Hallo Katha,
das mit dem Bruch war im Nachhinein meine letzte Rettung aus der grauenhaften Beziehung.
Denn wer fähig ist, einen dermaßen aus dem Weg zu räumen, dass so etwas dabei raus kommt, der ist gefährlich.
Das habe sogar ich verstanden und konnte dann kurze Zeit später den Schritt der Trennung tun.
Mein seelisches Rückgrat war schön lange gebrochen gewesen, aber das war dann doch too much.
Ich bin übrigens erst nach 2 Wochen!!!
zum Arzt gegangen; die höllischen Schmerzen habe ich wie vieles andere auch, hingenommen.
Als der Arzt dann hektisch wurde, begriff ich nach und nach, dass das diesmal nicht einfach wieder vorbei gehen würde.
Mein Leben mit diesem Rücken ist ein anderes geworden, eben, wie ich beschrieben habe.
Mehr Achtsamkeit, kein stark sein um jeden Preis.
Wie du siehst, so ganz freiwillig kam der Sinneswandel nicht.
Ich glaube übrigens auch nicht daran, dass alles seinen Sinn hat, blabla.
Im Gegenteil, das kann mich richtig wütend machen.
Denn Sinn suchen soll man doch immer nur in den schlechten Dingen, während die guten wohl eher zufällig passieren.
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In diesem Fall hat mich schockiert und zutiefst verunsichert, dass ich über längere Zeit versucht habe, die Situation (neues Zuhause auf dem Land als Mieterin einer Wohnung im Bauernhaus von guten Hundebekannten) von allen Seiten zu beleuchten, abzuchecken, etc.
Und es schien gut.Richtig gut! Mein Gefühl passte bis kurz vor dem Einzug.
Und dann musste ich bereits am ersten Tag feststellen, dass ich komplett verars..cht wurde.
Zuerst ungläubig und noch hoffnungsvoll hat sich das im Laufe der letzten 3 Monate von Wut undEnttäuschung zur frustrierten Akzeptanz entwickelt.
Klar ist, hier bleibe ich nicht. Auch, wenn ich mein Erspartes reingesteckt habe.
Im nächsten Sommer bin ich hier weg.
Gefreut hatte ich mich auf einen längerfristigen Aufenthalt mit der Option, in einem Garten rumzuwuseln,mit den leuten gemeinsame Wanderungen zu unternehmen, sich gegenseitig bei den Hunden zu unterstützen, etc., etc.,
Ich fühle mich um die Freude betrogen, noch heute werde ich angelogen.
Mittlerweile habe ich mein Gleichgewicht wiedergefunden und entgegne dem, was mir entgegen kommt, entsprechend.
Nur...gewollt hatte ich das nicht.
Ich habe das überstanden, und es gibt viel Schlimmeres, jaja, aber ich gestehe mir diesen Frust zu.
Und dass ich das gewuppt kriege, das ist die eine Sache, ich hätte aber einfach nur gerne Kartons ausgpackt und mich ausgeruht.So.
Mein Jahr war bis dato ziemlich anstrengend.
Ich reiße mich nicht mehr um solche Herausforderungen, davon hatte ich für mehrere Leben genug
So langsam beschleicht mich jedoch der Verdacht, dass es so ganz ruhig nie wird in meinem Leben.
Tief drinnen bin ich dennoch glücklich: die Kinder, meine Hunde und das Wissen, dass ich auch in der Krise nicht komplett vergesse, dass ich Respekt verdient habe und etwas wert bin, das ist SEHR viel.
Oh, jetzt ist es lang geworden, vll sollte ich mal einen eigenen Faden aufmachen.
Gibt es denn Freunde, die dir was einkaufen können?
Oder du bestelltst was über`s Netz?
Ich wünsche dir den Mut, das von anderen anzunehmen, was du selbst bereit bist, anderen zu geben. Oder wenigsten die Hälfte davon

LG
Susanne