hallo kirsi,
ich schreibe dir mal aus der sicht einer angehörigen.
mich haben erst die harten worte hier im forum und in meiner realen selbsthilfegruppe dazu gebracht, mein leben zu ändern. es hätte mir nicht weitergeholfen, hier betüttelt und bedauert zu werden. natürlich habe ich manches mal geschluckt, wenn so ein "rrrrruuuummmmms" kam, aber letztlich haben sie fast alle fast immer recht gehabt.
ich finde auch nicht, dass jemand hier "angeprollt" wird. im gegenteil: wenn ich mir die mühe mache, jemanden zu lesen und ersthaft zu antworten: das tue ich doch nur, wenn ich ihm helfen will. "ich drücke dich" kann ich endlos kopieren und in jeden threat setzen: wem nutzt das?
in den angehörigenrubriken stelle ich sehr oft fest, dass die (meistens die weiblichen) angehörigen zwar oft unter der situation leiden, sie aber meinen nicht ändern zu können oder auch nicht zu wollen. da hab ich dann irgendwann die wahl zwischen nix mehr schreiben, weil ich mir denke, das ist verschwendete zeit, oder eben harte worte zu schreiben. was meinst du, ist besser?
ich bin sehr froh, dass ich häufig contra bekommen habe auf mein "ja, aber...". ich würde sonst nämlich immer noch in der selben situation stecken wie vor einem jahr - und heute gehts mir doch viel besser ![]()
gruß
lavendel