Beiträge von drybabe

    Moin else1234!
    So hart es klingen mag, aber wenn er alkoholabhängig ist, kann er Dir das Blaue vom Himmel versprechen. Er wird es nicht einhalten können, da er suchtkrank ist.
    Alkoholiker, die noch trinken, versprechen so viel. Auch weil sie es im Grunde ihres Herzens sicher auch wollen. Nur: Wer noch nicht den Entschluß gefasst hat, wirklich trocken zu leben, der wird seine Lieben und Familie/Angehörigen immer wieder enttäuschen.
    Das sind meine eigenen Erfahrungen, die ich selber während meiner nassen Zeit gemacht habe. Ich habe versprochen, nicht zu trinken. Und? Ich habe doch gesoffen. Und gerade, wenn dann noch Urlaub ist, ist es für einen nassen Alki wie ein Freifahrtschein.
    So ist es leider!
    Gruß
    drybabe

    Moin Karsten!

    Code
    Daher wäre es besser, sich von Anfang an zu informieren. Betrift ja nicht nur Zahnpasta.

    das ist zwar vom Grundgedanken richtig, aber ich kann doch nicht von Anfang an wissen, wo überall Alk drin ist. Das ist doch auch eine Sache der Erfahrung. Und bei Zahnpasta oder auch bestimmten Medikamenten o.ä. denkt man/ich/sie/er/es nicht sofort daran. Sicherlich gibt es Listen, in denen alkoholhaltige Lebensmittel aufgelistet sind, sowas habe ich auch in meiner Therapie erhalten. Aber auch jetzt mache ich immer wieder die Erfahrung, dass in Sachen Alkohol, und zwar Ethanol , drin ist, was ich nie gedacht hätte.
    Michi

    Moin Leo!
    Am Anfang, als ich noch Trinkpausen machte, habe ich viel Schuld meinem Vater (Alkoholiker) und auch meiner Mutter (Co) gegeben. Weil ich mich damals selber nicht gesehen habe. Dann während der Therapiezeit, kam ich so langsam zur Ruhe, was die Schuld angeht. Ich habe mir viele Vorwürfe gemacht, was ich im besoffenen Kopf alles angestellt habe. Und an vielen Sachen bin ich schuld, die ich verbockt habe. Weil ich in dem Moment meine Alkoholkrankheit noch nicht einsah.
    Mit der zeit hat sich dieses Damoklesschwert der Schuld gelegt.
    Ich kann nicht sagen, ich bin an nix schuld, weil ich ja krank bin. Gesoffen habe ich selber, daher finde ich auch immer die Einwände "Es ist ja eine Krankheit" teilweise als Ausrede. Natürlich ist Alkoholismus eine Krankheit, und zwar eine tödliche.
    Ich wuchs in einem Umfeld auf, wo Alk normal war, wo Besoffensein fast alltäglich war. Das nenne ich auch lernen am Modell. Doch dass ich selber gesoffen habe, daran ist niemand schuld. Weder ich noch meine Angehörigen.
    Viel eher habe ich mir Vorwürfe gemacht, dass ich nicht eher zu meinem Tiefpunkt gekommen bin. Aber das lag wohl nicht in meiner Hand.
    Gruß
    drybabe

    Mojnsen!
    Also, ich hab mich bewußt fürs Arbeiten an dem Tag entschieden, da ich letztes Jahr eine so verkrampfte "Party" mitgemacht habe, auf der meinetwegen kein Alk getrunken wurde und die Stimmung entsprechend für die anderen mies war. So was tu ich mir dieses Jahr nicht an. Da bin ich egoistisch, verdiene Geld und verbringe die Nacht mit netten Kollegen im Krankenhaus. Alk ist bei uns zum Glück während des Dienstes absolut verboten, auch zu Silvester nicht. Find ich gut!
    Gruß
    Michi

    Moin Leo!
    Ich bin ja auch abhängig , vom Alkohol war ich es, bin aber mein Leben lang suchtkrank. Von den Kippen bin ich es weiterhin. Ich kann mich gut dran erinnern, wie in der LZT gewarnt wurde, gleichzeitig mit beidem aufzuhören. Da beides ja übers Belohnungssystem funktioniert. Und dann läuft es im schlimmsten Fall so ab, dass Dir die Kranke Säuferbirne sagt: Ey, wenn Du schon nicht mehr rauchst, dann Sauf Dir wenigstens einen!
    Nicht mehr zu trinken und das ganze Leben entsprechend in den ersten Monaten danach zu richten und umzustellen, kostet schon sehr viel Energie. Und Mut. Und dann noch die Kippen weglassen? Ich bin sicherlich nicht Pro-Nikotin, denn ich seh täglich auf der Arbeit, wie es die Leute todkrank macht. Ich meine nur, eins nach dem anderen. Wenn Du Dich in Deiner Trockenheit einigermaßen gut und stabil fühlst, dann kannst Du ja das Nikotinabhängigkeitsproblem angehen.
    Ist meine Meinung dazu , andere können beides auf einmal. Das geht bei mir nicht, dazu bin ich zu süchtig!
    Gruß
    Michi

    Hallo Nicole!
    Ich bin selber trockene Alkoholikerin und ich kann mich meinen Vorschreiben nur anschließen: Du kannst für ihn nichts tun. Du kannst nur für Dich etwas tun.
    Wer saufen will, der wird saufen. Das ist hart, aber es ist die Realität.
    Versuch für Dich heraus zu finden, was Dir gut tut. Du kannst zu einem Therapeuten gehen oder zu einer Beratungsstelle, für Dich, nicht für ihn. Damit es Dir besser geht.
    Dein Mann muß selber an dem Punkt angelangt sein, an dem er einsieht, dass der Alkohol stärker ist als er und er nur überleben kann, wenn er nicht mehr gegen den Alkohol kämpft, sondern vor ihm kapituliert und den Alkohol aus seinem Leben streicht. Am besten mit Therapie nach einer absolut notwendigen Entgiftung.

    Ich wünsche Dir viel Kraft!
    Gruß
    drybabe

    Hallo!
    Das Treffen ist jetzt völlig egal. Du hast einen erneuten Rückfall! Und Du musst jetzt etwas unternehmen. Geh bitte in eine Klinik zum Entgiften. Es kann sonst für Dich sehr lebensgefährlich werden.
    Viel Kraft Wünsche ich Dir!
    Gruß
    Drybabe

    Liebe KaffeeBase!
    Da hast Du zum Glück einen Arzt, der Ahnung hat. Davon gibt´s leider viel zu wenige.
    Auch ich muß gestehen, obwohl ich in der Branche tätig bin, hab ich bis zu meiner 2. stationären Entgiftung vom kalten Entzug so gut wie keine Ahnung gehabt. Unglaublich, aber leider wahr.
    Gruß
    drybabe

    Lieber Franky!
    Da kann ich mich der KaffeeBase anschließen in den Gedanken: Mir hat es zumindest bis jetzt bei aufkommendem Saufdruck geholfen, den Gedanken, was passiert, wenn ich jetzt saufe, weiter zu spinnen. Was ist dann, was ist nachts, was ist am nächsten Morgen, am übernächsten Morgen? Wie geht es mir dann? Ich habe ja vor meiner Kapitulation Rückfall an Rückfall gereiht mit den beklopptesten Ausreden. Wenn ich manchmal jetzt Suchtdruck verspüre oder Situationen erlebe, wo mein kleiner Fiesling kommt und sagt "Sauf jetzt, sit doch früher auch so gewesen", dann stelle ich mir gedanklich vor, was ich damit alles verursache. Vom Herabsaufen des eigenen harterarbeiteten Selbstwertes über die Scham , den Ekel vor sich selber bis hin zu meinen Angehörigen und Freunden, die ich dadurch unweigerlich auch wieder mit in den Strudel reiße.
    Ich hoffe, ich konnte Dir damit einen kleinen Hilfeschritt geben.
    Lieben Gruß
    Michi

    Hallo Frank!
    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es ist extrem leichtsinnig, was Du da gemacht hast. Einmal geht es gut, zweimal vielleicht auch und beim dritten Mal hast Du die Pulle am Hals.
    Alkoholismus ist, wenn man ihn nicht stoppt, eine immer tödlich verlaufende Erkrankung.
    drybabe

    Lieber Franky!
    Wie heißt es doch: Man kann nichts dafür, krank zu sein, aber man etwas dagegen tun!
    Und das machst Du! Das finde ich sehr gut und hoffe, dass Du aus dem Rückfall gelernt hast. Er ist bei Dir glimpflich abgelaufen, er kann aber auch sehr schnell das Todesurteil bedeuten. Dessen sollte man (also wir alle) uns immer bewußt sein.
    Ich werde Dich gemeinsam mit den anderen auf Deinem weiteren Weg begleiten. Denn auch Dein Rückfall hat bei mir etwas bewirkt.
    Ich grüße Dich herzlich!
    Michi

    Hallo Dante!
    Les das gerade mit der "Hackerbrause". Genauso ist es mir auch ergangen. Zum einen die Form der Flaschen und dann die Kiste a 20 Flaschen. Das geht mir leider auch mit meiner derzeitigen Lieblingscola so. Die sieht aus, wie kleine Bierflaschen. Daher trinke ich sie nur noch selten und bin auch mehr auf die PET-Großflaschen mit Cola oder Limo umgestiegen.
    Eigentlich ne doofe Sache, aber wenn es einen triggert, dann ist´s nicht gut.
    Schöne Grüße
    drybabe

    Moin!
    Mein Buchtipp: "Blaue Augen bleiben blau - Mein Leben" von Balian Buschbaum.
    Es geht um die ehemalige Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum, die sich einer geschlechtsangleichenden OP und Behandlung unterzieht. Seine Sichtweise der Dinge Mann-Frau, zum einen sehr lustig, zum anderen tief rührig. Und ein Mann, der in seinen jungen Jahren schon sehr viele Erfahrungen gemacht hat und sie in diesem Buch weitergibt. Nicht unbedingt nur für Interessierte bezüglich Gender, sondern es stecken da auch viele gute Lebensweisheiten beziehungsweise Anschauungen drin, die einen zum Nachdenken bringen und menschlich vielleicht ein Stück weiter.
    Meine Empfehlung: Daumen hoch.
    Und unten natürlich auf den Amazon-Button klicken!
    Gruß
    Michi

    Lieber Frank!
    Ich finde es natürlich zuerst einmal schade, dass Du rückfällig geworden bist. Konntest Du den Rückfall stoppen? Gehst Du zum Arzt?
    Meine große Anerkennung hast Du, weil Du es sofort offen und ehrlich gesagt hast.
    Jetzt heißt es, wieder aufstehen, nach vorne blicken und weitermachen. Du hattest Deinen Weg schon sehr gut gefunden und den gehst Du jetzt weiter.
    Hast Du eine reale SHG, wo Du Deinen Rückfall besprechen kannst oder einen Suchttherapeuten?
    Liebe Grüße
    Michi

    Moin Uwe!
    Also, ich bin ja schon etwas unterwegs gewesen in Sachen Alk-Therapie, aber die 3 F´s, davon höre ich zum ersten Mal. und ehrlich, ich kenne so viele, die haben ihre Firma versoffen, ihren Führerschein versoffen und die Familie durch ihr saufen verloren. Alles keine Motivationsgründe.
    Aber klar, wenn man von außen gedrängt wird und sich dann später die eigene Einsicht und Überzeugung einstellt, dann ist es doch gut so. Ist ja auch bei vielen sehr unterschiedlich. Nur, ich kenne halt viele, die wirklich ihren persönlichen Tiefpunkt hatten, das hatte dann nichts mehr mit dem Außen zu tun.
    Gruß
    drybabe

    Moin ape!
    Dass Du in den ersten Wochen Stimmungsschwankungen hast, ist normal. Auch, dass Du den Alkohol manchmal "vermisst" oder Saufdruck bekommst.
    Nur, das Wichtigste ist: Für wen willst Du trocken werden? Wenn Du es für Deine Freundin und Deine Tochter willst und nicht für Dich selber, ist das Ganze zum Scheitern verurteilt. Mach Dir doch bitte einmal Gedanken darüber.
    Alles Gute!
    drybabe

    Moin!
    Bei mir hat die RV das gar nicht übernommen, sondern die Krankenversicherung. In meiner RV ist sowas gar nicht vorgesehen! Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Aber wie die anderen schon sagen, am Ball bleiben, penetrant nerven, Du willst Deine Therapie, also mußt Du auch dafür etwas tun.
    Gruß
    drybabe