Beiträge von n i c i

    Ich hab gestern ein bisschen bei mir gelesen,
    da kamen mir Tränen, Lächeln und auch Erleichterung.

    Viele Stationen hab ich durchlaufen. Und ich konnte lesen, wieviel ich bereits erreicht habe.
    Das ist einem garnicht so bewusst.
    Nun hab ich nicht mehr mit Ihm zu tun, nicht mehr mit der Problematik der Alkoholsucht, oder des häuslichen Unfriedens,
    nun geht es nur noch um Mich.
    Aber was heisst hier NUR noch. Es ist gut zu wissen, dass ich mir einen Wert gebe. Mich um mich kümmern darf.
    Ich lern mich ein Stück weit neu kennen. Mit allen Höhen und Tiefen.
    Absolutes Neuland für mich.

    Danke euch für die Unterstützung, die A..tritte, die Schulterklopf, und die Äpfelchen vom Erkenntnisbaum.
    Schönen Sonntag noch.

    LG nici :wink:

    Zitat

    Der Weg aus der Abhängigkeit setzt i.d.R. auch einen Tiefpunkt (Kapitulation) voraus, aus dem man die Erkenntnis erwirbt, dass man selbst erkrankt ist, den süchtigen Partner oder Elternteil nicht retten kann.


    KAPITULTION - ein Wort, was ich sogarnicht in meinem Wortschatz haben wollte. Hab ich doch wie eine Löwin dagegen gekämpft.
    Hab alles Mögliche und Unmögliche gemacht dafür.
    Mein ganzen Leben und Streben war danach ausgerichtet, um nur das nicht zu machen > kapitulieren.
    Kapitulation setzte ich gleich mit HILFLOSIGKEIT UNFÄHIGKEIT AUFGABE,
    aber das alles war nicht ICH.
    ER war doch der Hilflose, ER war unfähig, ER gab auf.
    Und nun musste ich mir diesesn Schuh anziehen ???!!!

    Daran hatte ich sehr zu knabbern.
    Erst als ich nicht mehr anders konnte, hab ich dem Wort eine andere Bedeutung geben können :
    > EINSICHT SELBSTSCHUTZ HILFE RETTUNG
    Ich bin froh, dass ich es für mich und meine Familie erkannt habe,
    und mich so in ein gesundes Leben wagen konnte.

    Nun schau ich mit Abstand auf diesen Tiefpunkt, und es kommt mir so vor, als hätte ich jahrelang versucht ein gebrochenes Bein durch gut zureden zu heilen. Was für einen Irrsinn.
    Nun aber kann ich mein Leben "heilen", etwas was auch zu schaffen ist.
    Schön, dass ich mit diesen Schuh anziehen darf > der passt wenigstens.

    LG nici

    Zitat

    ... jeder besser weiß, wie ich
    mich den eigentlich verhalten müßte. Und das alles was ich tue, sofort in Frage gestellt wird.


    Bitte schön , Emma ! Dafür sind wir ja da. :wink:
    Denn wenn ich hier schreibe muss ich damit rechnen, dass mir andere Ihre Erfahrungsberichte mitteilen > ein Austausch stattfindet.
    Auch wenn es nicht immer das ist, was wir hören wollten!
    Aber nur das kann ich dir hier schreiben. Alles andere wäre geheuchelt.
    Und das sind ehrliche Antworten und keine Besserwisserei.

    Hilfe - Kontrolle - Frust - Leiden - Tiefpunkt - Ehrlichkeit - Schmerz - Distanz - Genesung
    das war so mein Werdegang. Sag mir Emma bei welchem Punkt bist Du ?
    Mein Empfinden bei Dir ist: Du bist im Leiden, hast deinen Tiefpunkt noch nicht erreicht und bist noch nicht soweit, die daraus erfolgte Ehrlichkeit zu sich selber zuzulassen.
    War bei mir keinen Dold anders, und du kennst meinen Thread nun auch schon ne Weile.
    Ja, es geht hier um Angehörige von Alkoholikern, aber wie Karsten bereits schrieb, um die, die für sich selbst erkannt haben, dass sie coabhängig sind und ihr Leben nicht mehr durch den Alkoholkonsum eines Partners oder Angehörigen beeinflussen lassen möchten.
    Das Du hier deine Schwerpunkte finden möchtest les ich ja, und auch das Du beginnst eigene Bereiche abzustecken,
    was mich aber dann immer wieder stuzig macht,
    ist das Du dann immer wieder mit guter Mine ins "Helfen" fällst... "ich meinen Partner ganz sicher jetzt nicht im Stich lassen.
    Wir kommen gut miteinander aus "

    Da reicht ein Spaziergang, ein leckerer Salat, und schon sprüst Du Freude aus.
    Das Du Dich entwickelst, Wissen aufnimmst hier, ok.
    Aber sag mir doch bitte nicht, dass es Dir da gut geht dabei.
    Wenn Du langsam versuchst Dich zu lösen ( nun mal egal, ob Trennung oder nicht), und dabei ehrlich die Gefühle stehen lässt ( ja, Er hat sich abends beim Essen bemüht, ich seh seinen Willen, > trau dem ganzen aber nicht/ bin auf der Hut/ versuch mir die innere Distanz zu behalten/ weiß nicht wie es mir geht damit...usw.)sehe die Sache schon anders aus.

    Bei Dir kommt dann aber meist so ein "alles-in-bester-Ordnung"feeling rüber, was ich angesichts dieser zerstörrerischen Sucht als ein falsches Signal empfinde.
    Bei mir hängt eine ganze Familie dran. Meine Kinder tragen die ganze Last ja mit. Machen den ganzen Prozess auch mit durch,
    und glaub mir, da hätte es ein nettes Abendessen nicht getan,
    wissen sie doch > es folgte auch der nächste Morgen, der dann nicht so schön war.
    Liebe Emma, Du musst dich hier nicht erklären oder die Ellenbogen rausstelln,
    aber bitte schreib die Schönwettergefühle hier mit Bedacht,
    denn bei den Lebensgeschichten, die man hier liest, wo Menschen und Familien leiden, reicht es nicht : das man ganz gut miteinander auskommt !

    LG nici

    Zurückziehen ?! Ich glaube da unterschätzt Du Emma, liebe Orlando !
    Und ich seh das nicht als "Ratschläge" sondern eher als Erfahrungsaustausch.
    Nun kann Sie mit meinen Erfahrungen etwas mitnehmen oder nicht, ganz nach Ihrem Belieben.

    Zitat

    zu 100% regenerieren und heilen können, auch wenn eine Disposition erneut zu erkranken bleibt


    ja, leider seh ich das viel zu oft.
    Nun ist auch jeder gefragt, ob er sich den Co-Sessel nun nur bequemer gestalten möchte, oder ob er ihn verlassen möchte.

    Zitat

    und ich Frage mich, weshalb wir uns dann so erschöpft und kraftlos fuehlen und oftmals aufblühen, wenn wir gewohnte Strukturen verändern?


    nun, bei mir war es nicht nur ein Aufblühen. Eher eine Berg-und-Talfahrt :cry:
    Und ja, stellenweise wär es bequemer gewesen nichts zu ändern.
    Es tat weh hinzuschauen, etwas zu ändern.
    Erschöpfung findet wohl auf dem Hin- und dem Rückweg statt.
    Nur das Aufblühen das hab ich gern mit den selbstgebastelten Schleifchen verwechselt.
    Entfernt man dieses, wenn man es will, muss man dann auspacken,
    was man hat. Und viell. nicht will.
    Um zu erkennen, welches Paket ich in Zukunft haben werde,
    komm ich nicht drumrum.
    Und Diagnosen stellen wir hier nicht, es sind lediglich Erfahrungsaustausch, den wir haben, so wie in jeder SHG.
    So seh ich das.
    LG nici

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin gerade am puzzeln : ein Stück "wieder rein ins Leben", ein Stück "nein sagen", ein Puzzleteil "Freude" " Privatleben", usw.
    Es fügt sich zusammen. Manches Teil muss erst noch gesucht werden, aber ich weiß, es wird sich finden.
    Schön zu erkennen wie das Bild langsam wird.

    Am Montag wird XY kommen, da wir einiges zu besprechen haben.
    Da wird Er wahrscheinlich noch hie und da noch paar Pfeile verschiessen wollen, aber das kann ich einfach auf mich zukommen lassen.
    Etwas, was mich gerade vor mir selbst überrascht...> auf mich zukommen lassen <
    Bis hier war es ein langer Weg für mich.
    Klar, ich werd viell. auch nicht so ruhig und geduldig reagieren, wer weiß,
    aber ich weiß dass ich für mich da bin. Mich beschütze.
    Ein verdammt gute Gefühl : MICH auf MEINER Seite zu wissen.

    Ich denke, das ist oftmals der Knackpunkt : wie können wir uns helfen, wenn wir nicht auf unserer Seite sind.
    Da hilft alles Zureden nichts.

    LG und allen ein schönes WE,
    nici :wink:

    Liebe Saskia,

    bleib auf deinem Weg, die schönen WEn werden immer mehr kommen,
    und Du wirst sehen, es geht immer besser.
    Angst wird uns noch immer wieder gegegnen, aber mit der Zeit werden wir dieser Angst auch ANDERST begegnen können.
    Sie ist auch wichtig, um nicht zu vergessen. Um dabei zu bleiben.

    LG nici :wink:

    Zitat

    doch glaubhe ich und spür, das mein Leben wieder relativ gut gelingt, kann mich über genügend schöne Momente freuen, bin zufrieden.


    Liebe Emma,
    wie oft warst Du schon an diesem Punkt ???
    Und wie oft musste wir uns dann eingestehen, dass es mal wieder nur eine kurze Zeit der Hoffnung war.
    Es ist ja dein Leben, und Du darfst Dir antun, was Du antuen willst, genauso wie Er das Recht hat.

    Zitat

    Ich kenne das Gefühl der inneren Leere nur zu gut, auch die Gründe,
    aber warum darüber weinen? Mir gehts es wesentlich besser damit, das anzunehmen, zu akzeptieren und halt so geprägt bin.
    UNd da wo Leere ist,... schafft mir einen Raum für wieder etwas Neues!


    Ja, nicht weinen, ABER es auch nicht so annehmen, wir können es ändern, > wenn wir es wollen und den Mut dazu haben.
    Raum schaffen für was Neues, Emma hast Du nun was Neues ?

    Zitat

    Ich bin ein Mensch, der sehr wenig für sich
    in Anspruch nimmt, brauche nicht viel um glücklich zu sein,...


    Genau das sollten wir ändern :
    Nun sag ich mal "ICH will das ..." oder "weil ICH das so nicht will...".
    Zuviele Jahre von meinem Leben hab ich mich hinten angestellt, meine Bedürfnisse einem anderen hintenangestellt.

    Zitat

    Aber mal ehrlich, wer weiß besser als man selbst, was man wirklich braucht? Es kann zudem sehr befriedigend sein, sich allein was gutes zu tun.


    Ich wusste es nicht. Das geb ich zu. Ich musste ( und mach es immer noch ) erstmal in mich hinein horchen: was will ich eigentlich?
    Zu groß war meine Angst vor dieser inneren Leere.
    Und ich dachte, warum klagen, ist es doch besser sich mit dem zufrieden zu geben, was man bekommen kann.
    Aber das ist es nicht. Es bedeutet nur, dass man Angst hat. Man muss sich dem halt auch stellen.
    Ist es doch viel "einfacher" sich in gewohnten Strukturen aufzuhalten,
    und damit wir uns besser fühlen, ddem ganzen ein Schleifchen "ist doch gerade so schön und entspannt" umzubinden.

    Liebe Emma, ich wünsch Dir, dass Du es schaffst, Dich NICHT mit dem Momentanen zufrieden zu geben, dass Du ruhig mal weinst und meckerst wenn Du unglücklich bist, und dass Du es Dir erlaubst, VIEL in Anspruch zu nehmen...das hast Du nämlich auch verdient, so wie wir alle.
    Wir müssen uns nicht mit den Krümeln abfinden, nee, wir dürfen auch nach dem Kuchen verlangen.

    Zitat

    Oh Mann, es wäre super schön, wenn`s weiter so entspannt zwischen uns bleiben könnte,...


    das zeigt, dass Du auch nicht glaubst, das es von langem Bestand hat.
    Sei eine Lebenskünstlerin, und leg Wert auf die Kunst deines Eigenen Lebens.
    LG nici

    Hallo liebe WL,

    na in deinem Thread hat sich ja ne Menge getan,
    > und das Erfreulichste > bei Dir ja auch.

    So klar und offen hab ich Dich hier anfangs nicht gelesen,
    das ist schon was.
    Ich denke Du bist schon auf dem richtigen Weg,
    eierst aber immer etwas auf den Nebenwegen rum, bzw. versucht welche zu finden.
    Die gibt es aber nicht ! Und nun da Du es anfängst zu sehen,
    geh diesen Weg weiter.
    Er ist zwar nicht einfach, aber das Ziel ist umso schöner :
    ein Leben in Ruhe, bei sich angekommen, mit Lebensqualität (geht auch ohne Mio.)
    Was hab ich mich verbogen um es den Kindern so einfach wie möglich zu machen, bis ich gemerkt habe : es zu machen = ist das Einfachste und Wichtigste für sie und MICH.
    Mach es, liebe WL.

    LG nici :wink:

    Lieber Thomas,

    zweifeln ist ein Akt des Überdenkens, das hat nichts mit fehlendem Rückgrad zu tun. Und aus dem Überdenken folgt dann das Handeln.
    Und auch das Zweifeln war für mich das Erste, was ich für MICH getan hab. Zum ersten Mal kam ICH in den Gedanken vor.

    Lass aus den Zweifeln die richtige Richtung wachsen,
    und wie Du selber schon gemerkt hast,
    kann diese nur getrennt gehen.

    Zitat

    Aber deutliche Worte oder überhaupt Worte kommen die in diesem Hirn noch an die richtige Adresse.


    klar, wäre es mit Ihrer Einsicht einfacher, hätte man doch das Gefühl, man zieht noch i.wie an einem Strang. Man kämpft gemeinsam.
    Aber Du weißt doch schon lange, dass das nicht mehr gegeben ist.
    Also kannst Du Dich nur für Dich und dein Kind entscheiden.
    Man kann es so stark wie möglich wollen, allein mit der Kraft des Willens könnte ich auch kein gebrochenes Bein heilen.
    Nee, da muss der/die Betroffene schon allein zum Arzt. Da hilft das ganze Wollen nicht.

    Bleibt konsequent auf deinem Weg,
    das ist etwas was Männlein und Weiblein hier tun müssen. :wink:
    LG nici

    GuMo Nancy,

    und schon wieder hast Du eine Etappe gemeistert. Siehste.
    Klappt doch.
    Bist schon wieder nach By unterwegs, wow.
    Sag mal lässt Du Dir die Fäden auf dem Bahnsteig ziehen :shock:
    Viell. solltest Du dein Arbeitskonzept "Mz-By" mal gründlich überlegen, wirst ja nicht jünger. Und das kann ja kein Dauerzustand sein.
    Klar ich versteh, wenn Du die Nähe zu deiner Tochter suchst.
    Aber Sie ist doch in einem Alter, wo andere Lösungen viell. auch noch in Frage kommen.
    Und auch, wenn da nicht auf deine Wünsche und Bedürfnisse reagiert wird,
    reagier DU wenigstens drauf.
    Dein Körper will das ja auch nicht mehr, oder ?!!
    Ich bin ja schon ein Hamster im Rad, aber DU, Du hast gleich zwei Räder,tztztz

    Drück Dich mal ganz doll,
    oder besser schüttel Dich mal :wink:
    LG nici

    GuMo an alle,

    die letzten Tage waren gut. Ich bin zwei Freundinnen unterwegs gewesen und es tat gut. Klar unsicher bin ich hier und da schon noch, aber ich spür: ich bin auf dem richtigen Weg.
    Ich muss ja das gelernte (>"nein"sagen) ja auch schließlich mal umsetzen.
    Dieses Problem hat meine Freundin auch, und das so ganz ohne Co.
    Auch im Geschäft hab ich die Ellenbogen gezeigt, und nach anfänglichem Missmut der anderen- siehe da :ich habs überlebt.

    Nun hab ich ca. 10 Tage noch Arbeitsstress vor mir, und dann erstmal frei, hurra. Ich wollte ein paar Tage mit den Kindern wegfahren, aber ob das klappt, steht noch in den Sternen.
    Egal, wird schon finanziell wieder besser werden, es fehlt uns ja an nichts.
    Nur das entsprechende Sommerwetter.

    Alles im Fluss, und ich versuch wieder etwas von der to-do-Liste anzugehn. Ich bin froh, dass ich da über die erste emotionale Schiene rüber bin.
    Nun im zweiten Teil geht es wirklich um mich. Wie ich mich fühle und erfahre. Und Erfahrungen sammle ich nun erstmal mit mir.
    Aber ich weiß, auf was es ankommt, und beginne mir zu vertrauen.

    XY versucht da immernoch was ins Feuer zu schmeissen,
    aber ich kann dem ganz gut begegnen. Klar, mal mit mehr Schmackes,
    aber schon mit dem richtigen Ziel im Visier.

    So, das wars von mir,
    und eigentlich ganz schön, nichts neues zu haben :wink:
    LG nici

    Oh, da haben wir gerade aneinander vorbei geschrieben, was :wink:

    Das mit deinem Sohn wird schon. Sie sind ja nicht mehr so klein, dass sie nicht verstehen können.

    Zitat

    Wenn er dann wieder einen guten Tag mit seinem Vater hatte, sieht er alles nicht mehr als so schlimm an.


    Sag ihm, dass es genau das ist, warum Du es solange mitgemacht hast. Dir ging es da nicht viel anders : man steht zwischen "hoffen" und "bangen", jahrelang.
    Bis man merkt, das sich an diesem Wechselspiel nichts ändert, nur dass man daran selber kaputt geht.
    Je mehr Du ihm erklärst, desto mehr wird Er verstehen, wirst sehen.

    Uns geht es doch auch nicht anders, wir wollen auch nicht belogen werden .

    Ja, das vesteh ich ganz gut.
    Und ich hab ja genauso gehandelt wie Du. :roll:
    Ich will dich nun ja auch nicht einbremsen, denke du bist auf dem richtigen Weg.
    Aber dieses "wege aufzeigen" kostet auch Kraft, liebe WL.
    Kraft, die Du selber brauchen kannst.
    Das glaub ich Dir, dass Du das Bestmögliche tust, um diese Zeit zu überstehen....aber es geht nicht ums Überstehen, es geht um deine Rettung und dafür ist Distanz sehr sehr wichtig.
    Ich mein damit nicht unbedingt die räumliche, nein > die emotionale.
    Denn so wie ein Alkoholiker nicht trocken wird, wenn Er die ganze Zeit ne Flasche vor Augen hat, so wird es für Dich schwieriger, wenn Du dich i.wie trotzdem mit ihm und seinem Problem befasst, nunmal egal in welcher Form.
    Ich weiß DU fühlst dich hin- und her-gerissen, stimmts ?!
    Deshalb versuch bei Dir zu bleiben.
    Wenn Er Hilfe sehen möchte, sieht Er sie.
    Sag ihm dass Du hingehst und nun was für Dich tust,
    dass Du auch in Zukunft wenn z.B. dein Sohn fragt was los ist, sagst, was ist.
    Das dich diese ganze Lügereien und Heimlichkeiten zu sehr belasten und Du das nicht mehr haben möchtest.
    Und bleib dann konsequent.

    Ich wünsch Dir ganz viel Stärke und Kraft,
    es lohnt sich, LG nici

    Zitat

    Bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich begriffen habe.
    Die Zeit gestehe ich meinem Sohn auch zu.
    Vielleicht ist es ein Fehler gewesen, ihn immer zu schützen, aber er lebt sein eigenes Leben und dass er jetzt so langsam aus allen Wolken fällt, ist verständlich, er nuss auch erstmal lernen, das zu begreifen.


    Hallo WL,
    wenn Du ihn immer beschützt, gestehst Du ihm seine Zeit nicht zu - Du verlängerst das Ganze.
    Klar fällt Er aus allen Wolken, wenn vorher was anderes gespielt wurde.
    Schau mal, dein Sohn ist doch älter wie meine Söhne (z.Z. der Trennung 13/15), sie verstehen viel mehr als man denkt.
    Und für vieles war es dann für sie auch eine Erleichterung, die Wahrheit zu erfahren. "Mama, jetzt versteh ich warum Du....." "warum Er immer...." .
    Sie haben sich da ihre eigene Gedanken gesponnen, die oftmals mit Schuldgefühlen einhergingen.
    Klar, will man seine Eltern immer beieinander sehen, will von Problemen nichts wissen. Erklär ihm, dass es mit seinem Verhältnis zur Dir wie auch zu ihm nichts zu tun hat.
    Du ihm keine Partnerschaft vorschreibst, Du die deine aber auch alleine regeln möchtest.
    Erzähl ihm doch von der SHG, vielleicht möchte dein Sohn ja mal mit.

    Ach ja, wenn Du für DICH Hilfe finden konntest, super.
    Aber wenn Du ( ich kann ihm nur Wege aufzeigen ) nur vorgehen möchtest, mach Dir keine große Hoffnungen. Machs für DICH.
    Ich bin von der Familienfürsorge, zum Arzt, zur Suchtberatung, zur Gruppe, zur Therapeutin, ...nur beim Arzt bzw. bei der Therapeutin hat Er seine Zeit abgesessen, um dann später daheim erstmal einen zu trinken.
    Hoffnung darfst Dir aber wegen DIR machen,
    schön, dass Du da an Dir arbeitest.
    Aber deinen Sohn bitte nicht in Watte packen, hab ich auch lange gemacht,
    gemeint sie bekommen nichts mit, aber sie merken immer, wenn was nicht stimmt, da ist es ganz wichtig : ehrlich sein, auch wenn es weh tut.
    Und so kann Er sich ein ehrliches Bild machen und ist nicht mehr hin und her gerissen.
    Lg nici :wink:

    Zitat

    Ich will ihn auch möglichst nicht damit belasten...


    genauso ging es mir auch. Und so hab ich vieles verdeckt, kaschiert, erklärt.
    Und dabei hab ich genau dieses "hin- und her" bei den Jungs erst geschürrt.
    Erst als sie es selber wahrgenommen haben, ungeschönt, so wie ER nun mal drauf war, haben sie es verstanden.
    Haben ihre Erfahrung gemacht um es dann auch als Krankheit anzusehen.
    Sie haben auch gern in mir die Schuldige gesehen, um ihm nicht die Schuld geben zu müssen.
    Nun da sie gesehen haben, dass es keinerlei Unterschied macht, was ich mach oder nicht - Er trank, haben sie es als seine Sucht erkannt.

    LG nici :wink: