefallen, vielleicht helfen Sie Dir.
    Mir gefällt der Vergleich mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller. Ich finde nur, Du übersiehst da eine Kleinigkeit. Beide, sowohl Hauptdarsteller als auch Regiesseur, machen nur ihren Job, sie setzen das Drehbuch um - so wie sie es auch ihrer Sicht verstanden haben. Und sie tun einen guten Job, alle Beide. Nur das Drehbuch ist für den Eimer, es ist missverständlich, weil da in Deiner Vergangenheit jeder drin rum schmieren durfte wie er lustig war. Heute bist Du alt genug um Dein eigenes Drehbuch zu schreiben. Wenn Du in dieses Drehbuch Anweisungen für Regie und Hauptdarsteller hinterlässt, werden sich auch beide dran halten und es wird letzten Endes Dein Film werden!

    Vergiss bei Deiner Metapher also nicht, dass Du vor allem Autor sein solltest.

    Und das Zweite, wenn Dir Dein Ziel so wertvoll ist, kannst Du es Dir auf ein großes Blatt Paier drucken, einrahmen und in den Flur oder über den Schreibtisch hängen. Verlier es nicht aus den Augen, das kannst Du getrost wörtlich nehmen.

    Liebe Grüße & alles Gute

    Kaleu

    Moin Regiesseur,

    Zitat


    So habe ich das noch gar nicht gesehen. Aber widersprechen kann ich Dir da gerade absolut nicht, sondern muss eher eingestehen, dass kommt so hin.
    Aber das ist jetzt einer der Punkte die ich nicht mehr ändern kann.
    Jetzt heißt es beim nächsten Mal in so einer Situation mehr aufpassen!

    Du bist schon verdammt weit, wenn Du nicht beginnst Dich in Schuldgefühlen wälzt sondern Dich fragst, warum Du so gehandelt hast und die Umstände anschliessend veränderst um später nicht mehr so handeln zu müssen.

    Wie Du schon sagst, ändern kannst Du es eh nicht mehr. Daraus lernen schon.

    Zitat

    Mein Ziel im Moment ist es den Tag heute umzukriegen, ohne dass ich auf ihrer Seite im VZ gewesen bin. Und mich auch heute nicht bei ihr zu melden.

    Sich zu etwas zu zwingen, was man nicht will, bringt nichts. Das ist ein Ziel was man erreichen will und es durch puren Willen erreicht. Aber es ändert nichts.
    Wenn Du etwas verändern willst, setz Dir kein Ziel bei dem Du Dich verbiegen musst um es zu erreichen.
    Dein Ziel ist es nicht mehr auf's VZ zu schauen. Im Moment zwingst Du Dich nicht mehr drauf zu schauen. Sinnvoller wär es Dich zu fragen, warum Du den inneren Drang hast drauf zu schauen, bzw. auf Dich zu achten was mit Dir passiert, wenn Du drauf schaust. Nicht auf's VZ zu schauen ist nur eine Vermeidungshaltung, Du umgehst einen Trigger. Das löst aber das zugrunde liegende Problem nicht. Das Problem ist nicht, dass Du auf ihre Seite schaust, sondern das Problem ist, dass Du dort etwas suchst, in alles was Du findest das interpretierst was Du eigentlich gesucht hast und Dich selbst davon überzeugst das auch gefunden zu haben. Anschliessend handelst Du weil Du ja glaubst den gesuchten "Beweis" gefunden zu haben.
    Die Lösung liegt also nicht darin, nicht mehr auf's VZ zu schauen, sondern darin Dich zu fragen, was Du dort suchst und vor allem Warum Du das dort suchst und was Du tun kannst, dass Du das nicht mehr suchen musst.

    Klingt komplex, oder? Ich hoffe Du konntest mir folgen.

    Zitat

    Es fällt mir sehr schwer. Es juckt schon ganz schön in den Finger mich im VZ einzuloggen, aber ich weiß, dann gucke ich auch auf ihrer Seite.

    Dann schau doch drauf. Auf ihre Seite. Und beobachte was es mit Dir macht. Da hast Du mehr von als Dich zu zwingen wegzusehen. Lass nur keine Handlung aus der anschliessenden Interpretation entstehen, sondern achte einfach nur auf Dich und was es mit Dir macht.

    Zitat

    Und im Moment kann ich erstmal nur von Tag zu Tag Ziele stecken, damit ich mit kleinen Schritten laufe und nicht ins stolpern gerate.

    Ist auch am Sinnvollsten so. Immer Steb by Step.

    Zitat

    Ein langfristiges Ziel habe ich auch. Und das lautet glücklich mit mir selber und meinem Leben werden.
    Dazu gehört auch eine gesunden Beziehung führen zu können.
    Mit wem ich diese Beziehung aus jetziger Sicht führen möchte, weiß ich.
    Aber ob es dann letztendlich klappt oder es ganz anders kommt. Das wird sich auf dem Weg ergeben.

    Schönes Ziel. Und realistisch. Wie überzeugt bist Du von diesem Ziel?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Skye,

    nicht jede Art von Trauer ist auch gleich Selbstmitleid. Nicht jede Art von Verbindung ist auch gleich eine Illusion.

    Ich habe längst alle Antworten die ich brauche. Es geht hier schlicht und einfach nur noch um 5 Menschen die ich liebe und die mir sehr viel bedeuten.
    Ich hätte gern mein Leben mit diesen Menschen verbracht.

    Ich werde mir für meine Trauer so viel Zeit nehmen wie ich brauche.

    Gruß

    Kaleu

    Lieber Regiesseur,

    ich mag Dich. Ich mag Deinen Schreibstil. Ist so herrlich ungehemmt, obwohl die Fragen die ich Dir gestellt habe ja ziemlich heftig waren.


    Zitat


    Ob ich sie noch liebe? Ja!

    Beste Voraussetzungen. Und wenn Du mich fragst, liebt sie Dich auch. Sonst hätte sie wie gesagt den kontakt längst eingestellt oder wären ihre Gefühle nicht wirklich ehrlich für Dich, wäre sie schon längst in den Armen des Anderen.

    Zitat

    Das ich das vielleicht auch mir beweisen wollte?!

    Nicht auch Dir. Ich behaupte, ausschliesslich Dir!
    Sie wolltest Du damit nur verletzen, weil sie Dir ihre Liebe entzogen hat, beweisen wolltest Du nur Dir etwas, nämlich, dass Du sie weder brauchst noch möchtest. Das nennt man auch Selbstbetrug. Ist so eine Art Verdrängungsmechanismus um sich seinen Schuldgefühlen nicht stellen zu müssen.

    Zitat

    Wenn meine letzte Freundin jetzt die einzige gewesen wäre, die mit mir so Probleme hat, dann hätte ich mir wahrscheinlich irgendwann gesagt, dass sie mich entweder so nehmen muss wie ich bin oder es lassen soll.
    Aber ich habe festgestellt, dass ich mir damit in vielen, wenn nicht sogar allen Bereichen das Leben selber erschwere!

    Darauf wollte ich hinaus. Denn letzten Endes geht es um Dich. Manche versuchen Antworten zu finden um sich dann auf den Antworten ausruhen zu können. So wie Du es von Dir selbst bei Deiner vorhergehenden Freundin geschrieben hast. Der hättest Du locker vor den Latz gekanllt, "Ich bin halt so, ausserdem bin ich EKA und kann nichts dafür, friss oder stirb" und sie hätte es am Bein gehabt. So kann man Klasse das eigene Leid auslagern um es selbst nicht fühlen zu müssen.

    Zitat

    Und heute habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich das nicht nur sage, sondern auch wirklich beginne es so zu meinen.

    Das ist der erste wichtige Schritt. Schon eine Idee was Du jetzt vorhast? Irgend ein wages Ziel was Du vor Augen hast?

    Zitat

    Ja, ich liebe diese Frau.
    Aber ich muss auch lernen mich wieder selber zu lieben und mich mit mir selber auch wohl zu fühlen.

    Ohne Selbstliebe lässt sich nunmal keine Liebe leben. Solange Du Dich selbst nicht auch magst, wirst Du ihr sowieso nie glauben, wenn sie sagt, dass sie Dich liebt.

    Zitat

    Ich weiß das ich in vielen Bereichen, einfacher durchs Leben kommen werden, wenn ich bestimmte Dinge ändere oder vielleicht auch nur etwas abschwächen kann! Und das ist meine Motivation.

    Das finde ich eine Klasse Einstellung. Du willst nicht mit der brechstange ran sondern klein anfangen. Das ist der richtige Weg. Immer Schritt für Schritt. Jeder noch so winzige Schritt wird Dich weiter bringen.

    Und was das Mädel angeht, mach Dich nicht irre, der Zug ist noch lange nicht abgefahren. Lass sie ein bisschen laufen, Du bist sowieso mit Dir selbst erstmal beschäftigt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Regiesseur,

    möchtest Du denn diese Beziehung retten bzw. irgendwann neu aufbauen?

    Dafür solltest Du Dir klar machen worum es für Dich dabei geht. Sie zurückzugewinnen um Deinen verletzten Stolz zu beruhigen oder geht es Dir um diesen einen speziellen Menschen?

    Anders gefragt, liebst Du sie denn oder bist Du sauer, dass ein Anderer sie jetzt haben könnte?

    Zitat

    Ich habe in den letzten Wochen viele Fehler gemacht, dass fing damit an, dass ich ihr zuerst beinahe beweisen wollte, dass ich auch ohne sie viele neue Leute kennenlernen kann.

    Hast Du das wirklich ihr beweisen wollen?

    Zitat

    Und dann habe ich es geschafft, dass sie immer noch das Gefühl hat, ich wolle sie kontrollieren und "besitzen".

    Naja, willst Du doch auch gern. ;)

    Zitat

    Ich habe so oft gesagt, ich würde ihr mehr Freiraum lassen und habe es dann nur kurz auch wirklich geschafft.

    Aber eben nur 'ne Weile, weil sich Niemand für lange verbiegen kann. Du hast etwas für sie machen wollen, um sie zu halten. Aber nicht für Dich.

    Deswegen ist die Frage immer, was willst Du?

    Leidest Du selbst ausreichend unter Deinem Verhalten, dass Du es für Dich ändern willst, oder geht es nur darum sie zurückzugewinnen?

    Eine verlorene Beziehung kann immer Auslöser sein zu erkenne, ouch, was hab ich denn da gemacht und anschliessend fängt man an sich zu hinterfragen und auch ändern zu wollen. Das funktioniert aber nur, wenn man es für sich selbst tut, nicht um sich oder dem Anderen etwas zu beweisen, lediglich um den alten Status wieder herzustellen.

    Moin Matthias,

    will gar nicht jammern und gestern das sollte auch nicht so klingen. Ich wollte nur mal was von mir hören lassen und einen Zwischenstand abgeben. Ich weiss genau wo ich da durch muss jetzt und ich weiss, dass es übel wird. Ich hab mich viel zu lange davor gedrückt.
    Es wird auch für mich Zeit diese Beziehung zu beenden.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Sorry Skye,

    auch wenn ich Dir prinzipiell zustimme und Du insgesamt gesehen damit Recht hast, so geht es mir nur nicht.

    Ich muss jetzt etwas loslassen was mir nun einmal viel bedeutet und wertvoll für mich ist. Das ist nicht mit einem Extra-Schaumbad erledigt. Ich hab keine Lust nur wieder zu verdrängen und mir in die Tasche zu lügen, dass das doch kein Problem ist. Es wird Zeit für mich da durch zu gehen und ich bin froh, dass ich so weit bin, dass ich das endlich kann.

    Gruße

    Kaleu

    Moin Regiesseur,

    also so wie ich das sehe, hängt Deine Freundin noch sehr an Dir und ihr hättet noch alle Chancen. Dass sie nach all dem sich noch um Dich bemüht, Dir sogar noch Mut macht ist nicht selbstverständlich. Da steckt noch viel gefühl für Dich dahinter. Im Augenblick tust Du aber tatsächlich alles um sie vollständig zu vergraulen.
    Kümmer Dich doch um Dich, da hast Du doch genug zu tun.

    Sind Deine Schuldgefühle bezogen auf die Beziehung vielleicht so enorm, dass Du mit aller Gewalt versuchst ihr etwas zu unterstellen, um letzten Endes ihr die Schuld für das Scheitern der Beziehung vollständig unterjubeln zu können, bloss um Deine Schuldgefühle für 10 Minuten zu beruhigen?

    Also wenn Du mich fragst, diese Frau liebt Dich, sehr sogar, sonst hätte sie längst jeden Kontakt unterbunden. Dass sie Dir im Augenblick nicht gut tut, dafür sorgst Du selbst.

    Die Frage sollte weniger sein, wieso Du Dein Verhalten nicht über Nacht ändern kannst, den Grund dafür kennst Du bereits, sondern viel mehr ob Du es vielleicht gar nicht ändern willst.

    Gruß

    Kaleu

    Seit 3 Tagen jetzt sitz ich in einem Loch und es wird schlimmer. Ich frag mich wofür das alles. Depressiv bin ich nicht, der Alltag funktioniert, zwar mach ich nichts mit Freude, aber es bleibt auch nichts liegen.

    Ich weiss, dass es auch wieder besser wird und diese tage vorbei gehen und ich 'ne Chance auf eine glückliche Zukunft habem, aber Wissen ist das eine, ich seh's nicht. Ich seh's im Moment einfach nicht.

    Wünschte mir ich hätte irgend einen Lichtblick in der nächsten Zeit auf den ich zusteuern kann, aber auch da seh ich nichts. Immer wieder bring ich die 24 Stunden rum und weiss nicht so richtig warum.

    Saufen werd ich nicht und will ich nicht. Das ist es nicht. Meine gesamte Zukunftsplanung ist den Bach runter. Einfach so. Hab auf Sand gebaut und nun brichts ein.

    Ich bin glücklich meine SHG zu haben, einmal pro Woche ein Lichtblick wo ich Willkommen bin, selbst in meinem jetzigen Zustand.

    Hab noch nie so viel geweint wie in den letzten Tagen.

    Naja, wird schon besser werden irgendwann.

    Hallo Wolfgang,

    find es Klasse und mutig von Dir, dass Du etwas unternimmst und handelst.

    Die Zeit in der Klinik ist eine schte Chance für Dich aus den dauernden Depressionen rauszukommen. Lass sie nicht nutzlos verstreichen.

    Alles, alles Gute!

    Gruß

    Kaleu

    Ääähm, Machbarkeit? :roll:

    Ich bitte Dich. Sollte es ernsthaft zu einem Sorgerechtsstreit kommen bringst Dud en Alkoholkonsum in's Spiel und das Gericht beschliesst 'n Bluttest. Aber soweit muss es überhaupt erstmal kommen.
    Seit wann werden Sorgerechtsentscheidungen danach vorgenommen, wer Vollzeit zu Hause rumhängt? Wo hast Du denn das aufgeschnappt?

    Wie alt sind denn die Kids?

    Kinder sind nie ein Grund bei einem Alkoholiker zu bleiben. Nie. Sie sollten statt dessen ein Grund sein sich von dem uneinsichtigen Alkoholiker zu trennen!

    Liebe Anke,

    Oops, was wichtiges vergessen, das was man unter kontrolliertem Trinken versteht ist ab und zu mal ein Glas!

    Der Grund warum einige Therapien das praktizieren ist, dass man auf gesellschaftlichen Anlässen mal mit einem Glas Sekt anstossen kann. Es geht dabei mehr darum, dass man dem gesellschaftlichen Stigmas des Alkoholikers entgeht. Aber von 100 Alkoholikern schafft das vielleicht einer und die meissten würden das von selbst gar nicht wollen, es ist viel zu anstrengend nach dem ersten Glas Nein zu sagen.

    Das was Dein Männe praktiziert nennt man schauspielerisches Können und Selbstbetrug.

    Lieben Gruß

    Kaleu

    Hi Anke,

    Zitat

    Also: gibt es kontrolliertes Trinken?

    Klar, siehst es doch an Deinem Mann. Er hat schon 2 Tage geschafft. Er schafft bestimmt noch 3 weitere. Dann hat er Dir bewiesen, dass er kontrolliert trinken kann, er also kein Problem mit Alkohol hat und kann dann ungehemmt weitersaufen! Viel Spass :)

    Ehm, ich will nicht unfair sein. Je nachdem wie stark sein Wille ist sich selbst und Dir zu beweisen, dass er kein problem hat, hält er das Spiel eventl. auch 2 Wochen durch.

    Richte Dich in den nächsten Tag auf ein Gespräch ein, dass beginnt indem er auf Dich zukommt, mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen und dem Satz: "Siehst Du Schatz. Ich hab Dir doch gesagt ich hab kein Problem mit dem Alkohol!"

    Wenn es darum geht weiter saufen zu können, kann ein Alkoholiker so ziemlich alles. Auch mal 3 Wochen Show. Ist zwar anstrengend, aber er weiss ja, dass er ungehemmt weitersaufen kann sobals Du und er selbst euch dieses Spielchen abgekauft habt.

    Kurz zur Darstellung echten kontrollierten Trinkens. Das gibts wohl und es gibt wohl eine handvoll Alkoholiker die das praktizieren. Das braucht aber jahrelange Übung unter ärztlicher und therapeutischer Anleitung oder einer Aufsichtsperson (die bist im Augenblick übrigens Du, in Deienr Abwesenheit würde er ungehemmt saufen). Ein Alkoholiker allein ist dazu nicht in der Lage. Sonst wäre er kein Alkoholiker.

    Naja, wie gesagt, Du wirst es selbst erleben. Probiers aus indem Du ihm sagst, hey, cool, ich glaub Dir jetzt, dass Du kein Problem hast und noch am selben Abend lässt er sich volllaufen.

    ich bin mir dessen so sicher, dass ich darauf ernsthaft eine Wette abschliessen würde, durchaus auch einen höhreren Betrag.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Summer,

    ich werde Dir kaum Fragen die Du hast beantworten können, da ich selbst nicht unter diesen Dingen leide.
    Dennoch möchte ich Dir etwas aus der Sicht der Partner hinterlassen, da ich selbst mal mit jemandem zusammen war, der unter Bindungsangst litt.
    Für einen Partner ist das noch schwerer zu verstehen als für Dich, da er ja damit gar nichts anzufangen weiss, je mehr Du für Dich behälst um so problematischer wird es auf jeden Fall werden.

    Ein Möglichkeit wäre es auch mal ganz unverbindlich mit einem Therapeuten darüber zu reden. Du hast schon viele Ansatzpunkte die Du dort einfliessen lassen kannst. Du bist noch sehr jung und kannst Dir viel Zeit für Deinen weiteren Weg lassen.

    Ich für meinen teil, glaube schon, dass auch Du es lernen kannst, eine glückliche Partnerschaft zu führen, viele EKAs hier beweisen, dass sie wenn sie sich anfangen mit ihren Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, viel besser mit diesen umgehen können, was nicht nur die Partnerschaft sondern auch das gesamte leben schöner und zufriedener gestaltet.

    Ich finde es jedenfalls Klasse von Dir, dass Du hinterfragst.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo heinrich,

    finde ich gut, dass Du Deine Partnerin darauf aufmerksam und sie unterstützen möchtest. Denk aber primär an Dich, aus eigener Erfahrung weisst Du ja sicher noch, dass die Einsicht alleine vom Alkoholiker kommen muss.

    Wenn Du ihr sagst, dass Du die Schränke durchsucht hast, wirst Du an dieser Stelle schon auf Widerstand stossen der dazu führt, dass sie eh nichts mehr an sich heranlässt. Ich würde sie nur sehr bedingt mit dem gefundenen Alkohol konfrontieren. Vielleicht indem Du sagst, dass Du den Alkohol zufällig gefunden hast, dann eins und eins zusammen gezählt hast und wenn Du dann rein aus Deiner Geschichte erzählst und wie es bei Dir war.

    Ist nur eine Idee.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Summer,

    sollte Dich das Thema Bindungsangst an sich interessieren, ganz unabhängig der EKA Problematik, kann ich Dir das Buch "Jein" von Stefanie Stahl sehr empfehlen. Es ist sehr leicht zu Lesen und zeigt sowohl die Seite des Betroffenen als auch die Seite des Partners.
    Eins der besten Bücher zum Thema wie ich finde.

    Liebe Grüße

    Kaleu