Beiträge von n i c i

    Hallo Melanie,

    die Lösung in mir drinnen. Ja ich hoffe, dass ich es richtig mach.

    Mein Mann merkt jetzt, dass das "Hotel Zuhause" nicht mehr so funktioniert, wie früher.
    Denn ab jetzt, überleg ich jeden Handschlag, den ich mach.

    Er merkt, dass es bis er in eine Wohnung umzieht, kein "wohnen nach Wunsch" mehr hat.
    Ich möchte damit den Druck zur Wohnungssuche erhöhen.

    Es liegt eine leichte Spannung in der Luft, mal sehn, wie es die Woche weitergeht.

    Bin auf jeden Fall am an-mir-arbeiten dran.
    Hab heut auch schon eine tel. Bewerbung hinter mir. Und diesmal, wär es schön, wenn es klappt.

    Liebe Grüße,
    nici

    Hallo ihr Lieben,

    danke nochmal für eure Worte. Sie haben mir etwas Trost gespendet.

    Heute ist ein neuer Tag, was er bringen mag, ???
    Mir geht es ein wenig besser.

    Ich war gestern noch arbeiten, und bin dann mit einer Kollegin kurz zu einem Bandauftritt in einer Kneipe gegangen.
    Die Kinder waren gut aufgehoben, und da hat ich eine Sorge weniger in der Birne.

    Sie haben "meine" alte Musik gespielt, und das hat zwar weh getan ( alte Erinnerungen ausgegraben ), aber sie hat auch verdammt gut getan.
    Ich hab mich versucht zu erinnern, wie ich damals gefühlt habe. Wie damals drauf war, und hab gespürt, das die alte "nici" noch nicht ganz abgestorben ist, das hat Mut gemacht.
    Klar, ich werde nie mehr die 20jährige unbelastete Göre sein, aber das will auch garnicht. Ich versuch mich jetzt auch mit allen Ecken und Kanten anzunehmen, aufzubauen.
    Und aufbauen, muss ich mich grad, denn die alte Gardine ist noch da, aber es tut sich schon wieder ein kleiner Spalt auf.

    Als ich gestern abend dann nach Hause gekommen bin war mein Großer noch wach.
    Er hat sich aufgeregt, dass Papa mit anderen Frauen chattet. Und spioniert ihn aus. Ich hab ihm gesagt, dass ich nicht, wie er denkt, darüber verärgert bin.
    Und hab auch noch Witze darüber gemacht. Das hat ihn, glaub ich, wieder etwas runter gebracht.
    Wir sind dann gestern abend noch auf seinem Bett gelegen, haben gesprochen... dann hat er mir Witze erzählt ( blöde Mutterwitze !! ) und wir haben rumgealbert.
    Das hat uns sau gut getan. Es hat Spannungen gelöst, und ich habe ihm gesagt, dass das es ist, was ich mir von der Trennung am meisten erwünsch.. der Druck ist weg...
    wir können wieder unbeschwert rumalbern..ohne seine Probleme zu wälzen..

    Heut morgen ( er muss arbeiten ) spielt mein Mann nun den selbstbewußten...hat sich wohl auch Bestätigung von seiner Internetbekanntschaft geholt..
    Er gibt sich jetzt nach dem Motto..ich lass mich nicht unterkriegen... wirst schon sehen was du hast...
    Was löst das aus bei mir ?? Über das neu entwickelte Selbstbewusstsein hab ich nur ein kleines Lächerln ( weiß ja dass das nur aufgesetzt ist ),
    es ist ein Brustschwellen.
    Und auch die Klamotten lässt er jetzt komplett liegen, wird nichts mehr aufgeräumt...geht ihn ja jetzt nichts mehr an...
    ich werde seine Sachen zwar waschen, aber bügeln kann er jetzt selber...
    damit er sieht...das geht mich jetzt nichts mehr an.
    Es kommt jetzt bestimmt ne harte Zeit auf mich zu. Mein neues Leben mit den Kindern organiesieren, und die "Rempler" von ihm ignorieren.

    Ich bin froh, dass ich zu diesem Forum Zugang gefunden hab, bevor das hier soweit gekommen ist.
    Meine Gefühle fahren Achterbahn, und ich bin noch zwischen Leere, Trauer, und Hoffnung gefangen.
    Und irgendwie auch gekränkt, weil er seine Trauer innerhalb von Stunden in diesen -sich selbst was vortäuschenden Gockel- verwandelt hat.
    Aber auch irgenwie bestätigt, das es der einzige richtige Weg ist.

    Matha66 hat mal geschrieben, brauchen wir immer gleich die Kapitulation,
    und ich hab mich gefragt, warum es sooft auf eine Trennung rausläuft,
    ob es nicht anderst geht. Bei manchen vielleicht, aber ich kann mich nicht waschen, und herrichten, wenn ich mit den Füßen noch im Matsch steh.

    Also mach ich mir erstmal die Füße sauber, und dann gehts ans Herrichten.

    Schönen Sonntag euch,
    nici ( die mit der Nasenspitze schon wieder durch die Gardine luckt )

    Hallo liebe Graupe,

    danke, dass Du da bist. Ich fühl mich grad schrecklich allein.
    Eigentlich hab ich auf diese Situation gewartet, ja sie sogar herbei gesehnt, damit endlich sich mal was tut.
    Aber jetzt wo es passiert ist, kommt nicht der erwartete..puuhhh-Effekt,
    sondern nur Schmerz und Leere.
    Ich dachte, ich fühl mich freier, gelöster.

    Ich fühl mich grad einfach nur sch..

    Lass Dich aber nicht von meinem Gefühl beirren,
    da muss ich halt jetzt durch.

    Leider, :cry: nici

    Wars das ?

    Gestern abend haben die Kids erzählt, dass er wieder getrunken hat.
    Mein Großer hat mit ihm auch gesprchen. Papa hat dann geweint.
    Er wäre so traurig, dass es mit uns zwei nicht mehr klappt.
    Und dass er denkt, seine Söhne halten ihn für einen Verlierer.

    Mein Großer ist verzweifelt, weil er ihm sagen möchte, dass er ihn nicht für einen Losser hält, dass er ihn furchtbar liebt.
    Der Kleine ist eigentlich nur noch stocksauer, und will dass ich Papa nicht mehr reinlass, und nicht nur wenn er was getrunken hat, sondern garnicht mehr. ( er ist der blödste Papa der Welt )
    Das bringt meinen Großen auch zur Verzweiflung, dass sein kleiner Bruder so von ihm spricht.

    Ich hab erklärt, dass ich beide Gefühle kenn, den Hass und Zorn, und die verzweifelte Liebe und Sehnsucht.
    Und wir müssen es beides auch zulassen.

    Oh Gott, es tut so verdammt weh, sie so leiden zu sehn. :cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry:

    Mein Mann war scheins anfangs der Meinung, weil er ja diesmal so wenig getrunken hat, es ja garnicht zählt.
    Hat auch mit seiner Internetfreundin gechattet. Als mein Großer das entdeckt hat, hat er ihn angessprochen, was das soll.
    Er meinte, dass er sich mit dieser Frau (oder sinds mehrere ?)nur unterhält, und nicht vor hat sie zu treffen.
    Das glaub ich ihm sogar. Er sucht nur ein neues Co-Ohr, da das andere ja nicht mehr funktioniert.

    Das mit der Zweisamkeit hab ich meinem Großen erklärt, ist vom Papa nur ein vorgeschobenes Motiv.
    Das er auch getrunken hat, als es gut lief.
    Und das ich schon sooo viele verschieden Gründe fürs Trinken gehört hab,
    und ich hab ihm erzählt, dass das eine Teilerscheinung der Krankheit ist.
    Mein Sohn solle nicht denken, dass wenn ich Papa erzähle, dass ich ihn liebe, wird alles wieder gut.
    Sohnemann hat Angst, dass er nichts mehr unternimmt, wenn er uns nicht mehr hat.
    "er hat auch nichts gemacht, als er uns noch hatte" hab ich ihm gesagt.

    Es tut so weh, dass er die Schiene über die Kinder nimmt. Sie diesem Gefühlskaos so ausgesetzt sind.
    Sie sind jetzt, glaub ich soweit. :cry:

    Als ich ihn heut morgen zur Arbeit gefahren hab ( mehr wie 3 Worte wurden vorher nicht gewechselt )
    hab ich nur in einem ganz ruhigen Ton gesagt " ich möchte, dass Du so schnell wir möglich ausziehst "
    Ebenso ruhig ( eine entsetztliche Ruhe - den Ernst der Lage empfundene Ruhe ) hat er "ja" gesagt.
    Und in diesem Moment, war uns beiden klar,
    wir stehen beide grad am Abgrund, und lassen jetzt unsere Hände los, und fallen.
    Ich fühl mich so leer.
    Auch wenn ich meiner Liebe zu ihm nicht mehr sicher bin. Er war doch auch mein Freund, mein Weggefährte,
    und egal wie wir in der Vergangenheit auch gefallen sind, wir hatten die Hand des anderen.
    Ja, ich weiss, die Hand war oft nicht für mich da, und meistens hat meine Hand ihn gehalten, aber da war dochnoch so viel mehr in diesen 20 Jahren da.
    Ich würde gern aus dem Fenster kucken, mir schöne Ziele ausspähen,
    aber im Moment, hängt da nur eine alte, schwere, dreckige Gardine.
    Und ich kann sie nicht zur Seite schieben, es klemmt.
    Ich glaube, die krieg ich heute auch nicht weg.

    Bin so unsagbar traurig. Steh an diesem steilen Abgrund, und falle. Und während dem Fallen, seh ich ihn fallen. Und wir sehen uns an, und keiner weiß, wer von uns und wie wir unten ankommen.

    Ich dummes kleines Co-A.loch, ich dachte wirklich..
    leben und lieben reicht aus.

    Zitat von Monty

    Deine Kids können es auch nur besser haben...auch wenn es im Moment für sie weh tut...sie werden es eines Tages verstehen und große Achtung vor dir haben.

    Hallo Monty, Hallo Melanie.

    ich hab mir eure Worte sehr zu Gemüte geführt. Und ich fühl ich etwas unter Druck. Ich weiß, ihr wollt kein Druck ausüben, es ist das Gefühl das ich mir selbst verpass.
    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich die Kinder meiner Entscheidung/ meines Handeln vorschiebe...
    Nein, ich tu das wirklich nicht.
    Es ist einfach ein sooo großer Schritt für mich und vor allem für die Kinder,
    das ich diese Entscheidung nicht ohne ihr Verständnis tun möchte.
    Denn das, was dann folgt, müssen wir alle tragen.
    Und möchte nicht mal hören, "was willst Du denn, er hat ja aufgehört zu trinken.."
    Nein, ich möchte es nicht mehr soweit kommen lassen, ich will auch eine unbeschwerte Kindheit für die Kinder,
    ich will aber auch nicht, dass sie unter meiner Selbstfindung leiden.
    Ich muss ein für uns drei gesundes Maß finden, sie müssen die Entscheidung ein Stück weit mittragen, weil wir sie dann auch gemeinsam ausbaden.
    Sie sind auch nicht mehr weit entfernt davon aufzugeben.

    Und ich fühle mich schon so gestärkt, schon so weit weg von ihm und seinen Wehwehchen, dass ich das gut durchstehe.

    Zitat

    Du hast deine eigene Verantwortung und kannst dir den Weg suchen der für dich passt.

    Vielleicht ist das ja mein Weg.
    Vielleicht ist ja auch schon morgen die Sch... wieder am dampfen, und die Trennung wird stattfinden.
    Aber egal was mir noch bevor steht, ich weiß, ich will meinen Weg gehen.
    Und ich hab jetzt Blut geleckt, und will wieder weiter.

    In den letzten Jahren hab ich mich schon ordentlich freigestrampelt, bin allein unterwegs, mal mit Kollegen, mal mit Freundinnen, alleine auf Feiern etc.
    Und dieses Jahr werden wir wohl auch alleine in Urlaub gehen.
    Ich weiß, dass ich den Rest der Nabelschnur auch noch los kriege.

    Aber ob es in Eurem Tempo passiert ???
    Vielleicht.

    Es is erschreckend, sich seiner Gefühle klar zu werden, und es tut auch ein bisschen weh.
    Und ja, man ist auch enttäuscht, über soviel vergebene Liebesmüh.

    Aber vielleicht steht in meinem Drehbuch ja noch ein tolles Happyend.
    :wink: nici
    Allen ein schönes WE.

    Hallo Melanie,

    ja das gleiche Programm hab ich mit meinem 15-Jährigen gehabt, der war aber nur angetrunken. Ihm war sehr wichtig, dass man es nicht merkt,
    dass er nicht so rumstolpert und sich übergibt, wie seine Kumpels.

    Er geht sehr vorsichtig mit um. Ob das so bleibt ??

    Und ich hab mit ihm auch darüber gesprochen, dass es nicht nur wichtig ist den Anschein zu wahren,
    sondern daß die Sache, auch vorsichtig und unerkannt sehr schnell andere Züge annehmen kann.
    Ein normale Trinkverhalten werden unsere Kinder wohl nie haben.
    Sie werden kein unbeschwertes Trinkverhalten haben,
    aber ich denke, dass sollte auch ein Normallo nicht haben.
    Alkohol ist einfach die Droge nr.1 in unserer Gesellschaft, und je früher sie das mit Vorsicht geniesen, umso besser.

    Ich finde es auch wichtig und gut, dass du ihm Grenzen von vorneein ziehst, und trotzdem sagst, wie sehr Du ihn liebst.
    Damit er weiß, er kann sich deiner Liebe sicher sein, aber nicht deiner Co-Hilfe.

    Ich find toll, wie es angehst.
    nici

    Hallo Melanie,

    bei einer Rechtsberatung im Frauenhaus war ich bereits. Und das hat mir zwar nicht alle Ängste genommen, aber viel Hoffnung gebracht.

    Und ja, ich weiß, das zu den Einsichten, auch die Taten folgen müssen, um wirklich was zu ändern. Bin dabei. Schritt für Schritt.

    Hab meine Schwierigkeit - mit dem Alk und dem Helfen-ohne-Hilfe können kann ich mit ihnen sprechen - aber mein Mann verlagert seine Sucht jetzt aufs Kiffen...
    Und über dieses Thema (Drogen) kann ich mit Ihnen nicht offen sprechen.
    Dafür sind sie noch zu jung.

    Und wie geht dein Sohn jetzt mit der Situation um ?
    Kannst Du mit ihm offen über die co-Anhängigkeit, und den Alk reden ?

    nici

    ... Nachtigal, ick hör dir trappsen...

    Hallo Welia,

    gut, Du hinterfrägst deine Gefühle, setzt sie in Zweifel.
    Ja, klammern ist bestimmt ein Teil des Co-Musters.
    Und "erkennen" ist der erste Schritt sich an sie ran zu machen.

    Warum ein schlechtes Gewissen haben, wegen so einer Lappalie ??
    Klar, wir sind froh um Freunde, gerade jetzt, aber den Ball mal unten halten.
    Wir enttäuschen nicht gleich, auch wenn wir uns das oft einreden.

    Lächeln !

    Gruß, nici

    ... so jetzt bin ich wieder da...

    Und ich weiß, er wird enttäuscht sein, aber er brauch diese Enttäuschung auch zum Loslassen.
    Die Kinder sind sehr gereift, an dieser Sch---Situation, aber mir war wichtig, das sie es verstehen.
    Damit sie nicht mal sich die Schuld geben, damit sie nicht das Gefühl haben, ihn im Stich gelassen zu haben.
    Sie wissen nur ER kann was für sich tun. Und sie müssen sich aus diesem Co-Verhalten genauso lösen, wie wir.

    Und nee, bis zum Sanktnimmerleinstag will ich auch nicht mehr warten.
    Aber mit meinen Wegrennen, darf ich die Kinder nicht umrennen.
    Aber keine Sorge, ich möchte mein Ziel vor den Augen nicht verlieren,
    deshalb ist mir die Zwiesprache mit euch so enorm wichtig.

    Danke fürs Kopfwaschen :wink:
    nici

    GuMo liebe Melanie,

    puhhh.. musste erst mal sacken lassen.

    Zitat

    Weil ichs nicht für mich mache, nur für die anderen

    Fühl mich wie ertappt,
    Du hast glaub ich Recht. Denn an den Gang zum AAmt hab ich mich immer noch nicht getraut.
    Hab Angst vor dieser Enttäuschung. Ja, ich weiß, ich muss mich dieser Angst stellen, und das aufschieben ist sooo viel einfacher.
    Aber das geht nicht mehr. :oops:

    Und trotzdem, auch wenn ich dieses Muster wieder bedient habe, war es für mich gut, wieder loszulaufen, und wenn ich diese doofe Bewerbung nur als Anlass genommen hab. Jeder Punkt, den ich gerade anpacke, bringt mich ein Stück weiter, verstehst Du das. Im Kopf, brauch ich solche Schritte auch.

    Meine Kinder sind das Beste, was ich habe, und glaub mir, ich kämpf für sie.
    Die Wartestellung, die sie gerade haben, hat für mich den Schrecken verloren, weil ich keine Hoffnung mehr habe.
    Aber ich weiß, sie brauchen sie, vielleicht um Abschied zu nehmen.
    Und nach den Gesprächen mit mir und der Therapeutin von der Suchtberatung, wissen Sie dass nur er die Sache in der Hand hat.

    Und grad bei meinem Großen: er braucht das Gefühl, ihm noch eine Chance (seine Chance) gegeben zu haben.

    .... meld mich gleich nochmal...

    Zitat von barcelona100

    um meine Gefuehle meine Wuensche auch ausleben zu koennen, braeuchte ich auch jemand, der mich an die Hand nimmt, zu dem ich Vertrauen habe. Mein Therapeut war bis jetzt mein Mann.

    Hallo Barcelona,

    vertrau doch mal zur Abwechslung Dir selbst. Nein, dein Mann war nicht dein Therapeut, und Du nicht seiner.
    Sein Tun hat Dich nicht geändert, und Dein Tun nicht sein Verhalten. Das hast Du ganz alleine hin gekriegt.
    Jeder hat so sein eigenes Leben gestaltet, jeder hat seinen Mist selber verbockt.
    Mein Mann wollte nie, dass ich mich für ihn opfer, er hat das nie verlangt.
    Ich hab mich entschieden gehabt es zu tun.

    Vertrau Dir, geb Dir eine Chance.
    Wir haben anderen Menschen tausende gegeben,
    warum zur Abwechslung nicht mal uns.

    Und die Hand, die Dich führt ist schon lange da.
    Horch mal in Dich rein.

    Liebe Grüße,
    nici

    Hallo Anke,

    ich bin als erstes zur Suchtberatungsstelle gegangen. Und ich denke, da sitzen Fachleute, die sich gezielt mit der Problematik auskennen.
    Auch im Umgang mit den Kindern.

    Mein Mann hat mal die Hilfe übern Hausarzt, dann eine Therapeutin gesucht.
    Das Problem war, die hat den Alk aus der ganzen Thereapie aussen vor gelassen.
    Probleme, die tief saßen ausgegraben, und noch mehr aus auf seinen Tisch gepackt. Danach war es viel schlimmer.
    Und er hat die Antidepressiva mit Alk runtergespült, was nich so dolle war.

    Erkundige Dich mal, was Die Suchtberatung in deiner Nähe für die Kinder anbietet.
    Bei uns gibt es auch Kindergruppen, die sich treffen. Sie sind nach dem Alter der Kids aufgebaut. Vielleicht ist das was für Deine.

    Kopf hoch, es gibt Hilfe.
    Ich hab ihm gesagt, dass die Kinder und ich bei einem Therapeuten waren, aber erst hinterher, weil ich Angst hatte, dass er dann unsere Pläne durchkreuzt.

    Nimm die Hand ruhig an, die Dir Hilfe anbietet.

    Liebe Grüße, und bleib auf Deinem Weg
    nici

    GuMo Anesa und GuMo Monty,

    ob es für uns einfacher macht, Anesa, weiß ich noch nicht.
    Denn sollte er es schaffen, und ich will mich trotzdem trennen, verstehen es die Kinder ? Werden sie mich nicht hassen dafür ?
    Und das könnte ich nicht ertragen.
    Also was dann, bei ihm bleiben, und ihn ertragen - unabhängig ob er jetzt trocken ist oder nicht.
    Also was sind da meine Erfolgsaussichten ?

    Und ja Monty, Du hast viel ertragen, so kannst Du es sehn,
    aber Du hast auch viel gemeistert, so kann man es auch sehn.
    Vielleicht wären wir nicht die, die wir sind, wäre alles anders verlaufen.
    Und seh es mal so, du hast deinem Sohn gezeigt, dass man sich wehren kann.
    Das man sein eigene Leben in den Griff kriegt, wenn man es nur anpackt.
    Du hast ihm viel mitgegeben. Klar, hätte man es ihm auch einfacher lehren können.
    Aber das Leben ist nicht immer einfach. Und wie Du selber gesagt hast, sie bekommen mehr mit, als man denkt, und uns vielleicht lieb ist.

    Ich sagte bei dem letzten Gespräch zum Therapeuten, ich hätte mich schon viel früher mit Trennung befassen sollen, der Kinder wegen.
    Und er meinte nur, "meinen Sie, sie hätten es nicht trotzdem mitbekommen ?"
    Das hat mich nachdenklich gemacht. Er hat vielleicht Recht.

    Aber wenn ich seh, was der Alk in unserer Familie schon alles zerstört hat, uns es schon von einer Generation auf die andere übergegangen ist,
    denk ich ist mir jedes Mittel Recht, um diesen Kreislauf zu unterbrechen.

    Leider hat unsere Family schon einiges mitgemacht von Kfz-Totalschaden,Schädelbasisbruch, Bierflaschen schmeissen, Selbstmordversuch, Heimaufenthalten, Medikamentenmissbrauch, Drogen, ... das geringste Übel, sind da die psychische Kränkungen. ( Ich will im öffentl. Bereich nicht alles austappen )

    Liebe Monty, in den letzten 2 Jahren haben wir zwei liebe Menschen beerdigen müssen, die wir an den Alk verloren haben.
    Wenn ich meinen Mann auch noch verlieren muss, dann nicht an den Alk,
    sondern wegen der Trennung, das hab ich mir fest versprochen.

    Und deshalb kämpf ich um meine Kinder.

    (Jetzt ist auch land geworden)
    nici

    Hi Monty,

    Danke für deine Nachricht. Ich hab grad bischen in deinem Traid gelesen...
    Na, eigentlich bist de wirklich nur paar Monate voraus.

    Aber was Du alles in dieser Kürze angepackt hast, Hut ab.
    Kannst stolz auf Dich sein.

    Und es macht mir Mut, dass ich auch meinen Weg geh.

    Was mich erschreckt ist, dass ich merk, dass ich trotz seiner momentanen Trockenphase nicht erleichtert bin,
    sondern merk dass ich sogarnicht mehr will.
    Es ist mir auch fast egal, ob er es nun schaffen wird oder nicht.

    Ich mag nicht mehr. Und wenn er trocken bleiben sollte, und ich mich trotzdem trenne,
    verstehen es die Kinder ? Dass bei mir was gebrochen ist, was er wahrscheinlich eh nicht mehr kitten kann.

    Es ist halt in den 14 Jahren doch mehr auf der Strecke geblieben, als nur der Vertrauensbruch und die Hoffnung. Vielleicht auch die Liebe.

    Das kann einen schon traurig machen.
    nici

    Oh man,

    nicht genug, dass ich den Alki geheim hab,

    nee, jetzt noch das gleiche in grün bei einem Bekannten.

    Und nein, ich will ihm nicht mehr zuhören.
    Hab genug der Sch--- daheim.

    Und ich werd immer mehr sauer.
    Ich merk immer mehr, wie sehr ich doch dieses Co-Muster ausgefüllt hab.
    In so vielen anderen Bereichen.
    Seh ich die jetzt erst ?
    Oder wird mir es nur immer mehr bewusst, je mehr ich aufwache ?

    Von meinem Elternhaus hab ich Distanz geschaffen, und das schon vor einer Weile, und hab gemerkt, wie gut es mir tut, nicht mehr in alles involviert zu sein.
    Jetzt kämpf ich daheim, um MEINEN Platz.
    Und jetzt tun sich immer mehr Baustellen auf.

    Aber sollen sie ruhig ihre Löcher buddeln. Diesmal hopf ich nicht wie ein irrer Hase um die Löcher.
    Mein Weg hat nur noch meine Löcher. Die ich mir jetzt eins ums andere vornehme.

    Manchmal muss man ja auch den Kampf ansagen.