Beiträge von drybabe

    Hallo Dafina!
    Dein Vater scheint bei 3-4 Fl Wein/Tag ein sehr großes, lebensbedrohliches Problem zu bekommen, wenn er einfach so aufhört. Das kann soweit gehen, dass er im kalten Entzug stirbt. Und das bei Dir zu Hause.
    In so einer Situation, in der er nur trinkt und schläft, wird er vermutlich bald nicht mehr aus eigener Kraft auch nur irgendetwas verrichten können.
    Mein Rat ist, den Notarzt zu rufen, denn so kannst Du ihm nicht helfen, wenn er bei Dir zu Hause liegt. Das kann bei einer bestimmten Promillezahl auch als unzurechnungsfähig gewertet werden.Er muß also so schnell wie möglich, auch gegen seinen Willen, ins Krankenhaus.
    Ein weiterer Tipp wäre den Psychiatrischen Notdienst anzurufen!
    Ich hoffe, Du kannst handeln.
    Gruß und viel Kraft
    drybabe

    Hallo Poster!
    Ethanol und Nikotin, absolut gefährliche und später tödliche Stoffe. Da bin ich auch ganz Deiner Meinung. Wie hält's Du es denn mit Nahrungsmitteln? Oder auch Getränken und Kosmetika? Da gibt es ja von Zeit zu Zeit auch die schlimmsten Befürchtungen, die sich dann bewahrheiten, dass Pestizide, Prionen usw enthalten ist . Oder zum Beispiel der Fleischskandal mit den rückdatierten MHD's .
    Da interessiert mich Deine Meinung sehr!
    Viele Grüße
    drybabe

    Guten Tag Old Flatterhand!
    Ich möchte Dich höflich darum bitten, mich nicht mit verniedlichenden Substantiven , wozu der Ausdruck "Sweetheart" gehört, zu betiteln.
    Ich danke Dir, solltest Du dies unterbinden.
    Grüße
    drybabe

    Moin OF!
    Du mußt nicht bis September warten. Du kannst gleich wieder anfangen!
    Viel Spaß!
    Dies ist übrigens ein Forum für trockene Alkoholiker, Co-Abhängige und EKA´s.
    Nur noch mal zum Verständnis.

    Und da Du mich so oft zitiert hast, sollte es jetzt wohl gut sein, dass mein Name hier auftaucht. Also, Hintern hoch und nicht ausruhen bis September!

    drybabe

    Lieber Matthias!
    Ich möchte gern zu Deinem Beitrag vom 5.7. etwas sagen bzw mitteilen: Du hast mich richtig zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht. Es stimmt total, was sind schon 5 min Zahnbehandlung, die vielleicht schmerzhaft ist gegen 5 Jahre Extremsaufen?
    A big nothing!
    Und das sollte ich mir auch häufiger mal zu Gemüte führen.
    Ich dank Dir für diese Gedanken, die Du uns mitteilst!
    Lieben Gruß
    Drybabe

    Moin BlueCloud!
    Hast Du Dir denn schon mal therapeutische Hilfe gesucht? Gerade was Ängste angeht, kann man in der Verhaltenstherapie ja viel machen.
    Du hast Dich erfolgreich vom Alkohol gelöst und es wäre doch schade, wenn Ängste dann Dein Leben bestimmen.
    Schöne Grüße
    Drybabe

    Moin BlueCloud!
    Kennst Du die Angstkurve? Ich kann sie hier ja schlecht aufmalen, aber vielleicht goog... Du mal.
    Es ist so, dass die Angst schnell ansteigt, ihren höchsten Punkt erreicht, und dann sehr langsam weniger wird.

    Zitat

    Der Verstand schafft es trotzdem nicht, dieses rumorige Gefühl zu neutralisieren. Im Nachhinein erscheinen sie mir dann mehr als überflüssig - in der Situation aber empfinde ich diese Furcht als sehr bedrohlich.


    Durch dieses " neutralisieren" hältst Du die Angst weiter " am Leben". Es ist sehr schwer und muß immer wieder geübt werden. Aber wenn Du einfach solch einen Angstgefanken zu läßt, dann wirst Du zuerst große Angst verspüren , die nur langsam abnimmt. Wenn Du das häufig übst, dann fällt die Kurve ziemlich schnell wieder ab. Ein mir sehr wichtiger Satz, den ich erhielt, war " die Gedanken sind frei ". Du läßt während des " Angstanfalls" einfach die Gedanken zu ohne sie zu neutralisieren oder zu beeinflussen.
    Hoffe, das hilft Dir ein wenig.
    Gruß
    drybabe

    Hallo Geraldjin!

    Zitat

    Sorry, aber das musste mal raus

    Dafür mußt Du Dich nicht entschuldigen. Besser wäre ein " So, das muß jetzt mal raus!".
    Ich bin zwar aus der Gruppe der trockenen Alkoholiker, aber vielleicht kann ich Dir trotzdem etwas helfen.
    Es ist doch mehr als natürlich, einem Partner hinterher zu trauern. Denn es gab bei Euch ja auch gute Zeiten. Nur: Die Zeiten haben sich geändert. Dein Mann trinkt. Ich sage immer, wenn Frauen von ihren Alkoholabhängigen Männern berichten, dass es so ist, dass der Ehemann eine Geliebte hat - den Alkohol. Und dagegen kommst Du nicht gegen an. Dein Mann wird so lange saufen, bis er entweder tot ist oder einsieht, dass er vor dem Alkohol kapituliert.
    Aber darauf hast Du keinen Einfluß. Aber Du hast Einfluß auf Dein Leben. Großen Einfluß sogar. Du bist es wert, dass man mit Dir liebevoll und respektvoll umgeht. Und das hat Dein Mann zum Schluß nicht mehr getan. Also ist es für Dich und für Deine zufriedene Zukunft wichtig, dass Du Dich von ihm trennst.
    Klar kommen solche Momente der Wehmut. Aber dann denke daran, was er Dir angetan hat.
    Und Du fängst jetzt an, Dir Dein Leben aufzubauen.
    Liebe Grüße
    drybabe

    Moin MaryLou!
    Das mit dem Heißhunger auf Süßes kennt fast jeder, der mit dem Saufen aufhört.
    Wenn ein Mensch säuft, hat er meistens das Verlangen nach etwas deftig-salzigem. Leber ist verfettet, da sie dauernd den Alkohol abbauen muß.
    Jetzt, nach einigen Wochen der Abstinenz hat sich das alles einigermaßen reguliert bzw ist dabei, sich zu regulieren. Und nun funktioniert der Körper und der Stoffwechsel ersteinmal fast " umgekehrt". Einen Schmachter auf Süßes ohne Ende. Das ist völlig normal und ein schönes Anzeichen, dass Dein Stoffwechsel diese Schritte gut meistern kann. Irgendwann reguliert es sich dann wieder!
    Obwohl, wenn ich so schaue, esse ich weiterhin mehr Süßes als je zuvor! :oops:
    Lieben Gruß
    Michi

    Moin Ano!
    Ich kann mich den Worten von Uwe und s.z. nur anschließen.
    Die ersten Monate, fast das erste Jahr hatte ich häufig extremen Suchtdruck. Ich dachte schon, ich bin die einzige, die in dieser Hinsicht unnormal ist und nicht zu therapieren ist.
    Dann habe ich angefangen, mir die Situationen mal ganz genau anzusehen. Sie sozusagen zu analysieren, auseinander pflücken. Und ab dann konnte ich viel lernen und der Druck nahm langsam aber stetig ab.
    Du machst das schon gut so, dass Du es aufschreibst!
    Gruß
    Drybabe

    Moin Ano!
    Puh, ersteinmal super, dass Du dem Suchtdruck standhalten konntest und nicht getrunken hast. Das ist schon eine Leistung, gerade wenn es Dir persönlich schlecht geht. Dafür möchte ich Dir gratulieren. Und diese Situation bringt Dich einen großen Schritt weiter in Deinem trockenen Leben.
    Magst Du die Situation etwas genauer beschreiben und auch Deine
    " Gegenstrategie"?
    Viele Grüße
    drybabe

    Moin MaryLou!

    Code
    Darin sehe ich wieder einmal bestätigt, dass viele ( oder alle ?) Dinge im Leben und mögen sie erst noch so schwer und unnötig aussehen im "Rückblick" ihren Sinn machen.


    Da sagst Du etwas sehr wichtiges. Zuerst wollte ich so einige Dinge in meinem Leben auch nicht wahr haben, habe gezetert und dann sind sie doch passiert. Rückblickend merke ich, dass vieles davon eine echte Sinnhaftigkeit hatte, die ich heute nicht mehr missen möchte!
    Lieben Gruß
    drybabe

    Moin Zoolander!
    Diese Alk-Träume kenne ich auch sehr gut. Sie gaben und geben mir Anlaß, zu schauen, ob irgendwas im Ungleichgewicht ist. Ob ich meine Trockenheitsarbeit vernachlässige. Wenn ich da nicht weiter komme, dann ist es einfach das Unterbewußtsein. Das will Deine Sauferei ja auch verarbeiten. Anfangs hatte ich diese Träume sehr oft. Dann immer weniger. Jetzt vereinzelt mal. Aber zum Glück ist es nur ein Traum, aus dem Du aber lernen kannst!
    Schöne Grüße
    drybabe

    Hallo Die_Frau!
    Ersteinmal kann ich mich nur Zimttee anschließen. Du hast das alles richtig gemacht. Du hast für Dein Kind und für Dich gesorgt.
    Ich stimme Zimttee da auch komplett zu, mit dem Kleinen zu einem Kinderarzt/Kinderpsychologen zu gehen. Ich selber habe etwas ähnliches selbst mehrfach als so kleines Kind erleben müssen. Mein Vater war Alkoholiker. Und dann bin ich irgendwann auch Alkoholikerin geworden.
    Bezüglich der Suizidalität wäre ich mir nicht sicher, dass sie ihn da behalten: Wenn er ausgenüchtert ist, bzw unter 1,5 Promille ist und in den qualifizierten Entzug kommt, wird er vorher vom Arzt mehrfach bezüglich seiner Suizidalität befragt. Wenn er dann recht "normal" ist, wird man ihm das auch glauben und so ist er aus der geschlossenen Abteilung raus.
    Daher finde ich es auch sehr gut, dass Du mit der Polizei sprichst.

    Ich wünsch Dir alles Gute!
    drybabe

    Moin Zoolander!

    Dieses Gefühl, dass ich im Suff so viel kaputt gemacht habe, kenne ich auch. Da habe ich am Anfang meiner Therapie einen der 12 Schritte der AA angewendet, die Inventur des Lebens. Und wenn möglich, ein Entschuldigen und wieder gutmachen. Z.B. gemeinsam darüber reden, das hilft schon sehr und läßt die andere Person auch Deine Situation besser verstehen.

    Zum anderen kann ich es sehr gut nachvollziehen, wenn Du Deine Kinder siehst, dass Du Angst hast, Deine Kinder würden irgendwann alkoholabhängig. Bei mir geht der Alkoholismus über viele Generationen, Opa, Vater, ich. Ich habe zwar keine Kinder, aber mit meiner Schwester schon viel drüber gesprochen, ob es "vererbt" werden könnte und dann ihre Kinder betreffen kann.
    Da sollte man als Elternteil sehr realistisch sein. Ob nun durch Vererbung, Sozialisation oder Lernen am Modell und auch Cliquenwirtschaft in der Schule kann es sein, dass Deine Kinder zuviel Alkohol trinken. Davor Angst zu haben, gerade in Deiner Situation ist total verständlich. Ich hab z.B. mit meinen Patenkindern ganz offen darüber geredet. Und Du hast ja den Vorteil, Deine Kinder täglich zu sehen und ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Ich glaube, es entsteht eine große Vertrauensbasis zwischen Euch, wenn Ihr miteinander redet und Du den Kindern auch von Deiner Angst berichtest.