Ich freu mich auf ein Leben nur mir meinen Jungs. Ruhe und Geborgenheit. Keine böse Überraschungen, keine Lügen, keine Ausreden.
Ich freu mich auf die Umgestaltung der Wohnung. Und wenn er nicht bald ne Wohnung findet, werde ich damit anfangen, ob er da ist oder nicht.
Ich freu mich, bin aber auch aufgeregt, wenn ich eine neue Arbeit finde.
Ich freu mich, meine Jungs groß werden zu sehn. Dass sie heim kommen werden, und nicht erstmal schauen,ob er was getrunken hat.
Obwohl sich mein Großer, jetzt eh schon immer in sein Zimmer verkriecht, wenn er mit ihm allein ist.
Bei mir macht er es nicht. Er sucht meine Nähe, auch wenn wir uns mal in der Wolle haben.
Ich freu mich auf unseren Urlaub zu dritt.
Aber bei all der Freude, vergeß ich auch nicht die Angst..
die Angst, krieg ich das alles finanziell hin.
die Angst, dass er bei seinen Kindsbesuchen dann meint er könne kommen und bleiben wie es ihm passt.
die Angst, mich dann doch mal einsam zu fühlen
die Angst, dass Zweifel aufkommen werden
die Angst, die Kinder leiden zu sehn
die Angst, in ihm den alten, den lieben Mann zu sehn, der er mal war, aber schon lange nicht mehr ist.
die Angst, Sehnsucht zu haben
Ja, ich hab einen großen Atemzug Leben genommen, und will auch mehr.
Aber bei jedem Neugewinn von Lebenm steht auch immer ein Abschied dahinter. Und alles was ich verabschiede, war nicht nur schlecht. Es gab auch wunderschöne Momente.
Und ich hoffe jetzt einfach das es auch weiterhin so sein wird, und es gute Momente für mich geben wird. Ich werde sie suchen, und ich werde sie auch finden.
Eine neue Beziehung, oder Hoffnung auf meine alte Beziehung : nein, das mein ich nicht. Dafür bin ich meiner selbst noch nicht sicher genug. Da wär ein fatales Ende schon vorprogrammiert, egal ob trocken oder nicht, egal ob neuer oder alter Mann.
Ich lebe erstmal für mich.
Ich erinnere mich oft auch an meine Zeit, als ich meine erste eignene Bude hatte. Dieses Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Da will ich erstmal wieder hin. Und wenn ich meinen Raum ausgebaut hab, mich stabil fühle, weiß was ich will, dann , aber ganz langsam, dann vielleicht bin ich wieder bereit mich einzulassen. Zu meinen Bedingungen, und ich werde keine Versprechungen mehr annehmen, weil ich sie nicht mehr nötig sind.
Man verspricht nur was, was man vielleicht tun möchte, oder tun kann.
Ich will nicht mehr trinken - nein, mein Prinz trinkt einfach nicht.
Ich will treu sein - nein, mein Prinz ist einfach treu.
ich will dir nichts mehr vormachen -nein, er macht es einfach nicht...
oder es ist nicht der Richtige.