Beiträge von n i c i

    Liebe Antilope,

    es kommt, wie es kommt.
    Ich bin anfangs gerannt, ich brauchte die großen Schritte,
    um schnell eine Distanz für mich auszubauen und als Schutz für die Kinder.
    Nun kann ich aus sicherer Distanz die kleinen intensiven Schritte erfahren und bewußt machen.
    Wie Du deinen Weg beschreitest ist egal, wichtig ist auf dem Weg zu sein.
    Für warst Du es schon lange, vielleicht auch unbewusst,
    aber das es so gekommen ist, ist nicht seinem Verhalten zuzuschreiben,
    sondern deinem. Und es kam auch nicht von alleine, sondern es kam durch Dich und deinen Willen zu leben.
    Nun kommt das Freiheitsgefühl, aber gepaart mit etwas Trauer,
    auch das ist ok und gehört zu diesem Prozess dazu.
    Wir müssen etwas loslassen um etwas anderes festzuhalten : unser Leben.
    Etwas, was man nicht im Zweierpack neu kaufen kann.
    Und die Normalität wird nun so aussehen, wir dürfen uns um das nun kümmern.
    Ja, ich seh es auch positiv, kennen wir ja schon die andere Seite.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    GuMo an alle,

    ja Monty und Aurora, ach wenn ihr einen günstigen Platz kennt in Berlin, komm ich im August zu euch zum Kaffeschlürfen...grins.
    Ja, liebe Nancy, "Schritt für Schritt" mein Rennen leg ich langsam ab.
    Am WE bin ich nun Tanzen gewesen. Es war einfach super.
    Ich hab mich gespürt und ich hab mich sauwohl gefühlt.
    Auch die ständigen Thematas bezüglich des Alk-Pegels anderer waren so weit weg.
    Es tut gut, sich mit diesem Thema nicht mehr auseinander setzen zu müssen.
    Ich konnte einfach das Tanzen und die Musik geniesen.
    Was ich auch bemerke, dass ich ausser meinem XY noch sehr viel mehr Gegenstücke hatte, die ich mit meinem Co bedient habe.
    Denen geb ich nun einem nach dem anderen den Platz, den sie haben sollten > ins Abseids.
    Ich konzentrier mich auf mich. Damit hab ich gerade genug zu tun :oops:
    aber ich freu mich auch auf mein neues Ich.
    Viele werd ich vor den Kopf stossen, aber mir ist mein Schädel nunmal wichtiger.
    Auch ich versuch mir nun die Pralinen zu picken, und lass die Probleme denen, die sie haben.
    Werd ich nun gefühlskalt ? nee, aber ich geb nun den meinen auch einen Platz.
    Etwas was für mich früher als egoistisch galt, rückt nun ins rechte Licht.
    Unsicher bin stellenweise immer noch, aber das will ich auch garnicht überspielen, oder davon ablenken. Ich will es auch annehmen können und daran mich erkennen und finden.
    Schon komisch, konnte ich doch so schnell immer andere Menschen analysieren, und wusste dabei jahrelang nicht, wer ich bin.
    Jetzt bin ich in der Kennenlernphase, alles gefällt mir noch nicht,
    aber es tut ach gut, manches wieder zu erkennen, was so lang verschütt war.
    In diesem Sinne, euch auch eine schöne, warme Woche.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Hallo und Willkommen auch von mir, liebe Mora.

    Zitat

    Es war für mich nicht leicht...


    Genauso stand/steh ich auch da.
    Was mir aber weiter geholfen hat, war das ich anfing mir zu verzeihen.
    Damit war es für mich leichter.
    Auch die Unsicherheit, die ich immer noch spüre, nee erstmal zulasse zu spüren,
    war nun nicht mehr so seehhr schwer.
    Und mit jedem Mal wirds leichter, und somit wird auch die Art und Weise meiner Kommunikation leichter.
    Ich bemess ihr nicht mehr die Wirkung zu, die ihr vorher gab.
    Ich kann nun auch mal dasitzen und schweigen, wo ich vorher den Eindruck hatte sie führen zu müssen. Nee, nun kann ich es geschehen lassen, dass nun dann mal Sendepause ist, wenn ich nicht den Anfang mache.
    In der Kommunikation war ich nie gehemmt, und konnte es auch in meine Richtung lenken, typisch co. Aber mich da mal raus nehmen, mich auch mal unwohl zu fühlen bei besagten smalltalks, ist für mich ein neues Bewusstsein.
    Ich lern auch diese meiner Seiten kennen. Ich will das garnicht ändern, aber ich will es annehmen können.
    Es einfach mal so stehen lassen.
    Die Leichtigkeit kommt wieder, da bin ich mir sicher. Aber nun will ich sie diesmal nicht strategisch angehen, sondern es einfach geschehen lassen.
    Denn nur wenn meine innere Anspannung, dass es klappen müsste, weg ist, kann ich entspannten smalltalk führen und auch geniessen.

    Wir dürfen uns auch unwohl fühlen, ohne es ändern zu müssen :wink:
    liebe Grüße,
    nici

    Hallo D.,

    auch von mir noch ein herzliches Beileid zum Tode deiner Mutter.
    Du fühlst dich verantwortlich, weil Du die einzigste noch vor ort bist.

    Zitat

    meine schwestern haben einen gewissen "abstand".


    Genau das brauchst du auch. einen gewissen Abstand, innerlich, auch wenn du vor ort bist.
    Nur deshalb hast du nicht mehr Verantwortung wie die anderen.
    Und auch mehreren Schultern verteilt lässt sich so manche Last/Trauer besser bewältigen.
    Wie Melanie und Aurora bereits geschrieben haben, du hast bei deinem Vater kaum Einfluss.
    Und auch wenn du ihn jeden Tag einladen tust, Er geht i.wann mal wieder heim, und kann dann trinken.
    Du kannst nicht 24 St. am Tag kontrollieren. Und das bringt auch nichts.
    Du kannst ihm sagen, dass ihr gemeinsam trauern könnt, euch stützen könnt : das ist in meinen Augen das "sich um ihn kümmern",
    aber dass Er sich alleine um sein Suchtproblem kümmern muss bzw. sich an die entsprechenden Beratungsstellen wenden muss. Das muss Er machen.
    Du kannst ihn begleiten, ihn hinfahren, aber mehr kannst Du da nicht machen.
    Und glaub mir liebe D., ihm die Hilfe bei der Trauer anbieten, in diessen Momenten füreinander dasein, das ist die einzigste Hilfe, die Du anbieten kannst.
    Auch wenn es schwer fällt, versuch bei Dir zu bleiben, Dir einen gewissen emotionalen Abstand zu schaffen.
    Du hast Kinder, die dich brauchen. Und auch deine Schwestern, die zwar weit weg wohnen, können ihm helfen Adressen raus zu suchen,
    da darfst/musst dich schon auch raus nehmen, auch wenn es unsagbar schwer fällt.
    Ich wünsch Dir alles Liebe,
    nici

    So, machdem ich ein paar Sachen erledigt habe, habe ich mich in ein kleines Cafe gesetzt.
    Ein bisschen kam ich mir schon vor wie Falschgeld,
    aber dann ging es langsam.
    Und ich merke, wie ich mich bewußt auf die Situation einlassen kann.
    Ich habe mir vorgenommen, mind. 2 mal im Monat mir so´n Kaffehauspäuschen zu gönnen.
    Aber das nächste Mal in einer größeren Stadt, damit ich dann auch wenigstens was zu schauen hab.
    So und nun gibt eine Runde Sofa > etwas was ich eingeführt habe,
    und das auch verdammt gut tut.
    Liebe Grüße an alle,
    nici :wink:

    Hallo Melanie,

    ja, ich versuch mir die Pralinen raus zu picken :wink:

    Ich kenn das auch mit den Hormonen :cry:
    ich hab vergessen die Pille zu holen...und schon : war ich schlecht drauf (siehe letzte Tage).
    Bei mir ist das psychisch auch immer ne Achterbahnfahrt.
    Früher dachte ich immer : das gehört auch zu mir. Auch wenn ich mich unwohl fühle, Schmerzen habe, ich muss es annehmen, mich annehmen.
    Und heute denke ich....
    NEE, das ist eine der wenigen Sachen, die ich nicht mehr möchte.
    Ich will mich wohl fühlen, schmerzfrei....da gönn ich mir die Pharmaka,
    die ich jahrzehntelang verschmäht habe.
    Und ja, ich würd auch Protokoll schreiben und ganz dolle auf die Lippen beissen.
    Ich kann da meist auch nicht meinen Mund halten und bereue es dann meist kurz später.

    Kannst ja berichten, wie es war.
    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Ich freu mich für euch, liebe Aurora und Dante, dass es ein schönes Fest war.
    Und wenn Du´s nicht bemerkt hast...der klepprige Reis war gedanklich von mir. Vergesst Will und Kate, meine Gedanken waren bei euch.

    Liebe Aurora, schön, dass du, wenn auch sich dein Leben zum Positiven geändert hat, immer wieder hier bist, aufmerksam bist.
    Wenn du/ihr so achtsam, wie ihr mit euch selber umgeht, es auch mit dem anderen tut, wird das eine sehr laaaange Beziehung. :D
    Alles Liebe von meine Seite nochmals.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    GuMo liebe Freigeist,

    na i.wie erwartet man es ja doch.
    Hat man doch vom Zusammenleben eine gewisse Vorstellung.
    Man hat ein Bild eingeprägt bekommen, das man versucht hat umzusetzen.
    So war es bei mir. Wenn einer Kummer hat, hilft man ihm.
    Man hält zusammen und steht zueinander.
    Man schiebt seine eigenen Bedürfnisse und Sorgen erstmal nach hinten,
    denn erst kommen die anderen dran.
    Das hab ich so gelebt, und dachte das ist ganz normal und mein Gegenüber sieht das Genauso.
    Aber das tun die wenigsten. Und das ist es was mir/uns so die Enttäuschung gebracht hat.
    Ich hab nicht geholfen, damit man mir auf die Schulter klopft,
    aber ich hab es getan, weil es für mich so selbstverständlich erschien.
    Aber da kommt der Punkt, die Grenze, die bei einem Co so schwammig ist : der Selbstschutz.
    Bei den meisten Menschen ist dann da Stopp, wo es an die eigene Verletzlichkeit geht. Und da steigen wir ja meist erst richtig ein.
    Darum ist erstmal so wichtig, wie Melanie schrieb, da erstmal auszubrechen. Eine Distanz aufzubauen, um sich das Ganze mal von aussen zu betrachten, und dann erkennt man wieviele ungesunde züge so eine Partnerschaft hatte. Das rückt das Bild in ein etwas anderes Licht.

    Liebe Freigeist, du brauchst nicht Mut und Hoffnung um um SEIN Leben zu kämpfen, Du brauchst den Tiefpunkt und die Verzweiflung um für DEIN Leben und das deiner kinder zu kämpfen.
    So war es auf jeden Fall bei mir.
    Und eines kann ich dir sagen, es kostet Kraft, aber es lohnt sich !
    Meine Kinder und ich kamen zur Ruhe, ja wir genießen sogar jetzt unsere Leben. Und unser Zuhause wurde wirklich zu einem > ein Zuhause.
    Und ich habe noch keinen meiner Schritte bereut.
    Ich genieße die Unbeschwertheit meiner Kinder, die zum Schluss auch so fertig waren.
    Mir öffnet sich nun eine "neue" Welt. Ich bin neugierig aber auch etwas unsicher auf das was kommt. Aber ich bin fest entschlossen, meine Chance auf ein gesundes, friedliches Leben wahr zu nehmen und keinen Tag mehr zu verschenken.
    Hab nur keine Angst, was kommt, es wird nicht so schlimm, wie das, was ist/war.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Liebe Aurora und lieber Dante,

    ich wünsch Euch alles Liebe zu eurer Hochzeit .
    Und viele gemeinsame Jahre, die Ihr glücklich und gesund verbringen könnt und noch viele Erbschen, die sich mit euch freuen.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Liebe Antilope,

    das tut mir sehr leid. Aber ich würde genau aufpassen, ob Er wirklich sich nach einer anderen Wohng. umsieht.
    Ansonsten geh Du.
    Ich habe das Theater auch einige Wochen durch gemacht.
    Meine wurde zwar nicht agressiv, aber depressiv und das zog mich und die Kinder auch runter.
    Er hatte nur gewartet, ob sich der Wind wieder legt, wollte abwarten, ob ich mich wieder beruhige.
    Mach dem schnell ein Ende, und wenn es bedeutet, dass Du gehst.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Zitat

    ja, spüren was ich will. früher spürte ich ja nur was ich nicht will.

    ja sehr verzwickt.
    Nun konzentrier ich mich auf das was ich nicht will,
    und nehm garnicht mehr wahr, was ich will.
    Ein Knäuel, den es zu entwirren gilt.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Hallo an alle,

    ja Hartmut, es fühlt sich fremd an. Aber ich wachse da bestimmt noch rein, in dieses neue Gefühl.
    Mut machen ? Ich hoffe ja. Aber eigentlich gehört nicht Mut dazu, sondern nur die Erkenntnis, dass so eine Beziehung nicht gesund ist, und dass sie auch nichts mit Liebe zu tun hat. Aber sobald man sich hier anmeldet, ahnt man es ja schon. Da muss man nur danach handeln.

    Zitat

    Du schreibst, als XY noch bei Dir wohnte, hattest Du dieses Gefühl nicht. Das hat mich etwas verwirrt. Gab Dir diese Beziehung mehr Sicherheit ?

    na, i.wie ja, Antilope. Das waren Verhaltensmuster, die seid Jahren gewachsen waren. Das kannte ich schon.
    Ich regel und mach, schimpf und bin beleidigt, und Er : depressiv und besoffen.
    Das Programm war einstudiert.
    Deine Ausflugsschilderungen tuen gut. Aber haben für mich noch etwas befremdliches.
    Meine Mutter ist genauso unterwegs, mal mit ner Freundin, mal mit ner Nachbarin.
    In meinem Alter sind sie da schon etwas weniger unterwegs. Klar mal weggehen, aber dann doch meist mit den Männern.
    Und wenn ich dann da so´n Kommentare hör wie, die sucht nun einen Neuen :x denk ich, haben die Angst ich schnapp ihre Männer oder was ?!
    Und dann reicht es mir wieder eine Weile.
    Aber ich kann es schon ganz gut mit mir selber aushalten.
    Ich bin eigentlich nur irritiert, weil man doch sagt, dass sich Frauen aus einer Beziehung zu einem Alkoholiker gern isolieren, den Kontakt nach aussen meiden.
    Und dann wieder nach einer Trennung die soz. Kontakte suchen.
    Und bei mir ist grad eher andersum.
    Am 2. Mai hab ich wieder frei, da hab ich mir vorgenommen mich allein in ein gemütliches Cafe zu setzen und die Welt um mich herum zu genießen.
    Ich werd Dir dann schreiben, wie es war. Danke Dir für deine Nachricht.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    So, nun bin ich seid einem Jahr und einem Monat hier bei euch im Forum.
    Es hat sich viel getan...nach anfänglicher Wut und Verzweiflung wurde ich aktiv, hab gekämpft für mich, für die Kinder, um diesem bisherigem Leben zu entfliehn...ich hab mich von ihm getrennt...hab angefangen mein eigenes Leben aufzubauen (is noch nicht alles im Grünen)...hab mich mit mir beschäftigt...hab geweint und gelacht mit euch Foris.
    Aber ich hab meinen Weg gefunden.
    Momentan läuft es eigentlich ganz gut...eigentlich > weil ich mir manche Sachen jetzt erst bewußt werde.
    Anfangs galt es zu handeln, sich auf den Weg zu machen, nun aber kann ich mal stehen bleiben, mich umschauen.
    Und wenn es nun Tage gibt, wo ich allein bin, versucht ich dieses Gefühl aufzunehmen, es auszuhalten, es zu erfahren.
    Ich dachte immer, wenn sich hier im Forum jemand nicht vom Partner trennen konnte : "wieso, da sind doch keine Kinder im Spiel.."
    Klar, ist es schwierig mit Kindern die Trennung durch zu führen, da ist so viel Hilflosigkeit und Schmerz dahinter.
    Aber nun merk ich das die Kinder mir auch so eine Art Schutz gegeben haben > ich war nicht allein. Nein ich wollte nun nicht den Focus meines Co´s auf sie richten, aber sie waren doch auch da, für mich, und ich für sie.
    Nun nehm ich ganz bewußt dieses Gefühl auf. Etwas unbeholfen, aber ich kann es jetzt schon ganz gut mit mir aushalten. Auch eine Erfahrung, die ich für mich machen muss.
    Ich fang wieder an Kontakte aufzunehmen, mich mit anderen zu treffen.
    Etwas was ich eigentlich nie Probleme hatte. Auch nicht in der Zeit als XY noch hier wohnte, bin alleine weg und habs auch genossen.
    Nun aber geh ich mit offenen Augen weg und das macht mich etwas unsicher. Die Unbeschwertheit, die ich hatte ist in den Jahren auf der Strecke geblieben..leider ?!?? Ich denke : nein, GsD.
    Den es war viell. genau die Unbeschwertheit, die mich hat ins Co reinlaufen lassen.
    Nun versuch ich mich, die unbeschwerte mit offenen Augen nicht mehr ins Schwert reinlaufen zu lassen.
    Is doch was, nicht viele Menschen haben die Chance das zu tun, eine neue Chance wahr zu nehmen.
    So, und nun geh ich da gleich man los....

    Liebe Grüße und fröhliches Eiersuchen,
    nici :wink:

    Erstmal ein "schöne Ostern" für Dich und deine Kids, liebe Freigeist.

    Zitat

    Ich habe erkannt, dass man Halt, Hilfe und Liebe nur Menschen geben kann und soll, die erstens ehrlich zu sich selber und somit zu seinem Gegenüber sowie fähig sind, dies auch zu schätzen. Menschen, die eine gewisse Dankbarkeit und Demut gegenüber dem Leben empfinden

    .
    Genau das hab ich auch erwartet :
    man muss doch sehen, was ich für jemand tu
    ich will genau das von Menschen haben, was auch ich bereit bin für sie zu tun
    ich will das meine Tun geschätzt wird
    ich will Dankbarkeit
    Mir hat mal eine gesagt "nici, du bist zu gut für diese Welt"
    das war aber nicht als Lob gedacht, sondern sollte eher heissen : du bist zu blöd und naiv.
    Ist das nicht genau das was uns zu Co´s macht ? Diese überzogene Messlatte an Moral, Hilfsbereitschaft, Selbstaufgabe. Natürlich immer gepaart mit der Erwartung das unsere Gegenüber das genauso handhabt ?

    Wenn ein Mensch am Ertrinken ist rettet er sich ausschließlich selbst, erst dann einen anderen Menschen. Das ist ein natürlicher Prozess des Selbsterhalts. Und genau das ist bei uns zu kurz gekommen.
    Je mehr ich mir dessen bewußt werde, desto mehr kann ich auch den Rest abschließen...ich erwarte nun nicht mehr auf die Entschuldigung, ich warte nun nicht mehr auf die Anerkennung für geleistete Dienst.
    Meine Wut und meine Traurigkeit sind da schon sehr abgeschlossen und
    machen mich nun frei auf das was kommt : mein Leben.
    Liebe Freigeist ich habe jahrelang meine Kinder getröstet.
    Erst wenn sie es nicht verstanden, wenn Papa so "komisch" war,
    dass wenn sie begriffen, dass Er betrunken war,
    dass ihr Papa nicht so ist, wie andere Papas, und dann als wir ihn wegschicken mussten.
    Es ist nie einfach, ob Er nun mit der Familie nach einer Lösung sucht, oder ohne sie. Oder ob Er es garnicht versucht, wie in unserem Falle.
    Du willst Respekt und Liebe, ja das will ich auch, aber erstmal muss ich mir selber das geben können, ohne mich gleich als Egoist zu fühlen.
    Nun bin ich dabei, versuch alles in gesunde Bahnen zu führen und den Kindern eine neue gesunde Sichtweise zu vermitteln.
    Es ist nicht immer leicht, aber ich versuch ihnen zu vermitteln, dass ich da bin, wenn sie mich brauchen, und dass wir unser Leben so zu dritt schön gestalten können.
    Auch sie lieben ihn und haben ihn anfangs auch sehr vermisst,
    aber mit der Zeit sehen sie, dass wir auch so gut leben.
    Meine Kiddies sind schon älter, muss aber nicht immer ein Vorteil sein,
    sie begreifen nämlich auch die Tragweite des Ganzen.
    Ich habe es immer so gemacht, dass ich sehr ehrlich zu ihnen war und ihnen dem Alter entsprechend geantwortet habe.

    Alles Liebe für Dich und deine Kinder,
    nici

    Hallo Daggi,
    dir auch erstmal "schöne Ostern" in deinem aufblühenden Garten und mit hoffentlich eingebauten Lernpausen.

    Zitat

    Manchmal weiß ich nicht mal ob dieses Ablehnen der Verliebtheit vielleicht auch ein altes Muster ist, welches mit Feigheit gepaart ist und Angst eine Beziehung einzugehen.....


    oh ja, wie gut ich das nachempfinde : ablehnen - Angst - Feigheit - sich-selbst-nicht-trauen
    Auf der einen Seite hab ich schon Verlangen nach Zweisamkeit, auf der anderen Seite steckt mir der Schreck noch so in den Gliedern, hab Angst vor meinen eigenen Fehleinschätzungen, dass ich lieber schon von vornerein drei Schritte zurück trete.
    Dann steh ich da, zwar in Sicherheit, aber alleine. Will eigentlich schon vor, und bleib so wahrscheinlich eine lange Zeit alleine. Was ich eigentlich nicht will.
    Na ja, etwas was man gut ausbalancieren muss.
    Und was auch Zeit kostet. Wichtig aber, weil wir neue Muster erlernen müssen. Und das dauet bestimmt mind. genau so lang, wie es gedauert hat die alten Muster aufzubauen.
    Also: schaffe, schaffe, neue-Muster-bauen :wink:

    Liebe Grüße,
    nici :wink: