Old Flatterhand – wähne ich da Bitterkeit? Wir retten nur uns selbst.
Geboren bin ich in Thüringen. Als das Gebiet noch zu einer Festung gehörte, von Wölfen im Schafspelz beherrscht wurde und selbst Hänsel und Gretel rote Halstücher trugen, war mein größter Wunsch: in Bronze gegossen, mit dem Finger richtungsweisend zeigend, am besten noch zu Lebzeiten im Zentrum einer Stadt zu stehen. Ich bin an der Aufgabe der Welt den Frieden zu bringen gescheitert.
Zu viele Optionen lähmen.
Mein Denkmal wird irgendwann ein schlichter Stein sein. Und wenn dann zwei, drei daneben stehen um zu sagen: „Es war schön ihn gekannt zu haben.“ ist viel erreicht.
Ich Werte nicht mehr den Zeitgeist – er hat mich auch überholt. Der Thread (und nicht nur hier) ist ein Placebo und seine Wirkung (nur hier) gibt den Medizinmann, der es im Umlauf brachte, recht.
Ich stopfe mir mein Kalumet für heute – sage Gruß und gut Nacht - Uwe
Beiträge von uwe.rothaemel
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Hallo Susanne, Hei Silberkralle
Hier kann schreiben wer will, wie er will.
Bedenklich sind für mich Belanglosigkeiten beim Thema Sucht. Dazu ist sie zu tödlich.
Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der hier schreibt, sich anmaßt über den Dingen zu stehen. Das liegt in der Natur der Sache. Wer sich eingehend mit seiner Sucht beschäftigt, wird früher oder später einen Zugang zu der Person in sich finden, die keinen anderen Ausweg gesehen hat, um zum Überleben (und/oder um andere am Leben zu lassen), zu trinken. Die Auseinandersetzung mit diesem Ego wird dann auch jeder für sich selbst gestalten. Viele probieren erst einmal die Dämonen mit vergleichsweise „harmloseren“ Geistern zu bannen (stürzen sich in die Arbeit; überstrapazieren sich im Sport; flüchten in die Depression; „helfen“ anderen um von sich abzulenken). Dieser Weg ist weit weg von einem zufriedenen Dasein, da für das Wirkliche Wollen (beinahe hätte ich geschrieben: der persönliche Bestimmung), kein Platz gelassen wird. Kommunikation (in welcher Form auch immer) ist der einzige Weg um Irritationen zu vermeiden und um sich nicht in anderen Abhängigkeiten zu verlieren.
Ich versuche mein Alter Ego mit philosophischen Argumenten eine neue Ausrichtung zu geben. Der Nächste spricht über seine Angst mit den Bildern einer magischen Vergangenheit. Die Ritter und Kavaliere unserer Kindheit sind vertraut, haben den Drachen getötet, die Prinzessin erobert. Sie geben Sicherheit in einer von Zweifeln vollen Welt.
Der Stil der Konfrontation mit Sich und der Welt bleibt individuelle Kreativität – und Alkoholiker sind sehr erfinderisch. Ich freue mich über originelle Beiträge zum eigenen Wollen, weil es mich inspiriert.
Gruß Uwe. -
Hei
Ich sehe das nicht ganz so pessimistisch. Die Märchendeutung hält immer öfter Einzug in die Psychologie. Schade ist nur, dass manche Schlussfolgerungen wie ein Gralsgeheimnis geschützt werden, und ein Zugang nur möglich ist, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Als 2008 im Sommer meine LZT beendet hatte, fühlte ich mich wie einer, der Ausgezogen war, das Fürchten zu lernen. Im Unterschied zu Grimms-Märchen war ich aber nicht der „dumme“ Bruder, der nach einigen Abenteuern, durch Unbekümmertheit und Cleverness schließlich zu einem zufriedenen Leben fand (am Ende ängstigte ihm etwas Bekanntes – das Unbekannte hat ihn nicht erschreckt). Ich war der pflichtbewusste, angepasste, furchtsame Bruder gewesen, dem das nicht Vertraute so große Steine in den Weg gelegt hatte. Doch seine Geschichte haben Jakob und Wilhelm nicht erzählt. Diese Tatsache habe ich damals für mich korrigiert und Bild und Text dafür erfunden. Geschlossen habe ich damals meinen Erlebnisbericht mit den Worten: „Der Wille zu Angsterträglichkeit, Angstüberwindung wird durch Angst gestärkt. Die Lehrmeisterin der Angst ist die Angst selbst. Und der ängstliche …lebte sein durch Angst geführtes Leben mutig in Angst zu Ende.“ Zu jener Zeit fand ich Zeilen einfach schön und hatte keine Ahnung wie nah ich damit an meiner Wahrheit war.
Du bist nicht Alleine und die Anzahl der Aufrufe geben dir recht. -
Hallo Old Flatterhand
Nein, die Situation ist weder dramatisch noch kompliziert – nur manchmal sehr nachdenklich. Wenn ich nachts von der Arbeit komme, der Tag an sich wenig Gelegenheit für Freude oder Leid bereitgehalten hat – eben dem völlig normalen Spektrum entsprach -, ist ab und an ein wenig Melancholie meine Begleiterin. Das ist dann aber fast ein kreatives Erleben, weil ich dann sehr entspannt zeichnen kann – auch wenn ich die Skizzen später wieder verwerfe.
Wenn jemand für mich hofft, mir Kraft wünscht, nehme ich dies dankend entgegen. Doch für mich selbst habe ich in der Vergangenheit zu oft gehofft und nicht gehandelt. Das magische Denken an den „letzten Retter“, der für mich mein Leben konstruiert, ist endgültig passé.
Danke der Nachfrage Uwe -
Gedanken!
Kraft und Hoffnung. Ist es das was ich brauche, suche, will? Nun an der Kraft lässt sich nichts aussetzen, sofern ich sie meiner Statur entsprechend besser in Dynamik übersetze (und dies mehr für den Geist). Doch Hoffnung?
Dann lieber Gelassenheit. Da wo Hoffnung ist, ist auch Furcht - und umgekehrt. Gelassenheit ist für mich ein Handeln ohne Befangenheit. Hoffen verleitet mich nicht zum tun – das Wollen schon eher. Und was ich will entwickelt sich nicht aus der Zuversicht – mehr aus meiner Leidenschaft, meinem Verlangen. Es geht also darum gelassen zu handeln. Geduld. -
Hallo klabund
Das du Hilfe nur einseitig in Anspruch nimmst, ist tatsächlich nur deine einseitige Wahrnehmung. Einer wie ich, der etwas länger "trocken" ist und hier ließt, freut sich über jeden der es für sich in Angriff nimmt. Zum anderen ist eine solche Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit für mich ebenso wertvoll. Die nüchternen Erfahrungen, welche du jetzt schon hast - über die du ehrlich schreibst - helfen denen, die eben noch nicht da angekommen sind. Deine Fragen an die Welt sind deshalb wichtig, weil sie sich so manch einer noch nicht gestellt hat.
Gruß Uwe und einfach dranbleiben. -
Ich sollte auch mal wieder etwas in der eigenen Glosse notieren.
„Wo die Angst ist, da geht es lang“. Das schreibt Old Flatterhand in seiner „Kaffeeklatschkolumne“. Übertragen auf mein persönliches Anliegen, dem eigenen Bedürfnissen zuzuhören, stellt sich wirklich die Frage: Welche Angst hindert mich am spontanen Wohlfühlen? Wer hat mir gesagt, dass ein Erleben von Emotion gefährlich oder ein Ausleben von Freude kindisch ist. Denn das ist die ursprüngliche, unangenehme magische Situation. Das jemand mit dem Finger auf mich zeigen könnte, um zu sagen: „Der benimmt sich wie ein kleines Kind – so kann man sich nicht gehen lassen.“ So lässt sich eine Menge an kindlicher Aggression und kindlichen Vergnügens verdrängen oder leugnen. Hier beim schreiben, in einer vergleichsweise imaginären Anonymität gegenüber einer realen Kommunikation, fällt der Zugang etwas leichter. Das kann aber auch nur ein Übungsfeld sein. -
Hallo Sally
Mir ist etwas die emotionale Distanz verloren gegangen, wo ich heute Nachmittag hier gelesen habe. Sensibel sieht anders aus. Doch war es sehr auffällig, dass alles, was vorgeschlagen wurde, nicht deinen Vorstellungen entspricht. Nur wirst du eben hier keine schlichten Antworten auf ein komplexes Problem bekommen, weil es keine einfachen Lösungen gibt. Ich selbst bin nunmehr einige Jahre trocken und weiß sehr wohl, was ich meinem Umfeld angetan habe. Zur Zeit meiner „aktiven Abhängigkeit“ hat der Realitätsverlust eine derartige Einsicht nicht möglich gemacht. Innerhalb des Suchtlebens –drehen sich auch die Gedanken nur um das Suchtmittel. Du kannst die Situation aber nur ändern, indem du auch Gedanken zulässt, die eben nicht dem Momentanen Muster entsprechen.
Gruß Uwe -
häh?
Frage!
Bitte um Rat! Wie kann ich besser damit umgehen! Ich weiß nicht mehr weiter. Ich will nicht, dass mich das weiterhin so aufregt.
Antworten!
Es muss noch eine andere Lösung geben. ..Es geht leider nicht… Nur im Moment ist es leider nicht möglich, da kann ich machen was ich will. …nur es geht eben nicht, ob du es glaubst oder nicht… Das wäre schön, aber leider nicht möglich…Sowas mache ich generell nicht… das geht eben nicht… Und ob du es glaubst oder nicht, es geht nicht anders...(hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Konsequenz!
ICH FINDE DASS GEHT GAR NICHT!
Bei aller Toleranz für Alter, Lebensumstände; für Unsicherheit, Angst, Wut und Verwirrung – „Alternativlos“ war nicht umsonst das Unwort des letzten Jahres – allerdings in Deutschland -
Hallo Penta
DIESE MENSCHEN SIND SELTEN.
Es ist auch für mich nicht schön stets feststellen zu müssen, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht (ob nun Betroffene; betroffene Angehörige, Kollegen und Freunde) nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist. Ein Forum wie dieses und reale SHGs werden nur von einem Bruchteil der Menschen genutzt, für die sie gedacht sind. Und auch davon ist dann wieder nur ein Teil dazu in der Lage (aus welchen Gründen auch immer), seinen Ausstieg als Chance wahrzunehmen. Weil ich mich selbst aktiv innerhalb der Selbsthilfe bewege, passiert mir es ab und an daran zu glauben, dass es weit mehr wären. An diesen Glauben festzuhalten, ist wie, als wenn ich mich in einer Parallelwelt bewege, die nichts mit der Realität zu tun hat. Doch ist die Wahrscheinlichkeit, die für sich bereichernden Personen genau in diesem Umfeld zu finden, am Höchsten.
Findigen Sonntag Uwe -
Hallo Penta
In dem Moment, wo ich mich für ein abstinentes Leben entschieden habe, war mir völlig unklar, wie dieses auszusehen hat. Die Theorie hat durch ihre teilweise unvermeidliche Pauschalisierung ihre Tücken. Orientierung habe ich einerseits natürlich durch die Therapie bekommen, ausschlaggebend waren aber die Menschen, welche mir ihre Nüchternheit vorgelebt haben. Es hat einmal etwas mit Glück zu tun, genau diese Menschen zu treffen, welche einem gut tun. Andererseits lag es in meiner Verantwortung genau jene Leute zu suchen. Es wurde immer wieder auf die Individualität des einzelnen Schicksals verwiesen, doch aus den verschiedenen Einzelerfahrungen meiner „Mentoren“, habe ich mir die eigen abstinente Lebensphilosophie gebastelt. Das allerdings ist ein Prozess – kein bewusstes: Genau so mach ich das. Ein rückblickend aber sehr erbaulicher Verlauf aus Experiment und Irrtum, ein sich darauf Einlassen und Verwerfen von Konzepten. Der eigene Weg entwickelt sich aus meiner Erfahrung nicht in einer „luftleeren Blase“, also ohne Bindungen in Isoliertheit und Beziehungslosigkeit. Und, JA ICH DARF DAS, wenn ich glücklich werden will.
Schönes Wochenende Uwe
P.S. Hei Tina – recht so. Warum soll ich auf meinen Weg Sackgassen anschauen, nur weil es irgendwo heißt: du musst es erlebt haben, um darüber zu reden. Wem und wie soll ich von meinen Tod berichten? -
Hallo
Ja dumm gelaufen, ich habe Philosophen und Buchtitel genannt – „meine Ehrlichkeit bringt mich noch um“ – das ist von mir, und manchmal glaube ich auch daran. Trotzdem möchte ich zum Thema Demut ein paar eigene Gedanken zitieren. Demut ist keine Selbstverachtung und ihr Gegenteil ist der Hochmut. Sie steht sozusagen dazwischen und wenn sie nicht Bescheidenheit wäre – über beiden. Was hat das nun mit mir zu tun? Ich denke, dass sie einen hervorragenden Zugang zu meinen eigenen Scheitern gewährt. Sie gibt meiner vermeintlichen „Besonderheit“ den richtigen Gegenpart. Sie lässt mich meine Eitelkeiten als das erkennen, was sie sind. Demut ist also die Ehrlichkeit in mir, die geflissentlich traurig macht, weil sie dem Ego nicht ständig recht gibt. Es sind die Begegnungen mit den zuvorderst erwähnten, lange Zeit, zufrieden trockenen Alkoholikern, die mich dies gelehrt haben: „Kritisch zum „Ich“ zu sein und sich vor dem „Sein“ verbeugen.“ (mündliche Überlieferung)
Gute Zeit Uwe. -
Hallo Frozen Tears
Ich habe mir es mit einer Antwort nicht leicht gemacht. Das Thema ist zu komplex um einfache oder gar ausreichende Lösungen darauf zu haben. Leo N. Tolstoi schreibt zu Beginn bei Anna Karenina: - edit, bitte keine externen Zitate einfügen, Urheberrecht, danke, Linde -
Das Sucht und andere Neurosen eine Familienkrankheit sind, wird oft Fehlinterpretiert. Familien sind Systeme – sozusagen Mikrokosmen – die bemüht sind, ein Gleichgewicht herzustellen. Wie in einem Mobile haben auch kleinste Störungen, Auswirkungen auf die gesamte Anordnung, sodass von jeden einzelnen Mitglied Anstrengungen unternommen werden müssen, um eine Balance zu erzielen. Trotzdem ist es schwierig, besser bedenklich, dies zu verallgemeinern.
Genauso sieht es mit den Ursächlichkeiten der Sucht aus. So leicht verletzbar wie ein System – so sensibel und individuell auch der Einzelne. Doch weg vom Allgemeinen. Experte kann ich nur für mich selbst sein – und selbst da fehlen mir einige Lehrinhalte.
Mein Unmut hat in der Regel mit meinen Erwartungen zu tun. Gekränkte Eitelkeiten, ein beleidigtes Ego und vermeintlich nicht erhaltene Anerkennung. Was auf der einen Seite zu Antrieb und Erfolgsstreben beiträgt, ist wie alles, was unerreichbaren Idealen oder dem Absoluten hinterher hechelt, bei Übertreibung ungesund. Das zu wissen, schützt im nüchternen Dasein nicht automatisch davor. Die Grundfrage ist dementsprechend für mich geworden: wie gehe ich damit um. Nicht erreichte oder verfehlte Ziele, werte ich immer wieder gern als persönliches Versagen. So entsteht Missvergnügen – aber eben erst weit nachdem die Situation geschehen ist. Als suchtkranker Mensch ist es nötig, meine Motivationen öfter zu hinterfragen. Am Anfang führte dies zu abstrusen Situationen, da ich erst einmal alles in Frage gestellt habe. Jetzt ist es besser - doch bisweilen zeitversetzt. Mein Lebensentwurf erfordert also ab und an einen anderen Blickwinkel, um mit dem Wollen wieder konform zu werden.
Gelingt mir – gelingt mir nicht – gelingt mir - gelingt mir nicht... – kein Grund die Lust daran zu verlieren.
Schönes Wochenende Uwe. -
Old Flatterhand
Die passende Name für die Tugend, von der wir beide geschrieben haben, ist wohl Demut.- edit, bitte keine externen Zitate einfügen, Urheberrecht, danke, Linde -
Dem füge ich demütig mal nichts mehr hinzu.
Gruß Uwe -
Hallo Old Flatterhand
Ich kenne mittlerweile Menschen, die ihre dauerhafte Trockenheit auf die verschiedensten Arten gelebt haben. Für manche war es ein ständiger Kampf, wo ich mich gefragt habe – die ganze Energieleistung, für ein mürrisches Dasein? Sie waren aber stolz auf diese Leistung. Einige haben ihre Abstinenz nur für die Anderen gelebt – und mit der Abgabe ihrer Verantwortung vor der Frage des Sinns gestanden. Sie konnten noch stolz auf vergangenes schauen.
Und dann sind da noch die, wo ich stolz bin sie kennengelernt zu haben. Wenn diese zurückschauen, ist vermutlich auch eine Portion Stolz dabei (Selbstsicherheit kein Hochmut). Doch am meisten beeindruckt mich ihr schmunzeln um die Augen, was von einem gelebten Leben zeugt. Es sind diese Begegnungen mit ihren Geschichten, welche mich bewegen, die ohne Wehmut und Traurigkeit, ohne Sehnsucht und Illusion, erzählt werden können.
Gruß Uwe -
Hallo Frozen Tears
Nun ich habe ernsthaft angenommen gehabt, mich schon von Verhaltensweisen verabschiedet zu haben, die mir nicht gut tun. Der Irrtum war: Verabschieden mit Verschwunden zu verwechseln. Auch wenn ich nicht wieder angefangen habe zu Trinken, hatte sich mein Benehmen in eine Richtung entwickelt, was den „alten Mustern“ nicht unähnlich war. Es war nicht leicht mir einzugestehen, das sich mein „Innen“ eben nur ein anderes Ventil gesucht hat (Grießkram, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit… – ein wahres Sammelsurium von Unbill, den ich nicht gebrauchen konnte). Ich habe ziemlich lange gezögert darüber zu sprechen – denn eigentlich hat es mir ja gut gehen müssen. Ich bin dann erst einmal drei Monate am Eigentlich gescheitert ehe ich was unternommen habe. Nachdem ich der freudschen Empfehlung gefolgt bin, dass man nicht nur sprechen darf, sondern auch sprechen muss, habe ich noch das schreiben mit ins Boot genommen. Kein unerheblicher Fortschritt für meine Erfahrungswelt.
Gruß Uwe -
Hallo Frozen Tears
Und es ist erstaunlich, was sich da alles angesammelt hat. Wie im „wahrem Leben“ sind die Geschichten die ich erreichen will in den oberen Regalen damit ich mich strecken muss und das was ich suche, ist stets ganz unten versteckt. In Augenhöhe befinden sich die trivialen Sachen, welche zwar eine gemäßigte Zufriedenheit auslösen, mir nunmehr aber nicht mehr alleine genügen.
Viel Spaß bei der eigenen Bestandsaufnahme.
Gruß Uwe -
Guten Morgen
Ich kenne aus einigen anderen geführten Gesprächen die Problematik. Daraus war selbst bei langjährig abstinent lebenden Alkoholikern ein latenter Wunsch zu erkennen, die Ursächlichkeiten lieber im körperlichen zu verstehen. So wie eine Infektion den Schnupfen, ein Bruch die Schmerzen und ein defektes Gen eine Fehlentwicklung erklären kann. Ich bin dann nicht an meinem Zustand Schuld und ich schütze mich vor Vorwürfen und Stigmatisierung.
Ich werde das System nicht ändern, aber in meinem unmittelbaren Umfeld kann ich aktiv sein. Es ist meine Lebensweise, mit der ich solchen mystischen Vorstellungen entgegenwirken kann. Mit ein oder zwei Blutsbrüdern in Karl-May-Manier durch die Wildnis der profitgeilen Pharmaindustrie und ihre Handlanger zu reiten, um die Welt zu retten, ist eine Überforderung für die Beteiligten. Ich habe die Verantwortung für mich selbst – und wenn ich dieser ordentlich nachgehe – kann ich ein paar mitnehmen und begleiten.
Gruß Uwe -
Nichts für ungut. Danke Old Flatterhand.
Dann verbeuge ich mich mal vor den ehrlichen Worten und einer lesenswerten Meinung. Soviel smal-talk darf hoffentlich sein.
Guten Abend auch - Uwe -
Hallo BlueCloud
Es bleibt halt weiterhin spannend für mich. Ab und an was Plakatives darf hier erlaubt sein. Phrasen zum Thema Sucht sind was anderes.
Gruß Uwe