Beiträge von drybabe

    Liebe Sylvia!
    Dass so eine Thrombose mit anschließender Lungenembolie auch jungen Menschen widerfahren kann, ist schlimm. Euer Schicksal berührt mich sehr und ich merke, wie es ganz warm wird um mein Herz herum, wenn ich an Euch denke und so wie gestern Abend, mir Eire Fotos anschaue. Ich bin ich sonst ein recht sachlicher Mensch, aber ich schicke Euch, wenn immer diese Wärme für Euch bei mir zu spüren ist, diese Wärme zu. Vielleicht ein winzig kleines Teilchen für Eure Trauerarbeit.
    Was ich Dir noch sagen wollte, vielleicht für die nächsten Wochen mal zum Lesen, ist, dass sich keiner schuldig fühlen muß. An dem Tod des kleinen Jungen konnte niemand etwas ändern. Und an der extrem großen Lungenembolie Deiner Tochter auch nicht. Da sind alle machtlos. Aber niemand von Euch muß sich Gedanken über Sachen wie Schuld etc machen.
    Ich nehme Euch alle virtuell in den Arm. Und wenn mal ein Wärmeschauer aus dem Norden kommt, dann ist er von mir für Dich und Deine Familie!
    Alles Liebe!
    Michi

    Moin Bruce !
    Einen Satz von Dir fand ich sehr bedenklich und auch gefährlich

    Zitat

    natürlich toll, zu "wissen", dass man nie wieder in seinem Leben den Griff zur Flasche tätigen wird,

    . Das kleine Wörtchen mit den 3 3 Buchstaben " nie". woher weißt Du das denn? Das ist sicherlich Dein Wunsch, der ist ja auch super und überlebenswichtig. Nur halte ich es z. B . so, das ich solche Wörter wie " nie ". , "niemals" weglasse. Das mache ich , damit der Druck durch diese Sätze nicht plötzlich zu hoch wird. Denn ich kann ja saufen, soviel ich will, wenn ich will.
    Ich bin erst 2,5 Jahre trocken , hab also ein wenig Erfahrung aber auch noch nicht ganz so lange. Es gibt häufig so Tage, da bin ich so froh, nicht mehr trinken zu müssen. Es steigt dann eine große Dankbarkeit in mir auf. Ich bin nicht gläubich, aber ich empfinde in diesen Momenten Demut, und das ist ein sehr schönes, warmes, den Körper ausfüllendes Gefühl. Wenn ich dann z. B. ein Eis essen gehe, weil es mir so gut geht und ich mich freue, und dann vergesse, nach zu fragen, ob da Alkohol drin ist und einen großen Löffel nehme und versehentlich Alkohol zu mir nehme, denke ich, so schnell kann's passieren, die Unachtsamkeit.
    Ich hoffe, Du verstehst, was ich hier mit meinem langen Text meine. Sich einfach niemals zu sicher sein! Das ist jedenfalls mein Motto und bis jetzt schützt es mich ganz gut!
    Schönen Gruß
    Drybabe

    Lieber Dante!
    Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier in Deinem TB dazu schreibe.
    Mein aufrichtiges Beileid!
    Es ist so unfassbar und so sinnlos.
    Ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit!
    Alles Liebe!
    drybabe

    Moin, Moin!
    Ansatzweise gibt es in vielen Threads hier schon das bzw die Themen. Aber ich möchte gerne einmal zielgerichteter dazu etwas wissen.
    Wie seht Ihr das, machen eher mehr Frauen als Männer eine Therapie?
    Haben Männer mehr Angst vor einer Therapie? Evtl. davor, dass Altes und Belastendes hochkommt?
    Meist sind es ja Männer, die in Beziehungen, wo Alkohol im Spiel ist, gewalttätig werden. Wenn diese Männer nun trocken sind, deckeln sie eher die Vergangenheit ab, nach dem Motto : Das war früher, nicht jetzt?
    Mir gehts nicht dadrum, welches Geschlecht der bessere Mensch ist. Sondern wir sind hier ja eine gemischte Gruppe und da habe ich manchmal den Eindruck, dass es da geschlechtsspezifische Aussagen gibt.
    Mich würde daher Eure Meinung sehr interessieren!
    Gruß
    Drybabe

    Moin Rockqueen!
    Ich kann es schon nachvollziehen, dass Du gerne raus möchtest, unter Leute, auf Deine Konzerte. Ich habe nach einem Jahr Abstinenz mal einen kleinen Schritt gewagt und bin schnell zurück gewichen. Es war mir zu gefährlich. Mit der Zeit hab ich mir dann Veranstaltungen rausgesucht, die ich mit guten Freunden besucht habe, die wußten, wenn es für mich zu viel wird, geh ich.
    Heute habe ich überhaupt keine Lust mehr, auf große, laute und verqualmte Events. Da weiß ich ganz genau, dass die Hälfte davon breit ist.
    Es gibt aber viele Sachen, nichts mit Alkohol zu tun haben und trotzdem Spaß machen: Kino, eine Ausstellung besuchen( hätte ich früher nass wie ich war als Weichei-Kram abgetan, wie bescheuert von mir), Messen( z.B. gerade aktuell die CeBit), und noch viele andere Dinge mehr.
    Ich hatte anfänglich Angst, jetzt gehöre ich nicht mehr dazu. Ganz im Gegenteil: jetzt kann ich wieder ganz offen und unbeschwert leben, ohne zu denken, was haste gestern wieder gemacht. Und ich kann mir aussuchen, wozu ich gehören will. Damals gabs nur eine Alternative: die Säufer!
    Gruß
    Drybabe

    Moin Frühling!
    Wie meine Vorschreiber schon sagten, auf die Tageszeit kommt es nicht an. Die wird immer genannt als mildernden Umstand. Aber die ist echt total egal. Wenn jeden Tag getrunken wird, dann sicherlich nicht nur ein Glas Bier oder Wein, sondern schon mehr. Die Experten sagen ja, ab 2 Gläser Wein täglich bei einer Frau kanns gefährlich werden, beim Mann darfs noch ein Glas mehr sein.
    Wenn man mal bedenkt, welche Veränderungen der tägliche Alkoholkonsum im Gehirn verursacht, würde ich sagen, dass man durch solch ein Trinkverhalten sich eine Abhängigkeit nahezu antrainiert. Und die körperliche und psychische Abhängigkeit, die habe ich z.B.bei mir gar nicht so unterschieden, denn es geht fliessend ineinander über. Und auch die Disposition, ob jemand Entzugserscheinungen hat oder nicht, ist sehr individuell. Ich hatte bei kleineren Mengen Alkohol am nächsten Tag zitternde Hände, bei mehr Alkohol dann Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsstörungen etc.
    Ich hoffe, Du kannst jetzt mir Deiner Frage etwas weiter kommen.
    Schönen Abend Dir!
    drybabe

    Moin!
    Ich habe mal eine Frage an Euch alle, sowohl trockene Alkoholiker, Co-abhängige, EKA´s, ebenso im offenen als auch im geschlossenen Bereich dieses Forums für Alkoholiker:
    Mir fällt immer wieder auf, dass der Ton und der Umgang der einzelnen User im offenen Bereich oftmals harsch ist, spröde, teilweise beleidigend.
    So einen Umgang kenne ich aus dem geschlossenen Forenbereich kaum.
    Nun würde mich interessieren, woran das liegt. Denn es gibt ja auch Mitglieder, die zuerst im offenen Bereich geschrieben haben und dann doch lieber in die Geschlossene wollten, da es sonst zu öffentlich ist.
    Ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht, woran das liegen kann. Als häufiges Argument, welches mir immer wieder einfiel, ist die anonyme, kostenlose Teilnahme im offenen Bereich. Dort kann man ja sozusagen nichts verlieren.
    Wie seht Ihr das?
    Habt Ihr eine Idee, die dieses Phänomen erklärt?
    Schöne Grüße
    drybabe

    Moin AW!
    Ich kann mich da den anderen anschließen. Ich finde es super, dass Du da zu den "Herren" gegangen bist und etwas bewirkt hast. Noch so´n Ding und Kündigung. Du hast gut für Dich gesorgt. Dir ist Dein neu gewonnener Schlaf sehr wichtig und den willst Du Dir nicht von solchen Nachbarn kaputt machen lassen.Dass Du danach aufgeregt warst, ist verständlich. Nach so kurzer Trockenheit ist es auch nicht ungewöhnlich, an Alkohol zu denken. Das wird sich auch ändern.
    Du kannst mit Recht stolz auf Dich sein!
    Schöne Grüße
    drybabe

    Moin Kerstin!
    Du machst das echt gut. Nimmst Deinen Sohn mit zum Einkaufen > Risikominimierung.
    Bist zwar ärgerlich und auch traurig über die Ablehnung, aber legst Widerspruch ein (das ist übrigens echt immer die Masche. Damals wurden auch so viele Anträge erstmal abgelehnt oder nur 6 Wochen bewilligt. Aber die Therapeuten/Sozialberater wissen ganz genau, wie man die Kostenträger zur Einwilligung bekommt :D ).
    Du machst etwas für Dich und Dein Studium.
    Und Du gehst nächste Woche nochmal in die SHG. Und sollte es Dir nach dem 5. Mal nicht gefallen, dann suchst Du Dir eine andere. Du bist nicht gezwungen, in einer zu sein. Es ist gut, neben dem Forum noch eine reale SHG zu haben.
    Prima, weiter so!
    Gruß
    drybabe

    Moin BC!
    Bei einem Wadenkrampf ist es wichtig, die verkrampfte Muskulatur zu dehnen, also den Krampf aufzulehnen. Wenn der Krampf in der Wade sitzt, setzt Du Dich ins Bett oder aufs Sofa, so dass Dein Bein horizontal liegt. Dann greifst Du an Deine Zehen und ziehst sie zu Dir, ohne dabei das Bein im Kniegelenk zu beugen. Anfänglich tut´s weh, aber schnell merkst Du eine Besserung!
    Hoffe, es geht Dir besser!
    Gruß
    drybabe

    Moin!
    Wenn ich im www unterwegs bin und Fragen/Antworten habe bzw suche zum Thema Alkoholismus und auf diesen Thread stosse, würde es mich extrem abschrecken. Und evtl. Vorurteile wie Alkoholiker sind prollige, laute unangenehme Mitmenschen würden sich dadurch wahrscheinlich verstärken.
    Es ist keine angenehme Art, so miteinander umzugehen. Ich finde diese Art rücksichtslos und auch sehr, sehr einfach, simpel und überhaupt nicht reflektiert.
    Gruß
    drybabe

    Also, ich finde Deine Fragen sehr interessant. Und warum sollte man nicht fragen? Es geht hier ja um das Thema Alkoholismus und nicht um irgendwelche Eheprobleme oder so was.

    -ich fühle mich alleine: Dann ruf ich jemanden an. Aber manchmal will ich auch alleine sein, aber das ist, glaube ich, nicht das, was Du meinst.

    -die ganze Welt ist gegen mich: Diese Wahnvorstellung habe ich zum Glück nicht mehr, seit ich keinen Alkohol mehr trinke

    -ich fühle mich minderwertig: Das war und ist immer noch ein wichtiges Thema in meiner Psychotherapie. Aber auch dieses ist seit meiner Kapitulation wesentlich besser geworden. Ich schaue mir die Situationen genau an, in denen ich mich so fühle. Das nimmt der Situation und dem Gefühl oftmals die Schärfe

    - ich bin traurig: Das darf ich sein. Wenn es länger als 2 Wochen anhält, gehe ich aber zum Arzt.

    - oder andere negative Gefühle: das ist etwas allgemein. Ich versuche , mein Leben als trockene Alkoholikerin so gut für mich zu leben, wie es geht. Ich fühle mich gut, da ich nicht mehr trinke. Ich kann zu jeder Tages-/Nachtzeit Autofahren. Ich habe wieder ein gutes Verhältnis zu meinen Verwandten/Familie/Freunde. Mit denen unternehme ich dann etwas. ich versuche, wenn sich etwas negatives einschleicht, zu schauen, warum ist das Gefühl da. Wenn es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt, dann versuche ich schon, mit schöner Ablenkung dagegen an zu steuern.
    Schöne Grüße!
    drybabe

    Moin Jazzcore!
    Das meine ich :

    Zitat

    Das Gefühl war gestern auch bei mir ganz präsent, ich hatte sofort wieder Lust, das warme Gefühl in der Kehle zu verstärken.. erschreckend.


    Dass Du einfach jetzt die nächsten Tage besonders auf Dich acht gibst , Dich beobachtest, ob es Dir nach diesem "warmen Gefühl in der Kehle" ist.
    Nur nicht in Panik verfallen, nur etwas aufmerksamer sein. Das Suchtgedächtnis kennt ja dieses "Wohlig-Wärmegefühl" und möchte es wieder haben. Und nun hat das Suchtgedächtnis kurz einmal "Blut geleckt" und will natürlich mehr. Und da Sucht eine recht heimtückische Erkrankung ist, läßt sich das Suchtgedächtnis schon ganz gerne was einfallen.
    Aber Du weißt ja, wenn Dir was komisch vorkommt, Du wieder Druck hast o.ä., hier sind immer Leute, die Dir helfen!
    Gruß
    drybabe

    Moin Jazzcore!
    Ich kann mich meinen Vorrednern auch nur anschließen. Leider passiert das fast jedem trockenen Alkoholiker. Mir ist das ebenfalls passiert mit einem Medikament zum Inhalieren.
    Wichtig ist, es sich in dem Moment sehr bewußt zu machen, Mund ausspülen und ganz viel Wasser trinken. Und dann ist besondere Vorsicht dran. Denn sowas kann zwar gerne wieder schnell vergessen werden, das Suchtgedächtnis speichert es aber und so kann es als Träger wirken für die nächsten Tage!
    Also, kein Beinbruch. Du lernst draus. Wie Matthias schon sagt, noch mal die Bude durchforsten, ob irgendwo ein Tröpfchen Alkohol/Ethanol enthalten ist. Und jetzt besonders achtsam sein.
    Viele Grüße
    drybabe

    Moin Gavris!
    Geh auf jeden Fall morgen zum Arzt, laß Dich bezüglich Entzugssymptome checken. Das ist der erste Schritt für Dich, wieder zu einer zufriedenen Abstinenz zu kommen. Wenn körperlich alles klar ist, würde ich mich , ebenfalls wie s.z. schreibt, daran machen und die gründe für den Rückfall aufschreiben. Wann begann er im Kopf. Und eine Frage mußt Du Dir auch ehrlich beantworten: Hattest Du einfach Bock drauf, Dich abzuschiessen und volllaufen zu lassen? Wenn ja, dann mußt Du Deine Einstellung zu Deiner Abstinenz noch mal grundlegend "durchleuchten". Das wird jetzt eine Menge Trockenheitsarbeit, aber sie ist wichtig für Dein späteres Leben.
    Du weißt ja, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wo kein Wille ist, gibt es Gründe.
    Alles Gute für Dich!
    drybabe