Vielleicht waren aber auch diese Zeiten, die man als Erinnerung bewahrt damals nicht das gelbe vom Ei... wenn ich Albums angucke, denke ich oft... Mensch...wie naiv war ich damals!
Vielleicht hatten wir es nur "schön" weil wir Illusionen hatten und Hoffnungen...
Beiträge von Welia
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Hallo Antilope,
mein Mann war auch von Anfang an ein notorischer Lügner, darum frage ich ihm gar nichts mehr.
Er hat mich auch oft grundlos angelogen, einfach so.... früher dachte ich... vielleicht will er die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, der Armer hat halt früher keine Liebe bekommen...blablabal...
Nun denke ich, er lügt sich entweder selber etwas vor, oder er übt mit kleine Lügen zwischendrin, damit er es besser kann, wenn es mal drauf ankommt.
Nun ist es mich egal, ob er lügt und warum.
Oft sagt er, ich höre gar nichts zu... klar höre ich nicht mehr zu, soll er doch mit der Flasche reden!
Ich nehme auch nichts mehr persönlich, wenn er mich kritisiert, sage ich einfach nur noch "Wenn DU meinst!"
Ich probiere nicht mehr herauszufinden, ob es wahr sein könnte, denn genau dieses Verhalten macht mich krank und das Vertrauen habe nicht ich kaputt gemacht, also ist es nicht meine Pflicht, sie wieder herzustellen.
Er wollte mit mir eine Therapie machen, vermutlich eine Ehetherapie oder sowas, hat aber nicht mal erzählt, warum ich mit ihm zum Therapeuth gehen sollte, also habe ich sofort nein gesagt, mit einem Alkoholiker will ich sowieso keine Therapie machen, die Mühe würde sich nicht lohnen.
Entweder hätte er dort wieder gelogen, und in der Zwischenzeit kann er es ganz gut, oder er hätte auf mir die Schuld abgewälzt, oder er hätte wieder gemeint, ich nehme die doppelte Beziehungsarbeit auf mir!
Nein danke, alles schon gehabt und hat nichts genutzt... ist mir zu anstrengend, ich brauche meine Kraft für mir alleine!
Klar habe ich hintendrin gedacht: hätte ich vielleicht doch mit ihm hingehen sollen, mindestens anhören, um was es geht, aber nach einer Woche, wo er nicht mehr gefragt habe, habe ich bemerkt, dass er gar kein Termin mehr abgemacht hatte, also war die Sache für mich erledigt.
In dem Fall wollte er nur gucken, ob ich noch Interesse habe, die Beziehung aufleben zu lassen, habe ich nicht, also muss ich ihm auch nichts vorlügen.
Wenn man sich emotional trennen will, muss man sich bewusst sein, dass es auch das Ende der Beziehung ist, Ende der sogenannten grosse Liebe, Ende der Aufopferung, Ende des Mitleides, Ende der Lebenslügen, die damit hängen, Ende der Illusionen, das tut eine Zeitlang Weh aber ich bin soweit, dass es fast nicht mehr Weh tut.
Wenn ich mich wirklich emotional trennen will, muss ich mich im Vordergrund stellen, zuerst kommen MEINE Freunden, MEINE Hobbys, MEINE Genesung usw... und dann irgendwo ganz hinten kommt er!
Ich war gestern mit einer Freundin shoppen, automatisch wollte ich auch gucken, ob für ihm im Geschäft was dabei wäre, die er brauchen könnte und sobald diese automatische Gedanke gekommen ist, habe ich sie erkannt und wieder gestoppt, bin zu der Frauenabteilung gegangen und habe mich eine Bluse gekauft.
Anfangs ist es eine ständige Kontrolle des eigenen Verhalten aber mit der Zeit geht es immer besser.
Ich habe auch Freundinen und Freunden, die mich dabei unterstützten und eben nun dieses Forum....
ach...ist das schön! -
Hallo Antilope,
Zitatich finde es gut, wie Du Dich abgrenzen kannst. Es kostet doch soviel Kraft. Ich habe es auch versucht, aber es fällt mir sehr schwer.
Vor allen Dingen, mein Freund will es nicht zulassen.ich habe meinem Mann nicht gefragt, ob er es zulässt, dass ich meine Grenzen setze, er merkt an meiner Haltung, dass der Bogen überspannt ist, und hat er mich gefragt, was ich nun von ihm erwarte aber ich bin nicht drauf eingegangen, denn er weiss es genau... in 40 Jahren Ehe hat er es genug gehört!
- hätte ich ihm gesagt, er soll mit Trinken aufhören, hätte er es verneint und ich wäre die Böse gewesen, die ihm was vorenthaltet...
- hätte ich gesagt, er soll sich ändern, hätte er mich die Schuld gegeben, dass er sich nicht ändern kann, weil ich Schuld bin und hätte sicher eine Liste gehabt, was er mich alles vorsetzen könnte.
Aber so läuft es bei mir nicht mehr, ich habe mich geschworen ihm nichts mehr vorzuwerfen, ihm weder das Trinken zu verbieten noch seine Flaschen zu zählen.
Er kann machen was er will, und ich kann reagieren wie ich will....
Interessant finde ich, dass ich früher viel mehr gedroht und geredet habe, und er hörte nicht zu, nun rede ich weniger und drohe nicht mehr, und plötzlich wird er davon unsicher, aber das Alkohol ist stärker als ich, schlussendlich kann ich genausowenig machen dagegen wie du... nur..für mich selbst kann ich sicher noch was machen, damit es mich gut geht... -
Hallo Nanni,
stimmt, momentan habe ich "Traurigkeitsanfällen", aber sie sind nicht nur wegen meinem Mann... meine beste Freundin, die mich über Jahren zur Seite gestanden ist, ist unheilbar krank und so nimmt mich die Hifestellung momentan auch ein wenig Kraft weg.
Sie hatte mich 4 Jahre lang so geholfen, Licht im Dunkel zu sehen und nun das...!
Ein Lichtstrahlen habe ich aber noch... ich werde Ende September Oma... und freue mich riesig drauf.
Und mein Mann???? wieder rückt er an letzte Stelle in meinem Leben! -
Hallo Nici,
ich bin auch frustriert, also kann ich dich nicht böse sein, aber was will ich sonst machen, solange ich den Mut nicht habe von ihm wegzugehen?
Ich habe momentan soviel trauriges durchzumachen, meine beste Freundin ist sehr schwer krank und ich habe viele Hoffnungen wieder Lichtblicken zu bekommen, da ich Ende September Oma werde... ich habe mich solange darüber gefreut und will nicht mein Glück als Oma gefährden, indem ich mich in grössere Problemen stürze.
Klar sind es Ausreden, aber Ausreden tun einem manchmal gut, wenn nichts mehr anderes übrig bleibt.
Ich habe den Mut nicht dazu mich zu trennen, also muss ich damit fertig werden, bis ich auf die Höhe bin.... -
Hallo Nici,
meinst du, er wird sich tatsächlich eine andere Bleibe suchen?
Und was ist, wenn er es nicht tut?
Ich wäre auch froh, mein Mann kommt auf die Idee zu gehen, habe sogar mal gehofft, er bleibt an eine seine auswärtige "Flamme" hängen, aber bis jezt ist keine so dumm gewesen, wie ich es erhofft hatte.
Ich komme mich auch vor wie eine Katze vor dem Mauseloch, hoffe auf ein Wunder, auf eine gute Gelegenheit, am liebstens wäre mich, ich muss gar nichts machen, aber so scheint es nicht zu laufen... ach..... was haben wir uns nur für Problemen aufgebürdet? -
Hallo Nici,
ich habe auch aufgehört seine Kollegen, die mit ihm in den Fahrradferien gehen, bei uns einladen zu wollen.
Früher habe ich 2 Partys jährlich gemacht, obwohl ich nicht mehr mitfahren konnte, dann konnte ich wieder, dank einer Freundin, die mit mir fuhr wieder mitfahren, und habe es weiterhin organisiert und nun ist meine Freundin so schwer krank, dass sie vermutlich nie mehr mit mir mitfahren wird und ich habe beschlossen die Putzfrau, Köchin und Serviertochter abzubestellen.
Ich sehe auch nicht ein, warum es immer bei uns stattfinden würde, weil mein Mann ein Haus mit Garten und eine Frau daheim hat, die alles auf sich nimmt....
Mein Mann hat zwar gedroht, wenn ich es nicht mehr machen will, macht er es... super, dann wäre es genau auf das gleiche drauf angekommen, also habe ich direkt am Kolleg, der mich gefragt hat, geantwortet, dass ich momentan nicht in der fröhliche Lage bin sowas auf mir zu nehmen, da meine Freundin sehr krank ist und ich nicht mitkommen werde ..
Sollen sie doch ein Treff in einem Restaurant machen, ist mich egal! -
Hallo Candygirl,
dann drücke ich dich den Daumen, dass dein Wunsch Realität wird.
Ich habe auch bald eine "Mutprobe" vor mir, denn mitte Juli gehe ich ein paar Tagen fort in den Ferien mit meinem Mann, da werde ich nicht weggucken können, wieviel er trinkt, da wir ganztags zusammen sein werde.
Ich habe Angst davor, was ich sehen werde!
Ich denke sein Pegel hat sich erhöht und weil ich ihm nie mehr kontrolliere, kann ich es nicht urteile, aber .... wenn ich ihm von Morgens bis Abends an meiner Seite habe!!!!
Ich kann mich gar nicht darüber freuen.... -
Oh doch, Blaubärchen, hat es damit zu tun, dass du 30 bist und ich bald 60, dass du mit 30 noch keine Kinder hast und ich hatte 3, dass du in diesem Forum bist und Bescheid weiss, was dich in 30 Jahren erwarten könnte, und ich wusste es nicht...
Du hast soviele Chancen, die ich nicht hatte...
Nimm sie wahr... sonst landest du genau da wo du nicht landen willst.
Ich würde an meine Kinder auch nicht empfehlen, den Weg zu folgen, denn ich "gezwungenerweise" oder aus Mangel an Einsicht gewählt habe.
Ich würde es auch niemanden empfehlen!
Wenn du aber meinst, so wie ich das mache, willst du es nicht erleben, dann nimm dich selber am Wort. -
Hallo Nanni,
du hast dein Mann daran gewöhnt, dass du alleine auf Geburtstage seiner Sippe hingehst, warum also sollte er sich nun überwinden, hinzugehen, wenn er doch weiss, dass du am Ende die Verantwortung übernimmst?
Ich habe das auch jahrelang gemacht und mein Mann fühlte sich wohl, ich habe für ihm und seine Kumpeln Reise organisiert und er bekam dafür die Loorbeeren! Lies sich sogar "Chef" benennen... ich war nur im Hintergrund und hatte nichts davon, ausser zuzugucken, wie er sich beliebt machte, auf meine Kosten!
Nun mache ich das nicht mehr..
Wenn sich mein Mann vor etwas drückt, was in seiner Verantwortung ist, dann wird es halt nicht gemacht.
Und so zwinge ich ihm dazu die eigene Verantwortung tragen zu müssen, oder sich nachträglich eine gute Ausrede zu finden, warum er etwas versäumt hat.
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Hallo Candygirl,
es wäre auch nicht deine Aufgabe Mitleid zu haben, es ist sein Problem, seine Verantwortung, nicht deine!
Pass sowieso auf, mit Mitleid, wer Mitleid hat wird manipulierbar.
Bei meinem Mann zieht die Masche Mitleid nicht mehr, die hat ausgedient! -
Zitat von Nanni
Liebe Welia,
ja man kann es nicht allen Recht machen. Nur leider lässt mich so etwas nicht kalt, kann mit so etwas nur schwehr umgehen. Da muss ich wohl noch viel an meinem Selbstbewustsein arbeiten. Damit es mir irgendwann, wie Dir,
egal ist was andere von mir denken.
Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag.
NanniHallo Nanni,
es ist mich nicht egal, was andere von mir denken, nur ist mir egal, was andere von mir denken, die es nicht gut mit mir meinen, nur am eigenen Wohl denken und mich manipulieren wollen.
Wenn ich merke, dass jemand was von mir denkt, was ich selber von mir nicht denke würde, frage ich mich:
- ist die Person vertrauenswürdig?
Wenn nein, lasse ich ihre Meinung stehen und gut ist es!Wenn ich aber die Person vertrauenswürdig und ehrlich schätze, ist mich ihrer Meinung sehr wertvoll, die kann nämlich mein Horizont erweitern oder mich eine andere Denkweise belehren.
Manchmal bin ich aber auch noch nicht bereit, eine andere Sichtweise anzunehmen, dann speichere ich sie in meinem Gedächnis und prüfe von Zeit zu Zeit, ob ich nun soweit bin und wie es sich anfühlt! -
Hallo Aurera,
meinst du wirklich im Ernst, wenn man etwas verarbeitet hat, dass es im Gehirn ausgeschaltet ist?
Emotionen sind gespeichert und können einfach hoch kommen, ohne Vorwarnung.
NUR...wenn man die Gefühle zuvor verarbeitet hat, erkennt man auch, um was es sich gehandelt hat und dann kann man die restliche Tränen annehmen... -
Hallo Nanni,
das finde ich aber interessant: du wirst als Arrogant bezeichnet, weil du Distanz behälst und ich werde als Arrogant bezeichnet, weil ich zuviel über mir erzähle, und damit Grossschnauzig wirke.
Daran sieht man, dass man es machen kann, wie man will, gewisse Leuten kritisieren einem immer, mich lassen aber solche Leuten kalt...
Ich finde genug andere Menschen, die mitdiskutieren ohne mich deswegen zu taxieren. -
Hallo Melinak
Du hast recht, Melinak, es ist anstrengend seine Rechte geltend machen, aber müssen wir es nicht alle irgendwie lernen?
Es war mein Schwachpunkt und ist jetzt meine Stärke geworden...
sobald ich merke, dass er Streit sucht, spreche ich es an: Hast du Lust zu streiten? ich auch! , dann wird er still!
Wenn er mich kritisiert, einfach so, antworte ich meistens: Es ist DEINE Meinung, aber MEIN Leben.
Seit ich es bei ihm gelernt habe, kann ich mich auch besser auswärts behaupten, mit Vertretern, mit Familie, mit falsche Freunden.... habe ich kein Problem mehr.... geübt ist geübt!
Eine Zeitlang kam er immer regelmässig in der Küche zum Kontrolle machen, ob ich alles richtig schaffe, also bitte, dann habe ich angefangen zu zählen, ganz laut: 1. Kontrollgang... später... 2. Kontrollgang usw.. er macht es jetzt auch nicht mehr!
Ich schaffe es immer besser und auch immer automatischer und das ist ein Sieg über mir selbst...
Er aber passt langsam auf, denn er fürchtet die Momenten, wo ich mich verbal wehren kann, da ich verbal und in aller Ruhe bessere Chance habe.Auch mit dem Garten ist es genauso, er mag es nicht, wenn ich ihm plötzlich stehen lasse, mit dem ganzen Unkraut, NUR weil er sich geäussert hat, dass ich etwas falsches mache, wie er meint.
Dann sage ich höchstens: wer es besser macht, soll es auch machen...da würdest du sehen, wie er dann von selber abweicht!Es klingt wie Abwehr, ist aber nichts anderes als Grenzen setzen, und die muss er einhalten, weil es MEIN RAUM ist. Ich nehme nicht alles in Anspruch, in seinem Hobbyraum mische ich mich nicht ein, in seinem Gemüsegarten auch nicht, in seine Hobbys nicht, in seine Freundewahl nicht, er kann machen was er will, ABER ich habe auch meine Räumen und die gehören mir.
Klar musst man sich ein Panzer dazulegen, anfangs hatte ich sogar Angst, dass ich eine bittere, bosartige Hexe werde, aber das bin ich nicht geworden und auch zu andere Menschen, die mich nicht zu erdrücken versuchen, kann ich ganz nett und normal sein.
Bei den Büchern, die ich offen herumstehen lasse, steckt keine Hoffnung dahinter, dass er es liest, da ich weiss: er liest keine Bücher!
Zudem weiss ich nicht, ob ich es ohne Alkohol besser mit ihm hätte.
Weisst du, seine Negativität hätte er genauso, wenn er nicht trinken würde...vielleicht wäre er sogar ohne Alkohol aggressiver.... !Bevor er anfing mehr zu trinken wurde er mal depressiv... danach hat er eine andere Frau im Visier gehabt... es war auch nicht angenehmer!
Wie schon mal erwähnt, ich bleibe bei ihm hauptsächlich aus finanzielle Gründen, er aber sehr wahrscheinlich auch.
In meinem Alter kann ich kein Job mehr bekommen, also wäre ich von Vater Staat abhängig, und da bin ich existenziell von meinem Mann abhängig, dafür geniesse ich das Haus, der Garten usw... !
Solange er meine Regeln einhält, und die sind schwarz auf weiss sichtbar auf einem Blatt geschrieben, kann ich es mit ihm aushalten, da ich auch Vorzügen davon habe, aber wenn es mal schlimmer kommen sollte muss ich die Kraft dazu haben gehen zukönnen.
und damit ich real denke und sehe habe ich mich entschlossen in diesem Forum mitzumachen.
Ich kann mich vorstellen, wenn jemand, der in einer gesunden Ehe lebt, sowas lesen würde, würde es heissen, die Frau ist berechnend... lang, ganz lang wollte ich nicht berechend sein, ich wollte die aufopfernde Rolle spielen, aber nun ist es mich egal, ob ich berechnend geworden bin, ich habe was davon, er hat auch was davon und wenn er ehrlich wäre, würde er sicher auch sagen, dass er mich nur nicht verlässt, weil er es sich finanziell auch nicht leisten kann....
Wir leben in einer ungesunden Beziehung, da gelten andere Regeln aber bei "Liebesehen".
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Hallo Nici,
ich könnte von mir nicht behaupten, dass ich mich schon gefunden habe, bin immer noch eine Suchende, aber ich komme mit mir super gut aus, und wenn jemand findet, so wie ich bin, bin ich okay, dann finde ich es sehr schön, ist es das Gegenteil, stört es mich nicht weiter, da mich meistens die Person auch nicht gefällt.
Aendern bis zur Selbstaufgabe würde ich mich nie mehr, für gar niemanden mehr...
Anpassen... !!!!!
Okay...vielleicht.... aber höchtens wenn mich die Anpassung zusagt. -
Hallo Melinak,
Doch, mein Mann ist leider so einen und zwar nicht nur seitdem er trinkt und nicht nur mit mir..
Er war immer so und früher dachte ich, ich werde ihm schon beibringen, dass es nicht okay ist, über andere Menschen zu verfügen, aber da habe ich auf Granit gebissen...Dann hat er vor 12 Jahren eine gewaltige Ehekrise verursacht und ich habe danach meine Bedingungen gestellt.
Noch habe ich nicht alles abgeschafft, aber öfter, weil ich es gar nicht probiere und nicht, weil er schuld ist, aber sobald ich merke, dass ich mich irgendwo, gegen meinem Willen einenge lasse, arbeite ich daran, dass ich zu meinem Recht komme.Ich habe Freunden und Freundinen, die er nicht mal alle kennt, und die mich gute Konversationen bitten, wir treffen uns zwar lieber anderswo und ein paar kenne ich vom Mailen, aber ich frage ihm gar nicht, ob sie "bewilligt" sind, denn wer nicht dumm fragt, bekommt auch keine dumme Antwort über.
Wenn ich im Garten bin sorge ich dafür, dass er sich nicht mehr einmischt, klar probiert er es immer wieder aber dann lasse ich alles stehen und sage ihm, er soll halt selber weitermachen, wenn er es besser kann.
Ich lese nun auch die Bücher, die ich mich selber bestelle und verstecke sie nicht, damit er nicht die Titeln sieht, zb. habe ich einen über Alkoholismus und es ist offen auf dem Tisch.
Ich bestelle überhaupt vieles per Post, obwohl er das nicht mag und um Erlaubnis frage ich gar nichts mehr, da ich es per PC mache!
Also.... ein grosser Stück bin ich schon vorangekommen Richtung Unabhängigkeit und es passt ihm vieles nicht.... aber wer fragt denn schon danach?
Ich sicher nicht!Mich fragt er auch nicht, ob das was er macht, nach meinem Geschmack ist...oder?
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Ach ja...noch was!
ich habe immer noch dieses Gefühl von Trotz, wenn ich mich behaupte, hoffentlich geht es mal weg!
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Hallo Gotti,
Für Sachen, die mich sehr wichtig sind, kann ich mich gut behaupten, anderseits ist er wirklich von Charakter ein Mensch, der meint, alles besser zu wissen und manchmal gebe ich einfach nach, aus Bequemlichkeit, weil ich meine Ruhe will oder weil ich keine Lust habe zu erklären, warum meine Wahl besser sein sollte.
Ich glaube, dass ich gar nicht versucht habe, mich zu behaupten ist einfach, weil ich endlich aus dem Haus gehen wollte und keine Lust hatte darüber zu diskutieren.
Weisst du, ich glaube, er wäre auch ein Nörgeler, wenn er nicht trinken würde, manchmal habe ich sogar den Verdacht, dass er dann sogar noch schlimmer wäre in nüchternden Zustand. -
Hallo Candygirl,
da wirfst du die Frage auf, wieviel und was man am Partner überhaupt verraten sollte aus dem eigenen Leben.
Früher hätte ich geschworen...man muss sich ALLES sagen, also sagte ich ihm alles, wie ich es in der Kindheit als braves Mädchen gelernt hatte, und er sagte was er wollte und verschwieg oder verneinte, was er nicht wollte...
Doch damit setzte ich mich extrem unter Druck, musste Kontrolle über mir üben, ständig wurde ich von ihm geprüft, ob ich gut genug war in seine Augen, so wie er mich wollte, so sollte ich auch werden... irgendwie genau den gleichen Muster, wie ich es als Kind gelernt hatte.
Auch als ich der PC bekam und versprach keine Männerkontakten zu haben, war ich vermutlich immer noch stark davon abhängig, dass er von mir nichts schlechtes denkt.
Aber als ich beschloss, ihm zu sagen:
- ja ich habe Männerbekanntschaften, die mit mir über Themen diskutieren, die du nicht interessant finden würdest.
- ja ich bin in einem Forum und du kannst darin keine Kontrolle mehr ausüben, was ich zu erzählen oder nicht zu erzählen habe, weil du nicht am PC gehst.Klar hat es ihm nicht gefallen... und er hat mich bedroht die PC Kosten nicht mehr übernehmen zu wollen und der PC aus dem Fenster zu werfen, und da wurde ich energisch und habe ihm gestoppt und gesagt, er kann es tun, muss aber damit rechnen, dass ich dementsprechend meine Konsequensen ziehe.
Und als ich das sagte wusste ich....
Jetzt habe ich mich endlich von diesem Zwang, befreit ihm alles sagen zu müssen, Rechenschaften abzulegen, mich zu kontrollieren oder kontrollieren zu lassen.
Auch mein Mann weiss nicht, dass ich in diesem Forum bin, er braucht es auch nicht zu wissen, denn ich tue es nicht gegen ihm aber für mich, und alles was ich für mich mache und für mich als richtig urteile geht ihm nichts an.
Wie schon mal erwähnt, ich bin keine die klammert, jetzt z.b. ist er alleine an einem Fest gegangen, ich weiss auch nicht, ob er nicht Frauen treffen wird, ich weiss nicht wieviel er trinken wird, ich weiss nichts und will es auch nicht wissen aber was ich mache ist auch alleine auf meine Verantwortung und meine Entscheidung.