Beiträge von lavendel

    hallo pitato,

    diese wellen werden immer mal wieder kommen, das ist einfach so. man hat ja schliesslich auch einen grund gehabt, mit diesem menschen zusammen zu sein, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man ihn (bzw. die guten seiten an ihm) vermisst. mir ging das ziemlich lange ganz genauso, wenn ichs mir recht überlege, hat es vom ersten schluss bis zum endgültigen akzeptieren und gut finden, dass es vorbei ist, fast ein jahr gebraucht. dazwischen noch mal eine kurze wiederbelebung, und dann nochmal schluss, und wieder geheule meinerseits über das, was ich verloren habe.

    das gemeine ist ja, dass man in erster linie die guten sachen lebhaft in erinnerung hat, und die dann um so schmerzlicher vermisst. ich hab mir in solchen situationen dann immer mein tagebuch hervorgeholt und dort gelesen, wie mies es mir ging, wie oft ich mich nicht ernst genommen gefühlt habe, wie oft ich angelogen, beschimpft, niedergemacht wurde. das tut zwar weh, hilft aber, den vermissenschmerz klein(er) zu machen. versuchs doch mal... ansonsten: kräftig heulen befreit auch manchmal :wink:.

    viele grüße

    lavendel

    hallo schneeglöckchen,

    willkommen hier im forum, schön, dass du den erfahrungsaustausch suchst.

    mir selbst ist es so gegangen, dass durch das reden vieles erträglicher geworden ist, das zum einen, und zum anderen habe ich durch das mich öffnen erfahren, dass es vielen ganz ähnlich geht. dass sie ein trinkendes elternteil haben, jemanden in der verwandtschaft, einen partner... ich hab plötzlich festgestellt, dass ich nicht alleine bin mit meinem problem, dass ich nicht spinne, mir was vormache, und dass das trinken fast überall gleich abläuft. allein das fand ich schon sehr erleichternd, und vielleicht hilft dir der erfahrungsaustausch hier auch in dieser richtung.

    zu deiner frage mit einem meeting: ich bin eine zeitlang in eine selbsthilfegruppe gegangen, zum kreuzbund. dort sind die gruppen gemischt, angehörige und alkoholiker, und mir hat es sehr dabei geholfen zu verstehen, wie alkoholiker ticken. danach konnte ich mit anderen augen auf meine eltern schauen, und habe in gewisser weise auch meinen frieden mit ihnen gemacht. vielleicht versuchst du es einefach mal? wenn es nichts für dich ist, musst du es ja nicht weitermachen.

    naja, und hier findest auch jede menge "futter", wie du ja sicher schon festgestellt hast.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo nelly,

    Zitat von Nelly81

    Oder es war ein Schlüsselerlebnis und mein wahres boshaftes Ich ist nun freigelassen.

    das ist quatsch, du bist ganz sicher nicht boshaft!!!! ich glaube nur, dass aus lauter verletztheit und unsicherheit um dich trittst. und dass die anderen das nicht witzig finden, ist auch klar!

    nochmal zum selbstbewusstsein: schreib doch mal auf, was an dir "nett" oder "gut" ist. und komm mir jetzt nicht mit "da gibt es nichts". ich kenn´ dich ja nicht gut, aber mir fiele da ein sensibilität, ein schauen auf andere, sich gedanken machen... und da gibt es sicher noch ne menge mehr. was kannst, machst du gerne, wo bist du gut? sport, ausdauer, musik, lesen, schreiben.... jeder mensch hat stärken, nur bei dir denke ich, dass du sie garnicht mehr sehen kannst, und deshalb natürlich dein selbstbewusstsein am boden ist.

    weiter: was wäre, wenn du die schwester deines freundes morgen anrufst und ihr in etwa sagst "ich hab mich blöd benommen, ich war völlig geplättet von dem, was du mir gesagt hast, ich wandele gerade auf sehr dünnem eis, bin selbst unglücklich über mich, und dass ich nicht aus meiner haut kann, und ich weiss, dass ich dann ungerecht und unausstehlich werde. das tut mir selbst leid, aber ich kann im moment kaum anders, das hat aber nichts mit dir zu tun, oder dass ich mich nicht integrieren will, es fällt mir nur eben gerade sehr schwer." das wäre eine entwaffnende ehrlichkeit, und was hast du schon zu verlieren? und du würdest nicht einfach weiter rumlaufen mit dem gedanken "was denken die jetzt bloss von mir?", sondern du hättest gesagt, was du denkst.

    ich weiss, dass das mut kostet, aber vielleicht würden die anderen dich dann mal verstehen?

    liebe grüße

    lavendel

    liebe nelly,

    oh weh, geballte ladung frust und ärger :?.

    hm, und jetzt kommt auch noch die lavendel und schreibt dir was, was du bestimmt nicht so gerne lesen willst. tu ich aber trotzdem 8).

    weisst du, was ich glaube?

    1. die anderen meinen es wirklich gut mit dir.
    2. du findest dich selbst so unausstehlich, dass du denkst, alle anderen finden dich auch unausstehlich.
    3. weil du dich nicht magst (und angst hast), strahlst du wahrscheinlich eine mischung aus "rühr mich nicht an" und "vorsicht, ich beisse" aus.
    4. und wenn jemand sich dann traut das zu überwinden, beisst du wirklich, weil du ja nicht glauben kannst (willst?), dass der andere harmlos ist.
    5. und irgendwann finden sie dich alle zu recht bissig.

    das hört sich brutal an, ich weiss. aber ich kann mich in dir sooooo gut wiederfinden, ich war früher ganz genauso. habe jede schlechte laune, jede spannung, jedes getuschel, jedes wort auf mich bezogen, abgewogen, für desinteresse, bösen willen, nicht mögen, kritik befunden, und peng, aus wars. ich denke, das lag zu einem guten teil daran, dass ich unbedingt gemocht werden wollte. deshalb hab ich so peinlich drauf geachtet, dass mich die anderen auch "lieb haben", und wenn jemand das dann nicht gezeigt hat hab ich gleich gedacht "der mag mich nicht".

    mittlerweile denke ich oft (nicht immer, geb ich zu :oops:) "wer mich nicht mag, ist selber schuld". das hat zwar meinen freundeskreis mächtig reduziert, und wahrscheinlich halten mich auch viele für arrogant, aber die, die übrig geblieben sind, sind dann wirkliche freunde.

    das hat viele jahre arbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt. und ich investiere meine kraft nicht mehr in menschen, die es (für mich) nicht wert sind.

    wünsche dir sehr, dass auch du irgendwann zu der inneren erkenntnis kommst "ich bin ein toller mensch, egal was andere von mir halten".

    liebe grüße

    lavendel

    hallo tini,

    Zitat

    Wie ist denn das bei euch mit der Planungssucht? Ich habe nämlich nicht nur, wie wir Alki-Kinder scheinbar alle, eine Kontrollsucht und einen Hang zum Perfektionismus. Bei mir ist es so, dass ich nicht "in den Tag hineinleben" kann.

    geht mir im prinzip ganz genauso, aber ich arbeite dran :wink:. im prinzip kann ich es nicht haben, wenn ich erstens nicht weiss, was kommt, und zweitens nicht alles nach meiner nase läuft. so langsam habe ich aber mitbekommen, dass ich damit nicht nur andere nerve :roll:, sondern mir das auch nicht gut tut. jetzt versuche ich ganz bewusst, manches einfach laufen zu lassen, und auch mal pläne umzuschmeissen Umschmeissen zu lassen, noch schwieriger :wink:). fällt mir schwer, aber das leben wird damit leichter.

    ein beispiel: gestern wusste ich bis 19:00 uhr nicht ob ich nu besuch bekomme zum kochen oder nicht. früher hätte mich das wahnsinnig gemacht, gesten hab ich mich förmlich gezwungen, nicht nachzufragen, meine wohnung nicht zu wienern, sondern einfach kommen zu lassen. und es ging.

    aber es ist schwer, loszulassen, und vor allem auch, anderen die "kontrolle" zu überlassen, denn das tut man ja, wenn man nicht plant.

    viele grüße

    lavendel

    liebe lioni,

    och mensch, das tut mir sehr leid für dich :(.

    aber sieh es mal so: du hast in erster linie an dich gedacht: guuuuut! deine mutter zeigt, wie wenig souverän und "erwachsen" sie ist: das hilft dir vielleicht, dich ein bisschen zu distanzieren. und sei ehrlich: wäre es dir besser gegangen, wenn du dort gewesen wärst? sicher nicht, oder? und noch was: einmal muss es das erste mal sein, und das erste mal ist einfach für eltern und kinder schwer, das wäre in zwei, drei jahren nicht anders gewesen, und jetzt hast du beim nächsten mal schon "übung".

    ich weiss, dass dich das alles im moment nicht trösten kann, aber irgendwann wirst du es hoffentlich auch so sehen können. als ich das erste mal weihnachten nicht zuhause gewesen bin (mit 21) gab es einen bösartigen krach mit wüstesten beschimpfungen der "rabentochter" uswusw. da hab ich auch kurzzeitig geschluckt und mir gewünscht, ich wär´ den weg des geringeren widerstandes gegangen und hingefahren. aber das hat sich dann ziemlich schnell gegeben, weil nämlich ab da klar war, dass es mir alleine besser geht, dass ich festgestellt habe, wie entspannt solch eine abend sein kann - und mittlerweile finde ich all das besser, als in einer angespannten stimmung zuhause zu sitzen.

    also: kopf hoch, ein neues jahr, du fängst an dich zu emanzipieren, und das ist richtig, auch wenn es erstmal weh tut. aber das gibt sich, und dann kann es nur noch besser werden für dich.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo tini,

    willkommen hier im forum ich hoffe, du bist gut gerutscht?

    zu deinen fragen: meine mutter trinkt auch schon so lange, mindestens 35 jahre. sie ist immer mal wieder eine zeitlang trocken, zweidrei jahre, und dann geht es wieder los. ich hab´ deshalb die hoffnung verloren, dass sie dauerhaft trocken wird, bin deshalb immer misstrauisch und auch nicht mehr optimistisch. ich bin schon froh, wenn es mal eine zeitlang gut geht.

    was du so schreibst von ihr, hört sich für meine begriffe nicht erfolgversprechend an. wenn du mal bei den alkis hier liest wirst du feststellen, dass nur diejenigen trocken werden, die das aus eigenem wille und für sich wollen (will deine mutter scheinbar nicht, bei ihr wars ja der führerschein), und sicher genauso wichtig. die, die trocken werden wollen, fangen an, anders zu ticken. ein merkmal ist zum beispiel, dass sie nicht mehr die schuld bei anderen suchen, sondern bei sich, dass eine einsicht kommt, wie sie auch andere verletzt haben, was sie alles "falsch" (blödes wort bei sucht, aber du weisst, wie ich es meine?!?) gemacht haben, und sie fangen an, dazu zu stehen. das sehe ich bei deiner mutter nicht.

    wie sie redet und handelt, nennen wir hier "nasses denken", d.h. äußerlich vielleicht nicht trinkend, aber innerlich sehr wohl. und bei dieser konstellation stehen die chancen sehr schlecht, dass sie dauerhaft trocken wird.

    so, das war hart, aber so ist es, und ich denke "heititai" würde dir auch nicht helfen.

    das seine eigenen sorgen runterspielen kenne wir wohl auch alle hier, das ging mir am anfang ganz ähnlich. hab früher oft gedacht "nu stell dich nicht so an, ist doch jetzt vorbei (zumindest das "richtige" ausgeliefertsein, so wie als kind)", aber was es da alles an spätfolgen gibt, und warum ich wie ticke und mir das leben oft selbst ganz schön schwer mache, das erkenne ich erst so nach und nach. zum einen durch lektüre, und sehr auch durch die anderen alki-kinder hier, wo es so ganz typische denk- und verhaltensweisen gibt, die meine "normalen" freund eben nicht aufweisen.

    wünsche dir einen regen austausch hier und freu mich, mehr von dir lesen.

    lieben gruß

    lavendel

    huhu nelly,

    kann dazu auch nicht viel raten und sagen, ausser dass es mir wahrscheinlich ganz genauso gegangen wäre und ich erst garnicht mitgelaufen wäre zum feiern nach dem weihnachtsmarkt. ist keine große hilfe, ich weiss, und mit einem freund an der seite, der sowas geniesst, ist es sicher noch schwerer zu sagen "nö, ich hab dazu keine lust".

    aber ich denke, es gibt solche und solche menschen, spaßnudeln, die immer und überall lustig sein können, und solche, die das eben nicht können. ich gehöre auch zur zweiten kategorie, was mir früher viel ausgemacht hat. hab dann immer gedacht, was ich verpasse und wie doof die anderen mich finden. mittlerweile finde ich die anderen doof 8), weil viele von den oberflächlichen bussi-leuten eben wirklich doof sind :wink:.

    naja, und dass dein freund mit einer ex von vor 10 jahren spricht finde ich - wie dani - auch nicht schlimm. schliesslich hast du ihn ja jetzt, gelle? also: versuch mal, dir nicht so einen kopp zu machen über diesen abend, ich wette, du bist die einzige, die daran denkt und der überhaupt nur aufgefallen ist, dass du still warst!!!

    liebe grüße - und ein bisschen mehr selbstbewusstsein - wünsche ich dir.

    lavendel

    hi summerdream (sorry caro :oops:),

    Zitat von summerdream

    ehrlich gesagt finde ich hätte deine mutter ja auch was sagen können oder? es ist net unsere aufgabe nen alkoholiker in watte zu packen, denn das leben ist nun mal nicht leicht. ich finde es ehrlich gesagt besser, wenn der alkoholiker sagt was ihn stört z.b. der alk und dann seinem wunsch entsprochen wird (machen leider net alle aber du hättest es getan da bin ich sicher). aber darüber kann man geteilter meinung sein...

    ne, ganz so seh ich das nicht. es gehört auch zum rücksichtsvollen umgang, sich umeinander gedanken zu machen, gerade wenn ein alki noch kippelig ist am anfang.

    aber caro hat es ja jetzt kapiert, gelle? also caro, mach dir mal keinen kopp, diese sensibilität muss man auch erst entwickeln.

    liebe grüße

    lavendel

    liebe caro,

    du liest dich sehr entspannt und glücklich, das freut mich von herzen für dich! auch dass deine mutter den angebotenen alkohol abgelehnt hat.

    aber hier hab ich doch noch ne frage: bei euch zuhause wird in ihrem beisein alkohol getrunken? nur mal so als gedankenanstoß: jede konfrontation mit alkohol kann das suchtgedächtnis aktivieren, und sowas kann durchaus "spät"folgen haben, sodas deine mutter in drei tagen wieder auf den trip kommt, sie könne/wolle doch auch..... ich will dir jetzt keine angst machen, aber ihr solltet euch ernsthaft überlegen, in gegenwart deiner mutter keinen alkohol zu trinken oder anzubieten.

    ich weiss, dass das hart klingt, aber es ist nun mal fakt, dass oft genau sowas zum rückfall führt. wenn meine mutter mich besucht, steht hier kein alkohol rum, und wenn wir ausgehen, trinke auch ich apfelschorle.

    lieben gruß

    lavendel

    liebe caro,

    schön, dass du mitgegangen bist und es geniessen konntest. geht doch! und wenn dein mann dir nachher hilft, umso besser. das ist das, was wir immer mit "positivem egoismus" meinen: auf sich zu schauen, was einem gut tut, und das auch zu machen, auch wenn was anderes liegen bleibt oder man auch mal jemandem auf die füße tritt. du bist das wichtigste in deinem leben!

    wünsche dir ein schönes fest.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo caro,

    das hat meine mutter früher auch gemacht. sie hat das so lange gemacht bis ich ihr mal gesagt hab auf den satz, sei könne sich ja auch was antun, weil sie keiner lieb hab "mach doch". das ist brutal, weiss ich, aber ich wusste mir nicht mehr zu helfen.

    auch bei all den anderen dingen die du schreibst: sei hart. wenn sie jammert, frag sie, warum es denn so ist, was du dafür kannst, dass sie keine freunde hat, dass es an ihr liegt, was zu ändern, und im übrigen: dass du keine lust hast, dich von ihr runterziehen zu lassen, dein leben sei auch so schon anstrengend genug. denn letztlich ist es doch genau das, was du denkst, oder?

    ob das wirkt, weiss ich nicht, aber ich glaube schon, dass sie dann schlucken wird, sowas ist sie sicher nicht gewohnt. und was hast du zu verlieren? nix sagen lässt es dir auch schlecht gehen!

    wünsche dir trotz allem einen wunderschönen sonntag!

    lieben gruß

    lavendel

    hallo muck,

    Zitat

    Aber wem sage ich das, ich glaube Weihnachten mal entspannt angehen, das ist nicht wirklich möglich, auch wenn ich es mir immer wieder vornehme.

    warum eigentlich nicht? wer macht sich denn den stress? du doch, oder, kein anderer, gelle? auch sowas kann man lernen, fünfe gerade sein zu lassen. bei mir hörte weihnachten auf stress zu sein, als ich angefangen hab so zu feiern, wie ICH das wollte, mit menschen, die ICH sehen wollte, einer art des essens, wie ICH es wollte - und seitdem ist es stressfrei. auch da gilt: auf sich schauen, analysieren, und nicht auf die anderen schielen - siehe euer urlaub.

    auch hier kannst du dich an die eigene nase fassen und sagen "wär ICH ehrlich gewesen und hätte mich getraut, wär es anders gelaufen". war nämlich nicht nur deine mutter, die da nicht ehrlich war, gelle?

    ich will das jetzt nicht vorrechnen, aber manchmal hilft das ungeschminkte hinschauen, was man selbst zu der situation beigetragen hat, etwas mehr frieden zu finden. geht mir jedenfalls so, weil ich dann nicht mehr (nur) opfer bin, also auf dauer auch nicht so wütend sein muss.

    lieben gruß

    lavendel

    liebe steffi,

    zu dem gefühl der perspektivlosigkeit: das kannte ich auch (und manchmal hab ich das immer noch).

    ich hab ja auch was studiert, wo einem die jobs nicht nachgeschmissen werden :wink:, und ich hab da schon oft panik geschoben "was wird bloss danach, was will ich vom/im leben, was kann ich, wer will mich überhaupt, ich bin doch viel schlechter/döfer, schüchterner... als andere, kriege die zähne nicht auseinander..." und kam mir auch immer ziemlich alleine vor. eben keine eltern, die hinter einem stehen, einen auffangen... aber irgendwie hat es dann doch alles geklappt, mühsam zwar am anfang, aber dann ging es. es gibt nämlich durchaus leute, die unsere verborgenen qualitäten entdecken :wink:. und du hast ja noch ein bisschen zeit bis um abschluss...

    und das mit der freundin und der nähe kann ich auch gut verstehen. ich kann andere leute in der regel auch nur ein paar stunden ertragen, und dan brauch ich wieder meine ruhe. früher hab ich mich bei festen dann manchmal einfach ne viertelstunde aufs klo gesetzt 8), nur um alleine zu sein. allerdings hab ich voller erstaunen vor zwei monaten festgestellt, dass das niemanden anders so lange ertragen zu können, vielleicht garnicht in erster linie an mir liegt sondern an der kombination ich und wer anders :oops:. ich hatte ja ende oktober geburtstag und wollte eigentlich nicht feiern und auch niemanden sehen. da hatte ich allerdings die rechenung ohne meine freundin aus münchen gemacht (die ich hier im forum kennengelernt habe). die stellte mich einfach vor vollendete tatsachen, dass sie mich über das wochenende besuchen kommt :shock:. erst hab ich mich gefreut, dann hab ich den horror bekommen, gehofft, das sie wieder absagt, mir sonstwas ausgemalt, wie anstrengend, peinlich sonstwas das werden könnte, zweieienhalb tage zusammen zu verbringen. und dann war sie da, und es war nuuuuur schön. als ich sie dann am sonntag zum flughafen gebracht habe, sind mir die tränen gekullert, und als ich dann in meine leere wohnung zurückkam, hat mir das garnicht gefallen :?.

    ich hab mich selbst nicht wieder erkannt, aber eins hat mir dieses erlebnis ganz deutlich gezeigt: ich bin garnicht so unsozial, wie ich mich oft gesehen habe, es ist garnicht so, dass ich niemanden für längere zeit ertrage. es ist vielleicht einfach so, dass eben die wellenlänge mit meinen hiesigen freundinnen nur zu 90% passt und eben nicht zu 99%. mich hat diese erkenntnis sehr erleichtert, denn ich fing schon an, mich ernsthaft für richtig gestört zu halten :wink: und mich zu fragen, ob ich überhaupt (noch) gesellschaftstauglich bin.

    so, lang genug von mir erzählt. wünsche dir trotz allem ein schönes wochenende: das dritte kerzchen ist dran.

    lieben gruß

    lavendel