Beiträge von n i c i

    Hallo Anna,

    dein Freund provoziert dich ganz schön, aber glaub mir, jede Provokation von ihm, zeigt doch nur wie hilflos ER doch is, auch wenn wir uns so fühlen.
    Es ist keine Stärke von ihm, sondern seine Schwäche.
    Und wenn deine Freunde so weit weg wohnen, nimm dir doch das Ziel vor, bei deinem nächsten freien WE welche einzuladen. Deinen eigenen Bereich hast du ja.
    Richte nen Übernachtungsplatz her, überleg dir was du kochst, etc.
    Und immer wenn er wieder stichelt, dreh dich weg, und denk an "...nee, ich grill doch lieber mit dem Besuch.." oder etwas ähnliches.
    Verbring deine Zeit damit, versuch deine Gedanken dahin zu lenken, zu überlegen, wen kann ich einladen.
    Oder fahr Freunde besuchen. Klar kann das nicht jede Woche sein (Entfernung), aber es könnte ein Highlight (vielleicht nächten Monat) sein,
    auf das du dich einfach freust.
    Und um das geht es doch, für UNS was Schönes finden.
    Bist du sportlich ? Dann informier dich über Vereine, ...
    Ich weiss es ist nicht so einfach, wie ich es aufzähl, aber vor leuter Haken schlagen, komm nicht ab vom "deinem" Weg.
    Du schaffst das schon, :wink:
    Hast du dir mal überlegt, ob du deine Wohnung vielleicht verkaufst oder vermietest ?
    nici

    Zitat von Nanni

    Hallo nici,
    Bin ja schon viele Jahre raus und habe da auch ganz schön Angst.


    GuMo Nanni,
    dito. mir geht es nicht anderst ( 15 J. aus meinem Job) . Und ich oft so gelähmt, manchmal auch voller Tatendrang, dann platzt wieder eine Bombe und schmeisst ein zurück.
    Aber auch das, denk ich, bringt mich ein Stück weiter.
    Nachher hab ich ein Beratungsgespräch, und ich weiss nicht, ob es schwarz bringt ( eine Neue in der Frauenarmut ), oder weiss ( es gibt doch noch Wege aus dem ganzen Dilemma ).
    Und davor hab ich ein bisschen Bammel.
    Aber mittlerweile denk ich, lieber arm und Ruhe, als versorgt sein, und nicht wissen, ob er wieder einen Ausraster hat, ob die Kinder nicht noch mehr leiden, oder er sich sogar umbringt.
    "du weisst schon ganz genau wo du hin willst..."
    Nein, Nanni ich weiss auch noch nicht wo ich hin will, oder wo es hingeht,
    aber ich weiss so geht es nicht mehr.
    Hab aber auch 14 Jahre gebraucht :oops::cry:
    Ich bewundere dich, denn du hast den Nagel auf den Punkt getroffen : SELBSTSTÄNDIG werden, oh Nanni genau das is es.
    Egal wie unterschiedlich unsere Wege auch sind, wir müssen selbstständig werden, wieder unser Leben in die eigene Hände nehmen.
    Und wir schaffen es ! Und wenn´s ein bisschen dauert, und wir vielleicht auch ein Stück rückwärts laufen. Meinst nicht.
    Meld dich mal. nici

    Zitat von Monty


    diese Tage denke ich, hat hier wohl jeder von uns und diese Tage sind wenn auch schwer total wichtig...denn sie führen uns zu uns selber.


    Hallo Nanni, ich bin´s schon wieder.
    was da Monty gesagt hat treffen den Punkt. Und manchmal sind es auch nur Stunden, ein kurzes Gefühl. Aber genau das ist es doch, was uns zum Grübeln bringt, und wir LERNEN.

    Übrigens find ich Monty´s Beiträge eh meist gut.

    Hallo Monty, falls du das liest - Danke - für viele deiner Gedanken.

    nici

    Hallo Nanni,

    ich frag mich auch woher meiner innere Ruhe gerade kommt.
    Ja, er wohnt noch hier.
    Und dachte erst, war ich unkosequent ? Und wollte erst hart mit mir ins Gericht gehen.
    Und dachte ich : NEIN. Du hast ihm angedroht, dass er immer wieder an denen Tagen rausfliegt, in denen er betrunken nach Hause kommt.
    Und das hab ich getan. Und klar das Zeichen gesetzt, beim nächsten Mal wieder.
    Und genau das werde ich tun.
    Hab ich versagt? Ich denke: nein.
    Ich bin nicht in mein Co-Schema gefallen, sonder ich hab mein Ziel klar vor Augen - keine Alkohol-Disaster mehr.
    Ob mit , oder ohne ihn wird die Zukunft zeigen.
    Und ich will das nicht mehr zu MEINEM Thema machen.
    Ich nütze die Zeit um mich unabhängig so gut es geht auf meine Füße zu stellen.
    Für eine Zukunft mit meinen Kindern.
    Und wenn er will (kann) darf er dabei sein.
    Wenn nicht, muss ich trotzdem vorwerts schauen. Es wird schwer genug, und wird mich bestimmt viel Kraft und Tränen kosten, da hab ich garkeine Zeit mehr für IHN :wink:
    Und das ist es wahrscheinlich - ich mein meine innere Ruhe - das ich jetzt weiß worauf es gerade ankommt - das ich ein ANDERES Ziel vor Augen hab.
    Liebe Nanni,
    wir sind doch Frauen, die uns so viel für wen auch immer eingesetzt haben, haben jahrelang uns bei Plan A aufgehalten (Wie regel ich das heute, wir reagier darauf,...)
    ich will mit meiner verbleibenden Kraft mich jetzt Plan B ( ICH + Kinder) einsetzen.
    Müsste doch irgenwie zu schaffen sein, oder :D:wink::wink:

    Zitat von Merlina


    und erstmal ganz bewußt abgecheckt ob er beide Eltern hat, gesund ist, Arbeit hat, nicht trinkt usw....muß ich aber erstmal "gesünder wahrnehmen" lernen ...nur wie?

    Hallo Anna,

    oh gott wie du mir ähnelst, ich hab bei unserem Kennenlernen, die gleichen checks gemacht, ich war eine totale zickige ziege, "ne will nicht,.. ne, find ich blöd..ne, is nicht mein Problem.." Ich hatte nen Frust von den letzten Beziehungen. Und ER hats halt abgekriegt.
    und dachte mir, wenn er dich so annimmt, auch wenn du mal zickig bist, wenn du dein ego mal raushängst, dann ist es mal zur abwechslung der Richtige.
    "gesünder wahrnehmen"??? die Frage kann ich leider noch nicht richtig beantworten... das ist doch wieder die Sache mit dem "Frosch" erstmal erkennen.
    Ich versuch gerade mir den Platz der Statisten zu geben, mich da erstmal einlernen und den Posten des Hauptdarstellers in diesem Drama ganz allein IHM zu zuschreiben.
    Aber wie gesagt, leider nicht so ganz einfach, weil in diesem Drama leider die Kinder auch noch eine Rolle spielen.
    Mein letztes Statemant war : an den Abende wo du trinkst, wo ich dich betrunken abhole, kommst du nicht mehr zuhause rein.
    Und da ich ihn jetzt schon mal rausgeschmissen habe, weiss er das ich es wieder tun werde.
    Ob das auf Dauer ein Lebensmodell ist ??? Ich weiss es nicht, aber für den Fall der Fälle, werde ich mich so gut es geht vorbereiten.

    Einen schönen Sontag, liebe Anna.
    Ich freu mich, wenn ich wieder was von Dir höre.

    Gu Mo Nisa, und guMo Nanni,
    das ist hier wohl der N-Block :wink:

    mein Abend war ok. und ruhig, war auch die meiste Zeit im Geschäft. Ich hoffe ihr hattet auch einen ruhigen Abend.

    Als ich ihn abgeholt hab, hatten wir ein kurzes Gespräch, und ich sagte ich wünsche ihm von Herzen und ganz ehrlich, dass er es für sich schafft.
    Und das er "seinen" Weg geht, so wie er es haben will.

    Und das ich eingesehen habe, dass ich "meinen"Weg jetzt gehen muss.

    Er war sehr ruhig und traurig, sagte aber dass er eine Einzimmerwohng. suchen werde, und ich könnte ihn beim Urlaub stornieren, er fährt nicht mit.

    Ich sagte, ihm noch dass er wie am Tel. gesagt "..dann siehst du mich nie wieder..." nicht bringen kann, dass er eine Verantwortung gegenüber seinen Kindern hat, u. wir ja noch einiges regeln müssen.
    Gemeinsam regeln. Weil er bei den ganzen Streitigkeiten an nichts anderes mehr denkt als an sich und den alk, wer ihm das einreden will, wer ihm das nicht gönnt,...
    Als wir dann zuhause waren, hat er mit meinem Großen gesprochen, und der und ich haben ihm gesagt, dass er hier nicht der Mensch ist, der allen egal is ...es haben sich alle Sorgen gemacht, einige sind durch die Nacht gefahren und haben ihn gesucht...
    und dass er nicht "alles falsch macht", sondern alle nur das Trinken stört,
    dass ihn keiner "loswerden will", sondern wir mit den Situationen, den Beleidigungen, die er macht wenn er betrunken ist, nicht mehr zurecht kommen.
    Und uns ein Zusammenleben mit ihm so nicht möglich ist.
    Es tat ihm sehr leid. und er wolle das uns nie mehr antun.

    Mein Sohn meinte, wenn er halt trinken muss, solle er es halt nicht zuhause tun, .. UND ICH DACHTE NUR; WEISS ER DES IN DEM ZUSTAND DANN NOCH ?
    Und er sagte zu seinem Papa, er müsse sich Hilfe holen, mit dem Therapeuten Kontakt aufnehmen, was er immer noch nicht erledigt hat.
    Mein Mann sagte dann "ja, das kann ich tun" UND ICH DACHTE NUR, WAS HEISST HIER "KANN ICH TUN"???? :evil:
    "ich werde bestimmt kein Heiliger!" SO WILL ER VON VORNEREIN DAS KLEINE FENSTER " ALKOHOL" AUFHALTEN. :twisted:
    Er hat noch garnichts begriffen, und irgenwie kam bei mir ein beruhigendes Gefühl auf, weil ich zum ersten merkte...
    ja, jetzt ist der Punkt, um ihn in Frieden gehen zu lassen,..
    ja, jetzt ist der Punkt, um neu anzufangen,
    Jetzt ist der Punkt um MEIN Leben anzugehen.

    Ich weiss, es ist nur WIEDER eine Phase des Einsehens bei ihm, bis zum nächsten Absturz. Ich denke der kommt so in 3 - 7 Tagen (länger hat er es schon sseid Jahren nicht ausgehalten). Macht es mir Angst? - Komischer Weise nicht. - Und ich bin darüber auch überrascht.
    Ich sagte ihm, wenn ich ihn nochmal abhole und er hat was getrunken, geht die gleiche Prozedur wieder los für ihn... Rausschmiss !
    Nur mit dem Unterschied, dass ich keinem was sage, sodass ihn keiner mehr sucht,und ihn keiner mehr rettet.
    Und da ich meine Drohung schon mal wahrgemacht hab, weiss er das es so sein wird.
    Und ich die komplette Rückendeckung von meiner Familie hab. Und das tut gut.
    Ich denke, er hat noch null Einsicht bezüglich der Sucht. Und auch wenn ich gesagt hab, dass dieses "ich schaff es alleine " ja seid Jahren nicht ein einziges Mal, nicht eine einzige Woche funktioniert hat, weiss ich: und er wird es noch paarmal "allein" versuchen, aber diesmal auch "ALLEIN" scheitern.
    Das einzige, was mir jetzt noch Sorgen macht, ist das die Kinder ihren Vater verständlicherweise nicht komplett am Boden, nicht verletzt liegen sehen möchten. Es sind halt auch kleine Co´s.
    Und diesen Abstand Ihnen beizubringen, bedarfs bestimmt noch viele Enttäuschungen, viele aufgegebene Hoffnungen, viele nicht eingehaltene Versprechungen... aber das kann ich nicht alles auf meinen Rücken nehmen, und ich weiss... DARAN WIRD ER SCHON ARBEITEN...
    Also liebe Mädels ,
    ich würd euch gern ein paar Funken von meiner inneren Ruhe schicken,
    danke, dass es euch gibt.
    Ich wünsche euch und euren Kindern, ob sie gross oder klein sind einen schönen 1 Mai. :D:D:D
    Drück euch,
    nici

    Hallo Nisa.K.,

    Ja ich hab gerade geruht. Aber gehts mir besser ? Ich glaub nicht. Er hat angerufen, und will das Auti holen und sich von den KIndern verarbschieden.
    Nur die sind nicht da.
    Mal sehen was gleich passiert. Hast Recht Nisa, man kann dem garnicht aus dem Weg gehen.
    Und das macht ein mürbe.

    Drück dich auch.
    Wir versuchen trotz allem es uns und den Kindern schön zu machen,
    und wenns nur ein bisschen ist.
    ok?!
    :D

    Zitat von Nanni

    Ich drück Dich mal ganz dolle, Kopf hoch
    Nanni


    das tut wirklich gut, deine lieben Worte zu hören Nanni.
    Ich hab beschlossen , dass ich nach dem Essen mit den Kindern mich erstmal hinlege, weisst ja hatte nicht viel Schlaf. Bin auch irgendwie ganz wackelig. Und dann ...? Ich denk er wird heut mittag anrufen, wie es weiter gehen soll, und ich werde ihn wohl reinlassen müssen, seine Sachen holen. Ich hoffe das geht schnell und schmerzlos über die Bühne.
    Dann geh ich ins Geschäft, kann jetzt nicht meine 400 Mäuse riskieren.
    Mein Mann hat ausser seinem Bruder und mich eigentl. keinen mehr (Freundeskreis hat er erfolgrecih reduziert) und von da her wird er noch paarmal auftauchen.
    Vielleicht wäre es auch sinnvoll Nägel mit Köpfen zu machen, er bleibt hier bis er eine Wohnung/Zimmer hat, das finanzielle regeln. einfach ein sauberer Abschluss. Aber sauber läuft es sicher nicht mit den Aussetzern.

    Hallo liebe Nanni,

    mir gehr es grad ziemlich besch. Ich hab meiner Familie erzählt, dass ich ihn rausgeschmissen hab. Und nach eine Phase der Berühigung, wollten sie ihn suchen. Nicht um ihn wider heim zu bringen - das war klar - sondern um ihn mit zu sich zu nehmen.
    Sie haben ihn nicht gefunden, und machen sich große Sorgen, dass er sich was antut. - Und ich ? Machte ich mir Sorgen ? Irgenwie nein, weil ich so einen Zorn hatte - und irgendwie ja ( wenn was passiert, kann ich meine unterlassene Hilfeleistung den Kindern/mir gegenüber rechtfertigen ???)
    na dann kam, was ich befürchtete oder hoffte - oder Angst davor hatte, er rief so um 1 an.
    Ich tel. dann mit einem aus der Familie, und wir kamen zum Entschluss, dass ich ihn hole, aber nicht nach Hause bring, sondern zu seinem Bruder oder ins KKH.
    Auf der Fahrt hab ich mir gedacht, nein, zum Bruder darf ich ihn nicht bringen, dann hat er bloss wieder neue Co´s.
    Und so hab ich ihn ins KKH gefahren, und gesagt, dass wir uns alle Sorgen machen dass er sich was antut.
    Dann kam Tropf, Blutabnahme, .. und Gespräch.
    Nachdem er weder in die Psychatrie wollte ( lallend : ich hab kein Alk-Problem ) und auch nicht die Nacht voll da bleiben wollte. Und die Ärztin gemeint hat, dass er wohl nicht freiwillig da bleibt, und jetzt keine Suizidgedanken mehr hätte, solle ich ihn wieder mit heim nehmen.
    Ihn aber nicht alleine lassen. :twisted::cry::shock::evil:
    Heut morgen hab ich ihn absichtl. verpennen lassen, ich dachte nur :
    du kannst das alleine regeln, dann REGEL.
    Dann klingelte es an der Tür, und meine Schw. hat die 2 Taschen, die ihm angeblich heut Nacht geklaut wurden vorbei gebracht. Hat er im Suff einfach stehen lassen.
    Sie hat ihm und mir auch angeboten, dass er die nächsten 2 Tage bei ihnen schlafen kann. Und ich hab gesagt, dass ich es für keine gute Idee halt, wenn er nach dieser Nacht heut bei mir und den Kindern ist.

    Ich hab so eine Scheiss-Wut , auf MICH, auf die Ärztin, auf die ganze Situation.
    Ich weiss viele Foris kenne diese Situation sehr gut, hätte ich was anders machen sollen ? war ich inkonsequent ? Warum hat die Ärztin wieder mir den schwarzen / blauen Peter wiede zugespielt.

    Hallo Stella,

    nach meinem Ultimatum, hat er sich zwar da gemeldet, aber es wurde kein passender Termin gefunden und er wollte es erstmal mit der Arbeit abklären und sich dann wieder melden.
    Tja, da ist jetzt auch wieder 2 Tage her.
    und jetzt was tun :roll:
    er : mal abwarten, ob sie sich beruhigt hat, und ich es unter tisch fallenlassen kann...
    ich : ihn daran erinnern ? nein, er muss allein darauf kommen.
    er : sie sieht ja - ich bin bemüht ( mittlerweile 7 Tage ohne Alk )
    ich : hab keine Hoffnung - der nächste Absturz kommt bestimmt - und dann kommt, was angekündigt war - er geht.

    liebe Stella, ich bin dran an MIR zu arbeiten, so wie wir alle co´s , aber es gibt so viel an das ich grad denken/arbeiten muss... Bewerbungen, Geld, Kinder, und dann noch die gut-gemeinten Nachfragen der Familie.
    Is ja lieb gemeint, aber ich komm so gedanklich garnicht weg von ihm,
    verstehtst du das.
    Und ich muss mit dem Sch--selbstmitleid aufhören, bin ja selber schuld.
    Aber heut ist nicht wirklich mein Tag.
    sorry nici

    Ach Nanni,

    als ich bei einem Therapeuten für Alki´s war, und erzählte, dass mein Mann die andere Therapie abgebrochen hat, hat er nur gemeint..
    es ist schade, weil es zeigt ja, dass er Hilfe will. Und seine Kollegin eigentlich einen Kunstfehler begonnen hat, indem sie bei der ganzen Zeit die Sucht aussen vorgelassen hat.
    Es ist eigentl. der Fehler seiner Kollegin gewesen, aber mein Mann das jetzt wieder mehr auf seinem Konto "hab ich nicht geschafft" hat.
    Obwohl es nicht sein Fehler war.
    Und ich bins leid, zu fragen ob jetzt die Depression, oder der Alkohol zuerst da waren.
    Macht für mich und die Kinder nicht wirklich einen Unterschied.

    Liebe Grüße, nici

    Zitat von Nanni


    Du bist ja schon richtig aktiv geworden. Super! Da kannst Du stolz auf Dich sein.


    hi Nanni,

    vorher hab ich mir hier den ganzen frust runter geschrieben - und dass war es weg - und nochmal schreiben wollt ich nicht. war vielleicht gut so.

    stolz ??? nein, ich fühl mich eher wie ein Versager, wie ein Verlierer.
    Zwischen dem ganzen schwarz und weiss - fühl ich mich eher wie eine graue, hilflose Maus. :oops::cry:
    Ich hab in diesem Forum schon vor Jahren gelesen, und hab gedacht : tja, das weiss doch alles, mit dem co, was zu tun und zu lassen ist,

    und jetzt muss ich feststellen, ICH HABS TROTZDEM GETAN !

    Schön blöd, gell.
    Vielleicht, weil ich immer an IHM und nie an MIR gearbeitet habe.
    is aber garnicht so einfach, wie du selber weisst.

    Ja liebe Merlina,

    und was die Sache echt schlimm macht, dass man einen "erkrankten" Mitarbeiter auch aus dem "Kranken"haus so fristlos entlässt.
    Ich mein, ohne sie mit einer Heilung /Therapie vor eine Entscheidung zu stellen.
    Oder vieleicht lief sowas ja im Vorfeld, und du hast es einfach nicht mitbekommen.
    Alkoholismus ist doch eine anerkannte Erkrankung, oder etwa nicht ?
    Und das du es als Einzige nicht gemerkt hast, tja war mir klar.
    Hätte ich auch nicht, oder vielleicht wollen wir es nicht. Weil wir immer nett, und hlfsbereit sind. :x
    Meine Eltern haben mir mal vorgeworfen, ich hätte ein "Kummerkasten"-Syndrom, alle geplagten und unterdrückten Existenzen melden sich bei mir.
    Vielleicht hatten sie Recht, ich mein, ich bin nicht durch die Welt gezogen und hab gesagt " Hast ein Problem ? Gut. Dann komm mit !"
    Aber ich glaub, andere hätten eine gesunde Portion Egoismus gehabt, um zu sagen, "es ist doch nicht mein Problem" " damit will ich nichts zu tun haben" und wären auf Abstand gegangen.
    So wie deine anderen Kolleginnen. Wir findens "gemein" so denen, und die sind nicht "CO"!
    Siehst du Parallelen ?

    Ganz liebe Grüße, nici

    GuMo Nanni,

    bei uns in der Nähe gibt es ein Beratungsstelle für alkoholiker, da bin ich einfach hingegangen. Ich hab gesagt, wie die Situation ist, und dass ich mir Sorgen machen um die Kinder.
    Sie haben mir ein Einzelgespräch für die Kinder empfohlen, und die Kinder wurde auch über die Kindergruppe (vielleicht was für deinen /dir Kleine ) informiert.
    Nein. Zum Arzt bin nicht vorher. Das Gespräch der Kinder und meine Beratung war kostenlos ( finanziert sich über Spenden).
    Den Kindern hat es gut getan, auch wenn mein Großer cool tut, und eigentlich mit der Sache nichts zu tun haben möchte. Er ist mir und seinem kleinen Bruder zuliebe hingegangen.
    Und sie konnten so manches da mit nehmen. Dem Kleinen hat man gesagt, dass ruhig seinen Papa ansprechen kann, und auch sagen darf "warum hast du dein Versprechen wieder nicht gehalten" oder "nein, wenn du was getrunken hast, will ich nicht mit dir reden".
    Ich habe meinem Mann auch von den Gesprächen erzählt, auch um ihm zu zeigen : WIR haben sehr wohl ein Problem damit.
    Und dem Großen hats gezeigt, dass es ein Problem/eine Krankheit ist, die man angehen kann. Die auch andere haben. Und nicht nur wir, nicht nur unsere Familie hat.
    Das man auch offen darüber reden kann, und wenn es nur dort ist.
    Manchmal fühl ich mich wie gelähmt, und ich beneide hier die im Forum, die "nur" mit dem erkrankten Partner zu tun haben, und ich denk, die habens doch leichter.
    Auf der anderen Seite, denk ich, es belastet sie nicht weniger als uns Mütter/Väter. Wie stark ist doch die Co-Abhängigkeit.
    Und vielleicht schöpfen wir ja Kraft aus unseren Kinder, weil wir sie einfach für sie haben müssen.
    Liebe Nanni, das elternl. Vorbild, dass ihnen Stärke mit auf den Weg gibt, müssen wir doppelt an den Tag legen.
    Und mir geht es nicht anders wie dir wahrscheinlich, manchmal reicht die Kraft nicht mal für ein selber, stimmts ?
    Ich freu mich wieder von dir zu hören, und wünsch einen schönen Tag. :D

    hi Nanni,
    mmh? wie benehmen sich die kinder ? der Große (15) versucht seinen vater zu erziehen, der Kleine (13) hat ih bisher immer in Schutz genommen (schimpft nicht immer mit ihm). wohl gemerkt im akut Fall.
    Der letzte Aussetzer von meinem Mann war für die Kinder so heftig wie noch nie..
    Papa is besoffen, Papa knallt dauernd um, Papa hat Blut im Gesicht, er ist wieder hingefallen.

    Dann kam meine Koffer-Pack-Aktion, er hatte einen Tag später wieder ein schlechtes Gewissen, und wollte von mir eine letzte Chance.
    Und weil mein Großer da dabei war, gab ich sie ihm.
    Ich sagte, die letzte Chance die er hat, ist sich einen Termin bei den Therapeuten der AAs zu machen, und hab ihn gleich da hingefahren...etc.

    Komischer Weise sind die Kinder am nächsten Tag gleich wieder normal zu ihm, während mir der Schock noch in den Knochen hockt.
    Aber so sind glaub die meisten Kinder : im HEUTE, nicht im MORGEN.

    Die Kinder hab ich zu einer Therapeutin gebracht, die speziell auf Kinder von Alk´s eingeht. Ich wollte ihnen einfach die Möglichkeit geben, sich jemand anderen anzuvertrauern, weil ich auch nicht genau weiss, ob sie mir ihre Ängste verheimlichen, um mich zu schützen, um mich nicht noch mehr zu belasten.
    Da gibt s auch eine Kindergruppe, die mein "Großer" natürlich ablehnt (Pubertät), der Kleine aber mal anschauen will.
    Wichtig find ich nur: sprech mit den Kindern, auch über das Fehlverhalten von co`s. Sie verstehen mehr als man meist denkt.
    Und dass das "Helfen durch Nichthilfe" nicht heisst, dass man Papa nicht mehr lieb hat, oder haben darf.
    Wie alt sind deine Kinder ?

    Gruss nici