Beiträge von Anesa

    Hallo Lucy,

    ja, das mit dem Schneckenhaus kenne ich auch! Die meiste Zeit denke ich daran, wie und wann ich die Trennung durchziehen kann und bin auch sicher, dass ich es will! Dann gibt es ab und zu Momente, wo das kleine Mädchen in mir will, dass alles wieder gut wird und am liebsten die Augen vor der Wahrheit verschließen will! Es ist immer wieder sehr schmerzhaft, sich die Realität vor Augen zu halten. Aber das ist wirklich wichtig! Wir müssen an uns denken! Ich habe da ein sehr abschreckendes Beispiel: Meine leibliche Mutter lebt alleine und versucht, jeden, den sie kennt, an sich zu "ketten", weil sie jemanden "braucht". Sie findet das Leben so schrecklich, dass sie (nach eigenen Angaben) in einer Traumwelt lebt, die aus Fernsehen und Tagträumen besteht, die Realität will sie nicht sehen!

    Hallo Anke,

    also Ärzten gegenüber fällt es mir gar nicht schwer, zuzugeben, dass mein Mann Alkoholiker ist! Ich rede auch mit Freunden offen darüber! Ich weiss nur nicht, ob ich seiner Familie davon etwas sagen sollte, aber ich denke, dass die das auch wissen. Es gibt nur Situationen, wo es mir peinlich ist, wenn er ans Telefon oder an die Tür geht und lallt! Da könnte ich echt im Erdboden versinken, weil es so offensichtlich ist. Das ist aber Fremdschämen...

    Die Hoffnung, dass mein Mann sich ändert, habe ich schon länger aufgegeben! Ich kämpfe nur noch mit Mitleid und schlechtem Gewissen, wenn ich mich trenne!

    LG,
    Anesa

    Hallo Rosa Li,

    doch ich war bei meiner Mutter, nachmittags. Hätte aber vorher eigentlich noch ein bisschen Hausarbeit machen müssen/wollen. Aber wie ich schon geschrieben habe, bleibe ich doch manchmal im Forum hängen.

    Ich finde den Austausch auch total wichtig. Ich habe mir vorgenommen morgen zu einer SHG-Gruppe zu gehen!
    Ich habe zwar auch 2 Bekannte, mit denen ich über diese Probleme spreche, die kennen das Problem aber nicht und können da nicht wirklich viel zu sagen.

    Meinen Vater kenne ich nicht und werde ich auch niemals kennenlernen. Ich bin durch einen One-Night-Stand entstanden. Ist vielleicht auch gut so, da kann ich immer noch träumen, dass das ein ganz toller Typ ist/war, weil ich denke, dass ich trotz der Katastrophen-Mutter nebst Familie ganz gut geraten bin!

    Ich wohne übrigens ca. 1 Stunde Fahrzeit von der Nordsee entfernt.
    Ist eigentlich eine schöne Ecke, schade, dass Du da diese schlechte Erfahrung machen musstest.

    LG,
    Anesa

    Hallo Hermine,

    also ich lese hier immer wieder, wir suchen uns solche Männer aus. Ich kann von mir sagen, dass ich da nicht wirklich so eine große Auswahl an Männern hatte, die mit mir eine Beziehung eingehen wollten!
    Mit meinem Mann hat es sich so ergeben, dass wir uns kennenlernten, und langsam feststellten, dass wir zusammen sein wollen! Ich habe nicht den Eindruck, dass ich ihn mir, auch nicht als Typ, ausgesucht habe! Ich hatte vorher einen anderen Freund, der ein völlig anderer Typ war! Vom Verhalten und Charakter. Ich glaube, dass gerade wir Frauen so erzogen wurden, dass wir da irgendwie "reinrutschen". Die meisten von uns wurden so erzogen, dass man fürsorglich ist und seinen Mann umsorgt.

    Hallo Honey,

    das mit der Wut kenne ich auch! Wenn ich mir jetzt vorstelle, mein Vater kam fast jeden Tag angetrunken nach Hause und dann geht meine Mutter mit meinem Vater am Wochenende auch noch in die Kneipe, zum Trinken natürlich!!?? Und da haben sie Spass und es ist ja alles so lustig! Natürlich am nächsten Tag nicht mehr, nur wenn sie beide mit anderen getrunken haben! Und wenn gefeiert wurde, dann ging es natürlich auch nur mit Alkohol, da musste ja was weggekippt werden! Man muss sich nur die Fotos von solchen Feiern ansehen, Flaschen über Flaschen auf dem Tisch!
    Ich war als Jugendliche auch ab und zu mal dabei (!ein Wunder, dass ich nicht Alkoholikerin bin!) und da waren ja auch ab und zu nette angetrunkene junge Männer, mit denen meine Mutter mich verkuppeln wollte, wie krank ist das denn?
    Aber Wut ist gut! Kann ich jedenfalls von mir sagen.

    LG,
    Anesa

    Hallo Rosa Li,

    ich denke, es ist gut, wenn wir verstehen, warum wir uns jetzt so verhalten. Aber irgendwann, wenn man die Vergangenheit aufgearbeitet hat, sollte man den "Ballast" ablegen und versuchen, das Leben in die Hand zu nehmen! Warum man so oder so reagiert, worin die Ursache liegt, ist zwar auch in der Vergangenheit begründet, aber wir können es jetzt ändern! So weit ist meine Mutter z.B. nie gekommen und wird sie auch nicht! Da bin ich schon sehr stolz auf mich! Und das kannst Du auch sein! Wir beschäftigen uns damit und sind dabei es zu ändern, egal, an welchem Punkt man gerade ist, der eine weiter vorne, der andere weiter hinten, völlig egal!

    Ich habe meine leibliche Mutter vor 4 Jahren kennengelernt. Vergiss diese Sendungen, die im Fernsehen laufen (endlich habe ich Dich gefunden, ich bin überglücklich, es hat immer was gefehlt...) Völliger Quatsch! Meine leibliche Mutter ist für mich ein sehr gutes Übungsobjekt. Sie versucht mit allen Mitteln, mich abhängig zu machen und mich an sich zu binden. Ich habe ihr gegenüber keinerlei Pflichtgefühl oder Schuldgefühle, wie ich es immer noch gegenüber meinen Adoptiveltern habe. Meiner leiblichen Mutter kann ich Grenzen setzen und mache wirklich nur das, was ich möchte! Sie kommt damit gar nicht klar, will am liebsten die letzten 40 Jahre rückgängig machen oder nachholen, und zwar wirklich auf eine sehr aufdringliche Art! Sie jammert mir ständig vor, wie schlimm es damals für sie war und erzählt mir auch immer wieder intime Sachen, die ich gar nicht wissen will.

    Übrigens stelle ich immer wieder fest, dass ich schon ein bisschen internetsüchtig bin, wenn ich hier schreibe. Ich sitze jetzt schon den ganzen Vormittag hier dran und müsste eigentlich noch ein bisschen Hausarbeit machen! (Schlechtes Gewissen, haha).

    LG, Anesa

    Ja, das mit dem Finanziellen ist echt ein Problem. Ich weiss, dass ich die Wohnung behalten kann, wenn ich alleine bin, vorausgesetzt, mein Job bleibt. Witzigerweise wäre eine Wohnung mit einem Zimmer weniger auch nicht viel günstiger, weil wir hier auch schon 10 Jahre wohnen. Aber ich denke auch schon darüber nach, mir irgendwann eine Eigentumswohnung zu kaufen in einer Gegend, wo ich mich wohlfühle.
    Vielleicht gibt es ja auch bei Euch in der Gegend mal Wohnungen, wo es die Möglichkeit gibt, einen Garten zu haben? Bei uns ist sowas ab und zu mal in der Zeitung.
    Ich fahre jeden Tag ca. 27 km (Großstadt) zur Arbeit mit Bus und Bahn. Ist natürlich nicht optimal, aber Wohnungen in der Nähe der Arbeitsstelle sind bei uns auch deutlich teurer! Das kann ich mir auch nicht leisten.
    Ich hätte auch gerne einiges, was einfach nicht geht. Z.B. einen Hund. Deshalb gehe ich jetzt immer ins Tierheim als freiwilliger Helfer. Das ist für mich ein guter Kompromiss! Vielleicht kannst Du so eine Möglichkeit auch in Betracht ziehen? Dass Du vielleicht irgendwo mithilfst, wo Hilfe gebraucht wird?
    Ich muss leider gleich zu meinen Eltern, ist ja Muttertag...

    LG,
    Anesa

    Hallo Rosa Li,

    meine Kindheit war im großen und ganzen nicht schlecht. Ich bin übrigens auch adoptiert, war aber erst ein Dreiviertel Jahr alt, habe also keine Erinnerungen daran. Schlimm war für mich, als ich es erfahren habe. Da hatte ich einige Jahre dran zu knacken und war als Kind auch in Therapie.

    Bei mir ist es so, dass ich die "kranke Beziehung" durch meine (Adoptiv-) Eltern vorgelebt bekommen habe. Meine Mutter war und ist heute noch sehr abhängig von meinem Vater. Mein Vater hat auch immer viel getrunken, war fast jeden Tag nach der Arbeit in der Kneipe und am Wochenende sind beide in dieselbe Kneipe zum "Feiern" gegangen (auch echt krank!). War für mich völlig normal. Haben ja andere auch so gemacht. Dazu kam auch, dass mein Vater sehr gutaussehend war und auch fremdgegangen sein soll. Meine Mutter hat sich immer wieder verletzen lassen und nie an sich gedacht. Sie hat NICHTS für sich getan, war immer zuhause, auch wenn mein Vater unterwegs war. Sie ist nur mit meinem Vater zusammen weggegangen.
    Meine Eltern haben mit mir nichts gemacht, sind nicht mal auf den Spielplatz mit mir gegangen. Ich wurde rausgeschickt oder habe alleine zuhause gespielt. Bei uns war immer so eine düstere Stimmung zuhause, es gab keine Lebensfreude!

    Ich bin mir bewusst, dass das alles mein Leben natürlich beeinflusst hat, aber ich denke, ich mache trotzdem vieles anders! DAs wurde mir von meiner Mutter übrigens auch schon einige Male vorgeworfen, dass ich ja schon immer gemacht habe, was ich wollte! Jawoll! Und dann erst recht!

    Gruss,
    Anesa

    Hallo Rosa Li,

    eigentlich kann ich Dir nichts schreiben, was die anderen nicht schon geschrieben haben.
    Ich gehe ja noch zur Suchtberatung von der Diakonie und war jetzt zum 6. Mal da. Am Anfang dachte ich, es bringt mir nichts, aber jetzt merke ich, es bringt doch viel! Beim ersten GEspräch im Februar wollte ich auch noch, dass die Beziehung wieder läuft und alles gut wird... Jetzt weiss ich, dass ich die Trennung möchte und irgendwie freue ich mich auch schon auf die Zeit, wenn ich alleine bin! Krass, oder? Stelle Dir mal vor:
    -für niemanden verantwortlich fühlen ausser für sich selbst
    -tun und lassen können, was und wann man will
    -ohne Angst, der Partner könnte betrunken sein und unberechenbar

    Irgendwie ist es doch auch ein befreiendes Gefühl! Egal was Du tust, er wird sich nicht ändern, wenn er es nicht selbst will. Dann muss er es eben ohne Dich rausfinden oder auch nicht.

    Ok, an der Umsetzung der Trennung hapert es bei mir noch! Letzte Woche war schon der 2. Anlauf. Mein Mann trinkt natürlich wieder (er schläft übrigens schon seit 13 STunden, nachdem er gestern wieder so richtig zugeschlagen hat!) und ich habe auf der Couch geschlafen.
    Am Donnerstag hatten wir mal wieder einen Streit (er war allerdings nüchtern) wegen eines Konflikts, den wir schon sehr lange haben. DA habe ich ihm gesagt, mir reichts, ich will die TRennung bevor es richtig böse wird! Er hat dann mit mir nicht mehr geredet und ich dachte, ok, jetzt muss ich es durchziehen und das werde ich auch! Am nächsten Tag hat er sich entschuldigt und meinte, dass ich recht hatte! Da habe ich erstmal alles sein lassen... Danach musste er natürlich wieder trinken und ich wollte mit ihm in Ruhe reden, wenn er nüchtern ist. Die Möglichkeit hatte ich bis heute noch nicht.
    Aber ich bin mir sicher, dass ich die TRennung will! Ich glaube schon lange nicht mehr an eine einigermassen gesunde Beziehung. Ich habe kaum noch Gefühle für ihn, ausser vielleicht Mitleid.
    Natürlich habe ich auch etwas Angst vor dem endgültigen Alleinsein, aber ich glaube, das vergeht!

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass es sich bei Dir auch so entwickelt, dass Du nicht mehr so viel in Deine Beziehung investierst sondern in DICH!

    LG,
    Anesa

    Hallo Emma,

    also Du meinst, ich muss konsequent bleiben und in so einer Situation sagen, dass ich nichts mit ihm machen möchte? Geht die Beziehung dann schneller zuende? Ich denke, dass ich ihm dann weh tue, und das will ich eigentlich nicht. Wir machen kaum noch etwas zusammen, aber wenn er von sich aus auf die Idee kommt, fällt es mir sehr schwer, ihn knallhart abzuweisen.
    Ich hatte am Tag zuvor ein Gespräch mit ihm wegen der Gedanken, die ich mir wegen einer Trennung mache und er war beleidigt! Da habe ich wieder gemerkt, dass ich mich schlecht deswegen fühle! Ich habe das Gefühl, ich tue ihm weh! Geht das Gefühl irgendwann weg, bitte????

    Entschuldigung, Rosa Li, dass ich hier in Deinem Thread weiterschreibe, aber das Thema beschäftigt mich auch sehr!

    LG, Anesa

    Hallo Rosa Li,

    ich habe die letzten Beiträge hier gelesen und muss sagen, dass ich beide Seiten verstehen kann.
    Natürlich wissen wir, dass wir den Partner nicht ändern können und letztendlich wohl die Trennung für uns selbst die bessere Lösung ist. Aber ist es "vorgeschrieben", wie man sich als Co-Abhängiger verhalten soll? Ich versuche in den letzten Monaten mich abzugrenzen und habe es auch schon in vielen Bereichen geschafft, aber man lebt oder ist ja noch mit dem Partner zusammen. Ich hatte am letzten Wochenende dasselbe Problem: Mein Mann fragte mich, ob wir am Sonntag rausfahren wollen. Da war ich hin- und hergerissen. Soll ich sagen, nein ich will mit Dir nichts mehr machen und alleine gehen? Ich wollte bei dem schönen Wetter auch raus! Und bin dann auch mit ihm zusammen Fahrrad gefahren. Für mich ist das einfach in Begleitung schöner! Kriege ich jetzt von den Forenteilnehmern auch einen auf den Deckel? Also ich habe den Tag genossen und das wäre mit einer Freundin (die leider nicht greifbar war) genauso gewesen!
    Das heisst für mich jetzt auch nicht, so, jetzt ist alles wieder gut und ich tu als wenn nichts gewesen ist! Mir ist mein Problem immer noch glasklar und ich arbeite weiter daran!

    LG, Anesa

    Hallo Karsten,
    ich habe ihm schon oft gesagt, dass ich ihm das Trinken nicht verbieten werde. Soll er trinken, aber ohne mich. Ich habe ihm gestern gesagt, dass ich ihm nicht vertrauen kann, wenn er mich deswegen anlügt. Dadurch geht immer mehr von der Beziehung kaputt für mich. Vielleicht soll es so sein?

    Aber so lange er relativ wenig trinkt oder gar nicht und nicht ausfallend wird, fällt es mir total schwer eine Entscheidung zu treffen, wie ich gestern wieder sehr deutlich gemerkt habe.
    Mir fehlt wahrscheinlich der nötige Tiefpunkt dafür. Und irgendwie warte ich darauf, damit ich die Trennungsentscheidung nicht nur ansprechen, sondern auch endgültig durchziehen kann. Er weiss das auch!
    Gruss, Anesa

    Hallo,
    ist es eigentlich auch normal, dass der trinkende Partner abstreitet zu trinken, obwohl Anzeichen dafür sprechen? Ich habe gestern in seinen Verstecken nachgesehen und eine neue leere Flasche gefunden (ja, ich weiss das sollte ich nicht tun!). Aber er bestreitet vehement, etwas getrunken zu haben und ich weiss nicht, ob ich ihm dann wirklich unrecht tue. Heute an einem nüchternen Tag streitet er immer noch ab, an den Tagen, als ich das Gefühl hatte, getrunken zu haben. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm auch sonst nicht vertrauen kann, wenn er mich anlügt. Ich habe ihm auch mal wieder gesagt, dass ich in der letzten Zeit oft an Trennung denke und er war mal wieder beleidigt! Es ist für ihn nicht neu, er hat ja schon einige Male zugegeben, dass er mich oft verletzt und am besten gehen sollte!

    Da er sich im Moment mit dem Trinken sehr zurückhält, kann ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, mich zu trennen.

    Ich verstehe auch nicht, warum er so reagiert. Wir machen seit Monaten kaum noch etwas zusammen, im Bett läuft auch nicht mehr viel. Woran hält er fest, habe ich ihn gefragt. Ich habe keine richtige Antwort bekommen. Ich habe ihm auch gesagt, dass er ja schon oft meinte, ich würde ja nur meckern und genervt ist er auch, wenn ich ihn auf das Thema Alkohol anspreche. Da wäre er alleine doch viel besser dran, dann kann er trinken, wann er will und muss es nicht verstecken!

    Am liebsten wäre es mir, er würde auch die Trennung als beste Lösung ansehen. Ansonsten habe ich echt Schuldgefühle!

    Gruss, Anesa

    Hallo Rosa Li,

    ich finde Du steckst sehr viel Energie in Deine Partnerschaft. Du versuchst mit allen möglichen Mitteln, die Partnerschaft zu verbessern! Das habe ich im letzten Jahr auch noch versucht und es hat mir gar nichts gebracht! Ab und zu hat mein Mann mitgemacht, aber eben nicht von sich aus, sondern weil es für mich wichtig war! Also mir zu Liebe. Von ihm kommt gar nichts!!! Er hat mir mit seinem Gesaufe letztes Jahr meinen Geburtstag versaut und mir auch sonst sehr oft das Leben schwer gemacht.

    Im Moment trage ich zur Partnerschaft nicht viel bei. Und ich bin viel weniger enttäuscht oder verletzt! Ich erwarte von ihm gar nichts mehr.

    Das klingt eigentlich schlimm, aber so geht es mir besser! Ich versuche Dinge zu machen, die für mich sind.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Du Angst davor hast, ohne Partner zu leben! Ich glaube, die meisten wollen nicht alleine sein, auch ich nicht. Aber irgendwie sind unsere Partnerschaften wirklich sehr einseitig und tun uns nicht gut. Ich habe zu meinem Mann schon oft gesagt, ich habe das Gefühl, dass ich mich total abstrampel und er sitzt da, macht sich null Gedanken über uns und lässt es alles so laufen!

    LG, Anesa

    Hallo Rosa Li,
    ich bin schon 5 Mal zu einer Beratung von der Diakonie gegangen. Aber ich merke, dass es mir nicht viel bringt. Die Beraterin soll mich darin unterstützen, etwas für mich zu tun, aber das habe ich eigentlich erst durch dieses Forum wirklich gecheckt. Als es um das Thema Trennung oder nicht ging, hat sie irgendwann gesagt, dass sie ratlos ist! Eigentlich habe ich auch noch viele Fragen, die ich bei ihr nicht beantwortet bekomme. Dass ich co-abhängig bin und worin diese Abhängigkeit besteht, kann ich mit ihr auch nicht besprechen.
    Ich war gerade in einer Psychotherapie, als das Alkoholproblem mit meinem Mann anfing, aber wegen dem Verhältnis zu meinen Eltern. Und irgendwie konnte ich mit dem Therapeuten nicht gut über das Problem mit meinem Mann sprechen, es ging mir nicht gut dabei.
    Ich werde jetzt versuchen, eine Therapie bei einer Frau zu bekommen.
    Zur SHG war ich noch nicht. Die SHG hier in der Nähe ist Montag abends, da komme ich erst um 19.30 von der Arbeit und ich konnte mich dazu noch nicht aufraffen, will aber unbedingt mal hingehen.
    Ehrlich gesagt weiss ich auch gar nicht, ob ich meinen Mann noch liebe. Er hat so oft schlechte Laune und zu nichts lust. Er sagt immer, wenn ich ihn frage, dass er mit mir zusammenbleiben will, obwohl wir im Moment nichts gemeinsam haben. Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir nur noch aus Gewohnheit zusammen sind. Ich weiss, das klingt bescheuert, aber trotzdem kann ich nicht sagen: geh. Ich glaube, wir sind gegenseitig voneinander abhängig. Ich hoffe, dass sein Therapeut ihm auch weiterhilft, was er eigentlich möchte.
    Ich habe auch ein Problem damit, mit meinem Mann etwas zu unternehmen, weil er sowieso zu nichts lust hat und in der momentanen Situation weiss ich nicht, ob es gut ist, sich anzunähern.
    Ich glaube, bei Dir sind noch mehr Gefühle vorhanden als bei mir.
    LG, Anesa

    Hallo Rosa Li,
    bei mir ist es so, dass ich meinem Mann schon länger sage, dass ich irgendwann an den Punkt kommen werde, wo ich mit ihm nicht mehr zusammen sein will. Auch, dass es mir jetzt schwer fällt, mich von ihm zu trennen. Aber ich habe mich gedanklich sehr viel damit beschäftigt, alleine zu sein und ehrlich gesagt, habe ich dabei inzwischen ein sehr gutes Gefühl! Als er jetzt gesagt hat, dass er nichts mehr trinken will, dachte ich, oh nein, jetzt dauert es noch länger bis ich soweit bin! Es fällt mir in der Zeit, wo er nicht trinkt wirklich sooo schwer es durchzuziehen! Aber ich bin mir sicher, dass das Nichttrinken nicht lange anhalten wird! Aber so lange hänge ich in der Luft, der Urlaub steht vor der Tür und ich würde gerne wegfahren, aber ob ich das mit ihm dann will, weiss ich nicht!
    So, jetzt werde ich mein Fahrrad startklar machen und bei dem Super-Wetter rausgehen, alleine natürlich (der Mann sitzt, wie schon seit 2 Jahren vorm PC, und zwar durchgehend!!!!)
    LG, Anesa

    Hallo Rosa Li,
    schön wieder von Dir zu lesen!
    Ich wollte mal fragen, ob Du mit Deinem Freund noch Sachen zusammen unternimmst. Oder gestaltest Du Deine Freizeit alleine?
    Bei mir ist es im Moment so, dass ich nicht weiss, ob ich noch etwas mit meinem Mann zusammen unternehmen möchte, weil ich immer noch ziemlich sicher bin, dass wir nicht zusammenbleiben werden. Er hat zwar letzte Woche mal wieder gesagt, er will keinen Alkohol trinken, aber das hatte ich schon ein paar Mal von ihm gehört.
    Es fällt mir schwer, endgültig zu ihm zu sagen, dass ich jetzt die Trennung will.
    LG, Anesa

    Hallo B-Meise,

    Dein Freund steht genau da wo mein Mann steht. Behaupten, dass sie den Alkohol im Griff und kein Problem damit haben! Das müssen sie selber merken!

    Ich hoffe, Du schaffst es, Dich abzugrenzen und etwas für Dich zu tun!!! Ich glaube, Du solltest vielleich auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, weil Du Dir selber wohl nicht viel Wert bist? Ich hatte auch lange Minderwertigkeitskomplexe, fand mich hässlich und nicht liebenswert. Aber ich habe es vor meiner Ehe geschafft durch Sachen, die mir Spass machen, mein Ego aufzubauen!

    Also mit dem Thema Abnehmen habe ich auch so meine Probleme! Ich habe zwar Normalgewicht, kämpfe aber auch immer wieder mit so 2 - 4 Kilos, die ich gerne zunehme! Ich weiss, wie schwer es ist, gesund zu essen! Mein kleiner Teufel sagt auch gerne: kannst doch noch Eis essen oder Schokolade! Du solltest vielleicht eines bedenken. Wenn Du viel Eis ist, ist nicht viel Gewicht, also Ballaststoffe im Körper. Wenn Du aber gesunde Sachen isst, bleiben die länger im Körper und dann wiegt man erstmal nicht weniger. Das kommt erst nach einem längeren Zeitraum!
    Soviel dazu, aber ich kenne das, wenn ich Obst esse, dann denke ich trotzdem an Schokolade usw.!!! Und leider musste ich feststellen, dass es ohne regelmässigen Sport auch schwer ist, dauerhaft abzunehmen!

    LG, Anesa

    Hallo kaltblut,

    ich bin immer noch hin- und hergerissen. Wenn mein Mann trinkt (komischerweise nur in der Woche), bin ich mir sicher, dass es besser ist, sich zu trennen. Am Wochenende, wenn er nichts trinkt, bekomme ich immer wieder Zweifel und habe das Gefühl, ihm etwas gemeines anzutun, wenn ich sage, ich will mich trennen.

    Eigentlich bin ich mir sicher, dass Trennung für mich das beste ist, aber ich zweifle immer noch.

    Ich weiss auch nicht, ob ich wirklich immer alleine sein möchte. Ich glaube, dass es mir nach einer Trennung wirklich schwerfallen wird, jemals wieder jemandem zu vertrauen.

    Gruss,
    Anesa

    Hallo Winterwärme,

    ja, die Einstellung, dass ja alles nicht so schlimm ist, kenne ich auch! Irgendwann im letzten Jahr, als es meinem Mann mehrere Male schlecht ging, hat er zugegeben, dass er alkoholkrank ist. Jetzt ist er es natürlich nicht mehr! Er meint wohl, wenn er heimlich trinkt, merke ich nichts und er macht sich auch selbst etwas vor.

    Ich habe auch schon sehr oft gedacht, es muss für ihn und auch für mich richtig schlimm werden und vielleicht etwas schlimmeres passieren, damit ich endlich sicher bin, mich zu trennen und er vielleicht auch mal was merkt. Wobei das letztere für mich dann schon fast egal ist.

    Es ist wirklich furchtbar, dass wir uns so viele Gedanken machen und der trinkende Partner anscheinend gar nicht! Ist das wirklich noch gegenseitige Liebe?

    LG, Anesa

    Hallo Delf,

    ich habe bei B-Meise gerade fast das selbe rausgehört, nämlich wen oder was liebt man eigentlich. Und ich finde es wirklich interessant, von Matthias mal die andere Seite zu hören, nämlich ob der Partner aus Liebe zu Dir vom Alkohol lassen kann, weil es Dir damit schlecht geht. Eigentlich soll Liebe ja aus Geben und Nehmen bestehen.

    Und wir bleiben aus Liebe bei solchen Partnern? Das gibt mir wirklich zu denken...

    LG, Anesa