Beiträge von n i c i

    Zitat von graupe


    Aber soweit bin ich noch nicht, aber ansonsten bin ich immer sehr optimistisch, obwohl ich z.B. keinen Traumkörper habe fühl ich mich
    in meinem Köper gesund und sehr wohl, bis auf die momentane Unentschlossenheit und Abwarten, ausziehen oder nicht, Bauchschmerzen!

    Nici, viel Kraft und mach dir nicht über alles zu viel Gedanken!

    Hallo liebe graupe,

    haaa.. :D ...hab einen Traumkörper....
    sogar gaaannnz viel davon (kg) .... :wink::P

    Essen war halt in der Vergangenheit das ,
    was es nur gut mit mir gemeint hat, mich nicht belogen hat, und nichts von mir wollte :oops:
    Aber das ist Punkt 397 auf meiner Liste.

    Und ich bewunder die, die es geschafft haben sich in der Beziehung abzugrenzen, sich zu finden, da gehört ganz viel Stärke dazu.
    Ich kann es nicht, weil durch die Kinder mir einfach Grenzen gesetzt sind, die ER immer wieder durchbricht.
    Und so muss ich handeln. Kein Platz für Unentschlossenheit.
    Die Zeit rennt...MEINE Zeit. Und auch DEINE Zeit liebe graupe.

    Wünsch Dir ganz viel Stärke, dass Du das Richtige für DICH entscheidest.
    nici

    Zitat von Diandra


    Wie entschuldigt ihr denn diese Zeitspanne ?

    Später ist es dann an der Zeit sich auch mit Sucht des Partners auseinanderzusetzen, Abläufe zu verstehen. Das ist dann die Aufarbeitungszeit, damit einen Hass, Wut, Unverständnis nicht im Weg stehen, wieder ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen !

    Kümmert Euch in erster Linie erst einmal um Euer Wohlergehen, erst dann kommt die Aufarbeitung und das Verständnis !

    Hallo Diandra,

    ich will keine Zeitspanne entschuldigen. Das ist vorbei, da kann ich nichts mehr ändern.
    Aber die Aufarbeitung der Sucht des Partners steht nunmal im Zusammenhang mit meiner Sucht, das kann ich nicht ausblenden.
    Und analysieren ja, aber immer mit dem Fovus auf mich gerichtet, und nicht auf ihn.
    Ja, ich kümmere mich um mein Wohlergehen, aber ich kann das nicht nur im jetzt und nun tun, ich will es für meine Zukunft tun.
    Ich will mich schützen, das es nie mehr soweit kommt.

    Ich kann nicht raus und der Sonne entgegen lächeln, sondern muss auch wissen, wie reagier, wenn die nächste Regenwolke kommt.
    Und für alle Fälle hab ich dann den Regenschirm dabei.

    :wink: nici

    Hallo Monty,

    ja und auch bei Dir wird sich alles finden.
    Bin mir ganz sicher.

    :lol: Hab heiz Post bekommen : noch ein Vorstellungsgespräch ...
    freu mich riesig, weil sich einfach was tut.
    Auch wenn noch nicht alles in trockenen Tüchern ist :D

    Und ich schick gaaaanz viel Zuversicht auch für Dich liebe Monty.
    Ich hoffe, dass dieses gute Gefühl, was ich grad habe ne Weile anhält.

    nici
    Ps. Danke-schön an alle, die mir Daumen gedrückt haben. :wink:
    es wirkt

    Zitat von Doro

    Diese Krankheit ist total unmenschlich und pervers, verspottet gute menschliche Ansätze (nämlich Hilfsbereitschaft und Mitgefühl) und macht sie zu Komplizen.

    Liebe Doro,

    ich seh das ganz genau so wie Du. Du hast es trefflich auf den Punkt gebracht.
    Das ist es auch, was mich mein "neues" Leben ohne das Co so schwer angehen lässt.
    Wenn ich mir vorstell, wie es in Zukunft sein wird...
    Mitgefühl mit anderen Menschen : ja - aber wo ist die Grenze, und erkenn ich dann auch die Grenze, wenn es soweit ist ???
    Helfen : ja, - aber wo fängt die Aufopferung an, und werde ich mir dessen bewußt sein ???
    Auch wenn einem die Bausteine Co einleuchten, heißt es nicht, dass sie immer erkennen werde in akuten Situationen. Werde also hart arbeiten müssen.

    Im Moment kann ich mir eine neue Partnerschaft nicht vorstellen, weil ich nicht weiß, ob ich soweit dann sein werde.
    Deshalb ist es für mich persönlich erst nur eine Partnerschaft einzugehen ....
    die Partnerschaft mit MIR.

    Und wer weiß, vielleicht werden "wir"/ich mit mir ja ganz glücklich.

    (bin eigentlich garkein so schlechter Typ :P )
    nici

    GuMo Monty und Melanie,

    nein, ich hab nicht vor Raum und Zeit für igrendewelche Aktionen zu geben.
    Die Wohnungssuche hat jetzt konkrete Züge, er bekommt gerade ein Telefonat nach dem anderen (Makler).
    Ich denk, dass er Anfang der Woche die ersten Wohnungen ansieht.
    Und wenn wir Glück haben, ist er Ende vom Monat schon weg.
    Ich hab auch gleich hinterher geschoben, wenn er eine Wohnung erst ab Juli/Aug. bekommen sollte, kann er dann zur Überbrückung in eine Pension...
    damit er merkt, jeder Tag ist eine Last, und ich will ihn nicht mehr hier haben.
    Er hat sich jetzt auch nach einem Aushilfjob umgesehen, was ich ganz positiv werte: er weiß, jetzt ist ernst.
    Und nein Melanie ist habe keine Verbindung ! Ich weiß es ist nur ein weiterer makaberer Akt in dieser Schmierenkomödie.
    Da kann ich hart bleiben, wie gesagt, kenn ich alles schon aus der Vergangenheit mit Opa.
    Hab ihm da auch angedroht, dass ich ihn beim nächsten Mal in die Psychatrie geben werde. Und er weiß, ich zieh das durch.
    Der Schock saß, glaubt mir. Das versucht er so schnell nicht wieder.

    Ich denke, das sind jetzt bloß noch 2-3 Wochen bis er weg ist, die bekommen wir auch noch rum. Was dann kommt, da mach ich mir keinen Kopf, muss jetzt einfach nach uns 3 schauen.

    Und den Kindern geht es verhältnismäßig gut. Wir reden viel miteinander. Und wir verstecken auch keine Gefühle vor dem anderen.
    Das gibt mir gerade Kraft. Ich hab zwei super Kinder. Wir stärken uns gegenseitig, wenn einer von uns ein tief hat.
    Die Verbindung steht, und nur da leg ich meine ganze Kraft rein.

    Also ihr Lieben macht euch da keinen Kopf, ich werde das durchziehn, ich werde nicht schwanken.
    Und wir haben auch schon Pläne...
    die Wohnung werden wir erstmal umstellen, der Kleine bekommt das große Zimmer (Schlafz.), ich das gemütliche Kleine. Farbe haben wir auch schon gekauft. Ihr seht wir planen und freuen uns schon, auf ein neues ruhiges Leben.
    Auch wenn wir wissen, dass es nicht immer alles toll verläuft.

    :wink: nici

    Nein ich will auch nicht nachgeben, und seine Selbstmordandrohung ist ja auch nur der Erpressungsversuch gewesen, dass Klein-Co. wieder anspringt.

    Und auch die Therapeutin vom Frauenhaus hat sich aufgeregt über die Ärztin im KKH und mir geraten nächste Mal hart zu bleiben.
    Und bei Gott das bleib ich auch.

    Und mir ist auch sch..egal, ob er nun manisch depressiv ist oder nicht, da ändert sich nichts für mich und die Kinder, die Sch... bleibt Sch... .

    Ich weiß, da gibts noch tolle Steigerungen...Autotüre aufreissen bei der Autobahnfahrt (Kinder hinten drin)...der Opa hat uns so manche Überrachung beschert. Und das Programm kann und will ich bei IHM nicht nochmal durchmachen. Das hatten wir schon alles, und es gibt kaum eine Facette, die ich nicht kennen gelernt hab.
    Neee, keine Sorge, das Probramm will ich nicht mehr.

    Bau mir mein Häuschen auf dem Felsen, und schau lieber aus der Distanz, dem grollenden Meeresrauschen zu.
    nici

    oh mann, ich bin grad stinke sauer, und muss Luft machen... :twisted:

    hab ihn grad angesprochen, weil ich entdeckt habe, dass er 200 euro wieder geholt hatte.
    200 euro ?? ich weiß nichtmal wie ich den Kindern das Vesper zahlen soll, bevor uns die Bank wieder den Hahn zudreht.
    und er holt 200.
    Und für was ? Er hat sich seine Ersatzdroge besorgt, weil es ja so viel besser ist zu kiffen, wie zu saufen, vielleicht hält er es ja dann doch mal 4 Tage am Stück aus ohne Alk.

    Oh Gott, solange er noch hier ist, wird mich zwangläufig eine Welle nach der anderen treffen.
    Und ich bin froh, wenn das vorbei ist.

    Wie soll man hier zur Ruhe finden, nee.
    Ich kann so nicht weiter machen, nur Distanz ist das was uns hilft, mir hilft.
    So schnell spielen die Gefühle Karusell : erst Wehmut, dann Zorn.

    Aber zur Bank dackelt diesmal ER.

    Danke Monty. Bleib ich.

    Hallo Martha,

    zur Suchtberatung hab ich zwar gefahren, aber er ging nicht rein.
    Und einmal hab ich schon ins KKH gefahren, nicht unbedingt wegen dem Alk, sonder wegen der Suizid-Androhung. Und das End vom Lied war, dass die Ärtzin unsicher war, er nicht im KKH bleiben wollte, auf garkeinen Fall in die Psychatrie gehen wollte( abgeschreckt durch die Erfahrungen mit dem Vater)... und so hat mir die Ärztin ihn wieder mit heimgegeben mit dem Hinweis "ihn nicht alleine zulassen in dem Zustand"

    Toll, oder ? Den schwarzen Peter hatte ich wieder.
    Sie sagte mir nur, erst wen er tatsächlich Hand anlegt, kann ich einen Krankenwagen rufen.
    Tja , is nicht so einfach mit dem loslassen.

    Gruß,
    nici

    Ehrlich gesagt Martha, ich bin mir nicht sicher.

    Ich weiß nicht, ob ich die Erfahrungen (manisch Depr.), die wir bei unserem Opa gemacht haben bei ihm sehe, oder nur Angst habe das ich sie sehen werde.
    Die Gefahr ist bei ihm deffinitiv da. Und auch wenn ich mich nicht einmischen soll und will, bin doch froh, dass es andere wahrscheinlich tun.

    Die Ärztin im KKH war das letzte Mal auch im Unsichern, ob oder ob nicht ..

    Helfen würde nur sein Leiden verlängern.

    Drum lass ich ihn gehn. Aber mit ihm geht doch ein Stück meines Herzens. Ob es die große Liebe war oder nicht.
    Ich wünsch ihm alles Glück und Mut dieser Welt, wenn er lossegelt, auch wenn ich nicht weiß, ob und wo er strandet.
    Steh hier am Pier und wink ihm nach. Noch ist die See ruhig.

    Wenn ich mich zurückdrehe und heimwärts laufe mit den Kindern an der Hand, weiß ich noch nichtmal genau, wo bzw. wie unser Zuhause sein wird.
    Also mach ich mich auf und versuch uns ein schönes, ruhiges Heim zu schaffen.
    Fern ab von der tückischen See. Wir werden es schön haben. Auch wenn uns dann ab und zu noch eine kühle Brise von der See erwartet.
    Aber es wird lang nicht mehr so stürmisch und gefährlich werden, wie direkt am Wasser.
    Ob er wieder in den Hafen zurück findet oder nicht...ich weiß es nicht.
    Aber ich werde mein Häuschen fest auf dem Felsen bauen.
    Und die Kinder warnen "bleibt weg vom Wasser"

    Hallo Martha, bzw. Dagmar,

    ich hatte die Frage von Dagmar aufgegriffen, freu mich aber das Du antwortest.

    Zitat von Martha66


    Zu unterscheiden, wo unterstütze ich den anderen, wenn Hilfe gewollt ist und wo muss ich ihn machen lassen, auch wenn es nicht meinen Vorstellungen entspricht, das ist die Kunst.

    was ist, wen der Erkrankte, sich aber nicht äußern kann, sei es durch Ohnmacht, oder durch depressives Suchtverhalten ?
    Ein z.B. manisch Depressiven im aktuten Zustand wird in die Psychatrie eingewiesen, ob er will oder nicht.
    Hier geht es darum, ob er sein oder ein anderen Leben gefährdet.
    Was unterscheidet sich da bei einem Alkoholiker ?

    Nicht falsch verstehen, ich will meinen Mann weder die Entscheidung abnehmen, noch ihn einweisen lassen.
    Wäre aber bald dazu gekommen. Und der Opa wurde anfangs in die Geschlossene gebracht.
    Und meine Freundin hat die Befürchtung geäußert, daß sie mich und mein Handeln zwar versteht, aber nicht glaubt, dass er so tief in der Depression sitzend überhaupt die Möglichkeit hat sich Hilfe selbst zu holen, selbst wenn er es wollte.
    Und auch eine Schulfreundin (saß 3 Wochen im dunklen Schlafzimmer ) hätte sich niemals alleine Hilfe holen können.
    Ich weiß, ich bin wieder am zweifeln, aber ich denk, das sind Fragen, die -wenn auch unangenehm - ich mir auch stellen muss.

    Ich lass ihn gehen, entlass ihn in seiner Verantwortung.
    Trotzdem knirscht es noch im Gebälk "kann er diese Verantwortung überhaupt noch tragen ?"
    Das ich sie mir nicht mehr aufbürde ich für mich klar. Dafür hab ich schon zu arg durch MEIN Fenster gekuckt. Und will auch weiter gehn.

    Trotzdem bleibt dieser schale Beigeschmack da.

    Find auch doof, dass man ein Augenleiden nicht heilt, sondern nur eine Brille verpasst. Das Auge wurde nicht regulliert.
    Das Gipsbein bleibt ja auch nicht ewig.

    Danke für deine Antwort, Martha.
    ich werde weiter stolpern (vorwärts) nici

    Zitat von dagmar007


    Sozialverantwortung, Mitleid und das "Ja" für Gute und schlechte Zeiten, die wirtschaftlichen Überlegungen und alles das, was ein Hinderungsgrund wäre eine schlechte Situation zu verändern (auch wenn der Beginn wirtschaftlich noch schlechter wäre) sorgen für ein ausharren und verschlechtern von Situationen und stagnieren bzw. für einen Dauerrückwärtsgang.

    Hallo Dagmar,

    das beschäftigt mich grad mal wieder. Ich habe das Gefühl zu stagnieren.
    Warum ist es eine Krankheit, bei der man mehr durch Nichthelfen hilft.
    Weil die Einsicht da sein muss. Die Einsicht vom Erkrankten selber.
    Also warum bin ich Co ? Weil es sich um diese Krankheit handelt, und nicht um eine andere ?
    Und wäre die Diagnose anderst verlaufen, wäre man Handeln dann nicht Co ?
    Hätte ich dann nicht diese Sucht ?
    Wär ich dann durchs Leben gelaufen, als betreuende, liebende Ehefrau ?
    Wär ich dann meiner Sozialverantwortung gerecht geworden ?
    Oder hätte sich mein Krankheitsbild auch anderst gemerkbar gemacht, wär ich dann die Glucke ?
    Ich versuch mich grad mit meinem Krankheitsbild zu beschäftigen. Ich muss es für mich analysieren, um nicht in die gleiche Verhaltenmuster abzurutschen. Die Schritte, die ich in Zukunft gehen werde, wollen gut überlegt sein, denn das bestimmt mein weiteres Handeln.
    Ich fang an, aufzukehren, und sortier was ins Schüsselchen, und was ins Kröpfchen kommt.
    Und will wissen, ob ich diesen schmalen Grad zwischen Verantwortung und Mitleid... und Selbstaufgabe und Co. jemals richtig unterscheiden kann.
    Werden wohl immer vor mir auf der Hut bleiben müssen.

    nici

    Zitat

    Denn auch die Gespräche, die mich aufkratzen suche ich. Und brauche ich

    Hallo und GuMo Melanie,

    ich fürchte mich nicht vor harten/ehrlichen Worten, und wie ich oben geschrieben hab,mein ich auch so : ich brauch diese gespräche auch.

    Denn sonst würde mir ein Taschentuch zu heulen und selbstbemitleiden reichen.
    Jeder von uns hat das Gleiche, und doch haben wir hier alle andere Vorgeschichten, der eine hat die Fäuste geballt und sich seiner Vergangenheit gestellt und auch hat stellen müssen.
    Die anderen wiederum haben das nicht gebraucht.
    Mein Mann hat seinen Vater erst verleugnet, und dann durch mein Zutun bis zum Ende begleitet (Gesundheitsfürsorge). Und er konnte ihn ohne Vorwürfe und Hass gehen lassen.
    Du hast Dich freigeschaufelt, und Dich dem Ganzen entgegen gestellt, und kannst DEIN Leben jetzt leben, hast Dich aus der Co-Erziehung gelöst.
    Ich hab weder das eine noch das andere machen müssen. Ich bin eigentlich ein sehr offener Mensch, und hab schon immer erzählt was mich drückt ( oft mals auch zuviel ) und hab mir so einen Freundenkreis geschaffen, auf den ich bauen kann. Und den ich nicht missen möchte.
    Ich komm aus einem ziemlich großen Stall (reichlich Family) und was ich da mitbekommen hab, war dass wir egal, wie der eine oder der andere abgedriffet is ( und da war von Alk bis Knasti alles dabei ) wir zu uns standen. Mal mehr, mal weniger... ein Alki wurde losgelassen, aber nicht vergessen..(anderes Thema)
    Und auch ob man dann gut dastand oder nicht, war egal, wir mussten uns nicht behaupten, es waren zu viele von uns. Und wir waren/sind in dieser Gemeinschaft aufgehoben.
    Das ist es jetzt auch, was mich trägt.
    Vielleicht kam es so rüber, das ich damit ein Problem hätte, hab ich aber nicht.
    Ich habe lediglich ein Problem mir den Kindern, und die Ignoranz von den sogenannten Pädagogen, die ich jetzt sehr gern auf meiner Seite hätte.
    Aber Schule ist ja nicht alles, ich werde mit den Kindern zum Therapeuten von der Suchtberatung gehn. Und einen Kleinen auch dazu ermuntern, die Einladung des Kinderclubs, der Angehörigengruppe anzunehmen.
    Er hat auch keine Scham .."wieso, ich hab doch nix gemacht.."

    Ich hoffe die Zukunft, liebe Melanie, wird mir noch einige Türchen öffnen.
    Liebe Grüße, nici

    GuMo Aurora, guMo Monty,

    bin zwar früher schlafen gegangen, aber schon gegen 5:45 war ich wieder wach, weil ich gemerkt hab, er konnte auch nicht schlafen.

    Na ja, vielleicht klappts mit nem Mittagschläfchen.

    Ich fühl mich ziemlich leer, und mein Kleiner kränkelt, den hab ich heut auch noch bei mir. Aber das lenkt mich vielleicht ab.

    Gestern abend hat mein Mann paar Anrufe bekommen, wegen der Wohnungssuche.
    Als er gestern nach Hause kam ( ich hatte Eindruck, er hat wieder was getrunken ), hab ich ihn auf seine Wohng.Suche angesprochen.

    Ich glaub, er war ganz entsetzt, dass ich dieses Thema doch wieder angesprochen hab. Er hat sich dann gleich ans Telefon gesetzt.
    Es kommt Bewegung rein.

    Und er hat auch leise geweint.
    Ich weiß es ist nur Selbstmitleid, denn viel geweint hat er nicht, als es mir und den Kindern die letzten Jahre schlecht ging.
    Es tut trotzdem weh, ihn so leiden zu sehn und dann noch es zu ignorieren.

    Mir geht dann immer durch den Kopf, dass der Grundstein für sein Leiden und die Krankheit in seiner Kindheit gelegt wurden. Und ein 7-Jährigen, der sich nur halbwegs überleben wollte, und so vieles Vergraben hat kann ich keine Schuld zuweisen. Es war ja keiner da.
    Und wenn er jetzt da steht, und leidet und sich in seiner Sucht vergräbt,....wen seh ich da ???
    den 7-Jährige hilflosen Jungen - oder den erwachsenen Mann, der seine Sucht alleine bekämpfen muss ???

    Nein, Monty, mir geht es heut nicht gut.
    Ich muss mein drittes Kind als Erwachsenen loslassen, der er ja ist.
    Aber leicht fällt es mir bestimmt nicht.

    Sorry, ich krieg meist keine kleinen Texte hin.
    nici

    Zitat von an nA

    Das ich das nicht hinkrieg macht mich wütend und wenn ich wütend bin kann ich nicht denken und wenn ich nicht denken kann red ich unsinn und schlafen kann ich auch nicht, ich bin blockiert,

    GuMo Anna,

    mir geht es genauso, nur das ich keine Wut empfinden kann, sondern mich ziemlich leer fühl.
    Wenn Dich diese Fahrten so aufregen, dann sag es ihm doch. Sag das Du das als Übergang eine Zeit lang machst, aber das er sich nach einer anderen Lösung umschauen muss, wenn er seine Kinder sehen will. Dich belastet es.
    Es gibt doch auch noch Omas, Tanten,.. Und Vielleicht hat die Ex ja auch einen Partner/freund, der mal fahren könnte.
    Es kann doch nicht sein, das die zwei Elternteile es auf deinen Rücken abladen, bloß weil sie es nicht hinkriegen sich vor den Kindern zusamme zu reissen. Auch wenn es schwer fällt, zieh Dir den Schuh nicht an.
    Und ER muss eine Lösung finden, nicht DU.
    Dann hast da halt mal keine Zeit.

    Ich weiß Anna, leichter gesagt als getan, wir dürfen UNS nicht immer hinten an stellen, wir sollen doch nach UNS schauen.

    Deshalb sind wir ja da. Ich hab es mir auch leichter vorgestellt. Glaub mir. Und ich nehm mir eine Hürde nach der anderen vor. Nur steh ich mir meist selber im Weg.

    Aber bin sicher, Du findest eine Lösung, auch wenn sie jetzt nicht grad auf dem Tisch liegt, Anna.

    nici

    Hallo Monty,

    nein zurück ziehen möchte ich mich nicht. Denn auch die Gespräche, die mich aufkratzen suche ich. Und brauche ich. ( Melanie, Martha, ich hoffe ihr lest es )

    Ich weiß, dass es keiner böse meint. Und der Druck, den ich verspürt hab, war wahrscheinlich der Druck, den ich mir selbst mache.

    Es strömt gerade so viel auf einen ein, aber ihr kennt das ja.

    Ich fühl mich wie das Opfer beim Dosenwerfen, und weil es gerade so viel ist, kann ich garnicht mehr unterscheiden, ob da Dosen oder Geschenke angeflogen kommen.

    Da war es vorher doch einfacher, einkalkulierbarer, ...Flaschen zählen, Geld zählen, alle 2 Tage Ruhe im Haus,...
    Und jetzt diese verdammte Kopfarbeit, und diese Arbeit mit mir.

    sorry, ich weiß, ihr wollt nur alle helfen.

    Das wollt ich nur noch sagen bevor ich schlafen geh.
    Hab in den letzten 2 Wochen nie mehr wie 5 Stunden Schlaf bekommen, den ich mir jetzt als nächstes gönne. (das kam vielleicht auch dazu )

    Gute Nacht euch allen,
    nici

    Zitat

    Mir tat es weh, ganz klar und ich war hinterher sowas von sauer, wenn ich hier darauf hingewiesen worden bin, das was in meiner Wahrnehmung nicht stimmte

    Das liebe Martha.

    Ich versuch mich zu durchleuchten, versuch mir jeden meiner Schritte genau zu überlegen, damit ich nie mehr in die falsche Richtung geh.
    Und deshalb versuch ich selbstkritisch an eure Worte zugehn.
    Aber auch kritisch euren Worten gegenüber.

    Ich versuch mir immer wieder die Fehler eines Co´s anzuschauen, un mich zu hinterfragen.
    Bei vielen Sachen habt ihr bestimmt Recht. Und ich versuch mich immer wieder zu hinterfragen...
    tu ich das Richtige, tu ich es für mich ?? Ja, ich tus für mich + die Kids
    tu ich es um den Anschein zu wahren ??? nein, hab alles bei der Arbeit, in der kompletten Familie, bei den engsten Freunden, dem Arzt, und ganz wichtig : bei den Kindern offen gelegt.

    Es wurde nichts beschönigt, und nichts ausgelassen. Nur das mein Mann auch noch kifft, das hab ich den Kindern nicht erzählt.
    Alles andere wissen sie schon.
    Sie kennen es ja schon ihr ganzes Lebens lang.
    Der Opa, den die letzten 30 Jahre aufgrund seines Alk-Depri-Problems von einem Heim zu anderen geschickt wurde.
    Die Aussetzer vom Papa/Opa, sie waren live dabei.

    Klar, muss man sich hier auch immer wieder gegenseitig den Kopf waschen, das ist auch gut so. Aber die Bürsten sind manchmal ziemlich kratzig, und es tut weh.
    Liebe Martha, ich brauch glaub ich grad auch ein bisschen das "in-mich-kehren", das hab ich gemeint.
    Denn auch selbstgefällig - nur auf sein wohl gerichtet - kann und will ich nicht meine Kinder nicht zu einem besser Leben bringen,
    das hat mein Mann schon gemacht.

    nici