Beiträge von drybabe

    Moin Boehmi79!
    Super Idee mit Sport anzufangen, nachdem Du trocken geworden bist und auch Deine psychischen Zusatzerkrankungen behandeln läßt.
    Zum Beginn beim Laufen macht man/frau es theoretisch (je nach Kondition) so:
    1min leichtes Laufen/Traben - 1min Gehen - 1min leichtes Laufen/Traben - 1min Gehen. Da kannst Du selber schauen, wie viele dieser Einheiten Du schaffst und vor allem, wie viele Dir gut tun. Denn die Überforderung ist häufig am Anfang die Ursache, dass man keinen Spaß mehr am Laufen hat.
    Lieber am Anfang weniger, aber dafür stetig steigern. Auch solltest Du Dir mindestens alle 2 Tage am Anfang eine Ruhephase gönnen. Denn Dein Körper ist diese "Anstrengung" ja gar nicht gewohnt.
    Was sagt denn Dein Hausarzt zu Deinem Übergewicht? Gibt es da bereits Probleme mit Bluthochdruck oder Diabetes? Das wäre auch vernünftig, es einmal abchecken zu lassen.
    Ich wünsch Dir ganz viel Spaß mit Deinem neuen Hobby.
    Gruß
    drybabe

    Moin!
    "Vorbilder im Sport" ist ja der Titel.
    Welche Sportarten assoziiert der trockene Alkoholiker mit Alkohol? Oberste Stelle: Fussball. Dann würd ich sagen, Formel 1,2,3. Dann wird´s schon schwieriger, vielleicht noch Handball.
    Was ist mit Tennis, Golf, Schwimmen, Leichtathletik? Da habe ich es selten gesehen, dass dort Alkohol verwendet wurde, um eine äußere und auch innere Vergiftung damit durchzuführen.
    Ich fand früher z.B. Steffi Graf und Boris Becker voll toll. Die haben nie getrunken. Und ich bin zur Alkoholikerin geworden.
    Fussball spaltet ja die Gesellschaft. Ich gehöre in die Kategorie: No Fussball. Immer schon, auch als ich nass war. Ich fand es damals schon ekelig, wenn die Fussballer nach nem Spiel in die Kneipe kamen und sich darüber unterhielten, wie 11 Leute einen Ball in ein Netz schießen. Unverständlich für mich.
    Michi

    Super Buch:
    " Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter". Von Edeleltern und ihren Bestimmerkindern. Von Anja Maier.

    Hier wird genau das Phänomen beschrieben, welches ich schon so lange anmahne: Ich begegne auf einem Bürgersteig einem Mann, einer Frau und einem Kind im Kinderwagen. Die Eltern verschwenden keinen Gedanken daran, Platz zu machen, sie haben ja schließlich für Nachwuchs gesorgt. So muß der wenige, der nicht diese Waffe Kinderkarre bei sich führt, auf die Fahrbahn ausweichen.
    Herrlich wird beschrieben, wie die Mitmenschen so um die 40 Kinder kriegen, plötzlich spießig werden, es nur noch ein Thema gibt und Originalton "wer kein Kind hat, ist entweder lesbisch, schwul oder gynäkologisch nicht intakt".
    Einfach herrlich das Buch!
    Übrigens geschrieben von einer Mutter, also nix von wegen Kinderhasser. Die Kiddies können da ja nix für. Die Bekloppten sind ja die Eltern.

    Gruß
    Michi

    Moin Franky!
    Ich gebe zu, ich hab Deine Geschichte nicht vollständig gelesen. Aber es war mir egal denn ich wollte Dir meine Hilfe anbieten. Das möchte ich jetzt immer noch. Nur das Problem, welches sich für mich stellt, ist: Du hast eingesehen bzw zugegeben, dass Du Quartalssäufer bist.
    Da kann ich mit Dir über Dein Trinkwochenende schreiben und analysieren, bis der Arzt kommt. Aber es wird nichts bringen. Denn das entscheidende ist doch: Du bist noch nass. Und erkennst es. Immer wieder.
    Du solltest Dir einige Fragen stellen und die unabhängig vom Forum beantworten, und zwar Dir selber.Du brauchst hier niemandem nach dem Mund zu reden oder ihm durch Aussprüche über Trockenwerden zu gefallen.
    Es geht um Dich, ganz alleine um Dich.
    - Willst Du trinken?
    - Willst Du ein trockenes Leben führen mit all seinen Konsequenzen und Grundregeln?
    Ich denke, diese Fragen mußt Du Dir nicht sofort beantworten. Vielleicht braucht es einige Zeit.
    Nur denke ich, wenn Du Quartalssäufer bist und daran nichts ändern willst, dann ist es für uns völlig egal, was wir Dir raten, schreiben, anbieten. Denn dann hat der Alkohol gesiegt.
    Ich wünsche Dir alles Gute. Und denk bitte dran: Alkoholismus ist eine immer tödlich endende Erkrankung, die nur der Betroffene selber stoppen kann.
    Gruß
    drybabe

    Moin Frank!
    Ich lese manchmal in Deinem TB und was mir da immer wieder auffällt, ist eine große Euphorie, dass Du nicht mehr trinkst. Zum anderen schreibst Du recht wenig. So weit ich mich erinnere, ist das der 2. oder 3. Rückfall, seit ich hier im Forum bin, von Dir.
    -Kannst Du den Grund nennen, wie es diesmal dazu kam?
    -Wo war Deine Euphorie, als der Nachbar Dir ein Glas eingeschenkt hat ?
    -Konntest Du nicht in der Situation auf Dinge aus Deinem Notfallkoffer zurück greifen? Hast Du einen Notfallkoffer?
    -Warum hast Du früher Feierabend gemacht an dem Tag? War da im Unterbewußtsein schon der Wunsch zu trinken?
    -Soweit ich mich entsinne, hast Du eine neue Beziehung. Siehst Du da irgendeinen Zusammenhang?
    Ein Rückfall passiert ja meistens nicht " mal eben so" , sondern beginnt ja oft schon längere Zeit voraus im Kopf. Hast Du da schon etwas gemerkt, in den Tagen vor Deinem Rückfall?

    Lieber Frank, ich finde es schade, dass es wieder zu einem Rückfall bei Dir gekommen ist. Aber ich weiß auch, dass Du wieder aufstehst und Deinen Weg weiter gehst. Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Rückfall aufarbeiten kannst. Wenn Du magst, hier im Forum. Ich möchte mich gerne an der Aufarbeitung beteiligen und Dir , soweit es geht, dabei helfen.
    Und noch was: Ich finde es ganz toll, dass Du uns gleich von Deinem Rückfall berichtet hast und es nicht verschweigst. Du hast damit recht, es wäre pure Selbstverarschung.
    Wichtig finde ich jetzt, zu schauen, wie es Dir körperlich geht. Denn Du hattest ja über 2 Tage extrem gesoffen. Da kann ein Alkoholiker, der eigentlich trocken ist, schon mal delirant werden. Ich fände es gut, wenn Du zu Deinem Arzt gehst heute und ihm auch von dieser Stimme erzählst. Es war zwar gut, was sie Dir gesagt hat, aber sowas kann auch schnell nach hinten losgehen und es hört sich für mich eher nach einem Delir an.

    Frank, mach Dich wieder auf den Weg. Wenn Du möchtest, helfe ich Dir.
    Gruß
    Drybabe

    Moin beagle!
    Ich bin's noch mal!
    Bei reifem Obst solltest Du aufpassen, z.B. Ananas kann ganz schnell gären und dann entsteht auch Alkohol. Das riecht man recht stark bei Ananas. Bei einigen Säften ist es ähnlich, vor allem bei den naturtrüben Apfelsäften.
    So, dann mal viel Spaß!
    drybabe

    Moin beagle!
    Du bist jetzt so 5 oder 6 Wochen trocken. Während Du gesoffen hast, war Deine Leber mit dem ganzen Alkohol überschüttet, völlig unfähig, irgendwie was sinnvolles zu tun, außer die alkoholischen Kalorien in Fett umzuwandeln. Daher auch die Fettleber. Nun bist Du trocken, was klasse ist :lol: , und die Leber regeneriert sich, der Stoffwechsel regeneriert sich und das Fett wird aus der Leber heraus verstoffwechselt. Und dann bekommt der Mensch Appetit auf Süßes. Auch der Mineralienmangel, der durch das Saufen entstanden ist, muß nicht mehr durch Herzhaftes ausgeglichen werden.
    Und deshalb haben frisch (aber auch länger :lol: ) Trockene häufig große Lust auf was Süßes.
    Gruß
    drybabe

    Moin Chugri!

    Zitat

    Die ersten Monate meiner Abstinenz hätte ich, wenn ich sie nochmal erleben müsste, anders gestalltet. Es waren ein paar Anlässe dabei wo es zwar primär nicht ums Saufen ging aber wo ich mich unnötig in Gefahr gebracht habe. Man liest es ja hier immer wieder.

    Na, da haste aber noch mal Glück gehabt. Solche Risikomomente sind es auch, die wir hier besprechen und dem anderen helfen wollen, nicht das Risiko einzugehen. Vielleicht hilft Dir der regelmäßigere Austausch hier. Da kannst Du ja auch fragen: Hey, wie habt Ihr das gemacht?
    Risikominimierung ist super wichtig.
    Ich hoffe auf einen intensiveren Austausch und dass Du Dein Leben weiterhin trocken und zufrieden leben kannst.
    Viele Grüße
    drybabe

    Lieber Dante!
    Auch von mir nachträglich alles Liebe und Gute zum Geburtstag!
    Und wie schön, dass Ihr so eine beschauliche, ruhige Feier hattet.
    Liebe Grüße
    Michi

    Moin Gartenblume!
    Ich sehe die Situation als trockene Alkoholikerin. Vielleicht mal so zum Vergleich: Die ersten Male haben sich meine Eltern noch um mich gekümmert. Zum Schluß bin ich dann mit letzter Kraft alleine in die Klinik zum Entgiften. Als ich dann langsam trocken wurde, haben meine Eltern und Freunde mir wieder geholfen, die Wohnung in Schuß zu bekommen , sauber machen, einkaufen etc..
    Und dass ein Alkoholiker im Suff pöbelt und aggressiv wird, weil er nur eines will, und das ist weitersaufen, ist für Angehörige hart zu erkennen.
    Gerade wenn Du immer so viel für ihn tust, ist doch in seinen Augen alles geregelt (jetzt so z.B. Wohnung putzen, Einkaufen, Miete überweisen o.ä.). Was kann er dann machen? Richtig: Saufen!
    Deshalb gilt für Angehörige das ganz wichtige Prinzip: Denk an Dich. DU bist das wichtigste. Du kannst ihn hundert Mal ins Krankenhaus fahren, er wird, wenn er es will weitersaufen. Nur Du bist psychisch und vielleicht auch physisch am Ende.
    Wenn da plötzlich keiner mehr ist, merkt der Alki vielleicht etwas. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: einen eigens motivierten Entzug mit dem eigenen Wunsch, trocken zu werden. Oder als zweite Möglichkeit, sich tot zu saufen.
    Wenn Dein Vater beginnt, sich selber um sich zu kümmern, dann kannst Du ihn ja unterstützen, weil er trocken ist.
    Ich habe das bei meinem Vater, der Alkoholiker ist , mitgemacht und dann wurde ich selber Alkoholikerin und bin so mit meinem Umfeld umgegangen, obwohl ich das ja gar nicht wollte.
    Alles Gute wünsch ich Dir!
    Gruß
    drybabe

    Moin Verena!
    Ich möchte Dir danken, dass Du Deine Saufzeit so beschrieben hast, authentisch und auch hart. Ich kann mich in einigen Stationen wiedererkennen. Und gerade wenn Du noch eine Saufkumpanen hast, ist es ja ebenso schwerer, aufzuhören. Denn die Sauftouren mit Ihr kennst Du, die Abende alleine ohne sie und den Alkohol nicht. Echt toll.
    Ich antworte mal auf eine Frage, die Du eigentlich Consuela gestellt hast :

    Zitat

    Wie ging es dir in deiner ersten Trockenheitsphase? Ich habe schon nach einem Thread von dir geschaut aber leider keinen gefunden. Und mich interessiert wie deine Tochter damit umging, also dass du getrunken hast.

    Das liegt daran, dass wir im geschlossenen Bereich schreiben und dort unsere Tagebücher und Theras haben. Wir können aber auch, so wie jetzt, im offenen gucken, lesen und schreiben. Ich kann Dir den geschlossenen Bereich nur ans Herz legen. Die paar Euro/Monat hat man früher in ner halben Stunde versoffen.
    Was ich auch ganz toll finde, Du warst Dir irgendwann bewußt, dass Du erst 28 bist und wenn Du so weiter machst, nicht mehr lange leben wirst.
    Mir ging es ähnlich mit Mitte 30. Da hab ich immer gesagt, hätte ich weiter gesoffen, ich wäre keine 40 geworden. Ich hatte ein ähnliches Trinkverhalten , wie Du. Ich nenn es mal Hardcore, morgens, mittags, abends, nachts. Und jetzt: Freiheit morgens, mittags, abends, nachts!
    Mach weiter so!
    Ich find´s sehr gut, wie Du Deinen bisherigen Weg gehst!
    Gruß
    drybabe

    Moin Melanie!
    Du hattest ja mal überlegt, das Forum zu verlassen. Und jetzt sehe ich, dass Du ein neues TB aufgemacht hast. Ich möchte Dir sagen, darüber freue ich mich. Ich bin froh, dass Du hier bleibst und weiter für Dich sorgst und wir uns gegenseitig austauschen können.
    Einen schönen Tag!
    Viele Grüße
    Michi

    Moin Kim!
    Genauso wie OF es schon angemarkert hat,

    Zitat

    Diesen Kampf habe ich jetzt angenommen.

    , bringt das Kämpfen gegen den Alkohol nichts. Das soll nicht heißen, dass man aufgibt, ganz im Gegenteil. Man kapituliert vor dem Alkohol. Der Alkoholiker merkt, dass, egal was er macht und wie er sich anstrengt, der Alkohol stärker ist als er selber. Daher kapituliert der Alkoholiker und geht ab dann konsequent dem Alkohol aus dem Weg. Risikominimierung. Hast Du Dir hier schon einmal die Grundbausteine angesehen?

    Aber ersteinmal toll, wie Du es jetzt geschafft hast, die letzten Tage nüchtern zu sein. Und Du wirst sehen, jeder Tag, den Du nüchtern leben darfst, wird ein guter Tag. Da gibt es auch Probleme, Nöte, Streit, Liebe, Hoffnung, aber Du nimmst daran nüchtern teil. Du kannst für Dich selbst bestimmen. Das ist ein sehr großes Geschenk, welches Du Dir selber gemacht hast.
    Einen guten Austausch hier! Und wenn fragen sind, immer raus damit!
    Viele Grüße
    drybabe

    Moin beagle!
    Also, vom Tee wirste nicht abhängig, keine Bange. Viele hier trinken, seit sie trocken sind, Tee. Im geschlossenen Bereich gibts sogar einen Tee-Thread, da kann man sich über die unterschiedlichen Arten von Tee austauschen .
    In dem Beruhigungs- u d Nerventee ist zwar Hopfen drin, weil der beruhigend wirkt, aber keinesfalls abhängig macht. Und Du hast ja die Zeit, die Du mit Saufen verbracht hast, jetzt sozusagen " frei". Die muß ja mit Aktivitäten, neuen Hobbys, SHG usw gefüllt werden. Und wenn Du den Tee für Dich entdeckt hast, ist doch Super.
    Ich habe mal geschrieben, dass ich der Meinung war,als ich noch nass war , dass Tee was für Schwächlinge ist.Gefärbtes Wasser, mehr nicht. Ja, Alkohol macht einfach dumm und böse. Und heute trinke ich mind einen Liter. Auch mal Schlaftee, oder Chai oder sonstwas.
    Mach Dir um eine Suchtverlagerung da bitte keine Gedanken. Es ist gut, wie aufmerksam Du bist, das behalte bei.
    Viele Grüße
    Drybabe

    Moin beagle!
    Hallux OP würde ich nicht lange verschieben. Wenn Du erstmal ein Druckgeschwür hast, eine durch den Hallux bedingte Fehlbelastung der Knie, Hüfte, Wirbelsäule, dann ist es blöd.
    Wichtig: Orthopäde muß Bescheid wissen.
    Im Krankenhaus wirst Du ja ein Aufklärungsgespräch haben beim Narkosearzt. Auf jeden Fall sagen, dass Du trockene Alkoholikerin bist. Es werden dann andere Narkosemittel in anderen Dosierungen verwendet. Dir flößt da keiner einen Schnaps ein. Das mit der " Jodallergie" hört sich eher nach Überfunktion der Schilddrüse an, mußt auf jeden Fall Deine Tabletten dem Arzt zeigen, die Du nimmst.
    Dem Chirurgen auch sagen, dass Du trockene Alkoholikerin bist und ein alkoholfreies , nichtjodhaltiges Desinfektionsmittel wünscht. Das ist Dein Anteil an Risikominimierung, den Du machen kannst. Alles andere machen dann die Halbgötter in Weiß.
    Solltest Du nach der OP wider Erwarten Suchtdruck bekommen, bitte sofort einer Schwester und einem Arzt Bescheid geben. Du wirst dann sicherlich etwas zur Entspannung erhalten, damit der Suchtdruck schnell weg geht. Im normalen Leben heißt es natürlich, den Suchtdruck aushalten und wahrnehmen, dass er auch wieder verschwindet. Aber in dieser Ausnahmesituation im Krankenhaus halte ich es für keine gute Idee. Da kannst Du Dich schwer ablenken, spazieren gehen o.ä..
    Du bist da für Dich verantwortlich und darfst von den Ärzten und vom Pflegepersonal einfordern, dass auf Deine Suchterkrankung Rücksicht genommen wird.
    Alles Güte für Dich!
    Drybabe

    Moin BlueCloud!
    Ich habe eben die letzten paar Seiten Deines TB's gelesen und da kamen mir gleich 2 Gedanken, die ich Dir mitteilen möchte.
    Zum einen diese Hundetrainerin. Ich bin eigentlich der Meinung, dass jemand, der so eine Verantwortung vor allem für große Hunde übernimmt, eine Ausbildung samt Zertifizierung haben muß. Ich weiß nun nicht, es es wirklich so ist, aber ich denke es. Vielleicht ist die Dame ja auch auf den Zug der Hunde-Nanny aufgesprungen. Schwein, Katze, Pferd und wie diese Sendungen alle heißen. Damit kann man sicherlich gut Kohle machen, wenn man gut! ist.
    Bei mir um die Ecke betreuen 2 staatlich geprüfte Tierphysiotherapeuten meist Hunde. Auf dem Laufband, auch Aquajogging ist dabei 8) . Ich finde es ganz süß und die Besitzer sind begeistert, gerade wenn die Tiere sich etwas gebrochen haben oder beim Schäferhund die Hüftdysplasie.

    Die andere Geschichte, auf die ich eingehen möchte, ist vom 7.3. glaub ich. Es ging um das Outen und die Nichtakzeptanz der Alkoholkrankheit.
    Anfänglich sind mir da 2 Situationen passiert, die mir sehr weh taten. Heute denke ich auch etwas anders darüber.
    Zum einen hat meine Mutter ( Co-abhängig) und mein Vater ( Alkoholiker, mit KT bzw Trinkpausen bzw wegen seines Alters nur noch selten) , nachdem sie mich aus meiner 2. Kurzzeitig-24-Std Entgiftung abgeholt haben, beide gemeint, das ist doch alles eine Willensschäche, warum ich denn so wenig Kraft und Willen habe. Trink doch einfach ein Wasser, wenn andere Bier trinken. Nun reiß Dich mal zusammen.
    Mittlerweile, nach weiteren Entgiftungen, Therapiesitzungen mit meinen Eltern, LZT haben beide schon verstanden, dass es sich um eine Erkrankung handelt. Aber nicht alle aus der Familie dürfen das wissen. Kleinstadt, viel Getratsche, aber auch viele funktionierende Alkoholiker.

    Die 2. Geschichte war mit meiner bis dato längsten Freundschaft, die noch aus der Schule ins Erwachsensein herüber gerettet wurde. Mit dieser Frau habe ich, wenn wir uns denn trafen, viel gesoffen und über alte Zeiten geredet. Damit war dann natürlich nach meinem Nüchterwerden Schluß. Sie sah meine Veränderung, vor allem auch die körperlich, sah meine aufrechte Haltung und mein zufriedenes Gesicht mit einem leichten Lächeln. Irgendwie konnte sie das wohl nicht ertragen, denn sie war immer die Starke, die ich um Hilfe bat. Und nun? Bei einem Gespräch meinte sie, dass diese ganzen Entgiftungen, Therapien und zum Psychologen rennen dem Staat nur Geld kosten würde. Dahinter verstecken wir ( also ich= die Alkoholiker) sich ja nur. Wollen Terapie, die sollen mal ihr Leben auf die Reihe bekommen. Und so ein Quatsch, das ist nur reine Willensschwäche aber niemals eine Krankheit. Wenn man nicht mehr saufen will, dann hört man einfach auf.
    Diese Frau ist so alt wie ich und mit einem viel älteren Alkoholiker, trocken seit 25 Jahren, verheiratet.
    Ob sie nun diesen Schwachsinn von ihm hat, keine Ahnung. Aber seitdem, so ca seit 2 Jahren, habe ich den Kontakt zu ihr abgebrochen. Denn ich sah diese Freundschaft mal nicht durch die alkoholverschmierten Gläser: Sie war immer die Dominante, ich immer die, die Sch. ei . sse baut und sie mich da rausholen muß. Nun hab ich, ohne ihre Hilfe mein Leben geändert und das konnte sie wohl nicht richtig verknusen. So macht sie, falls wir uns mal zufällig in meiner Herkunftsstadt begegnen, einen großen Bogen um die willensschwache drybabe , die es doch bestimmt nicht lange ausgehalten hat, nicht zu trinken, weil sie willensschwach ist und Alkoholismus als Krankheit vorschiebt.

    Manchmal tut das noch weh, obwohl beides 3 bzw 2 Jahre her ist. Aber das wichtigste, ich weiß, ich bin auf dem richtigen Weg und habe mir mein privates soziales Umfeld so aufgebaut, wie ich es gut finde!
    Liebe Grüße
    Drybabe