Beiträge von gavris

    Hi Leute!

    Bin nun 9 Tage trocken - wobei trocken hören ja die alteingesessenen "Trockies" nicht so gern, also sag ich halt lieber 8 tage alkfrei. Aber ich weiß halt echt nicht was ich tun soll. Hier bekommt man wenig Antworten, die Therapeutin scheint überhaupt nix zu nützen - da war der Artz in der Klinik besser !. Und das sind dann halt so die Augenblicke wo ich mir selber sage, warum ich mir das antue und nicht weiter sauf. Was bringt mir der beschwerliche Weg außer dass ich einen klaren Kofp hab. Wärs nicht besser, wenn ich mich zu Tode saufen würde.

    Also, was ich gestern geschrieben habe, stand unter dem Einfluss meiner depressiven Phase gestern. Es geht mir besser heute. Endlich fand ich heute einen Arzt mit dem ich über alles reden konnte. Er machte mir Hoffnung, Hoffnung doch wieder leben zu können. Und eine Hoffnung, dass ich die Ersatzbefriedigung Alkohol abstellen kann. Abstellen, indem ich eine echte Befriedigung erfahren kann, indem ich in Situationen, an denen ich sonst trinke, anders reagiere.
    Ein echt guter Arzt zu dem ich auch Vertrauen fassen kann und der mir heute erklärte, dass mein Alkoholkonsum eine Ersatzbefriedigung darstellt.
    Ich verwende den Alkohol als Ersatzhandlung für bestimmte Dinge, die zu viel besseren, gesunderen, einfach schöneren Situationen führen würden. Und da muss ich hart an mir arbeiten. Es wird schwer!

    außerdem ist es auch niht immer so, dass jedes Mal der Kontrollverlust einsetzt ich kann sehr wohl auch trinken und dann nach einem bestimmten Grad der Berauschung auch mal aufhören zu trinken - aber ich kann nicht dauerhaft abstinent leben - weil mir da ws fehlt

    Hallo Leute!

    Zuerst nochmal; super, dass es euch gibt.
    Also mir geht es nicht besonders gut; aber immerhin bin ich seit dem Rückfall am Sonntag alkoholfrei.
    Das hat aber wahrscheinlich auch nur einen Grund - nämlich den, dass ich nach meinem Rausch instinktiv die richtige Entscheidung traf und zur Nummer meines Arztes, anstatt zur Flasche, griff ;)
    Mir geht es unheimlich schlecht, wie ihr sicher aus dem Betirag von oben erfahren könnt - UND ich bin nüchtern - eine Kombination, die für mich wichtig ist, weil es das im letzen Jahr nicht oft gab.
    Aber ich fürchte ich mich extrem!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Nämlich deswegen, weil ich jetzt immer irgendeinen Artz oder eine Krankenschwester als Gesprächspartner habe (hab am Sonntag zu dem 1l rum zustäzlich noch ein paar rum pur getrunken). Das heißt, dass sobald ein Problem auftritt, immer irgendein Partner zugegen ist.
    Aber das ist daheim nicht so. Ich seh mich wieder mit den alten Problemen konfrontiert und hab es auch beim ersten Rückfall nicht dauerhaft geschafft, abstinent zu bleiben oder besser gesagt mit meinen Problemen anders umzugehen,

    Wisst ihr was mein Problem ist: Dass ich (und ich geb das ehrlich zu, auch wenn es nicht gut ankommt) den Alkohol immer noch als Freund, als Retter in bestimmten Situationen sehe. Ich glaube, ich habe meinen Tiefpunkt noch nicht erreicht. Und das ist es, wovor ich mich fürchte. Viele der hier anwesenede trockenen Alkohliker, erlebten einen absoluten Tiefpunkt - den hatte ich eig. nicht, auch wenn es schon einige Male sehr blamabel und abstoßend war.

    UND: Ich seh momentan keine anderen Möglichkeiten, um meine Probleme zu lösen. An sich selber zu arbeiten ist ja gut und schön, aber ich habe das Gefühl, dass ich immer das Häufchen Elend bleiben werde, das ich bin, und kein anderes Leben führen kann. Das heißt, dass ich nicht weiß, warum ich den Alkohol überhaupt aufgeben sollte, da es ja sowieso nicht besser wird - nein es wird sogar schleche, das sagt halt mein Gefühl!

    Schreibe diesen Beitrag gerade unter Tränen, und es ist ja gerade Selbstmitleid, das einen Menschen zerfrisst. Aber ich bin noch trocken, weil ich ich ja auch noch in der Klinik liege, aber was dann????

    PS: Bin froh, dass die mich in der Klinik überhaupt aufgenommen haben, bin ja schließlich nicht das, was man unter einem schweren Alkohliker versteht (einige Flaschen Schnaps täglich), sondern jemand der 2 bis 3 mal wöchentlich einiges an Alkohol trank.

    Hallo

    Ich hatte eben einen Rückfall, war fast 3 Wochen trocken. Und das beweist mir selber, dass ich es schaffen will.
    Aber jetzt bin ich enttäuscht - meine Familie auf mich und ich von mir selber
    noch mehr.
    Es war in den letzten Stunden irgendwie so, als wenn ich trinken müsste. Meine Oma ist gestorben und ich wusste echt keinen Ausweg mehr. Eine der einzigen Personen mit der ich über ziemlich alle Probleme reden konnte. Plötzlich war das Leben so schei***e, so hart, so unannehmbar, ich musste mich wegbeamen. Was hätte ich bitte sonst tun sollen. Nichts hätte mich so beruhigt wie Alkohol. ICh trank seit dem Nachmittag extrem, nämlich ca. 1l rum, allein ca. 0,3l in 10 min nach der Nachricht - die Vernunft hat völlig ausgeschaltet und ich griff zur Flasche.
    Ich bin total kaputt, ich bin Alkoholiker und zwar leider wieder nasser. Ich weiß auch, dass ich schon wieder die Umstände für meinen Konsum verantwortlich mache (Tod), aber was hätte ich echt tun sollen. Ich fühl mich sooooooooooo einsam und allein, hab keine zum Reden.

    Ich bin so verzweifelt, war beim Arzt, sogar schon einmal bei der örtlichen Selbsthilfegruppe, fühlte mich so geborgen, sah den Alkohol als absolutes Gift (Zellgift) an, aber jetzt wusste ich mir nicht anders zu helfen.
    MIr gehts grad so schlecht - und das trotz fast 1l rum

    Tja, das verlief eigentlich wie in einer Sinuskurve, allerdings auf immer tieferem Niveau. Mal gings besser, mal schlechter. Aber der Konsum war ziemlich regelmäßig und steigerte sich eben im Schnitt gesehen immer mehr.
    Vorübergehend fast täglicher Konsum dann schon gegen Mitte Oktober.

    Heute war ein sehr harter Tag. Jeden Freitag schiebe ich mit einem Kollegen gemeinsam Dienst. Und in den letzten Wochen hat sich das in mein Gedächtnis eingebrannt, dass ich in den Pausen an diesen Freitagen jeweils 0,2 bis 0,3l Vodka in recht kurzer Zeit (10min) runterkippe.
    Diese alten Muster zu durchbrehen, ist schwierig. Aber ich bin durch - für heute jedenfalls!

    Hallo Leute!

    Irgendwie fühl ich mich mies, weil ich teilweise noch "nass" denke.
    Da muss ich wohl hart daran arbeiten, dass ich irgendwann mal "schei**" vodka denke und nicht: "aha, jetzt würde mir das wohl schon sehr helfen.

    Aber ich denke ich kann vorerst mal stolz auf mich sein - ich hab mir heute ein Programm gesetzt, und das hab ich konsequent durchgezogen. War weit wandern, hab immerhin 500Höhenmeter gemacht - herrliche Ausblicke gehabt und war 2,5 Stunden unterwegs.
    Im Moment ist der Saufdruck wieder da - abgesehen davon, dass ich "trockener" denken will glaube ich, dass sich beim Saufdruck durchaus schon etwas geändert hat. Vor rund einer Woche (also nach dem Beschluss nicht mehr trinken zu wollen) wusste ich nicht, wie ich ohne Alk durch den nächsten Tag kommen sollte. Denn viele solcher Tage waren eben mit abendlichem Trinken verbunden. Es kam oft vor, dass ich eigentlich gar nichts trinken wollte, sich dann aber der Fluchtschalter umgelegt hat und schwupps, die Schnapsflasche stand da, wurde getrunken und brachte vorerst Erleichterung.
    Nun überstand ich aber schon ein paar freie, trockene Tage.
    Nun weiß ich, dass ich auch an freien Tagen trocken bleiben kann und auch trocken bleibe.

    ABER: Ich denke eben teils noch sehr nass und außerdem kam mir während der Wanderung ein Gedanke, der mich durchaus schockierte. Nämlich jener, dass ich ja jetzt so brav war, meinem Körper etwas Gutes tat und ich mir jetzt ja Alk genehmigen könnte. Natürlich dachte ich nicht mal ansatzweise daran, aber ich denke das "Belohnungszentrum" hat sich gemeldet.
    Da ging ich dann in den Supermarkt, kaufte mir nen leckeren Tee und was zum Essen - naja, ist zwar nicht viel besser jetzt, aber vorerst einfach mit diesen Gedanken leben, wie hier schon geschrieben wurde.

    Hallo Leute!

    Ich habe jeden Beitrag von euch sorgfältig durchgelesen - sehr interessant und nützlich für mich!
    Paul : Vor allem dein Beitrag hat mich zum Nachdenken gebracht - aber glaub mir, ich will nicht mehr trinken und nehme mir deinen Satz zu Herzen.

    Ein Ziel hab ich eigentlich - will mich im Bereich Meteorologie weiterbilden, damit sich vl dort mal irgendeine Arbeitsstelle ergibt. Und außerdem evtl mehr reisen, ich liebe zB Länder wie Italien.
    Aber ich bin erst am Anfang, und der ganze Weg scheint noch so schwer zu finden zu sein.

    Hallo!

    Ich entschied mich nach einem ziemlich schlimmen Absturz vor einer Woche, dem Alkohol endgültig zu entsagen.
    War seither beim Arzt und auch schon einmal bei einer Psychotherapeutin, wo ich ab nun regelmäßig zugegen sein werde.
    Mein Problem: Ich verwendete den Alkohol als Problemlöser und trank 2x die Woche - MINIMUM ALLERDINGS! Wäre ich weniger diszipliniert gewesen, wärs wohl schon öfter in Richtung des täglichen Konsums gegangen.

    Heute war ein extrem harter Tag - in der Arbeit wars schon wieder mal sehr stressig und ich war extrem unruhig und angespannt, ärgerte mich einfach über alles! Ich bilde mir ein, dass das psychische Entzugserscheinungen sind.
    Ich bin jetzt 7 Tage trocken.
    Aber gerade in solchen Situationen will ich meine Wodka-Flasche, um abschalten zu können.
    Und gerade das ist eben das verdammt Schwierige an der Situation. Dass man neue Wege geht, neue Möglichkeiten findet, um entspannen zu können.
    Mein Therapeutin meint, dass der Weg steinig und hart sein wird, aber ebendieser führt oft über steiles Terrain zu den herrlichsten Aussichtspunkten und schönsten Plätzen. Im übertragenen Sinn ausgedrückt. :D
    Ich muss vor allem noch Wege finden, um mit meinen Aggressionen und Gefühlen besser umgehen zu können, so wie heute etwa beim Arbeiten.
    Und brauche noch mehr vertraute Personen, um mit diesen alles besprechen zu können.
    Mehr Hobbys, die meine Lebensfreude ankurbeln.
    Aber alles der Reihe nach.
    Es ist schwierig, aber ich bin trocken und denke, dass ich am rechten Weg bin.

    Jetzt mach ich mir mal genug Tee, um dem doch leicht vorhandenen Saufdruck etwas zu entkommen.

    Nocheinmal: Es freut mich irrsinnig, dass es so ein Forum, sprich euch gibt!

    Lg, Stefan