Beiträge von Kaleu

    Übrigens, den Ball, dass ich Verzweiflung nicht nachvollziehen könnte, mag ich gerne zurückspielen. Ich glaube nicht, daß Du weißt, was wirkliche Verzweiflung die in den Suizid treibt tatsächlich ist und wie es sich für einen Menschen anfühlen muss täglich aufzuwachen und sich über den Tag zu quälen immer im Bewusstsein, das ändert sich nicht und man findet keinen Ausweg mehr.

    Davon abgesehen habe ich hier von diesem einen Fall gesprochen der längst geschehen ist. Es ist schlicht und ergreifend nutzlos, bestenfalls problematisch sich daran die Schuld zu geben. Dieser mensch, wer immer das nun war, hat seinen Frieden mit der Welt gemacht.

    Florena hätte das nicht ändern können. Da ja nichtmal eine Suizidandrohung erfolgte. Wer sich ohne Suizidandrohung das Leben nimmt hat genau das vor!

    Nun liebe Mäuki,

    Du magst mir mein Mitgefühl absprechen, das ist Dein gutes Recht. Vielleicht bringe ich aber auch nur anderen Menschen den Respekt entgegen den sie verdient haben indem ich sie gehen lasse wenn sie gehen wollen und ihr Leben ihnen aussichtslos erscheint. Jeder Mensch hat dieses Recht und kein mensch hat das Recht irgendwem dieses Recht sein leben zu beenden zu verwehren nur weil er selbst den Schmerz des Abschieds nicht ertragen möchte.

    Ich pflichte Dir bei, dass Menschen Hilfe verdienen selbst wenn sie diese für unmöglich halten. Aber Menschen verdienen auch einen Ausweg wenn sie keinen mehr sehen und sollten nicht bleiben müssen, nur weil Menschen um sie herum zu feige sind sich mit den Gefühlen des Verlusts auseinanderzusetzen und Abschied zu nehmen.

    Alles was ich in diesem speziellen Fall erwähnt habe ist, dass es die Schuldfrage schlicht und einfach nicht gibt und es Niemandem hilft, sich selbst Schuld aufzuladen die nie existent war oder ist.

    Ganz speziell in diesem Fall ist es ausschliesslich desktruktiv sich nachträglich mit etwas zu belasten was man nie hätte ändern können und was auch nie die Aufgabe war.

    Aufgabe der Lebenden ist es zu leben - nicht endlos Leichen zu fleddern bis man selber geht.

    DU lädst Dir Schuld auf, die Du nicht hast. Wenn ich ehrlich bin möchte ich Dir dringend raten, das mit dem Grabbesuch und der Entschuldigung zu lassen. Denn jedes Mal wenn Du das tust, wiederholst Du das und lädst Dir wieder die Schuld auf die Du nicht hast. Gleiches gilt dann natürlich für xy denn auch hier scheint Dein Drang Dir Schuld aufzuladen doch enorm.

    Warum?

    Warum bist Du verantwortlich für das Leben von Menschen die es nicht wollen?

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    Das hat sehr, sehr lange an mir genagt. Ja, es war seine freie Entscheidung, aber unbestritten wäre er in dieser Nacht nicht gestorben wenn ich ihn ernster genommen hätte und ihn bei mir hätte schlafen lassen.

    Ja und? Dann hätte er sich eben eine Woche später umgebracht.

    Du kannst Menschen die nicht leben wollen nicht retten.

    Es geht nicht.

    Denn sie wollen nicht leben!

    Es gibt nichts wofür Du Dich bei ihm zu entschuldigen hättest. Nicht der Selbstmord war die freie Entscheidung, sondern das nicht Leben wollen. Das war seine freie Wahl.

    Du hättest es maximal verzögert aber nie geändert.

    Macht nix - Trauer ist okay, manchmal sehr wichtig. Und manchmal ist es gar nicht so wichtig nach dem Warum zu fragen, sondern einfach Trauer mal zuzulassen, ganz gleich wo die nun her kommt.

    Hui, was hab ich geflennt als sich immer mehr Blockaden lösten und so viel unverarbeitetes, geschlucktes, verbotenes, unerträgliches, verdrängtes nach oben kamen und raus wollten.

    Fühl Dich einfach mal verstanden und umarmt :)

    [quopte]Alles wäre schön und gut, wenn nicht diese Krankheit.[/quote]

    Du hast ein merkwürdiges Verständnis von schön und gut wenn ich das so lese wie es DIr so geht.

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    Ich denke an die Trennung sehr oft und gehe in eine Selbsthilfegruppe, es tut gut. Wir leben in der Miete und ich zahle. Ich möchte nicht raus mit dem Kind, finde es ungerecht.

    Also findest Du es besser, wenn Du Dich nicht trennst, Du am Rande des psychischen Zusammenbruchs stehst, Du leidest, Dein Kind leidet - aber Hauptsache es ist nicht ungerecht?

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    Was soll ich nun tun ?

    Das weisst Du doch besser als Jeder Andere.

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    Ich weiß wovor ich mich fürchte, das ist einfach. Wovor ich mich drücke, weiß ich teilweise und finde andere Teilstücke gerade heraus ... aber ich weiß nicht, was mich glücklich macht. Für das Glück scheint es in meinem Leben kein Muster zu geben, das ich reproduzieren kann. Ich hatte Erfolg und war unglücklich. Ich hatte nix und war glücklich. Und umgekehrt.

    Es gibt auch kein Rezept für's glücklich sein. Nichtmal für einen selbst. Obwohl das nicht ganz stimmt, irgendwann gibt es schon eins, aber das ist nicht im Sinne einer Anleitung zu verstehen. Eher im Sinne von Selbsterkenntnis.

    Erfolg und Glück werden zwar in unserer Gesellschaft gleichgesetzt, haben aber nichts miteinander zu tun. Erfolg ist jedenfalls kein Garant für Glück.

    Glück ist vor allem eins - eine Entscheidung.

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    Wow, jetzt ist mir gerade was eingefallen, was mir vielleicht keine Glückseligkeit, aber zumindest etwas Frieden geben würde: Ich hätte gern ein Zuhause.

    Das ist doch ein sehr guter Anfang. Man braucht sich nur Fragen stellen. Die Antworten kommen dann schon.

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    Ja, darin bin ich gut =0

    Im Panikmachen vor Schritt 2.746? Kenn ich. Mach ich heute zwar selten, aber passiert mir dennoch immer malwieder. Ist einfach nur albern. Wenn man eine Treppe hoch geht, geht man eine Treppe hoch. Macht man sich Gedanken um Stufe 2.746 ist das Blödsinn, denn man muss immer nur eine Stufe hoch. Und der Schritt von Stufe 2.745 zu 2.746 ist auch nur eine Stufe. Und somit genau so leicht wie der von Stufe 2 zu 3.

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    Faktisch muss ich mich jede Sekunde meines Lebens aushalten.

    Eben nicht. Man kann prima vor sich weglaufen. Und damit sein Leben rumkriegen. Nicht gelebt, nicht erlebt, immer auf der Flucht. Zwanghafter Aktionsdrang hat meisst was damit zu tun vor sich wegzulaufen.

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    Wie hältst du dich aus?

    Heute fast gar nicht mehr. Weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich nicht aushalten brauche. Ich liebe mich und bin dementsprechend gern mit mir zusammen. Auch wenn es ein guter Weg dahin war. Hat was für sich, denn man ist immer mit Jemandem zusammen den man mag. ;)

    Am Anfang war's nicht ganz so leicht und auch heute wenn es mal ganz finster ist, komm ich nicht so gut klar mit mir. Dann hilft meisst einfach nur Ruhe. Und zwar wirkliche Ruhe. Ohne Ablenkung.

    Und dann kommt der Kram nach oben den man nicht will.

    Beste Gelegenheit um sich dann damit anzufreunden.

    Es gibt nicht DEN Co-Abhängigen. Im Grunde spielt das auch gar keine Rolle in wie weit Du Dich als co-abhängig siehst oder nicht. Es kann durchaus nachteilig sein, sich selbst als co-abhängig zu attestieren, vor allem wenn man dazu neigt sich selbst im Aussen zu definieren. Da hat man schnell eine Schublad um sich herum gezimmert aus der man dann nicht mehr rausfindet.

    Viel wichtiger ist im Detail - womit bin ich glücklich und zufrieden, womit nicht? Was möchte ich ändern? Wovor drücke ich mich aus Angst?

    [quopte]Falls ich in ein paar Jahren wieder einen netten Mann oder Frau kennenlerne, was soll ich machen? Weglaufen oder beim ersten Date warnen, dass ich nicht ganz richtig im Kopf bin und nur in der Lage vollkommen kranke Beziehungen zu führen, weil ich jede Form von Ausgeglichenheit leider nicht aushalte? [/quote]

    Hab bitte unbedingt Panik vor Schritt 2.786. :D

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    Wie kann ich diese Sucht nach emotionalem Grenzgang stoppen?

    Wie bei jeder Sucht. Es lassen. Es tun. Aktiv tun, aktiv gegen handeln. Sich immer wieder bewusst unangenehmen Situationen aussetzen. Wobei mit unangenehm nicht riskant gemeint ist.

    Wenn Du Schwierigkeiten hast Dich auszuhalten - halt Dich aus. Und sei es nur mal 5 Minuten. Irgendwann sind es 10.

    Antworten kannst nur Du Dir geben und das geht erst wenn Du beginnst DIr zuzuhören.

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    Ich habe den Eindruck, Co-Abhängige machen sich jeden Morgen "vor Angst vor eigenen Entscheidungen und vorm Leben in die Windeln"

    Jetzt muss ich lachen :D

    Na ganz so ist es auch nicht. Wie der Alkoholiker während des Saufens - man merkt es gar nicht. Es ist so normal, sich nach Anderen zu richten, dass man sich unter diesem "Ding" - ich - und was will ich eigentlich, gar nichts vorstellen kann. Und selbst wenn man einen ersten Zugang zu diesem Ich findet, fangen erstmal enorme Schuldgefühle an für sich selbst einzustehen die einen wieder zurück ziehen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Angst und Entscheidungsunfähigkeit und die Erkenntnis wie sehr man die Verantwortung für sich auf Andere abgewälzt hat kommt eigentlich erst viel, viel später.

    Das Meisste entsteht aus völlig übertriebener Sorge und Zukunftsangst und ganz viel reinsteigern. Aber das Sorgen machen müssen passiert völlig automatisch, unbewusst und unbeabsichtigt.

    Das ist dann wie umgekehrt auch - wenn man das nicht selbst erlebt hat, ist es schwer nachzuvollziehen und wirkt von aussen unheimlich befremdlich und paradox.

    Ich denke da heute selbst mit einem gewissen Gruseln an die Zeit zurück als es bei mir noch ganz schlimm war. Auch das verändert sich erst nach Jahren und nach und nach. Aus meiner heutigen Sicht kann ich auch vieles hier nicht mehr nachvollziehen, sondern nur noch aus der Erinnerung heraus.

    Das Verständins, dass auch in einer Partnerschaft zwei individuelle Menschen leben ist da auch nicht wirklich vorhanden. Zumindest war's das bei mir nicht und ich höre es auch von vielen anderen Co's. Beziehung. Ich. Du. Alles der selbe Klumpen. Und jedes aufdröseln in getrennte Individuen und Verantwortungen fühlt sich wie Verrat an und darf nicht sein. Ist aber nur extremer Verlustangst geschuldet.

    Stell Dir einen 8 jährigen vor, dem Du die Eltern weg nehmen willst. Das ist 'n Co mit Angst um seine Beziehung. Macht keinen Unterschied :D

    Zitat

    Ja Kaleu, ich will keinen Partner der trinkt. Das stimmt.

    Sieht er ein Alkohliker zu sein, holt er sich Hilfe. Hoffe ich.

    Und auch hier wieder - Jemand anders soll's regeln, in dem Fall er. Bleib bei Dir - auf Deiner Hälfte.

    Du möchtest keinen Partner der säuft. Punkt. Das ist in Ordnung und legitim und Dein gutes Recht. Aber da ist such schon Schluss. Es liegt in Deiner Verantwortung, das auch so zu Leben, nicht in seiner.

    Du schiebst es auf ihn ab, was Du anders haben möchtest. So bleibt letzten Endes das Problem bestehen.

    Nur er kann überhaupt entscheiden ob er Alkoholiker ist - nicht Du. Du kannst ihm schlecht Deine Meinung überstülpen und nachher hoffen, dass er Dich in Watte packt. Warum sollte er das tun?

    1. Weiss er, selbst wenn er säuft, bleibst Du.
    2. Leidet er unter dem Saufen nicht. Das nimmst Du ihm ab.
    3. Wird er und Du immer genervter, weil Dein Ziel nicht mehr eine schöne Beziehung ist, sondern, Dein Ziel ist derzeit, dass er Deine Meinung als seine zu akzeptieren hat.

    Les Dir die Zeilen von Lütte nochmal durch, es macht keinen Unterschied ob Trennung oder nicht, Dein Job bleibt der Gleiche. Du musst lernen, mit Deiner eigenen Unsicherheit klar zu kommen und Wege dafür zu finden. Das gilt ganz Besonders wenn Du es schaffen willst ohne Trennung.

    Du befindest DIch noch immer in der "Wenn er erst versteht, dass er ein Problem hat, werde ich glücklich" Sichtweise.

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    Versuche ich ja, aber er sieht sich nicht Alkoholiker. Und solanage das so ist, wird sich nix änder

    Welche Rolle soll das spielen? Wartum ist Dir wichtig, daß er sich als Alkoholiker sieht?

    Dachte Du willst keinen Partner der säuft.

    Ich hab das übrigens nicht als Kritik gemeint oder so. Ich find es ehrlich gesagt nicht mal schlecht, wenn Du Dir für Dich eine - wenn ich nicht mehr kann - hau ich ab - Sicherheit suchst. Das ist durchaus ein wichtiger Selbstschutz.

    Ich bin nur einfach selbst für absolut klare Verhältnisse und das aufdröseln von Verantwortungen. Erst die volle Übernahme der eigenen Verantwortung und Abgabe von Fremdverantwortungen kann verfahrene Strukturen aufbrechen und letzten Endes verändern. Der Grund warum so eine Sosse so festgefahren ist, sind zum größten Teil die vermischten Verantwortungen und das reicht manchmal so tief, dass man das überhaupt nicht blickt. Ging mir auch so, ich erschreck mich heute noch manchmal wenn ich merke was ich da eigentlich alles gemacht habe.

    Speziell für Deinen Fall, würde ich das verändern. Dahingehend, mich bei Deiner Tochter für das Angebot zu bedanken, aber ihr auch zu sagen, Du, das ist meine Sache. Ich freu mich über Dein Angebot.

    Fertig.

    Es geht mir dabei nichtmal darum, dass der Tochter zu liebe zu tun, sondern mir zu liebe. Meine Beziehung und wie ich mich in meiner Beziehung fühle ist meine Sache und meine Verantwortung. Fertig.

    Das Damoklesschwert was da hängt ist nämlich eigentlich nur seins. Nur. Nichtmal Deins. Dein Job wäre zu lernen, dass es nicht Deins ist. Sondern das bei ihm zu lassen. In dem Moment, wo Du's bei Deiner Tochter hinhängst, hat die das an der Backe und Du nix gelernt, nur ausgewichen.

    Wenn's dann echt brennt, würde ich in dem Moment handeln. Sprich, der säuft wieder? Okay. Ich hau ab. Mal die Tochter fragen. Somit hat die die Chance abzulehnen wenn es ihr gerade nicht passt. Ohne schlechtes gewissen haben zu müssen weil die ganze Zeit eine Absprache im Raum stand. Gut, macht nix. Dann geh ich halt in's Hotel.

    Hilfe und Unterstützung suchen ist eine Sache. Aber die sollte nur dazu diesenen, letzten Endes selber einen selbständigen Umgang mit der Situation zu finden und zu lernen, nie dahin, sich darauf zu verlassen, dass einen schon jemand auffängt wenn man wieder mal abkackt.

    Das führt nämlich letzten Endes dazu, Probleme zu ignorieren weil sie auf Dritte ausgelagert wurden. Man selbst braucht dann nicht mehr darunter leiden. Das nimmt wieder den Handlungs- und Veränderungsdruck und sorgt dafür, dass kranke Strukturen stabil bleiben.

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    möchte das mein Leben so bleibt wie es im Moment ist. Kann doch nicht so schwer sein?

    Dann klär das Thema mit Männe. Wenn Dir die Sicherheit fehlt, dass Du draussen einen Rettungsanker hast, steigt vielleicht auch Deine Motivation das Thema mal ernsthaft und vor allem konsequent anzusprechen.

    Und da wäre eigentlich beim gegenwärtigen Stand nur zu sagen, hey, so wie's ist, find ich es super. Wenn Du wieder säufst, bin ich weg. Nicht nur ein Wochenende.

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    Meinst Du ich sollte Ihr Angebot Ihr zuliebe ausschlagen?

    Nein. Nicht ihr zu Liebe. Wäre der falsche Grund. Mir ging es mir meiner Frage auch gar nicht so darum, wenn Du mal irgendwohin abhaust. Auch zu Deiner Tochter. Mal.

    So wie Du es geschrieben hast, ist aber Deine Tochter berits sowas wie der mentale Rettungsanker und Du lagerst somit Verantwortung die Du und er für die Beziehung tragen auf die Tochter aus. Nimmt man das wörtlich, hängt damit über Deiner Tochter im Grunde rund um die Uhr ein Damoklesschwert. Und sie hat nichtmal Einfluss darauf.

    Zu deutsch - es gibt da was, was in eurer Beziehung in Schieflage ist, ihr seid aber nicht in der Lage das in der Beziehung zu klären und verlagert die Verantwortung dafür nach aussen.

    Also muss Deine Tochter parat stehen wenn er säuft. Somit steckt sie auch drin.

    Ich für meinen Teil, würde das nicht wollen. Wenn ich meine Beziehung nicht auf die Kette kriege ist das mein Ding. Andere da mit reinziehen, käme für mich nicht in Frage.

    Ausserdem tust Du Dir selber keinen Gefallen.

    Er darf ja saufen. Hast ja schon eine Sicherheit dafür auf den Schultern Anderer.

    Und noch eine kleine Anmerkung, ich finde diese Phase der Beziehung (Trennung ist es noch nicht) sogar enorm wichtig! Denn erst muss man das Hamsterrad in die Gegenrichtung fahren um zu schnallen, dass das das Gleiche ist.

    Ist alles ein Lernen.

    Egal ob Co- oder Alki, das machen auch Beide. Der Alki steigt auch erstmal auf eine andere Biersorte um. :D

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    nun will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber in meinen Augen ist der Schwiegervater doch eher die Eintrittskarte für das Leben des Ex gewesen, also Mittel zum Zweck.
    Und alle sollten sehen, was der Ex so treibt. Letztendlich auch die neue Freundin. Also nicht weg, sondern näher ran.

    Das ist das Ergebnis.

    Und alle Co's die das mal durch haben, wissen genau wie das abläuft und das der erste Plan bei der Trennung immer der Gleiche ist, wie auch in der Beziehung.

    Ich bring das erst alles in Ordnung - und DANN geh ich.

    Das einen das nur drin hält, sieht man ja nichtmal sondern glaubt ja wirklich, man macht was Neues. Auch wenn man das Hamsterrad nur in die Gegenrichtung fährt.

    Auch wenn ich klare Worte wähle, meine ich alles was ich schreibe völlig vorwurfs- ja wertfrei.

    Solange ich in der Schei***e wühle, kann ich schlecht raus aus der Schei****e.

    Warum das so ist - weiss auch jeder Co.


    Aber ich kann doch nicht... :D

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    Und wenn er wieder ein ganzes Wochenende Sauftour macht, dann geh ich wirklich zu meiner Tochter. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Wie findet das eigentlich Deine Tochter wenn sie den emotionalen Puffer für eure Beziehung spielen muss?

    Oh, und bevor ich's vergesse. Deinen Schwiegervater hast doch nur eingespannt, damit er jetzt die Verantwortung und Muterrolle für Deinen Mann übernimmt und Du guten Gewissens weg kannst.

    Und sauer bist auf den weil der das jetzt nicht macht.

    Ist aber nicht Deine Aufgabe eine andere Mutter für Exi zu finden, nur weil Du weg willst. Deine Aufgabe ist, die Verantwortung die Du für Exi übernommen hast abzugeben. Selbst dann wenn sie KEINER übernimmt.

    Problem, gell :D

    Trotzdem Dein Job.

    Also, Finger weg vom Schwiergervater den Du gern als Ersatz-Co für Dich trainieren willst. Bleib auf Deiner Hälfte.

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    Er sitzt in seiner geilen Mega-Wohnung, mit jeder Menge Tagesfreizeit (um Geld muss er sich nicht sorgen), umsorgt und gepampert von Freundin und Papa, muss keinerlei Verantwortung für irgendwas übernehmen, zieht sich auf die Generalentschuldigung "Depression" zurück, für die er alles Mitgefühl bekommt und kann jede Entscheidung treffen, die er will. Und vor allem wird er gemütlich weitersaufen können

    Oh ja, welch beneidenswertes Leben.

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    Ich hingegen muss unser Kind (und vor allem die nächsten Schritte, was seine seelische Lage betrifft) und Arbeit und Umzug unter einen Hut bringen, Geld ist auch ein nerviges Thema ... immer zu wenig, immer rechnen, Zukunftsängste.

    Kannst doch Deine Zukunftsängste wegsaufen, so wie er, wenn das so beneidenswert ist.

    Bist gerade auf dem Ich-bin-der-Verlierer-bei-all-dem Trip?

    Oder magst gern auch ein bisschen Opferrolle, so wie er, damit Du wenigstens ein bisschen Mitleid bekommst? Findest Mitleid erstrebenswert?

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    Vielleicht ist es auch normal, dass ich momentan so emotionsgeladen bin.

    Ja. Nimm's nicht so ernst. Meine ich wörtlich. Da alles. Es wiegt alles weit weniger schwer, als Du vielleicht gerade glaubst. Nimm mal ein wenig mehr Abstand. Wie Du sagst, es ist alles nicht Deine Sache. Was willst Du eigentlich bei der Suchtberatung mit Deinem Schwiegervater?

    Säufst Du? Oder geht ihr hin um Exi zu retten?

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    ich denke, ich werde das schaffen. ich war zäh genug 13 Jahre bei einem Alkoholiker zu bleiben, ergo bin ich auch zäh genug, den Rest auf die Kette zu bekommen...

    Nun, wenn Du zäh bereits bist, brauchst Du Dich um Deine Zähigkeit nicht kümmern. Die läuft Dir nicht weg. Und was wenn Deine Zähigkeit 13 Jahre dafür gesorgt hat, dass Du das mitmachst?

    Zäh bist schon. Werd mal weich. Geduldig. Liebevoll. Mit Dir.

    Da scheint es ja ein wenig zu hapern.

    Kannst natürlich auch zäh bleiben. Das braucht man, wenn man wen Anderen retten will.

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    Bah- ich seh schon, ich werde noch so ne verbitterte Exfrau, die den ganzen Tag nur über ihren dämlichen Exmann jammert.

    Na sagen wir's so. Noch hast Dich ja nicht getrennt. ;)

    Daumen hoch!

    Ich freu mich drüber, dass Du der "Aussenwelt" dieses Update gegeben hast.

    Du bist auf einem guten Weg. Jetzt wirklich ein neuer Weg. Du hattest von Anfang an das Zeug dazu, fein, dass Du den Mut für diesen Schritt finden konntest.

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    ieses Mal flüchte ich mich nicht in eine Traumwelt von einem besseren Leben

    Die beste Vorrausstezung, dass diese Welt Realität wird.

    Jetzt kann doch nur alles schick werden :)