Ich hab das übrigens nicht als Kritik gemeint oder so. Ich find es ehrlich gesagt nicht mal schlecht, wenn Du Dir für Dich eine - wenn ich nicht mehr kann - hau ich ab - Sicherheit suchst. Das ist durchaus ein wichtiger Selbstschutz.
Ich bin nur einfach selbst für absolut klare Verhältnisse und das aufdröseln von Verantwortungen. Erst die volle Übernahme der eigenen Verantwortung und Abgabe von Fremdverantwortungen kann verfahrene Strukturen aufbrechen und letzten Endes verändern. Der Grund warum so eine Sosse so festgefahren ist, sind zum größten Teil die vermischten Verantwortungen und das reicht manchmal so tief, dass man das überhaupt nicht blickt. Ging mir auch so, ich erschreck mich heute noch manchmal wenn ich merke was ich da eigentlich alles gemacht habe.
Speziell für Deinen Fall, würde ich das verändern. Dahingehend, mich bei Deiner Tochter für das Angebot zu bedanken, aber ihr auch zu sagen, Du, das ist meine Sache. Ich freu mich über Dein Angebot.
Fertig.
Es geht mir dabei nichtmal darum, dass der Tochter zu liebe zu tun, sondern mir zu liebe. Meine Beziehung und wie ich mich in meiner Beziehung fühle ist meine Sache und meine Verantwortung. Fertig.
Das Damoklesschwert was da hängt ist nämlich eigentlich nur seins. Nur. Nichtmal Deins. Dein Job wäre zu lernen, dass es nicht Deins ist. Sondern das bei ihm zu lassen. In dem Moment, wo Du's bei Deiner Tochter hinhängst, hat die das an der Backe und Du nix gelernt, nur ausgewichen.
Wenn's dann echt brennt, würde ich in dem Moment handeln. Sprich, der säuft wieder? Okay. Ich hau ab. Mal die Tochter fragen. Somit hat die die Chance abzulehnen wenn es ihr gerade nicht passt. Ohne schlechtes gewissen haben zu müssen weil die ganze Zeit eine Absprache im Raum stand. Gut, macht nix. Dann geh ich halt in's Hotel.
Hilfe und Unterstützung suchen ist eine Sache. Aber die sollte nur dazu diesenen, letzten Endes selber einen selbständigen Umgang mit der Situation zu finden und zu lernen, nie dahin, sich darauf zu verlassen, dass einen schon jemand auffängt wenn man wieder mal abkackt.
Das führt nämlich letzten Endes dazu, Probleme zu ignorieren weil sie auf Dritte ausgelagert wurden. Man selbst braucht dann nicht mehr darunter leiden. Das nimmt wieder den Handlungs- und Veränderungsdruck und sorgt dafür, dass kranke Strukturen stabil bleiben.
Zitat
möchte das mein Leben so bleibt wie es im Moment ist. Kann doch nicht so schwer sein?
Dann klär das Thema mit Männe. Wenn Dir die Sicherheit fehlt, dass Du draussen einen Rettungsanker hast, steigt vielleicht auch Deine Motivation das Thema mal ernsthaft und vor allem konsequent anzusprechen.
Und da wäre eigentlich beim gegenwärtigen Stand nur zu sagen, hey, so wie's ist, find ich es super. Wenn Du wieder säufst, bin ich weg. Nicht nur ein Wochenende.