Beiträge von Kaleu

    Wenn Du's schaffst, schmeiss mal für einen Augenblick alles weg, alles über Bord. Alles Wissen, alle Zweifel, alle Bedenken. Alkohol, Kinder. Richtig, Falsch, Pflicht, Eltern, Perfektionismus, Vergangenheit, Zukunft, Forum, Co-Abhängigkeit, Haus.

    Alles in den Mülleimer. Für 10 Sekunden. Keine Angst, Du darfst anschliessend all diese super bedeutungsvollen (:D :D :D) Sachen wieder aus dem Mülleimer nehmen und Dir wieder in Deinen Rucksack laden, nicht dass Du Dich noch leicht fühlst, will ja keiner ;)

    Also für 10 Sekunden. Machst Du?

    Nur für eine Frage?

    Will ich den Mann?

    Nicht denken, fühlen.

    Will ich den Mann?

    Zitat

    Und ich bin wieder zurück ins Haus?!?!? WARUM?!?! Ich habe keine Ahnung! Ich war bei dem Gespräch wie fremdgesteuert

    Wie ich schon sagt, Niemand kann über Jahre und sein gesamtes Leben eingeschliffene Gewohnheiten über Nacht loswerden. Einmal der richtige Auslöser - und BÄNG - springt der Wagen wie von Zauberhand in seine Schienen und Du kommst nimmer runter.

    Wenn ich jetzt zählen müsste, wie oft ich das auf die Ein- oder Andere Art selbst erlebt habe und immer wieder erlebe. 4stellige Zahl? 5 stellig? Weiss nicht.

    Das worauf es ankommt ist nicht, dass es passiert, sondern, dass man's merkt. Wenn auch hinterher. Und Du hast es gemerkt. Mehr kannst da erstmal nicht machen. Ausser wissen...da ist was, das ICH (noch) nicht steuern kann.

    Zu der Situation selbst lässt sich nur eins sagen.

    Was muss, das muss. :D

    Aloha,

    das erinnert mich irgendwie an meine Alkohol-Rückfall-Träume. Einer davon war so real und hat mich so sehr mitgenommen, dass ich in die Küche laufen musste um nachzusehen ob das wirklich nur geträumt war.

    Das wirklich abgefahrende an dem Traum war, dass ich nichtmal im Traum rückfällig werden wollte. Ich stand in meiner Küche, hab 'ne Flasche Sekt angesetzt (gleich mal die Flasche, wollts ja wissen :D) und nach dem ersten Schluck alles in den Ausguss geschüttet.

    Ich bin aufgewacht und war völlig fertig. Krass solche Träume.

    Zitat

    Irgendwie pro Forma habe ich dann noch ein bisschen schlechtes Gewissen "im Nachhinein produziert", aber das war nix Richtiges...

    Schäm Dich. Schwache Co-Leistung da. :D

    Einer der geilsten Sätze die ich hier im Forum gelesen habe. Danke dafür. You made my day :D

    Zitat

    Was ich mit meinem Eintrag viel eher meinte ,das manche (frauen) ,die sich von ihrem xy getrennt haben,sich schnell wieder verbandeln,manche auf biegen und brechen und da machte ich mir Gedanken ob das wirklich klappen kann oder ob das der Versuch ist seinen Marktwert zu testen (mangelndes Selbstwergefühl?)oder auf keinen Fall mal ne Weile alleinzusein und hinzuschauen (auf sich selbst)

    Und selbst wenn. Das entbindet ja nicht davon, trotzdem dazu zu lernen. Hat man's vorher nicht, knallt es in der kommenden Partnerschaft an den gleichen Stellen wieder. Vor sich selbst abhauen funktioniert nunmal nicht.

    Das klappt weder alleine noch mit Partner.

    Was soll's also.

    Es wäre genauso größenwahnsinnig von sich selbst anzunehmen, man könne lernen wie man sich selbst in einer Partnerschaft verhalten würde, wenn man keine Partnerschaft hat. Und wenn ich anfange mir gedankliche Listen zu machen, wie ich oder der Partner zu sein hat, kann ich's auch gleich lassen.

    Rückblickend betrachtet habe ich mit xyz nicht wirklich viel verkehrt gemacht. Ausser auszublenden, dass es nicht funktioniert und ich es mit Gewalt zusammenhalte und sobald ich das lasse, es auf jeden Fall zerbricht.

    Das weiss ich heute. Ich weiss nicht, ob in der nächsten partnerschaft, ich den gleichen Mumpitz wieder anfange. Woher denn? Dafür muss ich's ausprobieren. Ich weiss aber, da muss ich drauf aufpassen. mehr kann ich doch sowieso nicht tun.

    Knöpfe die ich habe sind nicht weg, nur weil keiner da ist, der drauf drückt. Und die Nächste wird noch auf etliche davon drücken. Ohne dass das zwangsweise bedeutet, dass ich oder sie krank wäre.

    Zitat

    Wenn ich hier lese ,wie schnell manche wieder auf Partnersuche sind (sich verbandeln) frage ich mich ,,haben die dieses Bewußtsein auch oder ist es der Versuch das ,,Alleinsein,, schnell wieder zu beenden oder den eigenen Selbstwert zu testen.

    Ich denke nicht, dass sich das pauschalisieren lässt. Dafür brauch ich nur mich selbst anschauen.

    Was zukünftige Partnerschaften angeht, fühl ich mich extrem ambivalent.

    Die eine Richtung ist - jetzt werd ich mal perfekt alleine glücklich und dann kann ich mir auch den perfekt alleine glücklichen partner für die perfekte partnerschaft suchen in der beide sowas von unabhängig sind, dass im Grunde nichts was eine Partnerschaft ausmacht existent ist und Beide sich selbst so glücklich machen dass ihnen der Partner am Hintern vorbei geht. :D

    Die andere ist - ich sehne mich nach einer Partnerin. Was hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich im Grunde seit 10 jahren allein bin. Trotz xyz.

    Betracht ich den ganzen Kram ständig und immerzu mit der Co-Brille, finde ich ständig nur Argumente die gegen eine Partnerschaft sprechen.

    Deswegen hau ich einfach die Co-Brille in den Mülleimer und leb mein leben.

    Wenn die Richtige mir über den Weg läuft werd ich's merken. Und dann lass ich's drauf ankommen.

    Ich wäre schlicht und ergreifend blöd wenn nicht.

    Ich hab nicht 10 Jahre Einsamkeit überstanden um nachher gewollt einsam zu sein.

    Das einzige was ich ändern möchte ist - keine Beziehung mehr erzwingen wollen, wo sich von allein gar keine ergibt weil der Andere viel zu beschäftigt mit sich selbst ist.

    Der Rest soll mal schön so passieren wie er passiert.

    Zitat

    Ich muss immer wieder denken: wow, die haben den Bogen echt raus!

    Also ich nichtmal ein bisschen. :D
    Genau das ist ja das, was ich immer wieder verkehrt mache, zu glauben, man könne den Bogen raus haben.

    Ich hab einen sehr großen Crash hinter mir. Also ich hab nix angestellt, gesoffen oder so, ich rede von einem emotionalen Crash. Die Ursache dafür war die, dass ich unheimlich viel verstanden und umgesetzt habe und plötzlich - ohne es zu merken - den Fehler gemacht habe mich vollkommen zu überschätzen. Eben in dem Glauben, jetzt hab ich's verstanden. Jetzt hab ich den Bogen raus. Was soll nun noch passieren?

    Und rumms - hat's mich so mächtig hingeledert, dass ich immer noch mühselig dabei bin mich hochzurappeln.

    Das Leben ist zum Glück der geduldigste Lehrer. :D

    Zitat

    Leider merke ich auch hier wieder, dass ich mich schon wieder verbiege, bei dem Versuch so zu werden wie ihr.

    Glaub mal, das mach ich im Moment andauernd. Ganz besonders wenn ich mich instabil fühle. Manchmal lese ich Beiträge von Girasole oder Nys, bei denen ich denke, wow. Und erwische mich, dass ich mich vergleiche. Beneide. Und anfange zu kopieren. Weil ich's wieder richtig machen will. Weil ich selbst da schonmal war und wieder hin will.

    Ich bin im Augenblick bereits am Überlegen ob ich mir wieder eine lange Auszeit aus dem Forum nehme, einfach weil ich dann keine Wahl habe als meinen Kram zu machen, statt in das alte Muster des Vergleichs zu fallen was ich immernoch super anziehend finde wenn's mir nicht gut geht.

    Allerdings seh ich's mir heute nach. Denn nichts davon mach ich ja mit Absicht. Und so sehr ich Achtsamkeit auch übe und in mein Leben integriere, so schnell versagt die einfach auch wieder. Das finde ich heute allerdings halb so wild. Wichtig ist für mich eigentlich nur, dass ich's irgendwann bemerke und dann wieder ein bisschen aufpasse und hier und da etwas korrigiere. Wohlgemerkt nicht indem ich versuche Jemand anders zu sein, als der der ich bin oder wie ich mich fühle. Sondern der Ist-Zustand, also wie fühle ich mich gerade, wie bin ich gerade, diesen einfach nur anzunehmen. Sonst nichts.

    Bezieh ich's auf meine persönliche Sicht, gilts für mich nicht Girasole oder Nys zu werden, nur weil die Beiden Dinge schreiben, die ich schön finde und mag, an mir mag und an anderen mag, sondern mir erstmal zugestehen - und dauch Nys und Girasole zugestehen - ich bin hier. Ihr seid dort. Ich bin nicht da wo ihr seid. Und ich will nicht dahin wo ihr seit, sondern mich wieder finden. Zumindest an den Stellen an denen ich mich verloren habe.

    Vielleicht ist es auch noch gar nicht die Zeit manchen Schuttberg wegzuräumen. Und vielleicht ist der Schuttberg auch gar keiner.

    Die Ursache warum ich in meine Muster zurück falle ist bei mir immer die Gleiche. Weil irgendwas passiert, wodurch ich mich hilflos fühle. Und dann suche ich händeringend eine Anleitung. Dann fang ich an mich nach der Anleitung zu richten. Das funktioniert nur heute bei mir so gar nicht mehr, weil's nicht meins ist, es ist nicht gewachsen, es ist geklaut und erzwungen. Ich wehre mich heute gegen alles nicht gewachsene, sondern mir selbst auferlegte, so extrem, dass ein innerer Kampf beginnt, der mich auffrisst und mir sämtliche Enrgie kostet. Das Einzige was dann noch hilft ist die Akzeptanz, dass ich mich aber hilflos und überfordert fühlen DARF! Und das erstmal als Ausgangsbasis akzeptiere und annehme. Mich wieder annehme. Dann kommt langsam wieder echte Bewegung rein. Langsam. Und natürlich. Dann wächst wieder. Weil das Gefühl der Hilflosigkeit einfach nur Stunde Null ist. Und Stunde Null bedeutet auch, hier darf wieder wachsen.

    Ich glaube in Deinem Thread war's Neuweg, wo Girasole das Wort Eifer verwendet hat. Noch schlimmer als eifern ist nacheifern. Nichts bringt einen selbst mehr aus der Bahn. Niemand kann in den Fusstapfen eines Anderen sein Glück finden, er wird nur das Glück des Anderen finden. Was nie ihm gehören wird.

    Laufe nie dem nach, der glücklich ist. Sondern suche was er suchte.

    Zitat

    Gerade weil ich selbst ein 200%begeisterungsfähiger Mensch bin, weiß ich welch eine Dynamik darin steckt.

    Das finde ich etwas sehr, sehr wertvolles. Etwas, was ich selbst besitze - im Moment allerdings etwas verschüttet.

    Genau diese Begeisterungsfähigkeit hat mich immer wieder in ausweglose Situationen gebracht. Der Fehler den ich irgendwann gemacht habe, war mir meine Begeisterungsfähigkeit abzuerziehen bzw. aberziehen zu wollen. Das ist das Schlimmste was ich mir jemals angetan habe. Begeisterungsfähigkeit ist bei jedem Menschen eine der natürlichsten, erfrischendsten und schönsten Eigenschaften, denn sie ist zugleich Ausdruck und Triebkraft von Lebensfreude.

    Das mag ich bei mir gerne reaktivieren. Es ist etwas grundsätzliches was mir inne wohnt. Ich hab das jetzt jahrelang abgewürgt. Um ja weiss Gott wie vernünftig zu sein.

    Heute mag ich lieber ausprobieren und entscheiden, wo nutze ich welche meiner Stärken, damit sie nicht vergeudet ist. Statt irgendwas an mir in irgend ein Korsett zu sperren. Denn das ist gar nicht nötig. Der Wunsch nach Frieden und Augeglichenheit, Ruhe, Intimität, nicht im aktiven sondern im hingebenden und annehmenden Sinne wohnt mir ebenso inne.

    Ich brauch gar nicht basteln an mir, es ist alles schon da.

    Hallo Nys,

    gerade die Ungeduld im Selbstretten hat irgendwann bei mir dazu geführt, dass ich gepaart mit meinen inneren Kritikern irgendwann anfing jede beliebige meiner Handlungen in Frage zu stellen. Etwas, was ich heute nicht mehr machen möchte, denn nicht jede Handlung ist gleich Ungeduld oder Bedürfnisbefriedigung. Vieles ist eben einfach auch nur spontan aus dem Bauch und hat etwas mit Neugier und Leben zu tun.

    Wir Co's neigen schon ein bisschen dazu kontrollieren zu wollen. Der Eine sicher mehr, der Andere sicher weniger. Wobei ich von Kontrolle im Sinne von - ich mag gern festlegen wo meine Reise hin geht - etwas was ich ohne es zu merken so weit getrieben habe, dass ich anfing mich einzusperren. In dem Beitrag bei Neuweg ging es darum, auch in meinen Wänden ging es darum.

    Ich werd immer stolpern. Ich kann darüber grinsen oder ein bisschen an mir rumschnippeln, weil ich was nicht ganz so perfektes gefunden habe. Das Grinsen macht mich fröhlich, das Rumschnippeln macht mich kaputt. Diese Entscheidung trage ich selbst.

    Und mit Kontrolle, werde ich nie Geduld erzeugen können. Nur Ungeduld einsperren. Davon ist die aber nicht weg. Nur unterdrückt. Geduld kommt mit dem Vertrauen und dem Loslassen von Erwartungen.

    Zitat

    Mag sein, daß ich eines Tages mutiger bin. Noch bin ich tatsächlich ein scheues Wesen.

    Mut ist nur eine kleine Stimme die beim einschlafen sagt, morgen versuche ich's nochmal. :)

    Wir haben doch alle Zeit der Welt. Nichts läuft irgendwann irgendwem weg. Und ein Können war noch nie Müssen. :)

    Also wenn ich so dran denke, wieviel Runden ich gedreht habe... :D

    Wenn ich ganz ehrlich bin, hab ich recht früh, nachdem ich mich mit der gesamten Thematik auseinandergesetzt habe, recht viel verstanden.

    Verändert hat das aber gar nichts.

    Ich hab erst das Handtuch geschmissen, nachdem ich schlicht und einfach nicht mehr konnte und sich auch nichts mehr irgendwie reparieren liess. Geholfen hat mir dann alles, was ich vorher bereits für mich selbst erreicht hatte. Denn im Inneren hatte ich schon längst aufgeräumt. Das aber nach aussen zu übertragen war etwas wovor ich mich gescheut habe.

    Warum das eigentlich so war, vermag ich bis heute nicht abschliessend zu sagen. Ich weiss, daß Liebe auch eine sehr große Rolle gespielt hat, nicht nur irgendwelche Abhängigkeiten. Ich hab mich immer dagegen gewehrt, eine zwischenmenschliche Beziehung auf die gleiche Ebene wie eine stoffliche Sucht zu heben. Und das tue ich heute noch.

    Ich hab Beides hinter mir. Aufhören zu saufen und Trennung. Und da ist ein gewaltiger Unterschied.

    Ich glaube am schwersten ist es - wenn man das Gefühl hat gehen zu müssen obwohl man nicht gehen will. Mehr oder minder war es bei mir gleich, allerdings überwog dann irgendwann das Gefühl gehen zu müssen. Denn ich selbst war nicht mehr fähig ihr zu glauben oder zu vertrauen oder sonst irgendwas einzubringen was ein Miteinander ermöglicht. Ich war zerrissen dazwischen vertrauen zu wollen und nicht zu können aber auch davon ständig das Gefühl zu haben eine Grenze setzen zu müssen, die ich nicht ziehen will. Radikale Abgrenzung, die nötig ist, wenn der Andere einem nicht gut tut, verhindert letztlich ein Miteinander. Ab da war klar, dass es vorbei sein muss.

    Wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden wird.

    Vergiss Dich selbst nicht und gib Dich niemals auf. Alles Weitere erwächst daraus von allein.

    Schau nicht so sehr drauf, wie er mit dem Alkohol oder seiner Sucht umgeht. Sondern darauf wie es Dir geht und wie Du für Dich sorgen kannst.

    Zitat

    Ich hab noch einen weiten Weg vor mir.

    Nicht kürzer und nicht weiter als Andere.

    Hallo Nys,

    da ich eben erst entdeckt habe, dass Du mir in den Wänden geantwortet hast, mag ich Dir auch ein paar Zeilen hinterlassen aber Dir auch Danke sagen, Du hast in den letzten Wochen hier und da ein paar Gedanken hinterlassen, die mir sehr weitergeholfen haben.

    Bei unserem ursprünglichen Missverständnis hast Du mich ursprünglich an jemanden erinnert was bei nährem Lesen nicht gerechtfertigt war. Ich mag mich gern für diese unbeabsichtigte Übertragung nochmal bei Dir entschuldigen. Sie hatte wohl auch damit zu tun, dass es mir in der Zeit weniger gut ging, als ich's selbst von mir dachte und vieles Erlentes schlicht versagt hatte. Beispiel ist hier sicher auch mein Beitrag bei Mariechen. Wo ich doch eigentlich viel kuscheliger bin :D

    Zitat

    Du bist Deine ganz eigene Marke ;)
    wie ich übrigens auch :)

    Dankeschön. Und nachdem ich viel bei Dir und von Dir gelesen habe, seh ich das gleich. Es macht Spass Dir in Deiner Entwicklung zuzusehen, auch wenn ich manches so gar nicht verstehen kann. Aber Anderssein in den Dingen in denen man sich unterscheidet finde ich heute etwas Wunderbares und Ergänzendes. Lass uns beibhalten was die Marken Nys und Kaleu ausmachen.

    Können wir die im Handelsregister eintragen lassen? :D

    Zitat

    Jetzt bin ich manchmal einsam, manchmal kurz davor den nächstbesten Mann zu vergewaltigen (Spaß!!!) .... und integriere es -- als Ausdruck dessen, daß ich am Leben bin.

    Besonders dafür mag ich Dir Danke sagen, denn mir geht's gleich und zwar wörtlich. Mich aber nicht dagegen zur Wehr zu setzen oder den Zustand zwanghaft zu beenden um ihn nicht zu haben, funktioniert heute bei mir nicht mehr, so wie das früher eben war oder funktioniert hat.

    Der Umgang damit als Integration, Akzeptanz und mir einfach sagen, hey, es ist so - Es ist okay - schafft dennoch wieder den inneren Frieden um so ein paar Dinge loslassen zu können.

    Auch wenn ich bei jedem zweiten Rockzipfel den ich zur Zeit sehe ein bisschen das Sabbern anfange :D :D :D

    Zitat

    Den von Renate genannten "Rückblick" auf Deine nasse Zeit habe ich nicht gefunden. Hätte ich auch gern gelesen.

    Der ist etwas schwerer zu finden, denn der Thread war nicht von mir. Schau mal bei den Alkoholikeren nach "Die Sucht des Anderen" so hiess er glaube.

    Ich freu mich Dich hier gefunden zu haben. Ich nehme mir in den letzten Tagen viel von Dir mit. Und besonders freue ich mich darüber, dass wir uns nicht an die Gurgel gegangen sind. Wenn ich etwas sehr, sehr schätze, sind es gerade solche Begegnungen bei denen man anfänglich das Gefühl hat um Welten auseinander zu liegen um dann gemeinsam festzustellen, dass man sich viel, viel näher ist.

    Zitat

    Jetzt werd ich erst mal ne Runde wieder alleine tanzen.

    Lass mich wissen, wenn Dir da zu langweilig wird ;)

    Zitat

    Ich wünsche Dir viel Kraft oder eben auch Schwäche, um das zu finden wonach Du eigentlich gar nicht suchst!

    Hehe, Danke. Das drückt meine Richtung gerade perfekt auf den Punkt gebracht aus.

    Zitat

    Zum weinen ist mir manchmal schon, aber das verbiete ich mir noch so wunderbar und drehe, winde und kreise eher in meinen Gedanken um doch einen Weg zu finden dort hin zu gelangen.

    Kenn ich. Obwohl ich mir im Grunde längst erlaube, jedes beliebige Gefühl zu haben, rutsch ich wenn's ganz dicke kommt noch sehr, sehr oft in die - aber weinen? NÖ! - Ecke. Bin ja schliesslich ein gestandner Kerl und hab alles im Griff!

    Prima Show die ich da abgezogen habe. Hab das auch mal wieder gleich ein paar Wochen aufrecht erhalten können. Aber am Ende hab ich mich genau den Menschen gegenüber, denen ich vorgemacht habe, ich hätte alles im Griff, dass ein Wort von denen genügte, dass ich in Tränen ausgebrochen bin.

    Ich mag diese ganze Lügerei nimmer. Den Selbstbetrug, den Betrug anderen gegenüber. Das kostet so sinnlos Kraft.

    Das Beste und Wichtigste was ich in den letzten Wochen gemacht habe, war weder Arbeit, noch Essen, noch Wohnung suaber machen noch Sport noch nach irgend einem Warum zu suchen. Sondern Weinen. Und da kam noch ganz schön was hoch.

    Zitat

    Mit dem alten Denk- Verhaltens und Gefühlsmuster passt das Wunsch-Ich noch so gar nicht zum realen, derzeitigem Ich.

    Wenn es nicht so läuft, wie Du denkst, denk anders ;)

    Dass Du gerade jetzt dieses uralte Zitat von mir hochholst...ich muss gerade Grinsen, hat fast was Schicksalhaftes :D

    Ich komme nämlich gerde jetzt und in den letzten Tagen aus genau dem gleichen Loch was Du da beschreibst und lese ich meine alten Zeilen, muss ich grinsen, denn es ging mir wörtlich genauso. Und besser wurde es diesmal auch nicht durch Aktivitäten, Ablenkungen oder dergleichen, sondern durch den inneren Satz, dann hab ich halt nichts mehr im Griff.

    Akzeptanz. Und dann ging's los. Erstmal eine Woche geheult wie ein Schlosshund.

    Halt alles gesellschaftlich verpönt.

    Ich funktioniere nicht mehr.
    Ich weine 'ne Woche durch.

    Alles verboten, nicht erwünscht. Und wer's macht, der muss psychisch krank sein.

    Der Druck den das auf mich ausübte hat mich auch in Richtung Depression getrieben. Und die Angst vor Depression.

    Geholfen hat mir nur, die Erlaubnis mir selbst zu erlauben, dass ich gerade nicht klar komme.

    Seit den Heulattacken mach ich wieder kleine Dinge. Wenige. Die aber endlich wieder für mich und nicht weil's richtig ist.

    Fühl mich gerade als lerne ich wieder Schritt für Schritt gehen und fang wieder bei Null an.

    Der Anlass war bei mir damals wie heute der gleiche.

    So - ich hab mein Leben zurückgeholt. Was mach ich nun damit, ich weiss eigentlich gerade nicht was ich damit soll.

    Ich hab zwanghaft versucht eine Antwort zu finden.

    Seit ich das nicht mehr versuche, geht es langsam besser.

    Ich hab eben Deinen Faden bei den EKAs gefunden.

    Achte einfach ein bisschen drauf, Deinen Perfektionismus den Du da erwähnst nicht zu sehr auf die Trennung auszurichten.

    Diese ganzen Muster, insgesamt haben eine bittere Eigenschaft. Die wollen gerne bleiben. Allesamt.

    Ich hab bestimmt 2-3 Jahre damit zugebracht um mich "mit Gewalt zu retten". Das nahm teilweise erschreckende Formen an:

    Saufen aufgehört - Haken dahinter, fertig.
    Beziehung lässt sich nicht retten? - Okay, verstanden.
    Selbst retten! SELBST RETTEN! JETZT ABER!!!

    Ich hab mir in 2-3 Jahren unheimlich viel angetan. Statt die Welt zu retten, rette ich dann halt mich. Und warum verdammt nochmal werde ich nicht glücklich? Ich mach doch alles richtig? Ich muss doch also jetzt endlich verdammt nochmal glücklich werden. Ich hab so hart dran gearbeitet. Ich hab das JETZT verdient. Schei**** Universum, zahl meinen Lohn, das war der Deal!!!

    Die Folge war der Absturz in die Depression. Die Scherben dessen kehr ich immer noch zusammen. Oder vielleicht lass ich sie liegen. Und lass ein paar Blumen drauf wachsen. Oder ich vergess sie einfach. Oder vielleicht vergess ich einfach, dass ich mir mal vorgestellt habe, da wären Scherben.

    Du bist auf einem guten, einem sehr guten Weg. Lass auch die Zeit ein wenig ihren Job tun. Die fühlt sich sonst so überflüssig ;)

    Erwrte nicht, dass Du ausziehst und jahrelange eingeschliffene Gewohnheiten sich über Nacht verändern würden. Du setzt Dich damit völlig unnötig unter Druck. Hab ich auch gern gemacht. Sehr gern. Und auch darein fall ich immer wieder gern zurück.

    Lass Dir Zeit, Du darfst ruhig etwas geduldiger mit Dir sein.

    Unabhängig davon, ob da überhaupt noch Liebe eine Rolle spielt, spielen unheimlich viele Emotionen eine Rolle. Viele davon völlig unverarbeitet. Vieles davon braucht einfach nur Zeit.

    Sicher sind viele Verstrickungen da und werden sich erst nach un anch auflösen, doch Du beginnst sie zu esehen. Und das bedeutet, daß Du bereits einen Abstand davon hast.

    Manches braucht Aktivität, in der Du längst bist. Aber vieles einfach nur Zeit. Wie Girasole schon schrieb, auch die Zeit der Beobachtungen, von aussen, selbst wenn die Verstrickungen noch wirken und aktiv sind, man aber genug Abstand hat um sich selbst beobachten zu können, auch diese Zeit ist wichtig.

    Du hast das selbst schon bemerkt ohne es vielleicht so gemeint zu haben:

    Zitat

    Nein, das Wissen um das Alles macht es einfach noch nicht aus.

    Weil es nicht Deines ist. Alle Menschen um Dich rum, Berater, Menschen hier im Forum, Menschen mit gleichem Schicksalsweg, alle können Dir unheimlich viel mitgeben. Du kannst aus ihren geschichten unheimlich viel lernen.

    Aber Du kannst damit nicht das Gefühl - wie ist es eigentlich bei MIR? - ersetzen.

    Am Anfang hast Du die örtliche Trennung gebraucht um zur Ruhe zu kommen und auch um das Gefühl entwickeln zu können, dass Du selbst etwas bewegen und erreichen kannst und es ein Leben ausserhalb einer zerütteten Ehe und Alkohol gibt. Das hat genügt, damit Du etwas gefunden hast, von dem Du nicht mal wusstest, dass es da ist. Du!

    Und jetzt wo dieses Ich plötzlich da ist, fängt das Ich eben auch an zu schauen, was tue ich eigentlich hier? Wie funktioniert das eigentlich bei Mir? Was passiert mit mir?

    Der Unterschied zu vorher ist aber - dass Du jetzt Dich selbst beobachtest. Was vorher nicht so war.

    Prügel Dich nicht so. Lass Dir die Zeit die Du brauchst!

    ---------------------

    -Meister? Wie lange brauche ich um Erleuchtung zu erlangen?
    -Mmmh, das ist verschieden, vielleicht so 20 Jahre?
    -Meister und wenn ich mich richtig anstrenge, wie lange brauche ich dann um Erleuchtung zu erlangen?
    -Dann 30 Jahre.
    -Meister, ihr habt mich nicht verstanden, wie lange brauche ich, wenn ich mich wirklich roichtig, richtig, richtig anstrenge?
    -Achso, jetzt versteh ich. Na wenn Du Dich richtig, richtig, richtig anstrengst - dann - 50 Jahre!

    Zitat

    Ja, Du hast sicher Recht mit dem "gesunden Menschenverstand"..... und dass beii der durchnittlichen "Verweildauer" von 10-20 Sekunden beim Kauen auch nicht Unmassen von, sagen wir mal "Gaerprodukten" entstehen.

    Ich glaube nichtmal im Promillebereich. :D

    Ich wollte gar nicht so sehr auf die Sache an sich hindeuten, mehr darauf, daß irgendwann einfach auch Absurdität beginnt. Wäre genauso wenn Jemand der das Rauchen aufgibt versucht ohne Atemluft auszukommen weil sich Rauchpartikel vom Nachbarn in der Luft befinden könnten.

    Zitat

    Ich fands halt in dem Zusammenhang auch interessant, ob nicht da einer der Gruende liegt, warum viele hier nach dem Trockenwerden ueber einen vermehrten Suess-Gieper berichten. Fuer den Koerper ist es egal, ob er Alkohol zu Zucker abbaut und DANN verbrennt, oder den Zucker direkt bekommt.

    Ich würde da keinen Zusammenhang herstellen wollen. Für wahrscheinlicher halt ich's, daß es damit zusammenhängt, daß Zucker selbst das Belohnungszentrum kickt.

    Zitat

    Interessant fand ich ja den Einwand (nicht hier), dass theoretisch alle Kohlehydrate von der koerpereigenen Mundflora umgewandelt werden .... und dabei Alkohol enstehen soll.

    Nicht nur theoretisch. Methanol und Ethanol sind völlig natürliche und nahezu überall vorkommende Alkohole.

    Wer's nicht glaubt, kann sich das ganz einfach geschichtlich betrachten. Schon die alten Wikinger stellten den ersten Met her indem sie Honig in einen Napf gaben und alle mal ordentlich reinspuckten. Einen Tag stehen lassen und Du hast prima Met. Die zur Gärung nötigen Hefen kommen fast überall vor. Und die nehmen jeden Einfach- oder Mehrfachzucker auf und verstoffwechseln ihn zu Alkohol.

    Warum sonst hat der Mensch überhaupt die Fähigkeit Alkohole abzubauen. Ganz einfach weil es völlig normal ist, dass nahezu in allen Lebensmitteln in denen Kolenhydrate vorkommen eben auch Methanol und vor allem Ethanol vorhanden ist. Das ist überhaupt nicht zu vermeiden. Es braucht nurdie entsprechenden bakterien die überall vorkommen, einen bliebigen Zucker, der überall vorkommt und für einen Moment den Entzug von Sauerstoff. Schon geht's los.

    Da reden wir allerdings vom Milli- bis Mikrogrammbereich. Das sind Mengen die überhaupt keine Auswirkung haben.

    Als ich das schrieb, ging es mir mehr darum zu verdeutlichen, dass man's auch irgendwo übertreiben kann. Denn im Grunde gilt das gleiche für die hier genannten Banenen. In denen sich messbar Ethanol befindet. Messbar. Der befindet sich messbar nach dem Kauen einer Scheibe Weissbrot aber auch im Speichel.

    Klar ist Achtsamkeit ein wichtiges Thema. Aber wenn man anfängt eine gesunde Ernährung in Frage zu stellen, weil in dieser nachweisbar Ethanol vorkommt, dann hat das meiner Meinung nach nichts mit Vorbeugung, sondern mit Angst vor Alkohol zu tun. Und das ist eine ganz andere Baustelle.

    Und wer von einem Löffel Apfelbrei rückfällig wird - naja...der will meiner Meinung nach saufen und sucht'n Grund.

    Co-Kuscheln. :D :D :D

    Also wenn ich eine Sache wirklich gruselig fand, in meiner ganzen Zeit in der ich mich mit mir selbst auseinandergesetzt habe und nach wie vor tue, dann sind es solche Begrifflichkeiten mit denen gerne mal umher geworfen wird.

    Damals, vor 4 Jahren, ging's für mich primär um den Alkohol als ich her kam, nachdem der weg war, dann um meine Co-Strukturen.

    Und als ich anfing mich damit auseinanderzusetzen, durchaus auch im Austausch mit Anderen, hier im Forum, aber auch anderswo, fand ich im Nachhinein das Schlimmste was mir passiert ist - Schubladendenken. Schubladendenken, welches ich natürlich übernommen habe. Und mich dann wieder aus der Schublade befreien wollte. Und so erst recht ein Problem mit mir bekam.

    Jedes beliebige Verhalten kann als Co klassifiziert werden wenn man will. Co-Kuscheln. Co-Wut. Co-Allesrichtigmachenwollen. Co-Reden. Co-Denken. Oder weiss der Geier. Jedes bleibige Verhalten kann als nasses Denken oder sonstwas klassifiziert werden. Da reichts schon wenn einer mal Langeweile hat und deswegen 2 Nachrichten mehr schreibt. Irgendwer findet sich sicherlich, der da gleich mal ein Problem mit sich selbst attestiert.

    In Mariechens Thread hab ich aufgedreht, da beisst die Maus keinen Faden ab. Im Thread vom weinenden Engel war ich nur einen Tag vorher kuschelig.

    Was bin ich jetzt?

    Ein Co-Kuschler?
    Ein Co-Draufhauer der sich in den Rausch redet um seine iegnen Probleme nicht sehen zu müssen?
    Oder bin ich direkt ein zutieftst gestörter und ambivalenter Irrer, der nie so richtig weiss, was er nun will?

    Oder bin ich vielleicht einfach ein Mensch? Der sich mal so fühlt und mal so, immer eigene Baustellen hat, die mit reinspielen. Mit denen ich mich durchaus auseinandersetzen sollte, wenn sie überhand nehmen. Und mich auch mal aus dem Forum zurücknehmen, wenn ich merke, dass viel zu viel bei mir angesprochen wird und ich anfange mir über jeden Blödsinn nun Gedanken zu machen und an mir rumzubiegen.

    Ich leg mich nicht mehr in Schubladen. Danach hab ich das Problem da wieder raus zu müssen.

    Ich halte die grundsätzlich Klassifizierung von Verhalten für viel problematischer als beliebiges Verhalten selbst.

    Ich finde es einfach völlig normal - und wunderbar, daß Menschen verschieden sind. Daß Menschen anders reagieren. Der Eine so, der Andere so. Der Eine heute mal so und morgen ganz anders. Das letzte woran ich Interesse hätte, wäre, daß alle das gleiche quatschen. Ob nun kuschelig oder knüppelhart. Ich freu mich an der Vielfalt und kann aus dieser weit mehr mitnehmen, als davon, wenn jeder alles nun genau "richtig" macht.

    Zu der ganzen Thematik - besonders zum anschliessenden Ausufern in Mariechens Thread mag ich eine kurze Geschichte aus dem Zen wiedergeben.

    Zwei junge Zen Schüler gingen am Tag nach einem Regen einen Weg entlang. Der Weg war aufgeweicht und schlammig. Sie begegneten einer Frau. Die Frau bat die beiden Zen Schüler, dass einer sie bitte über den Weg tragen möge, damit sie sich nicht Schuhe und Kleidung schmutzig mache. Einer der beiden junden Mönche nahm sie auf die Schultern und trug sie über den Weg. Dann gingen beide weiter ihres Weges.

    Bereits Stunden später, als beide immer noch gingen, sagte der junge Mönch, der die Frau nicht getragen hatte zum Anderen.
    "Warum hast Du die Frau getragen? Sollen wir nicht Gelassenheit lernen? Ist das richtig anderen in ihren Eitelkeiten zu helfen? Das hätten wir nicht tun dürfen"

    Worauf der andere entgegnete:

    "Trägst Du sie etwa immer noch?"

    Zitat

    Ich muss an meiner Liste arbeiten, ein wichtiger Punkt ist mir Vorort Hilfe zu suchen und die dann regelmässig wahrzunehmen. So schön ein Forum auch ist, denke ich dass direkter zwischenmenschlicher Kontakt noch einen anderen Level erreicht. Muss mir ein soziales und auch finanzielles Sprungtuch schaffen, dass mich abfängt.

    Klingt doch nach nem Plan. :)