Beiträge von drybabe

    Moin Sonnenanbeterin!
    Also, Dein Mann will ja scheinbar nichts ändern. Er hat wohl seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht. So schlimm das auch klingen mag, aber er muß ersteinmal seinen persönlichen Tiefpunkt haben. Sonst greift er immer wieder zu dem "Freund und Tröster" Alkohol. ER muß es wollen, mit dem Saufen aufhören.
    Ich bin ich selber trockene Alkoholikerin und kann die Seite des Partners/Partnerin nur theoretisch verstehen. Aber eines weiß ich: Ganz wichtig ist es, dass der Partner, der nicht suchtkrank ist, für sein Leben verantwortlich ist, sich um sich selber kümmert. Denn das Kümmern um den Alkoholkranken bringt nichts. Das unterstützt eher noch die Sucht, weil er ja weiß, er wird immer wieder aufgefangen.
    Alkoholismus ist eine tödlich endende Krankheit, die nur durch den Kranken selber gestoppt und zum Stillstand gebracht werden kann. Nicht durch den Partner / Familienangehörigen / Freund etc..
    Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, für DICH das zu tun, was DIR gut tut.
    Lieben Gruß
    drybabe

    Moin Harry!
    Also, ich finde Deine Theorie auch nicht nachvollziehbar:
    Ich kenne viele Männer, die Alkoholiker sind und aufgehört haben zu saufen. Und die haben nicht immer schon getrunken. Genauso kenne ich weibliche Alkoholikerinnen, die weiter saufen.
    Vielleicht ist es ein alt hergebrachtes Klischee, dass Männer eh schon länger trinken, aber auf die heutige Zeit trifft es sicher nicht mehr zu. Es gibt genauso viele weibliche wie männliche Alkoholabhängige. Vielleicht sieht man es einigen Frauen zuerst nicht so an, aber wenn sie es lange genug tun, dann schon!
    Schönen Gruß,
    drybabe

    Hallo Sarah!
    Solche Phasen finde ich ganz normal. Ich habe selber 16 Wochen eine LZT gemacht und kenne das. Es ist teilweise eine Berg-und Talfahrt. Der Alkoholiker muß ja einfach ganz viel lernen, wie er sein neues suchtmittelfreies Leben gestaltet. Und da ist Angst etwas ganz natürliches und meiner Meinung nach auch ganz hilfreiches.
    Die Therapeuten dort werden ihn begleiten während seiner Entwicklung, er kann jederzeit mit ihnen über seine Ängste sprechen.
    Gruß
    drybabe

    Hallo Mike!
    Herzlich willkommen hier!
    Hier darfst Du "anders" sein!
    Ich bin ja auch in zweierlei Hinsicht anders :wink: und kann Dir sagen, dass das hier im Forum keine Rolle spielt. Das ist sehr angenehm hier. Ob wir nun schwul, lesbisch, bi oder sonst was sind, ist egal. Wir haben eines gemeinsam, das ist die Alkoholkrankheit und wollen uns austauschen darüber und uns Hilfestellungen geben. Und Du hast ja schon eine Menge Jahre Trockenheitsarbeit hinter Dich gebracht und kannst sicherlich auch viele tolle Ratschlage hier einbringen!
    Einen schönen Restsonntag wünscht Dir
    Michi

    Hallo!
    So eine lange Wartezeit ist erstmal heftig, aber leider die Regel.
    Er kann sich bei Beratungsstellen, bei der Suchtambulanz großer Kliniken informieren. Auch seine jetzige Station, wo er entgiftet, könnte ihm weiterhelfen. es gibt als Motivationstherapie z.B. eine Tagesklinik. Das wär ja vielleicht eine Möglichkeit!
    Viel Glück!
    Michi

    Hallo Gummibärchenblau!
    Ich wünsch Dir sehr, dass Dein Mann es einsieht.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr nasse Alkoholiker lügen. Ich bin selber trockene Alkoholikerin.
    Und das heimliche Trinken Deines Mannes ist ja schon ein sehr ernst zunehmendes Zeichen!
    Ich wünsch Dir viel Kraft!
    Gruß
    drybabe

    Moin Elchtreiber!
    Also, dass mit dem Kühlschrank - tja, das wär ein absolutes no-go für mich. Meine Wohnung ist und bleibt alk-frei. Da bin ich rigoros, das wissen alle und gut ist. Ich lebe aber auch alleine.

    Zu anderen Sachen, wie kosmetika, Reinigungsmittel etc. habe ich ein ambivalentes Verhältnis: Auf der Arbeit kann ich Alkohol in Desinfektionsmitteln nicht vermeiden, damit komm ich täglich in Berührung. Ich versuche, dann meine desinfizierten Hände nicht in Richtung Gesicht zu halten, wende meinen Kopf ab, wenn ein Schwall Desinfektionsmittel über Geräte gesprüht wird usw.. Zu Hause habe ich z.B. Gesichtswasser ohne Alk, bei Zahnpasta muß man auch gucken, bei Mundwasser ganz wichtig. das älteste und bekannteste Mundwasser enthält sehr viel Alk.. Deos sind bei mir mistens ohne Alk, Parfums aber nicht.
    Wenn man sich die Inhaltsstoffe ansieht, stellt man bei den unmöglichsten Sachen fest, dass dort Alk auf der Liste ziemlich weit vorne ist ( angeblich hautschonende Kosmetik mit dem Zusatz "med"). Nicht nur für Alkis ein problem, sondern auch für Alkis und Nicht-Alkis mit trockener Haut. Alk trocknet die ja bekanntlich aus, von außen wie von innen.
    Ich habe mir angewöhnt, bei den meisten Dingen, die ich kaufe, auf die Inhaltsstoffe zu schauen.
    Gruß
    drybabe

    Moin!
    Ich hab grad mal hier vorbei geschaut. Das mit dem körperlichen Unwohlsein, schlecht schlafen, schuppige Haut etc., das kenne ich sehr gut. Und während meiner LZT hab ich viele Menschen getroffen, denen es ähnlich ergeht.
    Klar, ist nach ca. 3-4 Tagen nach dem letzten Alk-Konsum der Alk aus dem Körper raus und der Körper ist quasi entgiftet. Aber nur vom Sprit ansich. Nun fängt der Regenerationsprozess an. Je nachdem, welche Konstitution man hat, fühlt man sich evtl. sofort pudelwohl und das hält dann auch noch 50 Jahre an ( :lol: ), oder und das ist bei den meisten der Fall, fangen "Zipperlein" an, sich bemerkbar zu machen. Das Gehirn z.B. benötigt ca. 1,5 Jahre, bis die ganzen Botenstoffe und Übertragungen da im Oberstübchen wieder einen normalen Gang gehen. Teilweise bekommt man auch körperliche Symptome, die man früher nie hatte. Das vergeht aber alles, keine Sorge. Es ist einfach ein Zeichen des Körpers und auch der Seele "So, nun bin ich dran, mich zu erneuern".
    Also, sei gut zu Dir selbst und versuche, Deinen Körper dabei zu unterstützen!
    Alles Gute!
    drybabe

    Moin Frank!
    Ersteinmal Herzlich Willkommen hier!
    Du scheinst ja trocken zu sein, denn das ist die Voraussetzung, dass Dich ein Admin hier freischaltet. Wird bestimmt bald passieren! :wink:
    Ansonsten gibt´s hier eine Menge Leute, mit denen Du Dich austauschen kannst. Gerade abends ist das Alleinesein oft ein Problem, das kenne ich!
    Zu Deiner Info über dieses Forum: Es gibt hier den offenen Bereich. Der ist allerdings vom www einsehbar und Du solltest dort keine personenbezogenen Daten preisgeben. Dann gibt es den geschlossenen Bereich, der ist nicht vom www einsehbar und kostet 11€/Monat. Schau einfach erstmal in Ruhe, nachdem Du freigeschaltet wurdest.
    Ansonsten gratuliere ich Dir natürlich zu Deinem Schritt, die Entgiftung zu machen und jetzt abstinent leben zu wollen. Am Anfang ist es sicherlich schwer, keine Frage, man muß vieles erst einmal neu lernen. Aber das Leben ohne Alkohol ist um vieles lebenswerter!
    Schönen Gruß,
    drybabe

    Moin Linde, Moin röschen!
    Ich find´s super wichtig, den Beitrag ganz oben stehen zu lassen, dass jeder ihn sieht. Da geb ich silberkralle voll Recht.
    Es ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man an einem kalten Entzug verrecken kann.
    Michi

    Moin Olaf!
    Ich unterscheide ja prinzipiell auch zwischen einer realen SHG, wo man einmal die Woche hingeht und andere Menschen trifft und diese virtuelle SHG, da kann ich, wann immer ich will hin und treffe in dem Sinne ja auch reale Menschen, nur eben nicht an einem Tisch sitzend oder in der Runde. Mir fällt es wesentlich leichter, hier über Dinge zu schreiben. Da bin ich auch ganz egoistisch: Hier kann ich immer, egal wann, meine Ängste und Nöte, Ideen und Erlebnisse aufschreiben. In einer realen SHG muß ich warten, bis ich dran bin :oops: . Ich hab ja 1 ganzes Jahr lang Therapie bezüglich meiner Alkoholabhängigkeit gemacht, sprich 2 mal Entgiftung, Tagesklinik und Langzeittherapie. Und ich gebe auch zu (obwohl mir die ganze Therapie sehr gut getan hat und wohlgemerkt mir das Leben gerettet hat), dass ich froh bin, hier nicht psychodynamisch im Kreis sitzen zu müssen und eine Blitzrunde zu machen! :wink: .
    Jeder muß schauen, was für ihn das Beste ist.
    Ich find´s Klasse hier!
    Gruß
    drybabe

    Hallo Georg!
    Auch von mir ein Herzliches Willkommen!
    Ich freue mich schon darauf, von Dir hier zu lesen und zu lernen.
    Schön finde ich Deine Ausführungen zu Eurer beiden Umgänge mit der jeweiligen Krankheit. Mein voller Respekt!
    Sei lieb gegrüßt!
    Michi