Beiträge von Welia

    Hallo Susanni,

    für jede negative Gedanke, die jetzt aufkommt, musst du dich eine neue positive einpflanzen, deine negative Gedanken machst du dich, und genau so wie du sie dich machst, kannst du sie dich auch stoppen und ändern.
    Einfach ist es sicher nicht aber ich bin sicher, du wirst es schaffen!

    Hallo Anke,

    Zitat

    In meinem Fall weiß ich, mein Mann war Alkoholiker bevor ich Co wurde. Ob ich auch so Co geworden wäre kann ich nicht beurteilen und ob ich es noch wäre, wenn ich nicht mit ihm zusammen wäre kann ich auch nicht sagen.

    ich denke, wenn du nicht zuvor Co- gewesen wärest, hättest du ein Mann nicht ausgesucht, der Alkoholiker ist, denn Alkoholiker haben eine andere Art als normalen sich zu präsentieren und das ist diese Art, die Co-Abhängige anzieht... also.... ich will dich ja da nichts einreden, aber das könntest du vielleicht überdenken.

    Zudem, so wie du es schreibst, könnte man meinen, du gibst ihm die Schuld und diese "Schuldzuweisung" ist ein Teil unserer Sucht.

    erschreckend, wie oft ich noch Co- reagiere, wenn ich nur einmal nicht aufpasse.
    Z.b. gehe ich mit meinem Mann aus dem Haus, er kritisiert die Wahl meiner Jacke und ich wechsle die Jacke automatisch, nachträglich denke ich aber, meine Wahl wäre treffender gewesen.
    Meine Frage: wie kommt man aus der Automatisierung, ohne dass man sich ständig fragen muss, ob man sich zur Wehr setzen sollte?

    Hallo Aurora,

    ich werde erst Ende September zum ersten Mal Oma und freue mich wie verrückt.... ich habe immer gedacht, wenn man jung Kinder hat, wird man auch jung Oma... aber weit gefehlt.. mit 19 hatte ich schon mein erstes Kind, und nun macht mich gerade mein Jüngster zur Oma.... Schon deswegen möchte ich mich von der Co-abhängigkeit befreien, denn ich will keine kranke Oma sein!

    Hallo Anke,

    ich selbst war Co- lang bevor ich mein Mann kennenlernte, das Verhalten habe ich in der Kindheit gelernt, das habe ich zwar schnell begriffen aber ich habe Jahren gebraucht, um es zu glauben und die Tragweite zu begreifen.
    Ich habe mein Mann aber NICHT alkoholsüchtig gemacht, das Glas hat er immer selber zum Mund geführt.
    Zudem bewegte er sich damals als ich ihm kannte, schon in Kreisen, wo getrunken wird, wäre ich nicht Co gewesen, hätte ich es bemerkt, eine Kollegin von ihm hat mich sogar aufmerksam darauf gemacht und ich habe gedacht, die ist nur neidisch.
    Somit fühle ich mich nicht schuldig und nicht mal mitschuldig.
    Seit ich ihm aber nicht mehr "soviel" unterstütze, wird er aber auch nicht gesünder, aber ich fühle mich ein wenig wohler und freier dabei.
    Er kann für sich entscheiden, was er machen will und muss mit den Folgen fertigwerden, ich aber will mein Co-Verhalten nicht mehr haben und lasse mich deswegen gerne beraten hier im Forum, indem ich schreibe und gute Antworten bekomme, die mein Verhalten korrigieren.

    Hallo Melinak,

    ich bin tatsächlich seit über 40 Jahre mit meinem Mann verheiratet, also eine sehr lange Zeit, an vieles habe ich mich sehr wahrscheinlich gewöhnt und merke es nicht mal noch, mein Ziel ist aber es wieder zu merken, auch wenn es Weh tut!
    Wenn ich aber merken würde, dass ich ihm bekämpfe, oder probiere zu ändern, würde ich dagegen ankämpfen, auch wenn ich mich trennen muss aber zwischen uns hat sich eher emotionale Kälte gebildet, ich bekämpfe ihm nicht, lasse ihm alle Freiheiten, die er braucht, sei es zum Saufen oder sonst was, aber ich lasse mich auch meine Freiheiten nicht mehr nehmen.
    oder... sagen wir es so...das was ich als Freiheit brauche....
    Denn vermutlich habe ich viele Freiheiten geopfert und weiss nichts mehr davon, oder habe kein Bedarf mehr danach.
    Sollten aber in meiner Entwicklung Freiheiten wieder hochkommen, die ich erst jetzt bewusst brauche, werde ich sie mich erkämpfen, dass ich zu meine Rechte stehe.
    Das kannst du mich glauben... und ich glaube, mein Mann hat es verstanden, er merkt es vermutlich an meiner Entschlossenheit.
    Weisst du, ich mache immer so eine "Rechnung", fast 20 Jahre lang habe ich für meine Familie gelebt, 20 Jahre lang sicher für meine Kindern und für meinem Mann, 20 Jahre lang nur für meinem Mann, indem ich alles auf ihm bezog... und jetzt kannst du 2x raten, wem die nächste 20 Jahren gehören werden....
    Ich freue mich jetzt schon drauf!

    Hallo Aurora,

    auch ich wünsche dich ein wunderschöner Festtag mit deinem Sohn... Mensch ist der aber jung!
    Mein Jüngster ist ja schon über 30 und mein älterster wird bald 40.... dabei fühle ich mich noch so jung!

    Hallo Nici,

    nicht dass du meinst, ich hätte die Sprüche ins lächerliche gezogen, ich fand sie nur so treffend und gut gewählt...weisst du, ich mag solche Sprüche und weiss von meinem Mann, dass er solche Sprüche von mir überhaupt nicht erträgt, ehrlich gesagt, ich hoffe, dein Partner auch nicht... immerhin dürfen wir auch mal die Bosheit, die uns angeboten wird, ein wenig damit lockern....
    Früher schon sagte z.b. mein Mann immer:
    Ich weiss, dass ich nichts zu sagen habe, nachdem ich so ein Spruch liess.
    und ich erklärte ihm, dass ich es nicht böse gemeint hatte... (damals....!!!!)
    vor kurzem hat er auch wieder angefangen mit der Mitleidmasche und meine Antwort war:
    Warum sagst du es dann?
    Mich hat meine zynische Art sehr geholfen und mein Humor (wenn es auch schwarzes Humor war) auch, meine Grenzen gelten zu lassen!
    Also bitte, nichts für ungut!

    das kann ich gut verstehen, Candygirl, immerhin wollen wir als Co- sowieso nie lügen, immer alles schön auf dem Tisch präsentieren, Gefühlen erklären, Partner beruhigen, so dass er sich ja sicher fühlt, das sind wir unserem Harmonybedarf schuldig.
    Aber, das habe ich alles hinter mir!
    Wenn mich mein Mann schon keine Konversation bietet, hole ich mich bei Freunden und Freundinen, was ich vermisse.

    Als ich der PC bekam, sagte er von Anfang an... da wirst du Männer kennenlernen...meine Antwort darauf war (ich war damals noch hörig)...aber nein...da musst du dich keine Sorge machen...!

    Und als ich mal erwähnte, nach ca ein Jahr PC, dass ich in einem Forum mitmache, hat er mich sogar im Ernst gefragt... ob auch Männer dabei sind!
    Damals sagte ich: Klar, das Forum gehört nicht zu einem Frauenkloster!

    Ich habe der PC nun seit ca 5 Jahren und er musste akzeptieren, dass ich mit Männer Kontakt habe, oft habe ich ihm gesagt, wer ein guter Witz erzählt hatte und habe nicht den Nicknamen von einer Frau gesagt.
    Später musste er akzeptieren, dass ich per Mail auch Männerkontakten habe, denn bei mir geht es um Sympathien und nicht um Geschlecht.

    Und als ich mit Skypen anfing, habe ich auch mit einem Freund Kontakt aufgenommen, anfangs machte ich es auch hinter seinem Rücken aber plötzlich dachte ich... was ist denn schon dabei?

    Und habe angefangen mit dem Freund zu skypen und zwar, wenn er im Zimmer war, und er musste es akzeptieren.

    Wenn er in Kneipen auf Sauftour geht, verlangt er auch auch nicht, dass die Frauen aus der Kneipe austreten... und ich muss es auch akzeptieren... oder?

    Und da ist das Risiko viel grösser in der Kneipe, wo es von "Weibern auf Männersuche" wimmelt, dass was passiert, als wenn ich mit einem Freund per Telefon oder per Skype diskutiere.

    Hallo Nici,

    Ich fand in deinem Resumé viele offene Fragen, die ich mich auch stelle, aber deine lustige Art zeigt, dass du auch viel Humor hast, genau wie ich!
    (das mit den Aepfel stehlen hat mich herzlich zum Lachen gebracht und auch mit Aschenputtel....).

    Klar sind wir irgendwie in eine beschissene Situation aber noch können wir darüber lachen, und deine Spässe haben ganz einfach gut getan.

    Das wollte ich dich nun sagen!

    Hallo Dagmar,

    was du schreibst, könnte ich jetzt auch unterschreiben, nur ich dachte nicht immer so... Mitleid empfinde ich jetzt nicht mehr, ich weiss nicht mal noch, ob ich überhaupt ihm gegenüber noch was empfinde.
    Zudem, habe ich einfach keine Zeit daran zu denken, was ich empfinden könnte oder sollte oder sonst was, weil ich mit mir selber voll beschäftigt bin.

    Hallo Susanni,

    herzliche Gratulationen, und nimm es nicht zuschwer, wenn dein Mann negative Sachen über dir verbreitet, die Leuten, die sowas lesen haben auch eine eigene Meinung und wenn sie keine haben, vergessen sie es sicher so schnell, wie sie es gelesen haben.
    Das Leben ist ein Bumerang, jeder bekommt zurück, was er mal geworfen hat....

    Hallo Melinak,

    ich wäre auch gerne so frei, wie du es geworden bist, aber...das was du dafür erleiden musstest, möchte ich nicht erleiden... (grins)
    Ich gebe es zu, ich bin feige, anders kann ich es auch nicht benennen, aber meine Feigheit hat auch Wurzeln in der Kindheit, und diese Wurzeln bin ich bereit zu ergründen, darum bin ich hier.
    Ich denke, ich habe schon sehr viel an mir gearbeitet und habe auch keine Angst weiterhin an mir herum zu knabbern, aber ich habe mit bald 60 Jahre die Kraft nicht mehr gegen diese Feigheit anzukämpfen.
    Vielleicht habe ich zuwenig Träumen, die mich dazu zwingen, oder ich leide wirklich zuwenig... kann auch sein!
    Irgendwie ist mir mein Mann immer gleichgültiger geworden, ich habe mich arrangiert... ob er trinkt oder nicht ist mich egal!
    Ich bin auch nicht in diesem Forum mit dem Ziel mich zu trennen, denn andere Sachen sind mich wichtiger, und zwar mich selbst.
    Kann sein, dass ich mal danach eine Trennung bevorzuge, kann auch sein, dass ich bei ihm bleibe, es hängt nicht mal von ihm ab, nur noch von mir selbst....
    Was kommt, soll halt kommen, ich will bereit sein, wenn es mal soweit ist...!

    Zitat von n i c i

    Hallo Monty,

    wenns mir im Kopf schwirrt, versuch ich neben mir zu stehn, die Sache von außen zu betrachten. Und mit dem Abstand auf die Geschehnisse oder Feadbacks zu sehen, und wenn ichs lang genug betrachtet hab, über leg ich mir : was würde ich dieser Person raten.

    i

    Ich habe mich eine Zeitlang immer selber Briefe geschrieben, als würde ich an einer Freundin schreiben, das hilft auch wieder Boden unter den Füssen zu bekommen aber es benötigt viel Zeit und viel Kraft.
    Diese Methode brauche ich aber immer weniger, weil ich sofort schalte, als hätte ich an einer Schaltuhr gedreht...

    Hallo Candygirl,

    auch ich bin eine treue Seele, habe auch immer so gedacht wie du, anderseits bist du nicht alleine für die Ehe verantwortlich, wenn dein Partner dich mit der Flasche ersetzt hat, ist es vielleicht nicht mal verkehrt dich anderswo nach einer starke Schulter umzusehen.
    Du hast ja auch Rechten, nicht nur Pflichten!
    Zum Thema fremdgehen, denke ich manchmal...wenn der Partner sich abwendet und trinkt, ist es auch eine Art fremdgehen.
    Lass es dich gut gehen in deine Freundschaft, ich habe auch ein Freund aus der Ferne, der mich sehr unterstützt und bin so froh, dass ich mich diese wertvolle Freundschaft erlaubt habe.

    Kann gut sein Monty, dass es Ausreden sind, anderseits habe ich mich vor kurzem überlegt, ob ich wirklich aus "Mitleid" oder aus "Herzensgüte" mit ihm bleibe, und ehrlich gesagt, es ist nicht so..
    Weder Mitleid noch Herzensgüte sind im Spiel, ich habe meine finanzielle und meine Bequemlichkeitsvorteile mit ihm zu bleiben, es ist voll berechnend, und die Nachteilen nehme ich halt in Kauf und probiere sogut wie möglich für mir alleine gut zu sorgen.
    Wenn ich die Nachteilen abwäge, die ich nach der Trennung hätte, und die Vorteilen, die ich "noch" habe, überwiegen momentan die Vorteilen.

    Hallo EinNeuer,

    Zitat

    Die Vorstellung, nie wieder im Leben Alkohol trinken zu dürfen, (ich schreibe jetzt absichtlich "dürfen", besser "müssen") kann bei einem Co auch Mitleid mit der kranken Person entstehen lassen.

    stimmt vollkommen... ich habe auch schon gedacht, was mein Mann alles nicht mehr machen würde, wenn er seine Kumpeln, die mittrinken nicht mehr hätte!

    Ich glaube, er würde vereinsamen, da er langsam nur noch solche hat... und dann bekomme ich auch sowas wie Mitleid!

    Ich meine, andere Männer trinken auch und werden nie krank und er sollte ganz aufhören, nur weil er krank davon wird?

    Die Gedanke hat mich also auch schon beschäftigt, anderseits denke ich jetzt...

    Und wer hat mit ihm Mitleid, wenn er mal ganz unten ist? dann verschwinden die sogenannte Kumpeln sowieso und die Einsamkeit bleibt.

    Hallo Nici,

    es klingt bei dir schlimmer als bei mir, ich mache immer noch den Haushalt daheim für beide und wir sitzen am Tisch miteinander, auch wenn wir dabei nicht diskutieren können, weil ich bemerkt habe, dass er nur so tut, als würde er zuhören, bis die Flasche leer ist.
    Und ein paar Interesse haben wir auch noch zusammen, weil wir beide naturverbunden sind. Zudem erfüllt er noch seine "Pflichten" im Garten..
    Ich denke, wenn mein Mann soweit kommt, dass er seine Pflichten im Garten nicht mehr erfüllt (er wollte ja ein Haus mit Garten) suche ich das Weite....

    Hallo Nici,

    Ich habe grosse Mühe mit Wörter wie Träumen und Hoffnungen, denn ich bin total im jetzt bezogen und da haben Träumen und Hoffnungen fast kein Platz mehr.
    Weisst du, wenn ich mich überlege, was aus meine "falsche" Träume und aus meine "falsche" Hoffnungen geworden ist, dann lasse ich lieber diese 2 Wörter aus meinem Gedächnis.
    Ich sehe nur das Glas halb-voll, wenn ich es in Zusammenhang mit meine Ehe betrachte, da wir in der Partnerschaft 2 Personen sind, die mitwirken und eine Person macht nicht mit...
    Bei dir sind mehr Mitwirkenden, du und die Kinder.. und das was vom Glas übrigbleibt wird sowieso leer getrunken....