Beiträge von Kaleu

    Sunshine schreibt, ich will Dich wahrscheinlich nur wachrütteln.

    Ehrlich gesagt - warum? Du bist doch schon wach. Sicher gefällt Dir nicht was Du siehst und was Dir so langsam klar wird, aber wach bist Du schon.

    Gut, Du willst jetzt das Forum schnell verlassen und möglichst nichts mehr von all dem wissen, was Du längst weißt.

    Ich hab nichts gesagt, was Dir irgendwie weh tun könnte. Ich hab nur alles was Du selbst geschildert hast mit eigenen Worten wieder gegeben. Wenn Dir das weh tut, dann hat das sicher seinen Grund. Aber der ist nicht bei mir zu suchen.

    Geh ruhig den Weg den die Meissten erstmal versuchen. Kauf Bücher, informier Dich, werde zum Profi über Alkoholismus. Weiss am Ende mehr als jeder trockene Alkoholiker auch wenn Du es dann immer noch nicht verstehst. Geh diesen langen, steinigen, leidvollen Weg. Eigentlich geht ihn Jeder, denn vor der Kapitulation steht immer das Leid. Vor der Erkenntnis, dass man nie den Anderen ändern kann sondern nur sich selbst steht immer das Leid.

    Und erst wenn der Leidensdruck groß genug ist, kommt die Kapitulation. Und damit die Veränderung.

    Wie immer die dann aussieht.

    Und falls Du Dich fragst ob ich nicht wüsste, ob das weh tut - und wie ich das weiß. Ich musste da schon durch. Und zwar auf beiden Seiten. Auf der des Säufers und auf der des Sozius.

    Ich weiß, es tut beschissen weh. Und das ist auch verdammt richtig so.

    Welche Beschimpfungen?

    Tut mir ja sehr leid, aber ihn trocken legen zu wollen, hat mit Liebe überhaupt nichts zu tun.

    Ich will ja nicht abstreiten, dass Du ihn liebst, aber das ändert überhaupt nichts. Er säuft und er hat bereits klar gestellt, im Falle dass er sich zwischen Dir und dem Alkohol entscheiden müsste - fällt seine Wahl auf den Alkohol.

    Dass Du das nicht akzeptieren willst bzw. kannst hat nichts mit Liebe zu tun, nur mit Verlustangst.

    Dass Du ihn "heilen" willst hat mit Liebe nichts zu tun, sondern nur was mit Egoismus.

    Ich mag es nur einfach nicht, wenn Liebe an all sowas dann auch noch schuld sein soll. Das hat die nicht verdient. Liebe geht weit über das hinaus wovon Du da schreibst.

    Mir ist schon klar, dass Du von all dem nichts hören willst, doch Du steckst nun mal in dieser Situation und kein Buch der Welt wird die verändern.

    Zitat

    Er will mich nicht verlieren, um nichts auf der Welt.

    Doch. Gegen Alkohol tauscht er Dich gerne ein.

    Lippenbekenntnisse eines Säufers.

    Ich frag mich viel eher, was es für eine Liebe ist, wenn man den Anderen erstmal anpassen muss, damit man sich mit ihm wohlfühlt und gleich mal ein paar Bücher zu seinen Problemen bestellt damit man vielleicht rausfinden kann wie man ihn den anpassen kann.

    Natürlich alles zu seinem Wohl.

    Er will das zwar nicht - aber wen interessiert das schon.

    Für was Liebe so alles den Kopf hinhalten muss.

    Nun, was willst Du dann noch wissen?

    Lass mich zusammenfassen:

    Zitat

    Ich möchte mit ihm leben, weil er es wert ist, geliebt zu werden und weil er mir gut tut.

    Okay.

    Zitat

    Aber nicht mit diesem auf und ab, den immer wieder kehrenden Enttäuschungen.

    Die werden aber bleiben, denn:

    Zitat

    Er sieht keine Notwendigkeit, etwas zu ändern.

    Ist ja wohl unmissverständlich.

    Zitat

    Ich möchte ihm helfen, wenn er diese Hilfe haben will.

    Hilfe wobei? Erstmal müsste ein Problem da sein. Bei ihm. Er sieht aber keins. Also gibt es nichts wo Du helfen müsstest. Derzeit hast Du nur eins. Wie sieht es mit Deiner Hilfe für Dich aus?

    Zitat

    Wenn ich ihn liebe, muß ich ihn so nehmen, wie er ist.

    Mumpitz. Man kann lieben und muss deswegen noch lange nicht alle Allüren ertragen. Liebe und zusammen leben haben nichts miteinander zu tun.

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    Er sagt, nein, das geht nicht, in einer Partnerschaft hat man Verantwortung für den anderen.

    Mit anderen Worten Du sollst für ihn da Verantwortung übernehmen wo er es für sich nicht übernehmen will?

    Das ist aber keine Beziehung von erwachsenen Partnern sondern eine Mutter-Kind Beziehung. Er hat Dir bereits eindeutig klar gemacht, dass er sich die Beziehung so vorstellt.

    Die Frage ob er Alkoholiker ist, ist nach wie vor irrelevant, denn sie hat mit Deinem Problem nichts zu tun.

    Du willst die Beziehung so nicht. Er will sie so.

    Das ist des Pudels Kern. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und nun?

    Du schreibst von Alkoholismus, Jellinek, wie man mit Alkoholismus umzugehen hat, von Definitionen und willst wissen wie Andere das sehen.

    Das Einzige wovon Du nichts schreibst - bist Du.

    Verstehst Du eigentlich wer das ist? Diese Person? Du?

    Zitat

    Vor diesen Karren darf ich mich nicht spannen lassen.

    Natürlich darfst Du. So wie er saufen darf. Alles ist erlaubt.

    Ich möchte die Frage die Dir hier ständig alle stellen wiederholen.

    Was möchtest Du? Womit fühlst Du Dich wohl? Womit nicht

    Lass mal den Jellinek in Ruhe.

    Was soll Dir diese Information nützen?

    Probieren wir's aus.

    Ja - er ist Alkoholiker.

    Und jetzt? Jetzt zeigst Du ihm das und dann sagt er - huch. Ich bin Alkoholiker. Jetzt hör ich auf mit dem Trinken.

    Oder auch - nein, er ist kein Alkoholiker und Du siehst das zu eng.

    Und jetzt? Jatzt weisst Du, sein Trinkverhalten ist normal oder iurgendwer anders bezeichnet es als normal. Jetzt müsste es Dir auf einmal plötzlich schlagartig wieder besser gehen auch wenn er so weiter macht.

    Daher nochmal meine rage - was nützt es DIR zu wissen ob ER Alkoholiker ist oder nicht?

    Was verändert das?

    Zitat

    Und ja Kaleu, ich will mir was beweisen. Schon immer. Was meinst du, weshalb ich jahrelang ausgiebig Triathlon gemacht habe und dann auch noch einen Ironman?
    Dann habe ich die Kinder versucht perfekt großzuziehen, ich denke auch um was zu beweisen. Den Garten, dass Haus, die vielen Dinge XY ggü. Immer sollte es perfekt sein.
    Klar, ich wollte immer was beweisen.
    Nur bringt mich das Wissen gerade nicht weiter.

    Im Moment bringt Dich alles Wissen der Welt nicht weiter. Auch nicht das Auhalten. Oder grübeln. Oder die Welt retten wollen. Auch nicht Gedanken machen wie könnte es morgen vielleicht wenigstens ein bisschen besser sein und welche Möglichkeit das zu beeinflussen hast Du überhaupt.

    Du kannst den Thread hier fortsetzen, Dein Leben und alles Wissen der Welt haben und wirst trotzdem an einer Stelle stehen bleiben.

    Es gibt nur eine Sache die Dich weiter bringt. Dann erst kommt alles Andere.

    Und so ist es beim Co und Alkoholiker zumindest in einem gleich.

    Soalng man säuft braucht man keine Therapie machen.

    Erst die Flasche absetzen.

    Dann kommt das was danach kommt.

    An die Reihenfolge musste sich noch jeder halten und wer's nicht wollte, der nur eil er eben weitersaufen wollte und alle Schritte die nach dem absetzen der Flasche kommen gehen wollte, ohne die Flasche abzsetzen.

    Nass trocken werden.

    Ändern ohne was zu ändern.

    Wissen ohne zu verstehen.

    Verstehen ohne umzusetzen.

    Pack Deine Sachen.

    Liebe Neuweg,

    im Moment brauch ich nicht viel schreiben. Prügeln brauch ich nicht, das übernimmt Dein Mann, so gut wie der kann hier keiner.

    Wenn der Esel mutig wird, traut er sich auf's Eis.

    Du warst 3 Wochen ein bisschen von Männe weg und plötzlich war der Schreck da, huch, ich kann ja was. Vor lauter, huch, ich kann ja was Schreck, bist dann eben wieder zurück. Weil plötzlich wieder Kraft da war. Da kann man natürlich diese Kraft wieder in die altbekannten Wege stecken. Da weiss man wo's langgeht.

    Schau mal diese Trinkpause die Du da gemacht hast näher an, vielleicht auch mit Deiner Psychologin. Für einen neuen Versuch solltest Du das dringend tun. Ich würde mich nicht wundern, wenn Du nicht gehen - sondern was beweisen wolltest. Genauso wie Männe. 2 Wochen trocken. Ich hab kein Problem. 3 Wochen ausgezogen. Ich hab's drauf, ich zeig's euch allen. Schau da mal sehr genau hin. Vorbeugend.

    Versuche etwas zu beweisen führen immer wieder zurück.

    Und schau Dir auch mal an was Dir der Rückgang gebracht hat. Irgendwas besser geworden? Irgendwas? Du gehst auf'm Zahnfleisch. Kinder gehen auf'm Zahnfleisch. Männe is aggro.

    Sauber.

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    Aber auch bei den Alkoholikern ist doch eine grundsätzliche eigene Veränderung nötig, um ernsthaft etwas zu ändern, oder?

    Klar. Nur muss der erst mit dem Saufen aufhören. Danch kommt der Rest.

    Haben viele schon andersrum probiert um nicht mit dem Saufen aufhören zu müssen :D

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    Ich wollte ihn wohl zu dem Partner machen, den ich mir eigentlich wünsche und ich habe mich total abhängig gemacht.

    Die - Ich such mir einen Partner, der genau in meine Defizite passt, damit er mich nie verlässt, dann erzieh ich ihn so, wie ich ihn für richtig halte und er ist deswegen so dankbar und glücklich, dass er mich dann auch glücklich macht - Methode.

    Ich finde ja die gehört in jedes Partnerschaftsberatungsbuch mit dem Titel, wie versaue ich garantiert mein Leben?

    Komischerweise muss die mal ernsthaft in einem Buch gestanden haben oder so, den es gibt Hunderte, Tausende, Millionen Menschen die das versuchen.

    Und wenn es nicht klappt, dann ja nur, weil man sich nicht genug angestrengt hat :D

    Menschen sind so herrlich doof :D

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    Geh mir weg damit *ih pfui bäh*. Und klar ein Weg ist es sie in das Lächerliche zu ziehen.

    Hab ich früher auch. Ich fand es normal, Komplimente oder so in's Lächerliche zu ziehen oder alles abzuwerten was mir mal Nettes gesagt wurde. Ist heute ganz anders. heute kann ich das annehmen. Ist eine Tolle Sache. Auch für den Gegenüber. Heute erst weiss ich wie unangenehm es für die andere Seite ist, die ein Kompliment macht was ehrlich gemeint ist und das dann abgewertet wird. Das hat natürlich auch zur Folge, dass der Gegenüber die Komplimente irgendwann einstellt.

    Und schon hat man wieder einmal bestätigt - siehst, ich wusste es, ich bin kein Kompliment wert. :D

    Co's sind so herrlich doof :D

    Solange das hier da steht:

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    Mir geht es aber gut damit!

    ist das hier:

    Zitat

    wir entsprechen nicht dem gesellschaftlichen Bild

    völlig gleichgültig.

    Erfüllt kein Idealbild, seid ihr. Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für die Partnerschaft. Geschafft hat man's nie. Es gibt doch kein Ende.

    Respekt vor Deinem Partner! Und Dir. Und euch als Paar. Ein dicker Brocken den ihr da weggerollt habt.

    Bauchgefühl ist Bauchgefühl. Für mich war's eine der wichtigesten Übungen - und wird es auch bleiben, meinem Bauchgefühl zu trauen. Zwar hinterfrage ich, wo es denn nun herkommt - ist es was Altes woran ich mich nur erinnert fühlte und zu unrecht übertrage oder ist es wirklich das Aktuelle?

    Wenn zweiteres zutrifft, vertrau ich meinem Bauch. Der weiss besser als ich, was gut für mich ist und was nicht.

    Betracht ich mein Leben als Ganzes, bin ich immer nur wirklich in die echten Probleme gedonnert, wenn ich meinem Bauchgefühl nicht vertraut habe, sondern statt dessen, irgendwem was nachgemacht habe.

    Und wenn Dein Bauch sagt, passt nicht, dann passts nicht.

    Ein bisschen schade, in so fern, es im ersten Ansatz Dir gut zu tun schien, allerdings sind die Dinge die Du beschreibst, schon ein wenig befremdlich. Vor allem das Abwerten Deiner Werte. Ich hätte da auch übles Grummeln und das wär nix für mich.

    Alarmglocken haben wir ja nicht um sie zu überhören ;)

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    Da muss eine Sicherheit her, ein Plan, ein Seil, an dem ich mich entlanghangeln kann. Wie bereits gesagt, kopflos weg, um wieder zu scheitern, dass will ich nicht nochmal.

    Wenn man erkannt hat, dass man selbst das braucht, weil man ohne erstmal wieder in's Klo greift, gehört das einfach dazu sich an den Stellen abzusichern von denen man erkannt hat, dass man da auf die Nase fällt.

    Also los, die heimische Hanfpflanze nicht nur zur Stimmungsuafhellung im Schokokeks einsetzen sondern anfangen Seil zu knüpfen.

    Lass Gut und Böse doch da wo die Sonne nicht scheint. Das sind nur Gedankenkonstrukte die Dir das Leben erschweren. Selbst wenn er Dir an's Bein nagelt, wie selbstgerecht Du doch wärst, kann er nicht Deine Schädeldecke aufmachen und Dir diesen Gedanken einpflanzen. Ob Du den also in Deiner Birne haben willst, entscheidet nicht er, sondern Du.

    Hat sich was mit Traumprinz. Hat sich was mit Bundesverdienstkreuz und großer Retterin der er dankbar weinend in die Arme fällt. Glanz und Gloria sind verflogen, der Glitter weg, die Hochzeitsgäste sind längst zu Hause und das Schloss ist auch nimmer rosa sondern eher ziemlich grau.

    Was bleibt also?

    2 Menschen die sich nicht abkönnen aber jeder will unbedingt gegen den Anderen gewinnen. Dazwischen Kids die darunter leiden dass ihre Eltern sich nicht einigen wollen und können weil Beide sich an Gut und Böse Geschichten aus Kindertagen klammern und mit dem Finger auf den anderen zeigen, sich um ihre weisse Weste sorgen, statt wie 'n Erwachsener aufstehen und handeln und sich dabei bisschen die Finger schmutzig machen.

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    Kaleu, was mich noch interessiert, den Satz habe ich nicht verstanden:

    Kuck nicht zu tief unter die Co-Abhängigkeit. Ist ein klein bisschen eklig da.

    Da drunter steckt viel Feigheit. Und sehr viel kranker Egoismus. Schön versteckt hinter Gutmenschentum, aber er ist da.

    Jeder Mensch hat einen gesunden Egoismus. Nenn ihn Überlebensillen. Der ist zwingend nötig. Verleugnet man ihn, bahnt sich dieser Egoismus ungesunde Bahnen nach aussen. Und es wird ein bisschen schmutzig, wenn der langsam nach oben kommt.

    Alkohol hin- oder her, eure Ehe ist gescheitert, Liebe ist da auch nicht mehr. Was euch jetzt zusammenhält ist kranker Egoismus, auf beiden Seiten. Keiner will Schwäche zeigen. Da ist zwar die Art verschieden, er eher aggressiv, Du eher passiv aggressiv, macht dennoch keinen Unterschied.

    Ist nur noch ein Schlachtfeld und keiner will gehen, weil er den völlig blödsinnigen Gedanken hat, dadurch würde der Andere gewinnen.

    Es gibt nur Verlierer in eurem Spiel.

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    Ich möchte einfach eine weitesgehend autonome Person sein, die sich auch mal traut gegen den Mainstream oder der Meinung einzelner Menschen zu stellen.

    Ein lohnenswertes Ziel. Bedeutet allerdings nicht Recht zu haben und ist damit nicht gleichzusetzen. Und solange Du noch Recht haben willst, willst nicht autonom sein, sondern beweisen autonom zu sein. Solang Du's beweisen willst, erkennst Du Dir selbst ab autonom sein zu können.

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    Voller Energie, Power und Kraft gehe ich in einen Disput über irgendein Thema. Xy meint A. A widerspricht meiner Lebenserfahrung und meiner gesamten Persönlichkeit. Ich denke logischerweise A ist an den Haaren herbeigezogen und sage aus meinen in der Distanz neu geborenen Mut, nein lieber Xy das ist doch wahrscheinlich eher B. B ist lebensnäher, in sich schlüssiger, es gibt die und die Theorie, Annahme oder Erfahrung dazu. Xy erklärt seinen Standpunkt. A kann nur A sein, weil A durch irgendwelche Argumente A ist. (Oft kommen dabei auch Zuschreibungen in den nassen Phasen dazu wie: Teresa ist dumm, blöd und noch schlimmeres dazu. Vor allem Teresa ist sooo naiv, und früher war ich ein viel besserer Mensch.... hach. Oder er schafft es irgendwie mein schlechtes Gewissen zu aktivieren.) Er erklärt so lange, und wiederholt die Argumente für A so oft das ich schließlich entnervt zugebe, das an A was dran sein könnte. Und damit begebe ich mich in eine gaaanz unsichere Position, denn jetzt wiederholt Xy die Argumente für A am besten nochmal in schneller Folge bis ich sage: A ist die beste Lösung *Amen und Hallejula*. Das Schlimme ist nicht nur das ich das sage, sondern das ich teilweise manchmal tatsächlich davon überzeugt bin. Ok, werdet ihr jetzt einwenden, das nennt man ein Streitgespräch bei dem eine Partei die andere überzeugt hat. Das stimmt so leider aber nicht, einfach weil ich meistens später wenn ich die Argumente noch einmal im Geiste durchgegangen bin, mir B wieder plausibler erscheint und ich kann überhaupt nicht mehr nachvollziehen das ich A richtig fand. Ich kann A gar nicht fühlen, A ist mir völlig wesensfremd.

    Sag ich doch, magst halt Recht haben. Und wenn der Andere Dich breitdiskutiert, fängst an Deine Meinung aufzugeben, weil aus Deiner Sicht nur einer Recht haben kann.

    Da liegt der Hase im Pfeffer.

    Lass Dir doch B und dem Anderen A.

    Warum fängst Du überhaupt erst an und willst ihm unbedingt B auf's Auge drücken und ihn davon zu überzeugen B wäre besser?

    B ist nicht besser. B ist nur anders. Genau wie A.

    Du wirst Autonomie nicht bekommen, indem Du Andere fragst ob Deine Autonomie die Du leben willst die Richtige ist und Du die so darfst. Abhänger kannst Dich nicht machen.