Hallo Sicro,
ja die Kinder waren auch mein Antrieb und auch meine Bremse.
Jahrelang hab ich sie versucht zu schützen, bis sie zu mir kamen, und sagten so können wir nicht mehr.
Wir haben uns dann Anfang Juli 2010 getrennt. Und den Kindern vermitteln, dass wir ihm nur helfen, wenn wie ihn alleine machen lassen, war sehr schwer.
Hat man Ihnen doch stets vermittelt, wenn es einem von uns nicht gut geht, wenn man krank ist, sind wir anderen für ihn da.
Ich habe offen mit ihnen gesprochen, und sie haben ja auch gesehen, dass alles versucht wurde. Und das es jetzt für ihn - aber auch für uns - die einzigste Chance ist, wieder normal leben zu dürfen.
Ich habe ihnen aber auch nix vorgemacht, und auch gesagt, dass auch ich mir nicht anderst zu helfen weiß, als nun nach uns zu schauen, und so schwer es auch fällt, ihn seinen Weg gehen zu lasssen.
Sie haben ihm aber mit auf den Weg gegeben, dass wenn Er was für sich tun möchte, sie zu ihm halten werden.
Aber nicht mehr zuschauen wollen, wie Er sich und auch uns kaputt macht.
Das war so ein Eingeständnis, dass gerade mein Großer (damals 15) für sich gebraucht hat.
Mittlerweile, es ist nun über ein halbes Jahr her, sie wurden auch immer wieder noch enttäuscht. Aber die Enttäuschungen relativieren sich, weil sie nun aus einem emotional gesichterten Zuhause ertragen werden.
Das macht es immer wieder einfacher. Es brauchte viele Gespräche und auch Tränen sind geflossen.
Aber jetzt merken auch sie, wie schön es ist, wenn dieses Thema nicht den ganzen Raum in unserem Leben einnimmt.
Anfangs haben sie schon sehr nachgebohrt, ob Er "nun was unternommen hat ", aber nun merken sie, man kann auch leben, wenn es nicht so ist.
Sie sind ruhige und ausgeglichener geworden,
und das was ich nie dachte ist eingetroffen : Wir sind zu Hause - auch ohne ihn.
Liebe Grüße,
nici ![]()