Beiträge von lavendel

    hallo ronja,

    verschiebe deinen beitrag mal hier in "deinen threat", in dem anderen geht er unter, weil man dann deine geschichte nicht kontinuierlich lesen kann.

    Zitat von ronja30

    Liebe Lawendel, Du hast so recht mit Deinen Zeilen!
    Den einzig wirklichen Vorwurf den ich auch nicht so recht los werde ist, dass ich einfach immer sehr schnell die Geduld verloren habe, wenn ich wieder gemerkt habe, dass er getrunken hat. Nicht schreiend, nie. Ich bin dann aber abgefahren (er wusste immer, dass ich nur bei einer Freundin oder meinen Eltern bin). Die Tragweite, dass er Alkoholiker ist, habe ich nicht erkannt. Er war in meinen Augen sehr depressiv, als Alkoholiker hat er sich leider nicht vorgestellt (:-). Es waren nur die Worte " Ich hatte da mal eine Phase, wo ich viel zu viel getrunken habe...". Ich fange an, es positiv zu sehen. Es passiert mir mit 30, zum Glück jetzt und nicht viel später in meinem Leben. Es ist eine Erfahrung. Wielange hast Du gebraucht, um das Gefühl zu haben, dass Du vollkommen drüber stehst (auch wenn Du verständlicherweise noch darüber nachdenkst)? Und wielange ist das alles jetzt her? Seid Ihr lange zusammen gewesen?
    Hat er den Kontakt immer wieder nach der Trennung noch zu Dir gesucht? Mit dem "brauche Dich und Mülleimereffekt" hast Du ja so recht!
    Das habe ich ihm so auch schon einmal gesagt.
    Lieben Dank, Ronja

    hallo ronja,

    Zitat von ronja30

    Er hat vorher sehr viele Wochen und schon beinahe Monate bei jedem Trennungsversuch geschrieben und angerufen, dass er mich braucht und ohne mich nicht sein kann etc. Natürlich ist das einerseits wunderschön - ich liebe ihn ja und helfe gern, konnte es aber letztendlich doch nicht.

    ja, was meinst du, warum er das macht? er weiß genau, dass er dich damit um den finger wickeln kann - und natürlich nutzt er das schamlos aus. weil er auch weiß, dass JEDER mensch sich freut, wenn man ihm sagt, dass man ihn liebt und ihn braucht. ich glaube eher, dass dein freund den alkohol liebt und braucht - nicht dich. mein freund hat mir das früher auch gesagt, und natürlich war ich am anfang geschmeichelt. aber wenn du mal genauer drüber nachdenkst: willst du mit einem solch labilen menschen leben? ist das überhaupt ein adäquates gegenüber? ist es nicht viel schöner, mit einem menschen zusammenzusein, weil derjeneige mit einem selbst zusammen sein WILL, nicht weil er einen "braucht", im zweifelsfall als mülleimer, seelentröster, alkbeschaffer, was weiß ich.


    Zitat von ronja30

    Glaubst Du, er wird sich wieder melden? Denkst Du nicht, er bekommt vielleicht auch in der Therapie gesagt, dass er lieber keinen Kontakt mehr zu mir suchen sollte? Beides wird seltsam sein. Egal ob er nicht anruft oder ob er anruft. Irgendwie kommt es mir vor, als ob er gestorben ist und evtl. nochmal aufersteht. Komische Gedanken..

    na, hellsehen kann ich nicht :wink:. es hängt bei ratschlägen immer auch davon, was man will, was man erzählt.... manchen tut funkstille gut, anderen nicht. aber auch hier geht es schon wieder um deinen ex. es sollte aber um DICH gehen. DIR ist doch klar, dass es mit ihm keine zukunft gibt, richtig? dann nutz deine energie, um DIR was gutes zu tun, verwöhn dich und versuch, nicht dauernd an ihn zu denken.

    Zitat von ronja30

    kennst Du diese auch? Glaubst Du, er wird mir den Vorwurf machen, dass er aus Liebeskummer so weit gekommen ist?
    Ich habe ganz starke Stunden und dann knicke ich wieder ein. Ich weiss, dass ich stark genug bin, um es nach dem Entzug zu lassen und dennoch. Ich glaube, man muss sich einfach auch mal wieder auf den Boden holen. Es gibt so viel schlimmeres, man muss aufhören, sich selbst zu bedauern.

    ja, oft machen alkoholikern ihren partnern genau diesen vorwurf, auch eltern ihren kindern. aber ganz klar ist: niemend hat einen alkoholiker abgefüllt, das hat er ganz allein gemacht. du bist NICHT schuld an seinem trinken, er ist für sich verantwortlich. lass dir das bloss nichts einreden, wenn er das versuchen sollte.

    eben, es gibt viel schlimmeres :wink: . aber ich weiss auch, wie unendlich schwer solch eine trennung ist. weisst du, was ich mir dabei immer gesagt habe: "für MICH kann es nur besser werden. ICH kann nur gewinnen, egal wie es ausgeht." wenn er aufhört mit dem trinken, oder aber eben auch, wenn er weitertrinkt und ich dann mein eigenes leben leben kann, ohne ständige sorgen um einen partner.

    ich kann dir wirklich nur raten: bleib standhaft und wahre den abstand. für alles andere scheinst du mir nochviel zu sehr mit deienn gefühlen drin zu hängen.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo ronja,

    ich denke auch, dass du in erster linie an dich denken solltest. du hast viel versucht, es hat alles nichts genützt. solange er nicht will, wird garnichts gehen. wenn es dir besser tut (erstmal) keinen kontakt zu haben, dann sag ihm das ganz klar. sag ihm, dass es dich runterzieht, dass du das nicht willst. dass du nicht für sein leben verantwortlich bist und du dir dein leben weiss gott auch anders vorstellst, als es mit ihm gelaufen ist.

    ich finde das nicht egoistisch, ich finde auch nicht egoistisch zu sagen "mit solch einem labilen mann lieber keine familie". das ist RICHTIG und verantwortungsbewusst. du hast nur das eine leben.

    ich hab mich auch aus vernunftsgründen von meinem partner getrennt, ich hatte ganz genau wie du das gefühl, dass ich untergehe, wenn ich dieses (alkoholisierte) leben mit ihm weiterlebe. hab mich auch gefragt, ob ich egoistisch bin, wenn ich ihn "im stich" lasse. dabei lässt er sich selbst im stich, indem er nichts tut. natürlich hatte ich auch erst ein schlechtes gewissen, aber ich hab mir immer wieder gesagt, dass er es ja in der hand hat was zu ändern, dass ich so nicht weiter kann und nicht weiter will. und das hatte nichts mit gefühlen zu tun, ich hab meinen partner auch geliebt, als ich mich getrennt habe. aber letztlich bin ich mir wichtiger. und dafür hab ich nicht einmal ein schlechtes gewissen :wink: .

    lieben gruß

    lavendel

    hallo chris,

    ob ich dich hier "willkommen" heißen will weiß ich ja nicht so wirklich.

    knallhart: wenn du sie nicht mehr liebst, solltest du dich trennen, völlig unabhängig vom alkoholproblem. eine beziehung aus mitleid oder angst vor möglichen konsequenzen kann es ja wohl nicht sein. im übrigen wird deine freundin sicher merken, dass du sie nicht mehr liebst.

    wo mir die spucke wegbleibt: du kaufst ihr alkohol, wissend, dass sie ein problem damit hat? das find ich ja schon ein starkes stück, muss ich sagen. wenn ich jetzt böse sein wollte könnte ich dich fragen, ob du sie unter die erde bringen willst, damit du keinen stress mit der trennung hast? was du da tust ist unverantwortlich.

    tja, und raten kann ich dir auch nicht. mir scheint, du willst enfach nur raus aus der sitation, hast keinen bock mehr auf dieses leben. ja, dann trenn dich. dir ratschläge zu geben, wie du deiner freundin helfen kannst scheinst du ja nicht zu wollen. bin ich froh, dass ich nicht solch einen partner wie dich habe.

    lavendel

    hallo mueckelchen,

    erst einmal willkommen hier bei uns im forum, wenn du dich ein bisschen umschaust wirst du feststellen, dass du mit deinem problem nicht alleine bist, hier sind viele (erwachsene) kinder von alkoholkranken eltern.

    und wie auch allen anderen kann ich dir nur sagen, dass - wenn deine mutter nichts ändern will - ihr auch nichts tun könnt. der abhängige muss aus sich selbst heraus aufhören wollen und erste schritte gehen. letztlich muss jeder süchtige erst einmal an seinem (persönlichen) tiefpunkt angekommen sein, und das scheint bei deiner mutter noch nicht der fall zu sein.

    was ich dir raten möchte: such noch einmal gemeinsam mit deiner schwester das gespräch mit ihr - wenn sie nüchtern ist. erklärt ihr, wie es euch geht und dass ihr ihr unter solchen umständen nicht mehr helfen werdet, ihr leben zu regeln. dass du, wenn sie trocken werden möchte, gerne zur seite stehst, aber dass du ihr trinken nicht mehr unterstützen wirst. und mit unterstützung ist mehr gemeint als alkohol zu kaufen, da gehts auch um wohnung saubermachen, kochen, anträge ausfüllen, das trinken vor anderen verschleiern.... darf ich fragen, wie alt du bist, und ob du nicht eventuell ausziehen könntest? du kannst deine mutter sowieso nicht vor ihrem untergang bewahren, wenn sie das nicht will.

    in erster linie musst du auf dich aufpassen, dass du nicht psychisch unter die räder kommt, wenn dich das alles so belastet. und eins solltest du dir immer wieder sagen: du bist nicht "schuld" und du hast auch keine verantwortung für deine mutter.

    liebe grüße

    lavendel

    hallo andi,

    herzlich willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast. was du theoretisch tun musst, haben dir die anderen ja schon zum teil gesagt. ich wollte nochmal was zu deiner freundin sagen, gerade weil ich weiß, dass männer öfter mal nicht so deutlich sagen was sie fühlen, bzw. denken (jaja, einparken und zuhören :wink: ).

    hast du deiner freundin deutlich gesagt, dass du befürchtest, ein alkoholproblem zu haben? dass du etwas dagegen unternehmen möchtest? dass du angst hast, weil du es nicht mehr im griff hast? dass du depressionen davon bekommst, dass du etwas änderns willst und musst.... uswusw.? ich frag nur mal so, weil sie vielleicht garnicht wirklich mitbekommen hat, WIE ernst dir das ist. HIER sind alle sensibilisiert, aber "draussen", und wenn man mit dem thema alkoholismus noch nie konfrontiert war, kann das verständnis schon mal schwer fallen.

    wenn sie anschliessend allerdings immer noch meint, sie müsste dich mitziehen, ja, dann kann es für euch keine zukunft geben. hart, aber ich denke, so ist es. und ehrlich: ist es nicht viel besser nüchtern und (erstmal) single zu sein als liiert mit jemanden, der einen nicht ernst nimmt?

    gruß

    lavendel

    liebe demi,

    Zitat von Demi

    Mein Sohn ist 12 und geht schon in die Schule . Zum Glück sieht er mein problem nicht so wie ich es seh. Liegt wohl dran das ich immer eher ruhig geworden bin wenn ich getrunken hatte, nicht laut ausfallend oder so. Aber nüchtern kann ich doch viel mehr für ihn da sein und merke schon das ich etwas anders mit ihm umgehe!

    na, wenn du dich da mal nicht vertust. meine mutter hat auch getrunken, war in der regel auch nicht ausfallend, sondern ruhig. und ich kann mich ab dem alter von etwa sieben lebhaft an meine be- und angetrunkene mutter erinnern. der geruch, die augen, die anders aussahen, das etwas andere sprechen, das etwas anders sein. tja, und dass ich das als kind furchtbar fand, gelitten hab, mich geschämt, gebangt, die flaschen gesucht und gezählt muss ich dir wohl nicht sagen.

    gruß

    lavendel

    hallo krebschen,

    nochmal ich. sorry, aber ich habe nicht das gefühl, dass es dir gut tun würde, dich dem auszusetzen. du bist so hin und her gerissen zwischen kopf und herz (kenn ich, hab ich auch lange gehabt). ich hab dann über ein paar wochen (sechs waren es bei mir) mir all mein heulen, meine emotionen, sorgen.... klein gehalten und mir mantramäßig immer wieder vorgesagt "nein, da will ich nicht wieder hin. nein, mit diesem mann kann ich so nicht weiterleben. nein, ich will keine vorwürfe mehr. nein, ich bin nicht zu hart...." verstehst du was ich meine? ich glaube, du solltest versuchen, erstmal emotional einen abstand hinzukriegen, ehe du ewig weiterredest und dann noch sowas kommt mit einer eventuell neuen freundin. er weiß doch genau, wie er dir wehtut und dich provoziert, und setzt das gnadenlos ein. willst du wirklich mit so einem menschen leben????????

    lavendel

    hallo kenet,

    jetzt schalte ich mich mal ein, auch wenn du dich dann bestimmt wieder unverstanden fühlst.

    Zitat von kenet

    Ich weiss nur nicht wie ich mir selber helfen kann. Es macht ja keiner was.

    es macht ja keiner was????????????????????? wieviele leute haben dir hier einen weg beschrieben? sorry, datt find ich ne ganz schöne frechheit von dir. du kriegst antworten ohne ende auf dein selbstmitleid, hast gegen ALLES, was du hier an ratschlägen bekommst, ein gegenargument, weißt alles besser, ALLE leute sind doof (dein vater, weil er dir "stress" macht. meine meinung: er sollte dich rausschmeissen, statt dir alk zu kaufen, die leute vom sozialamt (woher weisste das eigentlich?, wir hier, weil nicht heititai machen und dich für deine ach so schwere kindheit bemitleiden - weisste was? ich tippe mal, 80% der hier schreibenden hatten keine schöne kindheit uswuswusw.

    tja, und wenn du nach dem, was dir hier geschrieben habe nicht weißt was du machen sollst, können wir dir wohl auch nicht mehr helfen. oder was erwartest du? dass einer von uns morgen bei dir vor der tür steht, dich abholt, zum arzt fährt, dir dein mittagessen bezahlt, dich heimbringt, dich übermorgen ins krankenhaus fährt... WAS?

    ich glaub, dir gehts einfach noch nicht schlecht genug, um was ändern zu wollen.

    lavendel

    hallo schöni,

    und willkommen hier im forum. mit deinem thema bist du sicher in der rubrik "erwachsene kinder von alkoholikern" gut aufgehoben, da wirst du auch schon erste antworten auf deine fragen finden.

    ihn vor die wahl zu stellen, du und euer hobby oder der alkohol könnte schon mal ein weg sein, aber um erfolg zu haben, muss sowas natürlich von medizinischen maßnahmen begleitet sein, d.h. entgiftung, therapie, selbsthilfe.... aber das weisst du sicher.

    tja, und seine argumente, du habest das problem, nicht er und seine leberwerte seien top, die haben wohl die meisten alkoholiker/innen. bei deinen beschreibungen liegst du schon ganz richtig in deiner einschätzung, denke ich. und wenn du fragen hast: nur mut. heir gibt es viele wie dich :wink: .

    gruß

    lavendel

    hallo krebschen,

    die frage ist nicht, dass ER mit DIR sprechen möchte, sondern ob DU mit IHM sprechen möchtest? möchtest du? fühlst du dich dafür stark genug? willst du ihm überhaupt noch auf seinem weg helfen, trocken zu werden? wenn nicht - und ich lese ja, dass du dein eigenes leben leben möchtest - würde ich da nicht hingehen. wofür? damit er sich luft machen, seinen frust, enttäuschung, schuldgefühle, was weiß ich loszuwerden - mit dir als spiegelbild? wie gesagt, ich glaub, ich würd da nicht hingehen. aber das bin ICH. hör du auf deinen kopf, du musst schließlich mit dem ergebnis leben.

    wünsche dir die richtige ebtscheidung - und lass dich bloss nicht unter druck setzen.

    lavendel

    hallo schneeflocke,

    ich versteh dich auch nicht. du schiebst vor, dass eine andere bekannte mal schlechte erfahrungen mit polizei und hilfe gemacht hat. das ist für dich ein grund, es nicht zu versuchen? da kann ich nur mit dem kopf schütteln und diandra recht geben: willste warten, bis er dich totschlägt? außerdem: es liegt an DIR, wie du deine situation rüberbringst. wenn du das so machst wie hier "es ist alles furchtbar schlimm, aber so richtig kann und will ich vielleicht auch garnichts ändern" wundert mich da nix.

    nur dass ein kind betroffen ist, DAS finde ich richtig schlimm. das kind kann sich nämlich nicht wehren, und wenn DU nichts tust, verschuldest DU die schäden, die dein kind davonträgt. weißt du, ich weiß, wovon ich rede. ich kenne das, gewalt im elternhaus, gegen meine mutter und auch gegen mich. und ich hab noch jahrzehnte später gezuckt, wenn ein mann in meiner nähe zu hastige bewegungen gemacht hat. überleg dir also, ob du das verantworten willst.

    lavendel

    p.s. ach ja, und nochwas: du machst es deiner leser/inne/n leichter, wenn du kontinuierlich in einem threat schreibst. dann müssen wir nicht suchen, was sonst noch so alles war, sondern können deine geschicht kontinuierlich verfolgen.

    hallo scrooge,

    herzlich willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast. und dichtende mitglieder haben wir nicht so viele, da wirst du bestimmt eine bereicherung sein :wink: .

    vielöleicht magst du ja nach und nach ein bisschen mehr von dir erzählen, und auch fragen stellen. hier findest du viele gesprächspartner.

    viele grüße

    lavendel

    hallo alwine,

    bei mir war es ähnlich. ich bin dann irgendwann in eine selbsthilfegruppe (kreuzbund) gegangen, um einfach rückenstärkung zu bekommen. dort haben sie mir dann folgendes vorgeschlagen, mit dem ich dann gut leben konnte: ich habe meinem freund ganz klar und deutlich gesagt, dass ich dieses leben mit ihm so (schlafen, trinken, streiten) nicht mehr weiterleben möchte und werde. ich habe ihm aufgezählt, was ich mir in einer partnerschaft wünsche und ihm dann ein ultimatum gestellt, bis zu dem er zeit hatte, ernsthaft etwas gegen seine sucht zu unternehmen. die drohung lautete: wenn das nicht passiert, trenne ich mich von dir. das hab ich allerdings erst dann gemacht, als ich mir wirklich sicher war, es dann auch durchzuziehen. ich habe mich dann getrennt, und erst anschliessend hat mein freund das wirklich ernst genommen. er hat dann auch angefangen in eine selbsthilfegruppe zu gehen, trinkt jetzt seit knapp drei monaten nichts mehr und wir nähern uns gerade ganz vorsichtig wieder an.

    was MIR irgendwann dabei ganz klar war: ICH werde MEIN leben nicht weiter an jemanden "verschwenden", mit dem man nicht mehr leben kann, weil er nämlich nicht mehr lebte, sondern nur noch trank. ICH hab irgendwann festgestellt, dass für MICH die leidensfähigkeit und leidenswilligkeit überschritten war. das hört sich bei dir ähnlich an. wenn du also wirklich das gefühl hast, dass dein mann nicht bereit ist aufzuhören, musst DU irgendwann für DICH entscheiden, wie du den rest deines lebens verbringen möchtest - und dann die konsequenzen ziehen. denn mit einem trinkenden partner ist immer der alkohol die nummer eins, und du kannst nur verlieren. aber denk dran, wenn du etwas androhst, musst du es auch durchziehen. sonst nimmt er dich anschliessend noch weniger ernst.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo alwine,

    willkommen hier im forum. schön, dass du hergefunden hast. puuuhhhh, 25 jahre lebst du nun schon mit einem alkoholiker... und jetzt möchtest du etwas ändern. gut so, dazu ist es nie zu spät.

    es gibt viele, denen es ähnlich geht wie dir, und du wirst hier sicher noch einige antworten bekommen. grundsätzlich gilt: dein mann muss hilfe wollen und in anspruch nehmen, allein mit reden kommst du da sicher nicht weiter. du solltest noch einmal im nüchternen zustand mit ihm sprechen und ihm deine sorgen klarmachen. du könntest ihm auch sagen, dass du nicht mit einem alkoholisierten mann zusammensein möchtest.

    was mir aus deinem beitrag nicht ganz klar wird: ist es "nur" der drohende verlust der arbeitsstelle? oft muss mehr zusammenkommen, damit ein abhängiger zu der einsicht gelangt, dass er wirklich ein problem hat.

    sollte dein mann einsicht zeigen wäre ein erster schritt der zum hausarzt um zu besprechen, welche entgiftungs- und therapiemöglichkeiten denkbar wären. aber wie gesagt: all das geht nur, wenn dein mann mitmacht. magst du ein bisschen mehr erzählen, dann können wir dir vielleicht auch bessser raten.

    viele grüße

    lavendel

    hallo ruffneck,

    willkommen hier im forum. schön, dass du hergefunden hast. wenn du hier ein bisschen liest wirst du feststellen, dass ihr eurem vater nicht helfen könnt, wenn er das nicht will. wobei die idee mit der "erpressung" - wobei ich dieses wort nicht verwenden würde - manchmal sogar funktioniert.

    auf jeden fall solltet ihr noch einmal versuchen euch mit eurem vater zusammenzusetzen und ihm klar zu machen, dass ihr den kontakt mit ihm, wenn er be- oder angetrunken ist, nicht mehr wollt. dass ihr ihn weder sehen noch mit ihm telefonieren werdet, solange er nicht nüchtern ist. ob ihr dann letztlich den kontakt ganz abbrecht, müsst ihr sehen, dass hängt auch davon ab, wie groß der leidensdruck für euch ist.

    bei mir war es so, dass meine betrunkene mutter mich irgendwann so fertig gemacht hat, dass ich nicht mehr anders konnte und den kontakt mit ihr über viele jahre verweigert habe, und auch jetzt nur dann mit ihr telefoniere, wenn ich sicher bin, dass sie nüchtern ist.

    das mit dem autofahren unter alkoholeinfluss ist natürlich wirklich böse. autoschlüssel verstecken? er hat doch sicher einen zweiten.... hier im forum wurde mal vorgeschlagen, den betroffenen anzuzeigen, wenn er sich angetrunken ins auto setzt. aber wirklich raten kann ich euch da nicht. ihr müsst euch allerdings im klaren darüber sein, dass ihr in gewisser weise eine mitschuld hat, wenn etwas passiert, und ihr habt es an dem tag gewusst, dass er sich betrunken ins auto gesetzt habt. aber hier können vielleicht noch andere etwas dazu sagen, wie sie damit umgegangen sind.

    lavendel

    hallo katinka,

    herzlich willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast. wenn du hier mal ein bisschen liest wirst du feststellen, dass du deinem vater nicht wirklich helfen kannst. er muss es wollen, er muss für sich aufhören zu trinken. etwas anzudrohen oder ihn zu einer therapie zu zwingen hat keinen sinn, schliesslich ist er ein erwachsener mann.

    du solltest mit ihm noch einmal das gespräch suchen wenn er nüchtern ist (wichtig!), ihm sagen, dass du dir sorgen machst. keine vorwürfe machen. ihm sagen, dass du mit ihm keinen umgang haben magst, wenn er betrunken ist. dass du künftig gehst oder den hörer auflegst, wenn er angetrunken ist. er muss spüren, dass es dir ernst ist.

    und ganz wichtig: stell dich in den mittelpunkt. du hast auch ein leben, und du hast ein recht auf ein fröhliches und unbeschwertes leben. lass nicht zu, dass dein vater das beeinträchtigt. und im schlimmsten fall musst du den kontakt abbrechen, wenn es dich zu sehr belastet. ich hab das seinerzeit mit meiner mutter gemacht und war danach unendlich erleichtert, auch wenn derschritt erst einmal sehr schwer war. mittlerweile ist sie trocken :wink:

    liebe grüße

    lavendel