Beiträge von Charlie

    Hallo allesweg,
    wenn das so einfach wäre, wie Du es beschreibst, dann gäbe es
    - keine Alkoholkranke oder Abhängige
    - keine Therapien
    - keine Suchtberatung
    - keine
    - etc. etc. etc
    weil es ja dann immer Willenssache ist, UND DIE IST ES NICHT!!!!!

    Lass ich mal so hier,

    einen lieben Gruß wünscht
    Charlie

    Hallo Celestine,

    da ich in so einer Situation nie war, kann ich nur meine spontanen Gedanken schreiben:
    Verlangen von ihm kannst Du garnichts, er kennt Deine Geschichte. Klär ihn doch nochmal über die Gefahren unserer Krankheit auf und schau, wieviel er bereit ist zu geben!!!

    Dass Du Dich in trinkender Gesellschaft in ein für Dich gefährliches Umfeld begibst, weisst Du => würde es regelmaessig zu Deinem (quasi) neuen Leben gehören?

    Mein erster Gedanke war: Finger weg, aber das ist eben nur mein Gedanke... Vetrau Deinem Instinkt, Du schreibst nicht umsonst hier!

    LG
    Charlie

    Hallo,

    gut, nicht dagegen, sondern Kapitulation gegenüber dem Alkohol. Es ist eine Stärke, wenn man sich eingestehen kann, dem Alkohol gegenüber machtlos zu sein. Keine Stärke ist es,mühsam seinen eisernen Willen einsetzen zu müssen.

    Überlege mal, eine ambulante Therapie anzustreben, die ist mit dem Arbeitsleben vereinbar (bei mir 2 Termine pro Woche) und gibt Dir vielleicht nochmal weitere Wege mit, mit der Alkoholkrankheit umzugehen. Du musst es natürlich wollen!!!!!! (Und ganz nebenbei gibt das Deiner Frau vllt. auch ein Stück Vertrauen zurück).

    Desweiteren könnt Ihr eine SHG auch gemeinsam besuchen, wäre das eine Idee? Hilft auch Deiner Frau, die Krankheit besser zu verstehen...

    Soviel von mir,

    CHarlie

    Hallo CLaudia,

    gib ihm Zeit, er hat doch bestimmt viel Zeit in seiner Alkoholwelt verbacht und steht jetzt vor einem neuen Leben, quasi, erlebt alles neu, muss sich neu orientieren, sich neu kennenlernen und finden, Dich vielleicht auch neu kennenlernen. Das ist schwer zu beschreiben, wenn man nicht selber in der Situation war......

    Erstmal ist doch wichtig, dass es was tut und dabei nicht trinkt, oder?

    Meine Gedanken,
    Charlie

    Hallo Moa,

    die Familie hat sich nicht aufgelöst, sie hat nur andere Gewichtung bekommen und Deine Kinder können sich doch auf Dich verlassen und an Dich wenden, genauso wie umgekehrt auch!!!

    Gegen den Alkohol kämpfen kann schwierig sein: Kapitulieren. Anerkennen, dass man machtlos ist, aber nicht kämpfen.

    Die GEdanken können immer mal kommen, auch nach Jahren, darauf vorbereitet sein ist wichtig: Hast Du jemanden, den Du jederzeit anrufen kannst, wenn Du kurz davor wärest, zum 1. Glas zu greifen? Der Besuch einer SHG oder eine ambulante Therapie können auch da viel Hilfe bieten => und Du findest Gleichgesinnte.

    Ich helfe mir bei Suchtdruckmit dem HALT:

    H= Hungry?
    A= Angry?
    L= Lonely?
    T= Tired?

    Meist trifft einer der Gründe zu, dem kann ich dann abhelfen.

    Soviel mal von mir, noch nicht so lange trocken wie Du, und auch nicht immer problemlos.

    Charlie

    Hi,

    such Dir zumindest 1-2 Ansprechpartner, die im Zweifel beim Rauskommen mithelfen können - kann im Notfall lebenswichtig werden, wenn man mal kurz zum Telefonhörer greifen kann.
    Über meine Therapieguruppe habe ich jetzt eine Telefonliste, da wir alle dieselbe Krankheit haben, sind das geschlagene 7 Rettungsanker für mich.

    LG
    Charlie

    Hallo,

    eine zweite Arztmeinung kann nie, nie, nie schaden. Mache Dich doch vorher bei der Suchtberatung schlau, welche Ärzte von dort empfohlen werden, die kennen sicher die guten Ärzte!!!

    Was für Literatur suchst Du denn, Lebenserfahrungen, reine Fachliteratur oder Bücher, wo auch Lebensempfehlungen gegeben werden???

    Mein erstes Buch nach dem Entzug war die Suchtfibel, da war ich lange genug beschäftigt mit, kann ich nur empfehlen (aus meiner Sicht,ist ja jeder anders).

    Stöber doch mal hier in den Bücherthreads und hol Dir dann Meinungen bei Amazon dazu...).

    Ich kann jedem Interessierten aber unseren geschlossenen Bereich empfehlen, kostet auch nicht mehr als ein gutes Buch im Monat und daaaaaaaaaa kannst Du lesen, bis der Arzt kommt.

    Lieben Gruß
    Charlie

    Hallo Change,

    schön von DIr auch aus der Entgiftung zu hören.

    Meine Dauer der MEdikamenteneinnahme ist total uirrelevant für Dich, bei Dir weiss das vorhandene Personal sicher sehr gut, wieviel und wielange Du nehmen musst => keine Experimente bitte!

    Ich habe damals viel geschrieben, aus der Vergangenheit, Ziele für die Zukunft etc.

    Wenn Du meinst, nach dem Entzug auf Dich allein gestellt zu sein, da der Übergang vllt. was dauert: Komm doch zu uns in den Geschlossenen Bereich, da ist eigentlich immer jemand da, der hilft, ich habe hier so etwas wie (momentan) ein 2. zu Hause gefunden und habe nach der Arbeit oft als erstes das Ziel, hier meine RUnde zu drehen....

    Lieben Gruß
    CHarlie

    Hallo Flor,

    irgendwo gibt es hier auch einen Bücher-Thread, wo Du mal schauen kannst, zum Thema Alk gibt´s nämlich 3056732 Stück Bücher.....

    Wenn ich Suchtdruck verspüre, orientiere ich mich an HALT:
    H=Hungry?
    A=Angry?
    L=Loney?
    T=Tired?

    Meist triftt eins davon zu, meist Hunger oder Durst, deswegen gehe ich auch ohne ein kleines Fläschchen Wasser und einen süßen Apfel nicht mehr aus dem Haus, hat so manches mal geholfen.

    Suche hier mal unter dem Begriff "Notfallkoffer", da findest Du bestimmt auch jede Menge Hilfe.

    Einen schönen Tag,
    Charlie

    Hallo Dendel,

    geh doch mal einfach hin zu SHG, Arzt und Beratungsstelle. Wenn sie Dir nix zu sagen haben, hast Du ja zumindest nichts falsch gemacht :) Und weh tuts auch nicht sondern höchstens eine Erfahrung, die Du für den Rest Deines Lebens mitnehmen kannst - glaube ich!!!

    Lieben Gruß

    Charlie

    Hallo Dendel,

    SHG ist eine Selbsthilfegruppe, die gibt es auch für Angehörige. Les hier im Forum bei den Inofrmationen mal die Grundbausteine für Coabhängige, vielleicht findest Du Dich ja wieder...

    Gruss
    Charlie

    ......ja, es ist so schwer, manchmal eben sogar unmöglich.

    Und die Lösung für Dich und Dein Leben ist da, nämlich Deine Mutter so zu akzeptieren wie sie sein will und nur Kontakt zu suchen, wenn es Dir guttut. Keine Selbstvorwürfe, kein schlechtes Gewissen, es bringt Dich nicht weiter.

    LG
    Charlie

    Hallo Dendel,

    Du lässt sie nicht im Stich, keinesfalls. Du kannst Ihr nur nicht helfen! Wenn sie trinken will tut sie´s, ohne Rücksicht auf Dich. Das wirst Du nicht ändern!!!

    Bleib daheim, oder gehe, wenn sie besoffen ist. Sag Ihr, ob Du sie für einen Alkoholiker hälst und dass Du nur "nüchterne" Kontakte möchtest. Und dann das wichtigste: Halte Dich daran, konsequent, ohne wenn und aber - so hilfst Du Dir UND Deiner Mutter.

    LG
    Charlie

    Hallo Kommal,

    danke für Dein Feedback.

    Am Anfang habe ich Tagebuch geschrieben, auch mit ein paar ausgewählten Fragen, die einem das persönliche Befinden über den Tag hinweg nochmal deutlich machten. Seit ich hier im Forum bin (Tagebuch im geschützten Bereich) führe ich es aber nicht mehr, da ich mein Befinden hier lasse und hier auch ziemlich viel Zeit verbringe.

    Im September haben wir auch einen Projektsamstag mit der Gruppe, ich denke der wird viel zur Gemeinschaft beitragen und mit mir hat noch jemand neu angefangen. Alles roger.

    Einen schönen Sonntag,

    Charlie

    Hallo,

    hier melde ich mich mal wieder.

    Habe jetzt (doch schon) drei Gruppensitzungen hinter mir, wir sind eine reine Frauengruppe, derzeit 8 und zwei weibl. Therapeuten.
    Bis jetzt fühle ich mich gut aufgehoben, die Frauen sind nett, aber man muss sich halt näher kennenlernen, denke ich, dreimal reicht nicht.
    Am Anfang machen wir immer eine Runde, wie die Woche so war und wie nah wir uns am Alk fühlen und was uns bewegt hat. Wer möchte, kann dann Gesprächsbedarf anmelden. Will keiner, wird halt was gemacht, letztens haben wir jeder für sich einen Lebensbaum erarbeitet und dann vorgestellt. Das fiel mir schon ganz schln schwer, positive Dinge von mir zu benennen.
    Jetzt sind zwei WOchen Urlaub von der Therapie.
    Einmal die Woche ist Einzeltherapie, aber da haben wir irgendwie auch noch nicht so richtig angefangen - mit was auch immer.

    Allen einen schönen Sonntag,

    Charlie