Hallo Welia,
mit dem Bagger hab ich's auch probiert. Hat nichts gebracht. Zumindest bei mir nicht. Denn auch das war wieder Co-Verhalten.
Statt den Anderen mit Gewalt verändern zu wollen, hab ich mich mit Gewalt verändern wollen. Das ging gründlich in die Hose.
Was ich lernen musste und das war das Schwierige, nicht denken, handeln.
Nicht verändern, zulassen.
Nicht wissen, zuhören.
Nicht festhalten, loslassen.
Nicht die Verbindung zu mir herstellen, sondern mich mir selbst öffnen und die Verbindung mit mir gestatten.
Das erste was dann hochkam war Schmerz. Jede Menge. Der lag da drin, unverarbeitet. Und vor diesem Schmerz hatte ich solche Angst, ihn fühlen zu müssen, dass ich mich verweigert habe eine Verbindung zu mir zu erlauben.
Ich hätte alles getan, alles, nur um diesen Schmerz nicht fühlen zu müssen. Lieber liess ich mir von Aussen jeden beliebigen neuen Schmerz zufügen, Hauptsache ich war abgelenkt und konnte diese Verbindung zu mir weiter verbieten.
Ich benutzte alles, Wissen, Wissen über mich selbst, Logik, Analyse, Beziehung, andere Menschen, alleswas mir in die Quere kam nahm ich dankbar auf, nur um nicht fühlen zu müssen was da in mir drin war.
Und eigentlich wollte ich diesen Schmerz ja auch behalten. Er hat mich ja definiert. Ich war ja eine arme geschundene Seele der alle nur böses wollen. Wenn ich diesen Schmerz hätte durchlebt, dann hätte mein Selbstmitleid ja gar keine Berechtigung mehr gehabt. Das ging ja mal gar nicht.
Ich hab mich unglaublich vor mir versteckt.
Das wird mir vielleicht wieder passieren, keine Ahnung. Aber ich hab keine Lust mehr drauf. Ich will da wo ich war nicht mehr hin.
Um aber an das Thema anzuknüpfen, eine Trennung vom partner hat nichts damit zu tun. Die Partnerschaft ist ein äußeres Symptom.
Sich zu trennen und zu hoffen, dann wäre alles ok ist wie das vollggeschnäuzte Taschentuch in den Mülleimer werfen in der Hoffnung dass dann die Grippe vorbei ist.
Die Grippe, darum geht es.
Liebe Grüße
Kaleu