Beiträge von Kaleu

    Hallo allerseits,

    jemand aus unserer SHG ist zur Zeit in der LZT. Ein Anderer aus unserer SHG war ihn neulich besuchen und erzählte von einigen Neuerungen in dieser Klinik.

    So werden - wohlgemerkt - ausgewählte Patienten in einen Laden geschickt um sich völlig legal, also abgesegnet von der Klinik, eine Flasche ihres Lieblingsfusels zu kaufen. Anschliessend dürfen sie völlig allein den Abend und die Nacht auf dem Zimmer verbringen. Gemütlich, allein, mit Fernseher und eben jener Flasche Fusel. Es ist ihnen auch gestattet den Schnaps zu tinken. Wenn sie wollen auch vollständig, je nach Lust und Laune ohne aus der LZT zu fliegen. Anschliessend soll das was dann geschieht natürlich therapeutisch aufgearbeitet werden.

    Jetzt lässt mich das nicht mehr los und ich frage mich tatsächlich - welchen Nutzen soll das haben und was soll das tatsächlich bringen? Konfrontation mag ja bei einer Flugangst oder Spinnenphobie Sinn machen, aber das hier?

    Ich hab mich da mal ernsthaft reinversetzt. Was würde ich tun, wie würde es mir gehen? Zuerst mal würde es mir allein schon beim Kauf des Fusels echt mies gehen. Ich hab einen innerern Widerstand aufgebaut Alkohol zu kaufen über den ich eigentlich glücklich bin da er für mich hilfreich ist. Diesen Widerstand müsste ich schon beim Kauf brechen. Allein das halte ich schon für schädlich.
    Dann der Abend mit der Flasche Fusel im Zimmer. Ich würde ihn aller Wahrscheinlichkeit nach nicht trinken. Aber der Abend wär ziemlich unangenehm für mich. Einer der Gründe warum ich den Alkohol nicht trinken würde, wäre unter anderem, dass ich keine Lust auf das anschliessende Gelaber der Ärzte bzw. Therpauten bei der anschliessenden Aufarbeitung der Geschehenisse hätte. Ich würde also den Abend vermutlich zwar trocken aber auch mit einem enormen inneren Zwiespalt und Druck verbringen. Ob dieser Druck sich in Saufdruck verwandeln und ich letzten Endes doch trinken würde vermag ich nicht zu 100% vorherzusagen.

    Das was mich tatsächlich beschäftigt, was soll das bringen? In meinen Augen bringt das dem Alkoholiker überhaupt nichts sondern lediglich dem Therapeuten. Das Ganze ist sowas von gestellt, dass das Ergebnis nichts aussagen würde, was im Leben und Alltag des Alkoholikers überhaupt eine Rolle spielt. Welcher Alkoholiker der wirklich trocken bleiben will, setzt sich denn bewusst und mit voller Absicht einem solchen Risiko aus? Egal ob der Alkoholiker in diesem Versuch nun trinkt oder nicht, bedeutet das noch lange nicht, dass er sich später in seinem Leben genauso verhalten würde. In diesem speziellen Fall kommt ausserdem noch dazu, dass dem Alkoholiker ja bewusst ist, dass er zwar darf, aber unter Beobachtung steht und es anschliessend rechtfertigen muss.

    In meinen Augen ist das wie ein völlig nutzloser und zudem gefährlicher Laborrattenversuch in dem der Alkoholiker die Ratte ist und der Therapeut der Laborant.

    Was meint ihr dazu?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo nochmal,

    ja, mag Linde in diesem Punkt unbedingt nochmal Recht geben. Schritt für Schritt und eins nach dem Anderen. Auch wenn es viele Punkte sind, die Dich bewegen. Wirklich was angehen kannst Du erst wenn der Kopf wieder frei ist. Zugedröhnt kommt nur Unsinn raus. Deswegen sollte für Dich das Trockenwerden und Trockenbleiben erstmal im Vordergrund stehen, denn das ist die Basis auf die Du anschliessend aufbauen kannst.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Vince,

    Eltern halt...
    Unverständnis auf ganzer Linie. Das wird eine Weile dauern bis Du diese Schuldgefühle los wirst. Tu das was Dir gut tut. Du bist ja clever genug um zu wissen, dass ein Realitätsverlust erst dann eintritt, wenn man das wahre Leben dem Hobby unterordnet. Hab ruhig 'n bisschen Selbstvertrauen selbst einschätzen zu können was Dir einfach nur gut tut und was ein problem werden könnte.

    Im Übrigen kenn ich so gut wie keinen Eierkopf der nicht auf Fantasy und/oder Science Fiction steht. Die beste Gelegenheit um mal abzuschalten um sich mal nicht mit den dauernden Gedanken die in einem kreisen rumschlagen zu müssen. Da kann man einfach mal jemand sein der man im wahren Leben nicht sein kann, Daran ist nichts Verwerfliches oder Gefährliches oder Verbotenes. Freu Dich, dass Du Dir Deine Phantasie bewahren konntest. Sie wird Dir noch gute Dienste leisten.

    Übrigens, es bedarf nicht des Alkoholismus um verstanden zu werden, es bedarf Gleichgesinnter die ein Interesse an Dir haben. Manche werden das an Dir als gesamten Menschen haben. Der Partner zum Beispiel. Aber es wird immer Teilbereiche geben in denen es Gleichgesinnter bedarf damit man Dich versteht. Zu erwarten, dass Jeder Verständnis für das Alkoholproblem aufbringen kann ist vermessen. Genauso wie jemand mit einem IQ von 100 nicht nachvollziehen kann, dass es ein Fluch sein kann wenn man einen IQ von 167 hat. Das heisst gar nicht, dass das eine gut wäre oder das Andere schlecht, sondern einfach nur, dass wirkliches Verständnis nunmal vor allem bei Gleichgesinnten die ähnliche Ziele verfolgen vorhanden ist. Die Kunst ist es sich ein Netzwerk aufzubauen so dass man in der Lage ist gesund seinen Bedürfnissen nachgehen zu können.

    Das Bescheuertste aber ist diesem "Du musst dies, Du musst das" nachzugehen. Erstmal ist es wichtig rauszukriegen, wer bin ich, was möchte ich, was tut mir gut. Wenn man da den Bogen mit der Zeit rauskriegt braucht man nichts mehr mit Süchten zu kompensieren.

    Die meisste Hilfe bekommst Du dort wo man Dich versteht und wo man gesund miteinander umgeht. Sicher ist es nicht hilfreich, sich Rollenspielern anzuschliessen die 24 Stunden am tag vor der Kiste sitzen, das wäre einfach nur wieder Realitätsflucht. Aber eine gute Rollenspielgruppe mit der man 2 Mal die Woche auf Monsterhatz geht kann sehr entspannend sein. Was den Alkoholismus angeht erfähsrt Du in Selbsthilfegruppen, online oder auch in echten Selbsthilfegruppen am Besten wie Du damit umgehen kannst. Und was Deine chronisch unterforderten grauen Zellen angeht, da such Dir ein paar Eierköpfe. Du wirst Dich wundern wie viel verständnis man finden kann wenn man für das richtige Thema die richtigen Ansprechpartner auswählt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Vince,

    zuerst mal Willkommen und meinen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung.
    Dass chronische Unterforderung in Depression, Einsamkeit und Sucht führt ist gar nicht so ungewöhnlich und ich kann das gut verstehen. Bei 167 stell ich mir das sehr extrem vor.
    Das Wichtigste ist jetzt erstmal die Trockenarbeit. Hier im Forum wirst Du eine Menge dazu erfahren. Das sollte ganz oben auf der Liste stehen. Um eine zufriedene trockenheit und ein zufriedenes Leben zu finden kommt noch einiges mehr auf Dich zu. Nämlich die Ursachenbearbeitung.

    Informier Dich mal über den Verein "Mensa" der in Deutschland leider nur wenig bekannt ist. Ab einem IQ von 130 kann man Mitglied werden. Hier triffst Du auf Gleichgesinnte die die sich gegenseitig stützen und kannst so Erfahrungen austauschen und erhälst auch viele Tips wie Du Deine Ressourcen für Dich nutzen kannst. Hier finden sich schnell ungeahnte Möglichkeiten von denen man vorher nicht mal wusste, dass es sie gibt.

    Ich finds jedenfalls Klasse, dass Du so frühzeitig für Dich erkannt hast, wo die Probleme liegen. Du bist 20 und hast alles noch vor Dir. Wenn Du aktiv handelst, kannst Du das Ruder jetzt rumreissen und in ein zufriedenes und vor allem trockenes Leben starten.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebes Murmeltier,

    ich finde es gar keine Themenverfehlung. Es geht für uns alle um ein zufriedenes trockenes Leben!
    Also gehört es dazu über die Trockenheit zu reden und sich damit zu beschäftigen und es gehört dazu über die Dinge zu reden die einem gut tun, die einem Freude machen, die einem das leben lebenswert machen. Als Teefan kann ich Deine Begeisterung über den Samowar nachvollziehen. Und um ehrlich zu sein, freue ich mich, dass Du davon geschrieben hast. Da hast Du mir nämlich einen echten Anstoss gegeben. Das wär eine tolle Idee für mich und ich werd mir da mal was ansehen. Ich glaube so einen besorg ich mir auch, bin ich noch gar nicht drauf gekommen.

    Übrigens, bei Deinem Lebensgefährten steht wohl tatsächlich Handeln auf dem Programm. Trinkangebote von ihm an Dich sind ja wohl der Gipfel der Rücksichtslosigkeit! :shock:

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Violet,

    ja, das kann ich gut verstehen. Ich finde aber, dass das nichts ist wofür Du Dich schämen müsstest. Es ist nunmal passiert. Scham und Schludgefühle wegen des Alkoholismus kennen wir sicher alle und auch ich nehme mich da gar nicht aus. Mir hat es geholfen und mir ist es sehr wichtig geworden offen damit umzugehen. Natürlich gehe ich nicht zu jedem x-beliebigen Menschen und erzähl ihm meine Geschichte. Aber wenn ich mit jemandem über meinen Alkoholismus rede, dann offen und mittlerweile ohne Scham und Schuldgefühle. Ich hab gesoffen. Und das war nichts worauf ich stolz bin. Aber es ist nunmal so und das kann ich nicht rückgängig machen. Scham und Schuldgefühle würden mir erschweren nach vorne zu sehen und mich auf mein trockenes Leben zu konzentrieren.

    Menschen sind nunmal Menschen. Menschen sind mal schwach, mal überfordert. Mal machen sie Fehler. Viel wichtiger als das ist es, seine Fehler zu erkennen und sich aktiv zu bemühen dafür zu sorgen, dass einem das so nicht mehr passiert. Und das tust Du ja. Darauf kannst Du sehr stolz sein. Allein erziehend ist schon eine beachtliche Aufgabe. Ich kann das nachvollziehen. Dann der Schlag, dass Dein Partner Euch in dem Augenblick im Stich lässt in dem ihr ihn am Nötigsten gebraucht hättet. Jeden hätte das umgehauen. Dennoch bist Du selbst wieder aus diesem Teufelskreis ausgebrochen und das bevor wirklich alles ernsthaft zusammenbricht. Das ist etwas worauf Du stolz sein kannst. Wie viele trinken einfach weiter? Bleiben freiwillig in diesem teufelskreis weil sie den Schritt heraus nicht wagen wollen? Du bist doch schon aus diesem Teufelskreis raus und Du tust alles dafür, da nicht wieder reinzurutschen.
    Dein kleiner Wichtel kann stolz sein, eine so verantwortungsbewusste Mama zu haben. :D

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Violet,

    schön, dass Du hierher gefunden hast.
    Da hast Du ja einiges hinter Dir und es dennoch geschafft wieder in ein trockenes Leben zu finden. Das finde ich schön, besonders weil ich das Gefühl kenne wie es ist alleinerziehend zu sein und plötzlich allein da zu stehen. Der zusätzliche Druck für ein Kind alleine da sein zu müssen, selbst wenn man es gerne tut, kann enorm sein und sich dann aus dem Alkoholismus befreien ist gar nicht so einfach. Kids können hier Hoffnung, halt und Ziel sein aber der damit zusammenhängende Druck auch blockieren.

    Du kannst sehr stolz auf Dich sein das Richtige getan zu haben.

    Mir ist eine Kleinigkeit aufgefallen, Du hast geschrieben

    ...man hat so viele Gründe nicht aufzuhören...
    ...der Spiegel wurde gehalten...

    wenn es um Dich und den Alkohol ging. Sehr unpersönlich, weit weg. War das jetzt einfach Zufall oder steckt da selbst nach all der Zeit immer noch so viel Scham in Dir, dass Du getrunken hast?

    Ich frag einfach mal gerade raus. :)

    Liebe Grüße & eine schöne Zeit

    Kaleu

    Hallo TooShy,

    Willkommen in der komplexen Welt der Therapie ;)

    Zuerst mal wird für Dich wichtig sein, ob Du Selbstzahler bist oder ob Du bei Deiner Krankenkasse beantragen möchtest, dass diese für die Therapie aufkommt. Als Selbstzahler hast Du grundsätzlich die gesamte Auswahl und kannst jede beliebige Therapiform wählen. Als Kassenzahler kannst Du nur zu einem Kassenzugelassenen Therpeuten gehen. Kassenzugelassen sind im Regelfall nur Dipl. Psychotherpeuten, Dipl. Psychologen, Psychiater und Ärzte mit psychotherpeutischer Zusatzausbildung. Als Sebstzahler hast Du zusätzlich die Möglichkeit zu Heilpraktikern mit psychtherapeutischer Ausbildung zu gehen.
    Als nächstes wären da die Therpieformen. Kassenzugelassen sind nur 3, Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Psychoanalyse. Tiefnpsychologie und Psychoanlyse geht vor allem in die Vergangenheit. Altlasten aus Kindheit und Leben werden offen gelegt und bearbeitet, so werden Ursachen für Phobien etc. gefunden und beseitigt und so auch die Ängste entschärft.
    Verhaltenstherapie geht weniger in die Vergangenheit sondern beschäftigt sich vor allem mit dem Jetzt und Hier, wie kann ich lernen konstruktiver mit meinen Ängsten umzugehen. Solche Dinge.
    Als Selbstzahler gibt es dann noch jede Menge anderer Therapieformen, Gesprächstherapie, Gestaltherpie und und und.

    Die meissten Therapeuten haben aber sowohl eine Ausbildung im Bereich der Verhaltenstherapie wie auch der Tiefenpsychologie und arbeiten indem sie einfach beide Therapieformen kombinieren. So wird Vergangenheitsbearbeitung als auch das lernen konstruktiver Umgehensweisen zeitgleich vorgenommen.

    Bei einer sozialen Phobie handelt es sich um eine eher allgemeine Störung für die es nicht zwingend eine spezielle Therapieform bedarf, Du kannst Dich da relativ frei bewegen. Viel wichtiger als die Therapieform ist das Vertrauensverhältnis zum Therapeuten. Auch als Kassenzahler wird Dir ermöglicht, Probesitzungen zu machen. Davon solltest Du unbedingt Gebrauch machen. Probier ruhig ein paar Therpaeuten aus, der bei dem Du Dich wohl fühlst und gut aufgehoben fühlst, bei dem machst Du dann die Therpaie. Im Bezug auf kassenanträge etc. wird Dich der Therpapeut ebenfalls beraten und unterstützen.

    Ein guter Anfang sind Therpaeutenverzeichnisse im Internet. Dort stehen die angebotenen Therpaieformen dabei sowie ob eine Kassenzulassung vorhanden ist. Dann einfach Termin für Probesitzung machen und 2 oder 3 Mal hingehen und dann entscheiden. Bei Nichtgefallen, gleich zum nächsten.

    Jede Therapie bei dem das Vertrauensverhältnis zum Therapeuten nicht aufgebaut werden kann ist nutzlos und einfach nur verschwendete Zeit.

    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Lieber Vitale,

    schön, dass Du hergefunden und diesen Entschluss gefunden hast. Der erste Schritt ist die Erkenntnis etwas ändern zu wollen, das hast Du getan, Du bist hier. Ich freu mich für Dich :)


    Zitat


    bin auch ein Alkoholiker! Und ich will es nicht mehr sein!

    Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker. Da beisst die Maus kein Faden ab. Diese Einsicht war für mich überhaupt das Wichtigste. Ist aber weder erschreckend noch beängstigend. Ich habe es nämlich in der Hand zu entscheiden ob ich trockener oder nasser Alkoholiker sein will. Und als trockener Alkoholiker dominiert der Alkohol mein Leben nicht mehr. Alkoholiker bleiben werde ich dennoch für immer. Mich stört es nimmer, es ist so eine Art Teil von mir.

    Zitat

    Der Alkohol hat sich schleichend bei mir eingenistet.

    Kenn ich.

    Zitat

    Er hat sich als guter Freund verkauft, der einem hilft Dinge zu vergessen, die Laune merklich zu steigern, Ängste zu überwinden oder einem einfach ein tolles Gefühl beschert.

    Kenn ich auch.

    Zitat

    Wie oft habe ich am nächsten Morgen stundenlang geduscht und mir geschworen keinen Tropfen Alkohol mehr anzurühren.

    Und wie ich das kenne.

    Zitat

    Nach drei Tagen war sie wieder da, die Stimme von meinem guten, alten Freund: „Hey, dass hast du heute wieder spitzenmäßig gemacht! Hol dir doch zur Belohnung eine Flasche von deinem Lieblingswein!“. Gute Idee!

    Und auch das. Und Zack - auf geht's zur nächsten Runde. Ich steckte in dem gleichen Kreislauf. Erst als ich ihn verstanden habe, mich verstanden habe, mir Informationen und Hilfe suchte, erst da war es mir möglich diesen Kreislauf zu verlassen.
    Wie Du schon bemerkt hast, Alkoholiker gibt es überall. Das Bild vom trinker der Morgens vor dem Supermarkt auf das Öffnen der Türen wartet ist längst überholt. Alkoholismus findet hinter verschlossener Tür statt. Aber trotzdem ist es immer sehr ähnlich.
    Vielleicht magst Du irgendwann in eine reale SHG gehen, mir hilft das bis heute sehr und es macht Spass. Wirklich faszinierend bin ich bis heute wenn einer seine geschichte erzählt und Du sehen kannst wie 20 Andere während des Erzählens einfach stumm nicken weil jeder genau weiss wovon man redet.


    Zitat

    Gott sei Dank, bin ich dem hochprozentigen Fusel stets aus dem Wege gegangen.

    Das heisst gar nichts. Das gleicht man irgendwann über die Menge aus. Gesunden Alkohol gibt es nicht.


    Zitat

    Obwohl, vor einer SHG habe ich wirklich Muffensausen.

    Hatte ich auch. Aber wer sitzt da wohl drin? Du, ich und alle Anderen die genau das Gleiche mitgemacht haben. Wenn es jemanden gibt der versteht, dann die in der SHG. Muffensausen hatte ich genauso, aber mehr vor dem eigenen Eingeständnis. Jetzt bin ich einfach nur dankbar, dass ich diesen Schritt gemacht habe.

    Zitat

    Ich bin kein Mensch der gerne vor anderen Menschen spricht und erst recht nicht über seine Unzulänglichkeiten.

    Brauchst Du nicht, Du kannst Dich hinsetzen und einfach zuhören wenn Du das willst. Das Reden kommt von ganz allein mit der zeit wenn Du Vertrauen gefasst hast und erkennst, dass die Anderen genauso einen haufen Mist am Bein haben wie jeder Andere auch.

    Bei mir war's umgekehrt. Reden konnt ich schon immer gut. Ich kann in meiner SHG zuhören lernen. Viel wichtiger für mich.

    Zitat

    Aber es wird wohl notwendig sein, wenn ich dauerhaft mein Leben verändern möchte – zum Wohle meiner Familie.

    Wie wär's erstmal zu Deinem Wohle? Für Dich? Für Dein leben? Wie klingt das? Deine Familie hat dann automatisch auch was davon, aber primär sollte diese Entscheidung von Dir für Dich getroffen werden.

    Nochmal Herzlich Willkommen und meinen Glückwunsch für diese Entscheidung.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebes Murmeltier,

    ich kann Deine Wut und Deinen Frust gut nachvollziehen, auch die Fragen die Du Dir stellst. Dein lebensgefährte scheint sich ja wirklich herlich wenig zu interessieren. Ihm fehlt wohl auch das Verständnis um die tatsächliche Krankheit. Aussagen wie die von ihm gemachten wären auch für mich ein absolutes NoGo und ich wäre genauso entrüstet.
    Hier fehlt wirklich dauerhaftes Verständnis und auch das Interesse an Dir. Das frustriert.

    Jemand bei uns in der SHG sagt in solchen Fällen gerne "Wohl eher Lebensgefahr als Lebensgefährte" - auch wenn das eher scherzhaft gemeint ist, so wohnt dem dennoch etwas Wahrheit inne.

    Ich würde in einer ruhigen Minute nochmal das Gespräch mit ihm suchen und ihm das Ganze so schildern, wie Du es uns hier geschildert hast. Bringt das nichts oder stößt Du auf taube Ohren, so würde ich ein paar Konsequenzen daraus ziehen. Es muss ja nicht auf eine trennung hinauslaufen. Aber wenn Dir der Alltag so wie er jetzt läuft nicht zusagt - was spräche dagegen, wenn Du Dich für eine Weile vollständig aus diesem Alltag zurückziehst? Die Möglichkeit hast Du allein schon durch die eigene Wohnung.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Missi,

    speziell für EKAs fand ich "Um die Kindheit betrogen" sehr schön. Es ist etwas softer und stürzt einen nicht gleich in Depressionen, ist zugleich aber gut geschrieben und enthält eine Handvoll alltagstauglicher Strategien. Ein Allheilmittel ist es aber nicht, mehr so eine Art vorsichtiger Einstieg. Es beschäftigt sich vor allem mit dem EKA selbst, weniger mit der gesamten Familie.

    Wirkliche Klasse und sehr detailliert und wohl noch immer das Beste zum Thema fand ich "Familienkrankheit Alkoholismus". Es ist etwas schwerer zu verköstigen wenn man den nötgen Abstand zum Thema noch nicht finden kann. Dann kann es einen ganz schön runterziehen. Andererseits beleuchtet es wirklich alle Seiten und ist herzerfrischend ehrlich. Für mich persönlich eins der besten Bücher zum Thema was es gibt.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebes Murmeltier,

    Deine letzte Nachricht war doch schon viel genauer. Vor allem schreibst Du mal über Gefühle. Es ist doch völlig normal, dass es Dich wütend macht.

    Wenn Du mich fragst, ich halte das verhalten Deines Mannes schon für ziemlich frech. Ein wenig mehr Rücksichtnahme hielte ich da für angebracht. Wie Du schon sagst, Du erwartest ja nicht, dass die Welt sich um Dich dreht, aber dennoch sollte Dein Partner Rücksicht auf Dich nehmen. Das ist eine normale und vor allem gesunde Erwartung.

    Selbst wenn wir den Alkohol aus dem Spiel lassen würden, wäre es nicht ok, wenn Dein Mann einfach so ohne Ankündigung mit Freunden anrückt und überhaupt keine Rücksicht auf Deine Wünsche nimmt während Du sehen musst wo Du bleibst.

    Warum schmeisst Du eigentlich beide Haushalte? Bist Du sein Hausmädchen? Ich sage das mit Absicht provokant. Der kann doch seinen Haushalt alleine schmeissen! Das ist ja nun wohl nicht Dein Problem!

    Übrigens, das was ich gestern geschrieben hatte, diente nicht dazu Dich zu verärgern. Ich wollte auch nicht sagen, dass es irgendwas gäbe, was Du nicht hier im Forum schreiben dürftest. Das ist doch dafür da, dass ich jeder mit seinen Sorgen irgendwohin wenden kann. Nur lösen lässt sich das hier nicht. Hier wäre echt ein ernstes Gespräch mit Deinem Lebensgefährten angebracht. Steht Dir da was im Weg? Das können auch Gefühle sein.

    Liebe Grüße & viel Kraft

    Kaleu

    Liebe Missi,

    Zitat von Missi

    Das machts für mich schwieriger, weil ich nicht sagen kann: Sie is eh ne miese Mutter, also soll sie bleiben wo der Pfeffer wächst.

    Das widerum wäre Ignorranz. Es ist und bleibt Familie. Und Menschen die einem was bedeuten, bedeuten einem nun mal was. Das ist auch ganz richtig und wichtig so. Ignorranz führt nur in Gefühlskälte und Abstumpfung und ich finde, damit tut man sich auch keinen Gefallen.
    Das vollständige Ignorrieren eines anderen Menschen sehe ich nur als allerletzte Möglichkeit an, wenn alle Anderen Wege der Verständigung und des Selbstschutzes ausgereizt sind und nicht mehr helfen.

    Das tatsächlich schwierige ist es eine gesunde Mitte zu finden. In diesem Fall ein für Dich gesunde Mitte. Denn um Dich geht es, nicht um Deine Mum!

    Wenn Du ihr helfen willst, sie unterstützen möchtest, so kannst Du das tun. Zeig ihr Möglichkeiten auf die sie nutzen kann. Selbsthilfegruppe, Entgiftung, Therapie, Ärzte. Die Aufgabe diese Möglichkeiten zu nutzen liegt aber nicht bei Dir sondern bei Deiner Mum. Wenn sie ihr Leben weiter ruinieren möchte, so ist das ihre Entscheidung. DU kannst ihr durchaus sagen, was Du davon hälst. Du kannst ihr auch sagen, dass es Dir weh tut sie so zu sehen. Dennoch ist es weder Deine Schuld noch Deine Verantwortung was sie letzten Endes daraus macht.

    Jeder darf Jedem die Hand ausstrecken und ihm Hilfe anbieten. Diese Hand anzunehmen oder auszuschlagen liegt aber bei dem Gegenüber und wie immer er sich entscheidet muss diese Verantwortung bei ihm bleiben dürfen.

    Klar ist es schwierig wenn man emotional da drin steckt die Grenzen zu finden. Um so wichtiger ist es, dass Du für Dich selbst die entsprechende Distanz aufbaust. Nur dann kannst Du auch ein wenig klarer sehen.

    Dafür musst Du nicht unbedingt Distanz zu Deiner Mutter aufbauen. Aber dennoch Distanz zu den Problemen Deiner Mutter. Es sind ihre Probleme.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Missi,

    also wenn Du mich fragst, ich finde das gar nicht naiv von Dir. Vergiss nicht, dass Du das so Dein Leben lang lernen musstest. Mit Naivität hat das nichts zu tun.

    Acuh wenn ich sehr direkt und auch mit etwas harten Worten geantwortet habe, ging es mir nicht darum irgendetwas zu bewerten, sondern Dir ersichtlich zu machen, wie verstrickt Du in diese ganze verfahrene Kiste bereits bist und wie sehr das Selbst dabei verloren geht. So verschwimmen sehr schnell die Grenzen zwischen dem Ich (in diesem Fall also Du selbst) und dem Du (also Deine Mum).

    Ich kann sehr gut verstehen, dass es Dir nicht leicht fällt diese Grenzen zu finden, weil Du sie ja nie definieren durftest. Die Probleme und Verantwortlichkeiten Deiner Mum wurden ja auf Dich abgewälzt und als Du Dich noch nicht davor schützen konntest, warst Du gezwungen sie anzunehmen.

    heute ist es anders. heute bist Du erwachsen und kannst Dich davor schützen. Dafür ist wichtig zu erkennen, wo denn nun die Grenzen eigentlich sind. Dass Dich das beschäftigt, sieht man am Besten an der Frage. Die hast Du ja nicht aus Langeweile gestellt. Nicht zu wissen was denn nun "normal" oder "gesund" ist, ist nicht naiv. Du hast es doch nie lernen dürfen. Ich finde es sehr gut, dass Du diese Fragen stellst, es zeigt, dass Du Dich um Dich selbst kümmern möchtest. Da gibt es keine dummen Fragen.

    Ich hoffe, dass Du mir nicht böse dafür bist, wenn ich mit solchen direkten und klaren Worten geantwortet habe. Das war in keiner Weise wertend gemeint, sondern ich versuchte es so transparent und deutlich wie nur möglich hervorzugheben wo denn die eigentliche Grenze zwischen Deinen Verantwortlichkeiten und denen Deiner Mum verläuft.

    Am einfachsten zu finden sind diese über das Personalpronomen.

    Ihr Leben!
    Ihr Job!
    Ihr Suff!

    Liebe Grüße & viel Kraft

    Kaleu

    Liebes Murmeltier,

    Zitat von murmeltier


    Aber es ist für mich auch in Ordnung wenn du der Ansicht bist, dass dieses Forum ausschließlich starke Persönlichkeiten zeichnen soll, die ihre Sucht quasi aus dem Handgelenk lösen

    Was bringt Dich zu der Überzeugung, dass dies meine Ansicht wäre?

    Zu dem Rest äußer ich mich nicht, ich möchte mich nicht auf Streitereien einlassen die Niemandem helfen. Mein Ansinnen war Dir einen Denkanstoß zu liefern nicht Dich anzugreifen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Missi,

    allein die Frage - Wie weit darf Nicht-Hilfe gehen ist schon völlig verkehrt herum. Die Frage sollte viel mehr lauten, was ist Hilfe und was ist ein "Abnehmen der eigenen Verantwortung?"

    Zitat

    Der letzt Rückfall ... war so schlimm für mich

    Hier geht es schon los. Es ist doch ihr Rückfall. Und er war schlimm für Dich? Ich verstehe gut, was Du damit ausdrücken möchtest, dennoch lädst Du etwas auf Dich was nicht Deins ist.

    Zitat

    Nun bin ich soweit, dass ich echt nicht mehr will.

    Das wäre ein Anfang. Bist Du wirklich so weit? Oder ist es im Augenblick nur die momentan verspürte Wut? Es wäre schön, wenn Du soweit bist, dass Du Dich wirklich abgrenzen willst.

    Zitat

    Kann man einfach nen Krankenwagne holen?

    Ja! Schlicht und einfach Ja.
    Wenn sie sich in's Koma säuft ist das ihre Sache. Hilfeleistung wäre dann noch die Verständigung von Notärzten im Falle eines akuten Bewusstlosigkeitsbesäufnis vor Deiner Haustür. Alles Andere soll nicht Dein Problem sein.

    Zitat

    Ich hab echt Angst, dass mir das meinen ganzen Urlaub versaut....ist das egoistisch?

    Hier gilt es zu trennen.
    1. Ja, es ist Egoismus, gesunder Egoismus.
    2. Wie soll Deine Mum Deinen Urlaub versauen? Fährt sie mit?

    Knallhart gesagt, wenn Du im Urlaub bist wird sie auch nicht anders saufen als wie wenn Du zu Hause bleibst. Also kannst Du auch in den Urlaub fahren.

    Zitat

    Letzhin hat sie mir sogar gesagt, dass sie wohl bis jetzt immer zu weich gefallen ist

    Deine Mum hat vielleicht in einem lichten Moment tatsächlich schon meh verstanden als Dir bewusst ist. Also leg ihr doch nicht dauernd ein Kissen unter wenn sie sich selber runterzieht.

    Zitat

    aber man kann ja nicht risikieren, dass sie ihren job und alles verliert.

    In diesem Satz steckt wohl so ziemlich das gesamte EKA und Co Verhalten in voller Bandbreite.

    Was heisst man? Du meinst Du kannst nicht riskieren, dass Deine Mum ihren Job verliert? Wie alt ist Deine Mum? 12?
    Wenn sie ihren Job riskiert, lass sie doch ihren Job riskieren. Misch Dich nicht in anderer Leute Leben ein!

    Auch das Recht auf eine gescheiterte Existenz ist unantastbar!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebes Murmeltier,

    eigentlich spielt's überhaupt keine Rolle, womit Du nun umgehen kannst oder nicht, was Dich stört oder nicht, was Du für gefährlich empfindest oder nicht.
    Ich zum beispiel hab kein Problem damit wenn ich mit jemandem zusammensitze und er/sie bspw. ein Glas Wein trinkt während zeitgleich bei mir in der Wohnung Alkohol nicht erlaubt ist, egal für wen.
    Jeder muss hier seinen eigenen grenzen finden und auch selbst schützen.

    Letzteres tust Du nicht. Denn sonst würdest Du es mit Deinem Mann besprechen, nicht im Forum! Fakt is, Dich stört es wie bei Dir in der Wohnung bzw. im Haus mit Alkohol umgegangen wird. Fakt ist aber auch, dass Du das Thema nicht ansprichst. Warum nicht?

    Ich hab noch nie davon gehört, dass familiäre Unstimmigkeiten über Dritte gelöst wurden...

    Es geht gar nicht so um den Alkohol. Es geht darum, dass Du Deine Grenzen nicht ziehst und schützt.

    Zitat

    Ich habe mich schließlich durchsetzen können

    versus

    Zitat

    Ich bin dann quasi gezwungen in meiner eigenen Wohnung/meinem Garten die Flucht zu ergreifen


    und...:

    Zitat

    doch sie ist sich der Gefahr eines Rückfalls nicht bewußt.

    versus

    Zitat

    Ich habe auch kein Problem wenn mein Partner mit seinen Jungs einen alkoholischen Abend verbringen will

    Was denn nun? Hast Du nun ein Problem oder nicht? Ein bisschen hast Du ein Problem, ein bisschen auch nicht. Einn bisschen hiervon, ein bisschen davon. ;)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Murmeltier,

    so richtig verstehe ich das Wort "einschleichen" in diesem Zusammenhang nicht. Wie kann sich denn etwas in Deinen Alltag einschleichen, was Du da nicht haben willst?

    Ist es Dein Leben was Du lebst oder ordnest Du Dich dem Leben und Gewohnheiten Anderer unter? Ist Dir Dein Leben und Deine Trockenheit wirklich so wenig wert, dass Du Dich darauf verlässt, dass schon alles gut gehen wird?

    Zitat

    meine Familie ist zwar stolz auf meine Trockenheit, doch sie ist sich der Gefahr eines Rückfalls nicht bewußt.

    Ist es Aufgabe Deiner Familie dafür zu sorgen, dass Du trocken bleibst? Wenn Du die Gefahr eines Rückfalls selbst erkennt hast, warum kommunizierst Du das Deiner familie nicht sondern erwartest statt dessen, dass sie sich von allein so verhalten wie es Dir besser entsprechen würden? Hast doch'n Mund, oder?

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Ahoi liebe Martha,

    alles im grünen Bereich! Der Herr Kaleu hat nur gerde einen etwas vollgepackten Zeitplan und die wenige verbleibende Zeit nutze ich um mal ein paar Minuten länger unter der Dusche zu stehen oder ein Tässchen Tee zu schlürfen, also für mich. Bleibt im Augenblick nicht viel Zeit für's Logbuch.
    Aber mir geht es gut und ich stehe aufrecht und bin in meiner Mitte.

    Danke für die lieben Wünsche. Dir wünsche ich auch ein wunderschönes sonniges Wochenende und allen anderen natürlich auch.

    Viele Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo,

    ich sehe das genauso wie Du Hartmut. Allein das Wort Ehrenrunde in diesem Bezug finde ich nicht nur makaber, sondern einen völlig falschen Umgang.

    Wie Du schon sagst, wenn ich gleich im Vorfeld den Rückfall mit einbaue bin ich nicht auf dem Weg trocken zu werden und auch gar nicht überzeugt davon trocken leben zu wollen.

    Natürlich muss man sich im Vorfeld mit einem möglichen Rückfall auseinandersetzen - aber nicht im bezug darauf ihn einzuplanen, sondern bereits im Vorfeld zumindest alles ersichtliche unternehmen um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Sei es indem man das eigene Verhalten reflektiert oder auch einfach mal einen alten hasen fragt wie man einen Rückfall vermeiden kann und wo eventuelle Gefahren liegen könnten, an die man selbst noch gar nicht denkt.

    Wer seine Sucht und seine Trockenarbeit wirklich ernst nimmt, weil er verstanden hat und sich ernsthaft für ein trockenes Leben entscheidet, dem wird das meiner Meinung nach auch von alleine sehr wichtig.

    Ich bin nunmal Alkoholiker und das gehört zu mir so wie ich braune Haare habe. Die werden vielleicht mal grau oder fallen aus, aber Alkoholiker werde ich trotzdem dann immer noch sein. Schlicht und einfach weil ich mi diesem Zeug nicht umgehen kann. Ich brauche keinen Rückfall um das zu wissen, denn ich hab doch selbst gesoffen, ich hab's selbst erlebt. Ich brauche keinen Rückfall um mir zu bestätigen was ich auch so weiß.

    Das wäre wie 20 Mal auf die heisse Herdplatte fassen, sich die Finger zu verbrennen und es trotzdem nochmal ein 21 Mal zu tun um auch ganz sicher zu gehen, ob man sich wirklich verbrennt. Dabei müsste man nur über die 20 vorhergehenden Male mal nachdenken.

    Liebe Grüße

    Kaleu