Beiträge von Hopeforlife

    Nachtrag: Du scheinst einen tollen Mann zu haben, mit einer starken und liebevollen Familie im Rücken. D.h. da ist anscheinend immer jemand da, der helfen kann/möchte. NIMM DIESE HILFE AN! Auch wenn es vllt. nich ganz einfach ist. Und eigene BEdürfnisse stehen dir zu und sollten auch befriedigt werden. Denn wenn du dich nicht vergisst kannst du umso besser für deinen Nachwuchs da sein. Das schreibt sich gerade ganz leicht, aber ich bin auch jetzt erst auf dem Weg, das für mich zu lernen und auch um zu setzen :)
    Ich stimme deinem Mann zu ... wenn es soweit ist, dann schafft ihr das schon. Und dann wirst du auch eine gute, liebevolle Mama werden.

    @Swift

    Hab auch (wieder) angefangen Tagebuch zu führen. Gestern ganz spontan. Hab mich danach auch wieder ein Stück besser gefühlt. Werde also am Ball bleiben.
    Ich denke , dass alles, was man nun für sich tut um in das innere "Chaos" Ordnung zu bringen Therapie ist. Und da setze ich erstmal an, bis ich auch professionelle Hilfe gefunden habe. Wann dann kommt muss man sehen.

    Hallo Löwenherz,

    mir fehlt Erfahrung, darum halte ich mich lieber etwas zurück. Ich kann nur kurz meine Geschichte schildern und wie es mir dabei geht. Aber vllt. bringt dich das auch ein Stück weiter.
    Ich kenne diese Ängste nicht. Seit ich 14 bin wollte ich meine eigene kleine Familie in der alles gut wird. Mit 22 kam meine Tochter, mit 25 mein Sohn. Es hat alles gut geklappt. Ich mache definitiv Fehler als Mutter, bemühe mich dann aber auch aus Leibeskräften diese wieder gut zu machen und nicht noch einmal geschehen zu lassen. Und sie bekommen die Liebe die sie brauchen. Möchten sie kuscheln nehme ich sie in den Arm. Allerdings habe ich auch nie bewusst unter liebesentzug oder dergleichen gelitten (siehe Thread alles noch so neu), dadurch fällt mir das vllt. leichter. Seit ich weiß, das ich zu der Gruppe der EKAs gehöre kann ich noch besser an meinem Verhalten arbeiten und eine noch bessere Mama werden. Denn eine schlechte bin ich mit Sicherheit nicht.
    Das Kopfkino nach ich nachvollziehen. Aber für mich zeugt es auch schon von Verantwortung, sich erstmal Gedanken darüber zu machen, ob man denn bereit für ein Kind ist.
    Aber meine innere Überzeugung ist auch, dass es den richtigen (oder falschen, mit ausnahmen) Zeitpunkt zum Kinderkriegen nicht gibt. Planen kann man solange, bis man zu alt ist, und dann betrauert, dass man keine Kinder hat. Den Fall hab ich im Bekanntenkreis. Es kommt halt immer was dazwischen. Aber was machen Menschen, die ungewollt schwanger werden und das Kind behalten??? Das BESTE aus der Situation und sie verbessern sie nach Möglichkeit auch.
    Ich weiß erst seit kurzem, dass ich EKA bin und woher so einiges kommt ... und nun? Mit zwei KIndern? Werde ich meine Situation verbessern.
    Gruß
    Hope

    Mir ist gestern abend auch noch was an mir aufgefallen. Kontollsucht, Verlustängste, das "Nicht-aufraffen-können" alles schon erwähnt und so wahnsinnig treffend. Wie auch vieles andere. Was mir jetzt nach längerem Grübeln über mich und meine Verhaltensweisen bewusst geworden ist, ist, dass ich eher ein Mensch bin der REagiert. Agieren, etwas von alleine anpacken, dass passiert eher selten. Wenn, dann muss man mir schon mal kräftigst in den Allerwertesten treten.
    Bsp.: Ich bin sehr eifersüchtig, bzw. habe 1. ne Sch... angst, dass er geht und 2. Angst, als dumme da zu stehen. Wenn er mich also wirklich betrügen würde, könnte ich die Sache an sich vllt. eher verdauen, als das Gefühl, alle Welt wusste davon nur ich nicht.
    Bsp.2: Ich war mir meiner übertriebenen Eifersucht schon lange bewusst, aber (mit Hilfe) was dagegen tun? In dem Fall hätte ich agiert.
    ABER: Er musste mir erst die Pistole auf die Brust setzen und mir sagen, dass er mit mir nicht mehr klar kommt und überlegt auszuziehen. Und zack. Termine gemacht, hilfe gesucht (dabei auf die Tatsache EKA gestossen). Wieder REagiert. Auf seine Aussage.
    Ich weiß nicht, ob das jetzt speziell mit dem EKA sein zu tun hat, aber ich wollte das mal los werden. Vllt. bin ich damit ja auch nicht alleine.

    Hi Swift,

    noch mache ich keine Therapie. Der Termin war einmalig, da ich es privat zahlen müsste und es mir leider nicht leisten kann.
    Lasse mir jetzt von der Krankenkasse eine Liste von "Kassen"-Therapeuthen zuschicken und muss dann mal schauen, ob da was für mich bei ist.
    Ansonsten ist geplant, dass ich zu einem realen Treffen einer Selbsthilfegruppe für EKAs gehe. Wenn alles klappt werde ich da nächste Woche mal vorbei schauen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, weil mir 1. die Erfahrung fehlt und ich 2. meine ganzen Überlegungen noch nicht abgeschlossen habe. :) (Was man an einem Tag alles so zusammen denken kann :) )

    Hallo.
    Nach einigem stöbern hier im Forum habe ich mich dazu entschlossen auch etwas zu schreiben.
    Für mich ist die Erkenntnis, ein EKA zu sein noch ganz frisch. 6 Tage um genau zu sein. Klar wusste ich, dass ich eine alkoholkranke Mutter habe, aber das mich das so geprägt hat wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich war wegen eines anderen Problems beim Therapeuthen und der meinte, es sei nur ein Symtom, die Ursache liegt in meiner Kindheit. Ich war wie vor den Kopf gestossen. Zum einen dachte ich, ich konnte mit der Alkoholsucht relativ gut um, zum anderen habe ich nie Gewalt erfahren oder mich mütterlicheseits ungeliebt gefühlt. Es gab immer nur die Frage nach dem Warum? Warum macht sie das? (Ich hatte auch mehr oder minder nur sie, weil meine Geschwister min. 12 Jahre älter sind, meine Eltern sich als ich 8 oder 9 war haben scheiden lassen und keiner "um die Ecke" wohnte)
    In nüchternen Phasen war/ist sie auch die tollste Mutter der Welt. Daher ist mir nie so bewusst geworden was ihre Krankheit aus mir gemacht hat. Ich habe mich nur immer gefragt, warum ich gewisse (mich selbst nervende) Verhaltensweisen an den Tag lege und es mir so schwer fällt daran was zu ändern. Aber wenn man die Ursache nicht kennt kann man Symtome halt nicht "richtig" behandeln.
    Gestern bin ich erstmals hier auf das Forum gestossen und hab mir als erstes den Thread mit den Merkmalen durchgelesen. Ich war geschockt und erleichtert zugleich. Mein erster Gedanke war auch: ICH BIN NICHT ALLEINE. Und allein das gab den Anlass mich hier anzumelden.
    Momentan bin ich dabei das Erfahrene zu verarbeiten und anzunehmen ... was nicht leicht ist und mich sehr verwirrt.
    Ich denke, der Anfang ist gemacht.
    Gruß
    Hope