Beiträge von lavendel

    hallo walter,

    ob ich dich hier wirklich willkommen heissen möchte, weiss ich nicht. ich frage mich, ob jemand, der einen nick mit einem alkoholnamen wählt, hier wirklich gut aufgehoben ist. überleg dir mal, wie es jemanden geht, der das nicht so (möchtegern?) cool sieht wie du, wenn ihn der name eines alkoholischen getränks förmlich anspringt.

    bisschen sensibilität wär hier schon angebracht, das gehört in diesem forum zum gewollten ton.

    lavendel

    turn,

    lass den mist!!!!!!!!!!! du willst das doch garnicht, sagst du ja selbst, und ändern tust du damit auch nix, fühlst dich nur noch schlechter nachher. willst du das? dann hast du probleme mit deiner mutter UND mit dem ritzen, das ist ein bisschen viel. du kannst dich doch einfach in deinem zimmer verkriechen, musst es dir ja nicht anschauen, wie deine mutter torkelt. ich hab mir das auch nicht angesvchaut, ich hab mich auch versteckt. zimmer, musik laut und versuchen nicht dran zu denken. hm?

    liebe grüße

    lavendel

    hallo menimann,

    ich sehr das auch so wie blue bouncer. vielleicht hast du ja mal "lust" zu uns in die co-abteilung zu kommen? (co-abhängige und angehörige von alkoholikern). DA wäre dein platz. denn ich glaube auch nicht, dass du wirklich beurteilen kannst, wer hier was warum und mit welcher vorgeschichte zu meni sagt. dafür kennst du "uns" nicht. aber das könntest du ja ändern, wenn du möchtest.

    und zum hart angehen: ich hab meinen partner ein jahr lang gehätschelt und getätschelt und mit lieben worten und taten versucht, ihn von seiner sauferei abzubringen. was hat es genützt? nix. DANN bin ich ihn hart angegangen, aha, und jetzt tut sich was. bitte nimm dir zu herzen, dass wir hier eine menge von der materie verstehen und der kuschelweg oft der schlechtere ist. deine meni tickt nämlich nicht viel anders als alle anderen alkoholiker hier auch.

    gruß

    lavendel

    huhu,

    lilly schreibt

    Zitat

    Und geliebt wird man doch deswegen, weil man so ist wie man ist. Sicher nicht dafür, das man immer lieb, hilfsbereit und nett ist. Man wird doch eher für seinen Humor, seinen Optimismus, seine Ehrlichkeit etc. und auch seine Schwächen geliebt. Von Partnern wie von Kindern.
    Ich hab noch nie gehört, das jemand sagte, ich liebe besonders an meinem Partner, das er immer hilft und lieb und nett ist. Ich höre eher, ich liebe meinen Partner, weil er mich immer wieder zum Lachen bringen kann, Zeit für mich zum Reden hat, mit mir was unternimmt usw.

    das sehe ich genauso. ich mag menschen mit ecken und kanten, solche, die auch mal wiederworte geben, sich nicht alles gefallen lassen, die auch mal sagen "ich will das jetzt aber so". ich wünsche mir freundinnen und natürlich einen partner, der ein echtes gegenüber ist und mit dem ich nicht den molli machen kann (datt kann ich nämlich gut, wenn man mich lässt, hähähä). mein früherer freund war so. immer lieb, er hat mich auf händen getragen, ich konnte (fast) alles durchsetzen. das ist es auch nicht. trotzdem bin ich natürlich heiß hinterher gemocht zu werden, aber wenn mich jemand zu sehr mag, und das von meiner seite aus nicht gegenseitig ist, kriege ich auch die krise und gehe laufen. also die "sucht" nach anerkennung und "liebe" ist irgendwie auch nicht immer gleich. ich seh schon, auch die cos haben gehörige macken :lol:.

    lavendel

    hallo lilly,

    Zitat

    Iss jetzt aber nur eine der verschrobenen Lilly-Theorien Lachen
    Aber vielleicht doch was wahres dran ?

    ich liiiiiiiebe deine verschrobenen lilly-theorien - ist eifach oft ganz viel wahres dran. fang bloss nicht an damit aufzuhören :lol: .

    lavendel

    hallo niyati,

    du fragst

    Zitat

    Bei mir kommt immer wieder der Wunsch hoch mehr zum Forum dazuzugehören. Was kann ich dafür tun? Vielleicht schreibe ich nicht regelmäßig genug und lese zuviel? Vielleicht ist meine Geschichte auch zu langweilig, weil es nicht viel zu erzählen gibt?

    das dazugehören liegt an dir, ganz einfach :wink: . das hat auch nichts mit deiner geschichte zu tun, die ist nicht "langweilig", im gegenteil die ist ziemlich konsequent und damit bewundernswert. he, selbstmitleid abschalten, datt is hier nicht gefragt :wink:.

    letztlich ging es auch mir so: am anfang hab ich viel gelesen und meine geschichte geschrieben. da gabs dann reaktionen oder auch nicht, je nachdem wie offen und wie persönlich ich geschrieben und auch um rat gefragt habe. irgendwann habe ich dann auch andere kommentiert, und irgendwann kam es dann schleichend, dass ich mich hier "zuhause" und zugehörig fühlte. aber das kommt natürlich erst, wenn man mehr und persönlicher von sich schreibt und sich eben auch bei anderen einbringt. so wie jetzt bist du mir zum beispiel noch nicht viel mehr als ein name, den ich das eine oder andere mal gesehen habe, aber mehr eben auch (noch) nicht. dabei denke ich, dass du viel zu erzähen und manches zu raten hast.

    gruß

    lavendel

    hallo icegirl,

    willkommen hier im forum. ja, keine schöne situation, in der du steckst. gerade weil man ja hofft, dass die therapie anschlägt.

    du fragst konkret:

    Zitat

    Jetzt weiß ich nicht, ob ich seinen Therapeuten anrufen soll... Fall ich meinem Freund in den Rücken?? - Oder muss ich wirklich mit mir kämpfen und ihn lassen??? - was ich mir fast nicht vorstellen kann......

    ich persönlich würde den therapeuten nicht anrufen. es ist sein leben und seine entscheidung. wenn er eine andere kennengelernt hat, kannst du sowieso nichts ausrichten. und wenn er das nur sagt, um dich auf abstand zu halten ist das auch eine ganz miese kiste: man verletzt in einer partnerschaft sein gegenüber nicht auf so eine miese tour. oder findest du das ok?

    du schreibst weiter:

    Zitat

    ...hat er mir sehr, sehr schmerzhaft klar gemacht, dass er sich von mir trennt, da er mir nicht gut tut und ich nur wegen ihm leide. Jeder Versuch, mich an ihn ran zu lassen ist gescheitert.

    also das hört sich für mich eher nach der üblichen selbstmitleidstour an. solch ein denken hat nichts mit erwachsenem leben zu tun. ich glaube eher, dass er die therapie nicht will, weiter trinken will und du ihm dabei im weg bist. und um das nicht so deutlich zu sagen kommt solch ein satz, der dir suggerieren soll, dass du ihm etwas wert bist.

    das sind knallharte worte, ich weiss. aber die argumente und verhaltensweisen sind so oft so gleich in ähnlichen situationen, dass ich derzeit keinen anderen schluss ziehen kann.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo,

    spannende diskussion hier. dann mische ich doch gleich mal wieder mit :lol:.

    @ little: ich zieh mir ALLES an :lol:. ohne scherz, weiss ich. aber die frage der ausrede war ja nun ein aufhänger.

    lilly, du fragst:

    Zitat

    Neigen CO`s denn dazu, Konflikte zu vermeiden ?

    ich: ja. ich habe einen riesen-schiss vor streit, egal mit wem. wenn ich ins büro komme versuche ich schon zu erspüren, wie die stimmung ist. ich traue mich nur in riesengroßen ausnahmefällen, zum beispiel unserer sekretärin mal einen vor den latz zu knallen, wenn sie sich unmöglich benimmt (zum beispiel meine post aufmacht). ich kann mich gut FÜR ANDERE reinhängen, z.b. meine kollegen vor meinem chef verteidigen, und ihm da contra geben. wenns um meine belange geht, fällt mir das furchtbar schwer. mache ich zwar mittlerweile, aber mit weichen knien und einer schlaflosen nacht vorher.

    konflikte machen mir angst. hab schon oft drüber nachgedacht warum. zum einen gab es bei uns zuhause früher nie einen konstruktiven streit, glaube ich. was ich in erinnerung habe, sind schreiereien und prügel seitens meines vaters, wenn etwas nicht rund lief. nie hab ich zurückgeschrien, ich hab dann geheult und mich in meinem zimmer versteckt. also lieber klappe halten als contra geben. sicher war es da zum einen die angst vor körperlicher gewalt, aber sicher auch das gefühl, nicht "liebgehabt" zu werden, wenn man contra gibt. ich weiss nicht wo das herkommt. ich kann mich zumindest nicht an denm expliziten satz erinnern, dass ein kind nicht "nein" sagen darf oder so.

    speedy schreibt

    Zitat

    Habe Ja gesagt, obwohl ich eigentlich Nein sagen wollte. Habe meine Bedürfnisse hinten an gestellt!

    das hab ich auch ganz lange gemacht. dann hat meine therapeutin mich vor vielen jahren mal aufgefordert, mir eine woche lang bei JEDER meiner handlungen zu überlegen, ob ICH das will, und bei dingen, die ich explizit NICHT will, diese auch nicht zu tun. und gleichzeitig zu beobachten, wie die anderen reagieren. das war spannend. da hab ich festgestellt, dass ich einen großteil der dinge, die ich damals tat, nicht für mich, sondern für andere getan hab. das hat mich erschreckt. beim nicht-tun hab ich dann festgestellt, dass die anderen mich deshalb nicht (spürbar) weniger mochten. sie haben sich zwar gewundert, dass lavendel plötzliche keine lust aufs familienkaffeetrinken oder die firmung des nachbarkindes hatte. aber es wurde einfach so zur kenntnis genommen. staun. seitdem schaue ich viel mehr, was ich will und was nicht, und suche den kompromiss. was ich NICHT mehr tue ist dinge zu tun, vor denen mir graut. immerhin.

    lilly, du fragst:

    Zitat

    Speedy schreibt, es wurde uns wohl in die Wiege gelegt, das glaube ich keinesfalls, ich denke, die "Erziehung" zum CO beginnt in frühester Kindheit durch die Eltern. Neigen Eltern denn auch so zu diesem Verhalten ? Das würde mich mal interessieren. Vielleicht machen sie die Kinder oft runter oder lächerlich, das sie kein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln können ? War das bei Euch so ? Fühltest ihr Euch schon als Kinder manchmal "wertlos" ?

    in die wiege gelegt glaube ich nicht. das kann man auch oft bei geschwisterkindern beobachten. mein bruder hatte die gleichen eltern und war doch ganz anders. er hat in fast allen situationen völlig anders reagiert als ich, obwohl wir nun wirklich die gleiche erziehung mitgekriegt haben. bei uns wurde auch nicht unterschieden mädchen - junge. ich hatte immer hosen an und bin auf bäume geklettert. puppen fand ich doof, lange haare und röcke auch :D .

    thema wertlos fühlen: bei meinen eltern habe ich das als völlig widersprüchlich mitbekommen. auf der einen seite das wunschkind, auf der anderen seite ein runtermachen. ich kann mich noch lebhaft dran erinnern, wie mein vater mir in der pubertät mal wörtlich gesagt hat "du hast ein a*** wie ein brauereipferd". das sitzt tief. gut, ich war pummeliger als jetzt, aber trotzdem, seitdem drehe ich mich und versuche im spiegel zu schauen, wie ich von hinten aussehe. das ist totaler quatsch, aber es sitzt tief. sowas ist niedermachen. oder der kommentar brillenschlange, oder pickelgesicht.

    meine mutter hat im nüchternen kopf mich nicht explizit runtergemacht. aber sie hat sich über vieles lustig gemacht, was mir wichtig war. schwärmerei für schlagerstars, affinität zu kirche und glauben, mein erster freund, meine vorliebe für schlabberklamotten. dann war mein zeugnis mit einem guten schnitt nicht gut genug. so kleinigkeiten. aber als kind waren das für mich keine kleinigkeiten.

    mittelerweile kann ich das einsortieren und stelle bei meiner mutter fest, dass dieses niedermachen von anderen menschen ein fester bestandteil ihres lebens ist. sie macht gott und die welt schlecht. diese nachbarin ist zu doof, ihre schwester blickt es nicht, der ist nicht intellektuell genug, jene ist spießig, die dritte hat keinen geschmack. furchtbar. ich hab auf diese gespräche keine lust und werde ganz schnell ganz einsilbig. ich frag mich immer, wie man mit solch einem blick aufs leben überhaupt leben kann. sie macht es ganz sicher, weil sie sich klein und doof vorkommt, anders kann ich es mir nicht erklären. und vielleicht hat sie auch versucht, das an ihren kindern auszutoben. ich hab mich jedenfalls früher weder gemocht noch geschätzt. aber das ist ja jetzt zum glück anders. ich find mich gut :D.

    lavendel

    hallo little,

    co ist man - denke ich - in vielen dingen dingen. das gilt wahrscheinlich auch im bestimmten masse bei unseren eltern, den arbeitskollegen, im freundeskreis.

    das mit dem rumeiern bei einer ausrede, nicht zu einer feier zu gehen, sehe ich ein bisschen anders. "voll" co wäre gewesen hinzugehen, wider die eigene lust und schlimmer noch, mit einem richtigen widerwillen. sowas hab ich früher oft gemacht. hab mir gedacht, ich kann sie doch nicht vor den kopf stossen, sie freut sich doch, wenn ich komme, absagen ist mir unangenehm..... bin dann gegangen und hätte mich in den hintern beissen können. sowas tue ich nicht mehr. klar gibt es manchmal dinge, die ich auch wider meine lust tue, um anderen etwas gutes zu tun, sie nicht zu verletzen uswusw. das finde ich auch in ordnung, ein paar kompromisse und zugeständnisse müssen schon sein, wenn man mit anderen menschen leben will. ich will auch nicht ein knallharter egoist werden. aber immer unter der prämisse, dass ICH mit der situation leben kann.

    für mich gilt es abzuwägen, wo es mir wirklich tief gegen den strich geht, und dann für mich zu sagen "in situationen, in denen ich mich sehr unwohl fühle, gehe ich nicht mehr, auch nicht anderen menschen zuliebe". das war der fall mit der absage. ich empfand auch die ausrede nicht als eierei, die eierei war das überlegen, geh ich nun oder geh ich nicht. die ausrede hat beiden seiten nicht geschadet. ihr zu sagen, dass ich auf diese konstellation keine lust habe, hätte sie verletzt, durch die blume hatte sie ja um meinen beistand gebeten.

    muss ich jemanden verletzen, um "echt" zu bleiben? das finde ich nicht.

    du schreibst:

    Zitat

    Der Co ist in seinem Denken immer auch damit beschäftigt, was mit dem anderen ist..... und da liegt der Unterschied zu nicht Co-kranken.

    klar bin ich mit meinen gedanken viel bei anderen - und? dafür lebe ich mit anderen menschen - und möchte das - manche sind mir sehr wichtig, und natürlich denke ich über sie nach. das wünsche ich mir ja auch in bezug auf mich. das finde ich auch nicht krank.

    krank wird es dann, wenn ich die bedürfnisse der anderen über meine stelle - und mir das weh tut. wenn ich mich weniger wichtig nehme als andere - immer und ohne rücksicht. wenn ich zulasse, dass es mir schlecht geht, damit es dem anderen gut geht. DAS ist co.

    lieben gruß

    lavendel

    p.s. und jetzt sag nicht, dass es co war, auf deinen beitrag zu antworten, obwohl ich schon längst im bettchen liegen sollte :lol: .

    hallo hexe,

    vieles hat spedi schon gesagt, eins möchte ich noch hinzufügen. du schreibst:

    Zitat

    Aber ist es nicht egoistisch ihr einfach zu zusehen wie sie weiter in ihr Unglück rennt,während ich lerne glücklich zu werden?Woher die Kraft nehmen wenn absolut keine mehr da ist?Wie kriege ich das gefühl zwischen hass und Liebe bei meiner Mutter in den Griff?

    weisst du, ich hatte ganz genau deine gedanken. meine mutter trinkt/trank schon immer, ich habe gelitten wie hund, auch als ich schon von zuhause weg war. wähnte mich immer verantwortlich, habe viel zu selten STOP gesagt, meinte, es ist doch meine mutter, und mir gehts gut, da kann ich doch was abgeben von meiner fröhlichkeit uswusw. kommt dir das bekannt vor?

    irgendwann hab ich mich in einem anderen kontext bei meinem pfarrer ausgeheult, weil mich diese spagat zwischen "du sollst deine eltern lieben" und meiner abscheu gegen meine betrunkene mutter fertig gemacht hat. und ich denke, auch wenn man nicht christlich motiviert ist, hat man doch irgendwie das gefühl, man müsse seine eltern lieben, oder ihnen wenigstens dankbar sein. mein pfarrer hat dann richtig geschrien "sch*** liebesgebot". mag sein, dass das inszeniert war, aber mich hat es erleichtert. er meinte dann noch, das gelte dann, wenn sich eltern wie eltern verhalten, nicht einfach nur durch die blutsverwandtschaft. und dass ich als kind die leidtragende, das opfer sei, und meine mutter die "täterin", ich mir also kein schlechtes gewissen machen müsse, sie SO nicht zu mögen. das hat mir sehr gut getan.

    und genau da musst du ansetzen: du merkst, dass du keine kraft mehr hast, dann versuch aufzuhören, kraft und mitgefühl für deine mutter zu mobilisieren. nutze dein kraft für DEINE familie, da gehört sie nämlich hin.

    ja, und zu der frage, wie man den spagat zwischen hass und liebe hinbekommt? das ist furchtbar schwer. bei mir hat das ewig lange gedauert. mittlerweile fühle ich beides nicht mehr. ich kann auch nicht so richtig beschreiben, wie es dazu kam. das eine war sicher das oben genannte beispiel. ein anders ist, dass ich mir mal einen psalm aus der bibel genommen hab und den in bezug auf meine mutter "meditiert" hab. da gibt es herrliche rachephantasien, oder auch einfach nur heftiges wehklagen. das hört sich jetzt vielleicht frömmelnd an, aber so meine ich das nicht. es ist einfach ein sich bewusst machen, was das elternteil einem angetan hat und wie sehr man gelitten hat (oder auch noch leidet). ein weiterer baustein bei mir war, klare grenzen zu ziehen. kein gespräch, wenn alkoholisiert. kein rechtfertigen zu anklagen wie "du bist doch meine tochter, du musst doch...". keine treffen, wenn ICH darauf keine lust habe und das gerne mache, auch nicht weihnachten etc. alles kleine bausteine.

    irgendwann hat sich bei mir hass und liebe zu gleichgültigkeit gewandelt. wenn ich jetzt meine mutter sehe, ist sie mir schon sehr vertraut, aber wirklich sympathisch finde ich sie nicht (mehr). richtig mögen tue ich sie nicht, hassen auch nicht. eine vertraute fremde. ich finde das kein schönes gefühl, aber wenn ich mich nicht so rabiat abgegrenzt hätte, wäre ICH dabei draufgegangen, und da war ICH mir irgendwann doch wichtiger.

    gruß

    lavendel

    hallo marga, apfel,

    wollt ihr nicht eure diskussion in apfels threat weiterführen? könntet ja eure letzten beiträge da rein kopieren, denn eure diskussionen zeigen ja auch apfels weg und gedanken, und da fände ich es für apfel schöner wenn die "guten" gedanken auch beieinander wären. nur so zur anregung. aus eigener erfahrung weiss ich nämlich, dass ich mir öfter meinen eigenen threat durchlese, und das, was woanders steht, eher unter den tisch fällt. und das wäre doch schade.

    gruß

    lavendel

    hallo meni,

    hast du eigentlich IRGENDEINEN bezug zu dir und deiner krankheit? du schreibst:

    Zitat

    Auwei. Ich nehme Eure Warnungen ernst und werde besonders in der nächsten Zeit sehr vorsichtig sein und versuchen, täglich mindestens einmal hier zu sein. Ich habe, nachdem ich Eure letzten Sätze gelesen habe sehr schnell gesehen, dass ich mich schon viel zu sicher fühle,

    mir scheint, du hast nichts, aber auch nichts kapiert. sorry, wenn ich das so brutal schreibe. entweder bist du wirklich dumm oder du bist furchtbar überheblich. wie kann man eine offene flasche im haus haben und noch stolz darauf sein, dass sie einem nicht anhaben kann? ich verstehe das nicht. du hast zeitweise so gute ansätze und klare gedanken, und dann zwischendrin wieder solch ein absoluter, kontraproduktiver und undurchdachter blödsinn, da frage ich mich echt, sind das zwei personen?

    bitte nimm mir das nicht übel, ich lese dich immer und du bist mir in vielem auch sehr sympathisch, aber manchmal denke ich echt "jetzt spinnt sie wieder", und dann werde ich sauer und bange, wann die nächste katastrophe kommt. deshalb mal mit etwas deftigeren worten :wink: .

    gruß

    lavendel

    hallo susa und mausy,

    willkommen hier im forum. ihr beide steckt wohl in einer ähnlichen situation, und ihr solltet verflixt aufpassen, dass ich euch jetzt hier nicht bestätigt in dem kreislauf "er liebt mich und meine kinder, hat eine schlimme kindheit gehabt, liebt sich selbst nicht, zieht sich deshalb zurück und trinkt (und jetzt sagt nicht, das findet ihr rücksichtsvoll), ach der arme kerl möchte so gerne und kann nicht.

    ich glaube, dass eure männer noch garnicht wollen, es geht ihnen (noch) nicht schlecht genug. das soziele umfeld funktioniert noch (halbwegs), ihre frauen halten zu ihnen, familienanschluss, unendliches mitleid und unendliche liebe. warum sollten sie aufhören zu trinken?

    ich sags jetzt mal ganz knallhart: das wird so immer so weitergehen, irgendwann kommt dann mehr alk, irgendwann vielleicht böse worte und sogar gewalt... wenn sie abhängig sind, wird sich die spirale schneller drehen, und ihr sitzt mittendrin. ihr solltet euch überlegen, ob ihr das riskieren wollt, oder nicht doch lieber nägel mit köpfen macht, nämlich euren freunden die pistole auf die brust setzt und sagt "bis hierher und nicht weiter, überlegt euch, was euch wichtiger ist". und dann auch konsequenzen zieht.

    gruß

    lavendel

    hallo engelchen,

    willkommen hier im forum. du fragst um rat, und dannn sag ich dir mal was ich denke, auch wenn du das vielleicht?!? nicht hören möchtest.

    vier monate dauerte eure beziehung. du sagst, es ist liebe. so schnell? mit solch einem theater am anfang? na, da würde ich aber nochmal genauer hingucken. kann ich aber natürlich nicht beurteilen, möchte ich mir auch nicht anmassen, ich rede nur von mir. wenn sich bei schon so schnell rausstellen würde, dass die beziehung/der mann mit solch gravierenden problemen behaftet ist, würde ich meine kraft doch lieber in mein kind und mich investieren.

    wo es dann aber vollends aufhört ist ein anruf "ich habe dich betrogen". völlig wurscht, ob es stimmt oder nicht. das ist allerunterste schublade. er will dir wehtun, das hat er geschafft. und du fragst, ob ihr noch eine chance habt, vom alkohol mal ganz abgesehen? willst du mit einem mann leben, der sich bereits nach so kurzer zeit (wo doch eigentlich mal himmelhochjauuzend angesagt ist, normalerweise) so schweinisch benimmt? frag ja nur...

    gruß

    lavendel

    hallo apfel,

    ich glaube pott meint, dass du in DIESEM threat mit tom gespräche führst. ich find das auch total komisch und frag mich seit langem, warum ihr das macht. dass DU in DEINEM threat dein leben sortierst, das find ich klasse und zielführen, aber der tanz, den ihr beide hier in DIESEM threat aufführt, der bringt keinen weiter. ich würd das einfach lassen. das ist einfach ein blödes spielchen, pingpong über kleinigkeiten, statt dass du dich weiter sortierst und tom sich mal endlich um SICH und seine krankheit kümmert.

    lavendel

    lieber henri,

    da schliesse ich mich gerne an! ich schätze deine sensiblen und wohlüberlegten antworten sehr und hab mich immer über einträge von dir in meinem threats gefreut!

    lieben gruß

    lavendel

    hallo bernd,

    ich glaube nicht, dass du dir vorwürfe machen musst. du hast ja schliesslich sensible antennen, und utes rückzug würd auch bei mir die alarmglocken läuten lassen. du weisst ja schliesslich, dass sich bei ihr die katastrophen immer mit rückzug ankündigen. da finde ich es gut, dass du aufmerksam bist.

    hoffe sehr, dass dich deine antennen täuschen.

    gruß

    lavendel

    hallo jekosan,

    herzlich willkommen hier im forum.

    puuuhhh, schlimm, was du schreibst. ich kann mich nicht in dich hinein versetzen, aber sehe auch, dass es so nicht weitergeht - für dich nicht, und auch nicht für deine tochter.

    was man konkret machen kann, weiss ich nicht, ich weiss nur, dass man zum beispiel eine kontaktsperre und das fernhalten von der wohnadresse durchsetzen kann. vielleicht suchst du mal im internet danach, oder fragst bei der polizei nach. was du schreibst, hört sich schon fast nach durchgedreht an. hast du mal mit einem anwalt gesprochen, ob und was es da für möglichkeiten gibt?

    denn dass sie ihre krankheit annimmt und etwas dagegen tun will, liest man aus deinen worten wirklich nicht heraus. da hilft wohl nur noch brutale konsequenz, um dich und deine tochter zu schützen.

    wünsche dir viel kraft

    lavendel