Hallo Anesa,
ja er hofft auf eine weitere Chance mit derSHG, er sagt es koste ihn Überwindung und er wünscht sich dort Menschen zu treffen, von denen er lernen kann ohne Alk zu leben.Ist ein Ansatz oder? Ich verstehe das für sich selbst tun so, das wir Cos uns mehr um unsere Patner kümmern, als um unser Wohlbefinden b.z.w. wir unsere Probleme damit verdrängen. Es gibt Cos, die 16 Std. nur an ihren Partner denken müssen, da bleibt nichts mehr für einen selbst. Wenn es nichts anderes mehr gibt außer den Partner ist es verdammt schwer. Bei mir ist es so, dass ich obwohl ich ganz viel für mich tue, oft über ihn nachdenke und versucht habe für ihn zu denken.Ich kann sehr dominant sein und eines meiner Hobbys ist mit gefährlichen Problempferden sozusagen verhaltenstherapeutisch zu arbeiten. Mit anderen Worten ich habe meine Anteile in dieser Beziehung und komme langsam dahinter, wie ich wirklich was für mich tun kann. LG Cidra
Beiträge von Cidra
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Hallo gestern Abend war es wieder so weit, der Andere war da und hat sich zuerst garnichts anmerken lassen, aber dann kams die Vorhaltungen ich würde mich garnicht mehr für ihn interessieren, er ist das Opfer, er wäre und das müsse ich doch in diesem Forum auch gesagt bekommen garkein typischer Alkoholiker u.s.w.
Ich habe die Verzweiflung in ihm gesehen, weil er langsam begreift, dass ich es ernst meine mit der entgültigen auch räumlichen Trennung.Ich würde ihm im Stich lassen und alles was er uns aufgebaut hätte, sei ja umsonst gewesen, er hätte doch schon so viel verändert.
Habe ich denn eine Wahl? Die nächsten Jahre mit ihm und diesen gemeinen Vorwürfen, Ängsten - wo ist da eine Zukunft? Er trinkt ja weiter...
Cidra -
Hallo Anesa,
ich habe Wochen manchmal Monate einen Freund, mit dem ich viel lache, rede, der den Haushalt macht, zuverlässig ist, es kratzt ihn sehr, wenn ich ihn am Tag nachdem er doch wieder getrunken hat konfrontiere. Er versteht sehr gut, dass ich ihn ablehne, wenn er getrunken hat. Ich rette mich glaube ich schon seit Jahren, weil ich viel Halt finde in meinen Bereichen mit denen er nichts zu tun hat. Ich helfe ihm schon lange nicht mehr d.h. wenn er Probleme hat, dann sind das seine und nicht mehr meine. Manchmal denke ich, ich bin auf einem guten Weg, weil ich ihn loslassen kann . Seine Abstürze sind
seltener geworden, aber sie hören nicht auf. Das schafft er allein nicht und ich kann ihm nicht helfen.
Ich führe drei Leben, meines ohne ihn, eines mit ihm und das dritte mit seiner durch Alkohol verzerrten Karikatur. LG Cidra -
Hallo, lese seit kurzem hier und habe mich noch nicht vorgestellt.
Ich lebe seit 17 Jahren mit meinem Freund ohne Kinder zusammen.
Er hat am Anfang unserer Beziehung viel Alkohol getrunken.
Ich als Kind eines alhokolkranken Vaters, der vor 20 Jahren verstorben ist, habe mir ihn zielsicher ausgesucht und kämpfe seitdem darum ihn zu retten.
Da er in den ganzen Jahren sehr lange Phasen hatte in denen er garnicht getrunken hat und er auch seit Jahren auf Feiern, bei denen ich dabei bin nicht trinkt, wir nie Alkohol im Haus haben, ist er nicht und war er nie überzeugt davon Alkoholiker zu sein. Auch hat er nie Tage lang getrunken, wenn er getrunken hatte, dann aber heftig viel und er ist ein völlig anderer Mensch, dies habe ich in den Jahren oft erlebt, bin abgehauen, weil ich mir den Mist nicht anhören wollte. An den Tagen danach war er so erschrocken über sich selbst und hat alles für mich getan.Im Grunde ist sein Alkoholismus total unauffällig, kaum jemand in unserem Umfeld hat ihn so erlebt und er ist hilfsbereit, sympathisch, zuverlässig,witzig. Er macht es auch an der Menge fest, da er auch wenig trinken kann. Mit anderen Worten spinne ich? Er will nächste Woche in eine SHG, weil ich ihm gesagt habe entweder er unternimmt etwas oder ich ziehe aus. Er hat vor zwei Wochen wieder getrunken,nach seinen Angaben den Wotka selbst weggeschüttet, hat sich am nächsten Tag entschuldigt und war wieder der Andere. Ich will das nicht mehr, warten auf das nächste Mal. Ich schlafe in meinem Zimmer seit Monaten, habe meinen Beruf, meine Hobbys und Familie und Freunde, bin finanziell von ihm unabhängig und möchte ein normales Leben durchgehend!!! Danke für Zuhören Cidra
Mir macht seine Wesensveränderung sehr zu schaffen, es ist als ob ich mit zwei Menschen lebe, den anderen liebe ich. -
Hallo Melinak und Dagmar007,
es tut total gut zu lesen, es gibt viele individuelle Wege aus dem Horrorfilm rauszukommen sozusagen ein Leben danach! Ich finde Euch toll!
Danke Gotti Kraft ist wirklich angekommen!
Lg Cidra -
Hallo Dagmar 007 und Gotti,
glaube ich mache mir etwas vor, wenn ich denke jetzt merkt er wie ernst ich es meine und da er sich ja nicht trennen will, muß er doch anfangen an sich zu arbeiten.
Ich bin an meine Schmerzgrenze- zum Glück- gekommen er nicht und ich brauche eine Trennung auch wenn es sehr weh tut "Alles" aufgeben zu müssen. Zielführend aus der Co- Abhängigkeit zu kommen, kann doch nur emotionale Unabhängigkeit sein und diese ist aus meiner Sicht ohne eigene Räume/Orte noch schwerer zu erreichen.Lg Cidra -
Hi, ich glaube manchmal mit zwei Menschen zu leben, den den ich aus ganzem Herzen liebe, der so tolle liebenswerte Eigenschaften hat, mit dem ich pläne für die Zukunft schmiede, der mich zum Lachen bringt, dem ich vertraue und der Andere- gereizt,wütend,ungerecht,ausfallend,angstmachend,unberechenbar,
größenwahnsinnig,narzißtisch,beleidigend,realitäsfremd-wer ist das? Es ist ihm am nächsten Tag ohne Alkohol so peinlich, er ist am Boden( hab ich manchmal genutzt um meine Wut loszuwerden und hab ihm alles vorgehalten)
Es bleibt aber ein Mensch, der für sich selbst verantwortlich ist. Lg Cidra -
Hallo Melinak und Dagmar 007,
die innere Abgrenzung in den gemeinsamen Räumen versuche ich auch gerade, es kommt mir vor, wie eine Trennung in Raten. Ich frage mich nur, wenn alles schon so deutlich ist und ich mein eigenes Leben wieder habe,
wieso ziehe ich nicht entgültig aus?Ich glaub bei mir ist es ne Mogelpackung und irgentwie hoffe ich doch: Er wird sich ändern und wir werden wieder glücklich!
Wer will dann was erreichen? lg Cidra -
Hallo Noemi,
bin auch ganz frisch hier und suche auch Hoffnung, aber
niemand sagt mir alles wird wieder gut!
Je mehr ich hier lese, desto klarer wird mir wie abhängig ich bin und das ich weit entfernt bin von meiner Heilung, dies hie erste Schritte sind. Es ist schwer nicht mehr für den anderen zu denken und sich wirlich erstmal nur auf sich zu besinnen.Wieso ich? Mir hats geholfen mir meine Geschichte an zu sehen, um zu erkennen, daß ich auch Probleme habe und nicht nur er. Seine kann ich nicht lösen, aber meine.Selbstliebe damit fange ich an und entdecke, dass ich mehr bin, als diese Beziehung.LG Cidra
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Hallo Rosa Li bin erst kurz hier und freue mich hier zu hören, dass es Dir und anderen genauso geht, obwohl es irgentwie auch traurig ist.In meinem Kopf sind konkrete Auszugspläne, ich werde ihm ein Ultimatum stellen.
Entweder er geht in eine Therapie/SHG oder ich kündige unser Haus und suche mir ne Whg mit einer Frist von 6 Wochen.D.h. ich kündige Ende März und ziehe ab dem 1. Mai um.In der Zwischenzeit mache ich viel für mich und nichts mehr wie sonst für ihn. Ich denke er merkt gerade, dass ich es sehr ernst meine ! Klingt da Hoffnung durch? Lieben Gruß Cidra -
Hallo flieg erst im April!.Lg Cidra
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Hallo Barcelona, hab gar kein schlechtes Gewissen es war mir nur lange Zeit garnicht klar, daß ich ihn b.z.w. meinen Vater( ist früh an Bauchspeichelkrebs verstorben) retten wollte. Mir gehts auch mehr darum mich besser zu verstehen, habe mir nie Selbstvorwürfe gemacht, habs eher als Erkenntnis gewertet.Denke nur das meine Hilfe nicht helfen konnte und sehe im Nicht-mehr-Helfen eher eine Chance für mich da raus zukommen, ich habe nicht aus Eigennutz oder Dummheit geholfen, sondern weil ich mein Drama nicht verstanden habe. lieben Gruss Cidra ( fliege bald nach Barcelona)
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Hallo Rosa Li,
ist es wirklich so gemeint, daß es Sinn macht Forderungen zu stellen? Solange er nicht für sich selbst aufhören will scheint es doch nur eine" Strategie" zu sein mich zu beruhigen und mich weiterhin halten zu wollen, wenn er nach nem Absturz davon spricht sich Hilfe zu holen. Naja leider hat mein Freund dies schon oft gesagt und nicht gemacht. Was also wenn er die Forderung nicht einhält, also ich bin soweit im Grunde konsequent gehen zu müssen oder ? -
Hallo, bin neu und versuche mir gerade nicht vorzuwerfen warum ich es 17 Jahre ausgehalten habe, sondern dies zu verstehen. Ich bin abhängig emotional und das hat zumindest bei mir etwas mit meiner Lebensgeschichte zu tun, als Kind eines Alkoholikers suchte ich mir mit traumwandlerischer Sicherheit jemanden den ich stellvertretend retten will. Er soll meine Wunden heilen, ich investiere so viele Jahre, das kann doch nicht umsonst gewesen sein, also mache ich weiter mit allen Mitteln vorallem dem Besserwissen, was für ihn gut ist. Aufzugeben zumindest innerlich und das eigene Drama verstehen und mir zu verzeihen ist mein erster Schritt.