Hi!
Ein bißchen freu ich mich ja auch schon auf die Woche. Leider (oder Gott sei Dank) muss ich aber arbeiten, sogar 2mal bis nach 18 Uhr, so dass meine Freizeit eh begrenzt ist. 2mal SHG steht bei mir auf dem Programm, da gehe ich zum ersten Mal hin und bin bestimmt ganz nervös. 3 Besuche gehören aber zumPflichtprogramm für die Beantragung der ambulanten Therapie. Einen Termin nach der Arbeit habe ich noch bei meiner Suchtberaterin, so dass die Wochentage gefüllt sind. Schwieriger wird´s am Wochenende, da habe ich früher, wenn mein Mann 3-4 Mal im Jahr weg war, gleich morgens gebechert, Gott sei Dank die einzigen Male im Jahr (bis auf die letzten Wochen...) Aber ich kann ja hier rund um die Uhr lesen und schreiben, Joggen und Sonnenbank stehn auf meinem Plan und, klar, lecker kochen...bin momentan am Abnehmen (Kochbücher studieren = Ersatzhobby), mit leichter Küche konnte ich meinen Mann + Sohn eh nicht mit begeistern. Kochen ist nicht mein Ding, deswegen teilen wir uns das hier zu dritt, im Wechsel ist jeder dran :-)))
Ach ja, und ohne Mann geht natürlich immer, dass wußte ich natürlich vorher schon!!! Ich werde viel faulenzen, nur für mich.
Danke für die Tipps, ich werde berichten wie´s mir ergeht,
allen einen schönen Abend!!
Charlie
Beiträge von Charlie
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HAllo, zusammen.
Nun habe ich meinen ersten Termin bei meiner Suchtberaterin hinter mir, Wahnsinn, was sie gleich in der ersten Stunde alles angesprochen hat...Mein Mann sagte, ich hätte nachts danach gestöhnt im Schlaf. Wundert mich aber auch nicht. Haben von Kindheit über meinen alkoholabhängigen Vater bis zum Jetzt viel angesprochen. Wir haben uns nun auf vierzehntägigen Rythmus geeinigt, da ja bakd auch noch zwei Termine für die ambulante Therapie dazukommen sowie SHG, Volzeitjob und Haus und Kind. Langweilig wird mir bestimmt nicht mehr, aber ich bin froh, mich nach den letzten beiden Monaten wieder mehr mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen, ich merke, ich brauche das.Ich lese auch viel Bücher, sowohl Fachliteratur als auch Suchtgeschichten und ich finde mich soooo häufig wieder, dass es mir bald schon Angst macht.
Jetzt muss ich noch die Woche "allein zu Haus" nach Ostern überstehen - die Gedanken sind ja schon da: Es merkt ja zunächst mal keiner, wenn ich was trinken würde....NEIN NEIN NEIN, ich werde aber nicht. Ich verfolge halt nur mit Spannung meine Gedankengänge. Am 4.4. bin ich 3 Monate trocken, ein Vierteljahr, das hört sich richtig toll an!!!!!!
In diesem Sinne,
Grüße und Mut,
Charlie -
Hi, Jane.
Ganz so krass war es bei mir nicht, unsere Station hatte zwischen 12-25 Patienten (bei 25 mit Betten auf dem Flur), wir waren die letzten 2 Tage mit 5 "Jüngeren", die wir auch viel Spaß hatten. Einen Schulkollegen von ganz früher habe ich getroffen, die Welt ist ja so klein
Es waren meine ersten Erfahrungen und es war für mich wichtig, mich auszutauschen. Mein erstes Jahr lass ich auch mit einem Medikament begleiten, fängt mit C-- an, soll den Suchtdruck unterdrücken. Mir geht es gut damit,leider vergesse ich immer mehr es zu nehmen (3mal am Tag), was mir zeigt, dass ich mit mir und meiner Krankheit lässiger/gedankenloser umgehe ?!?!?
Zu zweien vom Entzug hab ich noch Kontakt, sie gehören auch in mein Notfallköfferchen....Als Erstling war´s echt der Hammer, und ich hab mir geschworen: NIE WIEDER lasse ich es soweit kommen.
DIr dabei auch gutes Gelingen,
Charlie -
Hi Karsten,
da war es wieder, dieses sofortige "sich rechtfertigen"....eines meiner größten Probleme, in dieser Welt zu bestehen.
Ich muss dringend lernen, einfach "Zum Nachdenken" dann auch mal zum nachdenken anzunehmen und nicht sofort mich in der Ecke zu sehenGutes Nächtle,
Charlie -
Hallo Jane 39,
danke für die vielen Infos, ich bin auch sehr gespannt. Habe auch schon meine Therapeutin ausgequetscht, die mich in dieser Therapie begleiten wird und auch die Gruppensitzungen mitmacht.
In der Woche Entzug war keiner, der eine AT gemacht hat, nur LZTler (und alle Wiederholungstäter, das hatte mich am meisten geschockt).
Dir auf jeden Fall eine schöne Zeit und ich werde am Ball bleiben und auch zukünftig hier berichten
Mir gefällt es hier.Charlie
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N´Abend!
Morgen Abend habe ich den Termin bei der AWO, ich bin zuversichtlich, dass ich einen Suchtberater kriege, zusätzlich zur ambulanten Therapie. Ich stehe bei der AWO seit Mitte Januar auf der Warteliste.
Die Woche Abwesenheit meines Mannes und Sohnes nach Ostern werde ich nutzen, Abends nach der Arbeit mehrere SHGs aufzusuchen, 2 stehen schon fest in meinem Kalender. Die Anträge für die ambulante Therapie habe ich vollständig und kann sie zu meinem nächsten Termin meiner Therapeutin abgeben (nach Ostern). Es tut sich also was, ich stehe nicht auf der Stelle.
Zu Spanijoggel undSilberkralle: Ich weiß, dass das fehlende Outing wohlüberlegt sein will. Mein Mann und ich sind sicher, auf der Arbeit hat niemand was gemerkt, zumal wir beide (er steht zu mir) seit Jahresanfang absolut nix trinken und dies als "Motto 2010, mal sehen wie weit wir kommen" allen anderen gegenüber vertreten. Viele finden es toll und von vielen kommt leider auch das Echo: Das könnt ich nicht. Wir haben seitdem auch schon heisse Diskussionen zum Thema Alkohol geführt und ich vertete offen meinen Standpunkt, dass ich es schändlich finde, mich in der heutigen Gesellschaft rechtfertigen zu müssen, NICHTS zu trinken statt andersherum. Der ein oder andere dachte bestimmt auch, dass ich schwanger sei....Wir arbeiten ja beide bei der Bank, und da wir dort ein feierfreudiges Volk sind, haben wir bestimmt eine hohe Dunkelziffer.....Naja, vielleicht lässt mich der Erfahrungsaustausch in naher Zukunft, hier oder SHG oder wo auch immer, ja bald anders entscheiden, grundsätzlich bin ich ein offener Mensch (denke ich zumindest).
Natürlich bin ich mir nicht sicher, was ich 26 Jahre noch beruflich machen will, aber diese Gedanken habe ich Gott sei Dank unanhängig vom Alkohol.
So, einen schönen Abend noch, ein geruhsames Nächtle und allen weiterhin viel Erfolg
Charlie -
Guten Morgen!
Tja, Gotti, dass mit dem anrufen ist so eine Sache: bei mir wissen nur ganz wenige Leute von meiner Sucht, mein Mann, meine Physiotherapeutin, Ihr, mein Hausarzt, die Therapeutin, dann soll ich vor Ort noch eine Suchtberaterin bekommen und aus der Entzugsstation habe ich noch 2 liebe Menschen, mit denen ich noch Kontakt habe und die ich anrufen kann. Überlegung hierbei war meine Arbeitsstelle, wo ich meinen seit 18 Jahren sehr liebgewonnenen Job nicht verlieren möchte (Bankberater
), da ich gerne mit Kunden/Menschen umgehe. Unser Freundschafts- und Bekanntenkreis (mein Mann arbeitet auch dort) besteht aber zu 90 % aus Arbeitskollegen, und sollte aus irgendeinem Schlupfloch meine Alkoholkrankheit durchsickern, gebe ich meinem Arbeitgeber eine Steilvorlage, mich auf´s Abstellgleis zu schicken für meine weiteren 26 Dienstjahre. Die möchten mich eh gerne umversetzen, da meine Leistung die letzten anderthalb Jahre nicht so ganz stimmte (komisch, warum bloß), aber jetzt bin ich ja wieder voll dabei (nee: voll nüchtern!!!). Mein Job ist auch
ein bisschen mein Lebensinhalt und meine Familie, ich identifiziere mich sehr damit und das soll so bleiben. Naja, ein kleines Notfallköfferchen habe ich ja trotzdem.
Einen frohen Tag alle zusammen und immer brav die Ohren steif halten!
Charlie -
Hallo, ich bin 38, seit dem 4.1.10 trocken und habe jetzt eine ambulante Therapie beantragt. Ich bin total ahnungslos, was mich dort erwartet, bin quasi zum ersten Mal trocken
Die Therapie soll aus wöchentlicher Einzelsitzung und wöchentlicher Gruppentherapie bestehen, muss ich fehlen, bräuchte ich ein ärztliches Attest. Eine LZT will ich erstmal nicht machen, da ich noch mit beiden Beinen im Berufsleben stehe, ein stabiles und helfendes soziales Umfeld habe etc.
Wer kann mir seine Erfahrungen im Bereich ambulante Therapie schildern?
Danke und liebe Grüße
Charlie -
Hi, danke für Euer Willkommen! Da es mir meistens gut geht, so wie jetzt, werde ich natülich auch dann hier stöbern :-)))
Hi, espoir, ja, ich glaube, unser Schicksal teilen viele...leider. Ich bin nach der Lebensgeschichte meines Vaters echt mit offenen Augen in mein Schicksal gerannt, zu blöd, zu denken und rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, wo ich wußte, ich könnte es noch. Mein Vater hat sich in seinem Grab bestimmt schon 2 mal umgedreht über den Weg, den ich gewählt habe. Und wäre er noch da, er war die letzten 5 Jahre seines Lebens trocken, würd er mir jetzt tüchtig die Ohren langziehen oder Verständnis haben. Ich werd´s nie erfahren, aber ich muss meinen Weg jetzt eh selber gehen, und momentan bin ich noch hochmotiviert!!!
Einen schönen Abend noch,
Charlie -
Hallo,
ich bin 39 und Alkoholiker und seit dem 4.1.10 trocken. Ich habe mich am 4.1.mit 1,3 Promille morgens selbst in eine geschlossene Entzugsstation einliefern lassen und eine Woche unter edit Karsten - bitte keine Medikamente nennen, danke - edit entzogen. Es war dieselbe Station, auf der schon vor über 15 Jahren mein Vater mehrfach (zwangs-)eingeliefert wurde. Damals habe ich gedacht: NIE wirst Du so wie Dein Vater, aber irgendwie ist es die letzten Jahre nach und nach aus dem Ruder gelaufen. Die letzten 2 Monate vor dem Jahreswechsel waren dann die Hölle, nur noch Beschaffen und Entsorgen, ganz normal arbeiten gehen, mein Mann sollte nix merken und irgendwie war mir klar, dass ich kurzfristig auffliegen würde.....so war´s dann auch.
Dass ich Alk-Probleme habe weiss ich eigentlich seit 3-4 Jahren, aber es dauert halt,bis man einsichtig wird.
Jetzt habe ich eine ambulante Therapie beantragt, lese viel Lektüre zum Thema Alk und habe auch hier schon viel gelesen. Eine reale SHG habe ich noch nicht aufgesucht, aber ich habe die Daten und Orte, wo hier jeden Abend pro Woche eine SHG stattfindet, falls es mich mal überkommt. Mein Mann trinkt auch nix mehr, unterstützt mich und eine Suchtberaterin vor Ort soll ich auch noch bekommen, über die AWO. Erfahrungen und Unterstützung erhoffe ich mir auch hier. Nach den ersten euphorischen abstinenten Wochen verspüre ich schon manchmal Suchtdruck, und wäre mein soziales Umfeld nicht so stabil, weiss ich nicht, ob ich so stark wäre.....
Die 2. Osterfereinwoche bin ich allein zu Hause, muss zwar arbeiten, aber....ich werde hier viel lesen, falls es mir schlecht geht.
Nähere Abläufe zu meinem Leben nach und nach, vielleicht finde ich ja Menschen, die auch Ihren Eltern nachgeeifert haben....
Gruß
Charlie

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Hallo, Kindi!!
Der 04.01.2010 kommt mir sehr bekannt vor, auch ich bin seit dem Datum trocken...:-)Liebe Grüße und viele weitere trockene Tage!