Hallo BC.
„Aber das Projekt „ICH“ geht weiter…“
Ich erschreck mich augenblicklich, wenn ich von einem Projekt im Bezug aufs persönliche Dasein lese. Ich habe dies nämlich mal ähnlich gesehen. „Mein Leben, als Projekt“. Diese Sichtweise vermittelt mir aber erfahrungsgemäß lediglich die funktionale Seite – und dies bitte schön perfekt. War keine mir guttuende Option – weil mein Leben auch keine Option ist, die ich mal so ziehen kann. Es ist einzigartig.
Ich denke mir, Du hast es nicht so gemeint – löst aber sofort bei mir ein schaudern aus.
Gelassene Grüße – Uwe.
Beiträge von uwe.rothaemel
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Hallo Verena
Da werden glatt ein paar Erinnerungen wach. Was Dir die Konzerte und Festivals sind waren mir sportliche Winterevents. Vor gut vier Jahren wurde ich in einer „Starter Gruppe“ der Langzeittherapie gefragt: „Was kommt für sie demnächst denn nicht mehr in Frage? Welche Orte erachten sie als sinnvoll, zu vermeiden?“ - „Biathlon in Oberhof!“ war die spontane Antwort. Im gleichen Moment, war ich unermesslich traurig. Nie mehr diese Atmosphäre, was für ein Opfer. So habe ich damals tatsächlich gedacht. Heute weiß ich, dass ich auf nichts verzichte. Ein Stück weit haben sich mit meinen Verhalten auch die Interessen verschoben – oder besser – die wirklichen Wünsche eine Berechtigung erhalten. So gehe ich nunmehr mit Vergnügen ins Theater und zu klassischen Konzerten. Da wäre ich früher auch gerne hingegangen – doch für mein „Umfeld“ zu jener Zeit, galt dies als uncool und spießig – und die Anderen waren mir wichtiger als ich.
Da mich heute zwar die Ergebnisse unserer Sportler noch interessieren – dass Drumherum für mich aber unwesentlich geworden ist, sind mir meine „wahren“ Motive für die damaligen Großveranstaltungen klar geworden. Sie hatten wenig mit dem Sport zu tun.
Das kann bei Dir ganz anders sein (ist ja meine Geschichte) – mit wachsender Gelassenheit, der dafür notwendigen Geduld und der daraus erschlossenen Stabilität und Sicherheit ins eigene Tun (ich weiß wie „unmenschlich“ schwer sich das anhört
), wirst Du Dir dein Leben wieder erobern. Und das ganz ohne „Muss“ (das Lieblingswort des Alkoholikers) und bei der erforderlichen Eigenverantwortung (keine Neuschöpfung, sondern mein Wort für Trockenarbeit).
Schönen Sonntag – Uwe. -
Hallo Old Flatterhand
Es ist so eine Vorstellung: dass der mysteriöse, einsame Reiter in die rotglühende, untergehende Sonne trabt – dazu eine Mundharmonika-Melodie voller Sentimentalität, Nachdenklichkeit und heimlicher Kraft im Hintergrund – noch ein mit rauer Stimme vorgetragener weiser Satz; welche mich manchmal begleitet, wenn ich Deine Beiträge lese.
Diese Illusion möchte ich auch beibehalten – trotz des Wissens, dass es nicht immer so gewesen ist.
Dieser Mensch, mit der Kraft und dem Vertrauen in sein Selbst, ist mir irgendwie ans Herz "gewachsen“. Nur ein kompaktes Fundament an Erfahrungen befähigt zu einer reflektierenden Wahrheit und einer Sprache für das persönliche Denken, Fühlen und Erleben. Veränderung entsteht durch das Erkennen des wahren Ichs.
Daher auch nun mein Knicks und meine Anerkennung zum Jubiläum und für die Wegbegleitung, die Du mir zu Teil kommen lässt.
Danke – Uwe. -
Hallo BC.
Naja - das reale Leben gab es schon vor dem Internet – auch wenn sich da kaum noch einer daran erinnert.
Genauso geht es mit den Begriffen und den dazugehörigen persönlichen Vorstellungen.
Ehrlich gesagt, mag ich derartige Auseinandersetzungen. Sie bringen mich meistens, im Punkt Akzeptanz und Ruhe-Bewahren, ein Stück weiter. Vorausgesetzt: es geht nicht ums Recht-Haben-Wollen. Das ist mir nunmehr zu anstrengend.
Letztens ging es bei einem solchen Gespräch um: wen und warum wir Vertrauen – welche Erwartungen damit verknüpft sind – und den Dazugehörigen Risiken der Enttäuschung. Solche Abende sind mir durch nichts anderes zu ersetzen. Auch - oder eben weil diese Themen kontrovers untersucht werden können. Mich dabei zurückzulehnen und „die Klappe“ halten, schaffe ich allerdings lediglich bedingt. Wenn ich gar nichts zu solchen Diskusionen beitragen würde, käme schnell eine Nachfrage nach meiner Gesundheit (eigenartig?
).
Gruß –Uwe. -
Hallo Melanie
Die breite Masse kann durchaus auch einen engen Gesichtskreis haben.
Der Thread begann ja mit der Vorstellung, dass bei gewissen Sportarten Alkohol verschüttet und verspritzt wird. Für den „Militanten Trockenen“ eine vergleichsweise gewaltfreie Lösung, seinen Aggressionen Herr zu werden.(Vorsicht Satire!)
Es ist meiner Meinung nach ein immenser Unterschied zwischen „Vorbildern im Sport“ und einzelnen Idolen. Wenn ich diese beiden Begrifflichkeiten vermische, kommt es unweigerlich zu Missverständnissen.
LG. - Uwe -
Hallo Bettina
Ich denke mir soeben: „gerade der Lehrgang, darf Dir gezeigt haben, dass jede Meinung, jede Erfahrung und jeder Beitrag nützlich ist.“ Dabei geht es notwendigerweise nicht um „Besser“ oder „Schlechter“ – auch nicht um „Richtig“ oder „Falsch“; „Einfach“ oder „Kompliziert“.
Meiner Meinung nach sind die Lebensumstände jener Menschen, die sich ihre Abstinenz nun schon eine geraume Zeit lang erhalten, für die „Frischlinge“ im Forum eine Art Impuls, ihre Verlust-, Zukunfts- und Veränderungsängste, vorteilhafter ablegen zu können.
Gute Zeit – Uwe. -
Hallo Beagle
Rückziehen kann durchaus eine wichtige Funktion haben. Warum mal nicht die Prioritäten auf die Besinnung zu sich selbst setzten - sozusagen regenerieren und neue Kraft tanken?
Warum soll Glücklich-Sein das einzig erstrebenswerte Ziel sein? Manchmal ist die Ruhe und ein gewisser Ausschluss des „da draußen“ ein profanes, erfolgversprechendes Mittel zur persönlichen Gelassenheit. Ein mir durchaus wünschenswerter Zustand.
Ich brauch und will meine wehmütigen Tage nicht mehr rechtfertigen. Sie sind und haben ihren Raum. In solchen Situationen glaube ich die Welt etwas unverfälschter sehen zu können – nicht trübsinniger, sondern wirklichkeitsnäher. Als Dauerzustand halte ich es für mich allerdings für bedenklich. Auch wenn mir Ausgelassenheit relativ fremd ist – „zwinge“ ich mich dann zur Aktivität. Freude gibt es in beiden – auch wenn mir das Eine (erst einmal) schwerer fällt als das Andere.
Gruß – Uwe. -
Hallo Michi, Hallo Poster
Das mag ein Blickwinkel sein – doch ich denke, es ist es ein äußerst „spitzer“ Winkel, aus dem ihr es betrachtet. Mit einem sehr begrenzten Gesichtsfeld.
Auch ich bin trockener Alkoholiker, und Deine Verallgemeinerung, Michi, möchte ich so für mich nicht stehen lassen. Es gibt in unseren Selbsthilfeverband sogar ein bundesweites Fußballturnier, wo das gelebt wird, was ich mit Mannschaftssportarten verbinde. Geselligkeit, Lebensfreude, Gastfreundschaft – Menschen kennenlernen.
Assoziationen, ganz ohne beängstigendes Vorzeichen.
Möglicherweise habt ihr abschreckende Erfahrungen gemacht – schade drum, deswegen braucht es noch lange nicht die Regel zu sein.
Gruß – Uwe. -
Da war mal eine Dame in L.A. Sie war äußerst unzufrieden mit ihrer persönlichen Ausstrahlung – ihre Selbstachtung dementsprechend.
Also ging sie zu einen der abgesagtesten Friseure ihrer Stadt. Ein wahrer Meister seiner Zunft. Er hatte den Ruf alle Wünsche und Forderungen seiner Kundschaft schnell und effizient zu erfüllen. Sie wandte sich mit den Worten: „Ich möchte aussehen, wie Barbara Streisand!“ erwartungsvoll an den Haarkünstler.
Da nahm er seinen größten Kamm – und zertrümmerte ihr das Nasenbein.Wer ist nun am misslingen der Erwartung „schuldig“? Wem gebührt die „Strafe“, für ein nicht gewolltes Ergebnis?
Ich persönlich denke: auch wenn Kundenberatung und der Hinweis auf etwaige Nebenwirkungen dürftig ausgefallen sind – ist es in jedermanns eigener Verantwortlichkeit, seine Bedürftigkeit klar zu formulieren.
So war auch weder die Werbung, ein Verein oder ein Idol mein Verführer zum Alkohol und den abgeleiteten Folgen. Es war ein ureigenster ungenügender Ansatz für meine Lebensbewältigung. Also auch meine Verantwortung.
Gruß Uwe. -
Hallo Matthias
Da ich in den gesamten Jubiläumsjubel nicht untergehen möchte (egozentrisch genug dafür bin ich), setze ich mich auf die nächste Seite. Mein Respekt gilt einen mir sehr besonderen Menschen. Ich kenne dich lediglich aus diesem Forum – und meine dennoch einen äußerst sensiblen Menschen vor mir zu haben. Ein Ergebnis Deiner fünfundzwanzig Jahre suche nach dem "wahren" Ich.
Von Dir habe ich für mich erfahren: unfertig sein zu dürfen, dass ich auch mal keine Ahnung haben darf und es kein Makel ist, auch verunsichert die Orientierung zu verlieren. Du hast das gelebt und an den Erkenntnissen lässt Du mich teilhaben. Danke dafür und weiterhin eine zufriedene selbstbestimmte Abstinenz.
Mit einer Verbeugung (mach ich jetzt wirklich) alles Gute – Uwe. -
Hallo Speranza, Hi Matthias
Ich schreibe hier in erster Linie - ganz egoistisch - für mich. Deswegen Selbsthilfe.
Wenn mein Motiv ein anderes wäre, ich alles daran setze, anderen zu helfen bin ich schnell überfordert. Der permanenten Verzweiflung möchte ich mich auch nicht mehr aussetzen (ist ja nicht so, dass diese Einsicht aus dem Nichts kommt, sondern aus gemachten Erfahrungen mit mir selbst).
Dass ich den Stil von hier, nicht Eins zu Eins in mein Alltagsleben übertragen kann, ist sicherlich ein Fakt und vermutlich auch unnötig. Die Themen des täglichen Einerleis – die Zeitvertreibe im Gewöhnlichen - sind nun mal auch nicht so wichtig für mein Überleben. Selbsthilfe hingegen ist ein notwendig gewordener Bestandteil meines persönlichen Daseins. Ich fühl mich wohl, wenn ich daraus gesammelte, wertvolle Erfahrungen, ins „herkömmliche“ Leben rüber retten kann.
LG. –Uwe – war ganz schön was los hier, seit meinen letzten Eintrag – Respekt. -
Hallo
Ich habe ein sehr nachdenkliches Wochenende hinter mir. Da das vergangene Seminar, der letzte Block vorm Abschluss war – sind mir einige grundlegende Gedanken zu mir und meinem Verhalten aufgefallen.
Ich war schon wieder dabei – mich langsam aber umso deutlicher abzugrenzen. Bestehende, durch die enge Zusammenarbeit der vergangenen Monate, auch gewachsene Beziehungen zu kappen und insgeheim für unnötig und eher belastend abzutun. Klingt arrogant und wird auch so empfunden. Ich hatte mir fest vorgenommen, diesen „Zwang“ nicht nachzugeben. Dieses Rückzugsverlangen - welches ich schon (zu)lange praktiziere. Es tut mir nicht wirklich gut – doch es stellt sicher, dass ich meine Vorstellungen über mich aufrechterhalten kann: das es keinen Grund gibt, mich auszuhalten. Das hat in der Vergangenheit (wo mir dies selbst nicht so bewusst war) auch immer fabelhaft funktioniert. Diesmal wird es nicht akzeptiert – im Gegenteil. Ich kann noch gar nicht richtig einschätzen, wie wichtig diese Erfahrung für mich ist. Das Gefühl dazu ist zumindest Zwiespältig. Unsicherheit, Ungläubigkeit und Furcht auf der einen Seite. Der andere Bestandteil der Waage wird von Dankbarkeit, Zufriedenheit und Wohlbehagen besetzt. Ein wenig irritierend.
Gruß Uwe. -
Hallo Jamor
Ich denke, dass es für mich gar nicht so wichtig ist, herauszufinden was jemand mit seiner provozierenden Art auslösen möchte. Für mich ist es notwendig, nachzuschauen, was es mit mir macht. Wie gehe ich damit um? Ich glaube nicht, dass sie mich einfach „kalt“ lässt. So auch nicht der Artikel, aus dem dieser Thread hervorgegangen ist. Da war einerseits Unverständnis, Frust und ein Drang, dass sofort zu unterbinden. Nach einer Weile des Überlegens und des „Runterkommens“, war ich mir relativ sicher: der Ärger (und auch die unterschwellige Angst), richten sich auf meine eigenen „Frank-Anteile“. Auf jenen Uwe, der mal genauso war und diese Rolle auch noch in sich trägt - und den ich nunmehr gerne Mal verleugne. Es ist somit nicht von Wert für mich, auf die provokanten Äußerungen zu reagieren – wertvoll war allerdings: mich dabei zu beobachten.
Schönen Gruß – Uwe. -
Hallo Matthias
Ich weiß nicht genau, was du verstehen willst? Den Rückfall – oder dein Gefühl dazu?
Das eine hat wohl im Allgemeinen mit den Schwierigkeiten, der Furcht und der Ungewissheit, bei Veränderungen zu tun – konkret habe ich keine Ahnung. Beim Zweiten, dem Gefühl dazu kann ich nur mit meinen eigenen dienen.
Es gibt einige, die mich ein Stück begleitet haben. Bis auf wenige, haben sie sich wieder in die Sucht verabschiedet. Die ersten haben mich verängstigt hinterlassen. Ab einen bestimmten Zeitpunkt wurde ich wütend, bei Rückfällen im „Bekanntenkreis“. Bei „Wiederholungstätern“ irgendwann Gleichgültig. Nunmehr denke ich, dass all diese Emotionen aus dem Gefühl des Vertrauens erwachsen sind. Das Zutrauen und der Glaube daran, dass ich von Menschen, die mir gewissermaßen Nahe sind, Gutes erwarten darf und sie frei von Zweifel sind. Irgendwie hat Vertrauen eine moralische Größe – doch es lässt sich nicht erzwingen. Es birgt gewissermaßen ein unkalkulierbares Risiko. Die Enttäuschung bleibt. Auch ein Stück Ärger und das persönliche Entsetzen. Aus eigener Betroffenheit bin ich Befangen. Das zu wissen macht es nicht schöner – jedoch erträglich.
Schönes Wochenende – Uwe. -
Hallo
Ich stelle niemanden und nichts in Frage und manipulieren liegt mir fern. Ich habe lediglich eine „Einladung“ verteilt. Und mir persönlich wird bei einigen Beiträgen richtig warm ums Herz. Gerade wenn plötzlich geschrieben wird: „Ich sorge dafür, dass es mir gut geht!“
Ich sehe dies als ein Übungsfeld für mich persönlich. Ich weiß wie schnell ich Werte und urteile, und dabei im „normalen“ Gespräch nicht darauf achte, dass jede Aussage und Information erst einmal durch den Filter meiner ureigenen Vorstellungen geschickt wird. Im harmloseren Fall entsteht Verwirrung. Schlimmstenfalls Unverständnis und Ablehnung.
Wir sind nicht alle gleich – und deshalb halte ich es für mich so notwendig, ein Gespür für mich selbst aufzubringen. Das kann mir persönlich nur gelingen, wenn ich von mir schreibe. Meiner Freude oder meiner Traurigkeit, meinen Zorn oder eben meine Gleichgültigkeit zum Ausdruck bringe (authentischer geht’s nicht). Darum geht es mir. Nicht was der andere daraus macht, sondern was mit mir dabei geschieht. Nur so erscheint es mir möglich auch ein Verständnis und die nötige Toleranz für jemanden anderen zu entwickeln.
Ich habe eine lange Zeit spekuliert was andere von mir erwarten oder denken könnten. Der daraus resultierende Anpassungsversuch, hat in eine beinahe tödlich endende Sackgasse geführt. Jetzt versuche ich es anders (ob es besser war, sollen spätere Generationen entscheiden
). Mir reicht das von mir Erreichte noch nicht aus.
Die Einladung, für jene, die weiter üben wollen, bleibt bestehen – das es nicht einfach ist, weiß ich. Ich empfinde es als eine andere Qualität. Wobei weiterhin gilt - anders ist nicht besser – nur anders.
Danke für die rege Beteiligung bis dato – Uwe.
Ich verabschiede mich mal wieder in ein Netzfreies Wochenende – gute Zeit, bis Montag. -
Hi Old Flatterhand
Manchmal bin ich mir ziemlich sicher, dass meine Versuche der Rationalisierung, nur eine andere Variante des Verdrängens darstellt. Mir wurde vor ca. sechs Wochen eine simple Frage von einem vergleichsweise sehr „einfach gestrickten“ Menschen gestellt: „Steht dir dein Verstand nicht manchmal im Weg?“ – ich möchte mein Gesicht dabei nicht gesehen haben. Meine Mimik hat sich von anfänglicher Gekränktheit über Überraschung und Bestürzung zu maßlosen Erstaunen verändert. Antworten konnte ich schon gar nicht – mir ist erst mal gar nichts eingefallen. Mittlerweile bin ich ihm dankbar, über seine Direktheit. Sie hat was ins „rollen“ gebracht. Am Wochenende treffe ich ihn wieder. Ich freu mich darauf – denn von seinen Einstellungen und Einsichten kann ich momentan weit mehr profitieren, als von manch schlauen Buch.
Gruß – UweP.S. mit SHG war heute doch nichts – Messegäste aus Nürnberg – nicht wirklich schlimm - ich hab ja auch Euch.
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Hallo
Vielleicht gelingt mir ein Experiment.
Wie ist es denn, wenn in diesen Thread, jeder ausschließlich mit Ich-Sätzen, seinen persönlichen Gefühlen, seinen eigenen Vorstellungen antwortet – ganz ohne Darstellungen und Beispielen, die jemand oder irgendwer tun kann oder soll?
Wenn ich mich hier, im Stile einer Fabel, mit Pflanzen oder Tieren und den damit verbundenen Eigenschaften vergleiche – warum nicht. Urteile oder Wertungen über andere (schon wegen der mangelnden optischen Gelegenheit) können damit ausbleiben.
Ich denke - oder besser wünsche - mir, dass der Thread durch jene außergewöhnliche und vergleichsweise hohe Hürde, nicht allzu einsam wird.
Auf ein gutes Gelingen – Uwe. -
Hallo,
Ich hab mal gerade meine „Pinnwand“ konsultiert. Eine Chronik, auf meinem PC, wo ich verschiedene Gedanken einfach mal aufschreibe. Am 07.01.2011 steht da:
„Das „Ich“ hat im entstehen, eine Menge Fragen, die es sich zum überleben stellt. Ohne weitere Erfahrungen beantwortet es sich diese Fragen sehr beizeiten. Im Nachhinein ist es aus falscher Eitelkeit nicht mehr Willens, die ehemals erfolgreichen Strategien zu hinterfragen – auf ihre Tauglichkeit im Hier und Heute zu überprüfen. Sogar auch dann nicht, wenn es sich damit schadet.“
Ich habe keine Ahnung in welchen Zusammenhang ich mir das damals notiert habe. Diese Zeilen, ein Anruf heute Vormittag und mein letzter Eintrag, veranlassen dazu, mal wieder persönliche „Archäologie“ zu betreiben. Das „Namenlose“ scheint auch nur ein Gefühl zu sein –für die Benennung lass ich mir die nötige Zeit.
Gruß – Uwe. -
Welche Träne ist die, die das Fass zum überlaufen bringt? Welches Sandkorn entscheidet darüber ob es ein Haufen oder eine Ansammlung von Sand ist? Wie viele Chancen sind angemessen? Die wievielte Gelegenheit ist die entscheidende?
Die Grenzen setzt jeder für sich selbst!
Einsicht und eine Entscheidung waren für mich damals notwendig. Manchmal, das liegt wohl an meinem Umfeld, vergesse ich, dass ich zu einer Minderzahl gehöre. Ich gehöre gerne zu dieser Minderheit. -
„Wenn alle Masken fallen – bleibt bei mir nicht selten... Dieses "hilflose verstörte Etwas" noch spürbar. Unabdingbare Berechtigung. Ein Knoten - unaufgelöst… Noch nicht sind alle Hüllen gefallen. Ein allerletztes Feigenblatt ist´s vielleicht nur noch. Kontrolle aufgegeben.“
Hallo Old Flatterhand
Nochmal zurück zu heute Morgen an anderer Stelle Es hat mich nicht losgelassen. Deine Beobachtungsgabe (und die im Bezug auf mich völlig zutreffenden Auslegungen) sind manchmal beunruhigend. Wie nah war ich dran oder bin es immer wieder mal ein Stück näher? Ich bin mir sicher, dass ich in mir arbeite – nur fehlt noch der geschützte Rahmen zum erleben, zum zulassen und verstehen. (Vielleicht braucht es letzteres auch gar nicht).
Beim Schreiben manchmal und beim Zeichnen öfter, ist die Nähe zum „Unsagbaren“ spürbar. Aber auch das Gefühl der bevorstehenden Ohnmacht vor dem Unausweichlichen.
Das Namenlose macht die Mutlosigkeit.
Der „Opfer“-Begriff trifft es nicht wirklich. „…ich darf die Wahrheit nicht fühlen…“, schreibst Du im „ Nur Heute“! Um beim Bild von heut früh zu bleiben: „Treffer und versenkt!“ – Schwimmflügellein, in Form der realen SHG, sind für Dienstagabend ein guter Ansatz.
LG. –Uwe.