GuMo an alle,
ich nun fastgenau 8 Monate hier im Forum.
Eine sehr sehr wertvolle Zeit für mich, inder ich doch einiges über mich gelernt habe, einiges wieder aufgetaucht ist, was längst vergraben war.
Am Anfang war es Verzeiflung, Wut und Zorn, die ich hier loswerden musste. Dann hatte ich eine Phase inder ich Frieden schließen wollte und es auch tat. Frieden mit den Menschen, die sich - wie ich fand - mir nicht gut taten.
Immer wieder diese Geschichten aufwärmen, ob ich geliebt wurde, ob man mich schätzte oder annahm...das alle brachte mich nicht weiter.
Im Gegenteil, es ließ mich verharren im meiner Opferrolle.
Also begann ich Frieden zu schließen, und mir das statt mit gekränkten Blick rückwärts, lieber Offenheit vorwärts verordnete. Sagen, wenn ich mich schlecht behandelt fühle, wenn ich Unrecht sehe.
Ich habe mich auch in den 8 Monaten von ihm gut abgegrenzt. Anfangs hab ich ihm nicht mal in die Augen gesehen, um nicht auf i.ein Blick gleich in Hoffnung zu verfallen. Mittlerweile spielt es keine Rolle mehr.
Und je mehr Abstand dazwischen kam, desto einfacher sind es auch gewissen Mechanismen zu erkennen.
Eine Distanz, die für mich erfolderlich war um ungeschminkt das Bild dieser Beziehung anssehen zu können.
Und mittlerweile gefällt mir das Bild nicht mehr. Etwas wovor ich anfangs Angst hatte. Hab vor Jahren schon mehrfach vesucht auf Abstand zu gehen, aber das Scheitern der Beziehung hing wie ein bedrohliches Unwetter darüber, hat mich immer wieder klein bei geben lassen.
Soviel Angst war vor dem Alleinsein, vor dem Verlust der Familie früher.
Nun hab ich mich mit dem Alleinsein auseinander gesetzt. Ich muss sagen, ich bin immer noch gern mit anderen zusammen, aber das Alleinsein hat etwas den Schrecken verloren, und ich kann es auch immer mehr annehmen.
Und Familie, tja war es nun mehr eine Familie, als Er meist nie mitging, weil er lieber seinen Weltschmerz mit einem Bier pflegte,
oder waren wir mehr Familie, wenn wir im Wohnzi saßen, und Er am Pc den schlechten Tag runtergespült hat,...
nee Familie sind wir nun, leben in Ruhe und Harmonie.
Den Vater haben sie ja immer noch, nur müssen sie sich nicht jeden Tag den Zerfall ansehen.
Und können so viel besser damit umgehen.
Finanziell ist es leider der größte Nachteil, auch etwas was mich immer wieder ärgert. Müssen wir nun die meisten Einbüsen einstecken nur damit wir ein alkfreies Leben führen dürfen. Ein hoher Preis, aber den wir in Hinsicht auf das jetzige Leben doch gern bezahlen.
Und es geht ja i.wo immer ein Türchen auf.
Ich les immer wieder im Co-Bereich ältere Themen durch, um auch an alles gedacht zu haben.
Aber egal wie viele Threadtitel ich durchlese, es sind immer wieder die gleichen.
Immer wieder liest man, dass doch "mein Mann was besonderes ist", eigentlich ein netter, lieber Kerl,
Dass man die Gesellschaft mit ihm als Bereicherung sieht.
Was man alles miteinander durchgemacht hat.
> oh, wenn alles so perfect wäre, wozu dann der Alk. Also nicht in die eigene Tasche lügen.
Dann geht es um das Leugnen der eigenen Abhängigkeit, dass zu gern mit dem "aber ich liebe ihn doch!" entschuldigt wird.
Aber hier geht es für mich nicht um Trennung ( die durchaus machmal sein muss ) oder um verratenener Liebe,
hier geht es für mich um eine Chance auf ein eigenes glückliches Leben.
Unabhängig ob mit oder ohne Partner, ob zusammen wohnend oder nicht. Wir haben so viele der eigenen Gefühle und Wünsche verloren, aufgegeben, die uns aber mal was wert waren. Und die wieder ausgraben, dass seh ich als meine Chance an.
...so genug jetzt. ( die Tinte geht alle )
Wünsch eine schönes Advents-WE, nici 