Zitat von Joanne
Lege ich es darauf an,damit ich wieder so richtig wütend auf ihn werde,oder warum will ich es von ihm hören oder auch nicht.
Jetzt glaube ich langsam wirklich das ich viel mehr krank bin wie er........ will ich das er mir mit seinen Worten wehtut,er hat es später wieder vegessen,und ich geh langsam aber sicher kaputt
Nein, das willst Du nicht, liebe Joanne. Zumindest wollt ich das nicht bei mir. Ich provozierte immer wieder solche Gespräche, weil ich eigentlich wollte, dass Er mir die Entscheidungen abnimmt, die ich eigentlich schon längst gefällt hatte. Nur war ich zu unschlüssig oder auch zu feige, sie in aller konsequenz zu gehen. Da wollt ich eigentlich eine Bestätigung haben..."so jetzt reichts" (liefer mir doch bitte einen Grund...)
Ich hatte auch so meine Schwierigkeiten mit "Trennung" , schließlich hing mein bisheriges Leben und das der Kinder an diesem Lebensmodell.
Und nun, wo eh alles schon schwierig war, dann noch trennen ??
Ich kam mir vor, als wenn einer nach meiner Beinverletzung sagt :"Schmeiß die Krücken weg, und renn!" Rennen ? Ich war kaum in der Lage zu laufen.
Dann nach einiger Zeit, inder ich eine innerliche Distanz aufgebaut hatte,
wurde mir klar, dass ich um eine Trennung zu verhindern, ja schon alles getan hatte. Ich hatte das ganze Repertoire schon durch.
Gespräche, Arzttermine, Therapeuten, Mitleid, Schuldzuweisung, Hass und Tränen....was sollte ich denn noch auffahren ?
Er blieb bei all dem, in seiner Spur, mal kam Er mir entgegen (zeigte Reue u. Besserung), mal nicht (ich hab kein Problem, Du hast es).
Und mir wurde immer mehr klar, dass ich so nicht mehr konnte.
Liebe ? Es waren nur noch Erinnerungen. Und ich wollte nicht auf kleine "Häppchen" warten, die das ganze Dilemma in meinem Kopf für kurze Zeit ausblendeten. Das reichte nicht mehr aus.
Ich, liebe Joanne, konnte nur konsequent weiter gehn, indem ich mich u. die Kinder von ihm entfernte.
Am Anfang war es nicht unbedingt klar, ob es ein "für Immer" sein würde.
Aber es war meine Chance, mich aus diesem Kreislauf zu entfernen.
Und das war das Beste, was ich hab machen können.
Ich glaub ein Alki schaffts es auch leichter trocken zu werden, wenn nicht gerade eine Bierflasche vor sich stehn hat.
Ich hab angefangen mich um mich zu kümmern, die Kindern finden wieder zu sich, wir fangen an, wieder eine Familie zu sein, so komisch es sich anhört.
Ihn hat es nicht aufgerüttelt. Aber jemehr Er stehn bleibt und ich weiter laufe, desto mehr entfernen wir uns. Die Schere geht immer mehr auseinander. Das ist nicht schlimm, Joanne.
Denn ich laufe, ich laufe und lebe jeden Tag ein bisschen mehr. Und ich will mehr .
Ich weiß immer noch nicht so genau, wie es finanziell noch alles werden wird. Aber darum mach ich mir Gedanken, wenn es so weit ist.
Ich laufe, und genieße immer ein Stückchen mehr von meinem Leben.
Ich hoffe, ich konnte Dir vielleicht etwas Mut machen.
Ob es für euch eine Trennung auf Zeit oder für immer sein wird ...???...
Aber jetzt weißt Du ja auch nicht, wie es weiter geht, oder ?!!!
Liebe Grüße,
nici
Sorry, wegen soviel Text, im Zusammenfassen bin ich eine Niete