Beiträge von n i c i

    Die Hoffnung, wenn ich nur da bin, wenn er mich braucht, dann ist er auch für mich da, wenn ich ihn mal brauche ?
    Hat mich diese Glaube, die ganzen Jahre an dieser Beziehung festgehalten ?
    Wer gebraucht wird, wird nicht so schnell verlassen ? War ich einfach nur feige ?

    Mir gehn grad so viele Gedanken durch den Kopf. Und ich versuche die Figur "nici" in diesem Spielfeld zu analysieren.
    Komisch, aber bei all den Personen, um die ich mich gekümmert hab, ging es nie richtig um mich.
    Irgendwie ja schon, "das schaffst du schon", "das war richtig von dir "... Balsam auf meiner Seele ? Brauch ich diese Bauchpinselei für mein Ego, für mein Selbstwertgefühl ?
    Aber warum bin ich MIR nichts wert, wenn ich mal nichts für andere, sondern nur für mich tu ?
    Und war das bei mir immer schon so ?

    Klar, man bekommt mehr Anerkennung, wenn man sich für jemand aufopfert. Aber bekommt ich doch nicht auch ein Lob, wenn ich was ganz allein für mich schaff ?
    Bödsinn, wenn jemand was erreicht hat, und wenn es für sich ist, ist es eine Anerkennung wert. Warum also dieser innere Konflikt.
    Ich bin wahrscheinlich gerade dran den Co-Knoten in meinem Bauch zu lösen.

    Während ich den Schrank leere und ausmiste, überleg ich mir schon, was und wie ich ihn einräume. Ich muss meine Ziele neu definieren.
    Ich muss mir MEINE Ziele neu stecken, und weiß eigentlich noch garnicht so Recht, wo die sein sollen.
    Hab ich der Vergangheit doch für die Ziele der andere gearbeitet...es versucht überall Recht zu machen.
    Ich war die gute Tochter, die beste Freundin, die aufopfernde Ehefrau, die fürsorgliche Schwiedertochter, die liebste Mama....
    Ich hab so viele Rollen bedient, und sie sind bestimmt auch alle zufrieden mit mir, aber wo bin ICH ?
    Klar ich will nicht ungerecht sein, sie sind auch bei mir, wenn ich sie brauche.
    Ich mein nur, dass die anderen mich vielleicht nicht- , aber ICH mich vergessen habe.
    Und nun muss ich mal wieder für jemand da sein,
    für jemand ganz Neues,
    für mich.
    Ich weiß nicht was kommt, aber ich laß mich jetzt auf dieses Spiel ein.

    Eine gute Nacht an alle.
    ein nachdenkliche nici

    Hi Nanni,

    cappuccinio heisst die Farbe. Gabs bei Aldi :wink: .
    Ich finde es strahlt Ruhe aus, kann ich grad brauchen.

    Ja, genieß die Ferien. Bei mir ist s auch nicht anders, die Kids schlafen dann auch ganz lang.
    Der Große will mir streichen helfen :roll:
    das heißt wahrscheinlich : ungewollte Wischtechnik mit viel Aufräumarbeiten.
    Na mal sehn.

    haaa! Bei uns kommt grad die Sonne raus.
    (danke, lag bestimmt an deinem Energieschub )
    nici

    Hallo Nanni,

    hast mir schon richtig gefehlt.
    ja, mir geht es gerede genauso, ich drück mich vor Entscheidungen, und weiß, dass ich sie ja nur aufschiebe.
    Und jemand, der einen an die Hand nimmt ? Bei mir klopft auch keiner an.

    Hast ja ein schönes, stressiges WE gehabt.

    Ich hab mir Zimmerfarbe gekauft, brauch grad Veränderung.
    Aber ich hab mal wieder zu viele Baustellen, mir zuviel vorgenommen.
    Merk grad, daß ich mir den Tisch zu voll geladen hab. Und jetzt noch gelähmter vor dem Berg steh.

    Na, vielleicht ist ja nur der Wochenanfang. Wird schon besser werden.

    Ganz liebe Grüße,
    nici

    Zitat von illi2525

    ... Alle erwarten schon fast förmlich,das ich ihn jetzt auf den richtigen Weg schieben könnte,jetzt,wo eh schon fast alles zu spät ist!
    :(

    Hallo illi2525,

    ja es ist ein besch... Teufelskreis. Und spring nicht auf das Karussell,
    denn von einem fahrenden Karussell springt sich noch viel schlechter ab.
    Wenn der Karren mal im Dreck sitzt, kannst Du ihn alleine auch nicht mehr rausziehn. Auch wenn man es von Dir erwartet.

    Wie gesagt, begleitende Hilfe, ok., aber nicht alleine.
    Geb die Verantwortung ab, an Fachleute, an andere Familienmitglieder.
    Und mach unmissverständlich klar, dass Du Dir diesen Schuh alleine nicht anziehst.
    Es ist nicht Deine Aufgabe. Versuch Dich, auch wenn es schwer fällt, zu distanzieren. Und falls Anfragen von seitens der Familie an Dich gestellt werden, antworte mit Gegenfragen " was habt ihr unternommen, wen habt ihr kontaktiert "
    Mach klar, Du kannst vielleicht Adressen, Fachleute vorschlagen, aber das ist auch schon der größte Beitrag, den Du leisten kannst.
    Du bist kein Fachmann auf diesem Gebiet.

    Wünsch Dir viel Kraft, um Dich dem Gegenwind zu stellen.
    nici

    Mein Muttertag in der Familie lief so ab, wie ich mir vorgestellt hab.

    Er kam später dazu ( natürlich mit Fahne ) und hat versucht sich zusammen zu reißen. Was ihm im Großen und Ganzen auch gelang.
    Und er wog sich schon in Sicherheit, dass es ja keiner merkt. (???!!)

    Zu Trinken wurde nichts angeboten, da viele von seinem Alk-Problemen wissen.
    Er hat mir einen Blumenstrauß gegeben und wollte dafür meine rollende Augen sehen. Als ich mich bedankte, dass er es für die Kinder besorgt hat, war er ganz enttäuscht, weil er wollte, dass ich doch ihm diese Geste anrechne.
    Auch als er anfing, von den bösen Kollegen zu sprechen, antwortet ich nur " das besprichtst du lieber mit welchen aus deinem Geschäft, nicht mit mir"
    Ich wollte ihm nicht wieder ein Ohr bieten, für sein Gejammer, der ja eh wieder bloß zum Ziel hatte, sein Trinken zu verstehen.

    Als wir dann mit den Kindern nach Hause fahren wollten, wollte er doch tatsächlich selber fahren.
    Ich sagte nur, dass er angetrunken nicht fährt.
    Ganz erbost, sagte er er habe nichts getrunken. Er dachte ja wirklich es merkt keiner. Und ich erwiderte nur dass auch andere seine Fahne gerochen haben.
    Und er setzte sich, zwar erbost, aber zugleich auch wie ein ertapptes Kind auf den Beifahrersessel.
    Nein, ich wollte ihn nicht das Gefühl geben, wieder damit durchgekommen zu sein. Ich weiß, ich soll mich nicht mehr um "sein" Problem kümmern, aber bei Alk am Steuer muss ich reagieren.

    Ich bin so sauer, weil ich in meinem Inneren merk, dass sich hier nie was ändern wird. Das ich weiß, es geht zu Ende.
    Und das tut soo weh.
    Und die Hoffnung der Kinder, die einem immer wieder entgegen blitzen, die in ihrem kindlichen Festhalten an der Hoffnung, an ihrem Papa, macht es auch nicht erträglicher.

    nici

    Zitat

    Unangenehme Gefühle aushalten zu lernen, diese nicht zu verdecken durch Helfertätigkeiten

    Hab mal wieder in den Bausteinen gelesen.
    Und den für heute passenden Abschnitt gefunden.
    Ich fühl mich gebremst, weiß aber nicht warum, und kann dem nichts gegen setzen ( will ja nicht mehr helfen ).

    Ich muss eine Bewerbung fertig machen, zum A-Amt mal gehen, und kriegs irgendwie nicht gebacken.
    Es kommt mir vor wie eine große schwarze Tür, und ich hab Angst, sie zu öffnen.
    Angst enttäuscht zu werden. Ich weiss, dass ich sie nur aufmachen muss, und werde mich wahrscheinlich besser fühlen.
    Aber warum kann ich das nicht ?

    Ich sitz dann da, und muss Herrn oder Frau xyz erklären, warum ich es nicht geschafft habe, die letzten 20 Jahre meinen Allerwertesten zu bewegen.
    Aber vielleicht hab ich nur Angst, weil ich das Gefühl hab, ich muss es mir erklären.
    Ist das der "rote Strich", den ich jetzt für mich ziehen muss ?
    Hab ich Angst vor der Abschlussrechnung meines eigenen Lebens ?
    Warum kann ich es nicht als Neugebinn des nächsten Lebensabschnittes freudig annehmen ?
    Eigentlich muss es mir doch gut gehen. Es läuft schon gut, wie schon lange nicht mehr:
    ich distanziere mich immer mehr von "seinem " Problem, geh, wenn auch in kleinen Schritten vorwärts. Aber warum fühl ich mich dabei so schlecht ?

    Ich weiss, wenn ich nur wieder einen kleinen Schritt mache, kommt mein Vorwärtsblick wieder zurück. Aber ich kann irgendwie grad nicht. Ich hab Fussfesseln dran, und wenn ich auf die Füße runter schaue, stell ich entsetzt fest, dass ich sie mir angelegt habe.

    Manchmal denk ich, ich warte nur auf seine Aussetzer um wieder einen Startschuss zu bekommen.
    Aber ich muss gerade die Lücken ausnutzen, um mich an MEINE Arbeit zu machen. Und was tu ich, dumme Kuh, verharr wie versteinert.

    Vielleicht muss ich auch das zulassen, aber ich will nicht wieder in den Sessel zurück fallen. Ist das nur die Sehnsucht nach Ruhe, nach Frieden ?

    Aber ich weiss, ich belüg und betrüg mich nur selber.
    Die Vorstellung es wird schon wieder werden, ist ein Trugschluss, ich weiss das. Denn ohne das er was unternimmt, wird sich nichts ändern. Und er macht nichts, das weiss ich.

    Er hat den Kindern zwar versprochen, sich Hilfe zu suchen, aber ich weiss er wartet nur darauf, dass es vergessen wird.
    Und mein Kleiner, der ihn immer wieder Papa danach fragt und ihm keine Ruhe lässt, macht ihn nur gereizt. Unternommen hat er noch nichts.
    Und ich weiss, dass es nichts bringt, wenn er es den Kindern oder mir zuliebe macht, er muss es für sich machen.

    Vor dieser Enttäuschung kann ich die Kinder leider nicht schützen. Sie brauchen vielleicht auch noch diese Schlappe, um sich von ihm, von ihrem Co-Verhalten zu lösen.

    Sorry, für die Schwarzmalerei. Is heut nicht mein Tag.

    Hallo Dagmar,

    ich hab auch mein Soziales Netz um mich, wenn es konkret wird mit der Trennung. Aber wie gesagt, es ist halt schwer sich fallen zu lassen.

    Aber wer weiss, vielleicht lern ich bei meinem "Fall" ja noch fliegen :wink:

    Und ja, das im Selbstmitleid, in der Erkenntnis verharren, hilft nicht wirklich weiter. Eine Rechtfertigung über sein Handeln, darf immer nur der erste Schritt sein, das hab ich jetzt auch kapiert.
    Schön, dass ich durch deine Worte ein Blick in dein Buntes Zuhause haben darf.

    Schönen Wochenanfang.
    nici

    GuMo Dagmar,

    na auch so früh wach :wink:

    Ich hab in letzter Zeit auch mein Resümee gezogen. Und erkannt, dass ich in Vergangenheit zwar viel erkannt und analysiert hab, aber zu faige war es umzusetzten. Nicht konsequent genug war, die Wege, die mir zwar mittlerweile einläuteten, einzuschlagen.

    Und warum? War es die Unsicherheit sich nicht auf festem Boden zu befinden ? Meine eigene Hilflosigkeit einzugestehen ?
    Vielleicht hatte und hab ich einfach Angst, am Ende des Weges einen Spiegel vorzufinden.
    Die Sicht auf den Anderen ist doch viel einfacher, spricht uns doch als sogenannte Hobby-Therapeuten noch eine gewisse Stärke zu.
    Das ungeschminkte eigene Gesicht ist da doch viel schmerzlicher.

    Wenn ich mich so zurück erinnere, war mir meine Co-Schwäche doch schon sehr früh bewusst, hab mich auch versucht zu wehren.
    Hab teilweise bevor ich Beziehungen/Freundschaften eingegangen bin meinen Fragenkatalog ausgepackt. " Na, bist ein Scheidungskind, hast ne schlechte Kindheit gehabt,...", ich habs abgecheckt. Weil ich nicht immer und für jeder Mann die Mutter Theresa sein wollte. Aber wenn dann Probleme auftauchen, warum hab ich den Absprung nicht geschafft ? Da wenn andere mit den Schultern zucken "is nicht mein Problem" hab ich angefangen zu klammern.
    Da hat mein Fragenkatalog auch nichts gebracht.

    Und das ist das, andem ich gerade arbeite. Arbeiten muss.
    Ich bin der Typ, der nicht riskiert, sich nicht ins Ungewissen stürzt.
    Nee, sogar die Sachen fürn Urlaub pack ich teilweise schon 1 - 2 Wochen früher, damit ja nix fehlt. Wenn ich wohin muss, wo ich mich nicht auskenn, kann ich den Weg dorthin bald auswendig, so studiert hab ich ihn.

    Klar, ich hab fast alles ims Griff, es gibt kaum eine "Unbekannte" in meiner Gleichung, aber die Gleichung geht trotzdem nicht auf.
    Und ich hab Angst, wahnsinnige Angst, mich auf diese Spiel "einfach losgehn" einzulassen.

    Aber ich muss. Das weiss ich jetzt. Dank eurer Hilfe. Auch wenn ich mal zur Abwechslung nicht weiss, wo ich raus komm.

    In der Theorie, liebe Dagmar, sind wir glaub alle Spezialisten,
    aber das Praktische liegt uns wohl nicht so.
    Also auf zum Praktikum "eigenes Leben".

    (zitter) nici (mit wackeligen Knien) :wink:

    Zitat von illi2525

    Er hat anscheinend sehr viel Vertrauen zu mir ..
    ...das er in sein altes Leben zurückgeht,weil er keine andere Wahl hat.
    ... Aber schaff ich das allein? ..
    ...Ich habe Angst vor der großen Verantwortung,aber ich will ihn keinesfalls alleine lassen...

    Liebe Illi,
    ich versuch mal vorsichtig Dir zu antworten. Denn eine Lösung, quasi über die Nacht haben wir leider alle hier nicht.

    Er hat Vertrauen zu Dir, gut, dann sag ihm ganz ehrlich, wie es um ihn steht.
    Alleine schaffen, musst Du garnichts, er muss es schaffen.
    Wie Du genau richtig gesagt hast, er muss und kann es entscheiden.
    Egal wie viel Zeit er für seine Entscheidung hat.
    Und deswegen brauchst Du keine Angst vor der Entscheidung haben, es ist nicht Deine.
    Mach Dir keine Vorwürfe, denn Du hast alles gemacht, was man da machen kann : ihn seine Entscheidungsmöglichkeiten aufzeigen.
    Und doch, Du musst ihn alleine lassen, zumindest bei der Wegfindung.

    Sollte er sich entscheiden den Weg "zurück ins Leben" zu nehmen kann man ihm helfen, aber mach es nicht alleine, such Dir Hilfe, lade es auf mehrere Schultern ab. Es können auch Freunde, andere Familienmitglieder helfen ih zum Arzt oder zu der Therapie begleiten.

    Wir sind hier alle nur Laien, die sich hier das Krankheitssyndrom " ich muss ihn retten " durch die "nur er konnte sich retten" -Einsicht selbst therapieren,
    vielleicht sprichst Du mal mit einem Fachmann aus deiner Klinik darüber.

    Ich habe leider, die Erfahrung selber machen müssen, und einen Alkoholiker beim Verhungern zusehen müssen. Tag und Nacht versucht ihn vom Leben zu überzeugen, bis er dann nach ca. 10 Tagen verstarb.
    Ja es ist schmerzlich, aber mann kann zwar ein Leben medizinisch verlängern, aber wenn einer nicht leben will...
    Bleibt uns nur die Gewissheit, ihm Hilfe angeboten zu haben.
    Ob er sie annimmt oder nicht, bleibt SEINE Entscheidung.

    Ich wünsch Dir viel Kraft,
    nici

    Hallo Noemi,

    mal nen lieben Gruß von BaWü an BaWü.

    Zitat von noemi

    .. was kann ich tun dass das aufhört ??..

    Es wird nie aufhören, wenn Du nicht aufhörst.
    Auf jeder Wunde wächst neue Haut. Kratz nicht daran rum, lass es heilen.
    Versuch die Gedanken auf DEIN Leben zu richten.
    Ich weiss, es ist ziemlich schwer. Aber wir haben gewusst, das das kein Spaziergang wird, oder.
    Du doch bestimmt noch einiges regeln, konzentrier darauf. Miste aus, schmeiss das blöde Bild, die doofe Vase, das Dir eigentlich noch nie sorecht gefallen hat einfach weg.
    Überleg, was Du noch für Träume hattest, vor deiner Zeit mit ihm. Vielleicht wolltest Du schon immer mal nach XYZ reisen.
    Such die Informationen darüber, rechne ob, oder wann Du Dir das leisten könntest, etc. etc.
    Du merkst schon was ich mein, oder ? :wink:

    Und sei nicht so streng mir Dir,
    auch das Leiden, ist ein Teil vom Loslassen. Eine Treppenstufe, auf deinem Weg nach oben.
    Bleib nur nicht darauf stehn. Such Dir Ziele.

    Du hast in den letzten Jahren ein Buch gelesen, indem es schöne Kapitel gab, und auch schlechte. Aber das Buch hast Du fertig gelesen.
    Und am Ende, kann man nichts mehr machen.
    Jetzt such Dir ein neues Buch, und ob es gut ist, oder schlecht, ???
    Vielleicht wirds auch nur eine Kurzgeschichte, wer weiss.
    Aber es ist doch spannend, sich darauf einzulassen.
    Und egal, wie sehr das alte Buch uns noch in Erinnerung bleibt, die Geschichte wird irgendwann verblassen, und vielleicht bleiben noch paar schöne Erinnerungen. Gut.
    Aber ob noch viel schönere Erfahrungen dazu kommen, werden wir, liebe Noemi, nie erfahren, wenn wir nicht bereit sind sie zuzulassen.

    Liebe Grüße,
    nici
    ( die auch noch manchmal in dem alten Buch blättert (autsch :cry: ), die aber keinen Bock mehr hat auf eine Fortsetzung )

    Hallo und allen Mamas einen schönen Muttertag :D

    unsere Familie trifft sich heute mittag zum gemeinsamen Muttertagskaffee,
    und mir ist grad nicht so danach, und irgendwie freu ich mich drauf.
    Mit anderen zusammen zu sein, einfach mal andere Gedanken. Wenns noch klappt, kommt auch noch die Sonne raus.

    Er schafft grad, und will nachkommen. Wahrscheinlich reisst es sich auch zusammen und taucht nüchtern auf. Und es wird bestimmt ein unangenehmer Gang für ihn, wissen ja mittlerweile ja fast alle über seine Escapaden Bescheid. Aber seis drum, dieser Gang geht in Zukunft er, und nicht mehr ich. Es wird nicht mein Spiesrutenlauf.
    Ich geh entspannt auf das fest und genieße den Kuchen. (meine Hüften leider auch :oops: )

    In seiner Zusammenreiss-Phase hat er es schon auf Tag 5 gebracht, also denk ich geht es morgen, oder übermorgen wieder los.
    Ich will mich ja davon distanzieren, aber die Kids muss ich ja auch schützen, mal sehn was kommt.

    Ob er schon was unternommen hat, Wohnungssuche, Therapie-Termin, ???
    Nein. Wie schon zu erwarten war. Und das bestärkt mich in meinem eingeschlagenen Weg weiter zugehen.
    Ob er weiß, wie sehr die Pfeile, die er schießt, auf ihn zurück fliegen ?!!
    Er macht es mir echt leichter.
    "sie brauch halt diesmal etwas länger Zeit um sich zu beruhigen, muss nur leise treten, dann wirds schon wieder ..."
    Er hats immer noch nicht kapiert, dass man sich nicht zurücklegen kann, wenn der Kahn untergeht.
    Und ich hab nicht mehr vor, wie eine irre zu rudern,
    ich such mir und den Kindern ein kleines Rettungsboot.

    Unser eigenes, kleines rotes Gummiboot.
    Hab schon ganz dicke Backen vom aufblasen :oops:

    Schönen Sontag,
    nici

    Zitat

    bleibt keine Zeit und kein Nerv an der eigenen Beziehung zu basteln...das wäre auch so, wenn nix wäre mit Alkohol.


    .. und für Dich :lol:

    Ich hoffe Du findest die Kraft es auch umzusetzten.
    Und in Beziehungen gibt es ein Nehmen und ein Geben, dass dürfen wir nicht vergessen als co´s.
    Und ich mein: ich nehm mir, was ich möchte. Und ich geb, was ich will. :wink:

    Ein stressfreies WE,
    nici

    Hallo Anna,

    hätte dieser Posten nicht eine andere Verwandte übernehmen können ?
    Du tanzt auf zu vielen Hochzeiten hab ich das Gefühl. Bleibt da noch Zeit für Dich ?
    Und genau darum gehts doch, sich frei rudern, sich mal nicht um anderen kümmern.
    Ich wünsch Dir die Kraft, mal "nein" zu sagen.
    Vielleicht reagieren die anderen dann bockig im esten Moment, aber doch nur weil sie es wahrscheinlich nicht gewöhnt sind.

    Mal testen.

    Gute Nacht.
    nici

    Klopf klopf !

    Hallo Nanni,
    liegst Du immer noch in der Wanne ? :wink:

    Lass mit dem Verwöhnen noch ein bisschen für den Muttertag übrig :lol:

    Wie gehts deinen Kindern denn ? Und ganz wichtig wie geht es DIR ?
    Ich hatte übrigens mein Beratungsgespräch mit der Anwältin.
    Komischer Weise hat sie mir eigentlich nicht nur Antworten geben können, die ich hören wollte,aber auch sie hat mir Mut gemacht den Weg weiterzugehen, und es hat sooo gut getan.
    Ich hab so viel für ihn gemacht, auch viele Gespräche mit dieser Beratungsstelle oder jener, mit dem Arzt, oder mit den Therapeuten, aber ich hab mich danach nie gut gefühlt. Es blieb immer ein Stück Leere, ein Stück Hoffnungslosigkeit da.
    Aber jetzt, seid dem es mal um mich geht, ist es als wenn einer dir frischen Wind zubläst, in das erhitzte Gesicht. Und das tut richtig gut.
    Liebe Nanni, ich hoffe, Du hast auch grad eine schöne Phase.

    Manchmal kommt es mir so vor, als wenn wir auf ner Wippe sitzen: eine ist grad mal weiter oben :lol: , und die anderen mal weiter unten :( .
    Wenn wir beide mal in der Mitte mal sind, ...tja was dann :roll:
    Kannst Dir ja mal was überlegen.

    nici

    Zitat von Honey111

    Hast du manchmal auch das Gefühl das du alles schuld wärst und das es vielleicht gar nicht so schlimm war mit dem Alk und Kiffen???

    Bin ich etwa das Problem?

    Hallo ihr Lieben,

    Ja Honey111,

    ich kenn das Gefühl auch. Am Anfang wollte ich ja auch nicht gleich der Spielverderber sein, und nicht so spiessig.
    Selbst jetzt denk ich manchmal "waren vielleicht doch nur 2 Bier??"
    aber dann holt mich die Realität schnell zurück, und ich seh : andere finden es auch zuviel.
    Und seh ich, nein. Klar andere Papas trinken auch mal einen zuviel, aber wie oft kommt das vor ? Und ich mag auch mal gern was trinken, kann aber danach immer noch sprechen, und wann kommt das vor . Mal bei nem Geb. oder wenn man alle paar Wochen mal mit Freundinnen zusammen ist.
    Aber er hat sich komplett isoliert, er hat kaum noch Kontakt zu Freunde. Und das ist nicht meine Schuld.
    Auch das sch... Kiffen, es isoliert den Menschen. Vielleicht war es noch ganz cool als Teenni, als gemeinsschaftlich ein Joint rumging, ok hab sie es machen lassen, aber jetzt ?? Als Familienpapa ?

    Und was geht in seinem Kopf rum, dass er sich allein berauscht, egal wie.
    Nee, ich übertreib bestimmt nicht. Das hat mit geselligem, harmlosen Trinkverhalten nichts mehr zu tun.

    Hallo Monty,
    dass ich hier neu bin, heisst nicht, dass ich nicht schon lange dran rumnage :wink:
    Zum ersten Mal auffällig wurde mir sein Trinken vor 14 Jahren,
    und auch beim Vater haben den Alk mit seinem Nachwirkungen erleben müssen. Und ihn beim 30jahre langen Sterben begleitet.
    Ich kenn schon viele Fasetten, glaub mir.

    Und an meinem Co-Abhängigkeit hab ich auch schon früher gearbeitet.
    Aber nicht so konsequent, wie ich jetzt mache.
    Das verdank ich meinen Kindern. :)
    Meine 2 Süßen sind langsam groß, merken mehr, lassen sich nichts vormachen, und werden selbstständiger , genau das was bei meinem Mann nicht mehr ist.
    Und ich wollte nur 2 Kinder, keine 3 !!!!
    So eine Kindheit, wie sie meine gerade haben, wollt und will ich auch nicht für sie.
    Dank für eure Unterstützung, unser Geschichten ähneln doch sehr,
    und die Fehler, die ich bei euch entdecke, sind erschreckender Weise,
    meist auch Meine.

    nici

    Liebe Melanie,

    schön dass ich Dich ein Stück weiterbringen konnte.

    Auch war krank und bin dem Teufel nochmal von der Schippe gesprungen. :wink:
    Und das mit deinem Kleinen wird schon werden.

    Ansonsten viele knallbunte Stunden, ...

    Gruss, nici

    Liebe Monty,

    sei nicht traurig und enttäuscht,

    es war nicht DIE Wohnung, in die Du Dich verliebt hast,
    es war eine davon, in die Du Dich hättest verlieben können.

    es ist auch nicht DER Job, der der einzig Richtige ist,
    es hätte einer der richtigen Jobs sein können.

    Sie hätten eine super Vermieterin oder Mitarbeiterin bekommen können,
    was solls sie werden es vielleicht nie erfahren.
    Sie haben Pech gehabt. Und Du hast wieder eine neue Chance.

    Sch...? drauf. Pack die Würfel ein, und lass sie neu fallen.
    Ich wünsch Dir viel Kraft, und die Info " sie waren halt Deiner nicht Wert"

    nici