Beiträge von n i c i

    Wenn die Trennung von der Abhängigkeit und hin zum eigenständigen, gesunden Leben, Psycho ist,
    na dann bin ich gern eine :idea:

    Zitat

    Leider ist es so: je besser es für mich läuft, desto schliimmer in meiner ehe.


    Ging mir genauso. Aber egal wie, ich war immer schuld.
    Und wenn gespürt wurde....mein Co verlässt mich, es wird unbequemer zu trinken (wurde ja viele von mir geregelt),
    wurde XY gereizter, besoffener, fordernder,gemeiner...
    Das war so ein Rudern nach dem bisherigen (Sucht)Leben, wie Er es halt gewohnt war und gern weiterhin so gehabt hätte.

    Aber genau das hat mich dann i.wann mal beflügelt und ich wusste das ist der richtige Weg, den muss, den will ich gehen.

    Ich wünsch Dir gaaanz große Flügel
    und einen guten Flug zum eigenen selbstbestimmten Leben.

    LG nici :wink:

    Hallo Ihr 2,

    das sind Mechanismen, die wir uns über Jahre angeeignet haben.
    Und auch jetzt noch, selbst nach der Trennung,
    ertappte ich mich, > unabhänigig von XY,
    dass vieles so weiter tickt.

    Es wirft mich dann immer wieder zu mir zurück.
    Und genau da, arbeiten wir ja alle dran.

    > das hilft mir auch, liebe Lea :D

    Hallo Julchen,

    ich glaube so verbissen braucht man das nicht zu sehen.
    Es gibt so viele hilfsbereite Menschen : Ärzte, Sanitäter,....
    die sind doch nicht auch alle Co !
    Nur sich selbst aufgeben bei der Hilfe für Andere,das ist Co, in meinen Augen.
    Sich Trost holen, sich Hilflosigkeit eingestehen,
    ja, das ist der Co-Anteil.

    Mich mitteilen, die Sorgen ansprechen, das ist meine Art mir meine "Streicheleinheiten" zu holen.
    Für mich ein wichtiger Schritt. Hier im Forum und im RL.
    Mal mit großen Schritten, mal ganz kleine.

    Und dabei spür ich mich immer mehr.
    Gerade wenn ich das Gefühl habe, es wird zuviel von mir erwartet...
    erstmal reinhorchen.
    Ein ganz großes Übungsfeld, Tag um Tag.

    LG nici

    Zitat

    und mache für mich Pläne, was sein wird, wenn er nichts unternimmt. Wenn er sich nicht bewegt, bewege ich mich. Das steht für mich fest.


    Liebe Lea,
    gut, dass Du da schon soweit bist. Pass nur gut auf, dass das weiterhin klappt und dass das ...wenn er...keine Rolle spielt und Du Dich immer weiter bewegst.
    Beim Lesen hier kommt manches halt anders rüber, als es ist.
    Da irr ich mich gerne.

    :wink: nici

    Zitat von inbetween


    Seit ich innerlich wirklich akzeptiert habe, dass der entscheidende Schritt von ihm ausgehen muss und ich nichts erzwingen kann, geht es mir besser und ich kann einfach abwarten, was passieren wird.


    Liebe Lea,
    ich hab das von Dir bei Clärchen gelesen, und wollte Dir dazu schreiben.
    Als co-Abhängiger wird man nicht gesund, wenn man sich von der aktiven Hilfe auf die passive Hilfe verlagert.
    Als Co musst Du an Dir arbeiten, gesund werden.
    Genauso wie der Alkoholiker machen muss.
    Ja, genau darauf haben wir keinen Einfluss.
    Aber erst wenn beide an sich gearbeitet haben und sich von der Sucht lösen können, kann es, eventuell, einen gemeinsamen Weg geben.

    Ich weiß, dass ist nicht das, was man hören will. Ist aber leider so.
    Anfangs hat sich bei mir, bei solchen Duett-Erfolgsstories (Alkoholiker - Co-Abhängige) der kleine Co-Teufel gemeldet
    ...geht also doch ohne Trennung
    ...muss nur abwarten
    ...werde ihm die Erfolgsstories berichten
    ...
    I.wann mal hab ich begriffen, dass ich den Begriff "Trennung"
    ganz schnell ändern muss, in "Distanz".
    Denn genau das brauchte ich um selber gesund zu werden.
    Ich musste mich von meinem Suchtmittel distanzieren.

    Und aus dem Abwarten ist nun ein Leben für mich geworden.
    Ja, wir sind getrennt.
    Ich lebe glücklich und zufrieden mit meinen Kindern.
    Es gibt vieles im Leben wo wir keinen Einfluss haben,
    aber es gibt auch Dinge, die ich beeinflussen kann,
    und dazu gehört mein eigenes, gesundes Leben.
    Und glaub mir, dass fühlt sich richtig gut an.

    LG nici :wink:

    Hallo liebes Clärchen,

    schön von Dir zu hören, und noch besser, was man da hört ;)

    Du hast verstanden und umgesetzt, dass man in erster Linie selbst gesunden muss, und erst wenn beide nach sich geschaut haben,
    kann man wieder auf einer Stufe sich begegnen.
    Freu mich, dass ihr es beide geschafft habt.
    Alles Liebe auf deinem weiteren Gesundungsweg.

    LG nici
    :wink:

    ja, ich sorg für mich. Und dabei muss ich manch eine Mauer einreissen, die ich mir selbst zog.
    Ich glaube, dass ich nun ganz bei mir und meiner Co-Abhängigkeit angekommen bin.
    Alkohol - was hat das mit mir zu tun...diese Gedanken hab ich nun .
    Und es ist gut, dass ich nun verinnerlicht habe, das DAS nicht mein Thema ist.
    Vielmehr sind es die Themen wie
    KRITIK
    SELBSTWAHRNEHMUNG

    Ich hab das Gefühl, ich hab selbst zur Zielscheibe für andere ihre Bedürfnisse und Wünsche gemacht.
    Und so versucht ich mich aus dem Kreuzfeuer zu retten, in das ich mich selbst einst reinstellte.

    Langsam, ganz langsam, wirds.

    LG nici

    Hallo Miriel,

    das mit den helfenden Helfern, kenn ich zu gut.
    Das ging auch nochmal verstärkt nach der Trennung los.

    Enttäuscht wurden alle, ER hat vielen Freunde nicht mehr,
    die kamen sich auch teilweise verar... vor.
    Ich glaub jeder aus unserem Freundeskreis hat es mal so oder so versucht.
    Anfangs hab ich auf die Hilfe ja auch gehofft, ich war da noch nicht so weit wie Du,
    oder einfach halt auch in einer anderen Situation, kleine Kinder...

    Mittlerweile hab ich dann nur noch gesagt " na dann versuch dein Glück.."
    und sie waren geschockt über meine Kaltschnäuzigkeit.
    Aber nicht lang - dann hatte sie ihre eigenen Erfahrungen.

    Selbst heute noch, bei meinem Hausarzt, wird nicht erst nach meinem Zustand sich erkundigt, sondern "wie gehts denn eigentl ihrem Mann?" :evil:
    Und das nach 2 Jahren Trennung!
    Auch ihn hat Er mit seinem "ich will mir ja helfen lassen" Theaterstück beeindruckt.
    Das letzte Mal hab ich dem Arzt geantwortet, dass darüber nicht mehr Bescheid weiß und auch nichts wissen will.
    Mein letzter Stand war, dass Er seine verschriebenen Antidepressiva mit Bier runtergespült hat, und evtl. noch danach mit anderem das high aufgefüllt hat.
    :shock: (>arzt) soviel zu seiner Hilfesuche.
    Mal sehen, ob Er mich das nächste Mal nochmal anspricht.

    Bleib bei Dir!
    LG und ganz viel Kraft,
    nici

    Hallo und Willkommen liebe Tascha.

    Zitat

    Ich bin 19 Jahre alt ein Teenager und ... In meinem alter sollte man eigendlich andere Sachen im Kopf haben als um sein ich zu kämpfen...


    Stimmt!
    Du darfst Dir
    -ein Umfeld mit Freunden und lieben Menschen -wünschen/aufbauen.
    -Dir einen Partner auf Augenhöhe -wünschen/suchen.
    -Konsum von Drogen oder Alkohol in meinem bekannten Kreis überhaupt nicht toleriere...
    -neue nette Leute kennen lernen
    -Spaß haben
    - Pläne schmieden
    -die Welt anschauen
    - einen tollen Job finden
    - eine Familie aufbauen
    - und und und
    Und Du hast noch alle Zeit der Welt um dies umzusetzen.

    Nimm wirklich Hilfe für DICH in Anspruch.
    Und viell. kannst Du dich doch bei deinem Schwestern ausheulen.
    Sie wollen dich viell nicht nur runtermachen, sonder machen Sorgen um Dich,
    klagen genau das an, was Du ja nun selber anklagst.
    Manchmal will man nicht zu hören bekommen, was man ja schon selber weiß.
    Aber wenn man hinter die Vorwürfe blickt, sieht man oftmals die Sorge, die sich anderen um einen machen, denen wir etwas bedeuten, oder nicht ?!
    Viell hast Du nach dem Tod deiner Mutter nun ein Gefühl der Verlustangst jetzt bei deinem Freund.
    Horch mal in dich rein, ob das auch mit eine Rolle spielt.

    Schön, das Du hergefunden hast. Und gut, wenn Du nun anfängst Dich zu öffnen, hier, viell doch bei deinen Schwestern,
    und bei einer Beratungsstelle.
    Mach das. Es wird helfen.

    Ich wünsch Dir, zu erkennen, was Du alles für Dich tun kannst.
    LG nici

    Hallo liebe Miriel,

    ich glaube Du bist auf einem ganz guten Weg.
    Du tust was für Dich, nimmst Gefühle wahr, und verrennst Dich nicht .

    Zitat

    Ich glaube, manchmal mache ich mir selbst vor, staerker zu sein, als ich es eigentlich bin.


    Das denkt ich nicht.

    Zitat

    Und kennt irgendjemand das Gefuehl, dass ihr euch schon waehrend des Weinens unglaublich dumm und laecherlich vorkommt und so, als waere es voellig unangebracht an dieser Stelle zu weinen?????
    Das ist grundsaetzlich mein Gefuehl!


    Ja, manchmal wusste ich nicht warum ich überhaupt weine,
    ist es das Revueblicken auf den Scherbenhaufen, oder die Angst, um ihn, um mich ?
    Nun nach einem gewissen Abstand dazu,
    denk ich, es war von allem etwas.
    Meine Gefühlswelt hatte sich jahrelang um ihn gedreht, um die Familie,
    nun war ich am ZUlassen der eigenen Gefühlswelt.
    Die kam dann, plötzlich, unvermittelt, auf mich reingestürzt.

    Ich kann Dir nur sagen, sieh sie dir an, und langsam wird aus dem Knäul was Übersichtliches.
    Du kannst dann erkennen und gezielt beweinen.
    Und auch Wut kommt dazu.
    Auch nicht mal das Schlechteste, das kann auch ein Motor sein.
    Darf nur nicht überhand nehmen.

    Das mit den Sachen abholen, hat meiner fast ein Jahr rausgezögert.
    Ich hab dann i.wann Druck gemacht,
    weil ich diese künstl Nabelschnur nicht mehr wollte.

    Es wird wirklich jeder Tag besser. Es kommen auch Lücken, die einem Angst machen.
    Dann macht es aber wirklich wieder Freude diese Lücken mit Neuem, Schönem zu füllen.
    Wenn man vom Leben mal Blut geleckt hat, will man mehr.
    Auch wenn Du es Dir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen kannst.

    LG und ein schönes WE,
    nici
    :wink:

    Zitat

    Das scheint ne Masche zu sein
    liegt vielleicht im Krankheitsbild, ich weiss es nicht...


    Hallo Geraldjin,
    nicht nur bei Alkoholiker, das gibt es immer wieder( Heiratsschwindler, auf Geld fixiert sein,...)

    Die Frage ist doch, warum wir, nachdem wir den Braten gerochen hatten,
    immer noch daran festhielten.
    > das liegt wohl an unserem Krankheitsbild.

    Ich hab es jahrelang entschuldigt, weil ...
    -es war ja anfangs wirklich "die Liebe",
    -da waren ja noch die Kinder, die Familie,
    -es waren doch auch so viele schöne Jahre,
    -man wirft ja nicht gleich ( :shock: da waren es schon 13 -Jahre ) die Flinte ins Korn
    -da wirst de nun gebraucht
    -Er hatte ja auch eine schlimme Kindheit,
    -es ist ja alles so unfair,
    ....
    Heute denk ich, lag es an mir, hab ich mir dieses Programm gegeben, weil
    -ich Angst vorm Alleinsein hatte,
    -schon froh war, wenn ich gebraucht wurde ( wird gern mit "geliebt" werde verwechselt)
    -mich fremdgeschämt habe,
    -mir (und meinen Kindern) meine heile Welt gestalten wollte,
    -meinen Mutter Theresa Komplex füttern wollte,
    ...
    Sich diese Seite anschauen ist für mich der beste Schutz,
    nicht wieder in so ein Fahrwasser ( Beziehung ) zu geraten.

    LG nici

    Zitat

    Hat jemand Erfahrung?


    Mit dem Kloster oder Klinik nicht, aber mit

    Zitat

    voellig in Traenen aus, ohne dies begruenden zu koennen.


    Genauso unkontrolliert und ohne Vorwarnung :?

    Aus dem Bauch raus, würd ich Dir auch fürs Kloster raten > TimeIsAHealer :idea:
    Auch die tief sitzenden Gefühle müssen wir uns anschauen,
    damit sie nicht ewig in den Untergründen schlummern.
    Dafür gib Dir Zeit und Raum und das, denk ich, kannst Du an einem ruhigen Ort, wie das Kloster tun.

    LG nici :wink:

    Liebe Geraldjin,

    ich kann deine Wut verstehen, und ich kenn sie sehr gut.
    Auch heute noch - bin nun 2 Jahre getrennt - kommt diese Wut immer noch hoch.
    Und ich fühle mich - jetzt alleinerziehend, stets auf Geld wartend - immer noch bestraft für Dinge, die ich, meiner Meinung nach, nie verschuldet habe.

    NUR - jetzt kommst :wink: -
    ich hab mich mal in einem ruhigen Moment gefragt, was mir dieser wütende
    Rückblick denn eigentl bringt ?
    Nichts !
    Es lies mich nur wieder in der Vergangenheit, in seiner Vergangenheit hängen bleiben.
    Und genau das wollte ich ja nicht mehr.
    Dann hatte ich so eine Phase, wo ich mich mit meiner Vergangenheit beschäftigt habe,
    und ja, auch da fand ich ganz viel Schuldige, auf die ich meine Wut ausrichten konnte,
    Was hats mir gebracht ?
    Ok, es ist gut, sich bewusst allem zu stellen, und auch Vergangenes genau zu betrachten, um Fehler in der Zukunft nicht wieder unvorbereitet gegenüber zu stehen.
    Aber dann musste für mich mal Schluss sein.

    Jeder weitere Gedanken hielt mich fest und machte es mir so nicht möglich wirklich vorwärts zu kommen.
    Für mich.

    Ich hab noch den Kopf voller Gedanken:
    was mach ich heute, wen wollte ich schon lange mal besuchen, was bringt mir der Tag heute,...
    Und auch Wut ist noch da :
    Nee, da muss ich wieder "nein"sagen üben, da muss ich Grenzen setzen,...

    Aber mit meinem XY oder die Zeit mit ihm hat es schon lange nichts mehr zu tun.
    Davon hab ich mich distanziert, genauso wie von ihm.

    Atme mal tief ein, brüll mal meinetwegen,
    und dann freu dich auf dein "neues"Leben, mit all den neuen Eindrücken, Menschen, Kleinigkeiten und was es sonst noch für uns parat hält.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

    Hallo 3b,

    zu erkennen,
    das sich das Monster "Alkoholismus" das zutiefst menschliche Gefühl des "Mitleids", der "Liebe" bedient,
    und es auf grausame Weise für seine Ziele ausnützt,
    tat mir am meisten weh.
    Was wollten denn alle von mir, ich versuchte doch zu helfen, zu kämpfen,
    ...und spielte somit dem Feind "Alkoholismus" immer mehr Trümphe zu.
    Dabei wollte ich doch nur helfen. Ich verstand ja schon.
    Ich wollte ja nicht Co werden.

    Nur fort - Trennung - nee das konnte es nicht sein.
    So hab ich viele viele Jahre gekämpft, geweint, getobt, gehofft.

    Ja, ich hab mich schlussendlich getrennt, wie so viele hier.
    Und mir geht es gut.
    Nur der Weg dahin war lang und tat weh.

    Klar, muss man sich nicht zwangläufig trennen. Es gitb auch genug, die es ohne schaffen.
    Genauso wie es manche schaffen, trocken zu werden, und Tag täglich trotzdem den Alk vor sich stehen haben.
    Ich wünsch Dir, dass Du es so schaffst. Nur machen wir uns nix vor, das sind Ausnahmen.

    Aber Distanz - das kann auch eine innere Abgrenzung sein, das muss nicht immer eine räumliche Trennung sein - das braucht man schon.
    Denn genau das ist es, was die Co-Abhängigkeit ausmacht :
    die Unfähigkeit die Grenze zwischen "helfen können" und "helfen wollen" nicht mehr unterscheiden zu können.
    Wenn mein Partner den Fuss gebrochen gehabt hätte, wär mir von Anfang an klar gewesen - da kann ich nicht helfen !
    Distanz - um das zu erkennen - hat mir und meinen Kindern das Leben zurück gegeben.
    Vielleicht liest Du das garnicht mehr,
    aber das wollt ich Dir noch sagen und wünsch Dir einen guten Weg.

    LG nici