Hallo Lucy,
ja, das mit dem Schneckenhaus kenne ich auch! Die meiste Zeit denke ich daran, wie und wann ich die Trennung durchziehen kann und bin auch sicher, dass ich es will! Dann gibt es ab und zu Momente, wo das kleine Mädchen in mir will, dass alles wieder gut wird und am liebsten die Augen vor der Wahrheit verschließen will! Es ist immer wieder sehr schmerzhaft, sich die Realität vor Augen zu halten. Aber das ist wirklich wichtig! Wir müssen an uns denken! Ich habe da ein sehr abschreckendes Beispiel: Meine leibliche Mutter lebt alleine und versucht, jeden, den sie kennt, an sich zu "ketten", weil sie jemanden "braucht". Sie findet das Leben so schrecklich, dass sie (nach eigenen Angaben) in einer Traumwelt lebt, die aus Fernsehen und Tagträumen besteht, die Realität will sie nicht sehen!
Hallo Anke,
also Ärzten gegenüber fällt es mir gar nicht schwer, zuzugeben, dass mein Mann Alkoholiker ist! Ich rede auch mit Freunden offen darüber! Ich weiss nur nicht, ob ich seiner Familie davon etwas sagen sollte, aber ich denke, dass die das auch wissen. Es gibt nur Situationen, wo es mir peinlich ist, wenn er ans Telefon oder an die Tür geht und lallt! Da könnte ich echt im Erdboden versinken, weil es so offensichtlich ist. Das ist aber Fremdschämen...
Die Hoffnung, dass mein Mann sich ändert, habe ich schon länger aufgegeben! Ich kämpfe nur noch mit Mitleid und schlechtem Gewissen, wenn ich mich trenne!
LG,
Anesa