Wars das ?
Gestern abend haben die Kids erzählt, dass er wieder getrunken hat.
Mein Großer hat mit ihm auch gesprchen. Papa hat dann geweint.
Er wäre so traurig, dass es mit uns zwei nicht mehr klappt.
Und dass er denkt, seine Söhne halten ihn für einen Verlierer.
Mein Großer ist verzweifelt, weil er ihm sagen möchte, dass er ihn nicht für einen Losser hält, dass er ihn furchtbar liebt.
Der Kleine ist eigentlich nur noch stocksauer, und will dass ich Papa nicht mehr reinlass, und nicht nur wenn er was getrunken hat, sondern garnicht mehr. ( er ist der blödste Papa der Welt )
Das bringt meinen Großen auch zur Verzweiflung, dass sein kleiner Bruder so von ihm spricht.
Ich hab erklärt, dass ich beide Gefühle kenn, den Hass und Zorn, und die verzweifelte Liebe und Sehnsucht.
Und wir müssen es beides auch zulassen.
Oh Gott, es tut so verdammt weh, sie so leiden zu sehn. 







Mein Mann war scheins anfangs der Meinung, weil er ja diesmal so wenig getrunken hat, es ja garnicht zählt.
Hat auch mit seiner Internetfreundin gechattet. Als mein Großer das entdeckt hat, hat er ihn angessprochen, was das soll.
Er meinte, dass er sich mit dieser Frau (oder sinds mehrere ?)nur unterhält, und nicht vor hat sie zu treffen.
Das glaub ich ihm sogar. Er sucht nur ein neues Co-Ohr, da das andere ja nicht mehr funktioniert.
Das mit der Zweisamkeit hab ich meinem Großen erklärt, ist vom Papa nur ein vorgeschobenes Motiv.
Das er auch getrunken hat, als es gut lief.
Und das ich schon sooo viele verschieden Gründe fürs Trinken gehört hab,
und ich hab ihm erzählt, dass das eine Teilerscheinung der Krankheit ist.
Mein Sohn solle nicht denken, dass wenn ich Papa erzähle, dass ich ihn liebe, wird alles wieder gut.
Sohnemann hat Angst, dass er nichts mehr unternimmt, wenn er uns nicht mehr hat.
"er hat auch nichts gemacht, als er uns noch hatte" hab ich ihm gesagt.
Es tut so weh, dass er die Schiene über die Kinder nimmt. Sie diesem Gefühlskaos so ausgesetzt sind.
Sie sind jetzt, glaub ich soweit. 
Als ich ihn heut morgen zur Arbeit gefahren hab ( mehr wie 3 Worte wurden vorher nicht gewechselt )
hab ich nur in einem ganz ruhigen Ton gesagt " ich möchte, dass Du so schnell wir möglich ausziehst "
Ebenso ruhig ( eine entsetztliche Ruhe - den Ernst der Lage empfundene Ruhe ) hat er "ja" gesagt.
Und in diesem Moment, war uns beiden klar,
wir stehen beide grad am Abgrund, und lassen jetzt unsere Hände los, und fallen.
Ich fühl mich so leer.
Auch wenn ich meiner Liebe zu ihm nicht mehr sicher bin. Er war doch auch mein Freund, mein Weggefährte,
und egal wie wir in der Vergangenheit auch gefallen sind, wir hatten die Hand des anderen.
Ja, ich weiss, die Hand war oft nicht für mich da, und meistens hat meine Hand ihn gehalten, aber da war dochnoch so viel mehr in diesen 20 Jahren da.
Ich würde gern aus dem Fenster kucken, mir schöne Ziele ausspähen,
aber im Moment, hängt da nur eine alte, schwere, dreckige Gardine.
Und ich kann sie nicht zur Seite schieben, es klemmt.
Ich glaube, die krieg ich heute auch nicht weg.
Bin so unsagbar traurig. Steh an diesem steilen Abgrund, und falle. Und während dem Fallen, seh ich ihn fallen. Und wir sehen uns an, und keiner weiß, wer von uns und wie wir unten ankommen.
Ich dummes kleines Co-A.loch, ich dachte wirklich..
leben und lieben reicht aus.