Beiträge von Kaleu

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    Du hast recht. ich darf nicht gehen, suche nach einem Grund, einer Rechtfertigung, ein "nicht glücklich sein - Grund" ist ja schließlich egoistisch(!?!?!)

    Ja was fällt Dir ein? Eine anständige Ehefrau hat neben ihrem Ehemann zu sein und immer ein bisschen unglücklicher als er - damit er sich dadurch etwas besser fühlt.

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    Ich habe mich Jahrelang immer für irgendetwas gerechtfertigt, mache es oft immer noch, und auch in diesem Fall habe ich einen großen Druck in mir, diese Entscheidung zu rechtfertigen.

    Könntest Du es denn vor Dir selbst rechtfertigen? Ist eine sehr ernst gemeinte Frage.

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    JA, ich will das Bundesverdienstkreuz haben, am besten von ihm!

    Und dann gehste? Oder bleibste dann weil Du endlich für Dein Martyrium belohnt wurdest? Und da wo's das Bundesverdienstkreuz gibt, gibt's ja sicher dann auch noch den Nobelpreis.

    Ach ist das schön, wenn man ein Ziel hat für dass es sich zu sterben lohnt. Und wenn man so richtig leidet dafür, dann hat man vielleicht richtig Glück und es wird eine Religion nach einem benannt. Vor 2000 Jahren hat das schonmal geklappt, warum nicht bei Dir?

    Mal Klartext zum Thema Egoismus:

    Kennst Du den Unterschied zwischen Narzissmus und Bescheidenheit?

    Bescheiden ist - wenn man ein Holzkreuz will.
    Narzisstisch ist - wenn man ein Holzkreuz will, weil das bescheiden ist.

    Du machst nichts Anderes als er, nur etwas weniger durchsichtig. Du erwartest eine Belohnung dafür, dass Du ja für ihn so sehr gelitten hast.

    Dass Du gelitten hast - war nur Deine Entscheidung. Nur! Wenn Du es weiter tust ist es ebenso Deine Entscheidung. Schieb ihm nicht rüber, wenn Du zu feige bist Dich zu trennen.

    Eins ist eindeutig, Deinen Mann liebst Du längst nicht mehr. Ab hier bist Du nur noch mit ihm zusammen, weil es sich gut hinter ihm verstecken lässt.

    Kuck nicht zu tief unter die Co-Abhängigkeit. Ist ein klein bisschen eklig da.

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    Ihr seht ich bin voll drin im Sumpf.

    Seh ich nicht!

    Wann fängst endlich mit dem Jammern an, da nennst das so vielversprechend Jammerecke und ich freu mich schon und dann ist es nur eine Erzählecke.

    Kein Sumpf, kein Jammern, nur leere Ankündigungen. Typisch Co :D

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    Ich frage mich halt ständig ob er mit seinen Punkten die er anbringt Recht hat.

    Und wenn? Dann gehst zurück, ja?

    Weil wenn einer Recht hat, steht das im Wert über allem Anderen. In Folge muss ja dann wer anders (Du?) Unrecht haben. Und wenn man Unrecht hat, muss man natürlich sein Leben an den der Recht anpassen. Das ist der Lauf der Dinge!

    Was ist denn, wenn Beide Recht haben? Er aus seiner Sicht raus, Du aus Deiner?

    Und Beides nebeneinander her existieren darf, ohne, dass einer sich dem Anderen anpassen braucht?

    Funktioniert dann das Leben nicht mehr? Oder nur das Weltbild?

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    Das hälst du noch aus?!

    Oh ja, das ist der Sinn einer Ehe. Aushalten :D

    Hey, wenn Du noch 20 Jahre aushälst, bekommst vielleicht das Bundesverdienstkreuz verliehen. Für tapferes aushalten. Ich denke, das sollte es doch wert sein :D

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    Das ist nicht Trocken, dass ist nasses Denken, oder? Und es wundert mich, dass er das so lange durchhält?

    Welche Rolle spielt das? Brauchst einen Grund gell. Einen niet- und nagelfesten Grund, damit Du gehen darfst.

    Ich brauche keinen Grund zu gehen - wenn ich keinen habe zu bleiben!

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    Wie komme ich da raus?

    Das weisst Du!

    Ich halte die Sache mit Deiner Schwester nicht für so unwahrscheinlich.

    Kann das sein, dass da bei Dir eine gewisse Wut und Aggression gegenüber Deiner Schwester vorhanden ist die durch ihr Nicht-Handeln ausgelöst wird?
    Und dadurch erzeugen Dich eben andere Beispiele hier im Forum, die ebenfalls Nicht-Handeln ähnliche Gefüphle, weil Du Dich daran erinnert fühlst?

    Schau mal ob das so sein könnte. Mir passiert das häufig. Hat ganz viel damit zu tun, dass diese Wut nahestehenden Menschen gegenüber von mir nicht zugelassen wird (weil das darf man nicht) bei Fremden die mich daran erinnern ist da aber die Hemmschwelle niedriger.

    Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass Du verdammt wütend auf Deine Schwester bist. Ich wär's.

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    denke nur seit heute früh ,so für mich ,macht das Schreiben hier ,bei anderen (neuen) für mich noch Sinn?

    Dann nimm Dir doch mal 'ne Pause. Mich sieht das Forum manchmal monatelang nicht. War auch schonmal ein Jahr nicht hier. War immer 'ne gute Entscheidung.

    Das hier ist nicht das Leben!

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    Das "ja aber" lag auf meinen Lippen. Du wusstet es

    Da brauchts nicht viel hellseherische Fähigkeiten :D

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    Werde Kräfte tanken, auch Abstand gewinnen zu seinem Alkproblem.

    Nimm den Satz wörtlich an. Sag ihn gern ein paar Mal vor Dir her. Besonders diesen Teil: zu SEINEM Alkoholproblem.

    Du wirst bemerken, das bringt ein bisschen Energie zurück :)

    Liebe Renate,

    meine allgemeine Sicht hab ich bei Sonni hinterlassen, weil Du mich darum gebten hast.

    Hier in Deinem Faden, mag ich Dir gern was Persönliches hinterlassen.

    Mach Dir nicht immer so'ne Birne :D

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    Sie (Mehrzahl) schlagen hier auf, sind in emotionaler Not ,geben vor Rat und Hilfe zu brauchen.(was sicher stimmt)
    Wir öffnen uns ,erzählen unsere Geschichten/Erlebnisse etc, dann relativieren sie.

    Muss das sein? Sie und wir? Wer ist das? Sie und wir? Wer ist wir? Ich bin ich. Du bist Du.
    Brauchst Du ein Gefühl des Wirs um Dich sicher zu fühlen?
    Und wer sind Sie? Die, die neu reinkommen? Und jetzt müssen sie erstmal was tun, bis sie auch Wir sein dürfen und sich die Sicherheit der Gruppe verdient haben?

    Ich bin Ich Renate. Du bist Du. Reicht doch. Ist doch schön so. :)

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    Ich schreibe hier nicht weil es so schön ist wieder und wieder meins aufzuschreiben ,sondern sehe das als ,,Hilfsangebot,, für Menschen denen es schlecht geht und überlege gerade ernsthaft ,das mal ne Weile nichtmehr zu tun.

    Musst gerade bisschen helfen um Deine Dankbarkeit zu zeigen? Helf mal nicht. Sei dankbar. Ohne Dich zu revanchieren. Wenn Du hier was bekommen hast, ist das schön. Sei mal dankbar. Brauchst es nicht beweisen. War'n geschenk. Nimms mal an :)

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    Vielleicht verhindern wir (Angehörige und EKAs) sie sogar daran indem wir ein wenig Platz schaffen in ihrem Schmerz??

    Oh je, Du bist nur Du. Was Jemand anders daraus macht, wie Du bist, ist dessen Sache. Lass es bei ihm.

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    Es ist ein Unterschied ob ich (wir) Hilfe zur Selbsthilfe geben oder benutzt werden um aktuellen Druck von den Betreffenden abzufedern,damit sie wie gehabt weitermachen.

    Auch wenn ich Dich verstehe. Tu ich tatsächlich. Warum ist es für Dich so erschreckend, allein der Gedanke, Jemand neben Dir könne neben Dir abschmieren und Du hast - weil Du's nicht richtig gemacht hast -es nicht geschafft ihn zu retten. Was an diesem gedanken ist für Dich so schrecklich dass es nicht erlaubt werden darf?

    Hat nicht Jeder Mensch das Recht auf sein Leben? Und schliesst dieses Recht nicht auch mit ein, dass er sein Leben verbaselt? Aus welchen Gründen auch immer?

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    Bei unseren Alkis mußten wir uns abgrenzen /klare Ansagen machen,auch um uns zu schützen/unsere Grenzen halten,damit wir wieder Grund unter die Füsse finden konnten.

    Du musstest bei den Alkis gar nichts. Und Du musstest bei Deinem Alki gar nichts. Und Andere müssen bei ihrem Alki genausowenig.

    Sei malnachsichtiger.

    Mit DIR Renate!!! :)

    Darfst Du :)

    Deswegen ja, der Hunger kommt beim Essen. ;)

    Ich kann Dir nichts Anderes sagen, die Kraft kommt mit dem ersten Schritt.

    Vielleicht bist wirklich gerade ausgebrannt, kann sein und dann brauchts halt noch eine Zeit um Kraft zu sammeln, nur dann sorg auch dafür, dass Du Kraft sammelst indem Du gedanklichen Abstand von dem ganzen Suff nimmst. Das ist nämlich nicht Dein problem.

    Nein ist es nicht.

    Und wenn Du Ja aber sagen willst, Nein, ist es nicht.

    Nein, es ist nicht Dein problem.

    Immer noch nicht.

    Ich weiss, bei Dir schiesst gerade, ja aber in den Kopf. :D Immerzu :D

    Ist es trotzdem nicht. Es ist sein Problem. Nur seins. Nur seins. Nicht Deins.

    Und wenn Du's Dir 1000 Mal sagen musst, es ist seins, nicht Deins.

    Nimm also Abstand davon, damit Du überhaupt die Chance hast wieder Kraft zu sammeln.

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    Kaleu wie meinst denn das mit dem Alter?

    Bestimmt weil ich von Denkweisse wie ein junge Frau für
    Dich klinge? Gell

    Ja, hoffentlich knall ich nicht voll in's Fettnäpfchen, mag aber ehrlich bleiben. Wobei sich das weniger auf Unselbständigkeit als viel mehr auf Bedürftigkeit bezog. Hier und da wirkst schon bedürftig wie ein kleines Mädchen.

    Passt nicht zu meinem Bild einer 46 Jahre alten gestandenen Mutter.

    Mit dem Begriff Unselbständigkeit gehe ich jedoch sehr vorsichtig um. Ich empfinde nämlich weder Cos noch EKAs noch überhaupt Jemand hier im Forum als unselbständig. Und ich halte es sogar für kontraproduktiv derartiges zu behaupten.

    Jeder, der seinen Alltag regelt und das hinbekommt, egal unter welchen Umständen, ist für mich ein selbständiger Mensch. Punkt.

    Und gerade EKAs und Co's können das hervorragend selbst unter den widrigsten Umständen.

    Nur nutzen sie diese Fähigkeit nicht für sich selbst. Im Glauben unselbständig zu sein!

    Ich hab für mich gemerkt, dass zumindest bei mir, der Begriff der Unselbständigkeit zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung wurde. Erst die Anerkenntnis, dass ich das gar nicht bin, sondern sogar sehr selbständig, das aber einfach nur zu wenig für mich selbst nutze, hat dann was verändern können.

    Genau diesen Glauben, unselbständig zu sein, hab ich ja aus meiner Kindheit übernommen. Ich kann sowieso nichts. Und der führte dazu, dass ich im Umkehrschluss beweisen wollte, ich kann ja doch.

    Beweisen wollte ich aber, dass ich kann was Andere für Richtig halten. Nicht was ich für richtig hielt.

    Der Ausweg war erst die Anerkenntnis, dass ich kann, für mich selbst, weil das dazu führte nichts mehr beweisen zu müssen.

    Ich halte Dich nicht für unselbständig, denn unabhängig der Umstände meisterst Du selbständig Dein Leben und dass Deines Kindes bzw. Deiner Familie. Das ist eine Fähigkeit die Du sehr wohl besitzt. Sie mehr anzuerkennen, würde Dich auch wieder handlungsfähiger machen.

    Wohl aber, wie ich eingangs schon schrieb, ist da bei Dir durchaus auch die Bedürftigkeit eines kleinen Mädchens.

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    Das mit meinen Eltern ist schon 25 Jahre her.

    Wie ist das zu verstehen? Weil es so lange her ist, beeinflusst es Dich heute nicht mehr?
    Du hast gestern gerade 3 Sätze gebraucht um zu beschrieben, dass Du seitdem das gleiche wie damals immer wieder rekonstruierst.

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    Bin 46 Jahre alt

    Jetzt bin ich etwas überrascht. Ich hab Dich viel jünger eingeschätz. Sehr viel jünger.

    Vielleicht liegt es dann eher daran, dass Du wirklich auf'm Zahnfleisch gehst und einfach ein Supertief hast. Wie gesagt, unterstellen wollte ich Dir nichts, nur meinen Eindruck schildern.

    Du bist 'ne erwachsene Frau und wenn Du alleine klar kommst, ist das was worauf Du Dich vielleicht ein bisschen besinnen kannst, mal ganz unabhängig von dieser ganzen Suchtkiste oder der Beziehung.

    Ich rede da ja gar nicht von Trennung, egal ob die nun nötig ist oder nicht, an der Stelle scheinst ja gar nicht zu sein.

    Wichtig wäre eigentlich - wenn Dein Halt, Dein Halt für Dich selbst, ausschliesslich aus seinem Nicht-Trinken (egal ob Trinkpause oder tatsächlich trocken) kommt, hast Du ein Problem. Zum einen weil Du darauf null Einfluss hast und das nicht in Deiner Hand liegt. Das bedeutet, zwangsläufig, dass Du Panik bekommst, könnte er wieder anfangen und Dein Denken sich vor allem darum dreht.

    Und zum Anderen, sollte er tatsächlich wieder trinken, knallst Du sowas von in's Bodenlose.

    Deswegen, such Dir Halt, stabilen halt für Dich, der nichts mit ihm und seinem Alkoholismus zu tun hat. Auch wenn es Dir noch so schwer fallen mag und manchmal fühlt es sich tatsächlich an, als hätte man bleierne Arme und Beine, trotzdem, es ist so, so wichtig, dass Du etwas hast, was Dir ausserhalb dieser gesamten Suchtkiste wirklichen Halt gibt.

    Was immer das dann ist. Ein Hobby. Eine SHG, eine Freundin, von mir aus auch das Forum. Irgendwas, was Dir das Gefühl vermittelt, ein leben zu haben, ein eigenes, was nichts mit ihm und seinen Problemen zu tun hat.

    Machst Du das nicht, bleibt Dir nichts Anderes übrig, als Dein Denken ständig um sein Alkoholproblem kreisen zu lassen weil davon aus Deiner Sicht dann Dein Wohlbefinden abhängt.

    Dein Denken an seinem Trinken auszurichten hat ungefähr so viel Sinn, wie wenn Du jeden Tag Kemal aus Uganda eine Postkarte schickst und ihn darum bittest, dass er nicht verhungern soll, weil Du sonst ein schlechtes Gewissen hättest und es Dir so nicht gut gehen kann ;)

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    Wie kommst Du darauf, das er eine Vaterfigur für mich ist?

    Liegt am Gesamteindruck den ich in Deinem Thread habe. Das ist keine Unterstellung, eventuell täusch ich mich da total, nenn es Bauchgefühl.

    Ich mag's so sagen, in den meissten Threads in denen der Threadersteller noch mitten drin steckt, schwingt immer so'ne gewisse Grundstimmung mit die bei den meissten etwa so ist:

    Aber ich lieb xyz so. Und ich muss ihn doch irgendwie retten.
    und später dann:
    Irgendwie krieg ich's echt nicht auf die Reihe obwohl ich mich echt bemühe.

    Bei Dir habe ich das Bauchgefühl, die Grundstimmung ist eher:

    Aber ich brauche ihn so! Wer bin ich schon ohne ihn? Was kann ich schon machen?

    Weisst was ich meine?

    Wie gesagt, es ist eher ein Bauchgefühl und bezieht sich so auf den Gesamteindruck, nicht zwingend auf einzelne Aussagen.

    Wenn es aber stimmt und in etwa so ist, dann bist Du 8 und er Dein Papa (im übertragenen Sinne).

    ich glaub auch Dein Nickname spielt da rein. hat sowas hilfloses was gern beschützt werden will.

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    Schon schlimm, wenn es mir nur gut geht wenn er nicht trinkt gell?

    Naja, schlimmer finde ich persönlich eher Deine Resignation in der Abhängigkeit von ihm.

    Es ist schon ein bisschen sichtbar, dass er eine Art Vaterfigur für Dich ist und Du Panik bekommst, wenn er ausfallen könnte. Sei es durch Trenung und/oder Suff.

    Ich bin immer wieder ein bisschen von Threads erschrocken in denen die Resignation - also die Selbstaufgabe - als irgendwas unveränderliches angenommen wird. Das ist was, was ich nie nachvollziehen konnte und bis heute nicht kann.

    Soll jetzt keine Beurteilung sein, ich hab mit so vielen Themen ewig rumgemacht und bin manchmal monate oder jahrelang nicht wirklich vorangekommen, doch war's bei mir immer so, dass der Gedanke, so möchte ich eigentlich nicht sein und leben doch immer da war und mich immer wieder angetrieben hat. Ich kann so richtige Selbstaufgabe die als etwas gottgegebenes angenommen wird, deswegen nur schwer, sehr schwer nachvollziehen.

    Selbst wenn ich's praktiziert habe - unbewusst, war für mich auch nie der Sinn einer Partnerschaft den Anderen als Elternersatz zu gebrauchen.

    Als ich solche Dinge gemerkt habe, habe ich irgendwie immer recht schnell gehandelt.

    Vielleicht brauchst noch Deine Zeit, schwer zu sagen, wenigstens den Gedanken mit der SHG wirf halt nicht beiseite.

    Dass Dir die Beziehung, selbst wenn er nicht trinkt, derzeit keine Kraft gibt sondern statt dessen Kraft entzieht, solltest merken. Du wirst also aus der Beziehung heraus auch nicht stabiler werden.

    Der Hunger kommt beim Essen ;)

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    Aber ich
    wollte (glaub ich) endlich eine Art Anerkennung. Wie Du auch. So ein OK - das wir niemals bekommen werden. Bzw. mal kurz und nur leihweise

    Und selbst wenn, was bekämen wir denn? Anerkennung.

    Anerkennung - wofür? Für unsere Leistungen? Anerkennung, dass wir in den Augen unserer Eltern alls richtig machen. Richtig sind?

    Selbst Eltern oder Partner können uns das nie geben, das Maximum, was wir bekämen, ist, dass wir in ihren Augen - nach ihrem Masstab richtig wären, dass wir uns endlich passend gebogen haben.

    Eine "Anerkennung" - die ich eigentlich gar nicht möchte.

    Das was wir da immer mal wieder suchen, können wir uns nur selbst geben. Niemand anders kann das.

    Und es gibt Anderes was es zu bekommen gibt. Wertvolleres.

    Denk an Deinen Kerl. Er lässt Dich so. Ist das nicht mehr als jede Anerkennung? Ist das nicht die größte Wertschätzung für Dich?

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    Es wird noch nicht alles gewonnen sein.

    Das wird es nie sein. Weil es nichts zu gewinnen gibt. Es gibt kein Ende. Und das ist auch gut so.

    Einfach weiter tanzen liebe Nys, einfach weiter tanzen.

    Für den Moment, freu ich mich einfach mit Dir.

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    Ich bin grad etwas verwirrt, wie das so schnell sein kann.

    Wirklich? Es ist immer nur eine Entscheidung. Immer. Die Zeit die es braucht ist nicht die Entwicklung, sondern die Zeit die es braucht damit die Entscheidung reifen kann. Ab dann ist es immer eine Sache von Sekunden.

    Was hast Du denn getan? Ich meine, wirklich getan?

    Doch nur akzeptiert, was längst so war. Erwachsen zu sein. Und unabhängig. Selbst für Dich zu entscheiden. Nicht gegen Andere. Nur für Dich.

    Und Nein - ich tätschel Dir nicht den Kopf. Hab bitte das Gefühl gar nicht erst. Ich feu mich immer nur wenn's Jemandem gelingt ganz er selbst zu sein. Nicht mehr Ehefrau. Tochter. Oder Mutter. Wenn es ihm gelingt für einen Moment alle Rollen hinter sich zu lassen. Und sei es nur für einen Augenblick. Dann wird alles ganz leicht und es bedarf weder Analysen noch Erklärungen. Richtig und falsch, für oder gegen existieren dann nicht mehr.

    Das ist die Realität. Und das Leben.

    Ich find langsam auch zurück ;)

    Eben wie 2 erwachsene Frauen! Das ist nämlich auch schon alles und das ganze Geheimnis.

    Vor ein paar Seiten hast noch drauf bestanden, dass Jeder (auch Erwachsene) doch so sehr seine Mutter braucht.

    Der Kerl scheint Dir gut zu tun. Bleib dran :)

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    Sie habe sich ein Ei gekocht und dabei daran gedacht, wie oft sie sonntags Eier gekocht und den Frühstückstisch liebevoll gestaltet hat und kann es nicht verstehen, daß ihre Tochter das alles offensichtlich vergessen hat.

    Das ist so, so mies.

    Was ist denn die Realität? Hast Du's vergessen? Wohl nicht. Bist Du dankbar dafür? In Deinem Rahmen sicher.

    Das ist alles.

    Hat Dir Deine Mum was gegeben, wenn sie für's Eier kochen erwartet (und auf die mieseste Art impliziert) dass Du aus Dankbarkeit ihr heute die Eier zu kochen hast?

    Bist Du Rechtfertigung schuldig? Erklärung?

    Nein! Ganz einfach Nein. Weder für Dein Handeln, noch für Dein Denken, noch für Dein Empfinden.

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    Änderung wäre, wenn sie Dankbarkeit nicht ständig mit Liebe verwechseln würde und wenn sie wüßte wie wichtig Freiheit ist.

    Liebe ist Loslassen. Nur das! Nur! Liebe lässt frei, alles was bindet ist nicht Liebe. Das ist irgendwelcher anderer Kram, aber es ist nicht Liebe.

    Wenn Du Dich dankbar fühlst, dass Deine Mum Dir das Leben geschenkt hat und Eier gekocht hat weil Du's noch nicht konntest, fühl das ruhig. Du darfst das fühlen. Das ist alles. Du brauchst es weder zeigen, noch rechtfertigen, noch in Frage stellen, noch erklären - und vor allem brauchst Du eins nicht. Es beweisen.

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    Die Angst vor Ablehnung durch die Geschwister meiner Mutter, die alle das Co.System rauf und runter beherrschen - diese Angst macht mich wieder abhängig. Ich hab jetzt schon Angst vor der Traurigkeit, die dann hochkommen würde, wenn sie mich alle verurteilen für meine Unabhängigkeit.

    Das - und nimms mir nicht krumm - ist aber die 12 jährige Nys. Nicht die erwachsene Nys die selbst für sich sorgen kann. Hier verbirgt sich der heimliche Wunsch, wieder in's Kinderzimmer zurück zu dürfen.

    Es mag sich manchmal unglaublich hart anhören, aber das wird nie wieder passieren. Du bist nimmer 12 und wirst nie wieder 12 sein. Du wirst anecken, bei Deiner Familie, bei anderen Menschen, immer und immer wieder. Und das ist auch richtig und gut so.

    Die Angst darfst Du haben. Doch bist Du heute erwachsen und kannst sagen - ich komme klar. Auch wenn ich Angst habe. Ich komme mit diesem Gefühl zurecht.

    Das ist letzten Endes der Weg in die wirkliche Unabhängigkeit, raus aus dem Kinderzimmer. Sich selbst eingestehen, ja verdammt, ich werd mich unsicher fühlen. Ich werd mal Angst haben und mal Schuldgefühle. Doch ich komme damit zurecht.

    Das Vermischen von Verantwortungen erwächst zumeist daraus, für bestimmte Gefühle keine Verantwortung übernehmen zu wollen - oder zu deutsch, ich fühle mich so und so, ich will mich nicht so fühlen, ich verändere mein Handeln weg von dem Weg, den ich gehen will, um mich nicht so zu fühlen wie ich's tue, würde ich ihn so fortsetzen.

    Wenn man nie die Gelegenheit bekam, die Nabelschnur zu trennen, tut es verdammt weh das zu selbst zu tun und schlimmer noch - feststellen zu müssen, es selbst tun zu müssen.

    Aber - Du hälst es aus Nys. Weil Du eben nicht mehr 12 bist und das heute kannst. Ich habe Dich hier als sehr reflektiert, sehr stark und sehr aufgeräumt erlebt, oft so, dass ich Dich ein klein bisschen beneide.

    Manches sitzt auch so tief, dass es völlig unmöglich ist, dass tatsächlich gemeinsam mit dem Anderen aufzuräumen und es bleibt nur der Weg für eine Weile ganz weg von ihm zu gehen.

    Obwohl ich den Kram mit meinem Elternhaus seit Jahren bearbeite und sehr, sehr wenig Kontakt habe, hat vor kurzem genügt, dass meine Mum nur meine Wohnung betreten hat und nur, dass sie anwesend war, sorgte dafür dass ich mich fühlte wie ein Totalversager mein gesamtes Leben betreffend.

    Ist da jetzt meine Mum Schuld?

    Nein. Denn heute ist heute. Ob sie Erwartungen an mich hat ist ihre Sache. Ob sie sich enttäuscht von mir fühlt, ist ihre Sache. Damit muss sie klar kommen, nicht ich.

    Meine Sache ist, dass ich manches offensichtlich nicht kann. Oder noch nicht. Und vielleicht noch Jahre oder ein ganzes Leben dafür brauche. Und dazu gehört mir einzugestehen, dass ich in Muster verfalle, sobald bestimmte Menschen aus meinem Leben präsent sind. Und ich einen engeren Kontakt nicht halten KANN wenn ich für mich sorgen will.

    Bin ich deswegen schlecht? Ein schlechter Sohn?

    Das Gegenteil ist der Fall. Ich übenehme verantwortung für mich.

    Und DAS ist mein Job als Sohn. Das macht mich zu dem perfekten Sohn. Dass ich die volle Verantwortung übernehme für das, was mir meine Eltern geschenkt haben. Mich. Mein Leben.

    In vollem Umfang.

    Hi Nys,

    ich seh das durchaus ähnlich. So gut ich Dich auch verstehen kann ist das was signalisiert wird, ist der Druck auf Dich groß genug, gehst in's Nest zurück.

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    Ich sage, ich will als Erwachsene behandelt werden

    Allein die Aussage ist nur möglich, wenn Du Dich selbst gegenüber Deine Familie nicht so siehst.

    In irgendwie abhängigen Beziehungen, ist der Gang zum Anderen um zu erklären, dass man unabhängig sei, genau das was die Abhängigkeit zeigt und aufrecht erhält.

    Entweder bin ich unabhängig und verhalt mich so - oder nicht.

    Deiner Mum kannst auch wochenlang erklären, das ändert gar nichts. Allein der Erklärungsversuch ist eben wieder - ich will's gern in Ordnung bringen.

    Schau mal Deinen letzten beitrag an. Du analsysierst Deine Mum und Deine Familienverhältnisse und bist dabei weit weg von Dir gekommen.

    Ich kenn das von mir selber, so so gut wie schnell das geht und dass nur der Kontakt ausreicht und ich steig volle Kanne ein.

    Das Gespräch was Du suchst - okay. Und dann?

    Du hast schon einen Brief geschreiben. Was war das - und dann - danach? Das Gespräch jetzt?