Beiträge von lavendel

    hallo wolke,

    ich mische mich einfach mal in eure konversation ein, ich hofe, diandra nimmt mir das nicht übel *bütte, liebe dia, nicht schümpfen....* :wink: .

    du fragtest nach erfahrungen mit selbsthilfegruppen (shg). ich gehe als angehörige in eine (kreuzbund) und finde das sehr gut. zum einen um zu sehen, dass ich nicht allein bin, zum anderen, um aus ALKOHOLIKERSICHT zu hören, warum sich der alkoholkranke angehörige so benimmt, warum er wie lügt etc.

    ich muss dazu sagen, dass meine eltern beide alkoholiker waren, ich kann also deine scham und dein gedankenwirrwarr sehr gut nachvollziehen. als kind von alkoholikern habe ich meine eltern oft gehasst und hatte deshalb auch meist ein zwiespältiges gefühl ihnen gegenüber, und sie haben mit mir über dieses thema schon mal garnicht geredet. genau das finde ich das gute an meiner shg. dort lerne ich unbelastet menschen kennen, die das selbe problem haben wie meine mutter - aber mit denen kann ich reden, weil sie mir nämlich nichts angetan haben. verstehst du den unterschied? irgendwo hab ich auch mal geschrieben, dass in dieser shg mir zum ersten mal in meinem leben alkoholiker wirklich sympathisch waren - weil die nämlich völlig losgelöst von meinem eigen erleben in der kindheit sind - und ganz normale, nette menschen. versuchs. shg gibts in fast jeder stadt. die konzepte sind ein bisschen unterschiedlich, musst du schauen, wo es dir gefällt.

    zum schämen: ja, ich hab mich auch geschämt, und hab bis etwa in dein alter hinein mit niemandem darüber geredet, was bei uns zuhause abging. als ich dann endlich weg war zum studium, und mich gaaaanz langsam geöffnet habe, meinem damaligen freund, einer freundin.... hab ich festgestellt, wie verbreitet alkoholismus ist. es gibt in fast jeder familie irgendwo einen alkoholiker. du stehst damit ganz sicher nicht allein.

    kann dir nur viel kraft wünschen für dein wirrwarr. ist nicht leicht, und du musst dich auch auf DICH konzentrieren, ist schließlich nicht leicht, sein leben in deinem alter auf die richtige schiene zu setzen...

    liebe grüße

    lavendel

    hallo schneeflocke,

    was dein mann da macht ist psychoterror und letztlich gewalttätig. du MUSST da raus. hast du dich mal umgehört, wie es mit frauenhäusern aussieht, wenn du solche angst vor ihm hast? da kann er dich nicht mehr kontrollieren. oder hast du nicht ne freundin, bei der du mal für ein paar nächte unterkommen kannst, einfach nur um da raus zu kommen? du musst etwas tun, denn das, was du jetzt schreibst, hört sich schon kritisch an, und wer weiß, was er in zukunft alles tun wird.

    liebe schneeflocke, pass auf dich auf. du hast nur ein leben.

    lavendel

    hallo blandi-blub,

    ja, das tut weh, wenn man hoffnung schöpft, das zusammensein genießt und doch wieder enttäuscht wird. bei mir gings gut drei wochen gut, der liebste und netteste mensch an meiner seite, und dann doch wieder... du siehst daran bei sabine, dass es eben nicht so einfach geht. vielleicht solltest du ihr doch noch mal klipp und klar sagen, dass aa vielleicht in ihrem fall doch nicht reicht.... und dir klarmachen, wie oft du solche "kleinen ausrutscher" tolerieren kannst und willst. denn ich bin fast sicher, dass die spirale sonst wieder losgeht.... mach ihr das klar - und dir auch, und überlege dir deine konsequenzen.

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

    lieber yorkie, alter farbenklauer :wink: ,

    das freut mich sehr zu hören, dass es euch gut geht und ihr jetzt intensive gespräche führt. ich verfolge deine geschichte ja schon seit längerem und blicke immer ganz eifersüchtig darauf, was in einer partnerschaft möglich ist, wenn BEIDE wollen. das freut mich sehr für dich, und ich drücke euch ganz dolle die daumen, dass ihr gemeinsam auf dem rechten weg bleibt.

    liebe grüße

    lavendel

    hallo dibo,

    freut mich, dass es dir beim kreuzbund gefallen hat. ich gehe dort auch seit etwa einem halben jahr (als angehörige) hin und finde auch in meiner gruppe die atmosphäre fast familiär. aber wo harte worte dran sind, werden sie auch gesagt. blitzlicht am anfang, die frage, ob jemand etwas drängendes loswerden will, dann der ausführlichere wochenbericht der reihe nach mit kommentierung und gespräch, wo gewünscht, ratschläge, wo gefragt, eben kein ritual.

    wünsche dir viel glück bei deinen weiteren gruppenbesuchen.

    lavendel

    hallo little,

    wir kennen uns ja auch schon aus dem chat, heiße dich aber trotzdem herzlich willkommen hier.

    du wirst sehen, wenn du die beiträge liest, dass das nachgeben IMMER in die sackgasse führt: bleib also stark, das ist deine einzige chance, und vielleicht machts dadurch bei deinem freund ja auch "klick".

    liebe grüße

    lavendel

    hallo blandi-blubb,

    noch ein tipp: ich gehe seit einem knappen halben jahr auch in eine selbsthilfegruppe (shg), wo ich am anfang genau die bestätigung bekam, die ich brauchte: kann es dir nur empfehlen. (tat) und tut mir immer noch gut, gerade wenn man ins zweifeln kommt, ob der eingeschlagenen weg der richtige ist und war.

    ich gehe zum kreuzbund, die haben ein bisschen ein anderes konzept als die aas, da redet man nämlich miteinanader, bei den aas darf man zwar erzählen, bekommt aber kein feedback. und der kreuzbund trifft sich (zumindest in meiner stadt) wöchentlich, und die grupen sind gemischt: alkis und angehörige. es ist sehr spannend, den weg der (trockenen) alkoholiker zu verfolgen und ihre gedanken (in meinem fall) zu meinem freund zu hören, sie durchschauen ihn nämlich. wenns dich interessiert, im web findest du den kreuzbund mit ansprechpartnern und gruppenterminen. musst du mal googlen. hängt organisatorisch an der katholischen kirche. merkt man aber in den gruppen nicht :wink: . viel glück.

    liebe grüße

    lavendel

    hallo blandi-blubb,

    hab gerade deine geschichte von vorn bis hinten gelesen, puuuhhh. heftig.

    mir kommt ganz vieles bekannt vor, abgesehen davon, dass mein freund und ich nicht zusammen gewohnt haben. gebrochenen versprechen, lügnen, verleugnen, kaum noch kommunikation, angst vor gemeinsamer zeit, das langsame verstehen, dass es besser ist allein zu sein als mit einem nassen alkoholiker - bei mir hat sich das über ein knappes jahr hochgeschaukelt, bis ich den schritt der trennung vor sechs wochen geschafft habe.

    ich kann zwar nicht sagen, dass es mir GUT geht - scheinbar macht gerade meine psyche meinen körper fertig - aber trotzdem denke und fühle ich, dass es besser so war, dass sich nichts geändert hätte, dass mein freund immer weiter getrunken hätte - und letztlich wäre ich daran (auch) kaputtgegangen. jetzt genieße ich das alleinsein fast, naja, nicht unbedingt das alleinsein, aber ich merke, wie anspannung und sorge mein komplettes leben beherrscht haben, ein bangen, hat er was getrunken, wo hat er es versteckt, kann man gemeinsame verabredungen einhalten, sagt er mir mal wieder ab, weil er getrunken hat uswusw. all das fällt jetzt weg, und bei aller trauer um ihn und das ende der beziehung kann ich jetzt wenigstens diese lichtblicke genießen: oben genannte sorten von katastrophen passieren in meinem leben einfach nicht mehr. und das ist unglaublich erleichternd. kann dir nur die damen drücken und viel kraft wünschen, dass du den absprung findest und endlich wieder ein ruhiges leben leben kannst.

    liebe grüße

    lavendel

    liebe dia,

    das dachte ich mir auch schon über dich, samstag morgen, und um 8:00 uhr schreibt sie schon, tststs... 8) .

    tja, die gelassenheit oder das egal-gefühl: das ist doch gut!!!! du kannst eh nichts an der situation ändern, du kannst ihn nicht dazu bringen sich zu ändern, sich zu melden, bei euch zu sein: du weißt doch, wie das die letzten male war: nämlich eine einziger krampf! also: genieß dein freies wocheneende, mit oder ohne deine mädels, mit lauter sachen, die du schön findest! und weihnachten und sylvester: wenn dir die decke auf den kopf fallen sollte (was ich nicht glaube), findest du bestimmt hier jemanden, der gerne mit dir schwätzt :wink: .

    bei mir wird es wohl auch darauf hinauslaufen, dass ich weihnachten und sylvester ohne meinen (ex)freund verbringen werde. aber besser so, als ein verkrampftes zusammensein, um nur nicht alleine zu sein, oder? schließlich sind wir schon groß :wink: .

    liebe grüße

    lavendel

    hallo boldy,

    ich sehe das auch nicht als weglaufen. ich bin in einer alkoholikerfamilie aufgewachsen und habe als kind gelitten wie hund unter den alkoholexzessen und streiterein meiner kinder. ich hab zwar mit sechs, sieben nicht alles verstanden, aber mir war klar, dass die flaschen "schuld" waren, die da plötzlich auftauchten. ich hätte mir sehr gewünscht, da rauszukommen. und für dich dürfte doch das gleiche gelten, oder? hast du denn noch hoffnung, dass dein mann ohne alkohol kann und will?

    ich hab mich vor sechs wochen von meinem freund getrennt, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ich nur noch unter der voraussetzung, dass er trocken werden will, mit ihm weiterleben kann - eben weil ich die ganzen katastrophen von zuhause kannte und NIENIENIE wieder in eine solche situation geraten wollte. derzeit scheint es so, als wolle er schritte in ein trockenes leben machen, vorher war das nicht so, und ohne meinen rabiaten schnitt hätte er bestimmt immer weiter und immer mehr getrunken.

    also überleg dir, welche art du für dich und deine kinder willst, und überschätz deine kräfte nicht, das können wir angehörigen nämlich besonders gut :( .

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

    liebe monalisa,

    auch von mir beileid zum tod deiner mutter. ich finde es bewundernswert, wie viel liebe bei dir da ist - trotz allem, was in deiner vergangenheit passiert ist. ich bin 40, bei mir waren beide eltern alkoholiker, und mein vater ist auch mit 63 an leberkrebs in folge von leberzirrhose gestorben, mit dem ganzen theater von bauchwasser etc, kennst du ja alles. meine mutter ist derzeit trocken, immerhin. trotzdem bin ich immer noch eher bitter, und das höre ich bei dir garnicht, und dazu gratuliere ich dir. wünsche dir, dass du dir deine stärke bewahrst und deine liebevollen gedanken an deine mutter. auch das mit dem brief fand ich eine sehr schöne geste!

    liebe grüße

    lavendel

    hallo chaos,

    ich bin selbst kind von alkoholikern - und aus meiner sicht kann ich dir nur sagen, dass mich das trinken meiner eltern nur belastet hat. klar hab ich an ihnen gehangen, welches kind tut das nicht. aber ich denke auch, dass sie mir mit ihrem trinken einen fast irreparablen schaden zugefügt haben, und das wird dein mann deinen kindern auch antun.

    kann es sein, dass du dich hinter deinen kindern versteckst, um keine konsequenzen ziehen zu müssen? und dass immer mal wieder woanders schlafen sind doch alles nur halbe sachen, die deinen mann wahrscheinlich überhaupt nicht interessieren. ihr kommt ja doch wieder, also, was soll er sich aufregen oder ändern. klingt hart, aber ohne konsequente schritte stehst du in einem jahr noch immer da, wo du jetzt stehst, und sowohl deine kinder als auch du haben eine menge mehr verletzungen. willst du das verantworten? überlegs dir gut.

    gruß

    lavendel

    hallo zusammen,

    karsten hat auf der einen seite recht wenn erschreibt, dass es letztlich egal ist, wenn man schon drinsteckt.

    auf der anderen seite gebe ich dorothea recht: ich glaube, dass man (als eltern, aber auch als kind) aufmerksamer ist, wenn man alkoholiker in der familie hat (oder selbst eine/r ist). meine eltern waren beide alkoholiker, und nach irgendwelchen studien haben kinder von alkoholikern eine um 50% erhöht "chance", selbst zum alkoholiker zu werden. für mich hieß das immer, meinen konsum ganz misstrauisch zu betrachten, mit dem wissen, dass ich durch prägung (sei es genetisch oder durch das vorleben der eltern) besonders gefährdet bin. und diese wachsamkeit ist sicher gut.

    was die genetische prägung aber natürlich NIE heißen darf: sich darauf zurückzuziehen nach dem motto "ich kann ja nicht anders". das ist genau wie bei straftätern, die sich mit ner schlimmen jugend rausreden. das finde ich unverantwortlich, und deshalb darf die theorie der vereberung wirklich nur für eine erhöhte wachsamkeit dienen, nie aber zur entschuldigung. das ist gefährlich.

    gruß

    lavendel

    liebe coraly,

    habe deine geschichte gerade von anfang an gelesen und war beeindruckt von deinen ersten und konsequenten schritten. sowas hätte ich mir für meinen (ex)partner gewünscht, dass er deine kraft und deine überwindung gehabt hätte. umso schader finde ich es, dass du dich jetzt beirren lässt. mach es doch so, wie annika es geschrieben hat: zieh dir das raus, was für dich in diesem moment gut ist. viele sind hier schon viel weiter - und natürlich sehen sie dann vieles anders als du (noch). aber irgendwann wirst du sehen, dass die "alten hasen" mit vielem recht haben, was sie dir schreiben.

    ich schreibe hier aus der co-perspektive. mein (ex)freund trank/trinkt (?), und ich bin deshalb hier ins forum gekommen vor fünf monaten. da hat man mir die rabiatesten vorschläge gemacht, über die ich am anfang nur den kopf geschüttelt habe - fand vieles undenkbar und übertrieben. ganz langsam bin ich dann dahintergekommen, dass sie mit vielem recht haben - eben auch mit den rabiaten vorschlägen. in meinem fall war es der, meinen freund ein ultimatum zum aufhören zu setzen, und die trennung anzudrohen, falls er nicht aufhört. hab ich dann nach monatelangem zaudern gemacht - und denke JETZT, dass es der einzig gangbare weg war, so furchtbar weh er auch tut. sitze nach fast fünf wochen immer noch hier und heule fast jeden tag über das, was passieren MUSSTE. vielleicht geht es dir irgendwann ähnlich mit den vorschlägen hier, dass du siehst, dass es KEINE ANDERE WAHL gab. für dich. dass dein überleben wichtiger ist als eine party. der erhalt deiner beziehung und der vorsichtige aufbau des vertrauensverhältnisses zu deinem sohn wichtiger als ein outing vor freunden, die vielleicht keine mehr sein wollen, wenn du nicht mehr mit ihnen trinkst. dann waren es aber nicht wirklich welche. auch das wirst du irgendwann sehen.

    lass dich nicht entmutigen, ich finde deinen weg toll. aber sei offen für das, was du hier hörst. keiner will die hier etwas böses - im gegenteil. davon bin ich fest überzeugt.

    viele grüße

    lavendel

    liebe dia :D,

    du schreibst:

    Zitat von Diandra


    Warum sollte ich den Kopf hängen lassen ? Ich kriege gerade voll demonstriert, was für ein schlechtes Wesen ich Co bin. Fazit: es läuft alles darauf hinaus, sich aus dieser unseligen Bindung herauszuarbeiten. Wenn man es selber nicht schafft sich zu lösen, dann piekst man so lange mit Bösartigkeiten, bis der andere sich freiwillig löst.

    Und was folgt dann ?
    Ganz einfach:
    Die "CO" hat aus Liebe losgelassen ...
    Die Therapeuten können sich nun ganz dem armen verlassenen Suchtkranken widmen
    Der Verlassene kann sich fallen lassen und wird dann fein wieder aufgebaut - alles was hinter ihm liegt darf er alleine verarbeiten, unselige Dinge über Bord werfen, weil man sie eh nicht mehr ändern kann und auffi in ein neues Leben *jubel*.

    Okay - ich habs kapiert.

    ich weiß nicht, meinst du wirklich, dass er so taktiert? aus deinen anderen beiträgen lese ich heraus, dass er völlig durch den wind ist, da kann ich mir kaum vorstellen, dass er willentlich mit bösartigkeiten piekst?!?!

    ich will ihn sicher nicht in schutz nehmen, du weißt, dass ich sein verhalten unmöglich finde. aber mir kommt er eher vor wie ein kleinkind, dass (derzeit?) nur nach dem lustprinzip lebt, völlig egal, wie das bei seiner umgebung ankommt. vielleicht daher auch diese enge emotionale bindung an seine therapiekumpels: die hat er vor der nase, von denen will er akzeptanz und zuneigung, also muss er sich um die bemühen, also ist da ein krach wohl auch in seinen konsequenzen viel direkter spürbar als mit dir, die er ja doch nur alle paar tage sieht und hört. kann das sein? ich weiß, dass erklärungen dir auch nicht helfen, dich mit dieser situation anzufreunden, kam mir nur gerade in den sinn.

    kann für dich nur hoffen, dass du in deinem leben "neben" deinem partner so viel erfüllung und nettes findest, dass dir dein galgenhumor nicht völlig flöten geht.

    liebe grüße

    lavendel

    hallo boston,

    du schreibst:

    Zitat von boston


    Ich bin gespannt wie es weitergeht. Ich werde kämpfen, um Sie und um eine Therapie. Ich versuche stark zu beileben. Egal was passiert.

    Die Frau ist mit viel zu nahe um wegen dem Problem "Lebe wohl" zu sagen.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    boston

    mag sein, das dir dein gefühl das sagt. aber du solltest auch auf dich aufpassen und dem nachspüren, wann es über deine kraft geht. wie alle hier schreiben: wenn sie nicht will, dann will sie nicht, und sie wird IMMER wege finden zu finden zu trinken. überleg dir gut, ob du solch eine partnerschaft auf dauer aushalten kannst.

    ich hab auch geglaubt, dass ich meinen freund mit liebe und geduld dazu bringen könnte sein problem zu erkennen und dagegen anzugehen: pustekuchen. er hat weitergemacht und mir ging es immer schlechter. ich hatte kaum mehr elan für anderes, die gedanken kreisten nur noch um ihn und seinen alkohol, ich hab bei jedem telefonat gelauscht "hört er sich komisch an", bei jedem treffen geschnüffelt "ist da hinter dem kaugummi nicht doch ne fahne" uswusw. das hält man auf die dauer nicht aus, glaube ich. mein freund ist/war(?) mir auch zu nah, um ihm lebewohl zu sagen. aber irgendwann konnte ICH einfach nicht mehr, und musste MICH retten. IHN kann ich nicht retten. das muss er selber tun.

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

    hallo sisyphus,

    hab grad nochmal die vorstellung gelesen, und auch deinen jetzigen beitrag: auch wenn du dich nicht "krank" fühlst, sehe ich dich doch als "co", allein deshlab, weil es dich beschäftigt, bedrückt, dir lebensfreude nimmt, dich aggressiv macht.... kurz: dich und dein leben beeinträchtigt. sag ehrlich: bist du glücklich, oder auch nur zufrieden mit deinem leben? habe nicht den eindruck.....

    raten kann ich dir kaum, wirst hier sicher schon eine menge gelesen habne, dass du nicht helfen kannst, dass dein partner von allein drauf kommen muss und es für sich wollen etcetc. die sache mit dem flasche-hinstellen finde ich persönlich schon sehr bedenklich, kann zwar deinen frust verstehen, aber das geht zu weit, finde ich. was, wenn er sie trinkt und umkippt? von DEINER flasche? sowas würd ich nicht machen....

    ich hab mich vor drei wochen von meinem trinkenden partner getrennt, nach monatelangem leiden, hoffen, enttäuschungen, spielchen, einem ultimatum, dass ich weg bin, wenn er nicht aufhört.... findest du bei interesse unter https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…opic3517-0.html. kann dir nur sagen, dass es mir - von heftigstem liebeskummer abgesehen - besser geht, weil ich mich nicht mehr instrumentalisieren lasse, mich nicht mehr so direkt (indirekt natürlich doch) verantwortlich fühle UND es momentan so aussieht, als könnte er doch noch die kurve kriegen. zumindest geht er nach dem zusammenbruch nach der trennung jetzt zum ersten mal in eine selbsthilfegruppe.

    wünsche dir, dass du jetzt in erster linie an DICH denkst - nichts anderes tut dein partner ja auch...

    viele grüße

    lavendel

    liebe dia,

    auch wenn dir mitleid nicht nützt, leide ich doch mit dir. ich halte sein verhalten - und das hab ich bei einer anderen begebenheit schon mal geschrieben - schlicht und einfach für eine frechheit, schlechtes benehmen und eine missachtung seiner familie.

    mir scheint, dass es ihm derzeit völlig wurscht ist, wo er herkommt und wo er hingehört. für ihn scheint seine gruppe momentan seine familie und das wichtigste zu sein. nun denn, dann soll er´s auch so handhaben und mit denen geburtstag, weihnachten, sylvester feiern. aber dann nicht ankommen, wenn seine zeit in der gruppe abgelaufen ist und sagen "brauche ein zuhause". für solch ein verhalten fehlt mir jegliches verständnis. und sich wie ein rüpel und ein desinteressierter pascha zu benehmen und alles auf kindheit und die krankheit alkoholismus zu schieben kann´s ja wohl nicht. sorry, aber da geht mir der hut hoch :twisted: , und ehe ich hier unflätig werde, weil DU mir leid tust und ich finde, dass DU was besseres verdient hast, höre ich lieber auf. knuddele dich aus der ferne ganz dolle.

    liebe grüße

    lavendel