Beiträge von Heinrich64

    Deine Geschichte kommt mir so bekannt vor. Und zwar direkt von beiden Seiten. Als zur Zeit nicht praktizierender Alkoholiker (seit ü. 5 Jahren trocken) und als Co., der grade den gleichen Mist mitgemacht hat, wie Du!

    Fakt ist, dass Dein LG seinen jetzigen Weg gewählt hat. Der Sprit ist ihm wichtiger, als Du. Das ist eine Aussage, mit der man doch recht viel anfangen kann. Sie gibt einem Gewissheit! Danach dürfte der nächste Schritt klar sein, den Du wählen solltest, um Dir Deine Selbstachtung zu erhalten und um irgendwann zufrieden, oder gar glücklich zu werden.

    Trenn Dich endgültig! Je schneller, desto besser! Es sei denn, Du möchtest in seiner Beliebtheitsrangliste direkt hinter Alkohol stehen... .

    Natürlich tut das weh! Es wird aber auch wieder anders; wahrscheinlich sogar besser.

    Wenn ich lese, dass er "kontrolliert" ein, zwei Flaschen Bier am Abend trinken möchte und gut is, muss ich grinsen. Entschuldige bitte! Glaub mir, das wird nie was werden! Solche Versprechen habe ich seinerzeit auch abgegeben und sie tatsächlich ernst gemeint! Allerdings nur so lange, bis der Durst größer wurde, als die Peinlichkeit, ein Versprechen zu brechen.

    Mach, wie nici schrieb, eine Tabelle. Auf die linke Seite liste auf, was Dir an dem Mann aktuell gefällt, auf der rechten, was Dich stört, kränkt oder kaputt macht. Ich wette, Du kannst auf dem ersten Blick sehen, was Du tun musst!

    Ich wünsche Dir viel Kraft und gute Freunde. Beides wirst Du gut gebrauchen können!

    Lieben Gruß

    Heinrich

    so war es bei mir auch!
    Mir wurde alles versprochen und nichts davon gehalten,
    Meine Kinder wurden so mies behandelt, dass sie nicht mehr zu mir kommen wollten,
    Es wurden Nebenkriegsschauplätze auf gemacht, um vom Problem ab zu lenken.
    Ich bin nicht normal, weil ich Ruhe, ein "normales" Zusammenleben und auch Zufriedenheit eingefordert habe, wobei ich von Glück nicht mal reden will.
    Gestern nachmittag hatten wir unser letztes Gespräch, in dem ich sie nun aufgefordert habe, zum Monatsende unser Haus zu verlassen.
    Ich glaube, jetzt hat sie es begriffen, dass ich ernst mache.
    Eine weitere Chance gibt´s auch nicht mehr. ICH will es nicht mehr. Meine Kinder und meine Gesundheit sind mir wichtiger, als eine Frau, die mir viel verspricht, aber nichts davon hält.
    Sie tut mir unendlich leid. SIE muss was für sich tun. Für sich, aber ab jetzt nicht mehr für mich. Vielleicht wird sie irgendwann ihr Problem begreifen und daran arbeiten. Vielleicht stürzt sie auch komplett ab. Ich weiß es nicht. Mir ist das nicht egal! Aber ich will und kann das nicht mehr. Mittlerweile bin ich selbst wegen Schlaf.-und Essstörungen in Behandlung.
    Zukünftig werde ich meine Energien wieder den Menschen widmen, die mich aufrichtig lieben. Meinen Kindern.

    Menschen, die uns schaden, lassen wir weg.

    Lieben Gruß

    Heinrich

    Zitat von Rosa Li

    Hallo Heinrich,
    sorry die kinder sind wohl schon fast erwachsen!!
    Claudia

    meine eigenen Kinder sind 10 und 12, meine Stieftochter ist 19.
    Es ist nicht schlimm, dass meine Kinder bei ihrer Mutter leben! Im Gegenteil; da haben sie die liebevolle Zuwendung (auch durch deren Mann), die sie brauchen. Meine Ex-Frau ist mittlerweile meine beste Freundin. Von daher ist alles gut!

    Mein Problem ist, wie geschrieben, meine Lebensgefährtin, die ich meinen DREI Kindern nicht mehr zumuten kann.

    Genau an dieser Baustelle arbeite ich grade. Meine Lebensgefährtin sieht keinen Handlungsbedarf, also muss ich mich bewegen.

    Hört sich in der Theorie einfach an, ist es aber nicht.

    Sorry, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe!

    Herzlichen Gruß

    Heinrich

    Zitat von Rosa Li

    Hallo lieber Heinrich,
    entschuldige wenn ich das vielleicht jetzt barsch rüber bringe.Ich hab schon von vielen Menschen gehört das ihnen Kinder in schwierigen Situationen Kraft gegeben haben zu kämpfen und schwierige Situationen durchzuhalten!!Und nicht aufzugeben!??Ich sehe das natürlich nicht so das man Kinder deswegen in irgendeiner Weise mißbraucht oder so,aber Kinder können doch ein großer Ansporn sein!! Kinder geben ja einem auch was zurück wenn man im Sinne der Kinder handelt??Oder allgemein gesehen !
    Lg Claudia

    danke für Deine Antwort!
    Die Sache ist hier etwas anders gelagert. Meine Kinder wohnen nicht mit mir zusammen, sondern bei ihrer Mutter. Meine Stieftochter, an der ich sehr hänge, kommt wegen ihrer Mutter nicht mehr zu uns, wenn ihre Mutter da ist.
    Das ist die derzeitige Lage hier, an der meine Lebensgefährtin nichts ändern will.

    Ich bin nicht bereit, den Kindern dauerhaft eine Atmosphäre zu "bieten", wie sie sich hier momentan dar stellt; ich muss also handeln, wenn ich sie schützen will. Letztlich auch, um selbst nicht vor die Hunde zu gehen. Die Anzeichen dafür (Deprssionen) sind da.
    Die Kinder sollen mir also nicht die Kraft geben, das hier weiter zu machen, sondern ich will mich zukünftig nur noch um sie kümmern, wenn sie bei mir sind. Und zwar so, wie es sein muss: mit einem fröhlichen Papi, der nicht permenent an seine, sich zu dröhnende, Lebensgefährtin denken muss.

    Herzliche Grüße!

    Heinrich

    vor gut einem Vierteljahr berichtete ich hier im Forum über den Konsum von Alkohol meiner Lebensgefährtin und auch darüber, wie ich die Situation einschätze. Nicht zuletzt aber auch über meinen eigenen Absturz durch Alkohol, den ich allerdings überwunden habe.
    Ich hatte recht und trotzdem (naiv) geglaubt, ihr helfen zu können.

    Nach diesem Vierteljahr ist mir einiges noch klarer geworden.
    Ich rangiere in der Rangfolge meiner Lebensgefährtin maximal an Platz 2 HINTER dem Alkohol. Sie will keine Hilfe, obwohl sie jede Hilfe von mir, als "Profi" hätte haben können.

    Ebenso, wie bei Dir (und allen anderen Menschen dieser Welt) ist auch mein Leben endlich. Wir haben ein Recht darauf, den Rest unseres Lebens (bin 46) wenn schon nicht immer überglücklich, doch wenigstens zufrieden und in Ruhe zu verbringen.

    Meine damalige Ansage, dass Schluss ist, verhallte, wie ich seit gestern weiß, ungehört; sie ist nur pfiffiger bei den Verstecken für "Aldis Rache" geworden. Also ist jetzt Schluss.

    Das bedeutet, dass ich von vorn anfangen muss. Ich bin kein Egoist, wenn ich von Menschen, die sich mit mir umgeben wollen, den gleichen Respekt verlange, den ich ihnen entgegen bringe! Natürlich weiß auch ich, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Allerdings kann man Krankheiten recht gut überstehen, wenn man sich in ärztliche Hilfe begibt und die krank machenden Substanzen weg lässt.

    Von mir aus kann sie sich ab heute die Kante geben, wie sie mag. Ich werde nur noch mein Ding machen. Dazu gehören nur meine drei Kinder und sonst nichts mehr.

    Mach Du auch Dein Ding!

    Lieben Gruß

    Heinrich

    möglich ist das, was Du schreibst sicherlich.

    Meine "Härte" drückt sich übrigens nicht in permanenten Vorwürfen (die mir nicht zustehen!), oder irgendwelchen anderen Schikanen aus, die ich ihr "angedeihen" lasse, sondern in meiner konsequenten Art, unbequem gelegentlich nach zu haken, wie der Staus quo ist. So bleibt ihr im Kopf, dass ich durchaus am Ball bin.

    LG

    Heinrich

    Zitat von Gotti

    Hallo Heinrich!

    Ich denke schon, dass du dich für die meisten hier schon recht hart anhörst.
    Ich für meinen Teil finde aber, dass es besser ist, wenn man weiss, was einen im schlimmsten Fall erwarten kann, als nur hin und herzueiern.
    Und vlt. aus Angst, man könnte ja finanziell in den Ruin kommen, bei dem Mann bleiben.
    Mir wars ja letztendlich wurscht, ob ich von Hartz 4 oder sonstigen Hilfen leben müsste, ich wollte nur endlich eine Änderung.

    Dass du kritisch beobachtest - klar. Wirst du sicher noch ne Weile.
    Ob sie es durchhält, wenn sie dich "in Sicherheit" gewogen hat???
    Das wirst du merken.

    Wenn du noch Liebe für sie empfindest, dann wünsche ich dir/ euch aber, dass sie die Kurve bekommen hat, und du auch wieder auf sie zugehen und ihr vergeben kannst!

    Liebe Grüße von Gotti.

    sorry! Ich muss auch sehen, wo ich bleibe, so heftig das auch ist!
    Sicherlich bin ich hart für viele, die das hier mit lesen! Allerdings bekäme sie alle Hilfen, die ich ihr selbst geben, bzw. vermitteln kann.
    Es ist an ihr diese an zu nehmen, oder es zu lassen, denn auch sie hat ein Recht auf eigene Erfahrungen.
    Zu vergeben habe ich ihr nichts! Sie ist krank. Das könnte sie sehen, oder zumindest mal darüber nach denken!

    Wenn sie den Dreh kriegt, hat sie alle Möglichkeiten, wie vorher. Wenn nicht, hat sie ein Problem. Ich mache es mir nicht einfach, jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es mir beizeiten gut getan hätte, wäre ich so in den Arsch getreten worden!

    Heftig? Ja. Aber wenn man durch die Blume spricht, kommt bei ihr nichts an. Ich spreche deutsch: klar und deutlich. Und ich meine, was ich sage und tue, was ich ankündige.

    Viele Grüße

    Heinrich

    Moin zusammen,

    unser Problem ist weg!
    Die Kinder waren von Mittwoch bis Sonntag Abend bei uns und alles war soweit gut, bis auf die Tatsache, dass ich an einer Magen-Darm-Infektion litt, die mich am Samstag völlig lahm gelegt hat. Glücklicherweise waren wir am Freitag im Zoo (alle 4+Freund der Kinder), was auch sehr harmonisch abgegangen ist.

    Tortz aller kritischen Beaobachtungen habe ich keinerlei Alkoholkonsum mehr fest stellen können.

    Also könnte man davon aus gehen, dass ich maßlos übertrieben habe und im Grunde doch alles in Ordnung ist, gelle?

    Vielleicht ist es das ja auch! Möglich mit einer Chance von 1 zu 100, oder geringer. Man kennt sich ja selbst.

    Da ich nicht ganz so naiv bin, wie ich aussehe, habe ich nunmehr meine Finanzen geordnet. Zusammen mit dem Wegfall des Unterhalts an meine Ex-Frau, die wieder geheiratet hat (und was ich ihr von Herzen gönne :lol: ), werde ich das Haus auch im worst-case wohl behalten können.
    Natürlich habe ich davon hier (noch) nichts berichtet. Wozu auch? Gelegentlich ist es gut, einen Trumpf im Ärmel zu haben. Vielleicht nicht ganz sauber, aber das ist sie mir gegenüber ja auch nicht grade... .

    Zu meiner Psychologin habe ich weiterhin engen Kontakt. Sie wundert sich, dass ich immer noch so gelassen bin. Ich bin es tatsächlich, denn ich bin ja vorbereitet, auf das, was so passieren könnte.

    Bei Gelegenheit werde ich weiter berichten, ob und wenn, was, passiert ist. So es jemanden interessiert ;)

    Liebe Grüße

    Heinrich

    Ps.: was sich vielleicht wie eine Abrechnung anhört, ist real keine. Das ist die Reaktion auf einen Umstand, den ich nicht wollte...
    Pps.: liebe Hagebutte. Meine Trockenheit ist im Moment nicht in Gefahr. Nie war ich nüchterner, als heute!

    ich sehe bei der ganzen Problematik überhaupt keine Schuld. Weder bei ihr, noch bei mir. Wie kann man schuld an einer Krankheit sein?
    Was mich aufregt, ist der Umstand, dass sie nicht akzeptieren will, krank zu sein. Ok, der Prozess hat auch bei mir damals länger gedauert.

    Und was mich richtig wütend macht, ist die Tatsache, dass sie wieder gegen meine Kinder stänkert, die morgen übers Wochenende kommen.
    Ich hab ihr klar gesagt, dass ich solche Aktionen, wie beim letzten Mal NIE mehr dulden werde. Ich hoffe, sie hat es sich gemerkt, ansonsten platzt hier der Mond. Krankheit entschuldigt nicht saumäßiges Benehmen. Soweit geht auch mein Verständnis nicht.

    Ansonsten bin ich dabei, meine Finanzen zu ordnen. Hab nächste einen Termin bei der Bank, um meinen Kram so um zu schulden, dass ich alles alleine ziehen kann. Die Hoffnung ist da. Mal sehen was es wird.

    Beruflich bin ich im Moment gnadenlos eigespannt. Einerseits ganz gut, andererseits auch mit Übernachteinsätzen in Süddeutschland. Dann hat sie natürlich die "Chance" ihren Durst zu stillen... . Muss nicht, kann aber sein. Man kennt sich ja selbst :(

    Danke für Deine Anteilnahme!

    Liebe Grüße

    Heinrich

    Zitat von hagebutte

    Hallo Heinrich,

    mal schnell einen Gruß
    Was macht Deine "Flucht nach vorne"?

    LG
    Hagebutte

    danke für den netten Gruß!

    Meine Flucht nach vorn macht im Moment nicht viel. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal den Stand der Dinge. Sie trinkt (angeblich) nicht mehr. Aber nicht für mich, sondern für sich selbst. Wenn´s denn dann so wäre, sollte es mir recht sein.
    Zur Zeit bin ich dummerweise aber beruflich so eingespannt, dass ich keine Möglichkeiten habe, meine Finanzen ab zu klopfen, geschweige denn, mir einen Nebenjob zu suchen.

    Alles in allem ist es hier nicht wirklich schön, wie man sich vorstellen kann. Ich bin der Störer und sie selbst ohne jeden Fehler. So stellt sich mir die Situation nunmehr dar.

    Viele Grüße

    Heinrich

    Zitat von Kaleu

    Moin,

    keine schönen Nachrichten. Möchte Dir aber sagen, dass ich Dein Rückgrat bewundere!

    Lieben Gruß & trotz allem schöne Pfingsten

    Kaleu

    Rückgrat ist gut... . Angst vor der Zukunft und Flucht nach vorn trifft es sicherlich besser.
    Wenn ich daran denke, dass ich vor nicht allzu langer Zeit die selben Sprüche und Tricks gebraucht habe, wird mir ehrlich ganz komisch.

    Die Ironie des Schiksals will es, dass ich als Betriebsrat nun in einen Arbeitskreis soll, der die "Gesamtbetriebsvereinbarung Gesundheit" verhandeln soll. Arbeitstitel "GBV Sucht"... .

    Wenn ich es nicht besser wüsste (???), müsste ich annehmen, dass es Flüche gibt, die einen nie zur Ruhe kommen lassen.

    Schöne Pfingsten

    wünscht

    Heinrich

    Hallo zusammen,

    das avisierte Gespräch habe ich nun geführt, nachdem ich in ihrem DIENSTAUTO etliche Plastik-Weizenbierflaschen gefunden habe. Das kommt in der häuslichen Krankenpflege besonders gut, wie ich finde. Aber nicht mal darauf kann sie Rücksicht nehmen. Ich denke, sie kann wirklich nicht; sie steckt schon zu tief drin.

    Ich habe versucht ihr klar zu machen, dass ich es nicht dulden werde, hier heimlich weiter zu saufen.
    Sie meinte, es sei ihre Sache und im Übrigen täte sie niemandem damit weh.
    Natürlich ist es ihre Sache. Sie kann ja auch trinken, so viel rein passt. Ohne Einsicht wird das eh nix. Also hab ich ihr dringend empfohlen, sich eine Wohnung zu suchen, ihr Viehzeug in´s Tierheim zu verfrachten, um sich ungehemmt ihrem Selbstmitleid, gepaart mit Sucht widmen zu können.

    Mal sehen, was nun passiert... .

    Schöne Pfingsten

    Heinrich

    Hallo zusammen,

    nachdem ich ja am Sonntag Klartext gesprochen habe, passieren hier wundersame Dinge. Meine Lebensgefährtin muss auf einmal keine Shoppingtouren mehr unternehmen, die sonst >3 Stunden (minimum) dauerten. Sie ist sehr schweigsam geworden; ellenlange Monologe sind weg gefallen. Kurz: sie ist stiller und häuslicher geworden.
    Der Umgangston ist geschwisterlich freundschaftlich... .

    Nun warte ich ja immer noch auf eine Einlassung von ihr, wie es hier grundsätzlich weiter gehen kann, oder soll. Aber da kommt (erwartungsgemäß) nichts. Ich bin also gezwungen, nochmal das Gespräch mit ihr zu suchen, um nach zu fassen.

    Nun werde ich mir also Stichworte zur Situation im Bezug auf Alkohol und auch im Hinblick auf den Umgang von ihr mit den drei Kindern machen. Denn auch der ließ in letzter Zeit nicht nur zu wünschen übrig, sondern der wurde unerträglich.

    Ich glaube, wir haben noch sehr viel vor uns.

    Herzliche Grüße

    Heinrich

    Ps.: eine Fahne habe ich bislang nicht mehr gerochen und auch keine Flaschen gefunden. Ob der erste Schuss vor den Bug gesessen hat? Warum glaube ich nicht daran?

    so taff, wie ich schreibe, bin ich sicherlich nicht. Natürlich habe ich Angst vor Freitag. Dann wird sie mir präsentieren, dass sie ja "nachweisbar" ihr Problem im Griff hat, denn sie hat ja nichts getrunken. Zumindest sind die Verstecke besser geworden, oder ich hab nix gerochen, oder so.
    Vielleicht ist es ja wirklich so und der Schuss hat gesessen. Unter Umständen ist die Erde auch eine Scheibe, wer weiß? ;)

    Ich bin in engem Kontakt mit einer lieben Freundin von mir, die nach Mobbing in unserer Firma gekündigt und sich zur Psychologin ausbilden lassen hat. Ausserdem pflege ich, seit ich "trocken" bin, den Kontakt zur Gruppe, die mir damals sehr geholfen hat. Natürlich lese ich auch hier viel. All das, zusammen mit eigenen Erfahrungen, hilft mir schon sehr.

    Was meine Existenzangst angeht. Die ist natürlich vorhanden, allerdings werde ich auch die meistern können. Finanziell wird es sicher sehr eng. Dann muss ich mir einen Nebenjob suchen, um das Haus zu halten, an dem ich sehr hänge. Geht das nicht, muss es eben weg. Das ist im Grunde auch nur schmückendes Beiwerk. Wichtiger ist mir Ruhe.
    jobmäßig bin ich bestens abgesichert. Da passiert nix (Beamter). Von daher bin ich zumindest an der Baustelle sorgenfrei.

    Liebe Grüße

    Heinrich

    erwartungsgemäß ist hier Ruhe eingekeht. Alles ist gut! Es gibt nämlich kein Problem, sondern nur eine falsche Wahrnehmung von mir.
    Sie nimmt mich nicht ernst!
    Am Freitag MUSS sie mir sagen, wie es weiter geht, weil es ansonsten notwendig wird, dass sie sich eine Wohnung sucht.
    Ich kenne das Vertrösten und Gelüge nur zu gut, denn ich selbst habe es über Jahre praktiziert. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, wenn mir damals jemand mal so richtig in den Hintern getreten hätte.

    Da ich weiß, wie die Sache ausgeht, weiß ich auch, dass ich das nicht mit mache. Ich helfe ihr gern, vom dem Zeug weg zu kommen. Nur dazu gehört zunächst einmal die Einsicht, dass sie krank ist. Solange diese Erkenntnis nicht da ist, wird sich hier nichts ändern.

    Ich gehe davon aus, dass jetzt Phase II, in Sicherhet wiegen, kommt. Zwei Tage ohne Alk und der Alte ist beruhigt. Isser aber nicht, weil er weiß, wie es läuft.

    Ich bin ziemlich angefressen. Ich bin erst 46 und werde nich die letzten 20 Jahre an der Seite einer saufenden, sich selbst bemitleidenden Frau verbringen. DAS muss ich ihr klar machen. Und genau das ist mein Problem.

    Viele Grüße

    Heinrich

    doch, sie wusste, dass sie mit einem trockenen Alkoholiker zusammen kommt. Ich gehe damit auch offen um; es erspart mir blödsinnige Ausflüchte, wenn ich kein Bier anpacken möchte. 25 Jahre gesoffen reicht, pflege ich dann zu sagen. Und genauso meine ich das auch.

    Nach meiner Scheidung hatte ich einige Freundinnen, die auch mal ein Glas Wein, oder Bier getrunken haben. Mich störte das nie, warum auch? Nur weil ich mit dem Zeug nicht umgehen kann, müssen sie doch nicht verzichten.

    Das Haus alkfrei machen und halten, war bislang nicht notwendig. eben weil ja ausser den Gästen, die wir haben (Pension), niemand trank. Ich sehe das zumindest auch für mich nicht als notwendig an. Letztlich meide ich ja auch keine Geschäfte, in denen Alkohol zu kaufen ist.
    Den Gästen kann, will und werde ich nicht vorschreiben, was sie trinken, oder nicht. Und die Gäste brauchen wir, um die Bude zu finanzieren.

    Natürlich interessiert das nicht, wenn ich ihr erzähle, dass ich mit 2,6 o/oo einen Arbeitsunfall hatte. Auf einer Baustelle, zu der ich auch nicht gelaufen bin. Der Witz ist nur, dass ich im worstcase hätte Innendienst machen können. Sie nicht. Und so viel Verstand muss ich unterstellen. Intelligent genug ist sie ja.

    Die Bedenkzeit bis Freitag habe ich ihr gegeben, weil ihr bis dahin klar sein muss, was sie will. Weiter saufen und alles den Bach runter gehen lassen, unter anderem natürlich auch mein Elternhaus, das wir zusammen aus der Erbmasse kaufen mussten, unsere Beziehung und alle Annehmlichkeiten, die sie bislang hatte.

    Liebe Grüße

    Heinrich

    Danke für meine freundliche Aufnahme hier!

    Ich habe heute Abend das Thema in Ruhe angeschnitten, von meinen Erfahrungen erzählt und natürlich gefragt, wie die Sache weiter gehen soll.

    Zunächst wurde abgestritten, überhaupt Alkohol zu konsumieren, danach war es dann ja "bloß" Bier, was ja bekanntlich nix macht. Im Übrigen sieht sie keinen Anlass, Ihr Verhalten zu ändern. Besonders den Kontakt zum Blaukreuz lehnt sie ab, denn die "haben keine Ahnung".

    Sie trinkt heimlich, weil in unserem "Scheißhaushalt" der offene Konsum von Bier, Sekt und Co. nicht möglich sei, weil ich den ja ablehne.
    Das ist ja auch richtig: für mich muss ich den auch ablehnen, weil ich nicht wissen möchte, ob ich das nächste Delirium Tremens überlebe und vor allem, wie... .
    Ob sie unter "normalen" Umständen gelegentlich ein Bier, oder ein Glas Wein trinkt, hätte mich nie gejuckt, oder würde mich in Versuchung bringen (man soll nie nie sagen...).

    Nun ist "stille Messe" und ich bin das A.....l....., weil ich mich erdreiste, mich in ihr Leben ein zu mischen. Ok. Darauf war ich vorbereitet.

    Ich habe sie gewarnt, dienstl. und privat ein Auto zu bewegen, wenn sie getrunken hat. Ein Führerscheinverlust würde ihre berufliche Existenz vernichten. Ich hoffe, wenigstens das hat sie begriffen.

    Bis nächsten Freitag erwarte ich eine Marschrichtung von ihr, wie es weiter gehen soll. Ansonsten werde ich mich trennen müssen. Von Ihr, vom Haus und von allem, was wir uns aufgebaut haben.

    Ich kann keinen praktizierenden Alkoholiker in meinem Haushalt dulden. Schon allein wegen der drei Kinder 10, 12 und 18 (ihre Tochter).

    Danke nochmal!

    Liebe Grüße

    Heinrich

    Ich habe mich vor kurzem hie angemeldet, weil ich seit ca. 1 Woche drauf gekommen bin, dass meine Lebensgefährtin heimlich trinkt.
    Sie ist im Aussendienst einer Firma für Altenpflege unterwegs und hat sicherlich einen harten Job.
    Drauf gekommen bin ich, als ich ihr Auto an einer Tankstelle sah. Hab sie nichts ahnend drauf angesprochen und sie hat´s stumpf geleugnet, überhaupt in der Nähe gewesen zu sein.
    Morgens drauf habe ich (ich weiß, das das nicht in Ordnung ist...) unsere Schränke untersucht un bin an einigen Stellen fündig geworden. Nun war mir auch klar, wieso sie in letzter Zeit extreme Stimmungsschwankungen hat, die sich in Wohlgefallen auf lösten, wenn sie kurz im Schlafzimmer, Keller, oder sonst wo war... .

    Da ich selbst schwer alkoholabhängig bin, allerdings seit 6 Jahren nicht mehr praktiziere und auch nicht vor habe, es wieder zu tun, weiß ich letztlich, was los ist.

    Heute Abend werde ich sie drauf ansprechen. Eher geht nicht, weil meine beiden kleinen Kinder zu Besuch sind.

    Ich habe vor, sie ohne Vorwürfe drauf aufmerksam zu machen, dass ich genau weiß, was los ist und ihr auch dabei helfen möchte, ihre Sucht zu überwinden.
    Mit dem Blaukreuz, die mir geholfen haben, bin ich so verblieben, dass wir jederzeit kommen dürfen.

    Das Einzige, wovor ich Angst habe, ist ihre Reaktion. Sie wird alles abstreiten und mich für bescheuert erklären. Das erwarte ich, weil diese Reaktion "normal" wäre; man kennt sich ja selbst... .

    Viele Grüße

    Heinrich