Hallo Leute!
Zuerst nochmal; super, dass es euch gibt.
Also mir geht es nicht besonders gut; aber immerhin bin ich seit dem Rückfall am Sonntag alkoholfrei.
Das hat aber wahrscheinlich auch nur einen Grund - nämlich den, dass ich nach meinem Rausch instinktiv die richtige Entscheidung traf und zur Nummer meines Arztes, anstatt zur Flasche, griff 
Mir geht es unheimlich schlecht, wie ihr sicher aus dem Betirag von oben erfahren könnt - UND ich bin nüchtern - eine Kombination, die für mich wichtig ist, weil es das im letzen Jahr nicht oft gab.
Aber ich fürchte ich mich extrem!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nämlich deswegen, weil ich jetzt immer irgendeinen Artz oder eine Krankenschwester als Gesprächspartner habe (hab am Sonntag zu dem 1l rum zustäzlich noch ein paar rum pur getrunken). Das heißt, dass sobald ein Problem auftritt, immer irgendein Partner zugegen ist.
Aber das ist daheim nicht so. Ich seh mich wieder mit den alten Problemen konfrontiert und hab es auch beim ersten Rückfall nicht dauerhaft geschafft, abstinent zu bleiben oder besser gesagt mit meinen Problemen anders umzugehen,
Wisst ihr was mein Problem ist: Dass ich (und ich geb das ehrlich zu, auch wenn es nicht gut ankommt) den Alkohol immer noch als Freund, als Retter in bestimmten Situationen sehe. Ich glaube, ich habe meinen Tiefpunkt noch nicht erreicht. Und das ist es, wovor ich mich fürchte. Viele der hier anwesenede trockenen Alkohliker, erlebten einen absoluten Tiefpunkt - den hatte ich eig. nicht, auch wenn es schon einige Male sehr blamabel und abstoßend war.
UND: Ich seh momentan keine anderen Möglichkeiten, um meine Probleme zu lösen. An sich selber zu arbeiten ist ja gut und schön, aber ich habe das Gefühl, dass ich immer das Häufchen Elend bleiben werde, das ich bin, und kein anderes Leben führen kann. Das heißt, dass ich nicht weiß, warum ich den Alkohol überhaupt aufgeben sollte, da es ja sowieso nicht besser wird - nein es wird sogar schleche, das sagt halt mein Gefühl!
Schreibe diesen Beitrag gerade unter Tränen, und es ist ja gerade Selbstmitleid, das einen Menschen zerfrisst. Aber ich bin noch trocken, weil ich ich ja auch noch in der Klinik liege, aber was dann????
PS: Bin froh, dass die mich in der Klinik überhaupt aufgenommen haben, bin ja schließlich nicht das, was man unter einem schweren Alkohliker versteht (einige Flaschen Schnaps täglich), sondern jemand der 2 bis 3 mal wöchentlich einiges an Alkohol trank.