Beiträge von BinIchMachtlos

    Liebe Nanni: Vielen Dank für das Daumen drücken.
    Hallo Kaleu: Deine Bestärkung hat mir sehr viel geholfen.

    Ich wußte am Freitag ja selber nicht was mich erwartet wenn ich in die Wohnung komme.
    Er wußte gar nicht mehr wie er reagieren soll.
    Alles hat sich überschlagen.
    Ich bin froh daß ich mich schon vor Wochen um eine Notunterkunft gesorgt habe.
    Am Ende ging's so verflixt schnell.
    Bleiben war keine Option mehr.
    2 Koffer, 1 Tasche mit Schuhen, Papiere und noch ein paar Kleinteile die mir Wichtig sind.

    Nach dieser Zeit braucht es nicht viel zum Glüklich sein.

    ICH BIN DRAUSSEN!

    Am Freitag hat mein Mann gesagt er tauscht die Türschlösser aus, dann hat er die Aussage zurück genommen. Dann hat er wieder seine Meinung geändert... und wieder.

    Ich hab meine Koffer gepackt und bin zu Bekannten. Dort habe ich ein Zimmerchen, kann bleiben so lange ich will. Und wißt ihr was?

    ES GEHT MIR GUT!

    Seit letzter Woche hat mich der Gedanke "zu Bleiben" zutiefst deprimiert.
    Die letzten 3 Wochen haben mir den Rest gegeben. Wahrscheinlich hab ich die letzte Dosis noch gebraucht um den Entschluß zu Gehen später nicht in Frage zu stellen.
    Mir geht es gut! Mir geht es so gut wie lange nicht mehr.
    Der ganze Druck fällt ab.
    Mein Gefühl besteht aus purer ERLEICHTERUNG.

    Mit meinem Zimmerchen hab ich großes Glück weil in dem Haus reger Betrieb herrscht und immer Leute kommen und gehen und der Hofhund hat mich gleich in's Herz geschlossen und geht mir mir spazieren.
    Es ist auf dem Land und ich hab jetzt mal 50 km Arbeitsweg. Aber das spielt keine Rolle.
    Plötzlich hab ich noch 2 weitere private Unterkunftsangebote.

    Seit Freitag fang ich wieder an zu leben.
    Alles kommt mir jetzt so einfach und unkompliziert vor.
    Die Kur wurde genehmigt. Von KW30 bis KW33. Gerade da paßts mir nicht so gut.
    Aber die Prioritäten haben sich verschoben.
    Alles wird sich finden. Ich habe keine Angst.
    Alles ist mir recht.
    DAS LEBEN IST SCHÖN!!!!

    Ich genieße jeden Moment in vollen Zügen.
    Um mich rum sind lauter nette Menschen.

    Ich glaube ohne Euch hätte ich das nicht geschafft.
    Euer Zuspruch und die klare Erkenntnis :
    so lange ich da bin wird er nicht aufhören.
    Danach stehen die Chancen fifty fifty.
    Wenn er's packt (er hatte ja mal einen großen Willen) dann freu ich mich für ihn.

    Aber mich geht das nichts mehr an.
    Diesen Satz schreiben zu dürfen ohne angeklagt oder von Schuldgeführen überrollt zu werden.... das ist so viel wert.

    Ich umarme Euch alle.
    BinIchAmLeben

    Hallo Fini,

    meine Oma war in 10 Jahren 5 x auf Entzug.
    Als Kind hab ich das nicht mitbekommen - erst später.
    Dann hat mein Vater gesoffen und versucht uns Kinder gegen die Mutter auszuspielen.
    Ich habe als Kind nicht verstanden warum Mutti nicht endlich mit mir weggeht (meine Schwestern waren fast erwachsen und bei Ihren Freunden).
    Dann sind wir endlich gegangen als ich 13 war.
    Aber meine Mutter ist sehr katholisch und daher nach ein paar Wochen wieder mit mir zurück. Ich wurde nicht gefragt.
    Das Zurückkommen war schlimmer als das Gehen.
    Jetzt hab ich mich entschlossen von meinem Mann weg zu gehen. Und ich werde nicht zurück gehen.

    Danke Nanni,
    ich kann eine bißchen Zuspruch und vor allem Daumen drücken brauchen.
    Es ist wie Schwimmen auf offener See.
    Ich halte mich an der Perspektive mit dem "kleinen Platz" fest.
    Das bestimmt mein Denken und mein Leben.
    Gestern morgen hab ich mir das alles hübsch ausgemalt und total abgeschalten. Dabei hab ich fröhlich vor mich hin gepfiffen.
    Mein Mann ist dabei immer tiefer gesunken.
    Dann bin ich lieber gegangen.

    Heute früh vor der Arbeit war ich schwimmen.
    Das tat sooooo gut.

    Aber ich tanz auf des Messers Schneide.
    Ich muß einfach eine "hübsche" Wohnung finden.

    Heute hol ich einen Koffer Kleidung und bring villeicht Zerbrechliches in den Keller.
    Leider muß ich erst mal meinen Kater zurück lassen.
    Der wird mir unheimlich fehlen.

    Hallöchen,

    mir geht es zusehends besser.
    Vielleicht hab ich einen netten kleinen Platz für mich gefunden (es ist aber noch nichts entschieden und wird noch ein paar Wochen dauern).

    Auf jeden Fall schaue ich nur noch in meine Zukunft.

    Mein Mann hätte gestern alle Zusagen gemacht. Er wollte auf Anraten eines Freundes mit mir zu einer Eheberatung, hatte ein Kärtchen von einer Lebensberatung (nix professionelles) und ... tataaaa....er wäre tatsächlich in eine Klinik.

    1. es ist zu spät
    2. ich glaub ihm kein Wort
    3. ich müßte ständig in der Angst des Rückfalls leben
    4. ich werde mich nie wieder so behandeln lassen!!!

    Mein Mann hat jetzt 3 x angerufen.
    1. Wie es mir geht
    2. er hat mir mitgeteilt daß er aus allen Sportvereinen austritt (weil er dort nicht wie der Depp dastehen will)
    3. Er wird diese Tage die Türschlösser austauschen

    Zum Glück hab schon vor Wochen bei Bekannten angefragt. Da hab ich ein Sofa.

    Bin massiv auf Wohnungssuche.
    Dabei trifft man interessante Leute.

    Gestern hab ich mit einer Frau, die auch gerade eine Beziehung (u.a. wegen Alkohol) beendet hat, und deren Typ ich auch kenne, 4 Stunden geplaudert.

    (mein Mann hat mir wieder unterstellt ich würde zu einem Lover gehen).

    Auf jeden Fall hab ich ihn mal gefragt wie er es sich vorstellt mich irgendwann auszuzahlen.
    Er hat gesagt: das mache er nie. Bevor er noch mehr Schulden aufnimmt (dabei geht es um keine dramatische Summe) bringe er sich um.
    Puh. Das war wieder harter Stoff.
    Kennt Ihr das?

    Merci. Ich wünsch Dir auch einen schönen Tag.

    Gestern hab ich mir ein leckeres Eis gegönnt.
    Und danach Erdbeeren mit Joghurt.
    Zwischen Arbeit, Eisdiele und Einkaufen hat mich mein Mann 3 x angerufen und immer wieder gefragt ob ich WIRKLICH gehe. Das war ein Spießrutenlauf.
    Heute geh ich nicht mehr an's Handy wenn er anruft.
    Hab mir grad eine Wegzehrung gemacht.

    Gestern hab ich meinem Chef von meinen Problemen und meinem Vorhaben erzählt. Auch 2 Kollegen wissen davon.
    Ich weiß nicht ob es richtig ist sowas nach außen zu tragen.
    Aber in der Arbeit hab ich so oft geheult und ich glaube die haben schon was gemerkt.
    Mein Chef hat ganz einfühlsam reagiert und mir auch von einer Tante in seiner Familie erzählt.
    Ich hoffe das war kein Fehler. Aber meine Arbeitsleistung hat doch ganz schön gelitten.

    Vielen Dank für die beiden Daumen Monty.
    Jetzt schaun wir mal.

    Auf mein Inserat wegen einer Wohnung hat sich noch niemand gemeldet.
    Jetzt schau ich mir mal kleine Häuslein außerhalb an.
    Ich kenn einige Leute die gerade in Trennung leben.
    Vielleicht wird`s ja eine WG.

    Die Sonne scheint und damit wird es ein Landausflug.

    Also gut.
    BIN AUF WOHNUNGSSUCHE.

    Am Tag vor meinem Geburtstag hab ich 2 Wohnungssuch-Inserate aufgegeben, die aber erst heute erscheinen.
    An meinen Geburtstag hat er "ausnahmsweise" mal gedacht und kam mit Blumen an.
    Ich hab geheult und ihm gesagt daß ich eine Wohnung suche.
    Seitdem gehe ich durch die Hölle.
    Er behauptet nüchtern zu sein und damit wäre die Welt doch in Ordnung.Ich suche wirklich nicht aber JEDEN TAG stolper ich über eine leere Flasche Wein.
    Gestern hat's mich nur noch ein müdes Lächeln gekostet: Im Schrank, in einer Kaffeetasse stand ein Wasserglas mit Wein.
    Seine Laune ist schlecheter denn je.
    Er lügt daß sich die Balken biegen.

    Ich schlafe seit einer Woche auf dem Sofa in der Hoffnung Schlaf zu finden.
    Am Anfang kam er jede halbe Stunde rein gestürmt, hat das Licht angemacht, irgendwas gebrabbelt und ist wieder raus, bis nachts um 2.
    Einschlafen kann ich sowieso nicht gut weil mir so viel durch den Kopf geht.
    Ich nehme nur pflanzliche Beruhigungstropfen.
    Die wichtigsten Unterlagen sind in Sicherheit.

    Meine Ehe ist gescheitert und nicht zu retten.
    Gestern hat er mir tatsächlich erzählt er wäre beim Internist gewesen und der hätte ihm Magenkrebs diagnostiziert.
    Aber er hat keinen Plan bekommen wann er in welche Klinik zur Chemo oder einer anderen Behandlung soll.
    Ich glaube ihm kein Wort.
    Er hat das gemerkt und wollte mir Vorwürfe machen was für ein schlechter Mensch ich bin - hab die Tür zu gemacht.
    Nach einer Stunde schluchzend, mit hängendem Kopf greift er sich panisch an's Herz und schaut mich von der Seite an.
    Ich reagiere überhaupt nicht mehr.

    Eigentlich wollte ich mir mit der Wohnungssuche Zeit lassen aber es ist so unerträglich. Ich will nur noch raus.
    Vor ein paar Wochen war der "Gedanke zu gehen" erschreckend.
    Heute ist der "Gedanke zu bleiben" erschreckend.

    Letzten Freitag hatte ich meinen Mann für einigermaßen nüchtern gehalten. Auf meine Frage sagte er NICHTS getrunken zu haben.
    Kurz darauf waren wir wieder in einer dieser sinnlosen Diskussionen.
    Am Samstag morgen wußte er (angeblich) von nichts mehr.
    Auf meine Frage gab er zu am Fr. abend eine Flasche Wein getrunken zu haben.
    Ich war dann weg und hatte ein schönes Wochenende.

    Mittwoch nachmittag wollte er mich am Telefon in der Arbeit wieder in ein eigens erfundenes Problem rein ziehen. Ich habe einfach aufgelegt.
    Dann tat mir die Haut weh und mein ganzer Körper hat sich verspannt. Bin dann mit Kollegen abends weg.
    Es war ein geselliger Abend und mir taten die Gesichtsmuskeln vom Lachen weh.

    Seitdem ist in mir Ruhe eingekehrt.
    Ich freunde mich immer mehr mit dem Gedanken an auszuziehen.

    Gestern hab ich den ganzen Tag in Frieden und mit mir erlebt, kaum geredet, gelesen, von Erlebnissen gezehrt und mich weggeträumt.
    Interessant: mein Mann war friedlich und hat nichts getrunken.

    Sofort hab ich ein schlechtes Gewissen: wenn er jetzt die Kurve kriegt wäre mein Auszug vielleicht voreilig und ungerecht.

    Gerade lese ich ein Buch über das innere Kind.
    Ich weiß ja daß in meiner Kindheit viel schief gelaufen ist.
    Mein Mann erzählt immer er hätte eine glückliche Kindheit gehabt aber das glaube ich nicht.
    Eigentlich glaube ich ihm überhaupt nicht mehr viel.

    Mensch Leute, ich seh überall nur noch Alkoholiker.
    Zur Zeit lasse ich revue passieren welche Menschen mir in den letzten 15 Jahren begegnet sind. Bei einigen bin ich mir inzwischen bewußt daß sie ganz tief drin stecken.
    Manchmal gingen meine Alarmlampen an, bei einigen wir's mir erst jetzt bewußt.

    Seit dem Drama am Sonntag ist Funkstille.
    Ich habe meine Wunden geleckt und viel gearbeitet und gebastelt, dabei kann ich gut entspannen und muß ihn nicht sehen.
    Aber ich hab festgestellt daß er ein bißchen in der Wohnung aufgeräumt hat. Seine Wäsche mach ich ihm seit Wochen nicht mehr - er hat schließlich den ganzen Tag Zeit.

    Der Wäschestapel war jetzt endlich mal weg.
    Aus dem Zustand der Wohnung hab ich geschlossen daß es ihm besser geht.
    Bei mir selber ist das eben ein Zeichen.

    Gestern sind wir uns in der Küche begegnet. Ich hab ihn (freundlich, neutral) gefragt wie es ihm geht.
    Er hat mich angespien "es geht ihm gaaaanz prima".
    Wenigstens war keine Beleidigung dabei - eigentlich ein Vortschritt.
    Ich habe nichts erwiedert, nichts an mich ran gelassen, keine Diskussion und hab mich nicht mal innerlich geärgert.
    Bin wieder raus, was werkeln.

    Gegrübelt hab ich schon:
    so fallen gelassen hab ich ihn ja noch nie.
    Wenn er's jetzt blickt geht die Veränderung aber auch nicht von heut auf morgen.

    Als ich wieder zurück kam war er im Bett und ich hatte die Bude für mich.
    Hab dann ein Peeling (Salz und Öl) gemacht, Haare getönt, usw.

    Am Wochenende bin ich bei einer Sportveranstaltung gleich um die Ecke.
    Aber ich schlafe wahrscheinlich vor Ort in meinem selber ausgebauten Mini-Wohnmobil.
    (klein aber meins und duftet nach Leinöl)
    Das war meine Beschäftigung die letzten 3 Wochen und ich freu mich tierisch endlich auszuprobieren ob das alles so funktioniert wie's gebaut ist.